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Rhetorische Mittel - aiMOOC

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Rhetorische Mittel - aiMOOC



Einleitung

Rhetorische Mittel sind sprachliche Gestaltungsmittel, mit denen Du Aussagen wirkungsvoller, anschaulicher, einprägsamer oder überzeugender machen kannst. Du begegnest ihnen in Gedichten, Reden, Dramen, Kurzgeschichten, Romanen, Werbung, politischen Reden, Journalismus und in alltäglicher Kommunikation. Wer rhetorische Mittel erkennt, kann Texte genauer verstehen, versteckte Wirkungsabsichten entdecken und selbst bewusster sprechen oder schreiben.

Der Begriff hängt mit der Rhetorik zusammen. Rhetorik bezeichnet die Kunst, durch Sprache zu informieren, zu überzeugen und zu bewegen. Schon in der Antike wurde darüber nachgedacht, wie Sprache auf Menschen wirkt. Besonders wichtig sind bis heute die drei Wirkungsbereiche Ethos, Pathos und Logos: Ethos betrifft die Glaubwürdigkeit der sprechenden Person, Pathos spricht Gefühle an und Logos zielt auf die sachliche Überzeugungskraft von Argumenten.

In diesem aiMOOC lernst Du, wichtige Stilmittel zu erkennen, passende Beispiele zu bilden und ihre Wirkung im Kontext zu erklären. Entscheidend ist dabei: Ein rhetorisches Mittel ist nie nur ein Schmuckelement. Es erfüllt in einem Text oder einer Rede eine Funktion. Eine Metapher kann etwas veranschaulichen, eine Anapher kann Nachdruck erzeugen, eine rhetorische Frage kann Zustimmung lenken und eine Ironie kann Kritik indirekt ausdrücken.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. rhetorische Mittel in Texten und Reden erkennen und benennen.
  2. Metapher, Vergleich, Personifikation, Anapher, Alliteration, Hyperbel, Antithese, Klimax, Ironie, Euphemismus und weitere Stilmittel erklären.
  3. Beispiele für verschiedene sprachliche Mittel selbst formulieren.
  4. die Wirkung eines rhetorischen Mittels im jeweiligen Kontext deuten.
  5. rhetorische Mittel für eigene Reden, Essays, Kommentare, Gedichte oder Präsentationen gezielt einsetzen.
  6. zwischen sachlicher Textanalyse und unkritischer Wirkungseinschätzung unterscheiden.


Rhetorik und Stilmittel


Was bedeutet Rhetorik?

Rhetorik ist die Lehre von der wirkungsvollen Gestaltung sprachlicher Äußerungen. Sie fragt: Wie kann eine Aussage so formuliert werden, dass sie verstanden, behalten und vielleicht sogar übernommen wird? In der Schule begegnet Dir Rhetorik besonders bei der Gedichtanalyse, Sachtextanalyse, Redeanalyse, Dramenanalyse und bei eigenen Erörterungen.

Rhetorische Mittel helfen dabei, eine Aussage nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich zu gestalten. Sie können:

  1. Anschaulichkeit erzeugen.
  2. Spannung aufbauen.
  3. Emotion auslösen.
  4. Argumentation verstärken.
  5. Aufmerksamkeit lenken.
  6. Kritik indirekt ausdrücken.
  7. Rhythmus und Klang verbessern.
  8. Einprägsamkeit erhöhen.


Warum ist der Kontext wichtig?

Ein rhetorisches Mittel hat keine feste Wirkung, die immer gleich ist. Die Wirkung hängt vom Kontext, vom Thema, vom Texttyp, von der Sprechsituation, von der Adressatengruppe und von der Absicht der sprechenden oder schreibenden Person ab. Eine rhetorische Frage kann zum Nachdenken anregen, aber auch Druck ausüben. Eine Hyperbel kann humorvoll wirken, aber auch dramatisieren. Eine Metapher kann etwas verständlich machen, aber auch verschleiern.

Deshalb reicht es in einer Analyse nicht zu schreiben: „Hier ist eine Metapher.“ Du solltest immer ergänzen, wie das Mittel im konkreten Text funktioniert. Eine gute Deutung verbindet Begriff, Beleg, Beschreibung und Wirkung.


Rhetorische Mittel als Werkzeuge

Stell Dir rhetorische Mittel wie Werkzeuge vor. Ein Werkzeug ist nicht automatisch gut oder schlecht. Entscheidend ist, wie es eingesetzt wird. Eine Alliteration kann einen Slogan einprägsam machen. Eine beschönigende Formulierung kann aber auch Probleme verharmlosen. Genau deshalb sind rhetorische Mittel wichtig für Medienkompetenz, Demokratiebildung, Literatur und Kommunikation.


Grundformen rhetorischer Mittel


Tropen und Figuren

Viele Stilmittel lassen sich grob in zwei große Gruppen einteilen: Tropen und Figuren. Diese Einteilung hilft Dir beim Ordnen.

Tropen verändern die Bedeutung eines Ausdrucks. Ein Wort wird also nicht nur wörtlich, sondern übertragen verstanden. Beispiele sind Metapher, Ironie, Euphemismus, Metonymie und Synekdoche.

Figuren betreffen eher die Anordnung, Wiederholung, Auslassung oder Klanggestaltung von Wörtern und Sätzen. Beispiele sind Anapher, Parallelismus, Chiasmus, Ellipse, Alliteration und Klimax.

Diese Einteilung ist nützlich, aber nicht immer vollständig trennscharf. Für Deine Analyse ist wichtiger, dass Du das Mittel sicher erkennst und seine Funktion begründest.


Vier Analysefragen

Wenn Du ein rhetorisches Mittel untersuchst, kannst Du mit vier Fragen arbeiten:

  1. Benennen: Welches rhetorische Mittel liegt vor?
  2. Belegen: An welcher Textstelle erkennst Du es?
  3. Beschreiben: Wie ist es sprachlich gebaut?
  4. Deuten: Welche Wirkung hat es im Zusammenhang des Textes?

Beispiel: In der Formulierung „Die Stadt schläft“ liegt eine Personifikation vor. Der unbelebten Stadt wird eine menschliche Handlung zugeschrieben. Dadurch wirkt die Stadt ruhig, friedlich und lebendig zugleich. Je nach Text kann diese Formulierung Geborgenheit, Einsamkeit oder Stillstand ausdrücken.


Wichtige rhetorische Mittel


Übersicht mit Beispielen und Wirkung

Rhetorisches Mittel Kurzerklärung Beispiel Mögliche Wirkung
Metapher Bildhafte Übertragung von Bedeutung „Ein Meer aus Lichtern“ macht eine Vorstellung anschaulich und verdichtet Bedeutung
Vergleich Verbindung zweier Bereiche durch wie oder als „stark wie ein Löwe“ verdeutlicht Eigenschaften und erleichtert das Verstehen
Personifikation Vermenschlichung von Dingen, Natur oder abstrakten Begriffen „Die Sonne lacht“ belebt eine Szene und erzeugt Nähe
Symbol Zeichen mit übertragener Bedeutung „Die Taube steht für Frieden“ bündelt komplexe Bedeutungen in einem Bild
Allegorie ausgeführtes Bild, das eine abstrakte Idee darstellt „Justitia mit Waage und Schwert“ macht abstrakte Zusammenhänge sichtbar
Anapher Wiederholung am Anfang mehrerer Sätze oder Verse „Wir lernen. Wir handeln. Wir verändern.“ verstärkt Nachdruck, Rhythmus und Zusammenhalt
Epipher Wiederholung am Ende mehrerer Sätze oder Verse „Heute handeln wir. Morgen handeln wir.“ macht einen Gedanken einprägsam
Parallelismus gleiche oder ähnliche Satzstruktur „Heiß ist die Liebe, kalt ist der Schnee“ schafft Ordnung, Rhythmus und Vergleichbarkeit
Chiasmus kreuzweise Anordnung von Satzgliedern „Ich schlafe am Tag, in der Nacht wache ich“ betont Gegensätze und wirkt kunstvoll
Alliteration gleiche oder ähnliche Anfangslaute „Fischers Fritz fischt frische Fische“ erhöht Klangwirkung und Einprägsamkeit
Onomatopoesie lautmalerischer Ausdruck „Es zischt, knallt und rauscht“ ahmt Geräusche nach und macht Szenen lebendig
Hyperbel starke Übertreibung „Ich habe dir das tausendmal gesagt“ verstärkt Gefühle, Dramatik oder Komik
Litotes vorsichtige Aussage durch Verneinung des Gegenteils „Das ist nicht schlecht“ wirkt zurückhaltend, ironisch oder untertreibend
Euphemismus beschönigende Umschreibung „entschlafen“ statt „sterben“ mildert, beschwichtigt oder verschleiert
Ironie das Gegenteil des eigentlich Gemeinten wird gesagt „Das hast du ja großartig gemacht“ nach einem Fehler kann kritisieren, verspotten oder Distanz schaffen
Oxymoron Verbindung widersprüchlicher Begriffe „beredtes Schweigen“ erzeugt Spannung und regt zum Nachdenken an
Paradoxon scheinbarer Widerspruch mit tieferem Sinn „Weniger ist mehr“ irritiert und fordert Deutung heraus
Antithese Gegenüberstellung von Gegensätzen „Arm und Reich“ schärft Kontraste und verdeutlicht Konflikte
Klimax Steigerung in mehreren Stufen „gut, besser, ausgezeichnet“ steigert Spannung, Bedeutung oder Dramatik
Antiklimax abfallende Steigerung „Held, Bürger, Niemand“ kann Ernüchterung, Ironie oder Abwertung erzeugen
Ellipse Auslassung von Satzteilen „Ende gut, alles gut“ wirkt knapp, pointiert und verdichtet
rhetorische Frage Frage, auf die keine echte Antwort erwartet wird „Wer möchte nicht frei sein?“ lenkt Zustimmung, betont eine Aussage oder regt zum Denken an
Akkumulation Anhäufung thematisch zusammengehöriger Wörter „Bücher, Hefte, Stifte und Notizen“ erzeugt Fülle, Genauigkeit oder Eindruck von Vielfalt
Neologismus Wortneuschöpfung „Klimakleber“ verdichtet neue Entwicklungen sprachlich und kann bewerten
Anspielung indirekter Hinweis auf bekannte Texte, Ereignisse oder Personen „ein trojanisches Pferd“ aktiviert Vorwissen und schafft zusätzliche Bedeutung


Rhetorische Mittel in verschiedenen Textsorten


In der Literatur

In Literatur dienen rhetorische Mittel häufig dazu, Stimmungen zu erzeugen, Figuren zu charakterisieren oder zentrale Themen zu verdichten. In einem Gedicht können Metaphern, Symbole, Alliterationen und Parallelismen Klang, Bildlichkeit und Rhythmus prägen. In einem Drama können Antithesen Konflikte sichtbar machen. In einer Kurzgeschichte kann eine wiederkehrende Leitmotivik auf ein verborgenes Problem hinweisen.

Beispiel: Wenn ein Text von „kalten Blicken“ spricht, ist nicht die Temperatur gemeint. Die Metapher deutet auf Ablehnung, Distanz oder Gefühllosigkeit hin. In einer Analyse solltest Du also fragen: Welche Beziehung zwischen Figuren wird dadurch sichtbar?


In Reden und Politik

In Reden sollen rhetorische Mittel Aufmerksamkeit erzeugen und Überzeugungskraft steigern. Anaphern sind besonders häufig, weil sie Rhythmus schaffen und zentrale Forderungen wiederholen. Rhetorische Fragen können Zustimmung vorbereiten. Antithesen helfen, Alternativen scharf gegenüberzustellen: Vergangenheit und Zukunft, Stillstand und Veränderung, Gefahr und Hoffnung.

Hier ist kritisches Denken wichtig. Rhetorik kann demokratische Debatten bereichern, aber auch manipulativ eingesetzt werden. Prüfe deshalb immer, ob sprachliche Wirkung durch überprüfbare Argumente gestützt wird.


In Werbung und Medien

In Werbung sind rhetorische Mittel besonders auffällig. Alliterationen machen Slogans einprägsam. Hyperbeln übertreiben Produktvorteile. Euphemismen beschönigen problematische Seiten. Metaphern verbinden Produkte mit Lebensgefühlen wie Freiheit, Sicherheit oder Erfolg.

In Medien können rhetorische Mittel Meinungen formen. Ein Wort wie „Sparpaket“, „Rettungsschirm“ oder „Flüchtlingswelle“ ist nicht neutral. Es enthält Bilder und Bewertungen. Wer rhetorische Mittel erkennt, versteht besser, wie Sprache Wirklichkeit rahmt.


In Alltagssprache

Auch im Alltag verwendest Du rhetorische Mittel, oft ohne es zu merken. Wenn Du sagst „Ich sterbe vor Hunger“, nutzt Du eine Hyperbel. Wenn Du sagst „Das Leben ist eine Baustelle“, nutzt Du eine Metapher. Wenn Du sagst „Na toll!“ und das Gegenteil meinst, verwendest Du Ironie. Rhetorische Mittel sind also nicht nur Stoff für Klassenarbeiten, sondern Teil lebendiger Sprache.


Historischer Hintergrund

Die systematische Beschäftigung mit Rhetorik reicht in die Antike zurück. Aristoteles schrieb eine einflussreiche Schrift zur Rhetorik. Auch in der römischen Tradition waren Redekunst, Argumentation und stilistische Gestaltung zentrale Bestandteile politischer und juristischer Bildung. Bis heute ist die Analyse rhetorischer Mittel wichtig, wenn Du verstehen willst, wie Sprache Wissen, Gefühle, Macht und Öffentlichkeit gestaltet.

Datei:Aristoteles - The Rhetoric. 1, 1877.djvu


Analyse rhetorischer Mittel


Schritt-für-Schritt-Methode

Eine sichere Analyse besteht aus mehreren Schritten:

  1. Textstelle genau lesen und auffällige Formulierungen markieren.
  2. Stilmittel benennen und knapp erklären.
  3. Zitat oder genaue Textstelle als Beleg angeben.
  4. Sprachliche Form beschreiben.
  5. Wirkung im Kontext erklären.
  6. Zusammenhang mit Thema, Figur, Argumentation oder Aussageabsicht herstellen.
  7. Bei Sachtexten zusätzlich prüfen, ob das Mittel informiert, bewertet, emotionalisiert oder manipuliert.
  8. Bei literarischen Texten prüfen, ob das Mittel Stimmung, Figurenbild, Symbolik oder Konflikt unterstützt.


Analyseformel

Eine hilfreiche Formulierung lautet:

Das rhetorische Mittel Begriff in der Formulierung „Textbeleg“ bewirkt, dass ... Dadurch wird im Kontext deutlich, dass ...

Beispiel: Die Personifikation „Die Stadt schläft“ bewirkt, dass die Stadt wie ein Lebewesen erscheint. Dadurch entsteht eine ruhige, beinahe vertraute Atmosphäre, die je nach Zusammenhang Geborgenheit oder Stillstand ausdrücken kann.


Häufige Fehler bei der Analyse

  1. Begriff nennen, aber keine Wirkung erklären.
  2. Eine Wirkung behaupten, ohne sie am Text zu belegen.
  3. Jedes auffällige Wort automatisch als Metapher bezeichnen.
  4. Die gleiche Wirkung für jedes Stilmittel verwenden.
  5. Den Kontext ignorieren.
  6. Den Unterschied zwischen Autor, Sprecher, lyrisches Ich und Erzähler nicht beachten.
  7. Wertend schreiben, ohne analytisch zu begründen.


Lernvideo

Das folgende Video erklärt wichtige rhetorische Stilmittel anschaulich und eignet sich zur Wiederholung nach dem Input-Text.

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Übungsbeispiele


Erkennen

Lies die Beispiele und überlege, welches rhetorische Mittel vorliegt:

  1. „Die Zeit rennt.“ Das ist eine Personifikation, weil einem abstrakten Begriff eine menschliche oder lebendige Handlung zugeschrieben wird.
  2. „Ein Sturm der Entrüstung brach los.“ Das ist eine Metapher, weil eine gesellschaftliche Reaktion als Naturereignis dargestellt wird.
  3. „Wir brauchen Mut. Wir brauchen Ideen. Wir brauchen Zusammenhalt.“ Das ist eine Anapher, weil dieselbe Wortgruppe am Satzanfang wiederholt wird.
  4. „Bittersüß war der Abschied.“ Das ist ein Oxymoron, weil zwei gegensätzliche Empfindungen verbunden werden.
  5. „Ist das etwa gerecht?“ Das ist eine rhetorische Frage, wenn keine Antwort erwartet wird, sondern Zustimmung oder Empörung erzeugt werden soll.


Wirkung erklären

Ein rhetorisches Mittel ist erst dann sinnvoll analysiert, wenn Du seine Wirkung erklärst. Vergleiche:

Schwach: „Hier ist eine Metapher.“

Besser: „Die Metapher ‚ein Sturm der Entrüstung‘ stellt die Kritik als plötzliches, starkes Naturereignis dar. Dadurch wirkt die Reaktion der Menschen überwältigend, kaum kontrollierbar und emotional aufgeladen.“


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist eine Metapher? (Bildhafte Übertragung eines Ausdrucks) (!Wiederholung am Satzende) (!Eine sachliche Quellenangabe) (!Eine wörtliche Definition)




Was ist eine Anapher? (Wiederholung am Anfang von Sätzen oder Versen) (!Beschönigende Umschreibung) (!Verbindung widersprüchlicher Begriffe) (!Lautmalerische Nachahmung)




Welche Wirkung kann eine Hyperbel haben? (Sie verstärkt oder übertreibt eine Aussage) (!Sie macht eine Aussage immer sachlicher) (!Sie entfernt jede Emotion aus dem Text) (!Sie ersetzt ein Argument durch eine Quellenangabe)




Was kennzeichnet eine rhetorische Frage? (Sie erwartet meist keine echte Antwort) (!Sie muss immer schriftlich beantwortet werden) (!Sie enthält immer einen Vergleich) (!Sie ist immer neutral und wirkungslos)




Was ist eine Antithese? (Gegenüberstellung von Gegensätzen) (!Auslassung eines Satzteils) (!Wortneuschöpfung) (!Wiederholung gleicher Anfangslaute)




Was ist eine Alliteration? (Mehrere Wörter beginnen mit ähnlichem Laut) (!Eine Aussage wird stark beschönigt) (!Ein Begriff wird durch sein Gegenteil erklärt) (!Ein Satz wird vollständig weggelassen)




Was bedeutet Euphemismus? (Beschönigende Umschreibung) (!Starke Übertreibung) (!Frage ohne Antworterwartung) (!Steigerung in mehreren Stufen)




Was ist ein Oxymoron? (Verbindung widersprüchlicher Begriffe) (!Ein neutraler Bericht ohne Wirkung) (!Eine einfache Wiederholung am Textanfang) (!Ein Vergleich mit wie)




Was gehört zu einer guten Analyse rhetorischer Mittel? (Begriff benennen und Wirkung erklären) (!Nur den Text abschreiben) (!Nur die Überschrift bewerten) (!Nur die Anzahl der Wörter zählen)




Warum ist der Kontext bei rhetorischen Mitteln wichtig? (Er entscheidet über die Funktion des Mittels) (!Er ist für die Wirkung völlig egal) (!Er ersetzt jede Textanalyse) (!Er macht alle Stilmittel gleich)





Memory

Metapher Bildhafte Übertragung
Anapher Wiederholung am Satzanfang
Hyperbel Übertreibung
Antithese Gegensätzliche Gegenüberstellung
Klimax Steigerung
Alliteration gleicher Anfangslaut
Euphemismus Beschönigung
Oxymoron widersprüchliche Verbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Metapher Bildhafte Übertragung
Rhetorische Frage Scheinfrage mit Wirkung
Anapher Wiederholung am Anfang
Hyperbel Starke Übertreibung
Antithese Gegenüberstellung von Gegensätzen






Kreuzworträtsel

Metapher Welches Mittel überträgt eine Bedeutung bildhaft auf einen anderen Bereich?
Anapher Welches Mittel wiederholt Wörter am Satzanfang?
Hyperbel Wie heißt eine starke Übertreibung?
Ironie Welches Mittel sagt scheinbar das Gegenteil des Gemeinten?
Klimax Wie heißt eine Steigerung in mehreren Stufen?
Alliteration Welches Mittel verbindet Wörter durch gleiche Anfangslaute?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Rhetorische Mittel gestalten Sprache so, dass Aussagen stärker

. Eine

überträgt eine Bedeutung bildhaft. Die

wiederholt Wörter am Anfang von Sätzen oder Versen. Eine

erwartet keine echte Antwort, sondern lenkt die Zustimmung. Die

übertreibt eine Aussage stark. Eine

stellt Gegensätze gegenüber. Bei der Analyse beschreibst Du nicht nur den Begriff, sondern auch die

. Der

entscheidet, welche Funktion ein rhetorisches Mittel im Text hat.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Stilmittel-Sammlung: Suche in Deinem Alltag fünf Beispiele für rhetorische Mittel, zum Beispiel in Werbung, Musik, Gesprächen oder Überschriften, und erkläre jeweils kurz, welches Mittel Du erkennst.
  2. Metapher: Formuliere zehn eigene Metaphern zu Schule, Freundschaft, Natur oder digitaler Welt und schreibe zu drei Beispielen die mögliche Wirkung auf.
  3. Anapher: Schreibe einen kurzen Appell mit mindestens drei Sätzen, die mit derselben Wortgruppe beginnen.
  4. Alliteration: Erfinde fünf kurze Slogans mit Alliteration und prüfe, welcher Slogan am besten im Gedächtnis bleibt.


Standard

  1. Redeanalyse: Wähle eine kurze Rede oder einen Redeausschnitt und markiere mindestens sechs rhetorische Mittel mit Beleg und Wirkung.
  2. Werbeanalyse: Untersuche eine Anzeige oder einen Werbeslogan und erkläre, wie Sprache Aufmerksamkeit, Vertrauen oder Kaufinteresse erzeugen soll.
  3. Gedichtanalyse: Analysiere in einem Gedicht drei rhetorische Mittel und zeige, wie sie Stimmung, Thema oder lyrisches Ich unterstützen.
  4. Umformung: Schreibe einen sachlichen Nachrichtentext in einen emotionalisierenden Kommentar um und markiere die eingesetzten rhetorischen Mittel.


Schwer

  1. Politische Sprache: Vergleiche zwei politische Aussagen zu demselben Thema und untersuche, wie Wortwahl, Metaphern und Gegensätze unterschiedliche Wirkungen erzeugen.
  2. Manipulation durch Sprache: Entwickle ein Kriterienraster, mit dem Du zwischen überzeugender Rhetorik und manipulativer Sprache unterscheiden kannst.
  3. Eigene Rede: Schreibe und halte eine zweiminütige Rede zu einem Thema, das Dir wichtig ist, und setze mindestens acht rhetorische Mittel gezielt ein.
  4. Kritische Medienanalyse: Sammle Überschriften zu einem aktuellen Thema und analysiere, welche sprachlichen Bilder oder Wertungen die Wahrnehmung beeinflussen.



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Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum dasselbe rhetorische Mittel in einem Gedicht anders wirken kann als in einer politischen Rede.
  2. Kontextdeutung: Analysiere die Aussage „Die Stadt schläft“ in zwei verschiedenen Kontexten: einmal als friedliches Nachtbild und einmal als Kritik an gesellschaftlicher Untätigkeit.
  3. Wirkungsvergleich: Vergleiche eine sachliche Formulierung mit einer metaphorischen Formulierung zum gleichen Inhalt und bewerte, welche für welche Zielgruppe besser geeignet ist.
  4. Argumentationsprüfung: Untersuche einen Kommentar daraufhin, ob rhetorische Mittel die Argumente unterstützen oder schwache Argumente verdecken.
  5. Sprachbewusstsein: Erkläre, warum ein Euphemismus Rücksicht nehmen, aber auch verschleiern kann.
  6. Eigenproduktion: Schreibe einen kurzen Appell für ein schulisches Projekt und kommentiere anschließend, welche rhetorischen Mittel Du verwendet hast und warum.




Lernnachweis

Für einen vollständigen Lernnachweis bearbeitest Du eine Analyse- und eine Produktionsaufgabe:

  1. Analyseprotokoll: Wähle einen kurzen literarischen Text, einen Sachtext oder eine Rede aus. Markiere mindestens acht rhetorische Mittel, benenne sie korrekt, belege sie und erkläre ihre Wirkung im Kontext.
  2. Reflexionsbogen: Schreibe eine kurze Reflexion darüber, welches rhetorische Mittel Du besonders wirkungsvoll findest und wo es problematisch eingesetzt werden könnte.
  3. Produktionsaufgabe: Verfasse einen eigenen Text mit mindestens sechs unterschiedlichen rhetorischen Mitteln und kommentiere anschließend Deine sprachlichen Entscheidungen.


Bewertungshilfe

Bereich Erwartung
Erkennen Du findest auffällige sprachliche Gestaltungen im Text.
Benennen Du verwendest die Fachbegriffe korrekt.
Belegen Du belegst Deine Aussagen mit Textstellen.
Deuten Du erklärst die Wirkung im konkreten Kontext.
Bewerten Du unterscheidest zwischen anschaulicher, überzeugender und manipulativer Wirkung.
Anwenden Du setzt rhetorische Mittel bewusst in eigenen Texten ein.


OERs zum Thema

  1. Wikipedia: Rhetorisches Stilmittel
  2. Wikipedia: Liste rhetorischer Stilmittel
  3. Wikimedia Commons: Bust of Aristotle
  4. Wikimedia Commons: Rhetoric von Aristoteles



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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
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