Deutsche Nationalmannschaft


Deutsche Nationalmannschaft
Deutsche Nationalmannschaft

Einleitung
Die Deutsche Nationalmannschaft ist im Alltag meist die deutsche Fußballnationalmannschaft der Männer gemeint. Sie vertritt Deutschland in internationalen Fußballspielen und wird vom Deutschen Fußball-Bund organisiert. Dieser aiMOOC behandelt die Geschichte, die sportlichen Erfolge, die Spielkultur und die gesellschaftliche Bedeutung der deutschen Auswahl. Du lernst, warum die Nationalmannschaft nicht nur ein Sportteam ist, sondern auch ein Spiegel von Zeitgeschichte, Medien, Identität, Migration, Fan-Kultur und Fair Play.
Die deutsche Auswahl gehört zu den erfolgreichsten Nationalteams im internationalen Männerfußball. Sie wurde viermal Weltmeister: 1954, 1974, 1990 und 2014. Außerdem gewann sie dreimal die Europameisterschaft: 1972, 1980 und 1996. Der Gewinn des Konföderationen-Pokals 2017 zeigt zusätzlich, dass auch Übergangsgenerationen große Turniererfolge erreichen können. Gleichzeitig gab es Phasen der Krise, etwa frühe Ausscheiden bei Turnieren, taktische Umbrüche und öffentliche Debatten über Führung, Leistung, Vielfalt und Verantwortung.
Dieser Kurs verbindet Sportgeschichte, Taktik, Politische Bildung, Medienbildung und Ethik. Du analysierst nicht nur Ergebnisse, sondern untersuchst auch, wie sportlicher Erfolg entsteht, wie eine Mannschaft geführt wird, welche Rolle Fans spielen und wie Medien nationale Erzählungen prägen.
Grundwissen
Was ist eine Nationalmannschaft?
Eine Nationalmannschaft ist eine Auswahl von Sportlerinnen oder Sportlern, die einen Staat oder einen nationalen Verband in internationalen Wettbewerben repräsentiert. Im Fußball werden Nationalmannschaften nicht von Vereinen, sondern von Verbänden organisiert. Für Deutschland übernimmt diese Aufgabe der DFB. Der Bundestrainer nominiert den Kader, bereitet die Mannschaft auf Spiele vor und entwickelt die sportliche Ausrichtung.
Eine Nationalmannschaft unterscheidet sich von einem Verein in mehreren Punkten. Vereinsteams trainieren fast täglich zusammen und spielen in Ligen. Nationalteams kommen nur in bestimmten Abstellungszeiträumen zusammen. Deshalb sind Kommunikation, Rollenverteilung und schnelle taktische Abstimmung besonders wichtig.
Die Rolle des DFB
Der DFB ist der größte Sportfachverband in Deutschland. Er organisiert den deutschen Fußball auf vielen Ebenen: von Amateurfußball über Nachwuchsarbeit bis zu den Nationalmannschaften. Bei der Männer-Nationalmannschaft ist der DFB unter anderem verantwortlich für:
- Kaderplanung: Auswahl der Spieler in Abstimmung mit dem Trainerteam
- Länderspiele: Organisation von Freundschaftsspielen, Qualifikationsspielen und Turniervorbereitung
- Nachwuchsförderung: Entwicklung von Talenten über Junioren-Nationalteams
- Sportliche Leitung: Trainerteam, Analyse, Medizin, Athletik und Teammanagement
- Öffentlichkeitsarbeit: Kommunikation mit Fans, Medien und Partnern
Erfolge im Überblick
| Wettbewerb | Titel | Jahre |
|---|---|---|
| FIFA-Weltmeisterschaft | 4 | 1954, 1974, 1990, 2014 |
| Fußball-Europameisterschaft | 3 | 1972, 1980, 1996 |
| FIFA-Konföderationen-Pokal | 1 | 2017 |
Diese Zahlen zeigen die sportliche Stärke der deutschen Auswahl. Sie erklären aber nicht allein, warum die Mannschaft so bekannt ist. Entscheidend sind auch die Geschichten hinter den Turnieren: das Wunder von Bern 1954, der WM-Sieg im eigenen Land 1974, der Titel 1990 kurz vor der deutschen Wiedervereinigung, das Sommermärchen 2006 und der vierte Stern 2014 in Brasilien.
Historische Entwicklung
Anfänge und frühe Länderspiele
Die Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft beginnt im frühen 20. Jahrhundert. Fußball war damals in Deutschland noch nicht so professionell organisiert wie heute. Das erste offizielle Länderspiel der deutschen Männer-Auswahl fand 1908 statt. In den Anfangsjahren waren Spielsysteme, Trainingsmethoden und internationale Vergleiche deutlich weniger entwickelt als im heutigen Profifußball.
Trotzdem entstand schon früh eine besondere Bedeutung von Länderspielen. Sie verbanden sportlichen Wettbewerb mit nationaler Repräsentation. Gerade deshalb muss man die Geschichte der Nationalmannschaft immer auch kritisch betrachten: Sport kann Menschen verbinden, er kann aber auch für politische Botschaften, nationale Überhöhung oder Ausgrenzung benutzt werden.
1954: Das Wunder von Bern

Der WM-Titel 1954 in der Schweiz gilt als einer der wichtigsten Momente der deutschen Sportgeschichte. Die Mannschaft von Bundestrainer Sepp Herberger gewann das Finale in Bern gegen die favorisierte ungarische Mannschaft mit 3:2. Kapitän Fritz Walter und Torschütze Helmut Rahn wurden zu Symbolfiguren.
Das Spiel wird oft als Wunder von Bern bezeichnet. Für viele Menschen in der jungen Bundesrepublik hatte dieser Sieg eine emotionale Bedeutung, weil er in eine Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg fiel. Aus heutiger Sicht ist wichtig: Der sportliche Erfolg war real, aber seine gesellschaftliche Deutung wurde später stark aufgeladen. Deshalb lohnt es sich, zwischen dem Fußballereignis und den nationalen Erzählungen darüber zu unterscheiden.
1972 und 1974: Spielkultur und Weltklasse
1972 gewann Deutschland erstmals die Europameisterschaft. Die Mannschaft um Franz Beckenbauer, Gerd Müller, Günter Netzer und Sepp Maier gilt bis heute als eine der spielstärksten deutschen Auswahlen. Sie verband technische Klasse, taktische Übersicht und Effizienz.
1974 wurde Deutschland im eigenen Land Weltmeister. Im Finale gegen die Niederlande gewann die deutsche Mannschaft 2:1. Dieses Turnier ist sportgeschichtlich besonders interessant, weil es verschiedene Spielideen gegenüberstellte: die deutsche Stabilität und Effizienz auf der einen Seite sowie den niederländischen totalen Fußball auf der anderen Seite.
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1990: Weltmeister im Zeichen der Umbrüche
1990 gewann Deutschland die Weltmeisterschaft in Italien. Das Finale gegen Argentinien endete 1:0. Andreas Brehme erzielte das entscheidende Tor per Elfmeter. Franz Beckenbauer, 1974 als Spieler Weltmeister, wurde 1990 als Teamchef erneut Weltmeister.
Der Titel fiel in eine historische Umbruchzeit: Die Deutsche Wiedervereinigung stand kurz bevor. Deshalb wurde der WM-Sieg oft mit nationaler Einheit verbunden. Im Unterricht ist hier eine kritische Perspektive wichtig: Sportliche Erfolge können Gefühle von Zusammengehörigkeit erzeugen, doch sie ersetzen keine politische oder gesellschaftliche Auseinandersetzung.
1996: Europameister durch das Golden Goal
1996 gewann Deutschland die Europameisterschaft in England. Im Finale gegen Tschechien erzielte Oliver Bierhoff das erste Golden Goal in einem großen Männer-EM-Finale. Dieses Turnier zeigt, wie einzelne Spielsituationen in die Fußballgeschichte eingehen können. Gleichzeitig wird deutlich, dass Turniererfolg nicht nur von Stars abhängt, sondern auch von Kaderbreite, mentaler Stärke und klaren Rollen im Team.
2006: Sommermärchen und neue Fankultur
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wird oft als Sommermärchen bezeichnet. Die deutsche Mannschaft wurde Dritter, doch die Stimmung im Land, die Offenheit gegenüber Gästen und die positive Fan-Kultur prägten die Erinnerung an das Turnier. Unter Bundestrainer Jürgen Klinsmann und Assistenztrainer Joachim Löw veränderte sich der Spielstil: Deutschland trat offensiver, schneller und moderner auf.
Das Turnier eignet sich sehr gut, um über Patriotismus, Nationalismus und Willkommenskultur zu sprechen. Schwarz-Rot-Gold wurde 2006 von vielen Menschen ungezwungener gezeigt als in früheren Jahrzehnten. Gleichzeitig bleibt die Frage wichtig, wie eine inklusive Fankultur aussehen kann, in der sich Menschen unterschiedlicher Herkunft sicher und respektiert fühlen.
2014: Der vierte Stern

2014 gewann Deutschland die Weltmeisterschaft in Brasilien. Der Weg zum Titel war geprägt von Teamgeist, taktischer Flexibilität und außergewöhnlicher Qualität im Kader. Besonders bekannt ist das Halbfinale gegen Brasilien, das Deutschland mit 7:1 gewann. Im Finale gegen Argentinien erzielte Mario Götze in der Verlängerung das entscheidende Tor zum 1:0.
Der Titel 2014 war das Ergebnis einer langen Entwicklung. Nach enttäuschenden Turnieren um die Jahrtausendwende wurden Nachwuchsleistungszentren, Ausbildungskonzepte und Spielphilosophien verändert. Deshalb ist 2014 nicht nur ein Moment des Jubels, sondern auch ein Beispiel für langfristige Talentförderung, professionelle Analyse und strukturelle Reformen.
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Krisen, Umbrüche und Gegenwart
Nach 2014 begann eine schwierigere Phase. Frühe Turnierausscheiden und wechselnde Leistungen führten zu Debatten über Taktik, Mentalität, Nachwuchsarbeit und Führungsstruktur. Solche Krisen gehören zum Spitzensport. Sie zeigen, dass vergangene Erfolge keine Garantie für zukünftige Siege sind.
Eine moderne Nationalmannschaft muss viele Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Sie soll sportlich erfolgreich sein, junge Spieler integrieren, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, unter großem Mediendruck bestehen und eine glaubwürdige Verbindung zu den Fans halten. Genau diese Spannung macht die deutsche Nationalmannschaft zu einem spannenden Lerngegenstand.
Spielweise und Taktik
Grundprinzipien erfolgreichen Teamspiels
Fußball ist ein Mannschaftssport. Einzelne Stars können Spiele entscheiden, doch große Turniere werden meist von Teams gewonnen, die klare Strukturen besitzen. Zur Spielweise einer Nationalmannschaft gehören:
- Ballbesitz: Kontrolle des Spiels durch sicheres Passspiel
- Pressing: gemeinsames Anlaufen des Gegners, um den Ball zu erobern
- Umschaltspiel: schneller Wechsel von Abwehr zu Angriff oder umgekehrt
- Raumdeckung: Verteidigung von Räumen statt nur direkter Gegenspieler
- Standardsituationen: Eckbälle, Freistöße und Einwürfe als geplante Chancen
- Restverteidigung: Absicherung gegen Konter bei eigenem Angriff
Rollen im Team
Eine Nationalmannschaft besteht nicht nur aus elf Startspielern. Erfolgreich ist ein Kader, wenn Rollen akzeptiert und sinnvoll genutzt werden. Ein Torwart muss nicht nur Bälle halten, sondern oft auch den Spielaufbau einleiten. Innenverteidiger organisieren die Abwehr. Außenverteidiger verbinden Defensive und Offensive. Mittelfeldspieler steuern Tempo, Räume und Pressing. Angreifer schaffen Tiefe, binden Gegenspieler und verwerten Chancen.
Auch Ersatzspieler sind wichtig. Sie können durch Einwechslungen ein Spiel verändern. Bei Turnieren entscheiden oft Belastungssteuerung, Regeneration und die Fähigkeit, auf unterschiedliche Gegner zu reagieren.
Vom Libero zum flexiblen System
Früher war die Rolle des Libero typisch für deutsche Mannschaften. Franz Beckenbauer prägte diese Position besonders. Der Libero spielte hinter der Abwehr, sicherte ab und eröffnete das Spiel. Im modernen Fußball sind feste Libero-Systeme selten geworden. Heute arbeiten Teams meist mit Vierer- oder Dreierketten, flexiblen Pressinghöhen und positionsübergreifendem Spielaufbau.
Diese Entwicklung zeigt: Taktik ist nie abgeschlossen. Sie verändert sich durch neue Trainingsmethoden, Datenanalyse, Athletik, Regelinterpretationen und internationale Trends.
Gesellschaftliche Bedeutung
Identität und Erinnerung
Die deutsche Nationalmannschaft ist Teil der Erinnerungskultur. Bestimmte Spiele werden nicht nur sportlich erinnert, sondern mit gesellschaftlichen Stimmungen verknüpft. 1954 steht für Wiederaufbau, 1974 für sportliche Weltklasse im eigenen Land, 1990 für eine Zeit politischer Umbrüche, 2006 für eine offene Turnierstimmung und 2014 für moderne Teamarbeit.
Solche Deutungen können hilfreich sein, aber sie dürfen nicht unkritisch übernommen werden. Sportgeschichte ist immer auch Mediengeschichte. Zeitungen, Radio, Fernsehen, soziale Medien und Dokumentationen prägen, wie Ereignisse erinnert werden.
Vielfalt im Team
Die deutsche Nationalmannschaft ist heute ohne Migrationsgeschichte nicht zu verstehen. Spieler mit unterschiedlichen familiären Hintergründen haben die Mannschaft geprägt. Das zeigt, dass nationale Zugehörigkeit nicht eindimensional ist. Wer für Deutschland spielt, kann zugleich verschiedene kulturelle Erfahrungen mitbringen.
Für die politische Bildung ist das wichtig: Eine moderne Nationalmannschaft kann ein Bild von Vielfalt und Zusammenhalt vermitteln. Gleichzeitig können öffentliche Debatten über Herkunft, Hymne, Leistung oder Loyalität problematisch werden, wenn sie Menschen unfair bewerten oder ausgrenzen.
Fans, Medien und Verantwortung
Fans unterstützen eine Mannschaft emotional, kreativ und lautstark. Sie können aber auch Druck erzeugen. Medien berichten, erklären, kritisieren und inszenieren. So entsteht ein öffentlicher Raum, in dem Spieler, Trainer und Verband ständig beobachtet werden.
Eine verantwortungsvolle Fankultur bedeutet: Unterstützung ohne Hass, Kritik ohne Beleidigung, Begeisterung ohne Ausgrenzung. Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Kommerzialisierung und Nachhaltigkeit gehören deshalb zum modernen Fußballunterricht dazu.
Vergleich: Männer- und Frauen-Nationalmannschaft
Dieser aiMOOC konzentriert sich auf die deutsche Männer-Nationalmannschaft. Dennoch ist ein Vergleich mit der Frauen-Nationalmannschaft wichtig. Die deutschen Fußballerinnen haben ebenfalls große internationale Erfolge gefeiert und prägten die Entwicklung des Frauenfußballs stark. Gleichzeitig mussten Frauen im Fußball lange gegen Benachteiligung, geringere Sichtbarkeit und schlechtere Bedingungen kämpfen.
Ein fairer Blick auf den deutschen Fußball sollte beide Nationalteams berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, Erfolge gegeneinander aufzurechnen, sondern Strukturen zu verstehen: Wer bekommt Aufmerksamkeit? Wer erhält Förderung? Wie verändern sich Rollenbilder? Welche Bedeutung hat Sichtbarkeit für junge Menschen?
Begriffe und Schlüsselkonzepte
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| Länderspiel | Spiel zwischen Nationalmannschaften |
| Bundestrainer | Hauptverantwortlicher Trainer einer deutschen Nationalmannschaft |
| Kader | Gruppe der nominierten Spieler für Spiele oder Turniere |
| Turniermodus | Regelstruktur eines Wettbewerbs mit Gruppenphase und K.-o.-Runden |
| Pressing | Gemeinsames Stören des Gegners zur Balleroberung |
| Umschaltspiel | Schneller Wechsel zwischen Angriff und Verteidigung |
| Fair Play | Respektvolles und regelgerechtes Verhalten im Sport |
| Fan-Kultur | Formen der Unterstützung, Rituale und Werte von Fans |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welcher Verband organisiert die deutsche Fußballnationalmannschaft? (Deutscher Fußball-Bund) (!Deutsche Fußball Liga) (!Internationales Olympisches Komitee) (!Bundesliga-Konferenz)
In welchem Jahr gewann Deutschland erstmals die Fußball-Weltmeisterschaft? (1954) (!1930) (!1972) (!2006)
Wie wird der WM-Titel von 1954 häufig genannt? (Wunder von Bern) (!Sommermärchen von München) (!Nacht von Wembley) (!Finale der Einheit)
Wer war 1974 eine zentrale Symbolfigur der deutschen Mannschaft? (Franz Beckenbauer) (!Lionel Messi) (!Cristiano Ronaldo) (!Johan Cruyff als deutscher Kapitän)
Welche Jahre gehören zu den deutschen WM-Titeln der Männer? (1954, 1974, 1990, 2014) (!1958, 1970, 1988, 2020) (!1966, 1982, 2002, 2018) (!1972, 1980, 1996, 2017)
Was beschreibt Pressing im Fußball? (Gemeinsames Stören des Gegners zur Balleroberung) (!Langsames Verwalten eines Vorsprungs) (!Alleiniges Dribbling eines Stürmers) (!Auswechseln des Torwarts)
Welches Turnier wird oft als Sommermärchen bezeichnet? (Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland) (!Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz) (!Fußball-Europameisterschaft 1980 in Italien) (!FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 in Russland)
Wer erzielte 2014 im WM-Finale das entscheidende Tor für Deutschland? (Mario Götze) (!Gerd Müller) (!Andreas Brehme) (!Oliver Bierhoff)
Welche Aussage beschreibt eine Nationalmannschaft am besten? (Sie repräsentiert einen nationalen Verband in internationalen Spielen) (!Sie spielt jede Woche in der Bundesliga) (!Sie gehört einem einzelnen Verein) (!Sie darf nur aus Spielern eines Bundeslandes bestehen)
Warum ist die Nationalmannschaft auch ein Thema der politischen Bildung? (Sie berührt Fragen von Identität, Vielfalt, Medien und Verantwortung) (!Sie ersetzt den Geschichtsunterricht vollständig) (!Sie entscheidet über Gesetze im Bundestag) (!Sie organisiert alle Schulen in Deutschland)
Memory
| Wunder von Bern | WM-Titel 1954 |
| Sommermärchen | WM 2006 in Deutschland |
| Golden Goal | EM-Finale 1996 |
| Vierter Stern | WM-Titel 2014 |
| Pressing | Gemeinsames Anlaufen |
| Bundestrainer | Kaderverantwortung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Wunder von Bern | erster WM-Titel |
| Heim-WM | Titelgewinn 1974 |
| Rom | WM-Finale 1990 |
| Wembley | EM-Finale 1996 |
| Maracanã | WM-Finale 2014 |
Kreuzworträtsel
| Bern | In welcher Stadt fand das WM-Finale 1954 statt? |
| Libero | Welche frühere Defensivrolle prägte Franz Beckenbauer besonders? |
| Pressing | Wie nennt man gemeinsames Anlaufen zur Balleroberung? |
| Kader | Wie heißt die Gruppe der nominierten Spieler? |
| Fairplay | Welcher Begriff steht für respektvolles Verhalten im Sport? |
| Wembley | In welchem Stadion gewann Deutschland 1996 das EM-Finale? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitleiste: Erstelle eine Zeitleiste mit den wichtigsten Stationen der deutschen Nationalmannschaft von 1908 bis heute.
- Spielbericht: Schreibe einen kurzen Bericht über ein historisches Spiel der deutschen Nationalmannschaft.
- Begriffe erklären: Erkläre fünf Fachbegriffe aus diesem aiMOOC in eigenen Worten.
- Fan-Plakat: Gestalte ein Plakat für eine faire und respektvolle Unterstützung der Nationalmannschaft.
Standard
- Taktikanalyse: Analysiere eine Spielsituation aus einem Länderspiel und beschreibe Pressing, Raumaufteilung oder Umschaltspiel.
- Medienvergleich: Vergleiche zwei Berichte über dasselbe Spiel und untersuche Unterschiede in Sprache, Bewertung und Schwerpunkt.
- Interview: Befrage eine Person aus Deiner Familie oder Schule zu Erinnerungen an ein Turnier der deutschen Nationalmannschaft.
- Vielfalt im Fußball: Recherchiere Biografien von drei Nationalspielern und zeige, wie vielfältig moderne Teams sein können.
Schwer
- Historische Einordnung: Untersuche, wie der WM-Titel 1954 gesellschaftlich gedeutet wurde, und unterscheide zwischen Sportereignis und Erinnerungserzählung.
- Projekt Fair Play: Entwickle ein Konzept für eine Schulaktion gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball.
- Datenanalyse: Sammle Statistiken zu einem Turnier und erkläre, welche Daten wirklich aussagekräftig sind und welche irreführend sein können.
- Debatte: Führe eine Pro-und-Contra-Debatte zur Frage, ob Nationalmannschaften heute noch starke identitätsstiftende Symbole sein sollten.

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Lernnachweis
- Portfolio: Erstelle ein Lernportfolio mit einer Zeitleiste, einer Taktikskizze, einer Medienanalyse und einer persönlichen Reflexion zur Bedeutung der Nationalmannschaft.
- Präsentation: Halte eine kurze Präsentation zu einem historischen Turnier und erkläre, welche sportlichen und gesellschaftlichen Faktoren wichtig waren.
- Analyseblatt: Wähle ein Länderspiel aus und untersuche Rollen, Spielidee, Pressingverhalten und mediale Bewertung.
- Reflexion: Schreibe einen Text darüber, wie eine faire, vielfältige und respektvolle Fankultur aussehen sollte.
- Transferaufgabe: Übertrage ein Erfolgsprinzip der Nationalmannschaft auf ein anderes Teamprojekt, zum Beispiel in Schule, Verein oder Ausbildung.
Lernkontrolle
- Transfer Taktik: Erkläre, warum eine Nationalmannschaft trotz vieler Einzelstars scheitern kann, wenn Rollen, Kommunikation und Spielidee nicht zusammenpassen.
- Historische Bewertung: Vergleiche die gesellschaftliche Bedeutung der WM-Titel 1954 und 2014. Achte auf Zeitumstände, Medien und nationale Selbstbilder.
- Medienkritik: Analysiere eine Schlagzeile zur Nationalmannschaft und bewerte, ob sie informiert, dramatisiert oder vereinfacht.
- Fair-Play-Konzept: Entwickle Regeln für eine inklusive Fankultur in Deiner Schule oder Deinem Verein.
- Struktur und Erfolg: Begründe, warum Nachwuchsförderung, Trainerbildung und Vereinsarbeit langfristig wichtiger sein können als ein einzelnes gewonnenes Spiel.
- Gegenwartsbezug: Diskutiere, welche Erwartungen an Nationalspieler heute gestellt werden und ob diese Erwartungen immer fair sind.
OERs zum Thema
Weiterführende Medien

Die Bilder in diesem aiMOOC stammen aus Wikimedia Commons und können zur historischen Einordnung, zur Bildanalyse und zum Vergleich von Mannschaftsaufstellungen genutzt werden. Achte bei der Weiterverwendung immer auf die jeweils angegebene Lizenz und die korrekte Nennung der Quelle.
Links
Zusammenfassung
Die Deutsche Nationalmannschaft ist ein bedeutendes Beispiel dafür, wie Sport, Geschichte, Gesellschaft und Medien zusammenwirken. Ihre größten sportlichen Erfolge sind die vier WM-Titel 1954, 1974, 1990 und 2014 sowie die drei EM-Titel 1972, 1980 und 1996. Doch der Lernwert geht weit über Ergebnisse hinaus. An der Nationalmannschaft kannst Du untersuchen, wie Teams entstehen, wie Taktik funktioniert, wie Fans und Medien Bilder prägen und wie Fragen von Identität, Vielfalt und Verantwortung im Sport verhandelt werden.
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