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Medien und Suizidprävention - Suizid verstehen

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Medien und Suizidprävention - Suizid verstehen




Einleitung

Medien & Suizidprävention / Suizid verstehen ist ein aiMOOC über die Frage, wie Medien, Journalismus, Soziale Medien, Film, Fernsehen und schulische Kommunikation dazu beitragen können, Suizidprävention zu stärken. Du lernst, warum Suizidalität ein komplexes Phänomen ist, weshalb Sprache und Bilder wichtig sind und wie Berichte über Krisen so gestaltet werden können, dass sie informieren, schützen und Hilfe sichtbar machen.

Der Kurs orientiert sich an gesicherten Grundlagen der Weltgesundheitsorganisation, des Nationalen Suizidpräventionsprogramms, der Telefonseelsorge, des Statistischen Bundesamtes und weiterer fachlicher Empfehlungen. Er ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder rechtliche Beratung. Er soll Dich befähigen, Medieninhalte kritisch zu beurteilen, verantwortungsvoll zu kommunizieren und Hilfsangebote zu kennen.


Wichtiger Schutz- und Hilfshinweis

Wenn Dich dieses Thema persönlich belastet, lies nicht allein weiter. Sprich mit einer vertrauten Person, einer Lehrkraft, Schulsozialarbeit, einer Beratungsstelle oder ärztlichem Fachpersonal. Wenn Du Dich akut gefährdet fühlst oder eine andere Person in unmittelbarer Gefahr ist, rufe in Deutschland den Notruf 112 oder gehe in die nächste Notaufnahme. Die Telefonseelsorge ist kostenfrei und anonym erreichbar unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116 123. Für Kinder und Jugendliche gibt es zusätzlich niedrigschwellige Beratungsangebote wie Nummer gegen Kummer, krisenchat oder U25 Deutschland. Hilfe zu holen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.


Medien zum Einstieg

Das folgende Video behandelt den Schwerpunkt Suizid verstehen – Prävention, Ursachen, Hilfe und eignet sich als Einstieg in eine Unterrichtseinheit, ein Seminar oder eine Projektarbeit.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was mit Suizidalität, Suizidprävention, Werther-Effekt und Papageno-Effekt gemeint ist. Du kannst beschreiben, warum Suizide niemals auf eine einzige Ursache reduziert werden dürfen. Du kannst verantwortungsvolle und problematische Medienbeiträge unterscheiden. Du kannst Hinweise auf akute Gefährdung ernst nehmen, ohne Dich selbst zu überfordern. Du kannst in eigenen Medienprojekten Hilfsangebote sichtbar machen, Stigmatisierung abbauen und eine respektvolle Sprache verwenden.


Suizid verstehen


Begriffsklärung

Suizid bedeutet, dass ein Mensch sein eigenes Leben beendet. Suizidalität umfasst Gedanken, Impulse, Absichten, Krisen und Handlungen, die sich auf den Tod durch Suizid beziehen. Der Begriff Suizidprävention bezeichnet alle Maßnahmen, die suizidale Krisen verhindern, früh erkennen, begleiten oder entschärfen sollen.

In vielen Fachkontexten wird der Begriff Suizid bevorzugt, weil er sachlicher ist als moralisch wertende oder kriminalisierende Begriffe. Sprache kann Betroffene entlasten oder beschämen. Wer sensibel spricht, vermeidet Schuldzuweisungen, Romantisierung, Sensationssprache und vereinfachende Erklärungen. Verantwortliche Kommunikation fragt nicht: Wer ist schuld? Sie fragt: Welche Belastungen, Schutzfaktoren und Hilfen müssen sichtbar werden?


Suizidalität ist vielschichtig

Suizidalität entsteht in der Regel nicht durch einen einzelnen Auslöser. Sie kann mit Depression, Angststörung, Sucht, Trauma, Einsamkeit, Diskriminierung, chronischer Belastung, körperlicher Erkrankung, sozialem Druck, Verlusten, Armut, Gewalterfahrungen oder akuter Überforderung zusammenhängen. Gleichzeitig gilt: Ein Risikofaktor bedeutet nicht, dass ein Suizid unausweichlich ist. Viele Menschen erleben schwere Krisen und finden mit Unterstützung, Behandlung, Beziehungen und Zeit wieder Perspektiven.

Wichtig ist der Unterschied zwischen Erklären und Vereinfachen. Ein verantwortlicher Beitrag kann Ursachen und Rahmenbedingungen benennen, ohne eine Person auf ihre Krankheit, ein Ereignis oder einen Konflikt zu reduzieren. Eine einfache Formel wie Suizid wegen eines einzigen Problems ist fachlich falsch und kann gefährlich sein, weil sie komplexe Krisen verzerrt.


Schutzfaktoren

Schutzfaktoren sind Bedingungen, die Menschen in Krisen stabilisieren können. Dazu gehören tragfähige Beziehungen, erreichbare Hilfe, psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung, soziale Teilhabe, sichere Lebensbedingungen, Hoffnung, Problemlösefähigkeiten, kulturelle oder religiöse Ressourcen, sportliche und kreative Aktivitäten sowie ein Umfeld, das offen über seelische Belastung sprechen kann.

Ein persönlicher Krisenplan kann zusätzlich unterstützen. Er enthält zum Beispiel Warnzeichen, hilfreiche Kontakte, sichere Orte, beruhigende Tätigkeiten und konkrete nächste Schritte. Ein solcher Plan sollte möglichst gemeinsam mit Fachpersonen oder vertrauten Unterstützenden erstellt werden. In akuter Gefahr hat professionelle Hilfe Vorrang.


Warnsignale ernst nehmen

Warnsignale können sehr unterschiedlich aussehen. Manche Menschen sprechen direkt über Hoffnungslosigkeit oder Lebensmüdigkeit. Andere ziehen sich zurück, verschenken persönliche Dinge, wirken plötzlich sehr verzweifelt oder ungewöhnlich ruhig, verlieren Interesse an Gewohntem, schlafen stark verändert, konsumieren mehr Alkohol oder andere Substanzen oder äußern, sie seien für andere nur noch eine Last. Solche Signale beweisen keine Suizidabsicht, aber sie verdienen Aufmerksamkeit.

Wenn Du Dir Sorgen machst, sprich die Person ruhig und direkt an. Eine direkte Frage nach Suizidgedanken löst keinen Suizid aus. Sie kann entlasten, weil die betroffene Person merkt, dass jemand hinsieht. Hilfreich sind Zuhören, Ernstnehmen, Dableiben, keine Vorwürfe machen und gemeinsam Unterstützung organisieren. Versprich keine Geheimhaltung, wenn Gefahr besteht. In akuter Gefahr zählt schnelle Hilfe.


Medienwirkung und Suizidprävention


Warum Medienberichte wirken können

Medien prägen, welche Themen öffentlich wahrgenommen werden, welche Worte üblich werden und welche Handlungsmöglichkeiten Menschen sehen. Berichte über Suizid können aufklären und Hilfe sichtbar machen. Sie können aber auch Risiken verstärken, wenn sie stark emotionalisieren, Details beschreiben, einseitig erklären, die verstorbene Person idealisieren oder den Eindruck erzeugen, Suizid sei eine nachvollziehbare Lösung für Probleme.

Die Weltgesundheitsorganisation weist darauf hin, dass weit verbreitete Berichte über Suizidtodesfälle mit mehr Suiziden in der Bevölkerung zusammenhängen können, während Berichte über Menschen, die suizidale Krisen überwinden, präventiv wirken können. Daraus folgt nicht, dass Medien schweigen müssen. Entscheidend ist, wie berichtet wird.


Werther-Effekt

Der Werther-Effekt beschreibt das Risiko, dass bestimmte Formen der Berichterstattung über Suizid Nachahmung begünstigen können. Der Begriff geht auf Forschung zur Medienwirkung zurück. Besonders problematisch sind ausführliche, prominente, dramatisierende oder wiederholte Darstellungen, die eine starke Identifikation fördern oder konkrete Details enthalten.

Für Schule und Medienbildung ist wichtig: Der Werther-Effekt bedeutet nicht, dass ein einzelner Bericht allein einen Suizid verursacht. Suizidalität ist komplex. Problematische Berichterstattung kann jedoch ein zusätzlicher Belastungsfaktor für vulnerable Menschen sein. Deshalb tragen Redaktionen, Plattformen, Influencerinnen, Influencer und Lernende Verantwortung für Form, Ton und Kontext ihrer Beiträge.


Papageno-Effekt

Der Papageno-Effekt beschreibt eine mögliche Schutzwirkung von Medienbeiträgen, die Bewältigung, Hilfe, Hoffnung und Alternativen zeigen. Der Name verweist auf eine Figur aus Mozarts Zauberflöte, die in einer Krise durch andere Menschen von einer suizidalen Handlung abgehalten wird. Entscheidend ist: Die Geschichte bleibt nicht bei der Krise stehen, sondern zeigt erreichbare Unterstützung und einen Weg zurück ins Leben.

Papageno-orientierte Berichte zeigen zum Beispiel, wie Menschen über belastende Gedanken sprechen, Hilfe annehmen, Therapie beginnen, Schutzfaktoren aktivieren oder einen Krisenplan nutzen. Sie vermeiden Heldenerzählungen, Voyeurismus und einfache Erfolgsrezepte. Stattdessen zeigen sie realistisch: Krisen können sehr schwer sein, aber Hilfe und Veränderung sind möglich.


Journalistische Verantwortung

Verantwortliche Suizidberichterstattung folgt einigen Grundprinzipien. Sie nennt Hilfsangebote. Sie verzichtet auf konkrete Details zu Ort, Methode oder Abschiedsnachrichten. Sie vermeidet sensationelle Überschriften, dramatische Bilder, Schuldzuweisungen und romantisierende Sprache. Sie erklärt, dass Suizidalität meistens mehrere Ursachen und Einflussfaktoren hat. Sie achtet auf die Würde der verstorbenen Person, auf Angehörige und auf gefährdete Leserinnen und Leser.

Zu professioneller Verantwortung gehört auch Selbstfürsorge von Medienschaffenden. Wer über schwere Krisen berichtet, kann selbst belastet werden. Redaktionen brauchen deshalb klare Absprachen, Beratungsmöglichkeiten und Nachbesprechungen.


Soziale Medien und Plattformen

In sozialen Medien verbreiten sich Inhalte schnell. Kommentare, Hashtags, Kurzvideos, Livestreams und algorithmische Empfehlungen können Aufmerksamkeit verstärken. Das eröffnet Chancen für Aufklärung, Peer-Support und schnelle Hinweise auf Hilfe. Es schafft aber auch Risiken, wenn problematische Inhalte wiederholt angezeigt, idealisiert oder unmoderiert geteilt werden.

Eine präventive Plattformkultur stärkt Hilfslinks, Kriseninformationen, Moderation, Meldefunktionen, altersangemessene Inhalte und sichere Community-Regeln. Nutzende können beitragen, indem sie keine problematischen Details teilen, keine Gerüchte verbreiten, respektvoll kommentieren und bei Sorge um eine Person aktiv Hilfe einbeziehen.


Verantwortlich kommunizieren


Sprache, die schützt

Sprache ist nicht nebensächlich. Begriffe wie gescheitert, feige, egoistisch oder erfolgreicher Suizid sind stigmatisierend oder irreführend. Besser sind sachliche Formulierungen wie starb durch Suizid, überlebte eine suizidale Krise, hatte Suizidgedanken oder suchte Hilfe. Auch Bilder sollten sorgfältig gewählt werden: neutrale Symbolbilder, Hilfsangebote oder Präventionsmotive sind geeigneter als dramatische oder nachstellende Darstellungen.


Hilfreiche Leitfragen für Medienbeiträge

  1. Zielgruppe: Wer sieht den Beitrag, und könnten gefährdete Menschen darunter sein?
  2. Kontext: Erklärt der Beitrag, dass Suizidalität komplex ist?
  3. Sprache: Wird sachlich, würdevoll und ohne Sensation formuliert?
  4. Hilfsangebot: Werden konkrete Hilfen und Notfallwege genannt?
  5. Bildauswahl: Vermeiden Bilder Dramatisierung und Nachstellung?
  6. Privatsphäre: Werden Angehörige, Betroffene und Persönlichkeitsrechte geschützt?
  7. Plattformlogik: Fördern Titel, Thumbnail oder Hashtag unnötige Wiederholung und Emotionalisierung?
  8. Bewältigung: Zeigt der Beitrag Wege zu Hilfe, Gespräch und Stabilisierung?


Was Du tun kannst, wenn Dich ein Beitrag beunruhigt

Wenn Du online auf einen belastenden oder problematischen Beitrag stößt, musst Du ihn nicht allein aushalten. Du kannst die Plattform-Meldefunktion nutzen, eine erwachsene Vertrauensperson informieren, die Person im geschützten Rahmen ansprechen oder professionelle Hilfe hinzuziehen. Teile den Beitrag nicht weiter, wenn er gefährdende Details, Gerüchte oder dramatisierende Darstellungen enthält. Wenn eine konkrete akute Gefahr erkennbar ist, wähle den Notruf oder informiere sofort zuständige Erwachsene oder Dienste.


Faktenrahmen

Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation jährlich mehr als 720000 Menschen durch Suizid. Suizid ist damit eine bedeutende Herausforderung für öffentliche Gesundheit. In Deutschland registrierte das Statistische Bundesamt für das Jahr 2024 insgesamt 10372 Suizide. Solche Zahlen zeigen die gesellschaftliche Bedeutung des Themas. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, Angehörige, Freundeskreise, Klassen, Teams und Gemeinschaften.

Statistiken erklären jedoch nicht das Erleben einer einzelnen Person. Sie helfen, Versorgung, Prävention, Medienbildung und politische Verantwortung sichtbar zu machen. Für Lernende ist wichtig: Zahlen sollten nie schockierend inszeniert werden. Sie brauchen Kontext, Jahresangabe, Quelle und eine Sprache, die Würde wahrt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum sollen Medienberichte keine konkreten Details zu einem Suizid nennen? (Weil dadurch Nachahmungsrisiken verringert werden können) (!Weil Suizidprävention grundsätzlich Schweigen verlangt) (!Weil Fakten in Medien nie wichtig sind) (!Weil Betroffene keine Hilfeangebote brauchen)




Was beschreibt der Papageno-Effekt? (Schutz durch Berichte über Bewältigung und Hilfe) (!Die Verbreitung von Gerüchten in sozialen Medien) (!Die Pflicht zur vollständigen Vermeidung jedes Themas) (!Eine journalistische Auszeichnung für Schlagzeilen)




Was beschreibt der Werther-Effekt? (Ein mögliches Nachahmungsrisiko durch problematische Darstellungen) (!Eine Therapieform für Redaktionen) (!Ein Gesetz gegen alle Berichte über psychische Gesundheit) (!Eine neutrale Statistik ohne Medienbezug)




Welche Aussage über Suizidalität ist fachlich angemessen? (Sie entsteht meist durch mehrere zusammenwirkende Faktoren) (!Sie hat immer genau eine Ursache) (!Sie betrifft nur Erwachsene) (!Sie lässt sich nie verhindern)




Was gehört in einen verantwortungsvollen Beitrag über Suizidprävention? (Konkrete Hinweise auf Hilfsangebote) (!Dramatische Bilder) (!Spekulationen über Schuld) (!Eine reißerische Überschrift)




Welche Telefonnummer ist in Deutschland bei akuter Lebensgefahr richtig? (112) (!11833) (!115) (!19222)




Was ist hilfreich, wenn Du Dir Sorgen um eine Person machst? (Ruhig ansprechen, zuhören und Hilfe organisieren) (!Die Sorge ignorieren) (!Öffentlich Druck machen) (!Geheimhaltung versprechen, obwohl Gefahr besteht)




Warum kann Stigma Suizidprävention erschweren? (Weil Scham und Angst Menschen vom Hilfesuchen abhalten können) (!Weil Stigma alle Probleme sofort löst) (!Weil Stigma nur in Filmen vorkommt) (!Weil Stigma ein Hilfetelefon bezeichnet)




Welche Überschrift passt am ehesten zu verantwortlicher Berichterstattung? (Sachlich informieren und Hilfe nennen) (!Schockierende Details im Mittelpunkt) (!Gerüchte als Hauptnachricht) (!Dramatisierung ohne Kontext)




Was ist ein Schutzfaktor in einer Krise? (Verbindung zu unterstützenden Menschen) (!Soziale Isolation) (!Beschämende Kommentare) (!Wiederholte Sensationsberichte)





Memory

Werther-Effekt Risiko durch problematische Darstellung
Papageno-Effekt Schutz durch Bewältigungsgeschichten
Suizidalität Gedanken und Krisen im Zusammenhang mit Suizid
Schutzfaktor Ressource gegen Krisenverschärfung
Stigma Abwertung und Tabuisierung
TelefonSeelsorge Anonyme Hilfe rund um die Uhr
Medienethik Verantwortung für Wirkung und Würde
Krisenplan Vorbereitete Schritte für schwere Momente





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Hilfsangebote nennen Orientierung in der Krise
Keine Methodendetails Nachahmung erschweren
Mehrere Ursachen erklären Vereinfachung vermeiden
Bewältigung zeigen Papageno-Effekt stärken
Sensationssprache vermeiden Würde und Distanz wahren




...


Kreuzworträtsel

Papageno Welcher Effekt beschreibt Schutz durch Geschichten über Bewältigung und Hilfe?
Werther Welcher Effekt beschreibt ein mögliches Nachahmungsrisiko durch problematische Darstellung?
Stigma Welcher Begriff bezeichnet beschämende Abwertung und Tabuisierung?
Hilfe Was soll in verantwortlichen Beiträgen immer sichtbar werden?
Medien Welche öffentlichen Kommunikationsformen können Suizidprävention beeinflussen?
Empathie Welche Haltung hilft beim Zuhören ohne Vorwürfe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Suizidalität ist meist kein Ausdruck eines einzelnen Problems, sondern entsteht aus mehreren

. Verantwortungsvolle Medienberichte vermeiden gefährdende Details und betonen

. Der Werther-Effekt beschreibt ein mögliches Risiko durch problematische

. Der Papageno-Effekt beschreibt eine Schutzwirkung von Geschichten über

. Wer sich akut gefährdet fühlt, soll sofort den

oder eine geeignete Krisenhilfe kontaktieren. Eine gute Präventionskultur senkt

und stärkt das offene Gespräch.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Suizidprävention, Suizidalität, Werther-Effekt, Papageno-Effekt und Stigma in einfacher Sprache.
  2. Hilfekarte: Gestalte eine kleine Hilfekarte für Deine Schule oder Lerngruppe mit Notruf, Beratungsangeboten und einem Satz, der Mut macht, Hilfe zu holen.
  3. Medienbeobachtung: Suche einen allgemeinen Beitrag über psychische Gesundheit und prüfe, ob Sprache, Bild und Hilfsinformationen verantwortungsvoll sind.
  4. Gefühlskompass: Entwickle eine anonyme Klassenübung, mit der Menschen zeigen können, wie belastet sie sich fühlen, ohne sich erklären zu müssen.


Standard

  1. Artikelanalyse: Analysiere einen Medienbeitrag über eine seelische Krise mit den Leitfragen Zielgruppe, Kontext, Sprache, Hilfsangebot, Bildauswahl und Privatsphäre.
  2. Interviewleitfaden: Entwirf Fragen für ein Interview mit einer Beratungsstelle über sichere Kommunikation, ohne intime oder belastende Details abzufragen.
  3. Social-Media-Guide: Formuliere fünf Regeln für verantwortliche Posts über Krisen, Trauer und Hilfe in sozialen Medien.
  4. Schulplakat: Gestalte ein Plakat zum Thema Reden kann helfen mit sachlicher Sprache, Hilfswegen und einem Hinweis auf vertrauliche Ansprechpersonen.


Schwer

  1. Medienkodex: Entwickle einen Kodex für eine Schülerzeitung oder ein Jugendportal zur Berichterstattung über Suizidprävention und psychische Krisen.
  2. Unterrichtsprojekt: Plane eine 90-minütige Unterrichtseinheit, in der Lernende den Unterschied zwischen Werther-Effekt und Papageno-Effekt aktiv erarbeiten.
  3. Präventionskampagne: Konzipiere eine mehrteilige Kampagne für eine Schule, Hochschule oder Ausbildungseinrichtung, die Hilfesuche normalisiert und Stigma senkt.
  4. Debattenanalyse: Vergleiche zwei Positionen zur Frage, ob Medien über Suizid berichten sollen, und entwickle daraus eine begründete eigene Haltung.



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Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Eine Redaktion möchte über den Suizid einer bekannten Person berichten. Entwickle eine verantwortliche Alternative zu einem reißerischen Beitrag und begründe jede Änderung.
  2. Transferaufgabe: Übertrage die Prinzipien der Suizidprävention auf ein anderes sensibles Thema, zum Beispiel Essstörung, Sucht oder Mobbing, und erkläre Gemeinsamkeiten und Grenzen.
  3. Krisenkommunikation: Entwirf einen Handlungsplan für eine Schule, wenn ein belastender Beitrag in einer Klassengruppe geteilt wurde.
  4. Algorithmische Verantwortung: Erkläre, wie Empfehlungsalgorithmen Risiken und Chancen für psychische Gesundheit erzeugen können, und formuliere drei Schutzmaßnahmen für Plattformen.
  5. Perspektivwechsel: Schreibe aus Sicht einer betroffenen, aber stabilisierten Person, welche Art von Medienbericht ihr geholfen hätte und welche Darstellung belastend gewesen wäre.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es soll zeigen, dass Du Zusammenhänge verstanden hast und verantwortungsvoll handeln kannst. Dein Portfolio enthält eine Begriffsklärung, eine Analyse eines Medienbeitrags, einen eigenen Präventionsbaustein, eine Reflexion über Sprache und ein kurzes Quellenprotokoll. Es enthält keine belastenden Details, keine nachstellenden Bilder und keine personenbezogenen Spekulationen.

  1. Portfolio: Sammle Deine Arbeitsergebnisse geordnet und kennzeichne, welche Aufgabe welchen Lernzielen entspricht.
  2. Reflexion: Beschreibe, welche Formulierungen Du künftig vermeiden möchtest und welche Alternativen Du nutzt.
  3. Präventionsbaustein: Entwickle ein eigenes Material, das Hilfesuche erleichtert und Schutzfaktoren stärkt.
  4. Quellenprüfung: Prüfe, ob Deine Informationen aus fachlich geeigneten Quellen stammen.
  5. Selbstfürsorge: Notiere, wie Du Dich bei belastenden Medienthemen abgrenzt und Unterstützung holst.




OERs zum Thema



Quellen und Hilfen

  1. Weltgesundheitsorganisation: Preventing suicide: a resource for media professionals, Update 2023
  2. Weltgesundheitsorganisation: Suicide Fact Sheet
  3. Nationales Suizidpräventionsprogramm: Medienportal
  4. TelefonSeelsorge Deutschland
  5. Statistisches Bundesamt: Suizide in Deutschland
  6. Deutsche Depressionshilfe: Akute Notlage
  7. U25 Deutschland: Beratung für junge Menschen
  8. krisenchat: Chatberatung


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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Berlin/Brandenburg

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Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

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Rheinland-Pfalz

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