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Jesus Christus - aiMOOC

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Jesus Christus - aiMOOC




Jesus Christus


Einleitung

Jesus Christus ist die zentrale Gestalt des Christentums und zugleich eine bedeutende Persönlichkeit der Weltgeschichte, der Religionsgeschichte, der Ethik, der Kunstgeschichte und der Kulturgeschichte. Historisch wird er meist als Jesus von Nazaret bezeichnet: ein jüdischer Wanderprediger, der im 1. Jahrhundert in Galiläa und Judäa wirkte. In der christlichen Glaubensdeutung ist Jesus der Christus, also der Messias, der Sohn Gottes und der auferstandene Herr. Das Wort Christus kommt vom griechischen Christós und bedeutet der Gesalbte. Es entspricht dem hebräischen Begriff Messias.

Dieser aiMOOC unterscheidet sorgfältig zwischen historischer Forschung, biblischen Quellen, theologischer Deutung und kultureller Wirkung. Du lernst, was über Jesus historisch erforscht wird, wie die Evangelien von ihm erzählen, welche Bedeutung sein Leben, seine Botschaft, sein Tod und die Auferstehung im christlichen Glauben haben und warum Jesus Christus bis heute Kunst, Musik, Politik, Bildung, Ethik und gesellschaftliche Debatten prägt.


Historischer Hintergrund


Zeit und Lebenswelt

Jesus lebte zur Zeit des Römischen Reiches. Judäa stand unter römischer Herrschaft, und politische, religiöse und soziale Spannungen prägten den Alltag. Viele Menschen hofften auf Befreiung, Gerechtigkeit und die Erneuerung Israels. Die jüdische Religion war vielfältig: Es gab Gruppen wie Pharisäer, Sadduzäer, Essener und verschiedene apokalyptische Bewegungen. Jesus war selbst Jude, kannte die Tora, betete in jüdischen Formen, besuchte Synagogen und bezog sich auf die Tradition der Propheten.

Historische Rekonstruktionen arbeiten mit Quellenkritik. Die wichtigsten Quellen über Jesus sind die vier kanonischen Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Hinzu kommen Hinweise in frühen christlichen Briefen, besonders bei Paulus von Tarsus, sowie wenige nichtchristliche antike Quellen. Historisch sehr wahrscheinlich ist, dass Jesus aus Nazaret stammte, von Johannes dem Täufer getauft wurde, öffentlich vom Reich Gottes sprach, Menschen heilte oder als Heiler wahrgenommen wurde, Gleichnisse erzählte, Anhängerinnen und Anhänger sammelte, mit religiösen und politischen Autoritäten in Konflikt geriet und unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde.


Name und Titel

Der Name Jesus geht auf das hebräische Jeschua zurück und bedeutet sinngemäß Gott rettet. Der Titel Christus ist kein Nachname, sondern eine Glaubensaussage: Jesus wird als der von Gott Gesalbte bekannt. Weitere Titel sind Sohn Gottes, Menschensohn, Herr, Rabbi, Lamm Gottes und Retter. Jeder Titel betont einen anderen Aspekt: Lehre, Nähe zu Gott, königliche Hoffnung, Leidensweg, Erlösung oder göttliche Autorität.


Quellen über Jesus


Die Evangelien

Die vier Evangelien sind keine modernen Biografien, sondern Glaubenszeugnisse mit historischem Kern, theologischer Absicht und erzählerischer Gestaltung. Das Markusevangelium gilt in der Forschung häufig als das älteste Evangelium. Matthäus und Lukas übernehmen viele markinische Stoffe, ergänzen sie aber durch eigene Traditionen, Geburtsgeschichten, Gleichnisse und Reden. Das Johannesevangelium unterscheidet sich stärker im Stil und betont besonders die göttliche Herkunft Jesu, seine Zeichen und seine Ich-bin-Worte.


Historische Forschung und Glaubenszeugnis

Die Historische Jesusforschung fragt: Was lässt sich mit wissenschaftlichen Methoden über Jesus sagen? Die Theologie fragt zusätzlich: Was bedeutet Jesus für den Glauben, die Kirche und das Leben der Menschen? Beide Perspektiven sind nicht identisch, können sich aber gegenseitig bereichern. Historische Forschung arbeitet mit Wahrscheinlichkeit, Quellenvergleich und Kontextwissen. Der christliche Glaube deutet Jesus als Gottes entscheidendes Handeln in der Geschichte.


Jesu Botschaft


Das Reich Gottes

Im Zentrum der Verkündigung Jesu steht das Reich Gottes. Damit ist nicht zuerst ein geografisches Land gemeint, sondern Gottes rettende und gerechte Herrschaft. Jesus verkündet, dass Gottes Nähe bereits anbricht und Menschen ihr Leben neu ausrichten können. Das Reich Gottes zeigt sich in Vergebung, Heilung, Gerechtigkeit, Frieden, Umkehr, Barmherzigkeit und Hoffnung. Es fordert Menschen heraus, nicht nur religiöse Worte zu sprechen, sondern konkret anders zu handeln.


Gleichnisse

Jesus lehrte häufig in Gleichnissen. Gleichnisse sind kurze Erzählungen aus dem Alltag, die eine tiefere religiöse oder ethische Wahrheit sichtbar machen. Bekannte Beispiele sind das Gleichnis vom barmherzigen Samariter, das Gleichnis vom verlorenen Sohn, das Gleichnis vom Senfkorn und das Gleichnis vom Sämann. Gleichnisse öffnen Denkräume: Sie zwingen die Zuhörenden, ihre eigenen Maßstäbe zu prüfen.


Nächstenliebe und Feindesliebe

Ein Kern der Botschaft Jesu ist die Nächstenliebe. Im Doppelgebot der Liebe verbindet Jesus die Liebe zu Gott mit der Liebe zum Nächsten. Besonders herausfordernd ist die Feindesliebe, die in der Bergpredigt formuliert wird. Sie bedeutet nicht, Unrecht gutzuheißen, sondern Gewaltspiralen zu durchbrechen, Menschen nicht auf ihre Schuld zu reduzieren und aktiv nach Versöhnung zu suchen.


Handeln Jesu


Heilungen und Zeichen

Die Evangelien berichten von Heilungen, Dämonenaustreibungen, Mahlgemeinschaften und Wundern. Historisch lässt sich sagen, dass Jesus von vielen als charismatischer Heiler und machtvoller Verkünder erlebt wurde. Theologisch zeigen die Wundererzählungen: Gottes Nähe soll Leib, Seele und Gemeinschaft heilen. Sie sind nicht bloße Machtdemonstrationen, sondern Zeichen des anbrechenden Reiches Gottes.


Umgang mit Ausgegrenzten

Jesus wendet sich Menschen zu, die gesellschaftlich, religiös oder sozial ausgegrenzt waren: Kranken, Armen, Zöllnern, Frauen, Kindern, Schuldnern und Menschen mit schlechtem Ruf. Diese Zuwendung war provokant, weil sie herrschende Grenzen infrage stellte. Jesus zeigt: Würde hängt nicht von Leistung, Herkunft, Reichtum, Gesundheit oder sozialem Ansehen ab. Jeder Mensch ist vor Gott wertvoll.


Konflikte

Jesus geriet in Konflikt mit religiösen Autoritäten, weil er Sabbatregeln, Reinheitsvorstellungen, Tempelpraxis und religiöse Selbstgerechtigkeit kritisch deutete. Auch politisch konnte seine Botschaft als gefährlich wirken, weil die Rede vom Reich Gottes in einem besetzten Land nicht neutral war. Die Tempelaktion in Jerusalem verschärfte den Konflikt. Am Ende wurde Jesus von den Römern gekreuzigt, einer besonders grausamen Hinrichtungsart für Aufständische, Sklaven und politisch Gefährliche.


Tod und Auferstehung

Datei:Crucifixion by Giotto.jpg


Kreuzigung

Die Kreuzigung Jesu ist historisch sehr gut bezeugt und steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Für die Jüngerinnen und Jünger war Jesu Tod zunächst eine Katastrophe: Der erhoffte Messias stirbt öffentlich, gedemütigt und gewaltsam. Die Evangelien deuten den Tod Jesu jedoch nicht als Scheitern, sondern als Hingabe, Versöhnung und Zeichen radikaler Liebe Gottes.


Auferstehung

Die Auferstehung ist die grundlegende Osterbotschaft: Gott hat Jesus nicht im Tod gelassen. Die frühesten christlichen Gemeinden bekannten, dass Jesus lebt und dass Gott in ihm stärker ist als Sünde, Gewalt und Tod. Historisch greifbar sind die Entstehung des Osterglaubens, die Verkündigung der Jüngerinnen und Jünger und die frühe Ausbreitung der christlichen Bewegung. Theologisch ist die Auferstehung der Grund christlicher Hoffnung.


Ostern und christliche Hoffnung

Ostern ist das wichtigste christliche Fest. Es feiert nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit, sondern eine Hoffnung für Gegenwart und Zukunft: Leid, Schuld und Tod haben nicht das letzte Wort. Diese Hoffnung kann Menschen ermutigen, sich für Frieden, Gerechtigkeit, Trost, Menschenwürde und Versöhnung einzusetzen.


Jesus Christus im Glauben der Kirche


Christologie

Die Christologie ist die Lehre von Jesus Christus. Sie fragt, wer Jesus ist und wie seine menschliche und göttliche Wirklichkeit verstanden werden kann. Frühe christliche Konzilien formulierten, dass Jesus Christus wahrer Mensch und wahrer Gott sei. Diese Aussagen entstanden nicht als abstrakte Philosophie, sondern aus dem Ringen der Gemeinden um eine angemessene Sprache für ihre Erfahrung mit Jesus.


Dreifaltigkeit

In der christlichen Dreifaltigkeitslehre wird Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist bekannt. Jesus Christus ist darin der Sohn, durch den Gott sich den Menschen zeigt. Diese Lehre will ausdrücken, dass Gott nicht fern bleibt, sondern sich in Geschichte, Beziehung und Liebe offenbart.


Sakramente und Gottesdienst

In vielen Kirchen steht Jesus Christus im Zentrum des Gottesdienstes. In der Taufe wird die Zugehörigkeit zu Christus gefeiert. Im Abendmahl oder in der Eucharistie erinnern sich Christinnen und Christen an Jesu letztes Mahl, seinen Tod und seine Gegenwart. Gebete, Lieder, Lesungen und Predigten beziehen sich auf Jesu Leben und Botschaft.


Jesus Christus in Kultur und Gesellschaft


Kunst und Musik

Jesus Christus gehört zu den am häufigsten dargestellten Personen der Kunstgeschichte. Darstellungen reichen von frühchristlichen Symbolen über byzantinische Ikonen, mittelalterliche Kreuzigungsbilder, Renaissance-Gemälde, Barockmusik, Passionsspiele und Kirchenfenster bis zu modernen Filmen, Comics und Popkultur. Kunst zeigt dabei nie nur Jesus selbst, sondern auch das jeweilige Gottesbild, Menschenbild und Weltbild einer Zeit.


Ethik und Menschenwürde

Jesu Botschaft beeinflusste Vorstellungen von Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Vergebung, Gewaltlosigkeit, Menschenwürde und Solidarität. Christliche Ethik fragt, wie Jesu Handeln heute weitergedacht werden kann: im Umgang mit Armut, Flucht, Krankheit, Ausgrenzung, Krieg, Schuld, Umweltzerstörung und sozialer Ungleichheit. Dabei gibt es unterschiedliche christliche Positionen, aber die Orientierung an Jesus bleibt ein zentraler Bezugspunkt.


Interreligiöse Perspektiven

Jesus ist nicht nur im Christentum wichtig. Im Islam gilt ʿĪsā ibn Maryam als bedeutender Prophet, geboren von Maria, aber nicht als Sohn Gottes im christlichen Sinn. Im Judentum wird Jesus meist als jüdische Gestalt der Geschichte betrachtet, nicht als Messias. In der säkularen Kultur wird Jesus oft als ethischer Lehrer, Symbolfigur der Gewaltlosigkeit oder religiöser Reformimpuls verstanden. Interreligiöses Lernen hilft, Gemeinsamkeiten und Unterschiede respektvoll wahrzunehmen.


Medien zum Thema

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Das Video erklärt Grundzüge des Christentums und hilft Dir, Jesus Christus in den größeren Zusammenhang der christlichen Religion einzuordnen. Achte beim Anschauen besonders darauf, welche Begriffe historisch sind und welche Begriffe Glaubensaussagen darstellen.


Grundbegriffe

  1. Jesus von Nazaret: Historische Bezeichnung für Jesus als jüdischen Prediger des 1. Jahrhunderts.
  2. Christus: Glaubenstitel mit der Bedeutung der Gesalbte.
  3. Messias: Erwarteter Retter oder Gesalbter in jüdischen und christlichen Traditionen.
  4. Reich Gottes: Zentrale Botschaft Jesu von Gottes gerechter und heilender Herrschaft.
  5. Gleichnis: Bildhafte Erzählung, die religiöse und ethische Einsichten eröffnet.
  6. Kreuzigung Jesu: Römische Hinrichtung Jesu unter Pontius Pilatus.
  7. Auferstehung Jesu Christi: Osterbotschaft vom neuen Leben Jesu durch Gott.
  8. Evangelium: Frohe Botschaft und Bezeichnung für die vier biblischen Jesus-Erzählungen.
  9. Nächstenliebe: Zentrale ethische Forderung Jesu.
  10. Christologie: Theologische Lehre von Jesus Christus.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet der Titel Christus ursprünglich? (der Gesalbte) (!der König von Rom) (!der Tempelpriester) (!der Evangelist)




In welcher religiösen Tradition lebte Jesus historisch? (im Judentum) (!im Buddhismus) (!im Hinduismus) (!im römischen Kaiserkult)




Welche Botschaft steht im Zentrum der Verkündigung Jesu? (das Reich Gottes) (!die Macht des Kaisers) (!die Eroberung Roms) (!die Abschaffung aller Gebete)




Welche Textgattung nutzte Jesus häufig in seiner Lehre? (Gleichnisse) (!Gesetzestafeln) (!Reiseberichte) (!Kaisererlasse)




Wer ließ Jesus nach den Evangelien kreuzigen? (Pontius Pilatus) (!Kaiser Konstantin) (!Paulus von Tarsus) (!Johannes der Täufer)




Was feiern Christinnen und Christen an Ostern? (die Auferstehung Jesu) (!die Geburt Jesu) (!die Taufe Jesu) (!die Berufung der zwölf Stämme)




Was verbindet das Doppelgebot der Liebe? (Gottesliebe und Nächstenliebe) (!Tempelsteuer und Opferdienst) (!Königtum und Soldatenpflicht) (!Fastenzeit und Handelsrecht)




Welche Evangelien gehören zu den vier kanonischen Evangelien? (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) (!Petrus, Paulus, Mose und David) (!Jesaja, Jeremia, Ezechiel und Daniel) (!Augustinus, Benedikt, Franziskus und Luther)




Was untersucht die historische Jesusforschung besonders? (was mit wissenschaftlichen Methoden über Jesus erschlossen werden kann) (!wie man moderne Kirchen baut) (!welche Musik Jesus komponierte) (!welche Sprache alle Römer sprachen)




Welche Haltung zeigt Jesus besonders gegenüber Ausgegrenzten? (Zuwendung und Anerkennung ihrer Würde) (!vollständige Ablehnung) (!politische Gleichgültigkeit) (!religiöse Verspottung)





Memory

Christus der Gesalbte
Evangelium frohe Botschaft
Gleichnis bildhafte Lehrgeschichte
Ostern Auferstehung
Nächstenliebe tätige Barmherzigkeit
Kreuzigung römische Hinrichtung
Reich Gottes gerechte Herrschaft Gottes





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Nazaret Herkunft Jesu
Johannes der Täufer Taufe Jesu
Gleichnisse Lehrweise Jesu
Jerusalem Ort der Passion
Ostern Auferstehungsglaube






Kreuzworträtsel

Messias Welcher Titel bedeutet in der christlichen Deutung der Gesalbte?
Nazaret Aus welchem Ort stammte Jesus nach verbreiteter historischer Bezeichnung?
Gleichnis Wie nennt man eine bildhafte Erzählung Jesu?
Pilatus Welcher römische Präfekt ist mit der Kreuzigung Jesu verbunden?
Ostern Welches Fest feiert die Auferstehung Jesu?
Evangelium Wie heißt die frohe Botschaft und zugleich eine biblische Jesus-Erzählung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Jesus von Nazaret lebte im ersten Jahrhundert im Umfeld des

. Der Titel Christus bedeutet

. Im Zentrum seiner Verkündigung steht das

. Jesus erzählte häufig

, um Menschen zum Nachdenken anzuregen. Seine Botschaft betont die Liebe zu Gott und die

. Die römische Hinrichtung Jesu geschah durch

. Christinnen und Christen feiern an Ostern die

. Die vier kanonischen Evangelien heißen Matthäus, Markus, Lukas und

. Die theologische Lehre von Jesus Christus nennt man

. In der christlichen Hoffnung haben Gewalt und Tod nicht das

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Steckbrief Jesus Christus: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief zu Jesus von Nazaret mit historischen Angaben, Glaubenstiteln und zentralen Begriffen.
  2. Gleichnis verstehen: Wähle ein Gleichnis Jesu aus und erkläre es mit eigenen Worten für jüngere Schülerinnen und Schüler.
  3. Bildbetrachtung Christusdarstellung: Beschreibe die Sinai-Ikone Christi: Haltung, Gesicht, Buch, Gestik und Wirkung.
  4. Begriffe ordnen: Erstelle eine Mindmap mit den Begriffen Jesus, Christus, Messias, Evangelium, Reich Gottes und Auferstehung.


Standard

  1. Bergpredigt heute: Formuliere drei Aussagen aus der Bergpredigt in heutiger Sprache und erkläre, warum sie herausfordernd sind.
  2. Historischer Jesus und Christus des Glaubens: Vergleiche in einer Tabelle historische Aussagen über Jesus mit christlichen Glaubensaussagen.
  3. Interviewprojekt Religion: Befrage zwei Menschen unterschiedlicher religiöser oder weltanschaulicher Herkunft, welche Bedeutung Jesus für sie hat.
  4. Gleichnis kreativ: Schreibe ein modernes Gleichnis, das eine Botschaft Jesu in eine heutige Alltagssituation überträgt.


Schwer

  1. Passion und Verantwortung: Analysiere, wie die Passionsgeschichte Gewalt, Macht, Angst und Verantwortung darstellt.
  2. Christologie erklären: Erkläre die Aussage wahrer Mensch und wahrer Gott so, dass sie für Jugendliche verständlich wird.
  3. Jesus im interreligiösen Dialog: Vergleiche die Bedeutung Jesu im Christentum, Islam und Judentum und achte auf respektvolle Sprache.
  4. Ethikprojekt Nächstenliebe: Plane ein konkretes soziales Projekt, das Nächstenliebe praktisch werden lässt, und begründe es mit Jesu Botschaft.



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Lernkontrolle

  1. Historische Einordnung: Erkläre, warum es wichtig ist, Jesus sowohl in seiner jüdischen Lebenswelt als auch in der christlichen Glaubensdeutung zu verstehen.
  2. Transfer Nächstenliebe: Wende das Prinzip der Nächstenliebe auf einen aktuellen gesellschaftlichen Konflikt an und zeige Chancen und Grenzen auf.
  3. Quellenkritik Evangelien: Beurteile, warum die Evangelien zugleich historische Quellen und Glaubenszeugnisse sind.
  4. Reich Gottes heute: Entwickle ein Beispiel, wie das Reich Gottes in einer Schule, Gemeinde oder Stadt sichtbar werden könnte.
  5. Kreuz und Auferstehung: Erkläre, warum Kreuzigung und Auferstehung zusammen den Kern christlicher Hoffnung bilden.
  6. Interreligiöse Kompetenz: Formuliere Regeln für ein respektvolles Gespräch über Jesus zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen.
  7. Kunst als Deutung: Analysiere eine Christusdarstellung und erkläre, welches Jesusbild darin sichtbar wird.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Jesus Christus ist eine historische und religiöse Schlüsselfigur. Historisch war Jesus ein jüdischer Prediger aus Nazaret, der vom Reich Gottes sprach, Gleichnisse erzählte, Menschen heilte, Ausgegrenzten Würde zusprach und unter Pontius Pilatus gekreuzigt wurde. Christlich wird Jesus als Christus, Sohn Gottes, Messias und auferstandener Herr bekannt. Seine Botschaft von Gottes Nähe, Nächstenliebe, Vergebung, Gerechtigkeit und Hoffnung prägt bis heute Religion, Ethik, Kunst und Kultur. Wer Jesus Christus verstehen will, muss historische Forschung, biblische Texte, Glaubensdeutung und gesellschaftliche Wirkung gemeinsam betrachten.

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

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  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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