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Medienbildung im Deutschunterricht Klasse 5 und 6

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Medienbildung im Deutschunterricht Klasse 5 und 6




Einleitung

Medienbildung im Deutschunterricht der Klassen 5 und 6 hilft Dir, Medien nicht nur zu benutzen, sondern sie bewusst zu verstehen, kritisch zu prüfen und selbst kreativ zu gestalten. Dabei geht es um Bücher, Zeitschriften, Hörtexte, Filme, Webseiten, Suchmaschinen, Lernplattformen, Chats, soziale Medien, Podcasts, Präsentationen und digitale Texte. Im Fach Deutsch passt Medienbildung besonders gut, weil Du hier ohnehin lernst, genau zu lesen, verständlich zu schreiben, zuzuhören, zu sprechen, zu präsentieren und die Wirkung von Sprache zu untersuchen.

Dieser aiMOOC orientiert sich an zentralen Kompetenzfeldern der Medienbildung: Information und Wissen, Kommunikation und Kooperation, Produktion und Präsentation, Medienanalyse, Mediengesellschaft, Datenschutz, Jugendmedienschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht. Für Klasse 5 und 6 bedeutet das: Du lernst, Informationen zu suchen, Quellen zu prüfen, Texte und Medienangebote zu verstehen, eigene Medienprodukte zu gestalten und verantwortungsvoll mit Daten, Bildern und Sprache umzugehen.

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Was bedeutet Medienbildung?

Medienbildung bedeutet, dass Du lernst, mit Medien selbstständig, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll umzugehen. Ein Medium ist ein Mittel, mit dem Informationen, Geschichten, Bilder, Töne oder Meinungen weitergegeben werden. Ein gedrucktes Buch ist also ebenso ein Medium wie eine Webseite, ein Video, ein Podcast, ein Chat oder ein digitales Lernspiel.

Im Alltag begegnen Dir Medien überall. Du liest vielleicht Nachrichten auf dem Smartphone, schaust Erklärvideos, hörst Musik, nutzt Messenger, spielst digitale Spiele oder suchst Informationen für die Schule. Medien können informieren, unterhalten, beeinflussen, ablenken, verbinden oder auch täuschen. Darum ist es wichtig, dass Du nicht alles sofort glaubst, was Du siehst oder liest. Medienbildung hilft Dir, Fragen zu stellen: Wer hat diese Information veröffentlicht? Was soll ich denken oder tun? Ist die Quelle vertrauenswürdig? Welche Wirkung haben Bilder, Musik, Überschriften oder besondere Wörter?


Medienkompetenz als Ziel

Medienkompetenz ist die Fähigkeit, Medien sinnvoll zu nutzen, Inhalte kritisch zu verstehen und eigene Beiträge verantwortungsvoll zu gestalten. Dazu gehören vier wichtige Bereiche:

  1. Mediennutzung: Du kannst Medien passend auswählen und sicher bedienen.
  2. Medienkunde: Du verstehst, wie Medien funktionieren und welche Regeln gelten.
  3. Medienkritik: Du prüfst Informationen, Absichten, Wirkungen und Interessen.
  4. Mediengestaltung: Du erstellst eigene Texte, Bilder, Audios, Videos oder Präsentationen.

Im Deutschunterricht trainierst Du diese Bereiche ständig: Du vergleichst Texte, untersuchst Sprache, erkennst Meinungen, formulierst eigene Standpunkte, überarbeitest Texte und präsentierst Ergebnisse. Medienbildung ist deshalb kein Zusatzthema, sondern ein Teil des Lesens, Schreibens, Sprechens und Zuhörens.


Medienbildung im Deutschunterricht Klasse 5 und 6

In den Klassen 5 und 6 stehen grundlegende Fähigkeiten im Mittelpunkt. Du lernst, Medienangebote zu beschreiben, Informationen zu entnehmen, einfache Wirkungen zu erklären und eigene Medienprodukte zu planen. Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Apps zu kennen. Wichtig ist, dass Du bewusst entscheidest, welches Medium zu einer Aufgabe passt.


Lesen, Verstehen und Vergleichen

Beim Lesen von Sachtexten, Gebrauchstexten, Erzählungen, Gedichten, Comics, Webseiten oder Nachrichten lernst Du, Informationen zu finden und zu ordnen. Du achtest auf Überschrift, Zwischenüberschrift, Bild, Bildunterschrift, Quelle, Autorin oder Autor, Erscheinungsdatum und Absicht des Textes.

Ein Beispiel: Wenn Du einen Onlineartikel über Haustiere liest, fragst Du nicht nur, was im Text steht. Du fragst auch, wer den Text geschrieben hat, ob Werbung enthalten ist, welche Bilder genutzt werden und ob die Informationen zu anderen seriösen Quellen passen. So verbindest Du Lesekompetenz mit Quellenkritik.


Sprechen, Zuhören und Präsentieren

Medienbildung bedeutet auch, Ergebnisse verständlich vorzustellen. Du kannst ein Plakat, eine Folie, einen Kurzvortrag, ein Erklärvideo, einen Podcast oder ein digitales Lesetagebuch gestalten. Im Deutschunterricht übst Du, Informationen auszuwählen, sinnvoll zu gliedern und mit eigenen Worten zu erklären. Gute Präsentationen bestehen nicht aus zu viel Text. Sie helfen dem Publikum, etwas zu verstehen.

Wichtig ist dabei die Adressatenorientierung: Du überlegst, für wen Du sprichst oder schreibst. Eine Erklärung für Deine Klasse klingt anders als eine Nachricht an eine Lehrkraft oder ein Beitrag für jüngere Kinder.


Schreiben in digitalen und analogen Medien

Auch das Schreiben verändert sich je nach Medium. Eine E-Mail braucht eine Anrede, einen klaren Betreff und einen höflichen Schluss. Ein Chat ist oft kurz, aber auch dort gelten Regeln für respektvolle Sprache. Ein Kommentar enthält eine Meinung, sollte aber begründet sein. Eine Inhaltsangabe muss sachlich bleiben. Eine Präsentation braucht Stichwörter statt langer Fließtexte.

Im Deutschunterricht lernst Du deshalb, Sprache passend zu verwenden. Du erkennst Unterschiede zwischen Alltagssprache, Bildungssprache, Chatsprache, Werbesprache und sachlicher Information.


Recherchieren: Informationen finden und prüfen

Eine gute Recherche beginnt nicht mit dem schnellen Eintippen irgendeines Wortes. Sie beginnt mit einer klaren Suchfrage. Wenn Du zum Beispiel ein Referat über Wölfe vorbereitest, ist die Frage „Wolf“ zu allgemein. Besser ist: „Wie leben Wölfe in Deutschland?“ oder „Warum sind Wölfe für ein Ökosystem wichtig?“


Schritte einer guten Recherche

  1. Suchfrage: Formuliere genau, was Du wissen möchtest.
  2. Suchwort: Wähle passende Begriffe und ergänze sie bei Bedarf.
  3. Trefferliste: Lies nicht nur den ersten Treffer, sondern vergleiche mehrere Ergebnisse.
  4. Quelle: Prüfe, wer die Information veröffentlicht hat.
  5. Aktualität: Achte darauf, ob die Information noch aktuell ist.
  6. Vergleich: Bestätige wichtige Aussagen durch mindestens eine weitere seriöse Quelle.
  7. Notizen: Schreibe Informationen in eigenen Worten auf.
  8. Quellenangabe: Notiere, woher Deine Informationen stammen.


Quellencheck für Klasse 5 und 6

Ein einfacher Quellencheck kann mit fünf Fragen gelingen: Wer ist verantwortlich? Was wird behauptet? Wann wurde der Beitrag veröffentlicht? Warum wurde der Beitrag erstellt? Wo finde ich weitere Bestätigung?

Eine vertrauenswürdige Quelle nennt meistens Autorin oder Autor, Herausgeber, Datum und Kontaktmöglichkeit. Bei Webseiten hilft ein Blick ins Impressum. Trotzdem ist auch eine seriös wirkende Webseite nicht automatisch fehlerfrei. Deshalb ist der Vergleich mit anderen Quellen wichtig.


Medien verstehen: Text, Bild, Ton und Wirkung

Medien wirken nicht nur durch Informationen, sondern auch durch Gestaltung. Eine riesige Überschrift kann Aufmerksamkeit erzeugen. Ein dunkles Bild kann bedrohlich wirken. Schnelle Musik kann Spannung herstellen. Ein bestimmter Kamerawinkel kann eine Person stark oder schwach erscheinen lassen. Auch Emojis, Farben, Schriftgrößen und Bildausschnitte beeinflussen, wie Du eine Botschaft verstehst.


Meinung, Information und Werbung unterscheiden

Eine Information soll möglichst sachlich erklären, was passiert ist oder wie etwas funktioniert. Eine Meinung zeigt, was jemand denkt, bewertet oder fordert. Werbung will meistens erreichen, dass Menschen etwas kaufen, anklicken, abonnieren oder gut finden. Manchmal sind diese Formen schwer zu unterscheiden, zum Beispiel bei Influencer-Beiträgen, gesponserten Inhalten oder sehr meinungsstarken Überschriften.

Im Deutschunterricht kannst Du daran arbeiten, sprachliche Signale zu erkennen. Wörter wie „fantastisch“, „katastrophal“, „unbedingt“ oder „peinlich“ zeigen oft eine Bewertung. Sachliche Texte verwenden eher genaue Angaben, Erklärungen und überprüfbare Beispiele.


Falschinformationen und Fake News

Falschinformationen sind falsche oder irreführende Aussagen. Manche entstehen aus Versehen, andere werden absichtlich verbreitet. Der Ausdruck Fake News wird häufig für erfundene oder stark verzerrte Nachrichten verwendet, die Menschen beeinflussen sollen. Für Lernende ist wichtig: Nicht jede falsche Aussage ist automatisch eine absichtliche Lüge. Trotzdem musst Du aufmerksam prüfen, bevor Du etwas weiterleitest.

Achte besonders auf Warnzeichen: sehr starke Gefühle, fehlende Quellen, reißerische Überschriften, bearbeitete Bilder, anonyme Absender, Druck zum schnellen Teilen oder Behauptungen, die nur auf einer einzigen Seite stehen.

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Medien gestalten: Vom Text zum eigenen Produkt

Medienbildung bedeutet nicht nur Prüfen, sondern auch Gestalten. Du kannst eigene Medienprodukte erstellen: ein Plakat, eine Buchvorstellung, einen Podcast, ein Erklärvideo, eine digitale Mindmap, ein Interview, eine Fotostory, einen Comic, eine Präsentation oder ein Klassen-Wiki. Dabei brauchst Du einen Plan.


Ein Medienprodukt planen

Vor der Gestaltung helfen Dir diese Fragen: Was ist mein Thema? Wer ist meine Zielgruppe? Was sollen die anderen danach wissen oder können? Welches Medium passt? Welche Informationen brauche ich? Welche Bilder, Töne oder Texte darf ich verwenden? Wie überprüfe ich mein Ergebnis?

Ein gutes Medienprodukt ist verständlich, übersichtlich und fair. Es nutzt keine fremden Bilder ohne Erlaubnis, nennt Quellen und achtet auf die Rechte anderer Personen.


Kreative Medienprodukte im Deutschunterricht

Im Deutschunterricht lassen sich viele kreative Aufgaben umsetzen. Du kannst zu einem Jugendbuch einen Booktrailer drehen, zu einer Fabel einen Comic gestalten, zu einer Ballade ein Hörspiel aufnehmen oder zu einem Sachtext ein Erklärplakat entwickeln. Dabei übst Du nicht nur Technik, sondern vor allem Sprache, Struktur und Wirkung.

Ein Beispiel: Bei einem Booktrailer verrätst Du nicht das Ende der Geschichte. Du wählst wichtige Motive, passende Bilder, kurze Sätze und vielleicht Musik. Danach erklärst Du, warum Deine Gestaltung neugierig macht und welche Wirkung sie erzeugen soll.


Kommunikation und Kooperation

Digitale Medien ermöglichen Zusammenarbeit: Du kannst gemeinsam an einem Text schreiben, Ergebnisse teilen, in einem Klassenchat Fragen stellen oder Feedback geben. Dabei brauchst Du klare Regeln. Medienbildung heißt auch, Verantwortung für Deine Worte zu übernehmen.


Netiquette und Klassenchat

Netiquette bezeichnet Regeln für respektvolle Kommunikation im Netz. Für einen Klassenchat können zum Beispiel diese Regeln gelten: Schreibe nur, was zum Thema passt. Verwende keine beleidigenden Wörter. Teile keine Bilder anderer Personen ohne Erlaubnis. Schreibe nicht nachts. Prüfe, ob eine Nachricht wirklich an alle gehen muss. Kläre Streit nicht im Gruppenchat, sondern mit Unterstützung einer erwachsenen Person.

Sprache wirkt auch digital. Ein kurzer Satz kann freundlich oder unfreundlich klingen. Emojis können helfen, aber auch missverstanden werden. Deshalb ist es wichtig, klar, höflich und überlegt zu schreiben.


Feedback geben und annehmen

Beim gemeinsamen Arbeiten ist Feedback wichtig. Gutes Feedback ist konkret, freundlich und hilfreich. Statt „Das ist schlecht“ kannst Du sagen: „Die Überschrift macht neugierig, aber die Quelle fehlt noch.“ So kann die andere Person ihr Medienprodukt verbessern.


Recht, Sicherheit und Verantwortung

Wenn Du Medien nutzt oder selbst veröffentlichst, gelten Regeln. Diese Regeln schützen Dich und andere. Besonders wichtig sind Datenschutz, Urheberrecht, Recht am eigenen Bild und Persönlichkeitsrecht.


Datenschutz und persönliche Daten

Datenschutz bedeutet, dass persönliche Daten geschützt werden. Persönliche Daten sind zum Beispiel Name, Adresse, Telefonnummer, Schule, Fotos, Standort, Passwörter oder private Nachrichten. Du solltest nur wenige persönliche Daten weitergeben und vorher überlegen, wer sie sehen kann.

Ein sicheres Passwort ist lang, nicht leicht zu erraten und wird nicht mit anderen geteilt. Für Klasse 5 und 6 ist außerdem wichtig: Wenn Dir online etwas unangenehm ist, speichere Beweise, antworte nicht überstürzt und hole Hilfe bei einer vertrauten erwachsenen Person.


Urheberrecht und Creative Commons

Urheberrecht schützt Werke wie Texte, Fotos, Musik, Zeichnungen, Filme oder Präsentationen. Wenn jemand ein Bild gemacht oder einen Text geschrieben hat, darfst Du es nicht einfach als eigenes Werk ausgeben. Für Schulprojekte darfst Du manches im Unterricht verwenden, aber bei Veröffentlichung musst Du besonders auf Rechte achten.

Creative Commons ist ein Lizenzsystem, mit dem Urheberinnen und Urheber festlegen können, wie andere ihre Werke nutzen dürfen. Auch bei freien Lizenzen musst Du meist den Namen nennen und die Lizenz beachten. Am sichersten ist es, eigene Bilder und Texte zu erstellen oder freie Materialien korrekt zu kennzeichnen.


Recht am eigenen Bild

Das Recht am eigenen Bild bedeutet, dass Personen grundsätzlich mitentscheiden dürfen, ob Fotos oder Videos von ihnen veröffentlicht werden. Wenn Du ein Klassenprojekt filmst, brauchst Du vorher klare Absprachen. Niemand sollte bloßgestellt oder heimlich aufgenommen werden.


Mediengesellschaft und Medienbalance

Medien prägen, wie Menschen lernen, spielen, einkaufen, diskutieren und sich informieren. Deshalb ist Medienbildung auch eine Frage der Gesellschaft. Algorithmen schlagen Videos vor, Werbung passt sich Interessen an, Nachrichten verbreiten sich schnell und Kommentare können Diskussionen beeinflussen. Du musst nicht alles technisch im Detail verstehen, aber Du solltest wissen, dass Medienangebote gestaltet sind und bestimmte Ziele verfolgen können.

Medienbalance bedeutet, digitale und analoge Aktivitäten sinnvoll zu verbinden. Lesen, Sport, Gespräche, Schlaf, Hausaufgaben, Freundschaften und Bildschirmzeit sollen in einem gesunden Verhältnis stehen. Medien sind hilfreich, wenn sie Lernen, Austausch und Kreativität unterstützen. Sie werden problematisch, wenn sie Dich dauerhaft ablenken, unter Druck setzen oder andere wichtige Dinge verdrängen.


Unterrichtsbausteine für Klasse 5 und 6


Baustein 1: Quellencheck in drei Schritten

Du erhältst zwei kurze Online-Texte zum gleichen Thema. Zuerst markierst Du wichtige Informationen. Danach prüfst Du Autorin oder Autor, Datum und Absicht. Anschließend entscheidest Du, welche Quelle Du für ein Referat nutzen würdest und begründest Deine Wahl.


Baustein 2: Nachricht, Meinung oder Werbung?

Du vergleichst verschiedene kurze Medienbeiträge. Du bestimmst, ob sie hauptsächlich informieren, bewerten oder werben. Danach suchst Du sprachliche Hinweise und erklärst, welche Wirkung sie haben.


Baustein 3: Medienprodukt zu einem Jugendbuch

Du wählst ein Buch aus dem Deutschunterricht und gestaltest ein Medienprodukt: Buchplakat, Lesekiste, Booktrailer, Podcast oder digitales Lesetagebuch. Wichtig ist, dass Du Inhalt, Figuren, Stimmung und eigene Bewertung verständlich darstellst.


Baustein 4: Klassenregeln für digitale Kommunikation

Die Klasse entwickelt gemeinsam Regeln für einen fairen Klassenchat oder eine digitale Lernplattform. Ihr besprecht Beispiele, formuliert Regeln und gestaltet ein übersichtliches Regelplakat.


Merkwissen

  1. Medienbildung: Du lernst, Medien bewusst, kritisch, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen.
  2. Deutschunterricht: Medienbildung passt zum Lesen, Schreiben, Sprechen, Zuhören, Präsentieren und Reflektieren.
  3. Recherche: Eine gute Suche beginnt mit einer klaren Frage und passenden Suchwörtern.
  4. Quellenkritik: Prüfe Herkunft, Datum, Absicht, Belege und Vergleichsquellen.
  5. Medienanalyse: Achte auf Sprache, Bild, Ton, Gestaltung, Zielgruppe und Wirkung.
  6. Netiquette: Respektvolle Kommunikation gilt auch im digitalen Raum.
  7. Datenschutz: Persönliche Daten müssen geschützt werden.
  8. Urheberrecht: Fremde Texte, Bilder, Musik und Videos dürfen nicht einfach übernommen werden.
  9. Creative Commons: Freie Lizenzen erlauben Nutzung unter bestimmten Bedingungen.
  10. Medienbalance: Digitale Medien sollen Lernen und Alltag unterstützen, nicht beherrschen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Medienbildung im Deutschunterricht? (Medien bewusst nutzen, verstehen, prüfen und gestalten) (!Möglichst viele Apps auswendig lernen) (!Jeden Text automatisch glauben) (!Nur noch digital schreiben)




Welche Frage hilft beim Prüfen einer Quelle besonders? (Wer hat die Information veröffentlicht) (!Welche Farbe hat die Webseite) (!Wie groß ist das Bild) (!Wie schnell lädt die Seite)




Was ist eine Meinung? (Eine persönliche Bewertung oder Haltung) (!Eine immer überprüfbare Tatsache) (!Ein Passwort für eine Lernplattform) (!Ein gedrucktes Inhaltsverzeichnis)




Warum ist Datenschutz wichtig? (Er schützt persönliche Informationen) (!Er ersetzt alle Klassenregeln) (!Er macht Quellenangaben überflüssig) (!Er verbietet jedes Lesen im Internet)




Was schützt das Urheberrecht? (Werke wie Texte, Bilder, Musik und Filme) (!Nur Computer und Tablets) (!Nur Hausaufgabenhefte) (!Nur gesprochene Pausengespräche)




Was bedeutet Netiquette? (Regeln für respektvolle Kommunikation im Netz) (!Ein Programm zum Schneiden von Videos) (!Eine Liste aller Suchmaschinen) (!Ein besonders langer Dateiname)




Was ist ein sinnvoller erster Schritt bei einer Recherche? (Eine genaue Suchfrage formulieren) (!Den erstbesten Treffer abschreiben) (!Nur Bilder ansehen) (!Die Quelle weglassen)




Woran erkennst Du oft Werbung? (Sie will zu einem Kauf oder Klick bewegen) (!Sie nennt immer alle Gegenargumente) (!Sie ist immer ohne Bilder) (!Sie darf nie im Internet stehen)




Was solltest Du tun, wenn eine Nachricht sehr unglaublich klingt? (Mehrere seriöse Quellen vergleichen) (!Sie sofort an alle weiterleiten) (!Nur die Überschrift lesen) (!Alle Warnzeichen ignorieren)




Wozu dient eine Quellenangabe? (Sie zeigt, woher Informationen stammen) (!Sie ersetzt die eigene Meinung) (!Sie versteckt den Autor) (!Sie macht Bilder automatisch frei nutzbar)





Memory

Quelle Herkunft einer Information
Impressum Angaben zum Anbieter einer Webseite
Urheberrecht Schutz geistiger Werke
Netiquette Regeln für respektvolle Online-Kommunikation
Datenschutz Schutz persönlicher Informationen
Suchfrage Ausgangspunkt einer Recherche
Kommentar begründete Meinungsäußerung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Suchbegriffe planen Information und Wissen
Podcast aufnehmen Produktion und Präsentation
Klassenchat-Regeln vereinbaren Kommunikation und Kooperation
Werbung erkennen Medienanalyse
Passwort schützen Datenschutz






Kreuzworträtsel

Quelle Wie nennt man die Herkunft einer Information?
Recherche Wie heißt die gezielte Suche nach Informationen?
Impressum Wo stehen Angaben zum Anbieter einer Webseite?
Netiquette Wie nennt man Regeln für höfliches Verhalten im Netz?
Urheberrecht Welches Recht schützt fremde Werke?
Kommentar Welche Textsorte enthält eine begründete Meinung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im Deutschunterricht lernst Du, Medien bewusst zu

. Eine gute Recherche beginnt mit einer klaren

. Beim Quellencheck prüfst Du, wer eine Information

hat. Eine Meinung enthält eine persönliche

. Werbung möchte Menschen oft zu einem Kauf oder Klick

. Persönliche Daten schützt man durch vorsichtiges Verhalten und sichere

. Das Urheberrecht schützt fremde

. Für respektvolle Kommunikation im Netz hilft die

. Ein gutes Medienprodukt passt zur Zielgruppe und hat eine klare

. Medienbalance bedeutet, digitale und analoge Aktivitäten sinnvoll zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medientagebuch: Führe drei Tage lang ein Medientagebuch und notiere, welche Medien Du nutzt, wofür Du sie nutzt und wann sie Dir beim Lernen helfen.
  2. Quellensteckbrief: Wähle eine Webseite zu einem Unterrichtsthema und erstelle einen Steckbrief mit Titel, Herausgeber, Datum, Thema und Vertrauenswürdigkeit.
  3. Netiquette-Plakat: Gestalte ein Plakat mit fünf fairen Regeln für einen Klassenchat und begründe jede Regel in einem Satz.
  4. Lieblingsmedium: Stelle ein Medium vor, das Du gern nutzt, und erkläre, welche Vorteile und welche möglichen Probleme es hat.


Standard

  1. Nachricht und Meinung: Suche zwei kurze Texte zum gleichen Thema und untersuche, welcher Text sachlicher ist und welcher stärker bewertet.
  2. Booktrailer-Konzept: Entwickle ein Konzept für einen Booktrailer zu einem Buch aus dem Deutschunterricht, ohne das Ende zu verraten.
  3. Quellenvergleich: Vergleiche drei Quellen zu einem Sachthema und entscheide begründet, welche Quelle Du für ein Referat nutzen würdest.
  4. Erklärpodcast: Plane und sprich einen kurzen Podcast, in dem Du jüngeren Kindern erklärst, wie man sichere Passwörter erstellt.


Schwer

  1. Fake-News-Analyse: Analysiere eine zweifelhafte Online-Meldung anhand von Überschrift, Sprache, Quelle, Bildwirkung und Vergleichsquellen.
  2. Medienprodukt: Erstelle ein eigenes Medienprodukt zu einem literarischen Text, zum Beispiel Comic, Hörspiel, Fotostory oder Erklärvideo, und erläutere Deine Gestaltungsentscheidungen.
  3. Digitale Klassenregeln: Entwickle mit einer Gruppe einen Vorschlag für faire digitale Zusammenarbeit in der Klasse und präsentiert ihn als Regelkonzept.
  4. OER-Projekt: Erstelle eine kleine Materialsammlung mit selbst geschriebenen Texten und selbst erstellten Bildern, die andere Lernende frei nutzen dürfen.



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Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Quellenentscheidung: Du planst ein Referat und findest drei unterschiedliche Webseiten. Erkläre, welche Du verwenden würdest, welche nicht und welche Kriterien Deine Entscheidung bestimmen.
  2. Medienwirkung: Vergleiche zwei verschiedene Gestaltungen derselben Information, zum Beispiel Textnachricht und Bildplakat, und erkläre, wie sich die Wirkung verändert.
  3. Konflikt im Klassenchat: Beschreibe eine faire Lösung für einen Streit im Klassenchat und begründe, welche Kommunikationsregeln dabei helfen.
  4. Urheberrecht im Projekt: Du möchtest Musik, Bilder und Texte in einer Präsentation nutzen. Entwickle einen rechtlich sicheren Plan für Dein Vorgehen.
  5. Medienbalance: Entwirf für eine Schulwoche einen ausgewogenen Medienplan und erkläre, wie er Lernen, Freizeit, Schlaf und persönliche Begegnungen berücksichtigt.
  6. Transferaufgabe: Übertrage die Regeln des Quellenchecks auf ein Erklärvideo und beschreibe, welche zusätzlichen Prüfungen bei Video, Bild und Ton nötig sind.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du eine kleine Medienmappe. Sie zeigt, dass Du Medien nicht nur verwendest, sondern bewusst auswählst, prüfst, gestaltest und reflektierst.

  1. Rechercheprotokoll: Dokumentiere eine Recherche mit Suchfrage, Suchwörtern, geprüften Quellen und kurzer Begründung Deiner Quellenauswahl.
  2. Medienanalyse: Analysiere einen kurzen Medienbeitrag und beschreibe Sprache, Bild, Zielgruppe, Absicht und Wirkung.
  3. Eigenes Medienprodukt: Erstelle ein eigenes Produkt, zum Beispiel Plakat, Podcast, Präsentation, Comic oder Booktrailer, und achte auf Quellen und Rechte.
  4. Reflexion: Schreibe eine Auswertung, was Dir gelungen ist, was schwierig war und was Du beim nächsten Mal verbessern würdest.
  5. Feedback: Hole Rückmeldung von mindestens zwei Personen ein und überarbeite Dein Produkt an einer sinnvollen Stelle.




OERs zum Thema


Quellen und Bildungsplanbezug

  1. Medienbildung: Leitperspektive Medienbildung im Bildungsplan 2016 Baden-Württemberg
  2. Deutschunterricht: Deutsch Klassen 5 und 6 im Bildungsplan 2016 Baden-Württemberg
  3. Basiskurs Medienbildung: Basiskurs Medienbildung Klasse 5 im Bildungsplan 2016 Baden-Württemberg
  4. Medienkompetenz: Wikipedia-Artikel Medienkompetenz
  5. Wikimedia Commons: Freie Medien zur Media Literacy



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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

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  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

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  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

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Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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