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Sokrates aiMOOC - aiMOOC

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Sokrates aiMOOC - aiMOOC




Einleitung

Sokrates gilt als eine der prägendsten Figuren der antiken Philosophie. Er lebte im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen und wurde im Jahr 399 v. Chr. nach einem Gerichtsprozess zum Tod verurteilt. Besonders bedeutend ist Sokrates, weil er keine eigenen Schriften hinterlassen hat und trotzdem bis heute als Ursprungsgestalt der Ethik, der dialogischen Wahrheitsfrage und der kritischen Selbstprüfung gilt. Was wir über ihn wissen, stammt vor allem aus den Schriften von Platon, Xenophon, Aristophanes und späteren antiken Autoren. Deshalb ist Sokrates zugleich eine historische Person und eine philosophische Gestalt, deren Bild von unterschiedlichen Quellen geprägt ist.

In diesem aiMOOC lernst Du Sokrates als Menschen, Denker und Provokateur kennen. Du untersuchst seine Methode des Fragens, sein Verständnis von Tugend, Wissen, Gerechtigkeit und Gewissen sowie die Bedeutung seines Prozesses für Demokratie, Meinungsfreiheit und Philosophieunterricht. Dabei geht es nicht darum, fertige Antworten auswendig zu lernen. Vielmehr sollst Du selbst sokratisch denken: Fragen stellen, Begriffe klären, scheinbar Selbstverständliches prüfen und begründete Urteile entwickeln.

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Sokrates im historischen Kontext


Athen im 5. Jahrhundert v. Chr.

Sokrates lebte in einer Zeit großer politischer, kultureller und militärischer Umbrüche. Athen war im 5. Jahrhundert v. Chr. ein Zentrum der Demokratie, der Kunst, der Rhetorik, der Tragödie und der Philosophie. Zugleich war die Stadt von Konflikten geprägt, insbesondere vom Peloponnesischen Krieg zwischen Athen und Sparta. Nach der Niederlage Athens veränderten sich politische Machtverhältnisse, und das Vertrauen in die demokratischen Institutionen wurde erschüttert.

Sokrates bewegte sich auf öffentlichen Plätzen, in Werkstätten, Gymnasien und Gesprächskreisen. Er trat nicht als bezahlter Lehrer auf, sondern suchte das Gespräch mit Menschen unterschiedlicher Herkunft. Er fragte Politiker, Dichter, Handwerker und junge Athener nach dem Sinn zentraler Begriffe wie Tapferkeit, Frömmigkeit, Gerechtigkeit, Selbstbeherrschung und Weisheit. Damit griff er in Debatten ein, die für das Selbstverständnis der athenischen Bürger von großer Bedeutung waren.


Die Sophisten und Sokrates

Zur Zeit des Sokrates wirkten in Athen auch die Sophisten. Sie boten gegen Bezahlung Unterricht in Rhetorik, Argumentation und politischem Erfolg an. Viele Sophisten waren hochgebildet und beschäftigten sich mit Sprache, Recht, Erziehung und Gesellschaft. Sokrates unterschied sich jedoch deutlich von ihnen: Er verlangte kein Honorar, behauptete nicht, fertiges Wissen zu besitzen, und wollte seine Gesprächspartner nicht vor allem zum Sieg in Debatten führen. Sein Ziel war die Prüfung der Seele, die Klärung von Begriffen und die Suche nach dem guten Leben.


Die Quellenlage

Sokrates hat keine eigenen philosophischen Werke verfasst. Deshalb müssen wir ihn aus fremden Darstellungen erschließen. Diese Quellen verfolgen unterschiedliche Absichten. Platon zeigt Sokrates in dialogischen Schriften häufig als philosophischen Lehrer und Fragenden. Xenophon stellt ihn eher als sittlich vorbildlichen, praktischen Ratgeber dar. Aristophanes verspottet ihn in der Komödie Die Wolken als intellektuellen Sonderling. Aristoteles erwähnt Sokrates später als wichtigen Denker, der sich besonders mit Definitionen und ethischen Fragen befasst habe.

Aus dieser Situation entsteht das sogenannte sokratische Problem: Wer war der historische Sokrates wirklich, und wie stark wurde sein Bild von den literarischen, politischen und philosophischen Interessen seiner Autoren geprägt? Die Forschung kann diese Frage nicht endgültig beantworten. Für das Lernen ist gerade diese Unsicherheit wichtig, denn sie zeigt, dass historische Erkenntnis immer mit Quellenkritik verbunden ist.


Die sokratische Methode


Fragen statt Belehren

Die Sokratische Methode beruht auf dem gezielten Stellen von Fragen. Sokrates beginnt häufig mit einer scheinbar einfachen Frage: Was ist Tapferkeit? Was ist Gerechtigkeit? Was ist Frömmigkeit? Seine Gesprächspartner geben zunächst selbstbewusste Antworten. Sokrates prüft diese Antworten, fragt nach Beispielen, Grenzen, Widersprüchen und allgemeinen Kriterien. Oft zeigt sich, dass die erste Antwort unklar, zu eng, zu weit oder widersprüchlich ist.

Diese Vorgehensweise nennt man auch Elenchos, also Widerlegung oder Prüfung. Ziel ist nicht bloße Demütigung, sondern die Einsicht in die eigene Unwissenheit. Erst wenn jemand merkt, dass sein scheinbares Wissen unsicher ist, kann echtes Lernen beginnen.


Maieutik und Aporie

Sokrates vergleicht seine Tätigkeit nach Platons Darstellung mit der Arbeit einer Hebamme. Seine Methode nennt man Maieutik, weil Einsichten nicht einfach eingetrichtert, sondern durch Fragen hervorgebracht werden sollen. Viele Gespräche enden in einer Aporie, also in einer produktiven Ratlosigkeit. Eine Aporie ist kein Scheitern, sondern ein Anstoß zu genauerem Denken.


Zentrale Gedanken des Sokrates


Sokratische Weisheit

Der berühmte Satz „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ fasst eine Haltung zusammen, die mit Sokrates verbunden wird. Genau genommen ist die Formulierung eine spätere Zuspitzung. In Platons Apologie wird erzählt, dass Sokrates sich gegenüber vermeintlich Wissenden dadurch auszeichnete, dass er seine eigene Unwissenheit erkannte. Die sokratische Weisheit besteht darin, die Grenzen des eigenen Wissens wahrzunehmen.


Tugend, Wissen und Seele

Für Sokrates steht die Frage nach dem guten Leben im Mittelpunkt. Er verbindet Tugend eng mit Wissen. Wer wirklich weiß, was gut ist, wird nach sokratischer Auffassung nicht absichtlich schlecht handeln. Zentral ist auch die Sorge um die Seele. Damit ist die Pflege von Denken, Gewissen, Charakter und moralischer Orientierung gemeint. Sokrates fordert seine Mitbürger auf, sich nicht zuerst um Geld, Ansehen und Macht zu kümmern, sondern um die Qualität ihrer Seele.


Das Daimonion

Sokrates spricht von einem inneren Zeichen, dem Daimonion. Es erscheint in den Quellen als eine warnende innere Stimme, die ihn von bestimmten Handlungen abhält. Philosophisch kann das Daimonion als Bild für Gewissensprüfung verstanden werden.


Der Prozess gegen Sokrates

Im Jahr 399 v. Chr. wurde Sokrates in Athen angeklagt. Die Anklage lautete nach der Überlieferung im Kern, er erkenne die Götter der Stadt nicht an, führe neue göttliche Wesen ein und verderbe die Jugend. Hinter diesen Vorwürfen standen vermutlich auch politische Spannungen.

Platons Apologie ist eine Verteidigungsrede. Sokrates erklärt darin, dass er seine Mitbürger durch Fragen zur Selbstprüfung bringen wolle. Nach seiner Verurteilung lehnt er im Dialog Kriton die Flucht aus dem Gefängnis ab, weil man Unrecht nicht mit Unrecht vergelten dürfe. Sokrates starb durch den Schierlingsbecher. Sein Tod wurde zu einem Symbol für Standhaftigkeit, Gewissen und philosophische Lebensform.


Wirkung und Aktualität

Platon war ein Schüler des Sokrates und machte ihn zur Hauptfigur vieler Dialoge. Dadurch wurde Sokrates zu einer literarischen und philosophischen Gestalt von großer Wirkung. In der Ethik steht Sokrates für die Frage nach dem guten Leben. In der Pädagogik wirkt er durch sokratisches Fragen, dialogischen Unterricht und problemorientiertes Lernen. Für die Demokratiebildung ist Sokrates wichtig, weil demokratische Gesellschaften Bürgerinnen und Bürger brauchen, die Meinungen prüfen, Gründe verlangen und eigene Irrtümer erkennen können.


Grundbegriffe

  1. Sokratische Methode: Ein fragendes Verfahren, mit dem Begriffe, Überzeugungen und Begründungen geprüft werden.
  2. Elenchos: Die kritische Widerlegung einer Aussage durch Nachfragen und das Aufdecken von Widersprüchen.
  3. Maieutik: Die „Hebammenkunst“ des Denkens, bei der Einsichten durch Fragen hervorgebracht werden.
  4. Aporie: Ein Zustand des Nichtweiterwissens, der zu genauerem Denken führen kann.
  5. Tugend: Die sittliche und vernünftige Tüchtigkeit des Menschen.
  6. Daimonion: Das innere warnende Zeichen des Sokrates.
  7. Apologie: Die Verteidigungsrede des Sokrates nach Platons Darstellung.
  8. Sokratisches Problem: Die Schwierigkeit, den historischen Sokrates aus widersprüchlichen Quellen zu rekonstruieren.
  9. Ethik: Der Bereich der Philosophie, der nach gutem Handeln und gutem Leben fragt.
  10. Selbstprüfung: Die kritische Untersuchung der eigenen Überzeugungen, Motive und Handlungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist die historische Rekonstruktion des Sokrates schwierig? (Weil Sokrates keine eigenen Schriften hinterlassen hat) (!Weil Sokrates in Ägypten lebte) (!Weil Sokrates nur naturwissenschaftliche Texte schrieb) (!Weil alle Quellen aus dem Mittelalter stammen)




Welche Stadt ist besonders mit dem Leben des Sokrates verbunden? (Athen) (!Rom) (!Alexandria) (!Sparta)




Was ist ein zentrales Merkmal der sokratischen Methode? (Das prüfende Fragen) (!Das Auswendiglernen langer Listen) (!Das Verbot von Gesprächen) (!Das Sammeln von Reichtum)




Was bedeutet Aporie in sokratischen Dialogen? (Ein Zustand des Nichtweiterwissens) (!Ein militärischer Sieg) (!Ein Gesetzbuch Athens) (!Ein Tempel des Apollon)




Welche Person machte Sokrates zur Hauptfigur vieler philosophischer Dialoge? (Platon) (!Homer) (!Perikles) (!Herodot)




Wofür steht die Maieutik im Zusammenhang mit Sokrates? (Für geistige Geburtshilfe durch Fragen) (!Für eine Musikschule in Athen) (!Für eine Handelsordnung) (!Für eine Kriegsstrategie)




Welche Anklage gehörte zum Prozess gegen Sokrates? (Er verderbe die Jugend) (!Er habe Athen an Persien verkauft) (!Er habe die Olympischen Spiele verboten) (!Er habe eine neue Währung erfunden)




Was meint die Sorge um die Seele bei Sokrates vor allem? (Die Pflege von Charakter und moralischer Orientierung) (!Die Sammlung kostbarer Münzen) (!Den Bau großer Schiffe) (!Die Ausbildung schneller Läufer)




Welche Aussage passt am besten zur sokratischen Weisheit? (Die eigenen Wissensgrenzen erkennen) (!Nie Fragen stellen) (!Jede Mehrheit für wahr halten) (!Nur nach Ruhm streben)




Warum ist Sokrates für die Demokratiebildung bedeutsam? (Er zeigt die Bedeutung kritischer Prüfung von Meinungen) (!Er lehrt blinden Gehorsam gegenüber Rednern) (!Er ersetzt Argumente durch Gewalt) (!Er verbietet öffentliche Gespräche)





Memory

Elenchos Prüfung durch Widerlegung
Maieutik Geistige Hebammenkunst
Aporie Ratlosigkeit nach kritischem Fragen
Daimonion Inneres warnendes Zeichen
Apologie Verteidigungsrede des Sokrates
Tugend Gelungenes sittliches Handeln
Platon Wichtigster Dialogautor über Sokrates





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Athen Lebensraum des Sokrates
Elenchos Prüfung von Aussagen
Maieutik Hervorbringen eigener Einsicht
Aporie Produktives Nichtweiterwissen
Kriton Dialog über Flucht und Gesetzestreue
Daimonion Warnende innere Stimme





Kreuzworträtsel

Athen In welcher Stadt führte Sokrates viele seiner Gespräche?
Platon Welcher Schüler machte Sokrates zur Hauptfigur vieler Dialoge?
Tugend Welcher Begriff bezeichnet bei Sokrates die sittliche Tüchtigkeit?
Aporie Wie nennt man das philosophische Nichtweiterwissen?
Kriton Welcher Dialog behandelt die Frage der Flucht aus dem Gefängnis?
Elenchos Wie heißt die prüfende Widerlegung im sokratischen Gespräch?





LearningApps

https://learningapps.org/index.php?s=Sokrates


Lückentext

Vervollständige den Text.

Sokrates lebte im antiken

und wurde im Jahr 399 v. Chr. zum Tod verurteilt. Da er selbst keine philosophischen Werke schrieb, kennen wir ihn vor allem durch Autoren wie

und Xenophon. Seine Methode besteht darin, durch gezielte

scheinbares Wissen zu prüfen. Wenn ein Gespräch in Ratlosigkeit endet, spricht man von einer

. Die Maieutik bedeutet geistige

, weil Einsichten nicht eingetrichtert, sondern hervorgebracht werden sollen. Sokrates verband gutes Handeln eng mit

und forderte seine Mitbürger zur Sorge um die

auf.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Sokrates-Steckbrief: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief zu Sokrates mit Lebenszeit, Lebensort, Quellenlage, Methode und Prozess.
  2. Begriffe klären: Wähle drei Begriffe aus dem aiMOOC aus und erkläre sie in eigenen Worten mit je einem Beispiel aus Deinem Alltag.
  3. Fragen sammeln: Formuliere zehn sokratische Fragen zu einem Thema, das Dich interessiert, zum Beispiel Freundschaft, Mut, Schule oder Gerechtigkeit.
  4. Bildbeschreibung: Beschreibe die Büste des Sokrates genau und erkläre, warum Darstellungen historischer Personen unser Denken über sie beeinflussen können.


Standard

  1. Dialog schreiben: Verfasse einen kurzen sokratischen Dialog, in dem zwei Personen klären wollen, was Mut bedeutet.
  2. Quellen vergleichen: Vergleiche die möglichen Perspektiven von Platon, Xenophon und Aristophanes auf Sokrates und erkläre, warum Quellenkritik notwendig ist.
  3. Aporie untersuchen: Beschreibe eine Situation, in der Du durch Nachfragen gemerkt hast, dass eine scheinbar klare Meinung unsicher wurde.
  4. Prozess bewerten: Erstelle eine Pro- und Contra-Argumentation zur Frage, ob Sokrates aus dem Gefängnis hätte fliehen sollen.


Schwer

  1. Sokratisches Gespräch führen: Führe mit einer anderen Person ein zehnminütiges sokratisches Gespräch über Gerechtigkeit und dokumentiere Fragen, Wendepunkte und offene Ergebnisse.
  2. Ethik übertragen: Untersuche, ob Sokrates recht hat, wenn er meint, dass niemand absichtlich schlecht handelt, wenn er wirklich weiß, was gut ist.
  3. Demokratie und Kritik: Schreibe einen Essay zur Frage, wie viel unbequeme Kritik eine demokratische Gesellschaft aushalten muss.
  4. Sokrates heute: Entwickle ein Unterrichtsprojekt, ein Video oder einen Podcast, der zeigt, wie sokratisches Fragen gegen Fake News, Vorurteile oder Gruppendruck helfen kann.



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Lernkontrolle

  1. Transfer Demokratie: Erkläre an einem aktuellen oder selbst gewählten Beispiel, warum eine Demokratie kritische Fragen braucht und warum solche Fragen gleichzeitig als störend empfunden werden können.
  2. Begriffsklärung anwenden: Wähle einen Alltagsbegriff wie Erfolg, Respekt oder Freiheit und entwickle eine sokratische Untersuchung mit mindestens fünf aufeinander aufbauenden Fragen.
  3. Urteil begründen: Beurteile, ob Sokrates eher als gefährlicher Unruhestifter oder als notwendiger Lehrer der Stadt verstanden werden sollte. Begründe Dein Urteil mit mindestens drei Argumenten.
  4. Quellenkritik leisten: Erkläre, warum es problematisch wäre, eine einzelne antike Quelle als vollständige Wahrheit über Sokrates zu behandeln.
  5. Ethik reflektieren: Diskutiere, ob Wissen allein genügt, um gut zu handeln, oder ob Gefühle, Gewohnheiten und gesellschaftlicher Druck ebenfalls eine Rolle spielen.
  6. Aporie produktiv nutzen: Zeige an einem Beispiel, wie Ratlosigkeit im Lernen nicht blockieren, sondern zu besserem Verstehen führen kann.


Lernnachweis

  1. Sokratische Methode anwenden: Entwickle eine eigene sokratische Gesprächssequenz zu einem ethischen Alltagsproblem und erläutere, wie Deine Fragen zu begrifflicher Klärung führen.
  2. Sokrates im Prozess beurteilen: Analysiere den Prozess gegen Sokrates als Spannungsfeld zwischen Demokratie, Rechtsstaat, öffentlicher Ordnung und kritischem Denken.
  3. Quellenkritik durchführen: Vergleiche die Perspektiven von Platon, Xenophon und Aristophanes und begründe, warum daraus kein völlig eindeutiges Bild des historischen Sokrates entsteht.
  4. Transfer auf Gegenwart: Erkläre, wie sokratisches Fragen heute bei Medienkompetenz, politischer Urteilsbildung oder Konfliktlösung helfen kann.
  5. Ethik reflektieren: Diskutiere die These, dass niemand absichtlich schlecht handelt, wenn er wirklich weiß, was gut ist, und beziehe eigene Beispiele ein.


OERs zum Thema

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sokrates


Links


Zusammenfassung

Sokrates steht für eine Form der Philosophie, die nicht mit fertigen Lehrsätzen beginnt, sondern mit prüfenden Fragen. Seine Gespräche führen häufig in die Aporie, weil voreilige Antworten als unklar sichtbar werden. Gerade darin liegt ihr Wert: Sokratisches Denken macht bewusst, dass echte Erkenntnis Selbstprüfung, begriffliche Genauigkeit und Mut zur Korrektur verlangt. Sokrates prägte die Ethik, weil er nach dem guten Leben fragte und die Sorge um die Seele wichtiger nahm als Besitz, Ruhm oder Macht. Sein Prozess und sein Tod zeigen zugleich die Spannung zwischen kritischem Denken, politischer Ordnung und gesellschaftlicher Anpassung. Bis heute fordert Sokrates Dich heraus, nicht nur Meinungen zu haben, sondern Gründe zu prüfen.


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Schulfach+

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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

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Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

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Hamburg

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

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Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

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