Freiheit 1


Freiheit 1

Einleitung
Freiheit gehört zu den wichtigsten Begriffen der Philosophie, Politik, Ethik, Rechtsordnung und des persönlichen Lebens. Wenn Du fragst, was Freiheit bedeutet, geht es nicht nur darum, ob jemand tun kann, was er möchte. Freiheit hat viele Ebenen: Sie betrifft Deine Entscheidungen, Deine Verantwortung, Deine Rechte, Deine Grenzen, Deine Beziehungen zu anderen Menschen und die Ordnung einer demokratischen Gesellschaft. In diesem aiMOOC lernst Du zentrale Freiheitsbegriffe kennen, unterscheidest persönliche, politische, rechtliche und soziale Freiheit und untersuchst, warum Freiheit immer auch mit Verantwortung, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Menschenrechten zusammenhängt.
Was bedeutet Freiheit?
Freiheit bezeichnet allgemein die Möglichkeit, selbstbestimmt zu denken, zu entscheiden und zu handeln. Dabei bedeutet Freiheit nicht Grenzenlosigkeit. In einer Gemeinschaft endet die eigene Freiheit dort, wo die Freiheit, Würde oder Sicherheit anderer verletzt wird. Deshalb ist Freiheit immer mit Regeln, Verantwortung und Rücksicht verbunden. Eine demokratische Gesellschaft versucht, Freiheit so zu sichern, dass möglichst viele Menschen ihr Leben selbstbestimmt gestalten können.
Im Alltag begegnet Dir Freiheit in vielen Situationen: Du wählst Deine Freunde, Deine Kleidung, Deine Hobbys, Deine Meinung und später vielleicht Deinen Beruf. Gleichzeitig bist Du an Regeln gebunden: Schulpflicht, Gesetze, Hausordnungen, Verkehrsregeln oder Absprachen in der Familie. Diese Regeln beschränken Dich zwar, können aber auch Freiheit ermöglichen, weil sie Schutz, Verlässlichkeit und gleiche Chancen schaffen.
Freiheit als Grundidee der Menschenwürde
Die moderne Idee der Freiheit ist eng mit der Menschenwürde verbunden. Jeder Mensch besitzt einen eigenen Wert und darf nicht bloß als Mittel für fremde Zwecke behandelt werden. Daraus folgt, dass Menschen Rechte brauchen, um ihr Leben selbst zu gestalten. Dazu gehören zum Beispiel Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Pressefreiheit, Berufsfreiheit und das Recht auf persönliche Entfaltung.
In demokratischen Rechtsstaaten werden diese Rechte durch Grundrechte geschützt. Sie sollen verhindern, dass der Staat oder andere Menschen willkürlich in das Leben Einzelner eingreifen. Gleichzeitig gelten Grundrechte nicht schrankenlos. Wer seine Meinung äußert, darf andere nicht beleidigen, bedrohen oder ihre Würde verletzen. Wer sich versammelt, muss friedlich bleiben. Wer Eigentum besitzt, darf es nicht nutzen, um anderen zu schaden.
Negative und positive Freiheit
Ein wichtiger Unterschied ist die Unterscheidung zwischen negativer Freiheit und positiver Freiheit. Negative Freiheit bedeutet Freiheit von äußerem Zwang. Du bist negativ frei, wenn Dich niemand daran hindert, eine erlaubte Entscheidung zu treffen. Positive Freiheit bedeutet Freiheit zu selbstbestimmtem Handeln. Du bist positiv frei, wenn Du nicht nur formal darfst, sondern auch tatsächlich die Fähigkeiten, Mittel und Chancen hast, eine Entscheidung sinnvoll umzusetzen.
Ein Beispiel: Wenn alle Menschen ein Recht auf Bildung haben, ist das ein wichtiger Freiheitsanspruch. Doch erst wenn Schulen erreichbar sind, Unterricht stattfindet, Lernmaterial vorhanden ist und niemand aufgrund von Armut ausgeschlossen wird, entsteht reale positive Freiheit. Negative Freiheit fragt also: Wer hindert mich? Positive Freiheit fragt: Was brauche ich, um wirklich selbstbestimmt handeln zu können?
Innere und äußere Freiheit
Äußere Freiheit betrifft die gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Bedingungen. Sie beschreibt, ob Du ohne Zwang, Unterdrückung oder Gewalt handeln kannst. Innere Freiheit betrifft Deine Fähigkeit, über Dich selbst nachzudenken, Dich nicht blind von Angst, Gruppendruck, Vorurteilen, Sucht, Gewohnheiten oder Manipulation bestimmen zu lassen. Ein Mensch kann äußerlich frei sein, aber innerlich unfrei handeln, wenn er nur aus Angst vor Ablehnung oder aus unreflektierten Zwängen entscheidet.
Innere Freiheit bedeutet nicht, keine Gefühle zu haben. Sie bedeutet, Gefühle wahrzunehmen, zu prüfen und verantwortliche Entscheidungen zu treffen. Wer zum Beispiel merkt, dass Wut ihn zu verletzenden Worten drängt, kann innehalten und anders handeln. In diesem Sinn ist Freiheit auch eine Frage von Selbstreflexion, Bildung und Charakterbildung.
Freiheit in der Philosophie
Die Philosophie fragt seit der Antike, was Freiheit bedeutet und ob Menschen überhaupt frei handeln können. Eine zentrale Frage lautet: Sind unsere Entscheidungen wirklich frei oder werden sie durch Natur, Erziehung, Gesellschaft, Gene, Gefühle und Erfahrungen bestimmt? Diese Frage führt zum Problem von Freiheit und Determinismus.
Determinismus und Willensfreiheit
Determinismus ist die Auffassung, dass jedes Ereignis durch vorherige Ursachen bestimmt ist. Wenn das auch für menschliches Handeln gilt, scheint fraglich, ob Menschen frei entscheiden können. Vertreter der Willensfreiheit betonen dagegen, dass Menschen Gründe prüfen, Alternativen abwägen und sich bewusst entscheiden können. Zwischen diesen Positionen gibt es vermittelnde Ansätze: Manche Philosophinnen und Philosophen sagen, Freiheit bestehe nicht darin, ursachenlos zu handeln, sondern darin, aus eigenen Gründen und ohne äußeren Zwang zu handeln.
Für die Ethik ist diese Frage besonders wichtig. Verantwortung setzt voraus, dass Menschen zumindest in einem gewissen Maß anders hätten handeln können oder für ihre Motive ansprechbar sind. Wenn niemand verantwortlich wäre, wären Lob, Kritik, Schuld, Strafe und Anerkennung kaum sinnvoll.
Kant: Freiheit und moralisches Gesetz
Bei Immanuel Kant ist Freiheit eng mit Moral verbunden. Frei ist der Mensch nicht, wenn er einfach seinen Neigungen folgt, sondern wenn er sich selbst vernünftige moralische Regeln gibt. Kant nennt das Autonomie. Autonomie bedeutet Selbstgesetzgebung durch Vernunft. Wer moralisch handelt, fragt nicht nur: Was will ich? Sondern: Kann ich wollen, dass meine Handlung als allgemeine Regel gilt?
Kants Freiheitsbegriff zeigt: Freiheit ist nicht das Gegenteil von Regeln. Freiheit kann gerade darin bestehen, sich an vernünftige, selbst einsichtige Regeln zu binden. Wer ehrlich handelt, obwohl eine Lüge kurzfristig nützlich wäre, zeigt innere Freiheit gegenüber bloßen Vorteilen.
Freiheit bei anderen Denkern
Auch John Stuart Mill prägte das moderne Freiheitsdenken. Er betonte, dass Menschen ihre Lebensweise frei wählen sollen, solange sie anderen keinen Schaden zufügen. Dieses Prinzip wird oft als Schadensprinzip bezeichnet. Jean-Jacques Rousseau fragte, wie Menschen in einer politischen Gemeinschaft frei bleiben können. Für ihn war entscheidend, dass Gesetze nicht bloß fremde Befehle sind, sondern Ausdruck eines gemeinsamen politischen Willens. Hannah Arendt sah Freiheit besonders im öffentlichen Handeln: Menschen sind frei, wenn sie gemeinsam sprechen, handeln und eine politische Welt gestalten.
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Politische Freiheit
Politische Freiheit bedeutet, dass Menschen an der Gestaltung ihrer Gesellschaft mitwirken können. Dazu gehören freie Wahlen, politische Beteiligung, Meinungsfreiheit, Vereinigungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und die Möglichkeit, Kritik an Regierung und Institutionen zu üben. Politische Freiheit ist ein Kern der Demokratie. Ohne freie Information, öffentliche Diskussion und Beteiligung kann keine Gesellschaft selbstbestimmt über ihre Zukunft entscheiden.
Politische Freiheit braucht aber auch Schutz vor Machtmissbrauch. Darum sind Gewaltenteilung, Rechtsstaat, unabhängige Gerichte, freie Medien und Minderheitenschutz wichtig. In einer Demokratie entscheidet zwar die Mehrheit, aber sie darf Grundrechte von Minderheiten nicht beliebig verletzen.
Freiheit und Demokratie
In einer Demokratie sind Bürgerinnen und Bürger nicht nur Unterworfene von Gesetzen, sondern Mitgestaltende der politischen Ordnung. Wahlen, Parteien, Bürgerinitiativen, Demonstrationen, Petitionen, Schülervertretungen und öffentliche Debatten sind Formen politischer Freiheit. Demokratie lebt davon, dass Menschen informiert urteilen, sich einmischen und andere Meinungen aushalten.
Freiheit in der Demokratie ist anspruchsvoll. Sie verlangt Toleranz gegenüber Andersdenkenden, Bereitschaft zur Diskussion und die Fähigkeit, Fakten von Behauptungen zu unterscheiden. Wer Freiheit nur für die eigene Gruppe fordert, aber anderen dieselbe Freiheit verweigert, zerstört den demokratischen Freiheitsgedanken.
Freiheit und Diktatur
In einer Diktatur werden Freiheitsrechte stark eingeschränkt oder abgeschafft. Menschen können verfolgt werden, wenn sie Kritik äußern, sich politisch organisieren oder Informationen verbreiten. Zensur, Überwachung, politische Gefangenschaft und Gewalt dienen dazu, Menschen einzuschüchtern. Das Beispiel der Berliner Mauer zeigt, wie politische Unfreiheit Menschen räumlich, sozial und biografisch trennen kann. Der Wunsch nach Freiheit war ein entscheidender Antrieb vieler Protestbewegungen gegen autoritäre Herrschaft.

Rechtliche Freiheit und Grundrechte
Rechtliche Freiheit meint die durch Gesetze gesicherte Freiheit. In einem Rechtsstaat darf der Staat nicht beliebig handeln. Er ist an Recht und Gesetz gebunden. Grundrechte schützen die Einzelnen vor willkürlicher Macht. Gleichzeitig kann der Staat Freiheit auch aktiv sichern, etwa durch Bildung, soziale Sicherung, Schutz vor Gewalt, faire Verfahren und den Zugang zu Gerichten.
Besonders wichtig ist die Gleichheit vor dem Gesetz. Freiheit wäre ungerecht, wenn sie nur für reiche, mächtige oder privilegierte Menschen gilt. Darum hängen Freiheit und Gleichheit zusammen. Gleiche Rechte bedeuten nicht, dass alle Menschen gleich leben müssen, sondern dass alle Menschen denselben rechtlichen Anspruch auf Würde, Schutz und Beteiligung haben.
Grenzen der Freiheit
Freiheit braucht Grenzen, wenn sie die Freiheit anderer zerstört. Eine Gesellschaft muss abwägen: Wie viel Freiheit braucht der Einzelne? Wie viel Schutz braucht die Gemeinschaft? Solche Konflikte gibt es zum Beispiel bei Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrechten, bei Datenschutz und Sicherheit, bei Eigentum und sozialer Verantwortung oder bei wirtschaftlicher Freiheit und Umweltschutz.
Gute Freiheitsgrenzen sind begründet, verhältnismäßig und überprüfbar. Sie dürfen nicht willkürlich sein. Der Staat muss erklären können, warum eine Einschränkung notwendig ist, welches Ziel sie verfolgt und warum mildere Mittel nicht ausreichen.
Soziale und wirtschaftliche Freiheit
Soziale Freiheit fragt, ob Menschen in realen Lebensbedingungen frei handeln können. Wer in Armut lebt, keine Bildungschancen hat, diskriminiert wird oder Angst vor Gewalt haben muss, besitzt vielleicht formale Rechte, kann sie aber nur eingeschränkt nutzen. Deshalb gehören soziale Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit, Schutz vor Diskriminierung und faire Teilhabe zur Freiheitsfrage.
Wirtschaftliche Freiheit bedeutet, Eigentum zu nutzen, Verträge zu schließen, Unternehmen zu gründen, Berufe zu wählen und wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Auch diese Freiheit braucht Regeln. Ohne Arbeitsrechte, Verbraucherschutz, Wettbewerbsschutz und Umweltschutz könnten wirtschaftlich Stärkere die Freiheit Schwächerer beschneiden.
Freiheit und Verantwortung
Freiheit ohne Verantwortung kann rücksichtslos werden. Verantwortung bedeutet, die Folgen des eigenen Handelns für andere, für die Gesellschaft und für die Umwelt mitzudenken. Wer frei sprechen darf, trägt Verantwortung für Wahrhaftigkeit und Respekt. Wer frei konsumieren darf, trägt Verantwortung für Ressourcen, Arbeitsbedingungen und Klima. Wer politische Freiheit besitzt, trägt Verantwortung, sich zu informieren und demokratische Regeln zu achten.
Verantwortung macht Freiheit nicht kleiner, sondern reifer. Sie zeigt, dass Freiheit nicht bloß ein Anspruch gegen andere ist, sondern auch eine Aufgabe an Dich selbst.
Freiheit im digitalen Zeitalter
Im digitalen Zeitalter entstehen neue Freiheitsfragen. Das Internet bietet Zugang zu Wissen, Kommunikation und politischer Beteiligung. Gleichzeitig können Desinformation, Hassrede, Cybermobbing, Überwachung, algorithmische Manipulation und Datenmissbrauch Freiheit gefährden. Wer nicht versteht, wie Plattformen, Werbung, Datenprofile und Empfehlungsalgorithmen funktionieren, kann leichter beeinflusst werden.
Digitale Freiheit bedeutet daher mehr als Internetzugang. Sie umfasst Medienkompetenz, Datenschutz, informationelle Selbstbestimmung, faire digitale Teilhabe und die Fähigkeit, Quellen kritisch zu prüfen. Auch hier gilt: Freiheit braucht Bildung.
Freiheit lernen
Freiheit ist nicht nur ein Zustand, sondern eine Fähigkeit. Du lernst Freiheit, indem Du Entscheidungen triffst, Gründe abwägst, Verantwortung übernimmst, Fehler reflektierst, andere Perspektiven verstehst und Dich an demokratischen Prozessen beteiligst. Schule, Familie, Freundeskreis, Vereine und Öffentlichkeit sind Orte, an denen Freiheit eingeübt wird.
Eine freie Persönlichkeit fragt: Was will ich? Was kann ich verantworten? Welche Rechte habe ich? Welche Rechte haben andere? Welche Regeln sind gerecht? Wo muss ich widersprechen? Wo muss ich Rücksicht nehmen? Diese Fragen machen Freiheit zu einem lebenslangen Lernprozess.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Freiheit allgemein? (Die Möglichkeit, selbstbestimmt zu denken, zu entscheiden und zu handeln) (!Die völlige Abwesenheit jeder Regel) (!Das Recht, immer den eigenen Vorteil durchzusetzen) (!Die Pflicht, jede Entscheidung anderen zu überlassen)
Was beschreibt negative Freiheit? (Freiheit von äußerem Zwang) (!Freiheit durch vollständige Gleichheit aller Meinungen) (!Freiheit als Pflicht zur politischen Teilnahme) (!Freiheit als Besitz möglichst vieler Dinge)
Was beschreibt positive Freiheit? (Die tatsächliche Fähigkeit, selbstbestimmt handeln zu können) (!Die Freiheit, niemals Verantwortung zu tragen) (!Die Freiheit, andere Menschen zu beherrschen) (!Die Freiheit, Gesetze grundsätzlich zu ignorieren)
Warum braucht Freiheit Grenzen? (Damit die Freiheit und Würde anderer geschützt werden) (!Damit niemand eigene Entscheidungen treffen kann) (!Damit der Staat jede Meinung verbieten darf) (!Damit nur Mehrheiten Rechte besitzen)
Was ist ein zentrales Merkmal politischer Freiheit? (Die Möglichkeit, an der Gestaltung der Gesellschaft mitzuwirken) (!Die Abschaffung öffentlicher Diskussionen) (!Die Pflicht, immer der Regierung zuzustimmen) (!Die Vermeidung aller politischen Konflikte)
Was meint innere Freiheit? (Die Fähigkeit, reflektiert und nicht bloß aus Angst oder Gruppendruck zu handeln) (!Die völlige Unabhängigkeit von allen Gefühlen) (!Die Erlaubnis, andere zu manipulieren) (!Die Garantie, immer erfolgreich zu sein)
Welche Aussage passt zu Kants Freiheitsbegriff? (Freiheit bedeutet Autonomie durch vernünftige Selbstgesetzgebung) (!Freiheit bedeutet, jeder Neigung sofort zu folgen) (!Freiheit bedeutet, dass Moral unwichtig ist) (!Freiheit bedeutet, dass Regeln grundsätzlich unfrei machen)
Warum ist Meinungsfreiheit in einer Demokratie wichtig? (Sie ermöglicht Kritik, Diskussion und politische Beteiligung) (!Sie erlaubt jede Form von Beleidigung und Bedrohung) (!Sie ersetzt freie Wahlen vollständig) (!Sie macht Faktenprüfung überflüssig)
Was gefährdet digitale Freiheit besonders? (Überwachung, Desinformation und Datenmissbrauch) (!Quellenkritik und Datenschutz) (!Medienkompetenz und Bildung) (!Transparente Regeln und faire Teilhabe)
Warum hängen Freiheit und Verantwortung zusammen? (Weil freie Entscheidungen Folgen für andere Menschen haben) (!Weil Verantwortung Freiheit unmöglich macht) (!Weil nur Erwachsene Rechte besitzen) (!Weil Freiheit immer ohne Folgen bleibt)
Memory
| Negative Freiheit | Freiheit von Zwang |
| Positive Freiheit | Fähigkeit zum selbstbestimmten Handeln |
| Innere Freiheit | reflektierter Umgang mit Motiven |
| Politische Freiheit | demokratische Beteiligung |
| Rechtsstaat | Schutz vor Willkür |
| Verantwortung | Folgen des Handelns bedenken |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Meinungsfreiheit | Öffentliche Kritik äußern |
| Religionsfreiheit | Glauben wählen oder keinen Glauben haben |
| Versammlungsfreiheit | Friedlich gemeinsam demonstrieren |
| Pressefreiheit | Unabhängig berichten und informieren |
| Berufsfreiheit | Einen Beruf frei wählen |
Kreuzworträtsel
| Autonomie | Wie nennt man Selbstgesetzgebung durch Vernunft? |
| Demokratie | Welche Staatsform braucht freie Wahlen und Beteiligung? |
| Rechtsstaat | Welche Ordnung bindet staatliche Macht an Gesetze? |
| Verantwortung | Was bedeutet, Folgen des eigenen Handelns mitzudenken? |
| Toleranz | Welche Haltung hilft beim Umgang mit anderen Meinungen? |
| Bildung | Was stärkt die Fähigkeit zu selbstbestimmtem Handeln? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Freiheit im Alltag: Schreibe eine kurze Liste mit fünf Situationen, in denen Du Dich frei fühlst, und erkläre jeweils, warum.
- Regeln und Freiheit: Suche drei Regeln aus Schule, Familie oder Verkehr und erkläre, wie sie Freiheit einschränken und zugleich schützen können.
- Freiheitssymbole: Gestalte ein Bild oder Plakat zu einem Symbol der Freiheit und erläutere Deine Gestaltung in wenigen Sätzen.
- Meinungsfreiheit: Formuliere eine eigene Meinung zu einem Schulthema und schreibe dazu eine respektvolle Gegenposition.
Standard
- Negative und positive Freiheit: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel den Unterschied zwischen negativer und positiver Freiheit.
- Freiheit und Verantwortung: Entwickle eine Fallgeschichte, in der eine freie Entscheidung zu einem Konflikt mit Verantwortung führt.
- Digitale Freiheit: Untersuche eine Social-Media-Plattform und beschreibe, wie sie Freiheit ermöglichen und einschränken kann.
- Politische Beteiligung: Plane eine demokratische Aktion an Deiner Schule, zum Beispiel eine Befragung, Petition oder Diskussionsrunde.
Schwer
- Freiheit und Determinismus: Schreibe einen philosophischen Essay zur Frage, ob Menschen wirklich frei entscheiden können.
- Grundrechte im Konflikt: Analysiere einen Konflikt zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsschutz und entwickle eine begründete Lösung.
- Freiheit und soziale Gerechtigkeit: Untersuche, warum Armut oder Diskriminierung reale Freiheit einschränken können.
- Demokratie verteidigen: Entwirf ein Konzept, wie junge Menschen demokratische Freiheit in ihrer Umgebung stärken können.

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Lernkontrolle
- Freiheitsbegriff anwenden: Erkläre an einem aktuellen oder historischen Beispiel, welche Formen von Freiheit betroffen sind und warum.
- Freiheit begrenzen: Beurteile, wann eine Einschränkung von Freiheit gerechtfertigt sein kann, und entwickle Kriterien für eine faire Entscheidung.
- Freiheit und Gleichheit: Vergleiche zwei Situationen, in denen gleiche Rechte nicht automatisch gleiche reale Freiheit bedeuten.
- Demokratische Freiheit: Analysiere, warum freie Medien, Gerichte und Wahlen zusammenwirken müssen, damit politische Freiheit gesichert ist.
- Digitale Selbstbestimmung: Entwickle Regeln für eine digitale Umgebung, die Meinungsfreiheit, Datenschutz und Schutz vor Hassrede verbindet.
- Philosophische Reflexion: Vergleiche innere und äußere Freiheit und erläutere, warum beide für ein selbstbestimmtes Leben wichtig sind.
Lernnachweis
- Portfolio Freiheit: Erstelle ein Portfolio mit mindestens drei eigenen Beispielen zu persönlicher, politischer und digitaler Freiheit. Erkläre jeweils, welche Rechte, Pflichten und Grenzen sichtbar werden.
- Fallanalyse Freiheit: Analysiere einen Fall, in dem zwei Freiheitsrechte miteinander in Konflikt geraten. Entwickle eine begründete Lösung nach den Kriterien Schutz der Würde, Verhältnismäßigkeit und demokratische Nachvollziehbarkeit.
- Transferaufgabe Freiheit: Übertrage den Unterschied zwischen negativer und positiver Freiheit auf ein eigenes Beispiel aus Schule, Ausbildung, Studium oder Gesellschaft.
- Reflexion Verantwortung: Schreibe eine begründete Reflexion darüber, warum Freiheit ohne Verantwortung problematisch werden kann und wie verantwortliche Freiheit im Alltag eingeübt wird.
- Präsentation Demokratie: Bereite eine kurze Präsentation vor, in der Du erklärst, warum Meinungsfreiheit, freie Wahlen, Rechtsstaat und Medienfreiheit gemeinsam politische Freiheit sichern.
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