Demokratie-Team in der Schule


Demokratie-Team in der Schule
Einleitung
Ein Demokratie-Team in der Schule ist eine schulische Arbeitsgruppe, die Demokratiebildung, Mitbestimmung, Partizipation, Schülervertretung, Konfliktkultur und ein respektvolles Schulklima stärkt. Es kann aus Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Schulleitung, Schulsozialarbeit, Elternvertretung und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft bestehen. Ein Demokratie-Team ersetzt keine gesetzlich vorgesehenen Gremien wie Schülervertretung, Schulkonferenz oder Elternvertretung, sondern verbindet sie, macht Beteiligung sichtbar und entwickelt konkrete Projekte für den Alltag.
In diesem aiMOOC lernst Du, wie ein Demokratie-Team aufgebaut werden kann, welche Aufgaben es übernimmt, wie es fair arbeitet und wie es zu einer lebendigen demokratischen Schule beiträgt. Du entwickelst dabei nicht nur Wissen über Demokratie, sondern auch praktische Kompetenzen: zuhören, begründen, verhandeln, abstimmen, Verantwortung übernehmen, Minderheiten schützen, Konflikte bearbeiten und gemeinsame Entscheidungen transparent machen.

Warum ein Demokratie-Team wichtig ist
Demokratie wird nicht nur im Politikunterricht gelernt. Sie wird besonders dann verstanden, wenn Menschen sie erleben. In der Schule geschieht das zum Beispiel bei der Wahl von Klassensprecherinnen und Klassensprechern, im Klassenrat, in der Schülervertretung, bei Projekten gegen Diskriminierung, bei Gesprächen mit der Schulleitung oder bei der gemeinsamen Gestaltung von Regeln. Ein Demokratie-Team sorgt dafür, dass solche Beteiligungsformen nicht zufällig entstehen, sondern verlässlich geplant, begleitet und ausgewertet werden.
Ein gutes Demokratie-Team achtet darauf, dass nicht nur laute oder besonders selbstbewusste Personen gehört werden. Es schafft Räume, in denen auch ruhigere, jüngere, neu zugewanderte, beeinträchtigte oder benachteiligte Schülerinnen und Schüler ihre Anliegen äußern können. So wird Partizipation inklusiv und fair.
Grundidee: Demokratie als Haltung und Handlung
Ein Demokratie-Team arbeitet mit einer doppelten Perspektive. Erstens geht es um Haltung: Jede Person hat Menschenwürde, Rechte und eine Stimme. Zweitens geht es um Handlung: Demokratie braucht Verfahren, Regeln, Rollen, Termine, Protokolle, Rückmeldungen und Verantwortliche. Ohne Haltung wird Beteiligung oberflächlich. Ohne Verfahren bleibt Beteiligung unverbindlich.
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Was ein Demokratie-Team leisten kann
Ein Demokratie-Team kann viele Aufgaben übernehmen. Es sollte jedoch immer klar sein, welches Mandat es hat und welche Entscheidungen bei anderen Gremien liegen. Besonders sinnvoll sind folgende Arbeitsfelder:
- Beteiligung: Das Team sammelt Anliegen aus Klassen, Kursen, Arbeitsgemeinschaften und Pausenbereichen.
- Demokratiebildung: Das Team entwickelt Materialien, Projekttage, Workshops und Gesprächsformate.
- Schulklima: Das Team achtet auf respektvolle Kommunikation und unterstützt Projekte gegen Ausgrenzung.
- Konfliktkultur: Das Team stärkt faire Formen der Konfliktbearbeitung wie Mediation, Klassenrat oder moderierte Gespräche.
- Transparenz: Das Team veröffentlicht Beschlüsse, erklärt Zuständigkeiten und macht Beteiligungswege sichtbar.
- Evaluation: Das Team prüft regelmäßig, ob Beteiligungsprojekte wirklich wirken.
Abgrenzung zur Schülervertretung
Die Schülervertretung vertritt die Interessen der Schülerinnen und Schüler. Sie wird in der Regel gewählt und hat je nach Bundesland unterschiedliche Rechte, Aufgaben und Mitwirkungsmöglichkeiten. Ein Demokratie-Team ist dagegen meist eine schulinterne Arbeitsgruppe. Es kann die Schülervertretung unterstützen, darf sie aber nicht ersetzen. Ein starkes Demokratie-Team arbeitet deshalb eng mit der SV zusammen, fragt sie regelmäßig nach ihren Anliegen und sorgt dafür, dass SV-Projekte nicht übergangen werden.

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Mögliche Zusammensetzung
Ein Demokratie-Team sollte die Vielfalt der Schulgemeinschaft widerspiegeln. Wichtig ist nicht nur, wer mitmacht, sondern auch, wie die Personen ausgewählt werden. Ein transparentes Verfahren erhöht Vertrauen und Legitimation.
- Schülerinnen und Schüler: Sie bringen Erfahrungen aus Unterricht, Pausen, Klassenrat, SV und Schulalltag ein.
- Lehrkräfte: Sie unterstützen pädagogisch, methodisch und organisatorisch.
- Schulsozialarbeit: Sie stärkt Beratung, Konfliktbearbeitung und Schutzkonzepte.
- Schulleitung: Sie ermöglicht Ressourcen, Räume, Zeitfenster und Verbindlichkeit.
- Elternvertretung: Sie bringt die Perspektive der Familien ein.
- Ganztag und Schulbegleitung: Sie achten auf Beteiligung außerhalb des Unterrichts.
Rollen im Demokratie-Team
Damit das Team arbeitsfähig bleibt, braucht es klare Rollen. Rollen können wechseln, damit nicht immer dieselben Personen Macht und Verantwortung tragen. Sinnvoll sind zum Beispiel:
- Moderation: achtet auf Gesprächsregeln, Redezeit und Beteiligung.
- Protokoll: hält Beschlüsse, Aufgaben und Fristen fest.
- Zeitwache: sorgt dafür, dass Tagesordnungspunkte realistisch bearbeitet werden.
- Kommunikation: informiert Klassen, SV, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitung.
- Projektkoordination: begleitet konkrete Vorhaben vom Plan bis zur Auswertung.
- Feedback: sammelt Rückmeldungen und macht Verbesserungsbedarf sichtbar.
Arbeitsweise eines Demokratie-Teams
Ein Demokratie-Team arbeitet demokratisch, wenn seine Verfahren nachvollziehbar sind. Dazu gehören regelmäßige Sitzungen, eine offene Tagesordnung, eine klare Dokumentation, transparente Entscheidungsregeln und Rückmeldungen an die Schulgemeinschaft. Besonders wichtig ist, dass Anliegen nicht in einer Sitzung verschwinden, sondern einen erkennbaren Weg durchlaufen: aufnehmen, prüfen, beraten, entscheiden, umsetzen, auswerten.
Beispiel für einen Beteiligungsprozess
Ein Beteiligungsprozess kann so aussehen: Eine Klasse meldet über den Klassenrat, dass die Pausenbereiche zu wenig Sitzmöglichkeiten bieten. Das Demokratie-Team sammelt weitere Rückmeldungen, befragt verschiedene Jahrgänge, prüft mit Hausmeisterei und Schulleitung Möglichkeiten, entwickelt Vorschläge, stellt sie der SV vor, lässt die Schulgemeinschaft Prioritäten setzen und begleitet die Umsetzung. Am Ende fragt das Team, ob die Veränderung den Pausenalltag verbessert hat.
Der Klassenrat als demokratisches Lernfeld
Der Klassenrat ist ein regelmäßiges Gesprächsformat, in dem eine Klasse eigene Anliegen, Konflikte, Ideen und Projekte bespricht. Er ist besonders geeignet, um demokratische Grundfertigkeiten zu üben: zuhören, ausreden lassen, Anträge formulieren, Mehrheiten verstehen, Minderheiten achten und Verantwortung für Beschlüsse übernehmen. Ein Demokratie-Team kann Klassenräte unterstützen, indem es Vorlagen, Moderationskarten, Rollenbeschreibungen oder Fortbildungen bereitstellt.
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Schülerparlament und Schulversammlung
Ein Schülerparlament oder eine Schulversammlung kann die Beteiligung über einzelne Klassen hinaus stärken. Dort können Anliegen aus verschiedenen Lerngruppen gebündelt, diskutiert und weitergegeben werden. Ein Demokratie-Team kann helfen, solche Formate vorzubereiten: Wer darf Anträge einbringen? Wie werden Themen ausgewählt? Wie werden Ergebnisse dokumentiert? Wie erfahren alle, was beschlossen wurde?
Fair entscheiden: Abstimmung, Konsens und Konsent
Nicht jede Entscheidung muss gleich getroffen werden. Manchmal reicht eine einfache Abstimmung. Manchmal ist ein Konsens sinnvoll, bei dem alle eine Lösung mittragen können. In anderen Fällen kann ein Konsent helfen: Ein Vorschlag gilt, solange keine schwerwiegenden Einwände bestehen. Wichtig ist, vorher zu klären, welches Verfahren genutzt wird und warum es zur Situation passt.
Datei:Konsensieren wer sprecher.pdf
Gesprächsregeln für demokratische Sitzungen
Demokratische Gespräche brauchen Schutz und Struktur. Gute Gesprächsregeln können gemeinsam entwickelt und sichtbar gemacht werden. Sie sollten kurz, verständlich und überprüfbar sein. Beispiele sind: Wir sprechen respektvoll. Wir lassen einander ausreden. Wir unterscheiden Meinung und Person. Wir begründen Kritik. Wir achten auf Redeanteile. Wir prüfen, wer von einer Entscheidung betroffen ist. Wir halten Beschlüsse schriftlich fest.
Kontroversität und der Beutelsbacher Konsens
Demokratiebildung darf Lernende nicht überwältigen. Der Beutelsbacher Konsens ist eine wichtige Orientierung für politische Bildung in Deutschland. Er betont, dass Lernende nicht indoktriniert werden dürfen, dass kontroverse Themen auch kontrovers dargestellt werden sollen und dass Schülerinnen und Schüler befähigt werden sollen, eigene Interessen und Urteile zu entwickeln. Für ein Demokratie-Team bedeutet das: Es darf für Menschenrechte, Diskriminierungsschutz und demokratische Verfahren eintreten, aber es sollte parteipolitisch fair, offen und begründend arbeiten.
Inklusion und Vielfalt
Ein Demokratie-Team ist nur dann glaubwürdig, wenn es Beteiligung für möglichst viele Menschen ermöglicht. Dazu gehören barrierearme Räume, verständliche Sprache, digitale und analoge Rückmeldewege, mehrsprachige Informationen, Rücksicht auf unterschiedliche Lernvoraussetzungen und sichere Räume für Personen, die Diskriminierung erfahren. Beteiligung ist nicht fair, wenn nur diejenigen mitmachen können, die ohnehin viel Zeit, Selbstvertrauen oder Vorwissen haben.

Digitale Beteiligung
Digitale Werkzeuge können Beteiligung erleichtern, wenn sie datenschutzbewusst und pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden. Online-Umfragen, digitale Pinnwände oder Abstimmungstools können helfen, Meinungen einzuholen. Gleichzeitig muss das Demokratie-Team darauf achten, dass niemand ausgeschlossen wird, dass Ergebnisse nicht manipuliert werden und dass sensible Daten geschützt bleiben. Digitale Beteiligung ersetzt nicht das persönliche Gespräch, sondern ergänzt es.
Umgang mit Konflikten
Konflikte sind in einer demokratischen Schule nicht automatisch ein Problem. Sie zeigen, dass Interessen unterschiedlich sind. Entscheidend ist, wie eine Schulgemeinschaft damit umgeht. Ein Demokratie-Team kann helfen, Konflikte nicht zu verschweigen, sondern fair zu bearbeiten. Dazu gehören klare Gesprächsregeln, Moderation, Perspektivwechsel, Schutz vor Beschämung, Dokumentation von Vereinbarungen und gegebenenfalls Unterstützung durch Schulsozialarbeit oder Vertrauenslehrkräfte.
Projektideen für ein Demokratie-Team
Ein Demokratie-Team kann kleine und große Projekte anstoßen. Wichtig ist, nicht zu viele Vorhaben gleichzeitig zu beginnen. Besser ist ein überschaubares Projekt mit klaren Zuständigkeiten, sichtbarem Ergebnis und guter Auswertung.
- Anliegenbox: Schülerinnen und Schüler können anonym oder namentlich Ideen einreichen.
- Demokratietag: Workshops zu Wahlen, Menschenrechten, Medienbildung und Konfliktkultur.
- Schulverfassung: Gemeinsame Grundsätze für respektvolles Zusammenleben.
- Pausenprojekt: Beteiligung bei der Gestaltung von Schulhof, Aufenthaltsräumen oder Ruhebereichen.
- Vielfaltsprojekt: Aktionen gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus und andere Formen der Diskriminierung.
- Transparenzwand: Sichtbare Darstellung von Anträgen, Beschlüssen und Projektständen.
- Feedbackkultur: Regelmäßige Rückmeldungen zu Unterricht, Schulleben und Beteiligungswegen.
- Dialogforum: Moderierte Gespräche zwischen Lernenden, Lehrkräften, Eltern und Schulleitung.
Qualitätskriterien
Ein gutes Demokratie-Team erkennt man nicht daran, dass es viele Sitzungen hat. Entscheidend ist, ob es Beteiligung verbessert. Die folgenden Qualitätsfragen helfen bei der Selbstprüfung:
- Legitimation: Ist klar, wer im Team sitzt und warum?
- Transparenz: Können alle nachvollziehen, woran das Team arbeitet?
- Wirksamkeit: Führen Anliegen zu erkennbaren Ergebnissen?
- Gerechtigkeit: Werden unterschiedliche Gruppen beteiligt?
- Verlässlichkeit: Gibt es feste Termine, Protokolle und Rückmeldungen?
- Lernkultur: Werden Fehler ausgewertet, statt Schuldige zu suchen?
- Nachhaltigkeit: Bleibt Wissen erhalten, wenn Mitglieder wechseln?
100-Tage-Plan zur Gründung
Ein Demokratie-Team kann mit einem einfachen 100-Tage-Plan starten. In den ersten Wochen werden Auftrag, Mitglieder, Rollen und Kommunikationswege geklärt. Danach sammelt das Team Anliegen aus Klassen, SV, Lehrkräften und Eltern. Anschließend wählt es ein erstes realistisches Projekt aus, setzt es mit klaren Zuständigkeiten um und wertet die Wirkung aus. Am Ende der ersten 100 Tage sollte die Schulgemeinschaft wissen, wofür das Team steht, wie man es erreicht und was es bereits bewirkt hat.
Fehler, die vermieden werden sollten
Ein Demokratie-Team verliert Vertrauen, wenn es nur symbolisch existiert. Beteiligung darf nicht bedeuten, dass Schülerinnen und Schüler zwar Ideen liefern, aber nie erfahren, was daraus wird. Problematisch ist auch, wenn Erwachsene alle Entscheidungen vorwegnehmen oder wenn das Team nur von besonders leistungsstarken oder beliebten Personen geprägt wird. Demokratie braucht echte Einflussmöglichkeiten, transparente Grenzen und den ehrlichen Umgang mit Enttäuschungen.
Kompetenzen, die Du entwickelst
In diesem aiMOOC stärkst Du Demokratiekompetenz, Kommunikation, Teamarbeit, Urteilskompetenz, Handlungskompetenz und Verantwortung. Du lernst, wie aus einem Anliegen ein Projekt wird, wie Entscheidungen fair vorbereitet werden und wie Beteiligung in einer Schule dauerhaft verankert werden kann.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die wichtigste Aufgabe eines Demokratie-Teams in der Schule? (Mitbestimmung und demokratische Schulkultur stärken) (!Noten für politische Projekte vergeben) (!Die Schulleitung ersetzen) (!Alle Konflikte allein entscheiden)
Warum braucht ein Demokratie-Team ein klares Mandat? (Damit Zuständigkeiten und Verantwortung transparent sind) (!Damit nur Erwachsene entscheiden dürfen) (!Damit die Schülervertretung abgeschafft wird) (!Damit keine Protokolle mehr nötig sind)
Welches Gremium vertritt besonders die Interessen der Schülerinnen und Schüler? (Schülervertretung) (!Hausmeisterei) (!Sekretariat) (!Lehrmittelraum)
Was schützt das Überwältigungsverbot in der politischen Bildung? (Die freie Urteilsbildung der Lernenden) (!Die Pflicht zu einer Einheitsmeinung) (!Das Verbot aller politischen Gespräche) (!Die Abschaffung von Diskussionen)
Was ist ein Klassenrat? (Ein regelmäßiges Gesprächsformat für Anliegen der Klasse) (!Eine Prüfung über Schulregeln) (!Ein Raum zur Aufbewahrung von Klassenbüchern) (!Eine private Chatgruppe ohne Regeln)
Warum ist Evaluation für ein Demokratie-Team wichtig? (Damit die Wirkung von Beteiligung überprüft und verbessert wird) (!Damit keine Rückmeldungen mehr gesammelt werden) (!Damit Beschlüsse geheim bleiben) (!Damit Projekte ohne Ziele starten)
Was bedeutet inklusive Beteiligung? (Möglichst viele unterschiedliche Menschen können mitwirken) (!Nur die lautesten Personen dürfen sprechen) (!Nur ältere Schülerinnen und Schüler entscheiden) (!Nur gewählte Lehrkräfte dürfen teilnehmen)
Welche Methode eignet sich, um Anliegen aus der Schulgemeinschaft zu sammeln? (Anliegenbox) (!Strafliste) (!Sitzordnung) (!Vertretungsplan)
Was sollte ein Demokratie-Team nicht tun? (Gesetzliche Gremien wie die Schülervertretung ersetzen) (!Anliegen transparent bearbeiten) (!Gesprächsregeln entwickeln) (!Projekte auswerten)
Welche Regel passt besonders gut zu demokratischen Gesprächen? (Person und Meinung respektvoll unterscheiden) (!Kritik immer persönlich nehmen) (!Minderheiten grundsätzlich übergehen) (!Beschlüsse nicht dokumentieren)
Memory
| Demokratie-Team | Koordination von Beteiligung |
| Schülervertretung | Vertretung der Schülerschaft |
| Klassenrat | Gesprächsformat der Klasse |
| Schulkonferenz | Gemeinsame Schulentscheidung |
| Anliegenbox | Sammeln von Ideen |
| Protokoll | Nachvollziehbare Beschlüsse |
| Konsens | Tragfähige Einigung |
| Evaluation | Prüfen von Wirkung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Transparenz | Beschlüsse offen erklären |
| Mitbestimmung | Betroffene beteiligen |
| Kontroversität | Verschiedene Sichtweisen zeigen |
| Verantwortung | Aufgaben zuverlässig übernehmen |
| Inklusion | Barrieren abbauen |
| Evaluation | Wirkung überprüfen |
Kreuzworträtsel
| Mandat | Was legitimiert ein Mitglied, für eine Gruppe mitzuarbeiten? |
| Klassenrat | Welches regelmäßige Gesprächsformat berät Anliegen einer Klasse? |
| Protokoll | Womit werden Beschlüsse nachvollziehbar festgehalten? |
| Konsens | Wie heißt eine tragfähige Einigung ohne Gewinner-Verlierer-Logik? |
| Partizipation | Wie heißt der Fachbegriff für Beteiligung? |
| Evaluation | Wie heißt die systematische Auswertung von Wirkung? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Anliegen sammeln: Gestalte eine einfache Anliegenbox für Deine Klasse oder Jahrgangsstufe und formuliere drei klare Hinweise, wie Vorschläge eingereicht werden können.
- Gesprächsregeln: Entwickle ein Plakat mit fünf Regeln für respektvolle demokratische Gespräche und erkläre zu jeder Regel ein Beispiel.
- Interview: Befrage eine Klassensprecherin, einen Klassensprecher oder ein SV-Mitglied zu Aufgaben, Erfolgen und Schwierigkeiten der Mitbestimmung.
- Schulrundgang: Gehe durch Deine Schule und notiere drei Orte, an denen Beteiligung sichtbar ist, und drei Orte, an denen Beteiligung sichtbarer werden könnte.
Standard
- Mini-Umfrage: Entwickle eine kurze Umfrage zum Thema Mitbestimmung an Deiner Schule, führe sie in einer Lerngruppe durch und werte die Ergebnisse aus.
- Klassenrat planen: Entwirf eine Tagesordnung für einen Klassenrat, in dem ein echtes Anliegen Deiner Klasse demokratisch beraten wird.
- Rollenkarte: Erstelle Rollenkarten für Moderation, Protokoll, Zeitwache und Feedback in einem Demokratie-Team.
- Projektplan: Plane ein kleines Beteiligungsprojekt für Pausenhof, Mensa, digitale Kommunikation oder Klassengemeinschaft mit Ziel, Zeitplan, Verantwortlichen und Auswertung.
Schwer
- Demokratie-Team gründen: Entwirf ein vollständiges Gründungskonzept für ein Demokratie-Team mit Mandat, Zusammensetzung, Wahlverfahren, Rollen, Sitzungstakt und Kommunikationswegen.
- Schulforum entwickeln: Plane ein schulweites Dialogforum, bei dem Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitung ein kontroverses Thema fair diskutieren.
- Konfliktmoderation: Entwickle einen Leitfaden, wie ein Demokratie-Team mit einem Konflikt zwischen zwei Gruppen umgehen kann, ohne vorschnell Partei zu ergreifen.
- Wirkungsbericht: Erstelle einen Bericht zu einem Demokratieprojekt und bewerte anhand eigener Kriterien, ob echte Beteiligung stattgefunden hat.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine Klasse möchte längere Pausen, die Schulleitung verweist auf organisatorische Grenzen. Entwickle ein demokratisches Verfahren, mit dem das Anliegen fair geprüft werden kann.
- Gremienvergleich: Vergleiche Schülervertretung, Klassenrat, Schulkonferenz und Demokratie-Team. Erkläre, welche Aufgaben sich überschneiden und wo klare Grenzen nötig sind.
- Kontroversität prüfen: Eine externe Person soll zu einem politischen Thema in die Schule eingeladen werden. Entwickle Kriterien, damit die Veranstaltung demokratiepädagogisch verantwortbar ist.
- Beteiligung bewerten: Eine Schule führt eine Online-Umfrage durch, setzt aber nichts davon um. Beurteile, ob das bereits Mitbestimmung ist, und begründe Deine Einschätzung.
- Inklusion übertragen: Entwickle Maßnahmen, damit auch jüngere, ruhigere, sprachlich unsichere oder beeinträchtigte Schülerinnen und Schüler im Demokratie-Team wirksam beteiligt werden.
- Konfliktlösung: Zwei Gruppen streiten über die Nutzung eines Aufenthaltsraums. Entwirf einen moderierten Prozess, der Interessen sichtbar macht und eine tragfähige Lösung ermöglicht.
Lernnachweis
- Portfolio: Sammle mindestens drei Produkte aus diesem aiMOOC, zum Beispiel Interview, Umfrage, Projektplan oder Reflexion, und ordne sie in einer Mappe.
- Reflexion: Schreibe eine Seite darüber, wann Du in der Schule echte Beteiligung erlebt hast und woran Du sie erkannt hast.
- Präsentation: Stelle ein Konzept für ein Demokratie-Team in fünf Minuten vor und erkläre, wie es mit SV, Klassenrat und Schulleitung zusammenarbeitet.
- Feedback: Hole Rückmeldungen von mindestens zwei Personen zu Deinem Konzept ein und überarbeite es begründet.
- Transfer: Übertrage die Idee des Demokratie-Teams auf einen Verein, eine Jugendgruppe oder ein Ausbildungsprojekt und beschreibe Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Selbsteinschätzung
| Kompetenz | Das kann ich schon | Daran arbeite ich weiter |
|---|---|---|
| Mitbestimmung erklären | Ich kann beschreiben, warum Beteiligung mehr ist als eine Umfrage. | Ich möchte noch genauer zwischen Beratung, Mitentscheidung und Selbstverwaltung unterscheiden. |
| Demokratische Verfahren anwenden | Ich kann Gesprächsregeln, Abstimmungen und Protokolle nutzen. | Ich möchte sicherer entscheiden, wann Konsens, Konsent oder Mehrheitsentscheidung passt. |
| Konfliktkultur stärken | Ich kann Interessen und Positionen unterscheiden. | Ich möchte Moderationstechniken für schwierige Gespräche üben. |
| Inklusion beachten | Ich erkenne Barrieren für Beteiligung. | Ich möchte Beteiligungsformen entwickeln, die wirklich alle erreichen. |
| Evaluation nutzen | Ich kann ein Projekt nach einfachen Kriterien auswerten. | Ich möchte Wirkungen besser messen und Ergebnisse verständlich darstellen. |
OERs zum Thema
Links
Zusammenfassung
Ein Demokratie-Team in der Schule stärkt Beteiligung, Verantwortung und demokratische Lernprozesse im Alltag. Es arbeitet am besten, wenn sein Auftrag klar ist, seine Mitglieder vielfältig sind und seine Entscheidungen transparent dokumentiert werden. Es unterstützt bestehende Gremien wie Schülervertretung, Klassenrat und Schulkonferenz, ersetzt sie aber nicht. Besonders wichtig sind faire Verfahren, inklusive Beteiligung, respektvolle Konfliktkultur und regelmäßige Evaluation. So wird Demokratie nicht nur unterrichtet, sondern in der Schule erfahrbar.
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