KI-Werkstatt aufbauen Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC


KI-Werkstatt aufbauen Zukunftswerkstatt Schule - aiMOOC
Einleitung
KI-Werkstatt aufbauen / Zukunftswerkstatt Schule verbindet Künstliche Intelligenz, Making, Medienbildung, Technik, Kreativität und Zukunftskompetenz. In einer solchen KI-Werkstatt lernen Schülerinnen und Schüler nicht nur, digitale Werkzeuge zu bedienen, sondern sie untersuchen, gestalten, prüfen und verbessern eigene Lösungen für echte Fragen ihrer Schule und Lebenswelt. Eine Zukunftswerkstatt ist dabei eine Methode, mit der Lernende Probleme kritisch analysieren, mutige Zukunftsideen entwerfen und daraus realistische Projekte entwickeln.
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Dieser aiMOOC zeigt Dir, wie eine schulische KI-Werkstatt geplant, eingerichtet, pädagogisch begründet und in Unterricht, Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften oder Schulentwicklung eingebunden werden kann. Im Mittelpunkt stehen nicht einzelne Geräte, sondern mündige Gestaltungskompetenz: Du sollst verstehen, wie KI-Systeme wirken, welche Chancen und Risiken sie haben und wie Du sie verantwortungsvoll für Lernen, Forschen, Erfinden und Präsentieren einsetzen kannst.

Was ist eine KI-Werkstatt?
Eine KI-Werkstatt ist ein Lernraum, in dem Menschen mit Künstlicher Intelligenz, Algorithmen, Daten, Robotik, 3D-Druck, Medienproduktion, Programmierung und kreativen Methoden arbeiten. Sie kann ein eigener Raum, ein mobiler Materialwagen, eine Projektfläche in der Bibliothek, ein Fachraum oder ein digitales Lernlabor sein. Entscheidend ist, dass die Lernenden dort aktiv, kritisch und kreativ arbeiten.
Eine gute KI-Werkstatt verbindet drei Ebenen. Erstens geht es um Wissen: Was ist Künstliche Intelligenz, was ist Maschinelles Lernen, wie funktionieren Sprachmodelle, warum entstehen Fehler und Verzerrungen? Zweitens geht es um Handlungskompetenz: Wie formuliere ich gute Prompts, wie prüfe ich Ergebnisse, wie dokumentiere ich ein Projekt, wie baue ich einen Prototyp? Drittens geht es um Verantwortung: Was bedeuten Datenschutz, Urheberrecht, Bias, Transparenz, Nachhaltigkeit und Teilhabe?

Was ist eine Zukunftswerkstatt Schule?
Die Zukunftswerkstatt ist eine Methode der Beteiligung und Ideenentwicklung. Sie eignet sich besonders für Schulen, weil sie Lernende, Lehrkräfte, Eltern, Schulträger und außerschulische Partner einbeziehen kann. Klassisch wird sie in drei Phasen gedacht: In der Kritikphase werden Probleme und Bedürfnisse gesammelt, in der Fantasiephase werden mutige Zukunftsbilder entworfen und in der Realisierungsphase werden konkrete Schritte geplant.
Für eine KI-Werkstatt bedeutet das: Eine Schule fragt zuerst, welche Lernprobleme, Medienfragen oder Zukunftsaufgaben tatsächlich vorhanden sind. Dann entwickelt sie kreative Szenarien, etwa einen KI-Lerncoach, eine nachhaltige Schulhofmessstation, ein digitales Museum, eine inklusive Vorlesehilfe oder ein Mediencheck-Team. Danach werden Prototypen gebaut, getestet, reflektiert und verbessert. So wird aus Technik ein pädagogisches Projekt.
Warum braucht Schule eine KI-Werkstatt?
Künstliche Intelligenz prägt Suche, Übersetzung, Bildbearbeitung, Navigation, soziale Medien, Arbeitswelt, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur. Schule muss deshalb nicht nur über KI informieren, sondern Lernende dazu befähigen, KI-Systeme zu verstehen, zu bewerten und selbstbestimmt zu nutzen. Eine KI-Werkstatt macht diese Bildung handlungsorientiert: Lernende erleben, dass Technik gestaltbar ist und dass gute Lösungen aus Fragen, Experimenten, Fehlern, Feedback und Verantwortung entstehen.
Eine KI-Werkstatt stärkt besonders folgende Kompetenzen: Medienkompetenz, Datenkompetenz, Informationskompetenz, Problemlösen, Kreativität, Kollaboration, Kommunikation, Ethik, Reflexion, Projektmanagement und Selbstregulation. Diese Kompetenzen werden oft als Future Skills bezeichnet, weil sie für Lernen, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe in einer digital geprägten Welt wichtig sind.
Pädagogische Grundidee
Eine KI-Werkstatt ist kein Raum, in dem Maschinen das Denken ersetzen. Sie ist ein Raum, in dem Du lernst, besser zu fragen, genauer zu prüfen und verantwortungsvoller zu gestalten. Gute KI-Bildung folgt dem Prinzip: Menschliche Urteilskraft bleibt zentral. Ein KI-Ergebnis ist ein Vorschlag, kein Beweis. Deshalb werden KI-Ausgaben immer mit Quellen, Fachwissen, Beobachtungen, Messdaten oder Diskussionen überprüft.
Besonders geeignet sind Projektlernen, Forschendes Lernen, Design Thinking, Maker Education, Problembasiertes Lernen und Service Learning. Diese Ansätze helfen, offene Aufgaben zu bearbeiten, bei denen es nicht nur eine richtige Lösung gibt. Lernende entwickeln Produkte, Texte, Modelle, Videos, Apps, Roboter, Installationen, Ausstellungen oder Handlungsempfehlungen und begründen ihre Entscheidungen.
Leitprinzipien einer guten KI-Werkstatt
- Mensch im Mittelpunkt: KI unterstützt Lernen und Kreativität, ersetzt aber nicht Verantwortung, Beziehung und pädagogisches Urteil.
- Transparenz: Lernende dokumentieren, wann und wie KI verwendet wurde.
- Datenschutz: Personenbezogene Daten werden geschützt; sensible Daten werden nicht in ungeprüfte Systeme eingegeben.
- Quellenkritik: KI-Ausgaben werden geprüft, verglichen und begründet.
- Teilhabe: Die Werkstatt ist zugänglich, inklusiv und für unterschiedliche Lernwege offen.
- Nachhaltigkeit: Materialien, Energieverbrauch, Reparatur, Wiederverwendung und gesellschaftliche Folgen werden bedacht.
- Fehlerkultur: Irrtümer, misslungene Prototypen und falsche KI-Antworten werden als Lernanlässe genutzt.
- Kreativität: Technik wird mit Kunst, Sprache, Musik, Theater, Handwerk und Gesellschaftsfragen verbunden.
Ausstattung und Raumgestaltung
Eine KI-Werkstatt kann klein beginnen. Für den Start reichen oft Laptops oder Tablets, stabile Internetzugänge, Präsentationstechnik, Moderationsmaterial, Kopfhörer, Mikrofone, einfache Sensoren, Bastelmaterialien und ein klarer Regelrahmen. Später können Mikrocontroller, Roboter, 3D-Drucker, Lasercutter, Greenscreen, Kameras, Audiotechnik, VR- oder AR-Geräte ergänzt werden. Wichtig ist, dass Ausstattung didaktisch begründet ist.

| Bereich | Mögliche Ausstattung | Pädagogischer Zweck |
|---|---|---|
| KI-Lernen | datenschutzgeprüfte Chatbots, lokale Modelle, Promptkarten, Prüfraster | Texte analysieren, Ideen entwickeln, Ergebnisse kritisch bewerten |
| Making | Karton, Holz, Textilien, Sensoren, Mikrocontroller, 3D-Druck | Prototypen bauen, Technik begreifen, Lösungen testen |
| Medienproduktion | Mikrofone, Kamera, Licht, Greenscreen, Schnittsoftware | Erklärvideos, Podcasts, Ausstellungen und Kampagnen gestalten |
| Datenlabor | Tabellen, Messgeräte, offene Datensätze, Visualisierungstools | Daten sammeln, auswerten, visualisieren und interpretieren |
| Reflexion | Whiteboards, Kanban-Tafel, Portfolio-Vorlagen, Feedbackkarten | Projektprozesse planen, dokumentieren und verbessern |
Rollen in der KI-Werkstatt
Eine tragfähige KI-Werkstatt lebt von klaren Rollen. Lernende übernehmen Verantwortung als Forschende, Designerinnen und Designer, Faktenprüferinnen und Faktenprüfer, Dokumentierende, Moderatorinnen und Moderatoren oder Technikpatinnen und Technikpaten. Lehrkräfte begleiten den Prozess, stellen Fragen, sichern Fachlichkeit und achten auf Datenschutz, Ethik und Lernziele. Die Schulleitung schafft Zeitfenster, Ressourcen und Verbindlichkeit. Außerschulische Partner wie Bibliotheken, Hochschulen, Unternehmen, Museen oder Jugendzentren können Expertise einbringen, dürfen aber die pädagogische Verantwortung der Schule nicht ersetzen.
Aufbau in sieben Schritten
- Bedarfsanalyse: Kläre, welche Lernziele, Fächer, Jahrgänge und Schulentwicklungsziele die KI-Werkstatt unterstützen soll.
- Team bilden: Gewinne Lehrkräfte, Lernende, Schulleitung, Medienbeauftragte, Schulsozialarbeit und externe Partner.
- Regeln vereinbaren: Entwickle eine KI-Nutzungsordnung mit Datenschutz, Transparenz, Quellenprüfung und Kennzeichnung.
- Raum planen: Entscheide, ob ein fester Raum, ein mobiler Wagen oder eine Kombination sinnvoll ist.
- Pilotprojekt starten: Beginne mit einem überschaubaren Projekt, etwa einem Prompt-Labor, einem Schulproblem-Prototyp oder einer Datenexpedition.
- Feedback auswerten: Sammle Rückmeldungen von Lernenden, Lehrkräften und Eltern und verbessere Material, Regeln und Ablauf.
- Verankern: Integriere die KI-Werkstatt in Fachcurricula, Projekttage, AGs, Fortbildungen und Schulentwicklung.
Zukunftswerkstatt als Projektmethode
Die Zukunftswerkstatt bietet einen klaren Ablauf, um eine KI-Werkstatt mit Sinn zu füllen. In der Kritikphase sammeln Lernende Probleme: unübersichtliche Lernplattformen, zu wenig Feedback, Energieverschwendung, Barrieren für neue Schülerinnen und Schüler oder Desinformation in sozialen Medien. In der Fantasiephase dürfen sie ohne sofortige Einschränkung träumen: eine sprechende Schulkarte, ein KI-gestützter Lernpfad, ein Roboter für Pflanzenpflege, ein Podcast gegen Fake News oder ein digitales Museum der Schule. In der Realisierungsphase werden daraus machbare Projekte mit Zeitplan, Verantwortlichkeiten, Prüfkriterien und Präsentation.
Beispielprojekt: Die Schule der Zukunft gestalten
In einem Projekt zur Schule der Zukunft starten Lernende mit Interviews: Was wünschen sich Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern und Hausmeisterei für eine bessere Schule? Danach clustern sie die Ergebnisse und formulieren Problemfragen, zum Beispiel: Wie kann unsere Schule neue Lernende besser willkommen heißen? Wie können wir Energie sparen? Wie können wir gerechteres Feedback ermöglichen? Anschließend nutzen sie KI-Werkzeuge zur Ideensammlung, erstellen Skizzen, bauen Modelle, prüfen Risiken und präsentieren einen Prototyp.

Ein guter Prototyp muss nicht perfekt sein. Er muss eine Idee sichtbar, testbar und diskutierbar machen. Das kann ein Pappmodell, ein Klickdummy, ein kurzes Video, ein Ablaufplan, ein Roboter, ein Chatbot-Konzept, ein Plakat, eine Website oder eine Ausstellung sein. Wichtig ist, dass die Lernenden erklären können, welches Problem sie lösen, welche Daten sie nutzen, welche Grenzen die Lösung hat und wie sie verantwortungsvoll eingesetzt werden könnte.
Prompt-Labor
Ein Prompt ist eine Eingabe, mit der Du einem KI-System eine Aufgabe stellst. Im Prompt Engineering lernst Du, Aufgaben klar zu formulieren, Rollen zu definieren, Zielgruppen zu beschreiben, Beispiele zu geben und Kriterien für die Ausgabe festzulegen. In der Schule ist dabei wichtig: Ein Prompt ist kein Trick, sondern eine Form des genauen Denkens. Wer gut promptet, muss das eigene Ziel verstehen.
Ein guter schulischer Prompt enthält häufig fünf Bausteine: Rolle, Aufgabe, Kontext, Format und Qualitätskriterien. Beispiel: Du bist eine Lernbegleitung für Klasse 8. Erkläre den Begriff Medienkompetenz mit einem Beispiel aus dem Schulalltag. Stelle danach drei Verständnisfragen. Verwende einfache Sprache und nenne Grenzen von KI. Anschließend wird das Ergebnis geprüft: Ist es sachlich richtig? Ist es verständlich? Fehlen Quellen? Gibt es problematische Vereinfachungen? Passt es zur Zielgruppe?
Daten, Datenschutz und Verantwortung
Daten sind die Grundlage vieler KI-Anwendungen. Deshalb gehört Datenkompetenz in jede KI-Werkstatt. Lernende sollten unterscheiden können zwischen personenbezogenen Daten, anonymisierten Daten, Trainingsdaten, Messdaten und offenen Daten. Sie sollten verstehen, dass Daten nie neutral sind: Sie entstehen in bestimmten Situationen, können Lücken enthalten und können Menschen benachteiligen, wenn sie unreflektiert genutzt werden.
Datenschutz bedeutet in der KI-Werkstatt: Keine sensiblen Informationen über Mitschülerinnen und Mitschüler, Lehrkräfte oder Familien in ungeprüfte KI-Systeme eingeben. Gesichter, Stimmen, Namen, Gesundheitsdaten, Noten, Konflikte oder private Nachrichten benötigen besonderen Schutz. Wer KI nutzt, dokumentiert die Nutzung und fragt bei Unsicherheit nach. Verantwortungsvolle KI-Bildung bedeutet auch, dass man technische Möglichkeiten nicht automatisch nutzt, nur weil sie verfügbar sind.
Medienkompetenz und Informationsprüfung
KI-Werkzeuge können Texte, Bilder, Audios, Videos und Programmcode erzeugen. Dadurch wird Medienkompetenz wichtiger, nicht unwichtiger. Lernende müssen prüfen, ob Informationen stimmen, ob Quellen existieren, ob Bilder manipuliert sein könnten, ob Aussagen einseitig sind und ob ein Ergebnis fair verwendet werden darf. Eine KI-Werkstatt sollte deshalb immer mit Quellenkritik, Faktencheck, Urheberrecht, Creative Commons und Desinformation arbeiten.

Eine einfache Prüfroutine lautet: Erstens frage nach der Quelle. Zweitens vergleiche mit mindestens zwei unabhängigen Informationen. Drittens prüfe Datum, Autorenschaft und Kontext. Viertens unterscheide zwischen Fakt, Meinung, Vermutung und Werbung. Fünftens kennzeichne, welche Teile mit KI-Unterstützung entstanden sind.
KI und Inklusion
Eine KI-Werkstatt kann Inklusion unterstützen, wenn sie barrierearm geplant wird. KI kann Texte vereinfachen, Sprache vorlesen, Übersetzungen anbieten, Ideen strukturieren oder Feedback geben. Gleichzeitig können KI-Systeme Menschen ausschließen, wenn Trainingsdaten einseitig sind, Sprache nicht verständlich ist oder Geräte nicht zugänglich sind. Deshalb sollten Lernende immer fragen: Wer profitiert von unserer Lösung? Wer wird übersehen? Welche Barrieren bauen wir ab? Welche neuen Barrieren entstehen?
Projektideen für Unterricht und Schulleben
- Prompt-Labor: Lernende vergleichen Prompts, bewerten KI-Antworten und entwickeln ein eigenes Prüfraster.
- Fake-News-Werkstatt: Lernende analysieren Desinformation, erstellen Faktencheck-Poster und produzieren Erklärvideos.
- Schulhof der Zukunft: Lernende sammeln Messdaten zu Hitze, Schatten, Lärm und Aufenthaltsqualität und entwickeln Vorschläge.
- Inklusive Schule: Lernende bauen barrierearme Informationsangebote für neue Schülerinnen und Schüler.
- KI und Kunst: Lernende untersuchen Bildgeneratoren, Urheberrecht, Stilfragen und menschliche Kreativität.
- Robotik im Alltag: Lernende programmieren einfache Roboter und diskutieren Nutzen, Grenzen und Verantwortung.
- Energie-Detektive: Lernende messen Stromverbrauch, visualisieren Daten und entwickeln Energiesparideen.
- Digitales Schulmuseum: Lernende erstellen Interviews, Audios, Texte und eine Ausstellung zur Geschichte und Zukunft der Schule.
Bewertung und Feedback
In einer KI-Werkstatt sollte nicht nur das Endprodukt bewertet werden. Wichtig sind Problemverständnis, Recherche, Dokumentation, Teamarbeit, Reflexion, Quellenprüfung, Umgang mit Fehlern und ethische Begründung. Ein Portfolio eignet sich besonders gut, weil Lernende darin ihre Fragen, Prompts, Skizzen, Tests, KI-Nutzung, Entscheidungen und Verbesserungen sichtbar machen.
| Kriterium | Leitfrage | Beispiel für Nachweis |
|---|---|---|
| Problemverständnis | Welches Problem wird bearbeitet und warum ist es relevant? | Interviewauswertung, Problemfrage, Zielgruppe |
| KI-Kompetenz | Wird KI sinnvoll, transparent und kritisch genutzt? | Promptprotokoll, Vergleich, Fehleranalyse |
| Kreativität | Ist die Lösung eigenständig und passend gestaltet? | Skizzen, Prototyp, Varianten |
| Verantwortung | Werden Datenschutz, Fairness und Folgen bedacht? | Risikoanalyse, Nutzungsregeln, Reflexion |
| Transfer | Kann die Idee auf andere Situationen übertragen werden? | Präsentation, Handlungsempfehlung, Diskussion |
Fortbildung und Schulentwicklung
Eine KI-Werkstatt gelingt besser, wenn Lehrkräfte gemeinsam lernen. Sinnvoll sind kurze Mikrofortbildungen, offene Werkstattzeiten, kollegiale Hospitationen, Materialsammlungen und gemeinsame Regeln. Lehrkräfte müssen nicht alle KI-Werkzeuge perfekt beherrschen. Wichtiger ist, dass sie Lernprozesse strukturieren, gute Fragen stellen, Risiken erkennen und gemeinsam mit Lernenden reflektieren.
Schulentwicklung bedeutet hier: Die KI-Werkstatt wird nicht als Sonderprojekt isoliert, sondern mit Medienkonzept, Schulcurriculum, Berufsorientierung, Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Inklusion und Ganztagsschule verbunden. So entsteht eine Lernkultur, in der Technik, Kreativität und Verantwortung zusammengehören.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das wichtigste Ziel einer schulischen KI-Werkstatt? (Mündige Gestaltungskompetenz fördern) (!Geräte möglichst teuer anschaffen) (!Alle Aufgaben automatisch lösen lassen) (!Unterricht ohne Lehrkräfte ersetzen)
Welche drei Phasen gehören typisch zur Zukunftswerkstatt? (Kritikphase Fantasiephase Realisierungsphase) (!Startphase Prüfungsphase Notenphase) (!Suchphase Kaufphase Werbephase) (!Lesphase Abschreibphase Abgabephase)
Warum müssen KI-Ergebnisse überprüft werden? (Weil sie Fehler und Verzerrungen enthalten können) (!Weil KI niemals Texte erzeugen kann) (!Weil KI immer nur Bilder erstellt) (!Weil KI grundsätzlich ohne Daten funktioniert)
Was bedeutet Datenschutz in der KI-Werkstatt besonders? (Sensible personenbezogene Daten schützen) (!Alle Namen öffentlich sammeln) (!Private Chats in KI-Systeme kopieren) (!Passwörter im Klassenraum aushängen)
Was ist ein Prompt? (Eine Eingabe oder Aufgabenstellung an ein KI-System) (!Ein Kabel für den 3D-Drucker) (!Eine Note im Musikunterricht) (!Ein gedrucktes Arbeitsblatt ohne Aufgabe)
Welche Haltung passt zur Arbeit mit KI in der Schule? (Kritisch kreativ und verantwortlich nutzen) (!Alles ungeprüft übernehmen) (!Technik grundsätzlich verbieten) (!Nur Ergebnisse bewerten und Prozesse ignorieren)
Was ist ein Prototyp in einer KI-Werkstatt? (Ein testbares Modell einer Idee) (!Ein fertiges Produkt ohne Fehler) (!Ein zufälliger Text ohne Ziel) (!Eine reine Klassenarbeit)
Welche Kompetenz ist für den Umgang mit KI-Ausgaben besonders wichtig? (Quellenkritik) (!Abschreiben) (!Raten) (!Weglassen)
Welche Rolle haben Lehrkräfte in der KI-Werkstatt? (Sie begleiten strukturieren und sichern Reflexion) (!Sie lassen KI alle Entscheidungen treffen) (!Sie verbieten jede Zusammenarbeit) (!Sie bewerten nur die Geschwindigkeit)
Warum passt Making gut zur KI-Werkstatt? (Weil Ideen sichtbar gebaut getestet und verbessert werden) (!Weil nur Theorie gelernt wird) (!Weil keine Zusammenarbeit nötig ist) (!Weil Fehler vermieden werden müssen)
Memory
| Prompt | Aufgabenstellung an ein KI-System |
| Prototyp | Testbares Modell einer Idee |
| Datenschutz | Schutz personenbezogener Informationen |
| Makerspace | Raum für kreatives Bauen und Experimentieren |
| Bias | Verzerrung in Daten oder Ergebnissen |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft und Glaubwürdigkeit |
| Zukunftswerkstatt | Methode zur Entwicklung gemeinsamer Zukunftsideen |
| Portfolio | Dokumentation des eigenen Lernprozesses |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Kritikphase | Probleme und Bedürfnisse sammeln |
| Fantasiephase | Mutige Zukunftsideen entwickeln |
| Realisierungsphase | Machbare Schritte planen |
| Prototypenphase | Modelle bauen und testen |
| Reflexionsphase | Ergebnisse bewerten und verbessern |
Kreuzworträtsel
| Makerspace | Wie heißt ein Raum für kreatives Bauen und Experimentieren? |
| Prompt | Wie heißt eine Eingabe an ein KI-System? |
| Ethik | Welcher Bereich fragt nach Verantwortung und richtigem Handeln? |
| Prototyp | Wie heißt ein testbares Modell einer Idee? |
| Datenschutz | Was schützt personenbezogene Informationen? |
| Feedback | Wie nennt man eine Rückmeldung zur Verbesserung? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- KI-Beobachtung: Sammle fünf Situationen aus Deinem Alltag, in denen KI oder algorithmische Systeme vermutlich eine Rolle spielen, und erkläre jeweils, woran Du das erkennst.
- Prompt-Vergleich: Schreibe drei verschiedene Prompts zur gleichen Lernfrage und vergleiche, welche Antwort am hilfreichsten, verständlichsten und überprüfbarsten ist.
- Werkstatt-Regeln: Entwirf ein Plakat mit fünf einfachen Regeln für verantwortungsvolle KI-Nutzung in der Schule.
- Mediencheck: Suche eine Online-Information zu einem Schulthema, prüfe zwei weitere Quellen und erkläre, welche Quelle Du am glaubwürdigsten findest.
Standard
- Zukunftswerkstatt Schulproblem: Führe in einer Gruppe eine kleine Zukunftswerkstatt zu einem echten Problem Deiner Schule durch und dokumentiere Kritikphase, Fantasiephase und Realisierungsphase.
- Prototyp bauen: Entwickle ein Modell für eine Lösung im Schulalltag, zum Beispiel eine Willkommensstation, eine Energiesparanzeige oder einen Lernbegleiter, und teste es mit mindestens drei Personen.
- KI-Faktencheck: Lasse Dir von einem KI-System eine Erklärung zu einem Fachthema geben, überprüfe zentrale Aussagen und erstelle eine kommentierte Fehler- und Stärkenanalyse.
- Podcast Zukunft Schule: Produziere eine kurze Audiofolge, in der Ihr Chancen und Risiken einer KI-Werkstatt aus Sicht von Lernenden, Lehrkräften und Eltern darstellt.
Schwer
- Schulisches KI-Konzept: Entwirf einen Vorschlag für ein KI-Nutzungskonzept Deiner Schule mit Lernzielen, Datenschutzregeln, Transparenzpflicht, Fortbildungsbedarf und Beteiligung der Schulgemeinschaft.
- Datenprojekt Schulumwelt: Sammle selbst Messdaten, zum Beispiel zu Temperatur, Lärm oder Licht, visualisiere sie und leite daraus eine begründete Verbesserungsidee für die Schule ab.
- Ethik-Debatte: Entwickle ein Rollenspiel, in dem Schulleitung, Lernende, Eltern, Datenschutzbeauftragte und Lehrkräfte über den Einsatz eines KI-Lernsystems diskutieren.
- Ausstellung KI-Werkstatt: Plane eine öffentliche Ausstellung mit Prototypen, Erklärtexten, Medienprodukten und Reflexionsstationen, die zeigt, wie KI verantwortungsvoll gestaltet werden kann.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe KI-Werkstatt: Erkläre, wie eine Schule mit wenig Geld trotzdem eine wirksame KI-Werkstatt aufbauen kann, und begründe Deine Prioritäten.
- Fallanalyse Datenschutz: Eine Gruppe möchte Namen, Fotos und Lernstände in ein KI-System eingeben, um individuelle Tipps zu erhalten. Analysiere die Risiken und entwickle eine sichere Alternative.
- Bewertung eines Prototyps: Beurteile einen KI-gestützten Schulprojekt-Prototyp nach Problemverständnis, Nutzen, Fairness, Datenschutz, Transparenz und Verbesserbarkeit.
- Vergleich Zukunftswerkstatt und Frontalunterricht: Vergleiche beide Ansätze und erkläre, bei welchen Lernzielen eine Zukunftswerkstatt besonders sinnvoll ist.
- Gesellschaftliche Folgen: Diskutiere, wie eine KI-Werkstatt dazu beitragen kann, digitale Spaltung zu verringern, und wo sie unbeabsichtigt neue Ungleichheiten erzeugen könnte.
- Reflexion menschliche Verantwortung: Begründe, warum menschliche Urteilskraft trotz leistungsfähiger KI-Systeme zentral für Schule und Lernen bleibt.
Lernnachweis
Als Lernnachweis erstellst Du ein KI-Werkstatt-Portfolio. Darin dokumentierst Du eine Problemfrage, Deine Recherche, mindestens zwei Prompts, die Überprüfung der KI-Ausgaben, einen eigenen Prototyp, Feedback von anderen Personen und eine Reflexion zu Datenschutz, Fairness und Nutzen. Der Lernnachweis gilt als gelungen, wenn sichtbar wird, dass Du KI nicht nur benutzt, sondern kritisch prüfst, kreativ einsetzt und verantwortungsvoll beurteilst.
OERs zum Thema
Weiterführende Orientierung
- UNESCO: Die internationalen Kompetenzrahmen zu KI in der Bildung betonen einen menschenzentrierten Ansatz, Ethik, Grundlagenwissen, pädagogische Nutzung und professionelles Lernen.
- Europäische Union: Der AI Act fordert KI-Kompetenz dort, wo KI-Systeme eingesetzt oder bereitgestellt werden, und macht damit Fortbildung und verantwortliche Nutzung besonders wichtig.
- Kultusministerkonferenz: Die Empfehlungen zum Umgang mit KI in schulischen Bildungsprozessen zielen auf einen konstruktiv-kritischen Umgang mit KI und auf pädagogisch begründete Entscheidungen.
- Creative Commons: Freie Lizenzen helfen, Medien rechtssicher zu nutzen, zu bearbeiten und eigene Lernprodukte als Open Educational Resources zu veröffentlichen.
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