Selbstwertgefühl bei Mobbing und Cybermobbing


Selbstwertgefühl bei Mobbing und Cybermobbing
Einleitung
Selbstwertgefühl bei Mobbing und Cybermobbing ist ein aiMOOC über die Frage, wie Du Deinen inneren Wert schützen und stärken kannst, wenn andere Dich ausgrenzen, beleidigen, bloßstellen oder online angreifen. Mobbing und Cyber-Mobbing können das Selbstwertgefühl stark belasten, weil sie wiederholt stattfinden, vor anderen sichtbar werden und Betroffene oft an sich selbst zweifeln lassen. Dieser Kurs hilft Dir, Mobbing zu erkennen, digitale Angriffe einzuordnen, sichere Handlungsschritte zu planen und Deinen Selbstwert nicht von Likes, Gerüchten, Kommentaren oder Gruppendruck abhängig zu machen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Mobbing, Cyber-Mobbing, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit und Resilienz bedeuten. Du kannst Warnsignale erkennen, zwischen Konflikt und Mobbing unterscheiden, hilfreiche Schutzstrategien anwenden, Unterstützung suchen und als beobachtende Person respektvoll eingreifen. Außerdem entwickelst Du eigene Übungen, um Deine Stärken, Grenzen und Unterstützungsnetzwerke bewusster wahrzunehmen.
Medienimpuls: Video zum Thema
Das folgende Video behandelt Selbstwertgefühl bei Mobbing und Cybermobbing und ordnet Mobbing sowie Cybermobbing sachlich, verständlich und wissenschaftlich ein. Schau es Dir aufmerksam an und notiere drei Sätze, die Dir Mut machen oder Dir eine neue Perspektive geben.
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Grundlagen: Mobbing und Cybermobbing verstehen
Mobbing bedeutet, dass eine Person über längere Zeit wiederholt und gezielt verletzt, ausgegrenzt, verspottet, bedroht oder herabgewürdigt wird. Ein einzelner Streit ist noch kein Mobbing. Entscheidend sind Wiederholung, Absicht oder Inkaufnahme von Verletzung, ein Machtungleichgewicht und die Schwierigkeit der betroffenen Person, die Situation allein zu beenden. Mobbing in der Schule kann offen geschehen, etwa durch Beschimpfungen, körperliche Angriffe oder Ausgrenzung, aber auch verdeckt durch Gerüchte, ständiges Ignorieren oder das Manipulieren von Freundschaften.
Cyber-Mobbing nutzt digitale Medien wie Messenger, Soziale Medien, Kommentarspalten, Spiele-Chats, Videoportale oder Klassenchats. Es kann durch beleidigende Nachrichten, peinliche Bilder, Fake-Profile, private Screenshots, Gerüchte, Ausschluss aus Gruppen, heimliche Aufnahmen oder dauerhafte Belästigung entstehen. Cybermobbing ist besonders belastend, weil es rund um die Uhr stattfinden kann, schnell viele Menschen erreicht, anonym wirken kann und Inhalte schwer zu löschen sind.

Typische Formen von Cybermobbing
- Beleidigung: Eine Person wird direkt herabgesetzt, beschimpft oder lächerlich gemacht.
- Bloßstellung: Private Informationen, Bilder oder Nachrichten werden ohne Einverständnis veröffentlicht.
- Gerücht: Falsche oder entwürdigende Behauptungen werden verbreitet.
- Ausgrenzung: Eine Person wird absichtlich aus Gruppen, Chats oder gemeinsamen Aktivitäten ausgeschlossen.
- Identitätsmissbrauch: Jemand gibt sich online als eine andere Person aus, um ihr zu schaden.
- Bedrohung: Eine Person wird eingeschüchtert, erpresst oder unter Druck gesetzt.
- Cyberstalking: Wiederholtes Nachstellen, Kontrollieren oder Kontaktieren verletzt die Sicherheit und Grenzen einer Person.
Unterschied zwischen Konflikt, Ärgern und Mobbing
Ein Konflikt liegt vor, wenn Personen unterschiedliche Interessen haben und miteinander streiten. Beide Seiten können grundsätzlich Einfluss nehmen und eine Lösung aushandeln. Ärgern kann unangenehm sein, ist aber nicht automatisch Mobbing, wenn es einmalig bleibt, gegenseitig passiert und nach einer Grenze aufhört. Mobbing beginnt dort, wo Verletzungen wiederholt werden, Grenzen missachtet werden, andere mitmachen oder zuschauen und die betroffene Person immer weniger Handlungsspielraum erlebt. Bei Cybermobbing können auch wenige Klicks große Wirkung haben, weil ein Bild, Kommentar oder Gerücht sich sehr schnell verbreitet.
Selbstwertgefühl: Was in Dir unantastbar bleibt
Selbstwertgefühl beschreibt, wie Du Dich selbst als Person bewertest und ob Du Dich grundsätzlich als wertvoll empfindest. Es ist wichtig zu unterscheiden: Dein Wert als Mensch hängt nicht davon ab, ob andere Dich mögen, ob Du fehlerfrei bist, wie Du aussiehst, welche Noten Du hast oder wie viele Likes Du bekommst. Mobbing greift oft genau diese empfindlichen Stellen an. Es versucht, eine fremde Bewertung so laut zu machen, dass Du sie mit Deiner eigenen Wahrheit verwechselst.
Ein stabiles Selbstwertgefühl bedeutet nicht, dass Dich Beleidigungen nicht verletzen. Es bedeutet, dass Du lernen kannst, Verletzungen ernst zu nehmen, ohne ihnen die Macht über Deine Identität zu geben. Du darfst Hilfe brauchen. Du darfst traurig, wütend, beschämt oder erschöpft sein. Gleichzeitig darfst Du wissen: Mobbing sagt mehr über das verletzende Verhalten der Beteiligten aus als über Deinen Wert.

Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeit
Selbstwert meint die grundlegende Überzeugung, als Mensch wertvoll zu sein. Selbstvertrauen beschreibt das Zutrauen, bestimmte Aufgaben bewältigen zu können. Selbstwirksamkeit bedeutet, dass Du erlebst: Mein Handeln kann etwas verändern. Bei Mobbing geraten alle drei Bereiche unter Druck. Deshalb helfen Schutzstrategien, die nicht nur sagen „Ignoriere es“, sondern konkrete Schritte ermöglichen: Beweise sichern, Unterstützung suchen, Grenzen setzen, Online-Kontakte schützen, eigene Stärken erinnern und sichere Räume aufbauen.
Warum Mobbing am Selbstwert nagt
Mobbing wirkt nicht nur durch einzelne Worte. Es wirkt durch Wiederholung, öffentliche Beschämung und sozialen Druck. Wenn andere lachen, schweigen oder Inhalte weiterleiten, kann sich die betroffene Person allein fühlen. Das Gehirn nimmt Ausgrenzung als Bedrohung wahr, weil Zugehörigkeit ein menschliches Grundbedürfnis ist. Deshalb können Mobbing und Cybermobbing Stress, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Angst, Rückzug, Wut, Hilflosigkeit oder Scham auslösen. Diese Reaktionen sind keine Schwäche, sondern verständliche Reaktionen auf anhaltende Belastung.
Schutzstrategien bei Mobbing und Cybermobbing
Die fünf Schritte der Selbstwert-Sicherung
- Stopp: Atme durch und antworte nicht impulsiv, wenn Du gerade stark verletzt bist.
- Beweise sichern: Speichere relevante Nachrichten, Nutzernamen, Zeiten, Links und Screenshots, ohne Inhalte weiterzuverbreiten.
- Unterstützung holen: Wende Dich an eine vertraute erwachsene Person, Schulsozialarbeit, Lehrkräfte, Eltern, Beratungsstellen oder eine Notfallstelle.
- Grenzen schützen: Blockiere, melde und verlasse schädliche Gruppen, wenn es sicher möglich ist.
- Selbstwert stärken: Erinnere Dich aktiv an Deine Stärken, Werte, sicheren Beziehungen und Rechte.
Diese Schritte sind kein Ersatz für Hilfe durch Erwachsene oder Fachstellen. Sie helfen Dir aber, aus der Schockstarre herauszukommen und wieder Handlungsspielraum zu gewinnen.
Hilfe holen ist Stärke
Viele Betroffene schweigen, weil sie sich schämen, Angst vor Verschlimmerung haben oder niemanden belasten wollen. Doch Mobbing ist kein privates Versagen, sondern ein soziales Problem. Hilfe zu holen ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und Selbstschutz. Gute Ansprechpersonen hören zu, nehmen Dich ernst, handeln nicht über Deinen Kopf hinweg und überlegen mit Dir, welche Schritte sicher sind.
Wenn Du akut bedroht bist, Dich selbst verletzen könntest oder nicht mehr sicher bist, suche sofort direkte Hilfe bei einer vertrauten erwachsenen Person, dem Notruf oder einer Krisenstelle. In Deutschland kannst Du Dich als Kind oder Jugendliche bzw. Jugendlicher auch an die Nummer gegen Kummer wenden. Bei strafbaren Inhalten, massiven Drohungen, Erpressung oder Identitätsmissbrauch können Erziehungsberechtigte, Schule und Polizei einbezogen werden.
Digitale Erste Hilfe
- Screenshot: Sichere Beweise mit Datum, Uhrzeit, Profilnamen und Kontext.
- Melden: Nutze Meldefunktionen der Plattformen und dokumentiere die Meldung.
- Blockieren: Unterbrich Kontaktwege, wenn dadurch keine zusätzliche Gefahr entsteht.
- Privatsphäre: Prüfe, wer Deine Beiträge, Markierungen, Storys, Telefonnummer und Standortdaten sehen kann.
- Passwortschutz: Ändere Passwörter, aktiviere Zwei-Faktor-Authentisierung und teile Zugangsdaten niemals.
- Nicht weiterleiten: Verbreite verletzende Inhalte nicht, auch nicht „zur Erklärung“ in Gruppen.
- Vertrauensperson: Besprich vor rechtlichen Schritten, Löschanträgen oder Konfrontationen eine sichere Reihenfolge.
Bei intimen Bildern, Erpressung oder sexualisierten Inhalten gilt: Nicht allein handeln, nicht weiterverbreiten und sofort Hilfe durch vertraute Erwachsene oder spezialisierte Beratungsstellen holen. Besonders bei Bildern Minderjähriger können Speicherung und Weiterleitung rechtlich problematisch sein.
Selbstwert stärken: Übungen und Denkwerkzeuge
Übung: Der innere Gegenbeweis
Mobbing arbeitet oft mit Sätzen wie „Du bist peinlich“, „Niemand mag Dich“ oder „Du bist schuld“. Der innere Gegenbeweis hilft, diese Behauptungen zu prüfen. Schreibe eine verletzende Aussage auf und beantworte sie mit drei Gegenfragen: Ist das eine Tatsache oder eine Meinung? Wer würde mir widersprechen? Welche Handlung zeigt, dass ich mehr bin als diese Aussage? Aus „Niemand mag mich“ kann werden: „Eine Gruppe verhält sich verletzend, aber ich habe Menschen, die mich unterstützen können.“
Übung: Stärkeninventar
Erstelle eine Liste mit zehn Stärken, Fähigkeiten oder Eigenschaften. Nutze nicht nur Schulnoten oder Leistungen. Auch Empathie, Humor, Durchhaltevermögen, Kreativität, Hilfsbereitschaft, Genauigkeit, Mut, Verlässlichkeit, Neugier oder die Fähigkeit zuzuhören sind Stärken. Bitte zusätzlich zwei vertraute Personen, Dir je drei Stärken zu nennen. Vergleiche: Welche Stärken siehst Du selbst? Welche übersehen andere? Welche übersiehst Du bei Dir?
Übung: Sicherer Satz
Formuliere einen Satz, den Du in belastenden Situationen innerlich wiederholen kannst. Er soll kurz, glaubwürdig und stärkend sein. Beispiele: Ich bin mehr als dieser Kommentar. Ich muss das nicht allein lösen. Ich darf Hilfe holen. Meine Grenzen verdienen Respekt. Schreibe Deinen Satz auf eine Karte, in Dein Handy oder in Dein Lerntagebuch.
Übung: Unterstützungsnetz
Zeichne drei Kreise. In den inneren Kreis kommen Personen, denen Du sofort vertrauen kannst. In den mittleren Kreis kommen Menschen, die helfen könnten, wenn Du sie ansprichst. In den äußeren Kreis kommen professionelle Stellen wie Schulsozialarbeit, Beratungsstellen, Kinder- und Jugendtelefon, Online-Beratung oder Polizei. Diese Zeichnung zeigt Dir: Du bist nicht allein, auch wenn Mobbing genau dieses Gefühl erzeugen will.

Rolle der Gruppe: Zuschauerinnen und Zuschauer werden zu Unterstützenden
Mobbing funktioniert oft, weil andere schweigen, lachen, liken, weiterleiten oder so tun, als ginge es sie nichts an. Wer zusieht, hat Verantwortung, aber nicht die Pflicht, sich selbst in Gefahr zu bringen. Hilfreiche Unterstützung kann leise oder sichtbar sein: der betroffenen Person schreiben, nicht mitlachen, Inhalte nicht weiterleiten, Hilfe holen, beleidigende Kommentare melden, klare Klassennormen vereinbaren oder in einer sicheren Situation sagen: Das ist nicht okay.
Upstander statt Bystander
Ein Bystander beobachtet eine Situation. Ein Upstander handelt unterstützend. Das bedeutet nicht, laut und riskant dazwischenzugehen. Es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Gute Unterstützende fragen: Was braucht die betroffene Person? Welche Hilfe ist sicher? Wer kann Verantwortung übernehmen? Welche Regeln wurden verletzt? So entsteht eine Kultur, in der Würde, Respekt und digitale Verantwortung wichtiger sind als Gruppendruck.
Schule, Familie und digitale Räume
Schule und Familie können Selbstwert schützen, wenn sie Mobbing nicht verharmlosen. Sätze wie „Ignorier es einfach“ oder „Das war doch nur Spaß“ helfen selten. Besser sind klare Regeln, verlässliche Ansprechpersonen, dokumentierte Vorfälle, Schutzabsprachen, medienpädagogische Prävention, Klassenrat, Sozialtraining und konsequente Reaktionen auf Grenzverletzungen. Wichtig ist, Betroffene einzubeziehen und nicht durch unüberlegte Maßnahmen zusätzlich bloßzustellen.
Klassenregeln für digitale Würde
- Einverständnis: Bilder, Screenshots und private Nachrichten werden nicht ohne Zustimmung geteilt.
- Respekt: Kritik richtet sich an Verhalten, nicht an die Würde einer Person.
- Zivilcourage: Wer Verletzungen beobachtet, holt Hilfe oder unterstützt sicher.
- Verantwortung: Weiterleiten ist Mitwirken, nicht Neutralität.
- Wiedergutmachung: Nach Verletzungen braucht es Einsicht, Schutz, Entschuldigung und verändertes Verhalten.
- Datenschutz: Persönliche Informationen werden geschützt.
- Hilfe: Probleme werden früh angesprochen, bevor sie eskalieren.
Rechtliche und ethische Orientierung
Cybermobbing ist nicht immer ein eigener Straftatbestand, kann aber verschiedene Rechte verletzen. Dazu gehören Beleidigung, Üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung, Stalking, Verletzung des Rechts am eigenen Bild oder Identitätsmissbrauch. Für Lernende ist vor allem wichtig: Du musst nicht beurteilen, welcher genaue Paragraf betroffen ist. Sichere Beweise, hole Hilfe und lass Erwachsene oder Fachstellen einschätzen, welche Schritte sinnvoll sind.
Ethisch gilt: Digitale Kommunikation hat reale Folgen. Hinter jedem Profil steht ein Mensch mit Gefühlen, Rechten und Grenzen. Selbst wenn ein Inhalt „nur weitergeleitet“ wird, kann dadurch Schaden entstehen. Deshalb ist digitale Verantwortung ein Teil von Medienkompetenz, Demokratiebildung und Menschenwürde.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein zentrales Merkmal von Mobbing? (Wiederholte und gezielte Verletzung einer Person) (!Ein einmaliger Streit zwischen gleich starken Personen) (!Eine sachliche Kritik an einer Aufgabe) (!Ein Missverständnis ohne Folgen)
Was macht Cybermobbing besonders belastend? (Es kann sich schnell verbreiten und rund um die Uhr wirken) (!Es findet immer nur anonym statt) (!Es ist grundsätzlich harmloser als Mobbing vor Ort) (!Es endet automatisch nach einem Tag)
Was beschreibt Selbstwertgefühl am besten? (Die grundlegende Bewertung des eigenen Wertes als Person) (!Die Anzahl der Likes auf einem Profil) (!Die Fähigkeit, immer beliebt zu sein) (!Die Summe aller Schulnoten)
Welche Reaktion ist bei verletzenden Online-Nachrichten meistens sinnvoll? (Beweise sichern und Unterstützung holen) (!Sofort öffentlich zurückbeleidigen) (!Die Nachricht an möglichst viele Gruppen weiterleiten) (!Alle Hinweise löschen und niemandem etwas sagen)
Was ist ein Upstander? (Eine Person, die Betroffene sicher unterstützt) (!Eine Person, die Mobbing durch Likes verstärkt) (!Eine Person, die immer wegschaut) (!Eine Person, die Gerüchte sammelt)
Welche Aussage stärkt den Selbstwert bei Mobbing? (Ich bin mehr als die Bewertung anderer) (!Ich bin schuld, wenn andere mich beleidigen) (!Ich muss alles allein lösen) (!Nur Beliebtheit beweist meinen Wert)
Was gehört zu digitaler Erster Hilfe bei Cybermobbing? (Blockieren, melden, dokumentieren und Hilfe holen) (!Passwörter mit Freunden teilen) (!Verletzende Inhalte zur Warnung weiterverbreiten) (!Die Täterinnen und Täter heimlich nachahmen)
Warum ist Schweigen der Gruppe bei Mobbing problematisch? (Es kann verletzendes Verhalten stabilisieren) (!Es beendet Mobbing immer sofort) (!Es zeigt automatisch Zustimmung der betroffenen Person) (!Es ist rechtlich immer die beste Lösung)
Welche Aussage unterscheidet Konflikt und Mobbing richtig? (Bei Mobbing gibt es Wiederholung und oft ein Machtungleichgewicht) (!Konflikte sind immer schlimmer als Mobbing) (!Mobbing ist immer körperlich) (!Cybermobbing kann nie in Klassenchats passieren)
Was bedeutet Selbstwirksamkeit? (Die Erfahrung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können) (!Die Pflicht, jedes Problem allein zu lösen) (!Die Fähigkeit, keine Gefühle zu haben) (!Die Anzahl technischer Geräte einer Person)
Memory
| Selbstwertgefühl | Innerer Wert unabhängig von Likes |
| Cybermobbing | Verletzung über digitale Medien |
| Screenshot | Beweis für einen Online-Vorfall |
| Upstander | Unterstützende beobachtende Person |
| Resilienz | Fähigkeit zur Erholung nach Belastung |
| Privatsphäre | Schutz persönlicher Informationen |
| Empathie | Sich in andere hineinversetzen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Beweise sichern | Screenshot mit Kontext |
| Hilfe holen | Vertrauensperson ansprechen |
| Grenzen schützen | Blockieren und melden |
| Selbstwert stärken | Eigene Stärken notieren |
| Zivilcourage zeigen | Nicht mitlachen und unterstützen |
Kreuzworträtsel
| Respekt | Welche Haltung schützt die Würde anderer Menschen? |
| Beweise | Was sollte man bei Cybermobbing sichern? |
| Empathie | Welche Fähigkeit hilft, Gefühle anderer zu verstehen? |
| Grenzen | Was darfst Du setzen, wenn Verhalten Dich verletzt? |
| Vertrauen | Was ist wichtig, wenn Du Hilfe bei Erwachsenen suchst? |
| Resilienz | Wie nennt man die Fähigkeit, sich nach Belastungen zu erholen? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Stärkenkarte: Gestalte eine Karte mit fünf persönlichen Stärken und einem sicheren Satz, der Dich in schwierigen Situationen unterstützt.
- Gefühlsbarometer: Zeichne ein Barometer von ruhig bis überfordert und trage ein, woran Du merkst, dass Du Hilfe brauchst.
- Netiquette: Formuliere fünf Klassenchat-Regeln, die Respekt, Privatsphäre und Würde schützen.
- Hilfenetz: Erstelle ein Unterstützungsnetz mit mindestens drei Personen oder Stellen, an die Du Dich wenden könntest.
Standard
- Fallanalyse: Beschreibe einen fiktiven Cybermobbing-Fall und untersuche, welche Rollen Betroffene, Mitwirkende, Zuschauende und Helfende haben.
- Medienplakat: Entwirf ein Plakat mit dem Titel „Mein Wert ist nicht verhandelbar“ und erkläre die wichtigsten Gestaltungsideen.
- Interview: Befrage eine Schulsozialarbeiterin, einen Schulsozialarbeiter oder eine Lehrkraft zu Hilfswegen bei Mobbing und fasse die Antworten anonymisiert zusammen.
- Rollenspiel: Entwickle ein kurzes Rollenspiel, in dem eine beobachtende Person sicher und respektvoll unterstützt, ohne die Lage zu verschlimmern.
Schwer
- Präventionskonzept: Entwickle ein Konzept für eine Unterrichtsstunde oder Klassenratsphase zum Thema Selbstwert und Cybermobbing.
- Podcast: Produziere eine Audiofolge mit drei Stimmen: betroffene Person, unterstützende Person und beratende Fachperson.
- Schulprojekt: Plane eine Aktionswoche gegen Mobbing mit Medienbeiträgen, Beratungsangeboten und klaren Klassenregeln.
- Reflexionsessay: Schreibe einen Essay darüber, warum Gruppendruck Selbstwert schwächen kann und wie eine Klasse Gegenkultur aufbauen kann.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe: Erkläre an einem selbst erfundenen Beispiel, warum Cybermobbing das Selbstwertgefühl besonders stark beeinflussen kann, und entwickle drei Schutzschritte.
- Perspektivwechsel: Schreibe aus Sicht einer beobachtenden Person, welche Verantwortung sie hat und wie sie helfen kann, ohne sich selbst zu gefährden.
- Strategievergleich: Vergleiche „ignorieren“, „zurückbeleidigen“, „Beweise sichern“ und „Hilfe holen“ hinsichtlich Wirkung, Risiko und Selbstwertschutz.
- Fallberatung: Entwickle für eine fiktive Schülerin oder einen fiktiven Schüler einen Hilfeplan mit Ansprechpersonen, digitalen Maßnahmen und Selbstwert-Übungen.
- Medienethik: Begründe, warum das Weiterleiten eines peinlichen Screenshots keine neutrale Handlung ist.
- Prävention: Entwirf drei Regeln für einen Klassenchat und erkläre, wie jede Regel Mobbing vorbeugen kann.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein Selbstwert-Portfolio mit drei Teilen: Erstens beschreibst Du in eigenen Worten den Unterschied zwischen Konflikt, Mobbing und Cybermobbing. Zweitens entwickelst Du einen persönlichen Sicherheitsplan mit Hilfenetz, digitalen Schutzschritten und einem sicheren Satz. Drittens reflektierst Du, wie Du als Upstander handeln kannst. Dein Portfolio enthält keine echten Namen, keine Screenshots aus realen Konflikten und keine verletzenden Inhalte. Arbeite mit fiktiven Beispielen oder anonymisierten Situationen.
OERs zum Thema
Zum Thema passen vor allem die Wikipedia-Artikel zu Cyber-Mobbing, Mobbing in der Schule, Mobbing, Selbstwert und Resilienz. Die folgenden OER-Ansichten können zur Vertiefung genutzt werden.
Links
Hilfe und Beratung
- Vertrauensperson: Sprich mit einer erwachsenen Person, der Du vertraust, zum Beispiel Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit, Trainerin, Trainer oder Beratungslehrkraft.
- Nummer gegen Kummer: Kinder und Jugendliche in Deutschland können die 116 111 nutzen und sich anonym beraten lassen.
- JUUUPORT: Bei Online-Problemen wie Cybermobbing können Jugendliche eine vertrauliche Online-Beratung durch ausgebildete Scouts nutzen.
- Klicksafe: Informationen zu Cybermobbing, Melden, Blockieren, Privatsphäre und Prävention helfen bei der medienpädagogischen Einordnung.
- Polizei: Bei Drohung, Erpressung, Stalking, Identitätsmissbrauch oder massiver Beleidigung sollten Erwachsene und zuständige Stellen einbezogen werden.
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