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KI-Bilder im Klassenzimmer - KI im Deutschunterricht

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KI-Bilder im Klassenzimmer - KI im Deutschunterricht



Einleitung

KI-Bilder im Klassenzimmer verbinden Künstliche Intelligenz, Medienbildung, Sprachbildung und Deutschunterricht. In diesem aiMOOC lernst Du, wie KI-Bildgeneratoren im Deutschunterricht der Klassen 5 bis 10 sinnvoll, kritisch und kreativ eingesetzt werden können. Im Mittelpunkt steht nicht das unreflektierte Erzeugen schöner Bilder, sondern die Frage, wie generative KI Lesen, Schreiben, Sprechen, Argumentieren und Reflektieren unterstützen kann.

Das Thema passt besonders gut zum Deutschunterricht, weil Bilder und Sprache eng zusammenhängen. Wer ein KI-Bild erzeugt, muss eine Bildidee sprachlich präzise beschreiben, einen Prompt formulieren, Ergebnisse vergleichen, Unschärfen erkennen und die eigene Entscheidung begründen. Dadurch werden Wortschatz, Textkompetenz, Bildbeschreibung, Erzählkompetenz, Argumentation, Quellenkritik und Medienkompetenz trainiert.

Das folgende Video dient als Einstieg in das Thema KI-Bilder im Klassenzimmer / KI im Deutschunterricht. Es setzt einen Schwerpunkt auf KI im Unterricht, Zukunftskompetenz, Sprache und Medienbildung für die Klassen 5 bis 10.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was KI-Bildgeneratoren leisten und wo ihre Grenzen liegen. Du kannst Prompts für Unterrichtsaufgaben im Deutschunterricht formulieren, KI-Bilder für Bildbeschreibung, kreatives Schreiben, literarisches Lernen und Argumentation nutzen und Ergebnisse kritisch prüfen. Außerdem kannst Du Chancen und Risiken im Bereich Datenschutz, Urheberrecht, Bias, Stereotyp, Deepfake und Transparenz benennen.


Warum KI-Bilder im Deutschunterricht?

Deutschunterricht ist ein Fach der Sprache, Literatur, Kommunikation und Medienreflexion. KI-Bilder eröffnen neue Lernwege, weil sie aus Sprache entstehen und wieder zu Sprache führen. Ein KI-Bild ist im Unterricht deshalb kein Selbstzweck, sondern ein Anlass zum Lesen, Beschreiben, Vergleichen, Schreiben, Überarbeiten und Diskutieren.

  1. Sprachbildung: Du lernst, Vorstellungen genau zu benennen, passende Adjektive zu wählen, räumliche Beziehungen zu beschreiben und sprachliche Genauigkeit zu üben.
  2. Schreibkompetenz: Ein KI-Bild kann als Schreibimpuls für Erzählung, Beschreibung, Charakterisierung, Dialog, innerer Monolog oder Kommentar dienen.
  3. Literarisches Lernen: Szenen aus Märchen, Kurzgeschichte, Ballade, Roman oder Drama können visualisiert, geprüft und mit Textbelegen verglichen werden.
  4. Medienbildung: Du erkennst, dass Bilder nicht automatisch Wirklichkeit zeigen, sondern gestaltet, ausgewählt, verändert und manipuliert sein können.
  5. Kritisches Denken: Du prüfst, ob KI-Bilder Vorurteile, Fehler, unrealistische Details oder unfaire Darstellungen enthalten.
  6. Kollaboration: In Gruppen können Prompts verglichen, verbessert und mit Peer-Feedback überarbeitet werden.


Was ist ein KI-Bild?

Ein KI-Bild ist ein Bild, das mithilfe eines KI-Systems erzeugt oder verändert wurde. Häufig nutzt man dafür einen Text-Bild-Generator, der aus einem schriftlichen Prompt ein Bild erzeugt. Solche Systeme gehören zur generativen KI, weil sie neue Inhalte erzeugen können. Sie arbeiten mit Mustererkennung, Wahrscheinlichkeit und großen Datenmengen. Das bedeutet: Ein KI-System versteht ein Bild oder einen Text nicht wie ein Mensch, sondern erzeugt auf Grundlage gelernter Muster eine plausible Ausgabe.

Das Schaubild zeigt vereinfacht den Zusammenhang zwischen Künstliche Intelligenz, Maschinelles Lernen und Deep Learning. Für den Deutschunterricht ist wichtig: KI-Bilder sind nicht nur technische Produkte, sondern auch kulturelle und sprachliche Produkte. Sie entstehen aus Beschreibungen, Vorstellungen, Begriffen und Auswahlentscheidungen.


Wie funktioniert ein Prompt?

Ein Prompt ist eine Eingabe an ein KI-System. Bei KI-Bildern beschreibt ein Prompt, was im Bild zu sehen sein soll. Gute Prompts sind klar, konkret und überprüfbar. Sie enthalten Angaben zu Inhalt, Perspektive, Stil, Stimmung, Zweck und Grenzen. Ein Prompt kann zum Beispiel festlegen, dass ein Bild als Schreibimpuls für eine Fantasieerzählung dienen soll oder dass keine realen Personen, Markenlogos und privaten Daten vorkommen dürfen.

Ein hilfreiches Prompt-Muster für den Deutschunterricht lautet:

  1. Ziel: Wofür soll das Bild genutzt werden?
  2. Inhalt: Welche Figuren, Gegenstände, Orte oder Situationen sollen erscheinen?
  3. Perspektive: Aus welcher Sicht soll das Bild wirken?
  4. Stil: Soll das Bild sachlich, märchenhaft, realistisch, comicartig oder symbolisch erscheinen?
  5. Sprache: Welche Begriffe sollen genau vorkommen?
  6. Grenzen: Was soll ausdrücklich nicht gezeigt werden?
  7. Prüfung: Woran erkennst Du, ob das Ergebnis zum Lernziel passt?


Vom Bild zum Text und vom Text zum Bild

KI-Bilder können im Deutschunterricht in zwei Richtungen genutzt werden. Beim Weg vom Bild zum Text dient ein Bild als Ausgangspunkt für Bildbeschreibung, Erzählung, Dialog, Personenbeschreibung, Stimmungsbeschreibung oder Argumentation. Beim Weg vom Text zum Bild wird zuerst ein literarischer oder sachlicher Text gelesen. Danach entsteht ein KI-Bild, das anschließend mit dem Originaltext verglichen wird.

Ein besonders wirksamer Lernschritt ist der Text-Bild-Vergleich. Du fragst dabei: Welche Textstellen wurden passend umgesetzt? Welche Details fehlen? Welche Deutung hat die KI hinzugefügt? Welche Stereotype oder Fehler sind sichtbar? Dadurch trainierst Du genaues Lesen und begründetes Urteilen.


Unterrichtsideen für Klasse 5 bis 10


Klasse 5 und 6

In den Klassen 5 und 6 eignen sich KI-Bilder vor allem für Märchen, Fabel, Bildergeschichte, Personenbeschreibung und Ortsbeschreibung. Lernende können ein KI-Bild zu einer Märchenszene erstellen, es mit typischen Märchenmerkmalen prüfen und anschließend eine eigene Erzählung schreiben. Wichtig ist, dass die Lehrkraft klare Regeln vorgibt und die Bildauswahl begleitet.


Klasse 7 und 8

In den Klassen 7 und 8 können KI-Bilder für Kurzgeschichte, Jugendroman, Werbung, Reportage, Beschreibung, Charakterisierung und Argumentation genutzt werden. Besonders sinnvoll ist es, mehrere KI-Bilder zu demselben Prompt zu vergleichen. So wird sichtbar, dass KI nicht eine einzige Wahrheit erzeugt, sondern verschiedene mögliche Darstellungen. Daraus entsteht eine gute Grundlage für Medienkritik und Urteilsbildung.


Klasse 9 und 10

In den Klassen 9 und 10 rücken Manipulation, Deepfake, Urheberrecht, Datenschutz, Bias, politische Kommunikation, Künstliche Intelligenz in der Gesellschaft und Prüfungskultur stärker in den Mittelpunkt. Lernende können KI-Bilder zu literarischen Figuren, dystopischen Zukunftsentwürfen, Werbestrategien oder gesellschaftlichen Konflikten analysieren. Dabei geht es nicht nur um Gestaltung, sondern um Verantwortung, Kennzeichnung und Wirkung.


Didaktisches Ablaufmodell

Ein sicherer Unterrichtseinsatz folgt einem klaren Ablauf. Zuerst wird das Lernziel festgelegt: Soll eine Bildbeschreibung geübt, eine Erzählung geplant, ein Text gedeutet oder eine Medienanalyse durchgeführt werden? Danach wird entschieden, ob das KI-Bild von der Lehrkraft vorbereitet oder von Lernenden unter Anleitung erzeugt wird. Anschließend werden Prompts entwickelt, Ergebnisse geprüft, Texte geschrieben und die Nutzung der KI transparent reflektiert.

  1. Lernziel klären: Die KI dient dem Unterrichtsziel und ersetzt es nicht.
  2. Prompt formulieren: Die sprachliche Eingabe wird gemeinsam geplant und überarbeitet.
  3. Bild prüfen: Das Ergebnis wird mit Text, Aufgabe und Wirkungsabsicht verglichen.
  4. Textproduktion anschließen: Aus dem Bild entsteht ein Text oder eine Überarbeitung.
  5. Reflexion sichern: Der Einsatz der KI wird dokumentiert und bewertet.
  6. Transparenz herstellen: Es wird kenntlich gemacht, welche Teile mit KI-Unterstützung entstanden sind.


Sprachliche Kompetenzen

KI-Bilder fördern sprachliche Genauigkeit, weil ungenaue Prompts oft ungenaue Ergebnisse erzeugen. Wenn Du ein Bild präzise erzeugen willst, brauchst Du treffende Nomen, Verben, Adjektive, Präpositionen und Angaben zu Raum, Zeit und Stimmung. Dadurch wird Grammatik funktional: Sie wird nicht isoliert geübt, sondern für eine konkrete kommunikative Aufgabe gebraucht.

Beispiel: Der Satz Eine Person steht irgendwo im Raum ist ungenau. Besser wäre: Eine Jugendliche steht am linken Rand eines schwach beleuchteten Klassenzimmers, blickt auf ein leeres Whiteboard und hält ein Notizheft in der Hand. Der zweite Satz enthält räumliche Angaben, Atmosphäre, Figur, Handlung und Gegenstand. Genau solche sprachlichen Entscheidungen sind im Deutschunterricht wertvoll.


Schreibdidaktische Nutzung

Im Schreibunterricht können KI-Bilder als Ideenhilfe, Planungswerkzeug oder Überarbeitungshilfe dienen. Ein Bild kann helfen, Figuren, Schauplätze, Konflikte oder Stimmungen sichtbar zu machen. Entscheidend ist jedoch, dass der eigentliche Text nicht automatisch von der KI übernommen wird. Die Lernleistung liegt in der eigenen Planung, sprachlichen Gestaltung, Überarbeitung und Reflexion.

  1. Erzählung: Ein KI-Bild zeigt den Wendepunkt einer Geschichte. Du schreibst Vorgeschichte und Fortsetzung.
  2. Bildbeschreibung: Du beschreibst ein KI-Bild sachlich, geordnet und präzise.
  3. Charakterisierung: Du leitest aus Kleidung, Haltung, Umgebung und Handlung mögliche Eigenschaften einer Figur ab und belegst Deine Deutung.
  4. Innerer Monolog: Du schreibst aus der Perspektive einer Figur im Bild.
  5. Argumentation: Du diskutierst, ob KI-Bilder im Unterricht erlaubt sein sollten.
  6. Kommentar: Du nimmst begründet Stellung zur Frage, wie KI die Schule verändert.


Literarisches Lernen mit KI-Bildern

Beim literarischen Lernen können KI-Bilder Deutungen sichtbar machen. Wenn eine Gruppe ein Bild zu einer Szene aus einer Kurzgeschichte erzeugt, zeigt das Bild immer eine Interpretation. Farben, Gesichtsausdruck, Raum, Licht und Perspektive sind Entscheidungen. Deshalb muss das Bild mit dem Text verglichen werden. Lernende sollen nicht fragen: Hat die KI recht? Besser ist die Frage: Welche Deutung steckt im Bild, und lässt sie sich mit Textstellen begründen?

Ein Beispiel ist eine Szene aus einem Märchen. Ein KI-Bild kann typische Merkmale wie Wald, Schloss, magische Gegenstände oder Gegensätze zwischen Gut und Böse zeigen. Im Unterricht prüfst Du dann, welche Merkmale aus dem Originaltext stammen und welche durch den Prompt oder die KI ergänzt wurden.


Medienkritik und Bildkompetenz

Bildkompetenz bedeutet, Bilder genau wahrzunehmen, zu beschreiben, zu deuten und kritisch einzuordnen. KI-Bilder machen diese Kompetenz besonders wichtig, weil sie glaubwürdig aussehen können, obwohl sie frei erfunden sind. Im Deutschunterricht kann daraus eine zentrale Frage entstehen: Wie erkenne ich, ob ein Bild dokumentiert, inszeniert, bearbeitet oder künstlich erzeugt wurde?

Datei:Comparison between DallE2 and Stable Diffusion - Meta.png

Beim Vergleich unterschiedlicher KI-Bilder wird sichtbar, dass Prompts, Modelle und Auswahlentscheidungen große Wirkung haben. Lernende können untersuchen, wie sich ein Bild verändert, wenn einzelne Wörter ausgetauscht werden. Aus ängstliche Schülerin wird vielleicht ein klischeehaftes Bild, während konzentrierte Schülerin vor einer schwierigen Aufgabe eine andere Wirkung erzeugt. So wird Sprache als Machtmittel und Gestaltungsmittel erfahrbar.


Bias, Stereotype und faire Darstellung

Bias bedeutet Verzerrung. KI-Systeme können einseitige oder stereotype Darstellungen erzeugen, weil sie Muster aus Trainingsdaten übernehmen. Im Unterricht muss deshalb geprüft werden, ob KI-Bilder bestimmte Geschlechterrollen, Berufe, Altersbilder, Herkunftszuschreibungen oder Körperbilder einseitig darstellen. Diese Prüfung ist Teil von Demokratiebildung, Diversität und Medienethik.

Eine gute Prüfregel lautet: Wer wird sichtbar, wer bleibt unsichtbar, und wie werden Menschen dargestellt? Wenn ein KI-Bild zum Thema Wissenschaft fast nur männliche Personen zeigt, kann das im Unterricht kritisch besprochen und durch einen besseren Prompt verändert werden. So wird KI nicht nur verwendet, sondern reflektiert.


Datenschutz und Persönlichkeitsrechte

Bei KI-Bildern im Klassenzimmer gilt: Datenschutz und Persönlichkeitsrecht haben Vorrang. Lernende sollten keine privaten Fotos, Klarnamen, Adressen, Gesundheitsdaten, Noten, Chatverläufe oder erkennbaren Gesichter ohne klare rechtliche Grundlage in KI-Tools eingeben. Besonders sensibel sind Bilder von Kindern und Jugendlichen. Für schulische Nutzung sind die Vorgaben der Schule, des Bundeslandes und der DSGVO zu beachten.

Für den Unterricht ist eine einfache Regel hilfreich: Arbeite mit erfundenen Figuren, neutralen Szenen und schulisch freigegebenen Werkzeugen. Wenn ein Bild eine Person darstellen soll, sollte es keine reale Mitschülerin, keinen realen Mitschüler und keine Lehrkraft imitieren. Auch Prompts sollten keine privaten Daten enthalten.


Urheberrecht und Kennzeichnung

Urheberrecht ist bei KI-Bildern komplex. Ein KI-Bild ist nicht automatisch frei nutzbar. Es können Nutzungsbedingungen des Tools, Rechte an Trainingsdaten, Rechte an Marken, geschützte Figuren, Stilnachahmungen oder Persönlichkeitsrechte betroffen sein. Im schulischen Kontext ist deshalb wichtig, Bilder nicht unbedacht zu veröffentlichen. Wenn KI-Bilder in Präsentationen, Lernplattformen oder Wettbewerben genutzt werden, sollte geprüft werden, ob und wie sie gekennzeichnet werden müssen.

Eine sinnvolle Kennzeichnung enthält: verwendetes Tool, Datum, kurzer Prompt, Bearbeitungsschritte und Zweck. Beispiel: Dieses Bild wurde mit einem KI-Bildgenerator als Schreibimpuls erstellt. Der Prompt wurde im Unterricht formuliert und anschließend überarbeitet. So entsteht Transparenz.


Prüfungskultur und faire Bewertung

Wenn KI im Unterricht erlaubt ist, muss klar sein, was bewertet wird. Bei KI-Bildern sollte nicht das schönste Bild im Mittelpunkt stehen, sondern der Lernprozess. Bewertbar sind zum Beispiel die Qualität des Prompts, die sprachliche Genauigkeit, die Begründung der Bildauswahl, der Text-Bild-Vergleich, die Überarbeitung des eigenen Textes und die Reflexion über Chancen und Risiken.

Eine faire Leistungsbewertung kann folgende Kriterien enthalten:

  1. Promptqualität: Ist die Eingabe klar, passend und sprachlich präzise?
  2. Textbezug: Wird das Bild mit Textstellen oder Aufgabenbezug begründet?
  3. Analyse: Werden Bildwirkung, Details und mögliche Verzerrungen erkannt?
  4. Überarbeitung: Werden Prompt, Bildauswahl oder Text gezielt verbessert?
  5. Reflexion: Wird der KI-Einsatz transparent und kritisch erklärt?
  6. Eigenleistung: Ist deutlich, welche Entscheidungen von der lernenden Person stammen?


Inklusion und Sprachförderung

KI-Bilder können Inklusion und Sprachförderung unterstützen, wenn sie didaktisch gut eingebettet sind. Für Lernende mit wenig Wortschatz können Bilder Gesprächsanlässe schaffen. Für Lernende mit Deutsch als Zweitsprache können KI-Bilder helfen, Wörter, Situationen und Handlungen sichtbar zu machen. Für leistungsstarke Lernende können komplexe Prompts, kritische Analysen und ethische Debatten herausfordernd sein.

Wichtig ist, dass KI-Bilder nicht als Ersatz für Lesen, Schreiben und Denken genutzt werden. Sie sind ein Lernmittel. Der eigentliche Lernprozess entsteht durch Fragen, Vergleiche, sprachliche Entscheidungen und Reflexion.


Beispiel für eine Unterrichtsstunde

Thema: Eine unheimliche Szene beschreiben und zu einer Erzählung ausbauen.

  1. Einstieg: Die Klasse betrachtet ein KI-Bild eines verlassenen Schulflurs bei Nacht und sammelt erste Eindrücke.
  2. Wortschatzarbeit: Die Lernenden sammeln Adjektive, Verben und Ortsangaben zur Stimmung.
  3. Promptanalyse: Die Klasse rekonstruiert, welche Wörter im Prompt vermutlich wichtig waren.
  4. Bildbeschreibung: Jede Person schreibt eine sachliche Beschreibung des Bildes.
  5. Erzählplanung: Die Lernenden entwickeln Figur, Konflikt und Wendepunkt.
  6. Schreibphase: Aus der Bildbeschreibung entsteht eine kurze Erzählung.
  7. Reflexion: Die Klasse bespricht, wie das Bild die Schreibideen beeinflusst hat und welche Grenzen erkennbar waren.


Beispiel für ein Promptprotokoll

Ein Promptprotokoll dokumentiert den Lernprozess. Es hilft, die eigene Arbeit nachvollziehbar zu machen und Transparenz zu sichern.

  1. Ausgangsidee: Welche Schreib- oder Analyseaufgabe soll unterstützt werden?
  2. Erster Prompt: Welche Eingabe wurde verwendet?
  3. Ergebnis: Was war passend, unklar oder problematisch?
  4. Überarbeitung: Welche Wörter wurden verändert?
  5. Zweite Fassung: Was wurde besser oder schlechter?
  6. Auswahlbegründung: Warum wurde ein bestimmtes Bild gewählt?
  7. Reflexion: Was hast Du über Sprache, Bilder und KI gelernt?


Checkliste für den sicheren Einsatz

  1. Lernziel: Das Bild unterstützt ein konkretes Ziel im Deutschunterricht.
  2. Datenschutz: Es werden keine personenbezogenen Daten eingegeben.
  3. Urheberrecht: Nutzungsbedingungen und Veröffentlichung werden geprüft.
  4. Transparenz: KI-Unterstützung wird kenntlich gemacht.
  5. Bias: Stereotype und einseitige Darstellungen werden geprüft.
  6. Eigenleistung: Die eigene sprachliche Arbeit bleibt erkennbar.
  7. Feedback: Ergebnisse werden im Austausch überarbeitet.
  8. Reflexion: Chancen und Grenzen werden schriftlich festgehalten.


Quellen und Orientierungsrahmen

  1. UNESCO: Guidance for generative AI in education and research
  2. Kultusministerkonferenz: Handlungsempfehlung zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen
  3. Europäische Kommission: AI Act und vertrauenswürdige KI
  4. Wikimedia Commons: Freie Medien zu Künstlicher Intelligenz


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Prompt bei einem KI-Bildgenerator? (Eine sprachliche Eingabe zur Steuerung des Bildes) (!Ein automatisch bewerteter Aufsatz) (!Ein fertiges Arbeitsblatt) (!Ein Bild ohne Textbezug)




Warum sind KI-Bilder im Deutschunterricht besonders interessant? (Weil sie Sprache, Bildverstehen und Reflexion verbinden) (!Weil sie das Lesen vollständig ersetzen) (!Weil sie immer sachlich richtig sind) (!Weil keine eigene Schreibarbeit mehr nötig ist)




Was gehört zu einem verantwortungsvollen Umgang mit KI-Bildern? (Datenschutz, Urheberrecht und Transparenz beachten) (!Private Fotos ungeprüft hochladen) (!Prompts geheim halten) (!KI-Ergebnisse immer als Realität behandeln)




Was bedeutet Bias im Zusammenhang mit KI-Bildern? (Eine verzerrte oder einseitige Darstellung) (!Eine besonders hohe Bildauflösung) (!Ein fehlerfreier Prompt) (!Eine automatische Quellenangabe)




Welche Aufgabe passt besonders gut zu KI-Bildern im Deutschunterricht? (Ein Bild beschreiben und mit einem Text vergleichen) (!Ein Diktat ohne Nachdenken abschreiben) (!Eine Grammatikregel auswendig aufsagen) (!Eine Klassenarbeit automatisch benoten lassen)




Was sollte in einem Promptprotokoll stehen? (Verwendete Prompts, Änderungen und Reflexion) (!Nur die Endnote) (!Nur der Name des Computers) (!Nur die Länge des Textes)




Warum müssen KI-Bilder kritisch geprüft werden? (Weil sie Fehler, Klischees und erfundene Details enthalten können) (!Weil sie immer aus Schulbüchern stammen) (!Weil sie keine Wirkung auf Betrachter haben) (!Weil sie niemals verändert werden können)




Was ist bei der Bewertung von KI-Bildaufgaben sinnvoll? (Den Lernprozess und die Begründung bewerten) (!Nur die Schönheit des Bildes bewerten) (!Nur die Geschwindigkeit der Bilderzeugung bewerten) (!Keine Kriterien nennen)




Welche Daten sollten nicht in ein KI-Tool eingegeben werden? (Klarnamen, private Fotos und persönliche Informationen) (!Erfundene Figurennamen) (!Allgemeine Bildideen) (!Neutrale Szenenbeschreibungen)




Welche Kompetenz wird durch den Vergleich von Text und KI-Bild besonders gefördert? (Genaues Lesen und begründetes Deuten) (!Blindes Vertrauen in Technik) (!Reines Abschreiben) (!Zufälliges Raten)





Memory

Prompt genaue Eingabe an die KI
Text-Bild-Vergleich Prüfung von Passung zwischen Darstellung und Vorlage
Bias verzerrte Darstellung
Urheberrecht Regeln zur Nutzung von Werken
Datenschutz Schutz persönlicher Informationen
Bildbeschreibung präzise sprachliche Darstellung
Revision Überarbeitung von Prompt und Text
Quellenkritik Prüfung von Herkunft und Glaubwürdigkeit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bildbeschreibung genaue Wahrnehmung versprachlichen
Prompt Bildidee steuerbar machen
Text-Bild-Vergleich Widersprüche zwischen Vorlage und Darstellung erkennen
Bias-Prüfung Stereotype sichtbar machen
Reflexion Lernprozess begründen






Kreuzworträtsel

Prompt Wie heißt die Eingabe, mit der Du einen KI-Bildgenerator steuerst?
Bias Welcher Begriff bezeichnet eine verzerrte oder einseitige Darstellung?
Quelle Was prüfst Du, wenn Du wissen willst, woher ein Bild oder eine Information stammt?
Revision Wie heißt die Überarbeitung eines Textes oder Prompts?
Datenschutz Welcher Begriff steht für den Schutz persönlicher Informationen?
Urheberrecht Welches Recht ist wichtig, wenn Bilder erstellt, verändert oder veröffentlicht werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

KI-Bilder entstehen durch

KI-Systeme, die aus einem sprachlichen

ein Bild erzeugen. Im Deutschunterricht sind solche Bilder besonders nützlich, wenn sie mit

Schreiben und Reflektieren verbunden werden. Ein KI-Bild sollte niemals ungeprüft als

behandelt werden. Beim Text-Bild-Vergleich prüfst Du, ob die Darstellung zur

passt. Wenn ein Bild einseitige Rollenbilder zeigt, spricht man von

. Persönliche Daten wie Namen oder Fotos gehören nicht unüberlegt in ein

. Bei Veröffentlichung müssen

und Nutzungsbedingungen beachtet werden. Eine faire Bewertung betrachtet nicht nur das Bild, sondern auch den

. Besonders wichtig ist die

darüber, wie KI genutzt wurde.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bildbeschreibung: Erstelle oder nutze ein vorbereitetes KI-Bild zu einem geheimnisvollen Ort und schreibe eine geordnete Bildbeschreibung mit Vordergrund, Hintergrund und Stimmung.
  2. Wortschatz: Sammle zu einem KI-Bild mindestens 20 passende Wörter und ordne sie nach Nomen, Verben, Adjektiven und Ortsangaben.
  3. Prompt: Formuliere einen einfachen Prompt für eine Märchenszene und markiere, welche Wörter Figur, Ort, Stimmung und Handlung bestimmen.
  4. Reflexion: Schreibe fünf Sätze darüber, was Dir an einem KI-Bild glaubwürdig erscheint und was künstlich oder unklar wirkt.


Standard

  1. Text-Bild-Vergleich: Lies eine kurze literarische Szene, erstelle dazu einen Prompt und vergleiche das KI-Bild mit mindestens drei Textstellen.
  2. Erzählung: Nutze ein KI-Bild als Wendepunkt einer Geschichte und schreibe eine Erzählung mit Einleitung, Höhepunkt und Schluss.
  3. Bias: Untersuche drei KI-Bilder zu demselben Thema auf Stereotype und entwickle einen verbesserten Prompt für eine fairere Darstellung.
  4. Argumentation: Schreibe eine begründete Stellungnahme zur Frage, ob KI-Bilder im Deutschunterricht erlaubt sein sollten.


Schwer

  1. Unterrichtsprojekt: Entwickle in einer Gruppe eine Unterrichtsidee, in der KI-Bilder, Textarbeit, Datenschutz und Reflexion sinnvoll verbunden sind.
  2. Medienanalyse: Analysiere ein KI-Bild wie eine Werbeanzeige und erkläre Bildaufbau, Zielgruppe, Wirkung, mögliche Manipulation und ethische Probleme.
  3. Portfolio: Dokumentiere einen vollständigen Prozess mit erstem Prompt, Bildfassungen, Überarbeitungen, Textprodukt und kritischer Reflexion.
  4. Debatte: Führt eine strukturierte Debatte zur Frage, ob KI-generierte Bilder in Schulaufgaben gekennzeichnet werden müssen, und wertet die Argumente aus.



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Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe: Vergleiche eine Unterrichtsstunde mit KI-Bildern mit einer Unterrichtsstunde ohne KI-Bilder. Erkläre, in welcher Situation KI einen echten Lerngewinn bringt und wann sie ablenkt.
  2. Fallanalyse: Eine Schülerin gibt eine Bildergeschichte ab, deren Bild mit KI erstellt wurde. Entwickle faire Bewertungskriterien, die Eigenleistung, Transparenz und Reflexion berücksichtigen.
  3. Promptkritik: Analysiere einen ungenauen Prompt, erkläre mögliche Probleme und verbessere ihn so, dass ein geeignetes Bild für eine Schreibaufgabe entstehen kann.
  4. Ethik: Beurteile, warum private Fotos von Lernenden nicht ohne Weiteres in KI-Tools verwendet werden dürfen, und entwickle sichere Alternativen.
  5. Literaturdeutung: Erkläre, wie ein KI-Bild zu einer literarischen Szene eine Deutung sichtbar macht. Begründe, warum der Vergleich mit Textstellen notwendig ist.
  6. Medienkritik: Entwickle Prüffragen, mit denen eine Klasse erkennen kann, ob ein Bild dokumentarisch, inszeniert, bearbeitet oder KI-generiert sein könnte.


Lernnachweis

  1. Portfolio: Reiche ein Portfolio mit Promptprotokoll, mindestens zwei Bildfassungen, einem eigenen Textprodukt und einer Reflexion über Chancen und Grenzen ein.
  2. Präsentation: Stelle vor, wie KI-Bilder in einer konkreten Deutschstunde genutzt werden können, ohne Datenschutz und Urheberrecht zu vernachlässigen.
  3. Peer-Feedback: Gib einer anderen Gruppe Rückmeldung zu Promptqualität, Textbezug, Bildwirkung und kritischer Reflexion.
  4. Selbsteinschätzung: Beschreibe, was Du über Sprache, Bilder und KI gelernt hast und welche Regeln Du künftig beachten möchtest.
  5. Transfer: Übertrage die Erkenntnisse auf ein anderes Fach und erkläre, welche Regeln dort ebenfalls gelten würden.




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