Genesung nach dem Sturm - Mobbing und Cybermobbing


Genesung nach dem Sturm - Mobbing und Cybermobbing
Einleitung
Genesung nach dem Sturm – Mobbing und Cybermobbing ist ein aiMOOC über Mobbing, Cyber-Mobbing, Resilienz, Medienkompetenz und Zivilcourage. Du lernst, wie Mobbing entsteht, warum Cybermobbing besonders belastend sein kann, wie Betroffene geschützt werden können und welche Schritte zur Genesung, zur Stärkung des Selbstwerts und zur Wiederherstellung von Sicherheit beitragen. Das Bild vom „Sturm“ steht dabei für eine belastende Zeit voller Druck, Angst, Ausgrenzung oder digitaler Angriffe. „Genesung“ bedeutet nicht, dass alles sofort vergessen ist. Genesung bedeutet, wieder Halt zu finden, Unterstützung anzunehmen, Grenzen zu setzen, Vertrauen aufzubauen und die eigene Würde zurückzugewinnen.
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Das Video behandelt „Genesung nach dem Sturm / Mobbing und Cybermobbing“ und erklärt Mobbing und Cyber-Mobbing sachlich, verständlich und wissenschaftlich eingeordnet. Dieser aiMOOC ergänzt das Video durch Hintergrundwissen, Reflexionsaufgaben, interaktive Übungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten für Schule, Ausbildung, Studium, Jugendarbeit und Familie.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Mobbing von einem gewöhnlichen Konflikt unterscheidet. Du kannst typische Formen von Cyber-Mobbing erkennen, etwa Beleidigungen, Bloßstellungen, Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen, Identitätsdiebstahl oder das Verbreiten peinlicher Bilder. Du lernst, warum Zuschauer und Mitläufer eine wichtige Rolle spielen, wie man Beweise sichert, wann man Hilfe holen sollte und wie eine Klasse, Gruppe oder Organisation eine Kultur der Achtsamkeit, Verantwortung und Zivilcourage aufbauen kann.
Wichtiger Hinweis zur Sicherheit
Dieser aiMOOC ersetzt keine Beratung, keine Psychotherapie und keine medizinische oder rechtliche Hilfe. Wenn Du selbst betroffen bist, bist Du nicht schuld und musst damit nicht allein bleiben. Sprich mit einer vertrauten erwachsenen Person, einer Lehrkraft, der Schulsozialarbeit, Deinen Eltern, einer Beratungsstelle oder einer anderen verlässlichen Person. In akuter Gefahr wende Dich an den Notruf 112. In Deutschland können Kinder und Jugendliche außerdem die Nummer gegen Kummer unter 116 111 anonym und kostenlos kontaktieren. Wenn Straftaten wie schwere Drohungen, Erpressung, Stalking oder die Verbreitung intimer Bilder im Raum stehen, sollten erwachsene Vertrauenspersonen, Schule und gegebenenfalls Polizei eingeschaltet werden.
Was ist Mobbing?
Mobbing beschreibt wiederholte, gezielte und verletzende Handlungen gegenüber einer Person, die sich in einer unterlegenen Position befindet oder so erlebt wird. Entscheidend sind drei Merkmale: Die Angriffe geschehen nicht nur einmal, sie haben eine verletzende Wirkung und es besteht ein Machtungleichgewicht. Dieses Machtungleichgewicht kann körperlich, sozial, sprachlich, digital, wirtschaftlich oder durch Gruppendruck entstehen.
Nicht jeder Streit ist Mobbing. Ein Konflikt kann zwischen ungefähr gleich starken Personen entstehen und durch Klärung, Kompromiss oder Entschuldigung bearbeitet werden. Mobbing dagegen ist ein Muster. Es geht häufig darum, eine Person kleinzumachen, auszuschließen, zu beschämen oder zu kontrollieren. Deshalb reicht es nicht, Betroffene aufzufordern, „sich einfach zu wehren“. Wirksame Hilfe braucht Schutz, klare Regeln, Unterstützung durch Erwachsene und eine Veränderung der Gruppendynamik.
Formen von Mobbing
- Verbales Mobbing: Beleidigungen, Spitznamen, Drohungen, Lächerlichmachen oder ständige abwertende Kommentare.
- Soziales Mobbing: Ausschluss aus Gruppen, Ignorieren, Gerüchte verbreiten, Freundschaften zerstören oder gezielte Isolation.
- Körperliches Mobbing: Schubsen, Festhalten, Wegnehmen von Gegenständen, Bedrohung oder körperliche Gewalt.
- Psychisches Mobbing: Einschüchterung, Manipulation, Beschämung, Schuldzuweisungen oder ständige Verunsicherung.
- Cyber-Mobbing: Angriffe über Smartphone, Soziale Medien, Messenger, Chat, Gaming-Plattformen, Bilder, Videos oder Kommentare.
Warum Mobbing so belastet
Mobbing greift nicht nur eine einzelne Situation an, sondern oft das Gefühl von Zugehörigkeit, Sicherheit und Selbstwert. Betroffene fragen sich häufig: „Warum ich?“, „Was stimmt nicht mit mir?“ oder „Wem kann ich noch vertrauen?“ Genau darin liegt die besondere Belastung. Mobbing kann zu Stress, Angst, Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, Rückzug, Schulvermeidung, körperlichen Beschwerden und depressiven Symptomen beitragen. Auch Personen, die mobben, Mitläuferinnen und Mitläufer sowie Zuschauerinnen und Zuschauer können langfristig Schaden nehmen, weil eine Gruppe lernt, dass Verletzung, Schweigen oder Wegsehen normal seien.
Was ist Cybermobbing?
Cyber-Mobbing bezeichnet Beleidigung, Bedrohung, Bloßstellung, Belästigung, Ausgrenzung oder Verleumdung mithilfe digitaler Kommunikationsmittel. Es kann in sozialen Netzwerken, Messengern, Kommentarspalten, Online-Spielen, Klassengruppen, Foren, Videoplattformen oder über gefälschte Profile stattfinden.

Besondere Merkmale von Cybermobbing
Cybermobbing kann besonders belastend sein, weil es zeitlich und räumlich schwerer zu begrenzen ist. Ein Angriff kann auch nach Schulschluss weitergehen. Inhalte können schnell verbreitet, gespeichert, weitergeleitet und aus dem Zusammenhang gerissen werden. Die scheinbare Anonymität senkt bei manchen Personen die Hemmschwelle. Gleichzeitig kann die Reichweite groß sein, während Betroffene oft nicht wissen, wer alles etwas gesehen hat. Dadurch entsteht ein Gefühl von Kontrollverlust.
Typische Erscheinungsformen
- Beleidigung: Herabsetzende Nachrichten, Kommentare oder Sprachnachrichten.
- Bloßstellung: Veröffentlichung peinlicher, entstellter oder intimer Bilder und Videos.
- Gerücht: Verbreitung falscher Behauptungen über eine Person.
- Ausschluss: Entfernen aus Gruppen, absichtliches Ignorieren oder öffentliches Ausgrenzen.
- Identitätsdiebstahl: Nutzung eines fremden Namens oder Profils, um anderen zu schaden.
- Drohung: Einschüchternde Nachrichten, Erpressung oder Gewaltandrohungen.
- Doxing: Veröffentlichung privater Informationen wie Adresse, Telefonnummer oder Schule.
- Hate Speech: Abwertung aufgrund von Herkunft, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Behinderung oder anderen Merkmalen.
Rollen im Mobbinggeschehen
Mobbing ist selten nur eine Sache zwischen zwei Personen. Meist wirkt eine ganze Gruppe mit, auch wenn nicht alle aktiv angreifen. Deshalb ist die Gruppendynamik so wichtig. Wer zuschaut und schweigt, kann unbeabsichtigt dazu beitragen, dass Mobbing weitergeht. Wer unterstützt, dokumentiert, Hilfe holt oder Grenzen setzt, kann den Verlauf verändern.
Betroffene Personen
Betroffene erleben Angriffe, Ausschluss oder Beschämung. Sie können mutig, stark und kompetent sein und trotzdem Unterstützung brauchen. Es ist wichtig, die Schuld nicht bei ihnen zu suchen. Fragen wie „Warum hast Du nicht früher etwas gesagt?“ oder „Warum blockierst Du die Person nicht einfach?“ können zusätzlich verletzen. Hilfreicher sind Sätze wie: „Ich glaube Dir“, „Du bist nicht schuld“, „Wir schauen gemeinsam, was jetzt sicher ist“ und „Du musst das nicht allein lösen“.
Personen, die mobben
Personen, die mobben, handeln nicht automatisch aus Stärke. Häufig spielen Gruppendruck, Statuswünsche, Unsicherheit, Rache, Vorurteile, Langeweile oder erlernte Gewaltmuster eine Rolle. Das erklärt das Verhalten, entschuldigt es aber nicht. Verantwortlich bleibt die Person, die verletzt. Eine gute Intervention verbindet klare Grenzen mit der Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, Wiedergutmachung zu leisten und soziales Verhalten neu zu lernen.
Mitläufer, Verstärker und Zuschauende
Mitläufer machen manchmal mit, weil sie dazugehören wollen oder Angst haben, selbst Ziel zu werden. Verstärker lachen, liken, teilen oder kommentieren und vergrößern dadurch die Wirkung. Zuschauer sehen etwas, greifen aber nicht ein. Gerade diese Gruppen haben viel Einfluss. Ein nicht geteilter Screenshot, ein gemeldeter Kommentar, eine unterstützende Nachricht an die betroffene Person oder ein Gespräch mit einer Vertrauensperson kann entscheidend sein.
Verteidiger und Unterstützende
Zivilcourage bedeutet nicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Zivilcourage bedeutet, verantwortungsvoll zu handeln. Du kannst Betroffene ansprechen, Hilfe organisieren, beleidigende Inhalte melden, nicht mitlachen, nicht weiterleiten, Beweise sichern oder Erwachsene informieren. In einer guten Klassengemeinschaft ist Hilfeholen kein Petzen, sondern Schutz.
Genesung nach dem Sturm
Genesung nach Mobbing oder Cybermobbing ist ein Prozess. Betroffene brauchen Sicherheit, Anerkennung, Zeit und verlässliche Unterstützung. Viele fühlen sich nach Mobbing erschöpft, misstrauisch oder beschämt. Das ist eine nachvollziehbare Reaktion auf eine belastende Erfahrung. Genesung beginnt oft damit, dass jemand ernst genommen wird.
Schritt 1: Sicherheit herstellen
Der erste Schritt ist Schutz. Dazu gehört, dass Angriffe gestoppt oder begrenzt werden. Bei Cybermobbing kann das bedeuten: Inhalte nicht weiterverbreiten, Kontakte blockieren, Plattformen informieren, Gruppen verlassen, Einstellungen zur Privatsphäre prüfen, Beweise sichern und Unterstützung holen. In der Schule kann das bedeuten: Aufsicht erhöhen, Sitzordnungen verändern, Gesprächsregeln festlegen, Meldewege klären und eine verantwortliche Ansprechperson benennen.
Schritt 2: Beweise sichern und dokumentieren
Bei Cybermobbing ist Dokumentation wichtig. Screenshots, Links, Benutzernamen, Datum, Uhrzeit, Plattform und Verlauf können helfen, Vorfälle nachvollziehbar zu machen. Die betroffene Person sollte belastende Inhalte möglichst nicht allein immer wieder ansehen müssen. Eine Vertrauensperson kann helfen, Beweise sicher zu speichern. Wichtig ist: Nicht zurückbeleidigen, nicht drohen und keine Racheaktionen starten, weil dies die Lage verschärfen kann.
Schritt 3: Unterstützung aktivieren
Niemand sollte Mobbing allein bewältigen müssen. Gute Unterstützung kann aus Freundschaften, Familie, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Beratungsstellen, Vereinen, religiösen Gemeinschaften, therapeutischer Hilfe oder Online-Beratung kommen. Entscheidend ist, dass die betroffene Person nicht zum Problem gemacht wird. Das Problem ist das verletzende Verhalten.
Schritt 4: Selbstwert wieder aufbauen
Mobbing wirkt oft wie eine falsche Erzählung über eine Person: „Du bist nichts wert“, „Niemand mag Dich“, „Du gehörst nicht dazu.“ Genesung bedeutet, diese Erzählung zu durchbrechen. Hilfreich sind Tätigkeiten, in denen Du Wirksamkeit erlebst: Sport, Musik, Kunst, Schreiben, Lernen, Engagement, Gespräche, Natur, Haustiere, Projekte oder ehrenamtliche Aufgaben. Auch kleine Schritte zählen. Ein sicherer Tagesrhythmus, ausreichend Schlaf, Bewegung, Pausen vom Bildschirm und positive soziale Kontakte können den Wiederaufbau unterstützen.
Schritt 5: Vertrauen und Grenzen lernen
Nach Mobbing ist es normal, vorsichtig zu sein. Vertrauen wächst langsam. Gleichzeitig sind Grenzen wichtig: Welche Chats tun mir gut? Welche Personen respektieren mich? Welche Informationen möchte ich privat halten? Welche Kommentare muss ich nicht beantworten? Digitale Selbstfürsorge bedeutet nicht, sich aus allem zurückzuziehen, sondern digitale Räume bewusst, sicher und selbstbestimmt zu nutzen.
Prävention: Wie Gruppen Mobbing verhindern können
Prävention beginnt vor dem ersten Vorfall. Eine Schule, Klasse oder Gruppe braucht klare Werte, transparente Regeln und eingeübte Handlungswege. Dazu gehören Netiquette, Gesprächskultur, digitale Regeln, Beschwerdewege, Klassenrat, Peer-Projekte, Beratungsmöglichkeiten und regelmäßige Reflexion.
Schutzfaktoren
- Empathie: Die Fähigkeit, Gefühle anderer wahrzunehmen und ernst zu nehmen.
- Medienkompetenz: Das Wissen, wie digitale Räume funktionieren und wie man sicher handelt.
- Zivilcourage: Der Mut, verantwortungsvoll einzuschreiten oder Hilfe zu holen.
- Partizipation: Die Beteiligung von Lernenden an Regeln, Projekten und Lösungen.
- Beziehungsarbeit: Verlässliche Kontakte zwischen Lernenden, Lehrkräften und Eltern.
- Fehlerkultur: Die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und Verhalten zu ändern.
- Diversität: Wertschätzung unterschiedlicher Lebensweisen, Sprachen, Körper, Fähigkeiten und Erfahrungen.
Klassenregeln gegen Mobbing und Cybermobbing
Gute Regeln sind kurz, verständlich und umsetzbar. Eine Klasse kann zum Beispiel vereinbaren: Wir verbreiten keine beleidigenden Inhalte. Wir teilen keine Bilder ohne Zustimmung. Wir lachen niemanden aus. Wir melden verletzende Inhalte. Wir holen Hilfe, wenn jemand bedroht wird. Wir schützen Betroffene, statt Täterinnen oder Täter zu bewundern. Wir lösen Konflikte im Gespräch, nicht durch öffentliche Beschämung.
Rechtliche und ethische Perspektive
Mobbing und Cybermobbing sind nicht nur „Spaß“ oder „Drama“. Bestimmte Handlungen können rechtlich relevant sein, etwa Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung, Stalking, Verletzung des Rechts am eigenen Bild oder das unerlaubte Verbreiten intimer Aufnahmen. Dieser aiMOOC ersetzt keine Rechtsberatung, macht aber deutlich: Digitale Handlungen haben reale Folgen. Ethisch geht es um Menschenwürde, Verantwortung, Privatsphäre, Gerechtigkeit und Solidarität.
Handlungskompass: Was tun bei Cybermobbing?
- Ruhe bewahren: Nicht sofort zurückschreiben, nicht zurückbeleidigen, keine Racheaktion starten.
- Beweise sichern: Screenshots, Links, Namen, Datum und Uhrzeit dokumentieren.
- Nicht weiterleiten: Verletzende Inhalte nicht verbreiten, auch nicht „nur zum Zeigen“.
- Blockieren und melden: Plattformfunktionen nutzen und Profile, Kommentare oder Beiträge melden.
- Hilfe holen: Vertrauenspersonen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern oder Beratungsstellen einbeziehen.
- Schutz herstellen: Privatsphäre-Einstellungen prüfen, Gruppen verlassen, Gerätepausen einplanen.
- Verantwortung klären: Schule, Verein, Betrieb oder Plattform sollen angemessen reagieren.
- Genesung ermöglichen: Betroffene brauchen Zeit, Anerkennung, Schutz und stärkende Erfahrungen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was unterscheidet Mobbing am deutlichsten von einem einmaligen Streit? (Mobbing geschieht wiederholt und mit einem Machtungleichgewicht) (!Mobbing ist immer nur ein Missverständnis) (!Mobbing betrifft nur Erwachsene) (!Mobbing ist immer körperliche Gewalt)
Was bedeutet Cybermobbing? (Verletzende Angriffe mithilfe digitaler Kommunikationsmittel) (!Ein freundlicher Austausch in einem Klassenchat) (!Ein technischer Fehler im Internet) (!Ein Computerspiel mit mehreren Personen)
Warum sind Screenshots bei Cybermobbing wichtig? (Sie können Vorfälle dokumentieren und nachvollziehbar machen) (!Sie machen beleidigende Inhalte automatisch harmlos) (!Sie ersetzen jedes Gespräch mit Erwachsenen) (!Sie sollen möglichst oft weitergeleitet werden)
Welche Aussage hilft einer betroffenen Person am meisten? (Du bist nicht schuld und ich unterstütze dich) (!Du musst dich einfach mehr anstrengen) (!Ignoriere alles und rede mit niemandem) (!Vielleicht hast du es provoziert)
Welche Rolle können Zuschauende im Mobbinggeschehen spielen? (Sie können Mobbing verstärken oder durch Hilfe unterbrechen) (!Sie haben grundsätzlich keinen Einfluss) (!Sie sind immer selbst die Ursache) (!Sie dürfen niemals Erwachsene informieren)
Was ist ein sinnvoller erster Schritt bei akuter Belastung durch Cybermobbing? (Sicherheit herstellen und eine Vertrauensperson einbeziehen) (!Zurückbeleidigen und drohen) (!Alle Beweise löschen) (!Die Situation allein aushalten)
Warum ist Victim Blaming problematisch? (Es schiebt Betroffenen fälschlich die Verantwortung zu) (!Es beendet Mobbing besonders schnell) (!Es schützt die betroffene Person vor Scham) (!Es beschreibt eine neutrale Analyse)
Welche Handlung kann bei Cybermobbing rechtlich relevant sein? (Das Verbreiten privater Bilder ohne Zustimmung) (!Das freundliche Nachfragen nach Hilfe) (!Das Blockieren eines beleidigenden Kontakts) (!Das Sichern von Beweisen für eine Vertrauensperson)
Was gehört zu einer guten Prävention gegen Mobbing? (Klare Regeln, Zivilcourage und verlässliche Meldewege) (!Schweigen, damit kein Streit entsteht) (!Öffentliche Beschämung der Betroffenen) (!Unklare Zuständigkeiten in der Gruppe)
Was bedeutet Resilienz im Zusammenhang mit Genesung? (Die Fähigkeit, nach Belastungen wieder Halt und Handlungsfähigkeit zu finden) (!Die Pflicht, alles allein zu schaffen) (!Das Verdrängen aller Gefühle) (!Das vollständige Vergessen jeder Erfahrung)
Memory
| Mobbing | Wiederholte gezielte Schädigung |
| Cybermobbing | Digitale Angriffe |
| Screenshot | Beweissicherung |
| Zivilcourage | Verantwortlich eingreifen |
| Resilienz | Wieder Halt finden |
| Netiquette | Faire Online-Regeln |
| Empathie | Gefühle anderer wahrnehmen |
| Privatsphäre | Persönliche Daten schützen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Screenshot | Beweis sichern |
| Blockieren | Kontakt begrenzen |
| Melden | Plattform informieren |
| Vertrauensperson | Hilfe holen |
| Netiquette | Fair kommunizieren |
| Resilienz | Genesung stärken |
Kreuzworträtsel
| Resilienz | Wie nennt man die Fähigkeit, nach Belastungen wieder Halt zu finden? |
| Screenshot | Was kann digitale Vorfälle sichtbar dokumentieren? |
| Empathie | Welche Fähigkeit hilft, Gefühle anderer ernst zu nehmen? |
| Blockieren | Was kann den direkten Kontakt zu einer belästigenden Person begrenzen? |
| Zivilcourage | Welcher Mut hilft, verantwortlich gegen Unrecht einzuschreiten? |
| Dokumentation | Wie nennt man das geordnete Festhalten von Vorfällen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Gefühlsbarometer: Gestalte ein einfaches Bild oder Symbol, das zeigt, wie sich eine Person während eines Mobbingsturms und nach ersten Hilfeschritten fühlen kann.
- Wortwolke: Sammle Begriffe zu Respekt, Sicherheit, Zivilcourage und Medienkompetenz und gestalte daraus eine Wortwolke für den Klassenraum.
- Hilfesatz: Formuliere fünf Sätze, die Du einer betroffenen Person sagen könntest, ohne Druck auszuüben oder Schuld zuzuweisen.
- Netiquette: Entwickle fünf einfache Regeln für einen fairen Klassenchat und erkläre zu jeder Regel, warum sie schützt.
Standard
- Fallanalyse: Beschreibe einen fiktiven Fall von Cyber-Mobbing und ordne die Rollen der betroffenen Person, der angreifenden Person, der Mitläufer, Zuschauenden und Unterstützenden zu.
- Handlungsplan: Erstelle einen Schritt-für-Schritt-Plan für eine betroffene Person, der Beweissicherung, Hilfeholen, Melden, Blockieren und Genesung berücksichtigt.
- Interview: Befrage eine Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin, einen Schulsozialarbeiter oder eine Beratungsstelle zu Prävention und Hilfsangeboten gegen Mobbing.
- Plakatkampagne: Entwirf ein Plakat mit dem Titel „Hilfe holen ist kein Petzen“ und begründe Deine gestalterischen Entscheidungen.
Schwer
- Präventionskonzept: Entwickle ein Konzept für eine Schule oder Jugendgruppe, das Mobbingprävention, digitale Regeln, Meldewege und Nachsorge verbindet.
- Podcast: Produziere eine kurze Podcastfolge über „Genesung nach dem Sturm“ mit Erklärteil, Fallbeispiel, Handlungstipps und Abschlussbotschaft.
- Medienanalyse: Untersuche, wie Cybermobbing in einem Film, einer Serie, einem Jugendbuch oder einem Nachrichtenbeitrag dargestellt wird, und bewerte die Darstellung fachlich.
- Peer-Projekt: Plane ein Projekt, bei dem ältere Lernende jüngere Lernende über Privatsphäre, Klassenchat, Bildrechte und Zivilcourage informieren.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre anhand eines selbst entwickelten Beispiels, warum Cybermobbing nicht einfach endet, wenn die Schule aus ist.
- Perspektivwechsel: Schreibe drei kurze innere Monologe aus Sicht einer betroffenen Person, einer zuschauenden Person und einer unterstützenden Person. Zeige, wie Entscheidungen den Verlauf verändern.
- Interventionsplan: Entwickle für einen fiktiven Klassenchat mit beleidigenden Nachrichten einen realistischen Interventionsplan für Lernende, Lehrkräfte und Eltern.
- Begründungsaufgabe: Begründe, warum „Ignorier es einfach“ bei Mobbing oft keine ausreichende Hilfe ist.
- Vergleich: Vergleiche einen gewöhnlichen Konflikt mit Mobbing. Arbeite heraus, welche Unterschiede für die Lösung wichtig sind.
- Ethikaufgabe: Diskutiere, welche Verantwortung Plattformen, Schulen, Eltern und Jugendliche bei Cybermobbing tragen.
- Genesungsweg: Entwirf eine Zeitleiste der Genesung nach Mobbing, die Sicherheit, Unterstützung, Selbstwert und neue Vertrauensbeziehungen berücksichtigt.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein eigenes Produkt zum Thema „Genesung nach dem Sturm – Mobbing und Cybermobbing“. Möglich sind ein Erklärvideo, ein Podcast, ein Plakat, ein Comic, ein Präventionskonzept, ein Essay, ein Rollenspiel oder eine Präsentation. Dein Produkt soll zeigen, dass Du Mobbing und Cyber-Mobbing unterscheiden kannst, die Rollen im Mobbinggeschehen verstehst, sinnvolle Hilfeschritte kennst und den Genesungsprozess respektvoll darstellen kannst. Achte darauf, keine realen Personen bloßzustellen und keine verletzenden Inhalte nachzustellen, die andere belasten könnten.
Weiterführende Informationen und Hilfsangebote
- Nummer gegen Kummer: In Deutschland bietet die Nummer 116 111 Kindern und Jugendlichen anonyme und kostenlose Beratung.
- Klicksafe: Die Plattform informiert über Cyber-Mobbing, Melden, Blockieren, Löschen, Datenschutz und digitale Sicherheit.
- Juuuport: Jugendliche können dort Online-Beratung durch ausgebildete Scouts erhalten.
- Schulsozialarbeit: Viele Schulen haben direkte Ansprechpersonen für Konflikte, Mobbing, Krisen und Prävention.
- Polizei: Bei schweren Drohungen, Erpressung, Stalking oder der Verbreitung intimer Bilder sollte mit erwachsenen Vertrauenspersonen geprüft werden, ob Anzeige erstattet wird.
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