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Suizidprävention für Schulen - Suizid verstehen

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Suizidprävention für Schulen - Suizid verstehen




Einleitung

Suizidprävention für Schulen / Suizid verstehen ist ein sensibler aiMOOC zu Suizidalität, psychischer Gesundheit, Prävention, Krisenintervention und hilfreichem Handeln im schulischen Kontext. Du lernst, warum Suizidprävention eine gemeinsame Aufgabe ist, wie Belastungen entstehen können, welche Warnsignale ernst zu nehmen sind und wie Hilfe organisiert wird. Der Kurs richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe, an Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und alle, die in der Schule Verantwortung übernehmen.

Wichtiger Schutz- und Notfallhinweis: Dieser aiMOOC ersetzt keine Beratung, keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung. Wenn Du selbst gerade nicht sicher bist, ob Du Dir etwas antun könntest, oder wenn Du Dir Sorgen um eine andere Person machst, hole sofort Hilfe. Wende Dich an eine erwachsene Vertrauensperson, die Schulleitung, den schulpsychologischen Dienst, eine psychiatrische Notaufnahme oder rufe bei akuter Gefahr den Notruf 112. In Deutschland erreichst Du die TelefonSeelsorge Tag und Nacht unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123. Kinder und Jugendliche erreichen die Nummer gegen Kummer unter 116 111. Eltern und andere Erziehende erreichen das Elterntelefon unter 0800 111 0 550. Bleibe mit einer akut gefährdeten Person nicht allein und verspreche niemals Geheimhaltung, wenn Sicherheit auf dem Spiel steht.


Videoimpuls

Das folgende Video behandelt Suizidprävention für Schulen / Suizid verstehen mit dem Schwerpunkt: Suizid verstehen, Prävention, Ursachen, Hilfe, Analysen zu Suizidalität, psychischer Gesundheit und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

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Nutze das Video als Einstieg. Pausiere, wenn Dich Inhalte belasten. Sprich anschließend mit einer vertrauenswürdigen Person über Fragen, Gefühle oder Unsicherheiten. In einer Lerngruppe gilt: Niemand muss persönliche Erfahrungen öffentlich erzählen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du Suizidalität als Krisenphänomen erklären, zwischen Risiko- und Schutzfaktoren unterscheiden, hilfreiche Reaktionen bei Verdacht auf Suizidgefahr beschreiben, die Rolle der Schule in der Prävention einordnen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien, Sprache, Stigma und Hilfeholen entwickeln.

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst, was mit Suizidalität, Suizidgedanke, Suizidversuch, Krise und Suizidprävention gemeint ist.
  2. Handlungskompetenz: Du beschreibst, wie man eine Person ruhig anspricht, ernst nimmt, nicht allein lässt und Hilfe einbezieht.
  3. Schulische Prävention: Du entwickelst Ideen für ein sicheres, unterstützendes Schulklima.
  4. Medienkompetenz: Du beurteilst, warum eine verantwortungsvolle Kommunikation über Suizid wichtig ist.
  5. Transferleistung: Du wendest das Wissen auf Fallbeispiele, Projektideen und schulische Schutzkonzepte an.


Suizid verstehen


Was bedeutet Suizidalität?

Suizidalität ist ein Oberbegriff für Gedanken, Äußerungen, Absichten, Pläne und Handlungen, bei denen sich ein Mensch mit dem eigenen Tod beschäftigt oder sich selbst in Lebensgefahr bringen könnte. Suizidalität ist keine einzelne Diagnose, sondern häufig Ausdruck einer schweren psychischen Krise, einer Depression, einer Angststörung, einer traumatischen Belastung, einer Suchterkrankung, starker Hoffnungslosigkeit oder einer als ausweglos empfundenen Situation. Sie kann aber auch bei Menschen auftreten, bei denen keine Diagnose bekannt ist.

Wichtig ist: Suizidgedanken bedeuten nicht, dass ein Mensch wirklich sterben möchte. Häufig bedeutet die Aussage „Ich kann nicht mehr“ eher: „So wie es gerade ist, halte ich es nicht mehr aus.“ Prävention setzt genau dort an: Leid soll gesehen, ernst genommen und gemeinsam mit fachlicher Unterstützung verändert werden.


Warum ist Suizidprävention in Schulen wichtig?

Die Schule ist für junge Menschen ein zentraler Lebensraum. Hier werden Freundschaften erlebt, Konflikte sichtbar, Leistungen bewertet, Zugehörigkeit gesucht und Veränderungen im Verhalten oft früh bemerkt. Lehrkräfte und Mitschülerinnen und Mitschüler sind keine Therapeutinnen oder Therapeuten. Sie können aber aufmerksam sein, Hilfe anstoßen und Schutz organisieren.

Suizidprävention in der Schule bedeutet nicht, Schülerinnen und Schüler mit Angst zu überfordern. Sie bedeutet, ein Klima zu schaffen, in dem über psychische Gesundheit, Stress, Mobbing, Einsamkeit, Trauer, Diskriminierung und Hilfe gesprochen werden darf. Sie bedeutet auch, dass es klare Wege gibt: Wer ist ansprechbar? Was passiert bei akuter Gefahr? Welche Fachstellen werden einbezogen? Wie werden Betroffene und Lerngruppen nach einer Krise begleitet?


Sprache: Warum Worte wichtig sind

Sprache kann entlasten oder stigmatisieren. In der Prävention werden möglichst neutrale Begriffe wie Suizid, Suizidversuch, Suizidgedanke oder Suizidalität verwendet. Wertende Begriffe können Schuld, Scham oder Vorurteile verstärken. Eine hilfreiche Sprache ist respektvoll, klar und nicht dramatisierend.

  1. Respektvolle Sprache: Sprich von einem Menschen in einer Krise, nicht von einem „Problemfall“.
  2. Entstigmatisierung: Psychische Erkrankungen und Krisen sind behandelbar und Hilfe ist möglich.
  3. Klarheit: Aus Sorge darf direkt gefragt werden, ob jemand Suizidgedanken hat.
  4. Schutz: Verzichte auf Details, Gerüchte, Schuldzuweisungen und Sensationssprache.
  5. Hoffnung: Zeige Wege zu Hilfe, Bewältigung und weiterer Unterstützung auf.


Mythen und Fakten

Ein gefährlicher Mythos lautet: „Wer über Suizid spricht, tut es nicht.“ Das ist falsch. Jede Äußerung von Suizidgedanken muss ernst genommen werden. Ein weiterer Mythos lautet: „Wenn ich direkt frage, bringe ich die Person erst auf die Idee.“ Das ist nicht der fachliche Grundsatz der Prävention. Ruhiges, direktes und wertschätzendes Nachfragen kann entlasten, weil die betroffene Person merkt: Jemand hört zu, bleibt da und hilft.

  1. Mythos: Suizidgedanken sind nur Aufmerksamkeitssuche. Fakt: Jede Äußerung kann ein Hilferuf sein und verdient Schutz.
  2. Mythos: Nur Fachleute dürfen ansprechen, wenn sie sich Sorgen machen. Fakt: Jede Person darf Sorge ausdrücken und Hilfe holen.
  3. Mythos: Man muss allein stark sein. Fakt: Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Verantwortung.
  4. Mythos: Nach einer Krise ist alles vorbei. Fakt: Nachsorge und Beziehung bleiben wichtig.
  5. Mythos: Schule kann nichts tun. Fakt: Schule kann Schutzfaktoren stärken und Wege zu Fachhilfe öffnen.


Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren


Mehrere Faktoren wirken zusammen

Suizidalität entsteht selten aus einem einzigen Grund. Meist wirken mehrere Belastungen zusammen: innere Verletzlichkeit, aktuelle Krise, fehlende Unterstützung, Scham, Erschöpfung, Konflikte, Mobbing, Diskriminierung, Verlust, Erkrankung oder das Gefühl, anderen zur Last zu fallen. Deshalb ist es wichtig, nicht vorschnell zu urteilen. Eine Schulnote, ein Streit oder Liebeskummer können Auslöser sein, erklären aber nicht allein die ganze Krise. Gute Prävention fragt nicht: „Wer ist schuld?“, sondern: „Was braucht diese Person jetzt, um sicher zu sein und Hilfe zu bekommen?“


Risikofaktoren

Risikofaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass eine Krise gefährlich werden kann. Sie sind keine Vorhersage und kein Etikett. Manche Menschen erleben mehrere Risikofaktoren und werden nicht suizidal. Andere zeigen nur wenige äußere Hinweise und brauchen trotzdem dringend Hilfe. Entscheidend ist die Kombination aus Aufmerksamkeit, Gespräch und fachlicher Einschätzung.

Bereich Beispiele Bedeutung für die Schule
Psychische Erkrankung Depression, Angststörung, Trauma, Suchterkrankung, Essstörung Veränderungen ernst nehmen, nicht diagnostizieren, Fachhilfe einbeziehen
Soziale Belastung Mobbing, Ausgrenzung, Einsamkeit, Diskriminierung, familiäre Konflikte Zugehörigkeit stärken, Schutz vor Gewalt sichern, Vertrauenspersonen anbieten
Krise Trennung, Verlust, Scheitern, öffentlicher Konflikt, starke Scham Akute Belastungen erkennen, entlastende Gespräche und Schutzräume ermöglichen
Vorbelastung Frühere Suizidversuche, Selbstverletzung, schwere Krisen in der Familie Warnsignale besonders ernst nehmen und Fachkräfte frühzeitig einbeziehen
Barriere Angst vor Stigma, fehlende Ansprechpersonen, Sprachbarrieren, fehlender Zugang zu Hilfe Niedrigschwellige Angebote sichtbar machen und aktiv vermitteln


Schutzfaktoren

Schutzfaktoren stärken Menschen in Krisen. Sie verhindern nicht jede Krise, können aber Zeit, Beziehung, Sicherheit und Hoffnung schaffen.

Schutzfaktor Was er bewirken kann Beispiel in der Schule
Vertrauensperson Jemand hört zu und hilft beim nächsten Schritt Klassenleitung, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Patensystem
Zugehörigkeit Das Gefühl, nicht allein und nicht wertlos zu sein respektvolle Klasse, Anti-Mobbing-Konzept, sichere Gruppenarbeit
Lebenskompetenz Gefühle benennen, Konflikte lösen, Hilfe holen soziales Lernen, Klassenrat, Training von Emotionsregulation
Hilfezugang Krisen werden früher professionell begleitet sichtbare Hilfenummern, Beratungszeiten, klare Meldewege
Hoffnung Zukunft wird wieder vorstellbar realistische Perspektiven, kleine nächste Schritte, Erfolgserlebnisse


Warnsignale erkennen


Mögliche Hinweise auf eine Krise

Warnsignale sind ernst zu nehmen, ohne vorschnell Panik zu verbreiten. Entscheidend ist nicht, ob ein einzelnes Zeichen „beweist“, dass Suizidgefahr besteht. Entscheidend ist, ob sich eine Person deutlich verändert, verzweifelt wirkt, Hoffnung verliert oder direkt beziehungsweise indirekt von Sterben, Verschwinden oder Nicht-mehr-Können spricht.

  1. Verbale Hinweise: Äußerungen wie „Ich kann nicht mehr“, „Es wäre besser ohne mich“ oder „Ich halte das nicht aus“.
  2. Verhaltensänderung: Rückzug, starke Reizbarkeit, plötzlicher Leistungsabfall, Schulvermeidung oder ungewöhnliche Risikobereitschaft.
  3. Gefühlslage: Hoffnungslosigkeit, tiefe Traurigkeit, Scham, Angst, innere Leere oder das Gefühl, eine Last zu sein.
  4. Soziale Zeichen: Abschiedsworte, Verschenken wichtiger Dinge, Abbruch von Kontakten oder auffällige Nachrichten.
  5. Körperliche Hinweise: Schlafprobleme, Erschöpfung, Appetitveränderung, Konzentrationsprobleme oder häufige psychosomatische Beschwerden.
  6. Digitale Hinweise: belastende Posts, Chats über Ausweglosigkeit oder Suche nach Bestätigung in gefährlichen Online-Räumen.


Was Mitschülerinnen und Mitschüler tun können

Wenn Du Dir Sorgen um eine Person machst, musst Du die Situation nicht allein lösen. Deine Aufgabe ist nicht Diagnose, Therapie oder Rettung im Alleingang. Deine Aufgabe ist: ernst nehmen, da bleiben, Hilfe holen.

  1. Ansprechen: Sage ruhig, was Du beobachtest, zum Beispiel: „Ich mache mir Sorgen um Dich.“
  2. Zuhören: Unterbrich nicht sofort mit Ratschlägen. Zeige, dass Du die Not ernst nimmst.
  3. Direkte Frage: Frage klar und wertschätzend, ob die Person daran denkt, sich das Leben zu nehmen.
  4. Sicherheit: Lass eine akut gefährdete Person nicht allein.
  5. Hilfe holen: Informiere sofort eine erwachsene Vertrauensperson, auch wenn die betroffene Person Geheimhaltung möchte.
  6. Nachfragen: Bleibe freundlich in Kontakt, aber übernimm nicht die Rolle einer Fachperson.


Was Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte beachten sollten

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte haben eine Schlüsselrolle, weil sie Veränderungen beobachten und schulische Unterstützung organisieren können. Sie sollen jedoch nicht alleine über das Risiko entscheiden. Bei Suizidverdacht braucht es einen klaren Ablauf mit Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Schulleitung, Sorgeberechtigten und medizinischer beziehungsweise therapeutischer Fachhilfe.

  1. Wahrnehmen: Beobachtungen konkret sammeln, ohne zu dramatisieren oder zu bagatellisieren.
  2. Ansprechen: Ein ruhiges Einzelgespräch in geschütztem Rahmen führen.
  3. Nachfragen: Suizidgedanken klar, direkt und wertschätzend erfragen.
  4. Absichern: Bei akuter Gefahr nicht allein lassen und Notfallhilfe einschalten.
  5. Weiterleiten: Schulinterne Krisenwege nutzen und Fachkräfte einbeziehen.
  6. Dokumentieren: Beobachtungen, Gespräche und Schritte sachlich festhalten.
  7. Nachsorgen: Nach der akuten Situation kontinuierlich Unterstützung und schulische Entlastung prüfen.


Hilfreich handeln in der Krise


Gesprächsführung: ruhig, klar, menschlich

Ein gutes Gespräch in einer Krise braucht keine perfekten Worte. Wichtig sind Ruhe, Respekt, Sicherheit und Verbindlichkeit. Eine hilfreiche Haltung lautet: „Ich nehme Dich ernst. Ich bleibe jetzt nicht allein damit. Wir holen Hilfe.“

Hilfreich Nicht hilfreich
„Ich mache mir Sorgen und möchte verstehen, wie es Dir geht.“ „Stell Dich nicht so an.“
„Denkst Du daran, Dir das Leben zu nehmen?“ „So etwas darfst Du nicht sagen.“
„Danke, dass Du es sagst. Wir holen jetzt Unterstützung.“ „Versprich mir, dass Du niemandem etwas erzählst.“
„Du musst das nicht allein schaffen.“ „Andere haben es schlimmer.“
„Ich bleibe bei Dir, bis Hilfe da ist.“ „Ich kann das allein regeln.“


Fünf Schritte bei Verdacht auf Suizidgefahr

  1. Ernst nehmen: Jede Andeutung, jeder Abschiedshinweis und jede Aussage über Nicht-mehr-leben-Wollen wird ernst genommen.
  2. Direkt fragen: Frage ruhig nach Suizidgedanken, ohne Druck, Vorwurf oder Sensationssprache.
  3. Nicht allein lassen: Bei akuter Gefahr bleibt eine erwachsene Person bei der betroffenen Person.
  4. Professionelle Hilfe holen: Nutze den Notruf 112, den schulpsychologischen Dienst, eine psychiatrische Notaufnahme, ärztliche Hilfe oder Krisendienste.
  5. Nachsorge sichern: Plane Unterstützung für die nächsten Stunden, Tage und Wochen, auch wenn die akute Gefahr nachlässt.


Sicherheitsplan statt Geheimhaltung

Ein Sicherheitsplan ist eine konkrete Vereinbarung für Krisenmomente. Er wird am besten mit Fachkräften erstellt und regelmäßig überprüft. Er enthält keine gefährlichen Details, sondern sichere nächste Schritte: Warnzeichen erkennen, beruhigende Strategien nutzen, sichere Orte aufsuchen, Kontaktpersonen informieren und professionelle Hilfe erreichen.

Ein Sicherheitsplan kann klären: Wen rufe ich zuerst an? Wo kann ich hingehen? Welche Erwachsenen sind zuständig? Welche Dinge oder Situationen sollten mit Unterstützung Erwachsener gesichert oder vermieden werden? Welche Telefonnummern sind sofort erreichbar? Für Schulen ist wichtig: Ein Sicherheitsplan ersetzt keine Notfallhilfe bei akuter Gefahr.


Hilfsangebote sichtbar machen

Hilfe muss leicht auffindbar sein, bevor eine Krise eskaliert. Schulen können Kontaktdaten auf der Website, im Klassenraum, auf Aushängen, im Schulplaner, in Lernplattformen und an stillen Rückzugsorten sichtbar machen. Wichtig ist, dass die Hinweise nicht nur existieren, sondern regelmäßig erklärt werden.

  1. Notruf: 112 bei akuter Gefahr.
  2. TelefonSeelsorge: 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123.
  3. Nummer gegen Kummer: 116 111 für Kinder und Jugendliche.
  4. Elterntelefon: 0800 111 0 550 für Eltern und andere Erziehende.
  5. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117 bei dringenden medizinischen Fragen ohne akute Lebensgefahr.
  6. Schulpsychologie: Zuständige schulpsychologische Beratungsstelle der Region.
  7. Psychiatrische Notaufnahme: Bei akuter psychischer Gefährdung und wenn Sicherheit nicht gewährleistet ist.


Prävention als Aufgabe der ganzen Schule


Whole-School-Approach

Ein wirksames Schutzkonzept verbindet Unterricht, Schulklima, Beratung, Krisenwege, Elternarbeit und Kooperation mit Fachstellen. Dieser Whole-School-Approach bedeutet: Nicht nur einzelne Personen „passen auf“, sondern die Schule gestaltet Strukturen, in denen Hilfe normal, erreichbar und verlässlich ist.

  1. Schulklima: Respekt, Zugehörigkeit, Beteiligung und Schutz vor Demütigung.
  2. Soziales Lernen: Umgang mit Gefühlen, Konfliktlösung, Empathie und Hilfeholen.
  3. Anti-Mobbing-Konzept: Klare Regeln, frühes Eingreifen und Schutz für Betroffene.
  4. Beratungssystem: Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkräfte, Schulpsychologie und externe Fachstellen.
  5. Krisenteam: Zuständigkeiten, Ablaufpläne und regelmäßige Fortbildung.
  6. Elternarbeit: Information, Gesprächsangebote und gemeinsame Sicherheitswege.
  7. Medienbildung: Verantwortungsvolle Kommunikation über Krisen und Hilfsangebote.


Drei Ebenen der Prävention

Ebene Ziel Beispiel
Universelle Prävention Alle Schülerinnen und Schüler stärken Unterricht zu psychischer Gesundheit, Klassenrat, Anti-Mobbing-Arbeit
Selektive Prävention Gruppen mit erhöhten Belastungen unterstützen Angebote für Trauernde, Betroffene von Mobbing oder Schülerinnen und Schüler nach Krisen
Indizierte Prävention Personen mit konkreten Warnsignalen schützen Einzelgespräch, Fachabklärung, Sicherheitsplan, Notfallhilfe und Nachsorge


Unterricht über Suizid: Schutzrahmen

Wenn Suizid im Unterricht thematisiert wird, braucht es eine sorgfältige Vorbereitung. Der Fokus liegt auf Verstehen, Hilfe, Prävention und Hoffnung. Nicht geeignet sind detaillierte Darstellungen von Suizidhandlungen, spekulative Diskussionen über einzelne Fälle oder Aufgaben, die persönliche Bekenntnisse erzwingen.

  1. Freiwilligkeit: Niemand muss persönliche Erfahrungen teilen.
  2. Schutzsprache: Keine Details, keine Sensationsbegriffe, keine Schuldzuweisungen.
  3. Hilferahmen: Zu Beginn und Ende werden Hilfsangebote genannt.
  4. Nachbereitung: Es gibt die Möglichkeit, nach der Stunde einzeln mit einer erwachsenen Person zu sprechen.
  5. Triggerarmut: Inhalte werden behutsam ausgewählt und belastende Medien werden vermieden.
  6. Fachlichkeit: Lehrkräfte nutzen geprüfte Materialien und sprechen sich mit Schulpsychologie oder Schulsozialarbeit ab.


Postvention nach einem Suizidversuch oder Suizid

Postvention bezeichnet Unterstützung nach einem Suizidversuch oder nach einem Suizid. Sie ist zugleich Prävention, weil betroffene Gruppen besonders verletzlich sein können. Schulen sollten in solchen Fällen Fachkräfte einbeziehen, Gerüchte stoppen, Trauer begleiten, Unterricht und Leistungsdruck anpassen und besonders gefährdete Personen im Blick behalten.

Sichere Postvention vermeidet romantisierende Gedenkformen, Heldenbilder, Schuldzuweisungen und Details. Sie bietet stattdessen Raum für Trauer, verlässliche Informationen, professionelle Begleitung und klare Hilfswege. Auch Lehrkräfte und Schulpersonal brauchen Unterstützung, Supervision und Entlastung.


Medien, Internet und Verantwortung


Werther-Effekt und Papageno-Effekt

Der Werther-Effekt beschreibt, dass unangemessene, detaillierte oder romantisierende Berichte über Suizid Nachahmung begünstigen können. Der Papageno-Effekt beschreibt das Gegenteil: Berichte über Menschen, die Krisen bewältigen und Hilfe finden, können schützend wirken. Für Schule und Medienbildung ist daraus wichtig: Sprich über Hilfe, Bewältigung und Unterstützung, nicht über Details oder Sensation.


Verhalten in Chats und sozialen Netzwerken

Digitale Hinweise auf Krisen dürfen nicht ignoriert werden. Wenn jemand in einem Chat Suizidgedanken äußert, Abschiedsnachrichten schreibt oder gefährliche Inhalte teilt, gilt: nicht öffentlich bloßstellen, nicht weiterverbreiten, nicht allein tragen. Mache Screenshots nur, wenn es zur Weitergabe an verantwortliche Erwachsene oder Notfallstellen nötig ist. Informiere sofort eine erwachsene Vertrauensperson oder den Notruf, wenn akute Gefahr besteht.

  1. Nicht teilen: Keine belastenden Inhalte weiterleiten, liken oder kommentierend verbreiten.
  2. Nicht beschämen: Keine Vorwürfe, keine Witze, keine Mutmaßungen.
  3. Hilfe aktivieren: Erwachsene, Schule, Sorgeberechtigte oder Notfallhilfe einbeziehen.
  4. Plattform melden: Gefährdende Inhalte über Meldefunktionen melden.
  5. Nachfragen: Direkt und respektvoll Kontakt aufnehmen, wenn es sicher möglich ist.


Schulische Verantwortung und Grenzen


Rollen klären

Suizidprävention gelingt nur im Netzwerk. Keine Person muss und soll allein verantwortlich sein. Rollen müssen vorher geklärt werden.

Rolle Aufgabe
Schülerinnen und Schüler Sorgen ernst nehmen, nicht schweigen, erwachsene Hilfe holen
Lehrkraft Beobachten, ansprechen, schützen, schulische Wege aktivieren
Schulsozialarbeit Beratung, Begleitung, Vermittlung, Netzwerkarbeit
Schulpsychologie Einschätzung, Beratung des Kollegiums, Krisenintervention, Nachsorge
Schulleitung Verantwortung für Krisenplan, Kommunikation, Schutz und externe Kooperation
Sorgeberechtigte Unterstützung, medizinische Abklärung, Sicherheit im Alltag
Fachmedizin Diagnostik, Behandlung, Krisenversorgung und Therapieplanung


Datenschutz und Schutzpflicht

Vertraulichkeit ist wichtig, aber sie hat Grenzen, wenn Gefahr für Leben und Gesundheit besteht. Wer eine mögliche akute Suizidgefahr erfährt, darf und muss Hilfe einbeziehen. In Schulen sollten Datenschutz, Dokumentation und Informationsweitergabe in einem Krisenkonzept geregelt sein. Für Schülerinnen und Schüler gilt: Es ist kein Verrat, Hilfe zu holen. Es ist Schutz.


Diversität und besondere Belastungen

Manche Schülerinnen und Schüler erleben zusätzliche Belastungen, etwa durch Mobbing, Rassismus, Antisemitismus, Ableismus, Queerfeindlichkeit, Armut, Fluchterfahrung, familiäre Gewalt, chronische Erkrankung oder Pflegeverantwortung in der Familie. Prävention bedeutet deshalb auch: Schule muss Diskriminierung abbauen, Zugehörigkeit fördern und Hilfsangebote kultursensibel, barrierearm und sprachlich zugänglich machen.


Fachliche Grundlagen und seriöse Informationsquellen

Dieser aiMOOC orientiert sich an Grundsätzen der Weltgesundheitsorganisation, der Suizidprävention, der Schulpsychologie, der Krisenintervention und an öffentlich zugänglichen Hilfsangeboten in Deutschland. Zu den fachlich relevanten Anlaufstellen und Informationsquellen gehören unter anderem die WHO-Initiative LIVE LIFE, das Bundesministerium für Gesundheit, die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention, die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention, die TelefonSeelsorge und die Nummer gegen Kummer.

  1. WHO: Suicide prevention
  2. WHO: LIVE LIFE Initiative
  3. Bundesministerium für Gesundheit
  4. Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention
  5. Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention
  6. TelefonSeelsorge Deutschland
  7. Nummer gegen Kummer


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Suizidalität? (Gedanken, Absichten oder Handlungen im Zusammenhang mit dem eigenen Tod) (!Eine normale Schulangst ohne Krisenbezug) (!Eine einzelne feststehende Diagnose) (!Ein sicherer Beweis für eine bestimmte Ursache)




Was ist bei akuter Gefahr zuerst wichtig? (Sofort Hilfe holen und die Person nicht allein lassen) (!Die Situation geheim halten) (!Die Person mit Vorwürfen überzeugen) (!Abwarten bis zum nächsten Schultag)




Welche Aussage zur direkten Frage nach Suizidgedanken ist fachlich hilfreich? (Ruhiges direktes Fragen kann entlasten und Hilfe ermöglichen) (!Direktes Fragen ist immer verboten) (!Direktes Fragen ersetzt professionelle Hilfe vollständig) (!Direktes Fragen ist nur in Prüfungen erlaubt)




Was ist ein Schutzfaktor in der Schule? (Eine verlässliche Vertrauensperson) (!Öffentliche Beschämung) (!Unklare Zuständigkeiten) (!Leistungsdruck ohne Unterstützung)




Welche Reaktion ist bei einer suizidalen Äußerung nicht hilfreich? (Die Aussage verharmlosen) (!Die Person ernst nehmen) (!Eine erwachsene Vertrauensperson informieren) (!Professionelle Hilfe einbeziehen)




Was beschreibt der Papageno-Effekt? (Hilfreiche Berichte über Krisenbewältigung können schützen) (!Detaillierte Berichte erhöhen immer die Sicherheit) (!Gerüchte sind für die Prävention wichtig) (!Schweigen ist die beste Medienstrategie)




Welche Aufgabe haben Mitschülerinnen und Mitschüler? (Sorgen ernst nehmen und erwachsene Hilfe holen) (!Allein eine Diagnose stellen) (!Geheimhaltung versprechen) (!Die Verantwortung vollständig übernehmen)




Was gehört zu einem schulischen Krisenplan? (Klare Zuständigkeiten und Kontaktwege) (!Spontane Entscheidungen ohne Dokumentation) (!Verbot aller Gespräche über psychische Gesundheit) (!Ausschließlich Strafen bei Krisen)




Warum ist Sprache in der Suizidprävention wichtig? (Sie kann Stigma abbauen und Hilfe erleichtern) (!Sie ersetzt jede Beratung) (!Sie macht Warnsignale unnötig) (!Sie soll möglichst dramatisch sein)




Was bedeutet Postvention? (Begleitung und Schutz nach einem Suizidversuch oder Suizid) (!Eine Form der Leistungsbewertung) (!Ein Wettbewerb zur Medienarbeit) (!Ein Verbot von Trauer)





Memory

Suizidalität Gedanken und Handlungen mit Bezug zum eigenen Tod
Schutzfaktor Etwas, das Sicherheit und Bewältigung stärkt
Krisenteam Gruppe mit klaren Aufgaben im Notfall
Postvention Begleitung nach einem Suizidversuch oder Suizid
Papageno-Effekt Erzählung über Hilfe und Krisenbewältigung
Schulpsychologie Fachliche Beratung für Schule und Krise
Vertrauensperson Mensch, dem man Sorgen anvertrauen kann
Hilfsangebot Erreichbare Unterstützung in einer Krise





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Handlung in der Schule
Wahrnehmen Veränderungen und Warnsignale aufmerksam beobachten
Ansprechen Sorge ruhig und respektvoll formulieren
Zuhören Gefühle ernst nehmen und nicht abwerten
Absichern Bei Gefahr bei der Person bleiben und Hilfe holen
Weiterleiten Schulische und professionelle Unterstützung einbeziehen
Nachsorgen Nach der akuten Krise verlässlich in Kontakt bleiben






Kreuzworträtsel

Hoffnung Was soll Prävention neben Sicherheit wieder stärken?
Resilienz Wie nennt man psychische Widerstandskraft?
Empathie Welche Haltung hilft beim Zuhören ohne Abwertung?
Mobbing Welche Form von Gewalt in Gruppen kann ein Risikofaktor sein?
Postvention Wie heißt Unterstützung nach einem Suizidversuch oder Suizid?
Hilfe Was muss bei akuter Gefahr sofort geholt werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Suizidalität muss in der Schule immer

genommen werden.
Ein unterstützendes Schulklima stärkt das Gefühl von

.
Bei akuter Gefahr wird sofort der

gerufen.
Eine direkte Frage nach Suizidgedanken kann den Weg zu

öffnen.
Lehrkräfte sollen nicht allein diagnostizieren, sondern

einbeziehen.
Schülerinnen und Schüler sollen keine Geheimhaltung versprechen, sondern eine erwachsene

informieren.
Der Papageno-Effekt beschreibt die schützende Wirkung von Geschichten über

.
Nach einer Krise braucht es verlässliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hilfekarte: Erstelle eine kleine Hilfekarte für Deine Schule mit mindestens drei sicheren Anlaufstellen, die in einer Krise erreichbar sind.
  2. Wortwahl: Formuliere fünf respektvolle Sätze, mit denen man eine Person in einer Krise ansprechen kann, ohne sie zu beschämen.
  3. Schutzfaktoren: Sammle in einer Mindmap Schutzfaktoren, die Dir und anderen in belastenden Zeiten helfen können.
  4. Klassenregeln: Entwickle drei Regeln für Gespräche über psychische Gesundheit im Unterricht, damit niemand bloßgestellt wird.


Standard

  1. Schulklima: Analysiere, welche Orte, Rituale und Personen an Deiner Schule Zugehörigkeit stärken, und schlage zwei Verbesserungen vor.
  2. Warnsignale: Entwickle ein fiktives Fallbeispiel mit Warnsignalen und beschreibe, welche erwachsenen Personen einbezogen werden müssen.
  3. Medienkompetenz: Vergleiche zwei fiktive Social-Media-Beiträge über eine Krise und erkläre, welcher verantwortungsvoller ist.
  4. Präventionsplakat: Gestalte ein Plakat oder digitales Infobild, das Hilfe sichtbar macht, ohne Angst oder Sensationssprache zu nutzen.


Schwer

  1. Krisenplan: Entwirf einen schulischen Ablaufplan für den Fall, dass eine Schülerin oder ein Schüler Suizidgedanken äußert.
  2. Postvention: Entwickle Leitlinien für eine Klasse nach einem schweren Krisenereignis, die Trauer ermöglichen und Nachahmung vermeiden.
  3. Projektplanung: Plane eine Projektwoche zu psychischer Gesundheit mit Unterricht, Beratungsangeboten, Elterninformation und Evaluation.
  4. Stakeholderanalyse: Erstelle eine Übersicht aller beteiligten Rollen bei Suizidprävention in der Schule und erkläre ihre Verantwortlichkeiten.



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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Schülerin zieht sich zurück, schreibt hoffnungslose Nachrichten und fehlt häufig. Erkläre, welche Schritte Mitschülerinnen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeit jeweils übernehmen sollten.
  2. Transfer: Übertrage das Konzept der Schutzfaktoren auf eine konkrete Schule. Welche drei Veränderungen hätten wahrscheinlich die größte Wirkung auf Zugehörigkeit und Hilfezugang?
  3. Medienethik: Beurteile, warum detaillierte oder romantisierende Darstellungen von Suizid gefährlich sein können und wie eine Alternative nach dem Papageno-Prinzip aussehen kann.
  4. Krisenkommunikation: Entwirf eine kurze, sachliche Information für ein Kollegium, die nach einem Suizidversuch Orientierung gibt, ohne vertrauliche Details zu nennen.
  5. Rollenkonflikt: Eine betroffene Person bittet Dich, niemandem etwas zu sagen. Begründe, warum Hilfeholen trotzdem richtig ist, und formuliere einen wertschätzenden Satz.
  6. Präventionskonzept: Entwickle ein Mini-Konzept für Deine Schule, das universelle, selektive und indizierte Prävention sinnvoll miteinander verbindet.




Lernnachweis

Der Lernnachweis besteht aus einem Portfolio, das zeigt, dass Du nicht nur Fakten kennst, sondern verantwortungsvoll handeln und Zusammenhänge erklären kannst. Das Portfolio enthält keine persönlichen Krisenberichte von Dir oder anderen Personen. Verwende fiktive Beispiele oder allgemein gehaltene Beobachtungen.

  1. Portfolio: Fasse die wichtigsten Begriffe Suizidalität, Risikofaktor, Schutzfaktor, Krisenintervention und Postvention in eigenen Worten zusammen.
  2. Handlungsplan: Beschreibe einen sicheren Ablauf bei Verdacht auf Suizidgefahr in der Schule.
  3. Materialprodukt: Erstelle ein Plakat, eine Hilfekarte oder einen kurzen Erklärtext zu Hilfsangeboten.
  4. Reflexion: Erkläre, warum Hilfeholen kein Verrat ist.
  5. Transfer: Wende das Gelernte auf ein fiktives Fallbeispiel an und begründe Deine Entscheidungen.


OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Berlin/Brandenburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Bremen

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  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

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Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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