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Bildgeschichten im Unterricht Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6

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Bildgeschichten im Unterricht Deutsch Kunst Medienbildung Klasse 5-6




Einleitung

Bildgeschichten im Unterricht verbinden Deutsch, Kunst und Medienbildung. Du lernst, wie Bilder eine Erzählung anstoßen, wie Du aus einer Bildfolge eine spannende Geschichte entwickelst und wie Du eigene Bildgeschichten analog oder digital gestaltest. Für die Klassen 5 und 6 ist das Thema besonders geeignet, weil Du genaues Hinschauen, kreatives Schreiben, bildnerisches Gestalten und verantwortungsbewussten Umgang mit Medien gleichzeitig übst.

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Eine Bildgeschichte ist eine Geschichte, die durch ein einzelnes Bild oder durch mehrere Bilder angeregt wird. Bei einer klassischen Bildergeschichte erkennst Du eine Situation, Figuren, Handlungen, Gefühle und mögliche Folgen. Im Deutschunterricht wird daraus ein zusammenhängender Erzähltext. Im Kunstunterricht untersuchst Du Bildaufbau, Farben, Perspektiven, Figuren und Zeichenstile. In der Medienbildung planst Du eigene Bildfolgen, reflektierst Urheberrecht, Datenschutz, Creative Commons und die Wirkung von Bildern.

Das historische Beispiel Max und Moritz von Wilhelm Busch zeigt, wie eng Bilder, Humor, Handlung und Sprache verbunden sein können. Die Bilder liefern viele Informationen, aber sie erzählen nicht alles ausdrücklich. Gerade diese Lücken sind im Unterricht spannend: Du kannst überlegen, was vorher passiert ist, was die Figuren denken, warum sie handeln und welche Folgen sich daraus ergeben.


Lernziele

Am Ende dieses aiMOOCs kannst Du erklären, was eine Bildgeschichte ausmacht. Du kannst eine Bildfolge genau betrachten, wichtige Einzelheiten beschreiben, eine logisch aufgebaute Geschichte schreiben, passende sprachliche Mittel einsetzen und eigene Bildgeschichten gestalten. Außerdem kannst Du einfache Storyboards planen, Bildrechte beachten und konstruktives Feedback geben.


Fachliche Lernziele Deutsch

Im Fach Deutsch geht es darum, aus Bildern eine verständliche, anschauliche und spannende Erzählung zu entwickeln. Du achtest auf die Einleitung, den Hauptteil, den Höhepunkt und den Schluss. Du verwendest treffende Adjektive, abwechslungsreiche Verben, wörtliche Rede und passende Konnektoren. Wichtig ist, dass Deine Geschichte nicht nur Bild für Bild aufzählt, sondern eine lebendige Handlung entfaltet.


Fachliche Lernziele Kunst

Im Fach Kunst untersuchst Du, wie Bilder gestaltet sind. Du achtest auf Komposition, Perspektive, Farbe, Kontrast, Mimik, Gestik, Vordergrund, Hintergrund und Bildausschnitt. Diese Gestaltungsmittel helfen Dir, die Stimmung einer Szene zu erkennen und eigene Bilder bewusst zu planen.


Fachliche Lernziele Medienbildung

In der Medienbildung lernst Du, Bilder verantwortungsvoll zu nutzen und eigene Medienprodukte zu gestalten. Dazu gehören das Prüfen von Bildquellen, das Beachten von Urheberrecht, der vorsichtige Umgang mit personenbezogenen Informationen und die Frage, wie Bilder Meinungen, Gefühle und Erwartungen beeinflussen können.


Was ist eine Bildgeschichte?

Eine Bildgeschichte erzählt eine Handlung über Bilder. Sie kann ohne Text funktionieren, mit kurzen Bildunterschriften ergänzt werden oder als Ausgangspunkt für einen ausführlichen Erzähltext dienen. Im Unterricht meinst Du mit Bildgeschichte häufig eine Aufgabe, bei der Du eine Bildfolge betrachtest und daraus eine Geschichte schreibst. Die Bilder geben Figuren, Ort, Zeit, Stimmung und zentrale Ereignisse vor. Deine Aufgabe ist es, daraus einen sinnvollen Zusammenhang zu entwickeln.


Bildfolge, Einzelbild und Comic

Eine Bildfolge besteht aus mehreren Bildern, die zusammen eine Handlung zeigen. Ein Einzelbild kann ebenfalls zu einer Geschichte anregen, lässt aber mehr Freiraum. Ein Comic nutzt zusätzlich typische Mittel wie Panel, Sprechblase, Geräuschwörter und grafische Zeichen. Eine Bildergeschichte im Unterricht kann Elemente des Comics übernehmen, muss aber nicht wie ein Comic aussehen.


Erzählen zwischen den Bildern

Zwischen zwei Bildern passiert oft mehr, als man sieht. Diese unsichtbaren Übergänge nennt man manchmal Leerstellen. Du füllst sie mit eigenen Ideen: Was geschieht zwischen Bild 1 und Bild 2? Warum verändert sich die Stimmung? Wie reagiert eine Figur? Was denkt sie? Wer diese Leerstellen klug ergänzt, schreibt eine lebendige und nachvollziehbare Geschichte.

An diesem Bild kannst Du üben, genau zu beobachten: Welche Figuren siehst Du? Was tun sie? Welche Gegenstände sind wichtig? Welche Gefahr entsteht? Welche Stimmung vermittelt die Zeichnung? Aus solchen Beobachtungen entsteht eine Geschichte, die nicht beliebig ist, sondern sich aus dem Bild begründen lässt.


Eine Bildgeschichte schreiben

Beim Schreiben einer Bildgeschichte helfen Dir klare Arbeitsschritte. Zuerst schaust Du genau hin, dann sammelst Du Ideen, planst den Ablauf und schreibst schließlich einen zusammenhängenden Text. Danach überarbeitest Du Sprache, Aufbau und Rechtschreibung.


Schritt 1: Genau betrachten

Betrachte jedes Bild aufmerksam. Achte auf Figuren, Ort, Tageszeit, Gegenstände, Gesichtsausdrücke, Bewegungen und besondere Details. Frage Dich: Was ist offensichtlich? Was muss ich erschließen? Was könnte später wichtig werden? Schreibe kurze Stichwörter auf, aber beginne noch nicht sofort mit dem fertigen Text.


Schritt 2: Handlung verstehen

Ordne die Bilder in eine sinnvolle Chronologie. Erkenne die Ausgangssituation, die Veränderung, den Konflikt, den Höhepunkt und die Lösung. Bei einer guten Geschichte geschieht nicht nur etwas nacheinander, sondern es entsteht ein Zusammenhang aus Ursache und Wirkung.


Schritt 3: Erzählplan erstellen

Ein Erzählplan hilft Dir, den roten Faden zu behalten. Notiere, wer die Hauptfigur ist, wo die Geschichte spielt, welches Problem entsteht, wann der Höhepunkt erreicht wird und wie die Geschichte endet. Entscheide auch, ob Du in der Ich-Form oder in der Er-Form erzählen möchtest.


Schritt 4: Anschaulich formulieren

Eine gute Bildgeschichte verwendet passende Wörter und lebendige Sätze. Statt nur zu schreiben Der Junge ging weg, kannst Du genauer erzählen: Der Junge schlich mit klopfendem Herzen davon. Achte aber darauf, nicht zu übertreiben. Die Sprache soll zur Situation, zur Figur und zur Klassenstufe passen.


Schritt 5: Überarbeiten

Beim Überarbeiten prüfst Du, ob die Geschichte logisch, spannend und verständlich ist. Kontrolliere, ob alle Bilder berücksichtigt wurden, ob die Zeitform einheitlich ist, ob wörtliche Rede richtig gesetzt wurde und ob Rechtschreibung sowie Zeichensetzung stimmen. Besonders hilfreich ist ein Partnerfeedback mit klaren Kriterien.


Aufbau einer Bildgeschichte

Eine klassische Erzählung besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Bei einer Bildgeschichte entspricht die Einleitung oft dem ersten Bild, der Hauptteil den mittleren Bildern und der Schluss dem letzten Bild. Trotzdem solltest Du nicht mechanisch vorgehen. Manchmal braucht eine Geschichte eine kurze Vorgeschichte oder einen Ausblick, damit sie verständlich und spannend wird.


Einleitung

Die Einleitung beantwortet Grundfragen: Wer kommt vor? Wo spielt die Geschichte? Wann geschieht sie? Welche Ausgangssituation ist zu erkennen? Die Einleitung sollte knapp sein und neugierig machen.


Hauptteil

Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Hier beschreibst Du nicht nur, was sichtbar ist, sondern erklärst auch Gefühle, Gedanken, Motive und Zwischenschritte. Der Hauptteil führt auf den Höhepunkt zu.


Höhepunkt

Der Höhepunkt ist die spannendste oder wichtigste Stelle der Geschichte. Hier entscheidet sich, wie der Konflikt ausgeht. In einer lustigen Bildgeschichte kann der Höhepunkt ein überraschender Missgeschick-Moment sein. In einer ernsten Bildgeschichte kann er eine Entscheidung, Erkenntnis oder Wendung zeigen.


Schluss

Der Schluss rundet die Geschichte ab. Er zeigt die Folge der Handlung, eine Lösung, eine Einsicht oder eine Pointe. Ein guter Schluss wirkt nicht plötzlich angeklebt, sondern passt zur Entwicklung der Geschichte.


Sprache und Stil

Eine Bildgeschichte lebt von genauer Sprache. Du kannst Spannung erzeugen, indem Du Handlungen verknüpfst, Gefühle zeigst und passende Satzanfänge verwendest. Besonders wichtig sind Zeitform, Satzbau, Wortwahl und wörtliche Rede.


Zeitformen

Viele Bildgeschichten werden im Präteritum geschrieben, zum Beispiel: Lena öffnete vorsichtig die Tür. Bei lebendigen Dialogen verwendest Du in der wörtlichen Rede oft das Präsens, zum Beispiel: Ich glaube, da bewegt sich etwas! Wichtig ist, dass die Erzählzeit nicht unabsichtlich wechselt.


Wörtliche Rede

Wörtliche Rede macht eine Geschichte lebendiger. Sie sollte aber nicht jede Handlung ersetzen. Eine Figur spricht, wenn dadurch Gefühle, Konflikte oder Informationen deutlich werden. Achte auf passende Redezeichen und Begleitsätze.


Satzanfänge und Verknüpfungen

Abwechslungsreiche Satzanfänge helfen gegen monotone Texte. Verwende passende Verknüpfungen wie plötzlich, kurz darauf, währenddessen, deshalb oder am Ende. Solche Wörter zeigen, wie die Ereignisse zusammenhängen.


Bilder lesen im Kunstunterricht

Im Kunstunterricht lernst Du, Bilder nicht nur als Vorlage zu sehen, sondern als gestaltete Aussagen. Jede Bildgeschichte nutzt bildnerische Entscheidungen. Die Position einer Figur, ihre Körperhaltung, die Blickrichtung, der Bildausschnitt und die Farbwahl beeinflussen, wie Du die Szene verstehst.


Mimik, Gestik und Körpersprache

Mimik zeigt Gefühle im Gesicht. Gestik zeigt Bewegungen mit Händen und Armen. Körpersprache umfasst Haltung, Abstand, Blickrichtung und Bewegung. Wenn Du diese Zeichen erkennst, kannst Du Figuren genauer beschreiben und ihre Gefühle glaubwürdig erzählen.


Perspektive und Bildausschnitt

Die Perspektive bestimmt, aus welchem Blickwinkel Du eine Szene siehst. Eine Figur von unten kann mächtig wirken, eine Figur von oben eher klein oder hilflos. Der Bildausschnitt lenkt die Aufmerksamkeit. Was nicht gezeigt wird, kann genauso wichtig sein wie das Sichtbare.


Farbe, Licht und Stimmung

Farbe und Licht schaffen Atmosphäre. Helle Farben können freundlich wirken, starke Kontraste können Spannung erzeugen. In schwarz-weißen Zeichnungen entstehen Wirkungen durch Linien, Schraffuren, Flächen und Hell-Dunkel-Unterschiede.


Bildgeschichten gestalten

Du kannst Bildgeschichten zeichnen, fotografieren, collagieren oder digital erstellen. Entscheidend ist nicht, dass jedes Bild perfekt gezeichnet ist, sondern dass die Bildfolge verständlich erzählt. Vor der Gestaltung hilft ein Storyboard.

Ein Storyboard ist ein Plan für eine Bildfolge. Es zeigt grob, welche Szene in welchem Bild zu sehen ist. Dazu kannst Du kurze Notizen schreiben: Handlung, Blickrichtung, Ton, Dialog oder Kameraeinstellung. Ein Storyboard eignet sich für Comics, Erklärvideos, Fotostorys und kurze Filmprojekte.


Analoge Gestaltung

Bei einer analogen Bildgeschichte arbeitest Du mit Papier, Bleistift, Fineliner, Farben, Schere oder Collage-Material. Du kannst mit einfachen Figuren beginnen und Dich auf klare Bildausschnitte konzentrieren. Wichtig sind Lesbarkeit, Reihenfolge und Ausdruck.


Digitale Gestaltung

Bei einer digitalen Bildgeschichte kannst Du ein Tablet, eine Präsentationssoftware, ein Zeichenprogramm oder eine Fotokamera nutzen. Achte darauf, keine privaten Daten zu veröffentlichen und nur Bilder zu verwenden, die Du selbst erstellt hast oder rechtmäßig nutzen darfst. Notiere Quellen und Lizenzen sorgfältig.


Fotogeschichte und Stop-Motion

Eine Fotogeschichte erzählt mit fotografierten Szenen. Eine Stop-Motion-Geschichte nutzt viele Einzelbilder, die schnell hintereinander abgespielt werden. Beide Formen eignen sich gut für Gruppenarbeit, weil Rollen verteilt werden können: Regie, Kamera, Figuren, Text, Schnitt und Präsentation.


Medienbildung: Rechte, Quellen und Verantwortung

Wer mit Bildern arbeitet, übernimmt Verantwortung. Bilder können Menschen verletzen, falsch darstellen oder ohne Erlaubnis verbreitet werden. Deshalb gehören Urheberrecht, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz und Quellenkritik fest zum Unterricht über Bildgeschichten.


Urheberrecht und Creative Commons

Das Urheberrecht schützt Werke wie Fotos, Zeichnungen, Texte und Musik. Creative Commons-Lizenzen können erlauben, Werke unter bestimmten Bedingungen zu nutzen. Trotzdem musst Du prüfen, welche Nutzung erlaubt ist, ob eine Namensnennung nötig ist und ob Veränderungen gestattet sind.


Datenschutz und Persönlichkeitsrechte

Wenn Menschen auf Bildern erkennbar sind, musst Du besonders vorsichtig sein. In der Schule gilt: Keine Veröffentlichung von Fotos anderer Personen ohne Erlaubnis. Auch scheinbar harmlose Bilder können private Informationen zeigen, zum Beispiel Namen, Wohnorte, Klassenzimmerdetails oder Gesichter.


Bildwirkung und Manipulation

Bilder wirken schnell und emotional. Ein anderer Bildausschnitt, eine andere Reihenfolge oder ein kurzer Kommentar kann die Bedeutung verändern. In der Medienbildung lernst Du deshalb, Bilder kritisch zu prüfen: Was sehe ich wirklich? Was wird ausgelassen? Welche Wirkung soll entstehen?


Unterrichtsideen für Klasse 5 und 6

Das Thema eignet sich für kurze Schreibübungen, längere Unterrichtsreihen und fächerverbindende Projekte. Eine Unterrichtsreihe kann mit dem Betrachten einer Bildfolge beginnen, dann zum Schreiben übergehen und schließlich in eine eigene Bildgeschichte münden.


Unterrichtsphase 1: Einstieg

Als Einstieg kannst Du ein Bild ohne Titel betrachten. Sammle gemeinsam mit der Klasse Beobachtungen, Vermutungen und Fragen. Wichtig ist die Trennung zwischen Ich sehe und Ich vermute. So lernst Du, Wahrnehmung und Interpretation zu unterscheiden.


Unterrichtsphase 2: Wortschatzarbeit

Vor dem Schreiben hilft eine Wortschatzsammlung. Sammle Verben für Bewegungen, Adjektive für Gefühle, Ausdrücke für Geräusche und Satzanfänge für zeitliche Abfolgen. Daraus entsteht ein Schreibgeländer, das besonders beim ersten Entwurf unterstützt.


Unterrichtsphase 3: Schreibplanung

In dieser Phase planst Du Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss. Du kannst eine Tabelle, einen roten Faden oder ein Storyboard verwenden. Die Planung verhindert, dass Du einzelne Bilder vergisst oder die Geschichte ohne Zusammenhang endet.


Unterrichtsphase 4: Schreiben

Beim Schreiben achtest Du auf eine klare Erzählperspektive und eine passende Zeitform. Schreibe zuerst flüssig und überarbeite danach. Nicht jeder Satz muss sofort perfekt sein.


Unterrichtsphase 5: Feedback und Überarbeitung

Feedback wird hilfreicher, wenn es konkret ist. Statt Gut gemacht hilft zum Beispiel: Der Höhepunkt ist spannend, aber zwischen Bild 2 und Bild 3 fehlt noch eine Erklärung. Nutze Kriterien wie roter Faden, Bildbezug, Spannung, Sprache und Rechtschreibung.


Unterrichtsphase 6: Präsentation

Am Ende können Texte vorgelesen, Bildgeschichten ausgestellt oder digitale Produkte präsentiert werden. Die Klasse kann besprechen, wie unterschiedlich Geschichten aus derselben Bildfolge entstehen und welche Entscheidungen besonders gelungen sind.


Bewertungskriterien

Eine Bildgeschichte kann nach mehreren Kriterien bewertet werden. Wichtig sind nicht nur Fehlerfreiheit, sondern auch Bildverständnis, Aufbau, Ausdruck und Gestaltung. Für Klasse 5 und 6 eignet sich ein übersichtlicher Kriterienbogen.

Kriterium Woran Du es erkennst Tipp zur Verbesserung
Bildbezug Alle wichtigen Bilder und Details werden sinnvoll aufgenommen. Prüfe Bild für Bild, ob zentrale Informationen vorkommen.
Aufbau Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss sind erkennbar. Markiere im Text die vier Teile mit unterschiedlichen Zeichen.
Spannung Die Geschichte entwickelt einen Konflikt oder eine Überraschung. Baue Gedanken, Gefühle und Verzögerungen ein.
Sprache Verben, Adjektive und Satzanfänge sind abwechslungsreich. Ersetze häufige Wörter durch treffendere Ausdrücke.
Richtigkeit Rechtschreibung, Zeichensetzung und Zeitform sind sorgfältig. Lies Deinen Text langsam rückwärts oder mit einem Partner.
Gestaltung Bilder, Layout oder Storyboard unterstützen die Erzählung. Achte auf Reihenfolge, Lesbarkeit und klare Bildausschnitte.


Differenzierung

Nicht alle Lernenden brauchen dieselbe Unterstützung. Manche benötigen Wortlisten, Satzstarter oder eine klare Bildreihenfolge. Andere können Perspektivwechsel, innere Monologe oder alternative Enden erproben. Ein guter Unterricht bietet Wahlmöglichkeiten, ohne das gemeinsame Ziel aus den Augen zu verlieren.


Unterstützung für den Einstieg

Hilfreich sind Satzanfänge wie Am Anfang, Plötzlich, Da bemerkte sie, Erschrocken rief er oder Am Ende verstand die Klasse. Auch eine Tabelle mit Figuren, Ort, Problem und Lösung kann den Schreibprozess erleichtern.


Erweiterung für Fortgeschrittene

Fortgeschrittene Lernende können mit Erzählperspektive, Rückblende, innerem Monolog, Pointe oder alternativen Enden arbeiten. Sie können außerdem untersuchen, wie sich die Wirkung verändert, wenn Bilder neu geordnet oder anders beschriftet werden.


Häufige Fehler und Lösungen

Ein häufiger Fehler ist das reine Aufzählen: Auf dem ersten Bild sieht man, auf dem zweiten Bild sieht man, auf dem dritten Bild sieht man. Besser ist es, die Bilder in eine flüssige Handlung zu verwandeln. Ein weiterer Fehler ist ein unlogischer Sprung zwischen Bildern. Hier hilft die Frage: Was muss zwischen den Bildern passiert sein? Auch der Wechsel der Zeitform kommt oft vor. Entscheide Dich bewusst für eine Erzählzeit und halte sie durch.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Bildgeschichte im Unterricht meistens? (Eine Erzählung nach einem Bild oder einer Bildfolge) (!Eine Liste ohne Zusammenhang) (!Eine reine Grammatikübung) (!Eine zufällige Sammlung von Wörtern)




Was solltest Du vor dem Schreiben zuerst tun? (Die Bilder genau betrachten) (!Sofort den Schluss schreiben) (!Alle Figuren umbenennen) (!Die Bilder ignorieren)




Welcher Teil führt meist in Ort, Figuren und Situation ein? (Einleitung) (!Höhepunkt) (!Quellenangabe) (!Überschriftensammlung)




Was macht den Höhepunkt einer Bildgeschichte aus? (Er ist die spannendste oder wichtigste Stelle) (!Er steht immer im ersten Satz) (!Er enthält nur die Überschrift) (!Er ersetzt den Schluss)




Warum sind Leerstellen zwischen Bildern wichtig? (Sie müssen sinnvoll ergänzt werden) (!Sie dürfen nie beachtet werden) (!Sie machen jede Geschichte falsch) (!Sie ersetzen alle Figuren)




Welches Mittel macht Figuren in einer Geschichte lebendiger? (Wörtliche Rede) (!Zufällige Zahlen) (!Unlesbare Schrift) (!Unpassende Quellen)




Was zeigt Mimik besonders deutlich? (Gefühle im Gesicht) (!Die Seitenzahl eines Textes) (!Die Schriftgröße) (!Die Lizenz eines Bildes)




Wofür ist ein Storyboard nützlich? (Zum Planen einer Bildfolge) (!Zum Löschen aller Ideen) (!Zum Verbot von Bildern) (!Zum Abschreiben fremder Texte)




Was musst Du bei fremden Bildern beachten? (Urheberrecht) (!Pausenordnung) (!Linealbreite) (!Schuhgröße)




Was gehört zu hilfreichem Feedback? (Konkrete Hinweise zur Verbesserung) (!Nur ein Smiley ohne Erklärung) (!Eine absichtliche Beleidigung) (!Das Verändern ohne Nachfrage)





Memory

Einleitung Ausgangssituation vorstellen
Hauptteil Handlung entwickeln
Höhepunkt Spannendste Stelle
Schluss Folge oder Lösung zeigen
Mimik Gefühle im Gesicht
Gestik Ausdruck durch Hände
Storyboard Plan der Bildfolge
Urheberrecht Schutz von Werken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Beobachten Bilddetails erkennen
Ordnen Reihenfolge klären
Planen Erzählaufbau festlegen
Schreiben Geschichte ausformulieren
Überarbeiten Text prüfen und verbessern






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie nennt man einen Plan für eine Bildfolge?
Panel Wie heißt ein einzelnes Bildfeld im Comic?
Mimik Was zeigt Gefühle im Gesicht?
Gestik Was zeigt Ausdruck durch Hände und Bewegungen?
Höhepunkt Wie heißt die spannendste Stelle einer Erzählung?
Urheberrecht Welches Recht schützt Fotos, Zeichnungen und Texte?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine Bildgeschichte entsteht aus einem Bild oder einer

. Vor dem Schreiben solltest Du die Bilder genau

. Danach ordnest Du die Ereignisse in eine sinnvolle

. Eine gute Erzählung besteht aus Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und

. Zwischen den Bildern gibt es oft

. Diese ergänzt Du mit passenden Gedanken, Gefühlen und

. Wörtliche Rede macht Figuren

. Im Kunstunterricht achtest Du auf Mimik, Gestik, Farbe und

. In der Medienbildung prüfst Du Quellen, Datenschutz und

. Ein Storyboard hilft Dir, eine eigene Bildgeschichte zu

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Wähle ein Bild aus einer Bildgeschichte und beschreibe genau, was Du siehst, ohne sofort zu deuten.
  2. Wortschatz: Sammle zehn starke Verben und zehn passende Adjektive für eine spannende Bildgeschichte.
  3. Satzanfang: Schreibe fünf unterschiedliche Satzanfänge, die eine zeitliche Abfolge deutlich machen.
  4. Figurenbeschreibung: Beschreibe eine Figur aus einer Bildfolge mit Aussehen, Mimik, Gestik und möglicher Stimmung.


Standard

  1. Erzählplan: Erstelle zu einer Bildfolge einen Plan mit Einleitung, Hauptteil, Höhepunkt und Schluss.
  2. Bildgeschichte schreiben: Schreibe eine vollständige Geschichte zu einer vorgegebenen Bildfolge und überarbeite sie mit einer Checkliste.
  3. Storyboard: Zeichne ein Storyboard mit sechs Bildern zu einer Alltagssituation in der Schule.
  4. Feedback: Tausche Deine Geschichte mit einer Partnerin oder einem Partner und gib drei konkrete Verbesserungshinweise.


Schwer

  1. Perspektivwechsel: Schreibe dieselbe Bildgeschichte einmal aus der Sicht der Hauptfigur und einmal aus der Sicht einer Nebenfigur.
  2. Comicgestaltung: Gestalte aus Deiner Geschichte einen Comic mit Panels, Sprechblasen, Geräuschwörtern und klarer Leserichtung.
  3. Medienkritik: Untersuche, wie sich die Wirkung einer Bildgeschichte verändert, wenn die Bilder anders angeordnet oder anders beschriftet werden.
  4. Fotostory: Plane und erstelle in einer Gruppe eine Fotogeschichte, beachte Datenschutz und dokumentiere alle verwendeten Quellen.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Erkläre an einer neuen Bildfolge, welche Details für die Handlung wichtig sind und welche eher schmückend wirken.
  2. Erzählzusammenhang: Beschreibe, wie Ursache und Wirkung zwischen zwei Bildern entstehen, die nicht direkt alles zeigen.
  3. Gestaltungsanalyse: Vergleiche zwei Bildgeschichten und erkläre, wie Perspektive, Mimik oder Bildausschnitt die Wirkung verändern.
  4. Medienentscheidung: Entscheide, ob Du eine Geschichte besser als Text, Comic, Fotostory oder Stop-Motion darstellen würdest, und begründe Deine Wahl.
  5. Urheberrechtlicher Fall: Beurteile, ob eine Klasse fremde Internetbilder für eine veröffentlichte Bildgeschichte nutzen darf, und nenne notwendige Prüfschritte.
  6. Überarbeitungskompetenz: Überarbeite einen kurzen Textauszug so, dass er mehr Spannung, klarere Übergänge und passendere wörtliche Rede enthält.


Lernnachweis

Für den Lernnachweis erstellst Du eine eigene Bildgeschichte oder Fotogeschichte mit einem kurzen Begleittext. Dein Produkt soll einen erkennbaren Aufbau, einen nachvollziehbaren Höhepunkt, bewusst gestaltete Bilder und eine kurze Reflexion zu Quellen, Rechten und Wirkung enthalten. Präsentiere Dein Ergebnis der Lerngruppe und erkläre, welche Entscheidungen Du beim Schreiben und Gestalten getroffen hast.




OERs zum Thema

Zu diesem Unterrichtsthema passen besonders die freien Informationsangebote zu Comic und Max und Moritz, weil sie Bildfolge, Bild-Text-Verhältnis und die Tradition der Bilderzählung veranschaulichen.



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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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