Zum Inhalt springen

Die Märchen-Formel im Deutschunterricht Klasse 5 und 6

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 19. Juni 2026, 23:23 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)



Die Märchen-Formel im Deutschunterricht Klasse 5 und 6



Einleitung

Die Märchen-Formel ist eine Lernhilfe für den Deutschunterricht in Klasse 5 und 6. Sie zeigt Dir, aus welchen typischen Bausteinen viele Märchen bestehen: eine offene Anfangsformel, eine Hauptfigur mit einem Problem, eine Reise oder Prüfung, Helferfiguren, Magie, ein Sieg des Guten und häufig eine Schlussformel. Die Formel ist kein starres Gesetz, sondern ein Werkzeug: Mit ihr kannst Du Märchen besser verstehen, untersuchen, vergleichen und selbst schreiben.

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=HrXGx9aHhJU%7C500%7Ccenter}}

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du die Märchenmerkmale sicher erkennst, wie Du den Aufbau eines Märchens beschreibst und wie Du aus einer Idee ein eigenes Märchen entwickelst. Du arbeitest mit Literatur, Erzähltechnik, Sprache, Figurengestaltung und kreativen Schreibaufgaben. Der Kurs eignet sich für Deutsch, Lesekompetenz, Schreibkompetenz, Textanalyse und kreatives Schreiben.


Lernziele

Am Ende dieses aiMOOCs kannst Du typische Märchenmerkmale erkennen, erklären und anwenden. Du lernst, Märchen nicht nur nachzuerzählen, sondern ihren inneren Bauplan zu untersuchen. Außerdem trainierst Du, eigene Märchen nach einer klaren Erzählstruktur zu planen und sprachlich passend zu gestalten.

  1. Märchenmerkmale: Du erkennst typische Merkmale wie Anfangsformel, Schlussformel, Magie, unbestimmte Orte, unbestimmte Zeiten und klare Gegensätze.
  2. Textanalyse: Du untersuchst Figuren, Aufgaben, Prüfungen und Wendepunkte in einem Märchen.
  3. Erzählstruktur: Du beschreibst den Weg von Ausgangssituation über Konflikt und Prüfung bis zur Lösung.
  4. Schreibkompetenz: Du planst und schreibst ein eigenes Märchen mit passenden sprachlichen Mitteln.
  5. Reflexion: Du beurteilst, ob ein Text überzeugend als Märchen funktioniert.


Was ist ein Märchen?

Ein Märchen ist eine kurze erzählende Textform, in der häufig wunderbare, fantastische oder übernatürliche Ereignisse vorkommen. Viele Märchen spielen an Orten, die nicht genau festgelegt sind: ein Wald, ein Schloss, ein Königreich, eine Hütte oder ein Brunnen. Auch die Zeit bleibt oft unbestimmt. Deshalb beginnen viele Märchen mit Formulierungen wie „Es war einmal“. Dadurch wird deutlich: Die Geschichte gehört nicht zu einem genau datierbaren historischen Ereignis, sondern zu einer besonderen Erzählwelt.

Besonders bekannt sind Volksmärchen, die lange mündlich weitererzählt wurden, bevor sie gesammelt und aufgeschrieben wurden. Im deutschen Sprachraum sind die Brüder Grimm wichtig, weil sie viele Erzählungen in den Kinder- und Hausmärchen gesammelt und bearbeitet haben. Daneben gibt es Kunstmärchen, die von bekannten Autorinnen oder Autoren bewusst als literarische Texte verfasst wurden, zum Beispiel von Hans Christian Andersen.

Märchen sind für den Unterricht besonders geeignet, weil sie klare Erzählmuster besitzen. Genau hier hilft die Märchen-Formel: Sie macht sichtbar, was viele Märchen gemeinsam haben.


Die Märchen-Formel als Bauplan

Die Märchen-Formel beschreibt typische Bausteine, die in vielen Märchen vorkommen. Sie hilft Dir beim Lesen, Analysieren und Schreiben. Du kannst sie Dir wie einen roten Faden vorstellen: Nicht jedes Märchen enthält alle Bausteine in derselben Form, aber viele Märchen folgen einem ähnlichen Weg.

Baustein Leitfrage Wirkung im Märchen
Anfangsformel Wie wird die Märchenwelt eröffnet? Die Lesenden treten in eine unbestimmte Erzählwelt ein.
Ausgangssituation Wer steht am Anfang im Mittelpunkt? Die Hauptfigur und ihre Lebenslage werden eingeführt.
Konflikt Welches Problem muss gelöst werden? Die Handlung kommt in Bewegung.
Auftrag Was muss die Hauptfigur tun? Die Hauptfigur bekommt ein Ziel.
Prüfung Welche Schwierigkeit muss überwunden werden? Spannung entsteht, weil die Aufgabe schwer erscheint.
Helferfigur Wer unterstützt die Hauptfigur? Die Hauptfigur erhält Rat, Schutz oder ein magisches Mittel.
Gegenspieler Wer oder was stellt sich der Hauptfigur entgegen? Der Gegensatz von Gut und Böse wird sichtbar.
Lösung Wie wird der Konflikt beendet? Die Ordnung wird wiederhergestellt.
Schlussformel Wie endet die Geschichte? Das Märchen wird abgerundet und abgeschlossen.


Die Formel in Kurzform

Für die Arbeit in Klasse 5 und 6 kannst Du die Märchen-Formel besonders einfach merken:

  1. Märchenanfang: Eine unbestimmte Zeit und ein besonderer Ort öffnen die Geschichte.
  2. Hauptfigur: Eine Figur hat ein Problem, einen Wunsch oder eine Aufgabe.
  3. Aufbruch: Die Figur verlässt ihre vertraute Welt oder muss handeln.
  4. Prüfung: Die Figur begegnet Hindernissen, Rätseln, Gefahren oder Gegnern.
  5. Hilfe: Eine gute Tat, ein kluger Rat oder ein Zaubermittel hilft weiter.
  6. Wendepunkt: Die entscheidende Prüfung wird bestanden.
  7. Märchenende: Das Gute siegt, das Böse wird bestraft oder die Ordnung wird wiederhergestellt.

Diese Formel eignet sich auch als Schreibplan. Wenn Du ein eigenes Märchen schreibst, kannst Du zu jedem Schritt Stichwörter sammeln.


Typische Merkmale von Märchen


Unbestimmte Zeit und unbestimmter Ort

Märchen spielen oft in einer unbestimmten Zeit. Formulierungen wie „Es war einmal“ oder „Vor langer, langer Zeit“ verraten nicht, wann genau die Handlung stattfindet. Auch Orte bleiben häufig allgemein: ein Wald, ein Schloss, ein Dorf, ein Turm, ein Brunnen oder ein fernes Königreich. Das macht Märchen zeitlos. Du kannst sie lesen, ohne genau wissen zu müssen, in welchem Jahr oder Land sie spielen.


Klare Gegensätze

In vielen Märchen gibt es starke Gegensätze: gut und böse, arm und reich, schön und hässlich, klug und töricht, mutig und feige. Diese Gegensätze machen die Handlung leicht verständlich. Sie zeigen, wofür Figuren stehen. Eine Figur kann zum Beispiel Hilfsbereitschaft, Neid, Mut, Habgier oder Treue verkörpern.


Magie und Wunderbares

Ein wichtiges Merkmal ist das Wunderbare. In Märchen können Tiere sprechen, Hexen zaubern, Gegenstände helfen, Tote wieder lebendig werden oder Menschen verwandelt werden. In der Märchenwelt wird das Wunderbare meist nicht lange erklärt. Es gehört einfach dazu. Genau dadurch entsteht die besondere Atmosphäre des Märchens.


Wiederholungen und Zahlen

Märchen verwenden oft Wiederholungen. Eine Aufgabe muss dreimal versucht werden, drei Brüder ziehen nacheinander los oder eine Figur begegnet mehreren Prüfungen. Häufige Märchenzahlen sind drei, sieben und zwölf. Solche Wiederholungen helfen beim Erinnern und Weitererzählen. Sie erzeugen außerdem Spannung, weil die Lesenden erwarten, was beim nächsten Versuch passiert.


Sprache im Märchen

Die Sprache vieler Märchen ist klar, bildhaft und gut verständlich. Häufig findest Du kurze Sätze, wörtliche Rede, feste Formulierungen und das Präteritum. Typische Verben sind zum Beispiel ging, sprach, kam, fand, sah und nahm. Auch Zauberformeln, Reime oder Sprüche können vorkommen. Sie machen die Märchensprache einprägsam.


Figuren in der Märchen-Formel


Hauptfigur

Die Hauptfigur steht im Mittelpunkt. Sie ist oft jung, arm, ungerecht behandelt oder zunächst scheinbar schwach. Trotzdem besitzt sie wichtige Eigenschaften: Mut, Hilfsbereitschaft, Treue, Geduld oder Klugheit. Im Verlauf des Märchens muss sie sich bewähren. Die Hauptfigur wird nicht immer ausführlich beschrieben. Viel wichtiger ist, was sie tut und wie sie auf Prüfungen reagiert.


Helferfigur

Eine Helferfigur unterstützt die Hauptfigur. Das kann ein Tier, eine alte Frau, ein Zwerg, eine Fee, ein verstorbener Elternteil, ein sprechender Gegenstand oder eine andere magische Kraft sein. Häufig hilft die Helferfigur erst, nachdem die Hauptfigur freundlich, bescheiden oder hilfsbereit gehandelt hat. So zeigt das Märchen: Gutes Verhalten kann gute Folgen haben.


Gegenspieler

Der Gegenspieler oder die Gegenspielerin erzeugt Gefahr. Das kann eine Hexe, ein Wolf, ein Riese, eine böse Stiefmutter, ein neidischer Bruder oder eine andere bedrohliche Figur sein. Der Gegenspieler stellt die Hauptfigur auf die Probe. Am Ende wird er oft bestraft, entlarvt oder überwunden.


Nebenfiguren und Märchenrollen

Viele Märchenfiguren sind keine realistischen Personen mit vielen Eigenschaften, sondern erfüllen bestimmte Rollen. Eine Königstochter kann für ein Ziel stehen, ein König für Macht, ein armer Holzfäller für Not, ein Fuchs für Klugheit oder eine Hexe für Gefahr. Für die Analyse ist deshalb wichtig: Frage nicht nur, wer eine Figur ist, sondern auch, welche Funktion sie in der Handlung hat.


Aufbau eines Märchens


Anfang

Am Anfang wird die Märchenwelt eröffnet. Du erfährst, wer die Hauptfigur ist und in welcher Lage sie sich befindet. Oft gibt es bereits einen Mangel: Jemand ist arm, einsam, verzaubert, gefangen, hungrig oder ungerecht behandelt. Dieser Mangel ist der Grund dafür, dass die Handlung beginnt.


Hauptteil

Im Hauptteil muss die Hauptfigur handeln. Sie erhält einen Auftrag, geht auf eine Reise, betritt einen gefährlichen Ort oder muss eine Prüfung bestehen. Hier begegnet sie Helfern und Gegnern. Der Hauptteil ist der spannendste Teil, weil sich entscheidet, ob die Hauptfigur scheitert oder Erfolg hat.


Schluss

Am Schluss wird der Konflikt gelöst. Das Gute siegt, eine gerechte Ordnung entsteht, eine Figur wird belohnt oder eine böse Tat wird bestraft. Viele Märchen enden mit einer Schlussformel. Dadurch wirkt die Geschichte abgeschlossen. Für den Deutschunterricht ist wichtig: Ein Märchenschluss sollte nicht zufällig wirken, sondern zur vorherigen Handlung passen.


Märchen analysieren

Wenn Du ein Märchen untersuchst, kannst Du die Märchen-Formel als Analysehilfe nutzen. Arbeite Schritt für Schritt und belege Deine Beobachtungen mit Textstellen.

  1. Anfangsformel: Prüfe, ob das Märchen mit einer typischen Formel oder einer unbestimmten Zeit beginnt.
  2. Ort: Beschreibe, ob der Ort genau oder allgemein bleibt.
  3. Hauptfigur: Erkläre, welches Problem, welchen Wunsch oder welche Aufgabe die Hauptfigur hat.
  4. Konflikt: Bestimme, wodurch die Schwierigkeit entsteht.
  5. Prüfung: Untersuche, welche Aufgaben oder Gefahren bewältigt werden müssen.
  6. Helferfigur: Erkläre, wer hilft und warum diese Hilfe wichtig ist.
  7. Magie: Suche nach Zauber, Verwandlung, sprechenden Tieren oder wunderbaren Gegenständen.
  8. Wendepunkt: Finde die Stelle, an der sich entscheidet, ob die Hauptfigur Erfolg hat.
  9. Schluss: Beschreibe, wie die Ordnung wiederhergestellt wird.
  10. Aussage: Überlege, welche Werte oder Botschaften das Märchen vermittelt.


Märchen schreiben


Vom Schreibplan zum Märchen

Wenn Du ein eigenes Märchen schreiben möchtest, hilft Dir ein Schreibplan. Plane zuerst die Handlung, bevor Du ausformulierst. Das verhindert, dass die Geschichte beliebig wird. Die Märchen-Formel kann Dein Planungsbogen sein.

Planungspunkt Beispiel
Hauptfigur Ein armes Mädchen, ein mutiger Junge, ein jüngstes Geschwisterkind oder ein verstoßener Prinz
Mangel Ein Dorf hat kein Wasser, ein Königreich ist verzaubert oder eine Familie ist in Not
Auftrag Die Hauptfigur soll einen Schlüssel, eine Blume, ein Heilmittel oder einen verlorenen Namen finden
Prüfung Ein Rätsel, ein gefährlicher Wald, ein falscher Freund oder eine verbotene Tür
Helfer Ein Tier, eine alte Frau, ein sprechender Baum oder ein unscheinbarer Gegenstand
Zaubermittel Ein Ring, eine Feder, ein Tuch, ein Spiegel oder ein Stein
Ende Der Zauber wird gelöst, die Wahrheit kommt ans Licht oder die Hauptfigur findet ein neues Zuhause


Sprachliche Tipps

Schreibe Dein Märchen meistens im Präteritum. Nutze passende Anfangs- und Schlussformeln. Verwende wörtliche Rede, damit Figuren lebendig wirken. Wiederhole wichtige Formulierungen bewusst, zum Beispiel bei drei Prüfungen. Achte darauf, dass die Magie zur Handlung passt. Ein Zaubermittel sollte nicht einfach alle Probleme sofort lösen, sondern die Hauptfigur sinnvoll unterstützen.


Beispiel einer Märchen-Formel

Ein mögliches Märchen könnte so geplant werden:

  1. Anfang: Vor langer Zeit liegt ein Dorf am Rand eines dunklen Waldes.
  2. Mangel: Der Brunnen des Dorfes ist versiegt.
  3. Hauptfigur: Die jüngste Tochter des Müllers will Wasser finden.
  4. Auftrag: Sie muss den gläsernen Schlüssel aus dem Berg holen.
  5. Prüfung: Drei Tore versperren ihr den Weg.
  6. Hilfe: Ein Fuchs hilft ihr, weil sie ihn zuvor aus einer Falle befreit hat.
  7. Lösung: Mit dem Schlüssel öffnet sie die Quelle.
  8. Ende: Das Dorf wird gerettet, und die Müllerstochter wird als kluge Retterin geehrt.

Aus diesem Plan kann ein vollständiges Märchen entstehen. Wichtig ist, dass jede Station der Formel eine Funktion hat. Die Prüfungen sollen zur Hauptfigur passen. Die Hilfe soll vorbereitet werden. Das Ende soll zeigen, warum sich Mut, Hilfsbereitschaft oder Klugheit gelohnt haben.


Häufige Fehler beim Schreiben von Märchen

Beim Schreiben eigener Märchen passieren oft ähnliche Fehler. Manche Texte beginnen wie ein Märchen, werden dann aber zu einer modernen Alltagsgeschichte. Andere Texte enthalten zwar Zauber, aber keine klare Aufgabe. Wieder andere lösen den Konflikt zu schnell. Achte deshalb besonders auf diese Punkte:

  1. Märchenwelt: Vermeide zu viele moderne Einzelheiten wie Smartphones, Autos oder soziale Medien, wenn Du ein klassisches Märchen schreiben willst.
  2. Handlungslogik: Achte darauf, dass die Prüfungen zum Ziel der Hauptfigur passen.
  3. Figurenfunktion: Jede wichtige Figur sollte eine Aufgabe in der Handlung haben.
  4. Spannung: Lass die Hauptfigur nicht sofort gewinnen, sondern baue Hindernisse ein.
  5. Sprache: Nutze märchentypische Formulierungen, aber schreibe trotzdem verständlich.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was meint die Märchen-Formel im Deutschunterricht? (Einen Bauplan aus typischen Märchenbausteinen) (!Eine mathematische Rechnung mit Märchenzahlen) (!Eine Liste aller Märchen der Welt) (!Eine Regel für Gedichte)




Welche Formulierung ist eine typische Anfangsformel im Märchen? (Es war einmal) (!Gestern um halb acht) (!Sehr geehrte Damen und Herren) (!Laut Bericht der Polizei)




Welche Zeitform wird in klassischen Märchenerzählungen häufig verwendet? (Präteritum) (!Futur) (!Plusquamperfekt als einzige Zeitform) (!Imperativ)




Welche Figur unterstützt die Hauptfigur häufig bei einer schweren Aufgabe? (Helferfigur) (!Berichterstatter) (!Zuschauer) (!Werbefigur)




Was ist typisch für Zeit und Ort in vielen Märchen? (Sie bleiben meist unbestimmt) (!Sie werden immer mit Straßennamen genannt) (!Sie werden exakt mit Datum angegeben) (!Sie wechseln in jeder Zeile)




Welche Zahl kommt in Märchen besonders häufig vor? (Drei) (!Neunzehn) (!Zweiundvierzig) (!Einundachtzig)




Was gehört oft zum Hauptteil eines Märchens? (Prüfungen und Aufgaben) (!Ein Quellenverzeichnis) (!Eine Wettervorhersage) (!Eine Gebrauchsanweisung)




Warum sind Märchenfiguren oft einfach gezeichnet? (Sie verkörpern klare Eigenschaften) (!Sie sollen wie Sachtexte wirken) (!Sie haben nie eine Aufgabe) (!Sie dürfen nicht sprechen)




Welche Aufgabe hat eine Schlussformel häufig? (Sie rundet die Märchenwelt ab) (!Sie ersetzt die Hauptfigur) (!Sie erklärt alle Fremdwörter) (!Sie beginnt eine neue Einleitung)




Was ist beim Schreiben eines eigenen Märchens wichtig? (Die Zauberelemente müssen zur Handlung passen) (!Die Handlung darf kein Ziel haben) (!Alle Figuren müssen moderne Berufe haben) (!Das Ende muss mitten im Satz abbrechen)





Memory

Anfangsformel Einstieg in die Märchenwelt
Prüfung Aufgabe der Hauptfigur
Helferfigur Unterstützung in der Not
Zaubergegenstand Magisches Mittel
Gegenspieler Hindernis für das Gute
Schlussformel Rückkehr in die Ordnung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Ausgangslage Am Anfang wird ein Mangel sichtbar
Aufbruch Die Hauptfigur verlässt das Gewohnte
Prüfung Eine schwere Aufgabe muss gelöst werden
Hilfe Eine Figur oder ein Zaubermittel unterstützt
Lösung Das Gute siegt und Ordnung entsteht




...


Kreuzworträtsel

Formel Wie nennt man einen wiederkehrenden sprachlichen Anfang oder Schluss?
Zauber Welches übernatürliche Element verändert im Märchen oft die Handlung?
Prüfung Wie heißt eine schwierige Aufgabe der Hauptfigur?
Helfer Welche Figur unterstützt die Hauptfigur?
Gegner Welche Figur stellt sich der Hauptfigur entgegen?
Belohnung Was erhält die Hauptfigur häufig nach bestandener Aufgabe?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein Märchen beginnt oft mit einer

und führt in eine unbestimmte Erzählwelt. Die Hauptfigur hat meist ein Problem oder einen

. Im Hauptteil muss sie eine schwere

bestehen. Häufig erhält sie Hilfe durch eine

. Ein besonderes Merkmal vieler Märchen ist die

. Am Ende siegt oft das

. Eine passende

rundet die Geschichte ab.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Märchenmerkmale: Lies ein kurzes Märchen und markiere mindestens fünf typische Merkmale mit unterschiedlichen Farben.
  2. Anfangsformel: Sammle fünf Anfangsformeln und fünf Schlussformeln und erkläre, welche Wirkung sie haben.
  3. Figurenkarte: Erstelle eine Steckbriefkarte zu einer Märchenfigur mit Eigenschaften, Aufgabe und Bedeutung für die Handlung.
  4. Märchenort: Zeichne einen typischen Märchenort und beschrifte ihn mit passenden Begriffen wie Wald, Schloss, Hütte, Brunnen oder Turm.


Standard

  1. Märchenanalyse: Untersuche ein bekanntes Märchen mit der Märchen-Formel und schreibe zu jedem Baustein zwei bis drei Sätze.
  2. Schaubild: Erstelle ein übersichtliches Schaubild zur Märchen-Formel und ergänze eigene Beispiele.
  3. Wörtliche Rede: Schreibe eine kurze Dialogszene zwischen Hauptfigur und Helferfigur mit korrekten Satzzeichen.
  4. Textvergleich: Vergleiche ein Märchen mit einer modernen Fantasygeschichte und erkläre Gemeinsamkeiten und Unterschiede.


Schwer

  1. Eigenes Märchen: Plane und schreibe ein eigenes Märchen mit Anfangsformel, drei Prüfungen, Helferfigur, Zaubermittel und Schlussformel.
  2. Märchenfilm: Drehe in einer Gruppe einen kurzen Märchenfilm oder ein Erklärvideo zur Märchen-Formel.
  3. Interview: Befrage ältere Familienmitglieder oder Personen in Deiner Umgebung zu Märchen, die sie aus ihrer Kindheit kennen, und werte die Antworten aus.
  4. Märchenwerkstatt: Überarbeite ein selbst geschriebenes Märchen mithilfe einer Checkliste und erkläre schriftlich, welche Änderungen den Text verbessert haben.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Analysekompetenz: Erkläre an einem unbekannten Märchen, welche Bausteine der Märchen-Formel vorhanden sind und welche fehlen.
  2. Transfer: Übertrage die Märchen-Formel auf eine moderne Geschichte und beurteile, ob diese Geschichte dadurch märchenhafte Züge erhält.
  3. Begründung: Entscheide, ob ein kurzer Text ein Märchen ist, und begründe Deine Entscheidung mit mindestens vier Merkmalen.
  4. Schreibplanung: Entwickle aus drei vorgegebenen Figuren einen Märchenplan mit Konflikt, Prüfung, Hilfe und Lösung.
  5. Reflexion: Erkläre, warum klare Gegensätze wie gut und böse in Märchen häufig verwendet werden und welche Wirkung sie auf Leserinnen und Leser haben.


Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis erstellst Du ein kleines Portfolio. Es soll zeigen, dass Du die Märchen-Formel verstanden hast und anwenden kannst. Dein Portfolio enthält keine externen Medien, sondern eigene Texte, Analysen und Reflexionen.

  1. Analysebogen: Fülle zu einem Märchen Deiner Wahl einen Analysebogen mit allen Bausteinen der Märchen-Formel aus.
  2. Schreibplan: Erstelle einen Plan für ein eigenes Märchen mit Hauptfigur, Problem, Prüfungen, Helferfigur, Zaubermittel und Schluss.
  3. Märchentext: Schreibe Dein eigenes Märchen vollständig aus und achte auf märchentypische Sprache.
  4. Überarbeitung: Markiere in Deinem Text mindestens fünf Stellen, die Du verbessert hast, und begründe Deine Änderungen.
  5. Selbstreflexion: Erkläre, welcher Baustein der Märchen-Formel Dir beim Schreiben am meisten geholfen hat.




OERs zum Thema



Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>