5-Schritt-Lesemethode Deutschunterricht Klasse 5 und 6


5-Schritt-Lesemethode Deutschunterricht Klasse 5 und 6
Einleitung
Die 5-Schritt-Lesemethode ist eine einfache und wirkungsvolle Lesestrategie, mit der Du Sachtexte, Informationstexte, Erzähltexte und Aufgabenstellungen besser verstehen kannst. Sie eignet sich besonders für den Deutschunterricht in Klasse 5 und Klasse 6, weil sie Dir zeigt, wie Du nicht nur schneller liest, sondern vor allem bewusster, genauer und selbstständiger arbeitest.
Beim Lesen geht es nicht nur darum, Wörter hintereinander zu entziffern. Du musst herausfinden, worum es im Text geht, welche Informationen wichtig sind, welche Begriffe Du klären musst und wie Du das Gelesene in eigenen Worten erklären kannst. Genau dabei hilft Dir die 5-Schritt-Lesemethode. Sie führt Dich Schritt für Schritt vom ersten Überblick bis zur eigenen Zusammenfassung.
Die Methode wird in der Schule häufig bei Sachtexten eingesetzt, zum Beispiel in Deutsch, Geschichte, Geographie, Biologie oder Politischer Bildung. Du kannst sie aber auch verwenden, wenn Du eine Klassenarbeit vorbereitest, einen Wikipedia-Artikel verstehst, ein Kapitel im Schulbuch bearbeitest oder für ein Referat Informationen sammelst.
Medien

Das Bild zeigt eine gemeinsame Lesesituation im Unterricht. Genau solche Situationen sind wichtig, damit Du Lesestrategien nicht nur erklärt bekommst, sondern sie selbst ausprobierst, vergleichst und verbesserst.
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Arbeitsauftrag zum Video: Schau Dir das Video aufmerksam an. Notiere anschließend die fünf Schritte der Methode in Deinen eigenen Worten. Vergleiche Deine Notizen mit der Übersicht in diesem aiMOOC und ergänze, was Dir noch fehlt.
Was bedeutet Lesemethode?
Eine Lesemethode ist ein geordnetes Vorgehen beim Lesen. Sie sagt Dir nicht, was in einem Text steht, sondern wie Du den Text sinnvoll bearbeitest. Eine gute Lesemethode hilft Dir, den Text zu überblicken, Fragen zu entwickeln, wichtige Stellen zu finden, schwierige Wörter zu klären und die Hauptaussagen zu sichern.
Die 5-Schritt-Lesemethode gehört zu den Lesestrategien. Eine Lesestrategie ist ein Werkzeug für Deinen Kopf. So wie Du beim Zeichnen ein Lineal oder beim Rechnen einen Rechenweg verwendest, nutzt Du beim Lesen eine Strategie, damit Du zielgerichtet arbeitest.
Warum reicht einfaches Durchlesen oft nicht aus?
Viele Lernende lesen einen Text einmal von Anfang bis Ende und denken danach: „Ich habe ihn gelesen, also müsste ich ihn verstanden haben.“ Das stimmt aber nicht immer. Gerade Sachtexte enthalten oft Fachbegriffe, Beispiele, Begründungen, Zahlen, Abschnitte und versteckte Zusammenhänge. Wenn Du nur einmal schnell liest, bleiben wichtige Informationen leicht unbemerkt.
Die 5-Schritt-Lesemethode zwingt Dich nicht zum langsamen Lesen, sondern zum bewussten Lesen. Du liest mit einem Ziel. Du prüfst, was wichtig ist. Du arbeitest aktiv mit dem Text. Dadurch kannst Du später besser erklären, was Du gelesen hast.
Für welche Texte eignet sich die Methode?
Die Methode eignet sich besonders für Texte, die Informationen vermitteln. Dazu gehören Sachtexte, Schulbuchkapitel, Lexikonartikel, Zeitungsartikel, Berichte, Erklärtexte und kurze wissenschaftliche Texte. Bei Erzählungen oder Gedichten kann sie ebenfalls helfen, muss aber manchmal angepasst werden, weil dort Figuren, Handlung, Stimmung, Sprache und Deutung eine größere Rolle spielen.
In Klasse 5 und Klasse 6 ist die Methode besonders nützlich, weil viele Texte länger werden als in der Grundschule. Außerdem kommen mehr Fachbegriffe vor. Du lernst daher nicht nur Lesen, sondern auch selbstständiges Lernen.
Die fünf Schritte im Überblick
Es gibt leicht unterschiedliche Fassungen der 5-Schritt-Lesemethode. Im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 ist folgende Fassung besonders gut geeignet, weil sie verständlich und praktisch ist.
| Schritt | Name | Ziel | Leitfrage |
|---|---|---|---|
| Schritt 1 | Überfliegen und Überblick verschaffen | Du erkennst Thema, Textsorte und Aufbau. | Worum könnte es in diesem Text gehen? |
| Schritt 2 | Fragen an den Text stellen | Du liest mit einem klaren Auftrag. | Was möchte ich nach dem Lesen wissen? |
| Schritt 3 | Gründlich lesen und Unklares klären | Du verstehst Inhalt, Wörter und Zusammenhänge. | Welche Informationen liefert der Text? |
| Schritt 4 | Wichtiges markieren und Sinnabschnitte bilden | Du unterscheidest Wichtiges von weniger Wichtigem. | Welche Stellen tragen die Hauptaussage? |
| Schritt 5 | Zusammenfassen und wiederholen | Du sicherst die Hauptaussagen in eigenen Worten. | Kann ich den Text jemand anderem erklären? |
Schritt 1: Überblick verschaffen
Beim ersten Schritt liest Du den Text noch nicht vollständig. Du verschaffst Dir zuerst einen Überblick. Das nennt man auch überfliegendes Lesen oder Skimming. Du schaust Dir die äußeren Merkmale des Textes an: Überschrift, Zwischenüberschriften, Bilder, Bildunterschriften, Absätze, fett gedruckte Wörter, Textlänge und Quelle.
So erkennst Du schon vor dem genauen Lesen, welches Thema der Text behandelt. Du kannst auch einschätzen, ob es sich um einen Sachtext, eine Erzählung, einen Bericht, eine Beschreibung oder eine Anleitung handelt. Das ist wichtig, weil verschiedene Textsorten unterschiedlich gelesen werden.
Beispiel: Wenn die Überschrift „Warum Bienen wichtig sind“ lautet, weißt Du noch nicht jedes Detail. Du kannst aber vermuten, dass es um Bienen, Bestäubung, Natur und vielleicht um Umweltschutz geht. Dein Gehirn bereitet sich auf das Thema vor.
Das solltest Du in Schritt 1 tun
- Überschrift: Lies die Überschrift und überlege, welches Thema angekündigt wird.
- Zwischenüberschriften: Achte auf Abschnitte und erkenne den Aufbau des Textes.
- Bilder: Schaue Dir Bilder, Tabellen oder Grafiken an, wenn sie vorhanden sind.
- Fachbegriffe: Suche auffällige Begriffe, die vielleicht wichtig werden.
- Vorwissen: Überlege, was Du schon über das Thema weißt.
Schritt 2: Fragen an den Text stellen
Im zweiten Schritt formulierst Du Fragen. Das klingt zunächst ungewohnt, ist aber sehr hilfreich. Fragen machen aus passivem Lesen aktives Lesen. Du suchst dann beim Lesen nach Antworten.
Gute Fragen beginnen oft mit W-Fragewörtern: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie? Welche Folgen? Welche Gründe? Welche Beispiele? In Klasse 5 und Klasse 6 reichen kurze, klare Fragen. Wichtig ist, dass Du sie wirklich aus dem Titel, den Zwischenüberschriften und Deinem Vorwissen ableitest.
Beispiel: Zu einem Text mit der Überschrift „Plastik im Meer“ könntest Du fragen: Woher kommt Plastik im Meer? Warum ist Plastik für Tiere gefährlich? Was kann man dagegen tun?
Warum Fragen beim Lesen helfen
Fragen geben Deinem Lesen eine Richtung. Ohne Fragen liest Du manchmal alles gleich wichtig. Mit Fragen suchst Du gezielt nach Informationen. Du merkst außerdem schneller, ob ein Abschnitt eine wichtige Antwort enthält oder eher ein Beispiel ist.
Manchmal beantwortet ein Text nicht alle Fragen. Auch das ist eine Erkenntnis. Dann kannst Du notieren: „Diese Frage bleibt offen.“ Für ein Referat oder eine Recherche weißt Du dann, wonach Du weiter suchen musst.
Schritt 3: Gründlich lesen und Unklares klären
Im dritten Schritt liest Du den Text genau. Jetzt geht es um Textverständnis. Du liest Satz für Satz und achtest darauf, ob Du die Aussagen wirklich verstehst. Wenn Du ein Wort nicht kennst, markierst Du es zuerst leicht oder notierst es am Rand. Danach klärst Du die Bedeutung mit dem Zusammenhang, mit einem Wörterbuch, mit einem Lexikon, mit einer Lehrkraft oder mit Mitschülerinnen und Mitschülern.
Beim gründlichen Lesen solltest Du nicht jeden schwierigen Satz sofort überspringen. Lies ihn noch einmal. Suche das Prädikat, also die Handlung im Satz. Prüfe, worauf sich Pronomen wie „er“, „sie“, „es“, „dieser“ oder „dort“ beziehen. Gerade solche kleinen Wörter sind wichtig für den Zusammenhang.
Genau lesen heißt nicht alles auswendig lernen
Gründliches Lesen bedeutet nicht, dass Du jeden Satz auswendig können musst. Du sollst verstehen, welche Informationen der Text gibt und wie sie zusammenhängen. Dabei helfen Dir Deine Fragen aus Schritt 2. Wenn ein Abschnitt eine Deiner Fragen beantwortet, notierst Du eine kurze Randbemerkung.
Ein sinnvoller Merksatz lautet: Erst verstehen, dann markieren. Wer sofort alles bunt markiert, ohne den Inhalt zu prüfen, hat am Ende oft einen Text voller Farben, aber keine klare Orientierung.
Schritt 4: Wichtiges markieren und Sinnabschnitte bilden
Im vierten Schritt entscheidest Du, was wirklich wichtig ist. Du markierst Schlüsselwörter, zentrale Aussagen und besonders wichtige Beispiele. Markieren bedeutet nicht, möglichst viel Farbe zu verwenden. Eine gute Markierung ist sparsam, klar und sinnvoll.
Ein Schlüsselwort ist ein Wort, das für den Inhalt besonders wichtig ist. In einem Text über Vulkane wären zum Beispiel „Magma“, „Krater“, „Lava“, „Ausbruch“ und „Erdkruste“ mögliche Schlüsselwörter. Eine zentrale Aussage ist ein Satz, der einen wichtigen Gedanken erklärt.
Außerdem teilst Du den Text in Sinnabschnitte ein. Ein Sinnabschnitt besteht aus Sätzen, die zu einem gemeinsamen Teilthema gehören. Für jeden Sinnabschnitt kannst Du eine kurze Überschrift finden.
Gute Markierungen erkennen
Eine gute Markierung hilft Dir später beim Wiederholen. Wenn Du nur die markierten Stellen liest, solltest Du den roten Faden des Textes wiedererkennen. Wenn fast jeder Satz markiert ist, musst Du noch stärker auswählen. Wenn gar nichts markiert ist, hast Du die wichtigsten Stellen vielleicht noch nicht gefunden.
Nutze am Anfang höchstens zwei Farben. Eine Farbe kann für Schlüsselwörter stehen, eine andere für Hauptaussagen. Zu viele Farben verwirren, besonders wenn Du noch übst.
Schritt 5: Zusammenfassen und wiederholen
Im fünften Schritt formulierst Du die wichtigsten Inhalte in eigenen Worten. Das ist der wichtigste Schritt für das langfristige Lernen. Wenn Du einen Text nur abschreibst, weißt Du noch nicht sicher, ob Du ihn verstanden hast. Wenn Du ihn aber mit eigenen Worten erklären kannst, hast Du den Inhalt verarbeitet.
Eine gute Zusammenfassung ist kürzer als der Originaltext. Sie enthält keine unwichtigen Einzelheiten. Sie beantwortet die wichtigsten Fragen und zeigt die Zusammenhänge. In Klasse 5 und Klasse 6 kannst Du mit drei bis fünf Sätzen beginnen. Bei längeren Texten können es mehr Sätze sein.
So formulierst Du Hauptaussagen
Eine Hauptaussage beschreibt den wichtigsten Gedanken eines Textes oder Abschnitts. Sie ist nicht einfach ein einzelnes Stichwort. Sie ist auch nicht jedes kleine Detail. Eine Hauptaussage verbindet Thema und Aussage.
Beispiel für ein Stichwort: Bienen.
Besser als Hauptaussage: Bienen sind wichtig, weil sie viele Pflanzen bestäuben und dadurch zur Entstehung von Obst und Samen beitragen.
Beispiel: Einen Sachtext mit der Methode bearbeiten
Lies den folgenden kurzen Übungstext. Danach siehst Du, wie Du die fünf Schritte anwenden kannst.
Übungstext: Wasser sparen in der Schule
In vielen Schulen wird täglich viel Wasser verbraucht. Wasser wird zum Händewaschen, für Toiletten, in der Küche, beim Putzen und manchmal im Schulgarten benötigt. Obwohl Wasser in Deutschland meistens leicht verfügbar ist, sollte man sorgsam damit umgehen. Sauberes Trinkwasser muss gewonnen, gereinigt und verteilt werden. Das kostet Energie und Geld. Wenn Schülerinnen und Schüler tropfende Wasserhähne melden, beim Einseifen den Hahn zudrehen und Trinkflaschen statt Einwegflaschen verwenden, können sie im Schulalltag zum Wassersparen beitragen. Wichtig ist, dass alle mitmachen und verstehen, warum Wasser eine wertvolle Ressource ist.
Anwendung der fünf Schritte am Beispiel
| Schritt | Anwendung am Übungstext |
|---|---|
| Überblick verschaffen | Die Überschrift zeigt: Es geht um Wassersparen in der Schule. Der Text ist ein kurzer Sachtext. |
| Fragen stellen | Warum soll man Wasser sparen? Wo wird in der Schule Wasser verbraucht? Was können Schülerinnen und Schüler tun? |
| Genau lesen | Wichtige Informationen: Wasser wird an vielen Stellen gebraucht. Trinkwasser muss aufbereitet werden. Sparen schont Energie und Geld. |
| Markieren und gliedern | Mögliche Schlüsselwörter: Wasser, Schule, Trinkwasser, Energie, Geld, Wasserhähne, Ressource. |
| Zusammenfassen | Der Text erklärt, dass Schulen viel Wasser verbrauchen und dass Wassersparen sinnvoll ist, weil sauberes Trinkwasser aufbereitet werden muss. Schülerinnen und Schüler können durch einfache Handlungen helfen. |
Häufige Fehler und bessere Strategien
| Häufiger Fehler | Warum das problematisch ist | Bessere Strategie |
|---|---|---|
| Du liest sofort los, ohne die Überschrift zu beachten. | Du erkennst das Thema erst spät. | Verschaffe Dir zuerst einen Überblick. |
| Du markierst fast alles. | Markierungen helfen dann nicht mehr. | Markiere nur Schlüsselwörter und Hauptaussagen. |
| Du schreibst ganze Sätze ab. | Abschreiben ist nicht dasselbe wie Verstehen. | Formuliere mit eigenen Worten. |
| Du überspringst unbekannte Wörter immer. | Wichtige Begriffe bleiben unklar. | Kläre Wörter aus dem Zusammenhang oder mit einem Wörterbuch. |
| Du beantwortest nur Aufgaben, ohne den Text zu sichern. | Das Wissen bleibt nicht lange verfügbar. | Wiederhole die Hauptaussagen am Ende. |
Tipps für Klasse 5 und 6
In Klasse 5 ist es sinnvoll, die Schritte zunächst einzeln zu üben. Du kannst zum Beispiel eine Stunde lang nur Überschriften untersuchen, Fragen formulieren oder Schlüsselwörter finden. So wird jeder Teilschritt sicherer.
In Klasse 6 kannst Du die Methode stärker selbstständig anwenden. Du kannst längere Texte bearbeiten, eigene Randnotizen schreiben, Abschnitte benennen und Zusammenfassungen vergleichen. Besonders hilfreich ist Partnerarbeit: Eine Person erklärt den Text, die andere prüft, ob die fünf Schritte erkennbar sind.
Merksatz
Überblick gewinnen, Fragen stellen, genau lesen, Wichtiges sichern, in eigenen Worten zusammenfassen.
Dieser Merksatz fasst die Methode knapp zusammen. Du kannst ihn in Dein Heft schreiben oder als kleines Lernplakat gestalten.
Differenzierung
Nicht alle Lernenden brauchen die gleiche Unterstützung. Wenn Dir Lesen schwerfällt, kannst Du mit kürzeren Texten beginnen, Abschnitte nummerieren, schwierige Wörter vorab klären und mit einer Lesepartnerin oder einem Lesepartner arbeiten. Wenn Du schon sicher liest, kannst Du längere Texte bearbeiten, eigene Fragen entwickeln, verschiedene Quellen vergleichen und beurteilen, ob ein Text überzeugend aufgebaut ist.
Für Lernende mit Deutsch als Zweitsprache kann eine Wortliste vor dem Lesen helfen. Auch Bilder, Beispiele, Satzanfänge und gemeinsames lautes Denken sind nützlich. Wichtig ist, dass die Methode nicht als starres Schema verstanden wird, sondern als Hilfe beim Verstehen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das Hauptziel der 5-Schritt-Lesemethode? (Einen Text systematisch verstehen und sichern) (!Einen Text möglichst schnell abschreiben) (!Einen Text ohne Nachdenken auswendig lernen) (!Einen Text nur nach Bildern beurteilen)
Was machst Du im ersten Schritt der Methode? (Du verschaffst Dir einen Überblick) (!Du schreibst die Zusammenfassung) (!Du lernst alle Sätze auswendig) (!Du suchst sofort die längsten Wörter)
Warum stellst Du Fragen an einen Text? (Damit Du gezielt nach Antworten lesen kannst) (!Damit der Text länger wird) (!Damit Du nicht mehr lesen musst) (!Damit Du die Überschrift ersetzen kannst)
Was gehört zum gründlichen Lesen? (Unbekannte Wörter und schwierige Stellen klären) (!Alle Absätze überspringen) (!Nur den letzten Satz lesen) (!Die Seitenzahl markieren)
Was ist ein Schlüsselwort? (Ein besonders wichtiges Wort für den Inhalt) (!Ein Wort am Ende jeder Zeile) (!Ein besonders langes Wort) (!Ein Wort ohne Bedeutung)
Wie sollte man markieren? (Sparsam und sinnvoll) (!Jeden Satz vollständig) (!Nur mit möglichst vielen Farben) (!Ohne den Text vorher zu verstehen)
Was ist ein Sinnabschnitt? (Ein Textteil mit einem gemeinsamen Teilthema) (!Eine zufällige Zeile) (!Ein einzelner Buchstabe) (!Der Name der Schriftart)
Was ist beim Zusammenfassen besonders wichtig? (In eigenen Worten formulieren) (!Den ganzen Text abschreiben) (!Nur die Überschrift wiederholen) (!Alle unwichtigen Details sammeln)
Für welche Texte eignet sich die Methode besonders gut? (Für Sachtexte und Informationstexte) (!Nur für Einkaufszettel) (!Nur für Liedtexte) (!Nur für Comics ohne Text)
Was zeigt, dass Du einen Text verstanden hast? (Du kannst die Hauptaussagen erklären) (!Du hast viele Farben benutzt) (!Du hast den Text schnell umgeblättert) (!Du kennst nur den Titel)
Memory
| Überfliegen | erster Überblick |
| Fragen | Leseauftrag |
| Genaues Lesen | Inhalt erfassen |
| Markieren | Schlüsselstellen |
| Sinnabschnitt | Teilthema |
| Zusammenfassen | eigene Worte |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Überfliegen | Überblick gewinnen |
| Fragen stellen | Leseziel klären |
| Genau lesen | Inhalt verstehen |
| Markieren | Wichtiges sichern |
| Zusammenfassen | Hauptaussagen formulieren |
Kreuzworträtsel
| Ueberfliegen | Wie heißt das schnelle Lesen, bei dem Du Dir zuerst einen Überblick verschaffst? |
| Fragen | Was formulierst Du vor dem genauen Lesen, damit Du gezielt suchst? |
| Lesen | Welche Tätigkeit steht im Mittelpunkt der Methode? |
| Markieren | Was tust Du mit wichtigen Schlüsselstellen im Text? |
| Abschnitt | Wie heißt ein zusammengehöriger Teil eines Textes? |
| These | Wie nennt man eine knapp formulierte Hauptaussage? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lesetagebuch: Wähle einen kurzen Sachtext aus Deinem Deutschbuch und notiere nach dem ersten Überfliegen drei Vermutungen zum Inhalt.
- Fragen stellen: Formuliere zu einer Überschrift fünf Fragen, die der Text beantworten könnte.
- Schlüsselwort: Markiere in einem kurzen Text höchstens zehn Schlüsselwörter und erkläre, warum Du sie ausgewählt hast.
- Lernplakat: Gestalte ein kleines Plakat mit dem Merksatz der 5-Schritt-Lesemethode.
Standard
- Sinnabschnitt: Teile einen Sachtext in Sinnabschnitte ein und gib jedem Abschnitt eine passende Zwischenüberschrift.
- Zusammenfassung: Schreibe zu einem selbst gewählten Text eine Zusammenfassung in fünf Sätzen.
- Partnerarbeit: Bearbeite mit einer Partnerin oder einem Partner denselben Text und vergleicht Eure Markierungen.
- Wörterbucharbeit: Erstelle eine Wortliste mit schwierigen Begriffen aus einem Sachtext und erkläre die Begriffe in eigenen Worten.
Schwer
- Textvergleich: Vergleiche zwei Texte zum gleichen Thema und untersuche, welcher Text leichter zu verstehen ist.
- Erklärvideo: Drehe ein kurzes Video, in dem Du die 5-Schritt-Lesemethode mit einem Beispieltext erklärst.
- Unterrichtsmethode: Entwickle eine eigene Übungsstunde für jüngere Schülerinnen und Schüler, in der sie die Methode kennenlernen.
- Transfer: Wende die 5-Schritt-Lesemethode in einem anderen Fach an und beschreibe, welche Schritte dort besonders hilfreich waren.

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Lernkontrolle
- Textverständnis: Erkläre an einem unbekannten Sachtext, wie Dir die fünf Schritte helfen, die Hauptaussage zu erkennen.
- Lesestrategie: Begründe, warum Fragen vor dem Lesen das Textverständnis verbessern können.
- Markieren: Vergleiche zwei unterschiedlich markierte Texte und entscheide, welche Markierungen hilfreicher sind.
- Zusammenfassung: Schreibe eine Zusammenfassung und überarbeite sie so, dass keine unwichtigen Einzelheiten mehr enthalten sind.
- Transferleistung: Wende die Methode auf eine Aufgabenstellung in einem anderen Fach an und erkläre, welche Informationen Du dadurch besser verstanden hast.
- Reflexion: Beschreibe, welcher Schritt Dir leichtfällt, welcher Schritt Dir schwerfällt und wie Du Dich verbessern kannst.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis erstellst Du ein kleines Lesestrategie-Portfolio. Es enthält einen bearbeiteten Text, Deine Fragen an den Text, Deine Markierungen, Deine Sinnabschnitte, eine Zusammenfassung und eine kurze Reflexion. Die Reflexion beantwortet: Was hat Dir geholfen? Was war schwierig? Was möchtest Du beim nächsten Text besser machen?
- Portfolio: Sammle alle Arbeitsergebnisse zu einem Text übersichtlich auf zwei bis drei Seiten.
- Selbsteinschätzung: Bewerte Deine Anwendung der fünf Schritte mit einer kurzen Begründung.
- Feedback: Lass eine Mitschülerin oder einen Mitschüler Deine Zusammenfassung lesen und eine Rückmeldung geben.
- Überarbeitung: Verbessere Deine Zusammenfassung nach dem Feedback.
- Präsentation: Stelle der Klasse in zwei Minuten vor, welcher Schritt für Dich am wichtigsten war.
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