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Burnout vs Depression - Depression verstehen

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Burnout vs Depression - Depression verstehen




Einleitung

Burnout vs. Depression / Depression verstehen ist ein aiMOOC über zwei Begriffe, die im Alltag häufig vermischt werden: Burnout und Depression. Beide können mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Schlafproblemen, Konzentrationsproblemen und sozialem Rückzug verbunden sein. Trotzdem sind sie nicht dasselbe. Eine Depression ist eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung, die das gesamte Leben betreffen kann. Burnout wird in der ICD-11 der WHO als arbeitsbezogenes Phänomen beschrieben, das aus chronischem, nicht erfolgreich bewältigtem Arbeitsstress entstehen kann.

Dieser Kurs hilft Dir, Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und gesellschaftliche Zusammenhänge sachlich zu verstehen. Er ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Diagnose. Wenn Du selbst stark belastet bist, lange keine Freude mehr empfindest, Suizidgedanken hast oder Dich akut gefährdet fühlst, wende Dich sofort an eine vertraute Person, eine ärztliche Notfallstelle, die nächste psychiatrische Notaufnahme oder den Notruf 112. In Deutschland ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenlos und anonym unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116123 erreichbar.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du den Unterschied zwischen Burnout und Depression erklären, typische Symptome einer Depression benennen, Ursachen im biopsychosozialen Modell einordnen, Behandlungsmöglichkeiten beschreiben und gesellschaftliche Faktoren wie Stigma, Leistungsdruck, Arbeitsbedingungen und soziale Unterstützung kritisch reflektieren.

  1. Begriffsverständnis: Du unterscheidest Stress, Burnout, depressive Verstimmung und Depression.
  2. Symptomwissen: Du erkennst zentrale Anzeichen einer Depression und weißt, warum Selbstdiagnosen unsicher sind.
  3. Ursachenverständnis: Du erklärst, wie biologische, psychische und soziale Faktoren zusammenwirken können.
  4. Hilfesystem: Du kennst Grundformen professioneller Unterstützung und weißt, wann schnelle Hilfe wichtig ist.
  5. Gesellschaftliche Verantwortung: Du reflektierst, wie Schule, Ausbildung, Arbeit, Medien und Sprache psychische Gesundheit beeinflussen.


Grundlagen: Depression verstehen

Eine Depression ist mehr als Traurigkeit. Traurigkeit ist eine normale menschliche Reaktion auf Verlust, Enttäuschung oder Überforderung. Eine depressive Erkrankung ist dagegen meist anhaltender, stärker und beeinträchtigt Denken, Fühlen, Körper, Verhalten und Beziehungen. Typisch sind eine gedrückte Stimmung, deutlich vermindertes Interesse oder Freude sowie verringerter Antrieb. Dazu können Schlafstörungen, Appetitveränderungen, Konzentrationsprobleme, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit, körperliche Beschwerden und Gedanken an den Tod kommen.

Depressionen können in verschiedenen Schweregraden auftreten. Sie können einmalig, wiederkehrend oder chronisch verlaufen. Sie sind behandelbar, aber nicht durch bloßes Zusammenreißen lösbar. Wichtig ist: Eine Depression ist keine Charakterschwäche, keine Faulheit und kein persönliches Versagen. Sie ist eine Erkrankung, bei der professionelle Unterstützung, soziale Entlastung und ein passender Behandlungsplan helfen können.


Zentrale Symptome einer Depression

Bei einer Depression können sich Symptome auf mehreren Ebenen zeigen. Nicht alle Menschen erleben dieselben Anzeichen. Manche wirken nach außen leistungsfähig, während sie innerlich stark leiden. Andere ziehen sich sichtbar zurück. Besonders wichtig ist, ob Beschwerden über längere Zeit bestehen, den Alltag deutlich beeinträchtigen und nicht nur auf eine kurzfristige Belastungssituation beschränkt sind.

  1. Gefühl: Gedrückte Stimmung, innere Leere, Hoffnungslosigkeit, Reizbarkeit oder Angst.
  2. Interesse: Verlust von Freude, Rückzug von Hobbys, Freundschaften oder Aktivitäten.
  3. Antrieb: Erschöpfung, langsameres Denken, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Beginnen von Aufgaben.
  4. Kognition: Grübeln, Konzentrationsprobleme, negative Selbstbewertung, Schuldgefühle.
  5. Körper: Schlafprobleme, Appetitveränderungen, Schmerzen, Unruhe oder starke Müdigkeit.
  6. Sozialverhalten: Rückzug, Konflikte, Scham, weniger Kommunikation.
  7. Suizidalität: Gedanken, nicht mehr leben zu wollen, können auftreten und sind immer ernst zu nehmen.


Ursachen: Das biopsychosoziale Modell

Depression hat meist nicht nur eine einzige Ursache. Das biopsychosoziale Modell beschreibt das Zusammenspiel von biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Dieses Modell ist hilfreich, weil es einfache Schuldzuweisungen vermeidet.

  1. Biologie: Genetische Veranlagung, Stoffwechselprozesse im Gehirn, hormonelle Faktoren, körperliche Erkrankungen, Schlafmangel oder Nebenwirkungen von Substanzen können eine Rolle spielen.
  2. Psychologie: Anhaltendes Grübeln, Perfektionismus, erlernte Hilflosigkeit, traumatische Erfahrungen, geringe Selbstwirksamkeit oder schwierige Bewältigungsstrategien können das Risiko erhöhen.
  3. Soziales Umfeld: Einsamkeit, Mobbing, Armut, Diskriminierung, belastende Familienverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Dauerstress oder fehlende Unterstützung können Depressionen begünstigen.
  4. Lebensereignis: Verlust, Trennung, Krankheit, Überforderung, Migration, Leistungsdruck oder Übergänge im Leben können Auslöser sein.
  5. Schutzfaktor: Verlässliche Beziehungen, Bewegung, Schlafrhythmus, Anerkennung, Sinn, Selbstfürsorge, Therapie und frühe Hilfe können stabilisieren.


Burnout verstehen

Burnout beschreibt einen Zustand arbeitsbezogener Erschöpfung, der durch chronischen Arbeitsstress entstehen kann, wenn Belastungen über längere Zeit nicht ausreichend bewältigt werden. In der ICD-11 wird Burnout nicht als allgemeine Erkrankung für alle Lebensbereiche, sondern als Phänomen im beruflichen Kontext verstanden. Typisch sind starke Erschöpfung, zunehmende innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und ein Gefühl verminderter beruflicher Leistungsfähigkeit.

Burnout kann Menschen in vielen Arbeitsfeldern betreffen: Pflege, Schule, Verwaltung, Wissenschaft, Handwerk, Dienstleistung, Selbstständigkeit, Ehrenamt oder Ausbildung. Auch Schülerinnen, Schüler und Studierende verwenden den Begriff manchmal, wenn sie sich durch Leistungsdruck erschöpft fühlen. Fachlich ist jedoch wichtig, genau hinzusehen: Geht es vor allem um arbeits- oder schulbezogene Überlastung, oder gibt es Anzeichen einer Depression, die alle Lebensbereiche betrifft?


Typische Burnout-Dimensionen

  1. Erschöpfung: Betroffene fühlen sich emotional, körperlich oder mental ausgelaugt.
  2. Distanzierung: Die innere Beziehung zur Arbeit wird negativer; Zynismus, Gleichgültigkeit oder Rückzug nehmen zu.
  3. Leistungsfähigkeit: Betroffene erleben sich als weniger wirksam, weniger konzentriert oder weniger erfolgreich.
  4. Arbeitsbedingungen: Hohe Anforderungen, geringe Kontrolle, Rollenkonflikte, fehlende Anerkennung, ungerechte Strukturen oder Personalmangel können Burnout begünstigen.
  5. Prävention: Arbeitsorganisation, Pausen, Grenzen, Führungskultur, Mitsprache, Teamunterstützung und realistische Anforderungen sind wichtige Ansatzpunkte.


Burnout vs. Depression

Burnout und Depression können sich ähnlich anfühlen. Beide können mit Müdigkeit, Rückzug, Konzentrationsproblemen und Hoffnungslosigkeit verbunden sein. Die Unterscheidung ist wichtig, weil unterschiedliche Hilfen nötig sein können. Eine längere Pause oder ein Arbeitsplatzwechsel kann bei arbeitsbezogener Überlastung sehr hilfreich sein. Bei einer Depression reicht Abstand vom Arbeitsplatz jedoch oft nicht aus; dann können Psychotherapie, ärztliche Behandlung und manchmal Medikamente notwendig sein.

Aspekt Burnout Depression
Einordnung Arbeitsbezogenes Phänomen bei chronischem Arbeitsstress Psychische Erkrankung mit diagnostischen Kriterien
Kontext Vor allem auf Arbeit, Ausbildung oder berufliche Rolle bezogen Betrifft oft mehrere Lebensbereiche gleichzeitig
Kernmerkmale Erschöpfung, Distanz zur Arbeit, reduzierte berufliche Wirksamkeit Gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Antriebsminderung und weitere Symptome
Auslöser Häufig dauerhafte Überforderung, geringe Kontrolle, fehlende Anerkennung Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren
Erholung Entlastung und Veränderung der Arbeitsbedingungen können zentral sein Erholung braucht oft professionelle Diagnostik und Behandlung
Gefahr Kann in Depression, Angst oder körperliche Beschwerden übergehen Kann mit Suizidgedanken verbunden sein und akut gefährlich werden
Hilfe Arbeitsbezogene Prävention, Coaching, Beratung, ärztliche Abklärung Psychotherapie, ärztliche Behandlung, soziale Unterstützung, Krisenhilfe


Woran Du eine mögliche Depression eher erkennst

Eine Depression ist wahrscheinlicher, wenn Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit und Antriebsmangel nicht nur bei der Arbeit auftreten, sondern auch in Freizeit, Beziehungen und Selbstbild. Auch wenn früher wichtige Aktivitäten gar keine Freude mehr machen, wenn Hoffnungslosigkeit überwiegt, wenn starke Schuldgefühle auftreten oder wenn Gedanken an den Tod entstehen, braucht es rasche professionelle Hilfe. Selbsttests können eine erste Orientierung geben, ersetzen aber keine Diagnose durch Fachpersonen.


Woran Du eine arbeitsbezogene Überlastung eher erkennst

Burnout ist wahrscheinlicher, wenn die Beschwerden deutlich mit Arbeit, Ausbildung, Studium oder beruflicher Rolle zusammenhängen und sich in arbeitsfreien Phasen spürbar bessern. Typisch sind das Gefühl, nichts mehr leisten zu können, emotionale Erschöpfung nach Arbeitstagen, wachsende Distanz zur Aufgabe und der Eindruck, trotz hoher Anstrengung kaum etwas zu bewirken. Dennoch gilt: Auch bei Burnout-Verdacht ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll, weil Depression, Angststörungen, Schlafstörungen oder körperliche Erkrankungen ähnliche Symptome verursachen können.


Diagnose und Abklärung

Eine Diagnose entsteht nicht durch ein einzelnes Symptom. Fachpersonen fragen nach Dauer, Schwere, Verlauf, Auslösern, Alltagseinschränkungen, körperlicher Gesundheit, Medikamenten, Substanzkonsum, Schlaf, sozialer Situation und möglichen Suizidgedanken. Bei Depression werden diagnostische Kriterien genutzt. Bei Burnout ist besonders der Arbeitskontext wichtig. Zur Abklärung können Hausärztinnen und Hausärzte, Psychiaterinnen und Psychiater, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, Schulpsychologie, Betriebsärztinnen und Betriebsärzte oder Beratungsstellen beitragen.

Wichtig ist auch eine körperliche Abklärung. Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsprobleme können zum Beispiel durch Schilddrüsenerkrankungen, Blutarmut, Schlafapnoe, chronische Schmerzen, Infektionen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Substanzkonsum verstärkt werden. Gute Hilfe schaut deshalb auf den ganzen Menschen.


Behandlung und Unterstützung

Depressionen sind behandelbar. Die passende Unterstützung hängt von Schweregrad, Verlauf, Lebenssituation und persönlichen Bedürfnissen ab. Häufig werden mehrere Bausteine kombiniert. Bei leichten Verläufen können Psychoedukation, Aktivitätsaufbau, Beratung und Psychotherapie helfen. Bei mittelschweren oder schweren Depressionen können Psychotherapie und ärztlich verordnete Medikamente kombiniert werden. Bei akuter Suizidalität, psychotischen Symptomen oder schwerer Selbstvernachlässigung ist schnelle Notfallhilfe nötig.

  1. Psychotherapie: Hilft, Gedanken, Gefühle, Verhalten, Beziehungen und Bewältigungsstrategien zu verstehen und zu verändern.
  2. Kognitive Verhaltenstherapie: Arbeitet unter anderem mit Aktivitätsaufbau, Grübelunterbrechung, realistischen Gedanken und Problemlösen.
  3. Interpersonelle Psychotherapie: Bezieht Beziehungen, Rollenwechsel, Konflikte und Trauer stärker ein.
  4. Medikament: Antidepressiva können bei bestimmten Schweregraden sinnvoll sein und gehören in ärztliche Begleitung.
  5. Psychoedukation: Wissen über Erkrankung, Warnzeichen, Rückfallprophylaxe und Hilfsangebote stärkt Selbstwirksamkeit.
  6. Soziale Unterstützung: Vertrauenspersonen, Familie, Freundschaften, Schule, Ausbildung oder Arbeit können entlastend wirken.
  7. Selbstfürsorge: Schlafrhythmus, Bewegung, Tagesstruktur und kleine erreichbare Schritte können unterstützen, ersetzen aber keine Behandlung.
  8. Arbeitsgestaltung: Bei Burnout sind Arbeitsmenge, Pausen, Rollenklärung, Führung, Anerkennung, Mitbestimmung und Grenzen zentrale Ansatzpunkte.


Gesellschaftliche Zusammenhänge

Psychische Gesundheit ist nicht nur Privatsache. Gesellschaftliche Bedingungen beeinflussen, wie Menschen arbeiten, lernen, leben und Hilfe finden. Leistungsdruck, unsichere Arbeitsverhältnisse, Armut, Diskriminierung, Mobbing, Einsamkeit oder ständige Erreichbarkeit können Belastungen verstärken. Gleichzeitig können gute Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit, Gesundheitsbildung, Entstigmatisierung und niedrigschwellige Hilfe schützen.

Stigma ist ein zentrales Problem. Wenn Depression als Schwäche abgewertet wird, suchen Betroffene später Hilfe. Wenn Burnout nur als Modewort abgetan wird, werden schlechte Arbeitsbedingungen übersehen. Wenn jede normale Erschöpfung sofort als Krankheit bezeichnet wird, verlieren Begriffe an Genauigkeit. Eine gute Gesellschaft braucht deshalb beides: Mitgefühl und fachliche Präzision.


Schule, Ausbildung und Studium

Auch junge Menschen können psychisch stark belastet sein. Prüfungsdruck, Zukunftssorgen, soziale Konflikte, Mobbing, familiäre Belastungen, Schlafmangel oder soziale Medien können Stress verstärken. Eine Schule oder Hochschule, die psychische Gesundheit ernst nimmt, schafft verlässliche Ansprechpersonen, faire Leistungsbedingungen, Pausen, Schutz vor Mobbing und Wissen über Hilfewege. Wichtig ist, dass niemand allein bleiben muss.


Arbeit und Organisationen

Burnout-Prävention ist nicht nur Aufgabe einzelner Beschäftigter. Organisationen tragen Verantwortung für realistische Arbeitslast, klare Rollen, gerechte Führung, Beteiligung, Erholung, Schutz vor Gewalt und eine Kultur, in der Überlastung früh angesprochen werden darf. Individuelle Selbstfürsorge ist wichtig, aber sie darf strukturelle Probleme nicht verdecken.


Gesprächskultur: Wie Du unterstützen kannst

Wenn jemand depressiv oder erschöpft wirkt, hilft meist kein Druck. Sätze wie „Reiß Dich zusammen“ oder „Andere haben es schlimmer“ können Scham verstärken. Hilfreicher sind offene Fragen, Zuhören, konkrete Unterstützung und Ermutigung zu professioneller Hilfe. Du musst keine Therapeutin und kein Therapeut sein. Du kannst aber ernst nehmen, begleiten und im Notfall Hilfe holen.

  1. Zuhören: Frage ruhig, wie es der Person wirklich geht, und lasse Pausen zu.
  2. Ernstnehmen: Spiele Beschwerden nicht herunter und vermeide Schuldzuweisungen.
  3. Konkret helfen: Biete kleine, klare Unterstützung an, zum Beispiel Begleitung zu einer Beratungsstelle.
  4. Grenzen achten: Übernimm nicht allein Verantwortung, sondern hole Hilfe dazu.
  5. Suizidprävention: Sprich Suizidgedanken direkt und ruhig an, wenn Du Sorge hast, und organisiere sofort Hilfe bei akuter Gefahr.


Arbeit mit dem Video

Das eingebettete Video erklärt Symptome, Ursachen, Behandlung und gesellschaftliche Zusammenhänge rund um Depression und Burnout. Nutze es nicht nur zum Anschauen, sondern als Lernimpuls. Notiere während des Videos drei Begriffe, die Du vorher nicht sicher erklären konntest. Halte danach fest, welche Aussage Dich überrascht hat und welche Frage offenbleibt.

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Das zweite Video kann als ergänzender Impuls genutzt werden, um die subjektive Erfahrung einer Depression metaphorisch zu verstehen. Achte dabei darauf, zwischen bildlicher Darstellung und medizinischer Erklärung zu unterscheiden.


Merksätze

  1. Depression: Depression ist eine ernst zu nehmende, behandelbare psychische Erkrankung.
  2. Burnout: Burnout beschreibt vor allem arbeitsbezogene Erschöpfung durch chronischen Stress.
  3. Abgrenzung: Ähnliche Symptome bedeuten nicht automatisch dieselbe Ursache.
  4. Hilfe: Je früher Betroffene Unterstützung bekommen, desto besser können Belastungen eingeordnet und behandelt werden.
  5. Gesellschaft: Psychische Gesundheit hängt auch von Arbeitsbedingungen, sozialer Unterstützung und Entstigmatisierung ab.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Depression am treffendsten? (Eine ernst zu nehmende psychische Erkrankung mit anhaltender Beeinträchtigung) (!Eine kurze schlechte Laune nach einem einzelnen Ärgernis) (!Eine sichere Folge von Faulheit) (!Ein Zustand der immer ohne Hilfe verschwindet)




Worauf bezieht sich Burnout fachlich besonders? (Auf chronischen Stress im Arbeitskontext) (!Auf jede Form von Traurigkeit) (!Auf eine reine Persönlichkeitsstörung) (!Auf eine ansteckende Krankheit)




Welches Merkmal passt besonders zu einer Depression? (Deutlicher Verlust von Interesse und Freude) (!Kurzfristige Langeweile in einer einzelnen Schulstunde) (!Gute Erholung nach wenigen Minuten) (!Ausschließlich Ärger über eine Aufgabe)




Warum ist die Unterscheidung zwischen Burnout und Depression wichtig? (Weil unterschiedliche Hilfen und Behandlungen nötig sein können) (!Weil beide Begriffe immer exakt dasselbe bedeuten) (!Weil man Depression nur durch Urlaub behandeln kann) (!Weil Burnout niemals ernst genommen werden sollte)




Was gehört zu den typischen Burnout-Dimensionen? (Erschöpfung und innere Distanz zur Arbeit) (!Hohes Fieber und Hautausschlag) (!Plötzliche Kurzsichtigkeit) (!Ein gebrochener Knochen)




Welches Modell erklärt Depression besonders umfassend? (Das biopsychosoziale Modell) (!Das reine Zufallsmodell) (!Das Einklangmodell der Sternzeichen) (!Das Modell der Willensschwäche)




Was ist bei Suizidgedanken besonders wichtig? (Schnell Hilfe holen und nicht allein bleiben) (!Die Gedanken verheimlichen und abwarten) (!Die betroffene Person beschämen) (!Die Situation als Aufmerksamkeitssuche abtun)




Welche Aussage zu Behandlungsmöglichkeiten ist richtig? (Psychotherapie und ärztliche Behandlung können bei Depression helfen) (!Depression ist grundsätzlich unbehandelbar) (!Nur Ablenkung reicht bei jeder Depression sicher aus) (!Medizinische Abklärung ist immer überflüssig)




Was kann gesellschaftlich zur psychischen Gesundheit beitragen? (Entstigmatisierung und bessere Unterstützungsstrukturen) (!Mehr Beschämung von Betroffenen) (!Verbot jeder Pause) (!Ignorieren von Arbeitsbedingungen)




Welche Aussage ist im Gespräch mit Betroffenen hilfreich? (Ich höre Dir zu und wir können gemeinsam Hilfe suchen) (!Reiß Dich einfach zusammen) (!Du bist selbst schuld) (!Andere haben es schlimmer)





Memory

Depression Anhaltende Erkrankung mit Stimmungstief und Interessenverlust
Burnout Arbeitsbezogene Erschöpfung durch chronischen Stress
Anhedonie Verlust von Freude und Interesse
Stigma Abwertung aufgrund psychischer Erkrankung
Psychotherapie Professionelles Gesprächsverfahren zur Behandlung
Schutzfaktor Bedingung die Gesundheit stabilisieren kann
Suizidalität Gedanken oder Handlungen rund um Selbsttötung
Psychoedukation Wissen über Erkrankung und Bewältigung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Arbeitskontext Burnout
Alle Lebensbereiche Depression
Freudverlust Depression
Zynismus gegenüber Aufgaben Burnout
Professionelle Diagnose Depression
Arbeitsgestaltung Burnout-Prävention
Suizidgedanken Akute Hilfe
Entstigmatisierung Gesellschaftliche Verantwortung





Kreuzworträtsel

Depression Welche Erkrankung kann mit gedrückter Stimmung und Interessenverlust verbunden sein?
Burnout Welches arbeitsbezogene Phänomen kann durch chronischen Stress entstehen?
Anhedonie Wie heißt der Verlust von Freude und Interesse?
Therapie Welche professionelle Hilfe kann bei Depression wirksam sein?
Stigma Wie heißt die soziale Abwertung psychisch erkrankter Menschen?
Empathie Welche Haltung hilft im Gespräch mit Betroffenen?
Antrieb Was ist bei Depression häufig deutlich vermindert?
Notfall Was liegt bei akuter Selbstgefährdung vor?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine

ist mehr als eine kurze Traurigkeit. Burnout bezieht sich fachlich besonders auf chronischen Stress im

. Ein wichtiges Symptom der Depression ist der Verlust von

. Ursachen lassen sich gut mit dem

Modell erklären. Bei akuten Suizidgedanken ist schnelle

notwendig. Psychische Erkrankungen werden durch

oft zusätzlich belastet. Eine wirksame Unterstützung kann

sein. Gute Prävention braucht neben Selbstfürsorge auch faire

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Depression, Burnout, Stress, Anhedonie und Stigma mit je einer alltagstauglichen Erklärung.
  2. Video-Notizen: Schau das eingebettete Video an und notiere fünf Aussagen, die Du für besonders wichtig hältst.
  3. Hilfesatz: Formuliere drei respektvolle Sätze, mit denen Du eine belastete Person ansprechen könntest.
  4. Mythencheck: Sammle drei verbreitete Vorurteile über Depression und formuliere jeweils eine sachliche Gegenantwort.


Standard

  1. Vergleichstabelle: Erstelle eine eigene Tabelle, in der Du Burnout und Depression nach Symptomen, Kontext, Risiken und Hilfen vergleichst.
  2. Fallbeispiel: Schreibe ein fiktives Fallbeispiel aus Schule, Ausbildung oder Beruf und erkläre, welche Fragen zur Abklärung wichtig wären.
  3. Interview: Befrage eine Vertrauensperson, Schulsozialarbeit oder Beratungsstelle zu Unterstützungsangeboten und fasse die Ergebnisse anonym zusammen.
  4. Medienanalyse: Analysiere einen Zeitungsartikel oder Social-Media-Beitrag über Burnout oder Depression daraufhin, ob er stigmatisierend oder hilfreich formuliert ist.


Schwer

  1. Präventionskonzept: Entwickle ein Konzept für eine Schule, Hochschule oder Ausbildungsstelle, das psychische Gesundheit fördert und Überlastung früher sichtbar macht.
  2. Gesellschaftsanalyse: Erörtere, wie Leistungsdruck, Armut, Diskriminierung oder Einsamkeit das Risiko psychischer Erkrankungen erhöhen können.
  3. Podcast: Plane eine zehnminütige Podcastfolge zum Thema Depression verstehen und achte auf fachliche Genauigkeit, sensible Sprache und konkrete Hilfswege.
  4. Reflexionsessay: Schreibe einen Essay zur Frage, warum psychische Gesundheit sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Verantwortung ist.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre an einem selbst erfundenen Beispiel, warum eine Person mit Erschöpfung nicht automatisch Burnout und nicht automatisch Depression hat.
  2. Ursachenmodell: Wende das biopsychosoziale Modell auf ein Fallbeispiel an und zeige, wie biologische, psychische und soziale Faktoren zusammenwirken.
  3. Hilfenetz: Entwirf ein Hilfenetz für eine betroffene Person und ordne ein, welche Aufgaben Freundinnen, Freunde, Familie, Schule, Arbeit und Fachpersonen übernehmen können.
  4. Strukturkritik: Analysiere, wie eine Organisation Burnout-Risiken verringern kann, ohne die Verantwortung nur auf einzelne Beschäftigte abzuschieben.
  5. Kommunikation: Formuliere ein schwieriges Gespräch mit einer betroffenen Person so um, dass es respektvoll, entlastend und handlungsorientiert wird.
  6. Medienkompetenz: Bewerte ein Online-Video oder einen Beitrag zum Thema Depression anhand der Kriterien Sachlichkeit, Quellenklarheit, Stigmafreiheit und Hilfsorientierung.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein Portfolio mit drei Teilen. Im ersten Teil erklärst Du die Begriffe Depression, Burnout und Stress in eigenen Worten. Im zweiten Teil analysierst Du ein Fallbeispiel mit dem biopsychosozialen Modell. Im dritten Teil entwickelst Du eine kleine Präventionsidee für Schule, Ausbildung, Studium oder Arbeit. Achte darauf, keine echten persönlichen Daten anderer Menschen zu verwenden. Der Lernnachweis soll zeigen, dass Du Zusammenhänge verstehst, sensibel kommunizieren kannst und passende Hilfswege kennst.


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