Zum Inhalt springen

Arbeit und seelisches Wohlbefinden - Suizid verstehen

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 20. Juni 2026, 15:45 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)



Arbeit und seelisches Wohlbefinden - Suizid verstehen



Arbeit und seelisches Wohlbefinden / Suizid verstehen


Einleitung

Arbeit kann Sinn, Struktur, soziale Teilhabe und Selbstwirksamkeit geben. Sie kann aber auch belasten, wenn Zeitdruck, Überforderung, Mobbing, Diskriminierung, Unsicherheit, Schichtarbeit, fehlende Anerkennung oder geringe Handlungsspielräume dauerhaft wirken. Dieser aiMOOC hilft Dir, den Zusammenhang zwischen Arbeitswelt, psychischer Gesundheit und Suizidprävention zu verstehen. Du lernst, belastende Bedingungen zu erkennen, Warnsignale ernst zu nehmen, über Krisen respektvoll zu sprechen und Hilfewege zu kennen.

Dieser Kurs ersetzt keine Psychotherapie, keine ärztliche Diagnostik und keine Krisenberatung. Wenn Du selbst gerade in akuter Gefahr bist oder befürchtest, Dir etwas anzutun, hole sofort Hilfe: Wähle in Deutschland den Notruf 112, gehe in die nächste Notaufnahme oder wende Dich an die TelefonSeelsorge unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123. Wenn Du in einem anderen Land bist, nutze den örtlichen Notruf oder einen regionalen Krisendienst. Wenn Du Dir Sorgen um eine andere Person machst, bleibe nicht allein mit der Situation und hole Unterstützung.

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=DmGouc3m_9s%7C500%7Ccenter}}

Das eingebundene Video behandelt Arbeit & seelisches Wohlbefinden / Suizid verstehen mit dem Schwerpunkt Suizidalität, Prävention, Ursachen, Hilfe, psychische Gesundheit und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Nutze das Video nicht als Ersatz für persönliche Hilfe, sondern als Lernimpuls: Was wird erklärt? Welche Schutzfaktoren werden sichtbar? Welche Verantwortung tragen Einzelne, Teams, Betriebe und Gesellschaft?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum psychische Gesundheit am Arbeitsplatz nicht nur eine private Angelegenheit ist, sondern auch mit Arbeitsgestaltung, Führung, Teamkultur, Arbeitsschutz und Gesellschaft zusammenhängt. Du kannst zwischen Belastung, Beanspruchung, Stress, Krise und Suizidalität unterscheiden. Du kennst wichtige Risikofaktoren und Schutzfaktoren, ohne Suizid auf eine einzelne Ursache zu verkürzen. Du kannst wertschätzend nachfragen, wenn Du Dir Sorgen machst, und weißt, wann professionelle Hilfe, ein Krisendienst oder der Notruf notwendig ist.


Wichtige Begriffe

Psychische Gesundheit bedeutet nicht, immer glücklich oder belastungsfrei zu sein. Sie beschreibt die Fähigkeit, mit Gefühlen, Beziehungen, Anforderungen, Rückschlägen und Entscheidungen so umzugehen, dass Teilhabe und Entwicklung möglich bleiben. Seelisches Wohlbefinden umfasst unter anderem Erholung, Sicherheit, Zugehörigkeit, Sinn, Selbstachtung und Hoffnung.

Psychische Belastung bezeichnet zunächst alle Einflüsse, die von außen auf Menschen wirken und psychisch verarbeitet werden müssen. In der Arbeitswelt können dazu Arbeitsmenge, Arbeitszeit, Verantwortung, Konflikte, Lärm, digitale Erreichbarkeit, emotionale Anforderungen oder unklare Rollen gehören. Psychische Beanspruchung beschreibt die Wirkung dieser Belastungen auf die einzelne Person. Dieselbe Anforderung kann je nach Dauer, Intensität, Ressourcen und Lebenslage unterschiedlich wirken.

Stress entsteht, wenn Anforderungen als bedeutsam erlebt werden und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten nicht auszureichen scheinen. Kurzfristiger Stress kann aktivieren. Dauerstress ohne Erholung kann jedoch Schlaf, Konzentration, Beziehungen, Immunsystem und Stimmung beeinträchtigen.

Suizidalität umfasst Gedanken, Impulse, Absichten oder Handlungen, die auf die Beendigung des eigenen Lebens gerichtet sind. Suizidgedanken sind häufig Ausdruck äußerster Not, Hoffnungslosigkeit, innerer Enge oder psychischer Erkrankung. Sie sind ernst zu nehmen und gleichzeitig behandelbar: Viele Menschen erleben in Krisen Suizidgedanken und finden mit Unterstützung wieder Abstand, Sicherheit und Perspektive.

Suizidprävention bedeutet, Bedingungen zu schaffen, die Leben schützen: durch Entstigmatisierung, frühe Hilfe, Behandlung psychischer Erkrankungen, soziale Unterstützung, sichere Medienberichterstattung, Zugang zu Krisendiensten, Schutz vor Gewalt, gute Arbeitsgestaltung und verlässliche Netzwerke.


Warum wir von Suizid sprechen

In der professionellen Suizidprävention wird häufig der Begriff Suizid verwendet, weil er sachlicher und weniger wertend ist als Begriffe wie „Selbstmord“. Das Wort „Mord“ kann Schuld und Abwertung mitschwingen lassen. Auch „Freitod“ kann problematisch sein, weil es die tiefe Not und innere Einengung einer suizidalen Krise beschönigen kann. Eine respektvolle Sprache hilft, Stigma abzubauen und Betroffene eher zum Sprechen zu ermutigen.


Arbeit als Ressource und Risiko

Arbeit kann ein Schutzfaktor sein. Sie bietet Einkommen, Tagesstruktur, Lernmöglichkeiten, Kontakt, Anerkennung und das Gefühl, gebraucht zu werden. Gute Arbeit stärkt Selbstwirksamkeit, Identität und soziale Zugehörigkeit. Besonders bedeutsam sind faire Führung, verlässliche Pausen, planbare Arbeitszeiten, Mitsprache, ein respektvoller Umgang und ein Teamklima, in dem Belastungen angesprochen werden dürfen.

Arbeit kann aber auch zum Risikofaktor werden. Dauerhafte Überlastung, geringe Kontrolle über die eigene Tätigkeit, widersprüchliche Anforderungen, fehlende Anerkennung, Arbeitsplatzunsicherheit, Gewalt, sexuelle Belästigung, Rassismus, Ausgrenzung, Mobbing oder moralische Konflikte können psychische Gesundheit gefährden. Besonders belastend wird es, wenn Menschen gleichzeitig private Krisen, finanzielle Sorgen, Krankheit, Trauer oder Einsamkeit erleben. Wichtig ist: Suizidalität hat fast nie nur eine Ursache. Sie entsteht meist aus einem Zusammenspiel von persönlichen, sozialen, gesundheitlichen, arbeitsbezogenen und gesellschaftlichen Faktoren.


Psychosoziale Risiken im Betrieb

Psychosoziale Risiken sind Bedingungen, die die seelische Gesundheit beeinträchtigen können. Dazu gehören eine zu hohe Arbeitsintensität, zu wenig Handlungsspielraum, unklare Rollen, häufige Unterbrechungen, fehlende Rückmeldung, ständige Erreichbarkeit, ungerechte Aufgabenverteilung, destruktive Führung, Isolation im Homeoffice, Konflikte, Mobbing, Diskriminierung, emotionale Daueranspannung und unsichere Arbeitsverhältnisse. Diese Risiken betreffen nicht nur die einzelne Person, sondern auch Qualität, Sicherheit, Zusammenarbeit und langfristige Leistungsfähigkeit.

In Deutschland verpflichtet der Arbeitsschutz Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, Gefährdungen zu beurteilen und Maßnahmen abzuleiten. Dazu gehören auch psychische Belastungen. Eine gute Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung fragt nicht: „Wer ist schwach?“, sondern: „Welche Arbeitsbedingungen können verbessert werden?“ Damit wird Verantwortung nicht auf einzelne Beschäftigte abgeschoben, sondern in Arbeitsorganisation, Führung und Betriebskultur verankert.


Schutzfaktoren für seelisches Wohlbefinden

Schutzfaktoren senken nicht jede Belastung, können aber helfen, Krisen abzufedern und rechtzeitig Hilfe zu ermöglichen. Dazu gehören stabile Beziehungen, vertrauensvolle Ansprechpersonen, Zugang zu professioneller Hilfe, ausreichender Schlaf, Bewegung, Sinn, religiöse oder weltanschauliche Orientierung, finanzielle Sicherheit, diskriminierungsarme Räume, gute medizinische Versorgung, Selbstfürsorge und erlernte Bewältigungsstrategien. Am Arbeitsplatz wirken besonders klare Aufgaben, faire Führung, Anerkennung, Beteiligung, Pausen, sichere Beschwerdewege, Anti-Mobbing-Strukturen und ein offenes Gesprächsklima.

Ein wichtiger Schutzfaktor ist Verbundenheit. Wer das Gefühl hat, gesehen zu werden, spricht eher über Not. Darum kann eine einfache, respektvolle Frage wichtig sein: „Ich mache mir Sorgen um Dich. Möchtest Du erzählen, wie es Dir wirklich geht?“ Solche Gespräche ersetzen keine Fachhilfe, können aber eine Brücke dorthin sein.


Warnsignale ernst nehmen

Warnsignale sind keine sicheren Vorhersagen, aber sie können anzeigen, dass jemand Unterstützung braucht. Dazu gehören starker Rückzug, extreme Hoffnungslosigkeit, Aussagen wie „Ich kann nicht mehr“, plötzliche Verabschiedungen, auffällige Leistungs- oder Verhaltensänderungen, zunehmender Substanzkonsum, starke Schlafprobleme, Verschenken wichtiger Dinge, starke innere Unruhe oder das Gefühl, anderen nur noch zur Last zu fallen. Besonders ernst ist es, wenn Suizidgedanken sich aufdrängen, wenn akuter Handlungsdruck besteht oder wenn jemand nicht mehr sicher Abstand zu diesen Gedanken halten kann.

Wenn Du Warnsignale bemerkst, frage ruhig und direkt nach, ohne zu dramatisieren und ohne zu verurteilen. Direkte Fragen lösen Suizidgedanken nicht aus. Sie können entlasten, weil die betroffene Person merkt: Jemand hält das Thema aus. Geeignete Fragen sind: „Hast Du Gedanken, Dir etwas anzutun?“ oder „Bist Du im Moment sicher?“ Wenn die Person akut gefährdet wirkt, lasse sie nicht allein und hole professionelle Hilfe.


Gesprächsführung: Wie Du helfen kannst

Hilfreiche Gesprächsführung beginnt mit Zuhören. Versuche nicht, die Situation sofort zu bewerten oder zu lösen. Zeige, dass Du die Not ernst nimmst: „Danke, dass Du mir das sagst.“ „Das klingt sehr schwer.“ „Wir holen jetzt gemeinsam Hilfe.“ Vermeide Sätze wie „Reiß Dich zusammen“, „Andere haben es schlimmer“ oder „Denk doch an Deine Familie“. Solche Sätze können Scham und Isolation verstärken.

Wenn jemand suizidale Gedanken äußert, solltest Du keine Geheimhaltung versprechen. Besser ist: „Ich respektiere Dein Vertrauen, aber ich kann das nicht allein tragen. Wir holen Unterstützung.“ Geeignete nächste Schritte können sein: eine vertraute Person hinzuziehen, die TelefonSeelsorge kontaktieren, eine ärztliche Praxis anrufen, einen Krisendienst suchen, eine psychiatrische Notaufnahme aufsuchen oder bei akuter Gefahr den Notruf 112 wählen. Am Arbeitsplatz können außerdem Führungskräfte, Betriebsrat, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsärztin oder Betriebsarzt, Sozialberatung, Schulsozialarbeit oder externe Beratungsstellen wichtig sein.


Was Betriebe tun können

Gute betriebliche Suizidprävention besteht nicht nur aus Notfallplänen. Sie beginnt viel früher: bei menschengerechter Arbeitsgestaltung, zuverlässiger Führung, Beteiligung, gerechter Aufgabenverteilung, diskriminierungskritischen Strukturen und der Möglichkeit, Belastung ohne Angst vor Nachteilen anzusprechen. Prävention kann in drei Ebenen gedacht werden: Primärprävention gestaltet Arbeit so, dass Risiken reduziert werden. Sekundärprävention erkennt Warnsignale früh und erleichtert Hilfe. Tertiärprävention unterstützt nach Krisen, Erkrankungen oder längerer Abwesenheit bei Rückkehr, Stabilisierung und Teilhabe.

Ein Betrieb sollte klare Wege haben: Wer ist ansprechbar? Was passiert bei akuter Krise? Wie wird Vertraulichkeit gewahrt? Wie wird verhindert, dass Betroffene stigmatisiert werden? Wie werden Teams nach belastenden Ereignissen begleitet? Wie werden Führungskräfte geschult? Wie wird psychische Belastung systematisch erhoben und wirksam verändert? Entscheidend ist, dass Hilfsangebote bekannt, niedrigschwellig und glaubwürdig sind.


Medien, Sprache und Verantwortung

Berichte, Posts oder Gespräche über Suizid können schaden oder helfen. Problematisch sind sensationelle Darstellungen, Schuldzuweisungen, romantisierende Sprache und detaillierte Beschreibungen. Hilfreich sind sachliche Informationen, Hinweise auf Unterstützung, Beispiele bewältigter Krisen und eine Sprache, die Würde wahrt. Der sogenannte Werther-Effekt beschreibt das Risiko von Nachahmung durch problematische Berichterstattung. Der Papageno-Effekt beschreibt, dass Berichte über bewältigte Krisen und erfolgreiche Hilfe suizidpräventiv wirken können.

Für Schule, Ausbildung, Studium und Betrieb gilt: Sprich über Suizid verantwortungsvoll, nicht reißerisch. Teile keine Details zu Methoden. Fokussiere auf Hilfe, Schutz, Beziehung, professionelle Unterstützung und die Möglichkeit, dass Krisen vorübergehen können.


Fallbeispiel: Belastung erkennen und handeln

Mara macht eine Ausbildung. In den letzten Wochen wirkt sie erschöpft, kommt häufiger zu spät und zieht sich in Pausen zurück. Auf Nachfrage sagt sie: „Es bringt alles nichts mehr. Ich bin nur noch eine Belastung.“ Eine Kollegin bemerkt die Veränderung und spricht Mara in einem ruhigen Moment an. Sie sagt: „Ich mache mir Sorgen. Meinst Du mit Deinen Worten, dass Du Dir etwas antun könntest?“ Mara beginnt zu weinen und sagt, dass sie manchmal nicht mehr leben möchte. Die Kollegin bleibt bei ihr, informiert mit Maras Wissen eine vertraute Ausbilderin und unterstützt Mara dabei, sofort Hilfe zu kontaktieren.

Dieses Beispiel zeigt: Es geht nicht darum, therapeutisch zu handeln. Es geht darum, Warnsignale ernst zu nehmen, direkt und respektvoll nachzufragen, nicht allein zu bleiben und professionelle Hilfe einzubeziehen. Gleichzeitig muss der Betrieb prüfen, welche Bedingungen Mara zusätzlich belasten: Arbeitsmenge, Umgangston, Fehlerkultur, Überstunden, Prüfungssorgen, private Belastungen oder fehlende Unterstützung.


Merksatz

Suizidprävention heißt: Not sehen, Sprache finden, Beziehung anbieten, professionelle Hilfe holen und Lebensbedingungen verbessern.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist Arbeit für die psychische Gesundheit ambivalent? (Sie kann Schutzfaktor und Belastungsfaktor sein) (!Sie ist immer schädlich für die Psyche) (!Sie hat keinen Einfluss auf Wohlbefinden) (!Sie wirkt nur über das Einkommen)




Was beschreibt Suizidalität? (Gedanken, Impulse, Absichten oder Handlungen zur Beendigung des eigenen Lebens) (!Eine kurze schlechte Laune nach einem Arbeitstag) (!Eine normale Müdigkeit ohne Krisenbezug) (!Eine ausschließlich körperliche Erkrankung)




Welche Aussage zur direkten Frage nach Suizidgedanken ist richtig? (Sie kann entlasten und öffnet ein Gespräch) (!Sie löst zwangsläufig Suizidgedanken aus) (!Sie darf nur von Polizei gestellt werden) (!Sie ist immer ein Vorwurf)




Welche Reaktion ist bei akuter Suizidgefahr angemessen? (Nicht allein lassen und sofort Hilfe holen) (!Das Thema ignorieren) (!Absolute Geheimhaltung versprechen) (!Die Person beschämen)




Was ist ein Schutzfaktor am Arbeitsplatz? (Verlässliche soziale Unterstützung) (!Dauerhafte Erreichbarkeit) (!Mobbing durch Vorgesetzte) (!Unklare Zuständigkeiten)




Was meint psychische Belastung in der Arbeitswelt? (Äußere Einflüsse, die psychisch verarbeitet werden müssen) (!Eine persönliche Schwäche) (!Eine Diagnose ohne Arbeitsbezug) (!Eine Strafe für geringe Leistung)




Was ist ein Ziel der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung? (Arbeitsbedingungen erkennen und gesundheitsgerecht gestalten) (!Beschäftigte öffentlich bewerten) (!Private Probleme kontrollieren) (!Krankmeldungen bestrafen)




Welche Sprache ist im Kontext von Suizidprävention hilfreich? (Sachlich, respektvoll und nicht wertend) (!Sensationsorientiert und dramatisch) (!Beschuldigend und abwertend) (!Romantisierend und verharmlosend)




Was beschreibt der Papageno-Effekt? (Hilfreiche Berichte über bewältigte Krisen können schützen) (!Jede Berichterstattung über Krisen ist gefährlich) (!Suizidalität entsteht nur durch Medien) (!Arbeitsstress verschwindet durch Unterhaltung)




Welche Haltung hilft in einem Krisengespräch besonders? (Ernst nehmen, zuhören und Unterstützung organisieren) (!Schnell bewerten und belehren) (!Witze machen und ablenken) (!Druck aufbauen und drohen)





Memory

Arbeitsbelastung Zeitdruck und Überforderung
Schutzfaktor Soziale Unterstützung
Warnsignal Rückzug und Hoffnungslosigkeit
Krisenhilfe Notruf oder Beratungsdienst
Gesprächshaltung Zuhören ohne Abwertung
Prävention Risiken senken und Hilfe erleichtern





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Belastungsfaktor hoher Zeitdruck
Schutzfaktor verlässliche Unterstützung
Warnsignal starker Rückzug
Akuthilfe Notruf
Prävention frühes Gespräch
Arbeitsgestaltung klare Aufgaben






Kreuzworträtsel

Krise Wie nennt man einen Zustand akuter seelischer Zuspitzung?
Stress Wie heißt die Reaktion auf erlebte Anforderungen?
Empathie Welche Haltung bedeutet einfühlendes Verstehen?
Praevention Wie nennt man vorbeugende Maßnahmen?
Stigma Welcher Begriff bezeichnet abwertende Vorurteile?
Hoffnung Welche Perspektive kann durch Hilfe wieder wachsen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Arbeit kann für Menschen eine wichtige Quelle von

sein. Dauerhafte Überforderung kann jedoch

verstärken. Psychische Belastung beschreibt äußere Einflüsse, während psychische Beanspruchung die

auf eine Person meint. Suizidalität ist oft Ausdruck tiefer

. Eine respektvolle Sprache kann

abbauen. Wer Warnsignale bemerkt, sollte ruhig und direkt

. Bei akuter Gefahr darf die betroffene Person nicht

bleiben. Professionelle Hilfe kann über Notruf, ärztliche Behandlung oder

erreicht werden. Betriebe können durch faire Führung und klare Aufgaben

stärken. Gute Prävention verbindet persönliche Unterstützung mit besserer

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe klären: Erstelle eine Begriffskarte zu Stress, Krise, Suizidalität, Schutzfaktor und Prävention in eigenen Worten.
  2. Hilfen finden: Recherchiere drei seriöse Hilfsangebote für psychische Krisen in Deiner Region oder online und notiere, wann man sie nutzen kann.
  3. Gespräch üben: Formuliere fünf respektvolle Sätze, mit denen Du eine Person ansprechen kannst, um die Du Dir Sorgen machst.
  4. Videoauswertung: Schaue das eingebundene Video und notiere drei Aussagen, die für Schule, Ausbildung oder Arbeitsplatz besonders wichtig sind.


Standard

  1. Arbeitsbedingungen analysieren: Beschreibe an einem fiktiven Arbeitsplatz drei Belastungsfaktoren und drei Schutzfaktoren für seelisches Wohlbefinden.
  2. Krisenweg planen: Entwickle eine übersichtliche Handlungskarte für den Fall, dass eine Person im Betrieb suizidale Gedanken äußert.
  3. Sprache prüfen: Vergleiche verschiedene Begriffe rund um Suizid und bewerte, welche Sprache respektvoll und präventiv wirkt.
  4. Teamkultur gestalten: Entwirf Regeln für eine Teamkultur, in der Belastungen ohne Angst vor Spott oder Nachteilen angesprochen werden können.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwickle ein Konzept für eine Schule, einen Ausbildungsbetrieb oder eine Hochschule, das Arbeitsbelastungen reduziert und Hilfewege sichtbar macht.
  2. Fallanalyse: Analysiere ein fiktives Fallbeispiel zu Überlastung und Suizidgedanken mit Blick auf individuelle, soziale, betriebliche und gesellschaftliche Faktoren.
  3. Interviewprojekt: Führe ein vorbereitetes Interview mit einer Fachperson aus Beratung, Betriebssozialarbeit, Psychologie, Arbeitsschutz oder Schulsozialarbeit und fasse zentrale Erkenntnisse zusammen.
  4. Medienethik: Erstelle einen Leitfaden für verantwortungsvolle Beiträge über Suizidprävention in sozialen Medien, ohne Details zu Methoden zu nennen.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem fiktiven Beispiel, warum Suizidalität nicht auf einen einzelnen Auslöser reduziert werden darf.
  2. Handlungskompetenz: Beschreibe, wie Du in einem Team reagieren würdest, wenn eine Person äußert, nicht mehr leben zu wollen.
  3. Arbeitsgestaltung: Entwickle drei konkrete Maßnahmen, mit denen ein Betrieb psychische Belastungen senken kann, ohne Verantwortung auf Einzelne abzuwälzen.
  4. Ethik der Sprache: Beurteile, wie Sprache Scham verstärken oder Hilfe erleichtern kann, und formuliere bessere Alternativen für problematische Aussagen.
  5. Präventionskette: Stelle dar, wie Primärprävention, Sekundärprävention und Tertiärprävention in Schule, Ausbildung oder Beruf zusammenwirken können.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kurzes Portfolio. Es enthält eine Begriffskarte, eine Analyse eines fiktiven Falles, eine Handlungskarte für akute Krisen, eine Reflexion über verantwortungsvolle Sprache und einen Vorschlag zur Verbesserung seelischer Gesundheit in einem konkreten Lern- oder Arbeitsumfeld. Achte darauf, keine persönlichen Krisendetails anderer Menschen offenzulegen und keine Methodenbeschreibungen zu verwenden. Bewertet werden Verständnis, Transfer, ethische Sensibilität, Realitätsnähe und die Fähigkeit, Hilfewege klar zu benennen.


Quellen und Hilfen

  1. TelefonSeelsorge: Suizidprävention und Hilfe bei Krisen
  2. Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Suizidalität erkennen und Hilfe finden
  3. Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention: Informationen für Betroffene und Angehörige
  4. World Health Organization: Suicide Fact Sheet
  5. World Health Organization: Mental health at work
  6. Bundesministerium für Gesundheit: Nationale Suizidpräventionsstrategie
  7. Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin: Gefährdungen durch psychische Belastungen bei der Arbeit vermeiden




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>