Lebenslust - aiMOOC


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Einleitung
Lebenslust beschreibt die lebendige, zugewandte und bewusste Freude am eigenen Leben. Der Begriff ist eng verwandt mit Lebensfreude, Vitalität, Optimismus, Genussfähigkeit, Selbstwirksamkeit und dem Gefühl, dass das eigene Leben trotz Schwierigkeiten Sinn, Farbe und Gestaltungsmöglichkeiten hat. Lebenslust bedeutet nicht, ständig fröhlich zu sein oder Probleme zu verdrängen. Sie meint vielmehr eine Haltung, in der Du das Leben wahrnimmst, aktiv mitgestaltest und gute Erfahrungen nicht dem Zufall überlässt.
Lebenslust kann sich in sehr unterschiedlichen Situationen zeigen: beim gemeinsamen Lachen, beim Musizieren, beim Sport, beim Entdecken neuer Orte, beim kreativen Arbeiten, beim Essen mit Freundinnen und Freunden, beim Lernen, beim Helfen oder in stillen Momenten der Dankbarkeit. Sie kann laut und ausgelassen sein, aber auch ruhig, nachdenklich und tief. Lebenslust ist deshalb kein oberflächlicher Spaß, sondern eine persönliche Ressource.
Die Positive Psychologie untersucht, welche Bedingungen Menschen dabei unterstützen, Wohlbefinden, Sinn, gute Beziehungen, Stärken und persönliche Entwicklung zu erleben. In diesem Zusammenhang kann Lebenslust als Teil eines gelingenden Lebens verstanden werden. Dabei geht es nicht um Zwang zum Glücklichsein, sondern um die Frage: Was hilft Menschen, auch unter Belastung Zugang zu Hoffnung, Energie, Beziehung und Sinn zu finden?

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Was bedeutet Lebenslust?
Begriff und Alltagserfahrung
Lebenslust setzt sich aus den Begriffen Leben und Lust zusammen. Mit Lust ist hier nicht nur Vergnügen gemeint, sondern eine innere Bereitschaft, sich dem Leben zuzuwenden. Lebenslust kann bedeuten, neugierig zu bleiben, Beziehungen zu pflegen, den eigenen Körper wahrzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und schöne Momente bewusst zu erleben.
Im Alltag zeigt sich Lebenslust oft unspektakulär. Du merkst sie, wenn Du morgens Lust hast, etwas zu beginnen, wenn Du Dich auf eine Begegnung freust, wenn Du nach einer schwierigen Phase wieder Pläne machst oder wenn Du in einem kleinen Moment Schönheit entdeckst. Lebenslust kann also in großen Erlebnissen entstehen, aber ebenso in kleinen Gewohnheiten.
Lebenslust und Lebensfreude
Lebensfreude wird häufig als subjektives Empfinden der Freude am eigenen Leben beschrieben. Lebenslust geht in eine ähnliche Richtung, betont aber stärker die aktive, manchmal auch spielerische Zuwendung zum Leben. Während Lebensfreude eher den empfundenen Zustand beschreibt, verweist Lebenslust auch auf Antrieb, Neugier und Gestaltung.
Beide Begriffe hängen mit Wohlbefinden, Resilienz, Achtsamkeit, Selbstfürsorge und Sinnfindung zusammen. Sie sind keine festen Eigenschaften, die ein Mensch einfach besitzt oder nicht besitzt. Vielmehr können sie durch Erfahrungen, Beziehungen, Übung, Gesundheit, Umgebung und persönliche Entscheidungen beeinflusst werden.
Abgrenzung: Lebenslust ist nicht Daueroptimismus
Lebenslust bedeutet nicht, Leid zu ignorieren. Wer Lebenslust entwickelt, darf traurig, erschöpft, wütend oder ängstlich sein. Eine reife Form von Lebenslust erkennt an, dass das Leben widersprüchlich ist. Freude und Schmerz können nebeneinander bestehen. Gerade deshalb kann Lebenslust eine wichtige Kraft sein: Sie hilft, den Blick nicht nur auf Defizite, Krisen und Sorgen zu richten.
Ein übersteigerter Zwang zum Positiven kann dagegen problematisch werden. Wenn Menschen das Gefühl bekommen, immer glücklich wirken zu müssen, entsteht Druck. Lebenslust ist deshalb am hilfreichsten, wenn sie ehrlich bleibt. Sie sagt nicht: „Alles ist gut.“ Sie fragt eher: „Wo gibt es trotz allem eine Möglichkeit zu leben, zu fühlen, zu handeln und verbunden zu bleiben?“
Lebenslust aus psychologischer Sicht
Positive Psychologie
Die Positive Psychologie beschäftigt sich mit menschlichen Stärken, Glückserleben, Sinn, positiven Gefühlen, Beziehungen und gelingender Entwicklung. Sie fragt, was Menschen stärkt und was sie befähigt, ihr Leben aktiv zu gestalten. In der Schule, Ausbildung oder im Studium kann dieser Blick hilfreich sein, weil Lernen nicht nur aus Leistung, Prüfung und Fehlerkorrektur besteht, sondern auch aus Motivation, Neugier und Selbstvertrauen.
Ein bekanntes Modell der Positiven Psychologie ist das PERMA-Modell nach Martin Seligman. Es beschreibt fünf Bereiche, die zum Wohlbefinden beitragen können:
- Positive Emotionen: Freude, Dankbarkeit, Interesse, Hoffnung oder Gelassenheit.
- Engagement: Vertieftes Tun, Konzentration und Flow-Erleben.
- Beziehungen: Freundschaft, Zugehörigkeit, Vertrauen und gegenseitige Unterstützung.
- Sinn: Das Gefühl, dass das eigene Handeln Bedeutung hat.
- Zielerreichung: Vorhaben entwickeln, Fortschritte erleben und Erfolge würdigen.
Lebenslust kann in allen fünf Bereichen sichtbar werden. Sie entsteht zum Beispiel, wenn Du etwas mit Hingabe tust, Dich mit anderen verbunden fühlst oder ein Ziel erreichst, das Dir wichtig ist.
Emotionen und Körper
Lebenslust ist nicht nur ein Gedanke, sondern auch eine körperliche Erfahrung. Bewegung, Schlaf, Atmung, Ernährung, Licht, Musik und soziale Nähe können beeinflussen, wie lebendig Du Dich fühlst. Wer sehr erschöpft ist, erlebt oft weniger Lebenslust. Deshalb gehört zur Lebenslust auch Selbstfürsorge: Du achtest auf Grenzen, Pausen und Bedürfnisse.
Gleichzeitig kann der Körper Lebenslust ausdrücken. Tanzen, Lachen, Singen, Gehen, Spielen oder gestisches Erzählen sind Beispiele dafür. In vielen Kulturen werden Feste, Musik und gemeinsames Essen genutzt, um Lebensfreude sichtbar zu machen und Gemeinschaft zu stärken.

Beziehungen als Quelle von Lebenslust
Menschen sind soziale Wesen. Lebenslust wächst oft dort, wo Vertrauen, Humor, Anerkennung und Zugehörigkeit erlebt werden. Gute Beziehungen bedeuten nicht, immer einer Meinung zu sein. Sie entstehen durch Zuhören, Ehrlichkeit, Respekt und die Bereitschaft, Konflikte fair zu lösen.
Besonders wichtig ist, dass Lebenslust geteilt werden kann. Wenn Du Dich mit anderen freust, wird Freude häufig intensiver. Gemeinsames Erleben kann motivieren, trösten und neue Perspektiven eröffnen. Deshalb gehören Empathie, Kommunikation und Kooperation zu den sozialen Grundlagen der Lebenslust.
Lebenslust in Kultur, Kunst und Literatur
Kunst als Ausdruck von Lebenslust
In der Kunst wird Lebenslust häufig durch Farbe, Bewegung, Rhythmus, Licht und Körperlichkeit dargestellt. Bilder, Musik, Tanz, Theater oder Film können zeigen, wie Menschen Freude, Energie und Gemeinschaft erleben. Kunst kann aber auch deutlich machen, dass Lebenslust nicht nur heitere Oberfläche ist, sondern manchmal gerade aus dem Widerstand gegen Enge, Trauer oder Unterdrückung entsteht.
Das Motiv „Joie de vivre“ bedeutet auf Französisch „Lebensfreude“ oder „Freude am Leben“. Es wurde in unterschiedlichen künstlerischen Zusammenhängen verwendet. Farbenreiche Kompositionen, tanzende Figuren oder dynamische Formen können Lebenslust unmittelbar spürbar machen.
Literatur und Lebenslust
In der Literatur begegnet Dir Lebenslust in Figuren, die neugierig sind, genießen, reisen, lieben, lachen oder Grenzen überschreiten. Gleichzeitig wird oft gefragt, ob Lebenslust verantwortungsvoll sein kann. Eine literarische Figur, die nur nach Vergnügen sucht, kann andere verletzen. Eine Figur, die Lebenslust mit Verantwortung verbindet, entwickelt dagegen ein tieferes Verhältnis zum Leben.
Deshalb ist Lebenslust ein spannendes Thema für Ethik, Deutsch, Kunst, Musik, Psychologie und Philosophie. Du kannst untersuchen, wie Lebenslust sprachlich dargestellt wird, welche Werte damit verbunden sind und wo ihre Grenzen liegen.
Lebenslust lernen und stärken
Wahrnehmen statt übersehen
Lebenslust beginnt oft mit Wahrnehmung. Viele schöne Momente sind kurz und unscheinbar: ein gutes Gespräch, ein warmer Sonnenstrahl, ein gelöstes Problem, ein Lied, ein Kompliment, ein Geruch oder ein gelungener Satz. Wer solche Momente bewusst wahrnimmt, trainiert die Aufmerksamkeit für Ressourcen.
Eine einfache Übung ist das Dankbarkeitstagebuch. Dabei notierst Du regelmäßig drei Dinge, die gut waren oder für die Du dankbar bist. Wichtig ist, dass Du nicht nur Begriffe sammelst, sondern konkret beschreibst, warum der Moment Bedeutung hatte.
Handeln statt warten
Lebenslust entsteht nicht nur, wenn etwas Angenehmes passiert. Sie wächst auch durch eigenes Handeln. Du kannst kleine Schritte planen: jemanden anrufen, spazieren gehen, Musik machen, etwas Neues lernen, einen Raum gestalten, ein Projekt beginnen oder eine Aufgabe abschließen. Solche Handlungen stärken Selbstwirksamkeit: Du erlebst, dass Dein Verhalten einen Unterschied macht.
Dabei müssen Ziele realistisch sein. Wer zu viel auf einmal will, wird schnell enttäuscht. Lebenslust braucht manchmal kleine, verlässliche Rituale: ein bewusstes Frühstück, ein Wochenrückblick, ein kreativer Abend, eine Sportgruppe, eine Pause ohne Bildschirm oder ein Gespräch ohne Ablenkung.
Sinn und Verantwortung
Tiefe Lebenslust hängt häufig mit Sinn zusammen. Sinn entsteht, wenn Du Dein Handeln als bedeutsam erlebst. Das kann durch Freundschaft, Familie, Engagement, Lernen, Beruf, Religion, Natur, Kunst oder gesellschaftliche Verantwortung geschehen. Lebenslust ist dann nicht nur „Ich will etwas Schönes erleben“, sondern auch „Ich möchte etwas beitragen“.
Dadurch unterscheidet sich Lebenslust von kurzfristiger Ablenkung. Ablenkung kann manchmal guttun, reicht aber selten für dauerhaftes Wohlbefinden. Sinnvolle Lebenslust verbindet Freude mit Verantwortung: für Dich selbst, für andere und für die Welt, in der Du lebst.
Grenzen und Krisen
Wenn Lebenslust fehlt
Es gibt Zeiten, in denen Lebenslust kaum spürbar ist. Das kann nach Verlusten, Stress, Überforderung, Konflikten, Krankheit oder Einsamkeit passieren. Dann hilft es nicht, sich selbst Vorwürfe zu machen. Fehlende Lebenslust ist kein persönliches Versagen.
Wenn Niedergeschlagenheit, Hoffnungslosigkeit oder Interessenverlust lange anhalten, kann professionelle Hilfe wichtig sein. Vertrauenspersonen, Beratungsstellen, Ärztinnen, Ärzte, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten können unterstützen. Lebenslust lässt sich nicht erzwingen, aber sie kann geschützt, begleitet und Schritt für Schritt wieder aufgebaut werden.
Lebenslust und mentale Gesundheit
Mentale Gesundheit bedeutet nicht, immer glücklich zu sein. Sie umfasst die Fähigkeit, mit Belastungen umzugehen, Beziehungen zu gestalten, Entscheidungen zu treffen und Unterstützung anzunehmen. Lebenslust kann ein Zeichen mentaler Gesundheit sein, aber sie kann auch in kleinen Momenten während schwieriger Phasen auftauchen.
Wichtig ist eine Balance: Lebenslust darf nicht zur Pflicht werden. Niemand muss fröhlich erscheinen, um wertvoll zu sein. Gleichzeitig darf Freude auch in ernsten Zeiten Raum bekommen. Diese Balance ist eine wichtige Kompetenz für ein menschliches, solidarisches Zusammenleben.
Lebenslust in Schule, Ausbildung und Studium
Motivation und Lernen
Lebenslust kann Lernen fördern, weil sie mit Motivation, Neugier und Selbstvertrauen verbunden ist. Wenn Du erlebst, dass ein Thema Bedeutung für Dein Leben hat, lernst Du oft tiefer. Unterricht, Ausbildung und Studium können Lebenslust unterstützen, wenn Fragen erlaubt sind, Fehler als Lernchancen gelten und Menschen ihre Stärken einbringen können.
Lebenslust im Lernen heißt nicht, dass alles leicht sein muss. Auch anstrengende Aufgaben können lebendig machen, wenn Du Fortschritt spürst, Unterstützung erhältst und verstehst, warum sich die Mühe lohnt.
Gemeinschaft und Lernkultur
Eine lernförderliche Kultur entsteht durch Respekt, Humor, Fairness und Beteiligung. Gruppenarbeiten, Projekte, kreative Präsentationen, Exkursionen oder Diskussionen können Lebenslust im Lernen stärken. Besonders wirksam ist es, wenn Lernende eigene Fragen entwickeln und Verantwortung für einen Teil des Lernprozesses übernehmen.
Dabei ist Inklusion wichtig. Lebenslust darf nicht nur den Lauten, Schnellen oder Selbstsicheren gehören. Auch stille Menschen, unsichere Lernende oder Menschen mit belastenden Erfahrungen brauchen Räume, in denen sie sich sicher, gesehen und beteiligt fühlen.
Merksätze
- Lebenslust: Lebenslust ist die aktive Freude am Leben und an seinen Gestaltungsmöglichkeiten.
- Lebensfreude: Lebensfreude ist das subjektive Empfinden von Freude am eigenen Leben.
- Positive Psychologie: Sie untersucht Stärken, Wohlbefinden, Sinn, positive Beziehungen und gelingende Entwicklung.
- Selbstfürsorge: Lebenslust braucht Pausen, Grenzen, Körperbewusstsein und Unterstützung.
- Sinn: Tiefe Lebenslust verbindet Freude mit Bedeutung und Verantwortung.
- Resilienz: Lebenslust kann helfen, Krisen nicht nur als Ende, sondern auch als Übergang zu verstehen.
- Gemeinschaft: Geteilte Freude stärkt Beziehungen und Zugehörigkeit.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Lebenslust am besten? (Die lebendige Freude am Leben und an seinen Gestaltungsmöglichkeiten) (!Die Pflicht, immer gut gelaunt zu wirken) (!Die vollständige Vermeidung aller Probleme) (!Die Ablehnung von Ruhe und Nachdenklichkeit)
Welche Aussage passt zur reifen Lebenslust? (Sie kann Freude und schwierige Gefühle zugleich anerkennen) (!Sie verbietet Traurigkeit) (!Sie besteht nur aus Konsum) (!Sie hängt ausschließlich vom Wetter ab)
Welcher Begriff ist besonders eng mit Lebenslust verwandt? (Lebensfreude) (!Gleichgültigkeit) (!Stillstand) (!Anhedonie)
Was untersucht die Positive Psychologie unter anderem? (Wohlbefinden, Stärken, Sinn und gelingende Beziehungen) (!Nur grammatische Regeln) (!Ausschließlich wirtschaftliche Gewinnsteigerung) (!Nur mathematische Formeln)
Welcher Bereich gehört zum PERMA-Modell? (Positive Emotionen) (!Perfekte Fehlerlosigkeit) (!Permanente Ablenkung) (!Passive Anpassung)
Warum können Beziehungen Lebenslust stärken? (Weil geteilte Freude, Vertrauen und Zugehörigkeit motivieren können) (!Weil man dann nie Konflikte erlebt) (!Weil eigene Bedürfnisse unwichtig werden) (!Weil alle Menschen gleich denken müssen)
Was kann Selbstwirksamkeit bedeuten? (Du erlebst, dass Dein Handeln einen Unterschied macht) (!Du wartest grundsätzlich auf Zufälle) (!Du vermeidest jede Entscheidung) (!Du gibst jede Verantwortung ab)
Welche Übung kann helfen, gute Momente bewusster wahrzunehmen? (Dankbarkeitstagebuch) (!Dauervergleich mit anderen) (!Schlafverzicht) (!Absichtliche Isolation)
Welche Aussage zu fehlender Lebenslust ist richtig? (Sie kann in Krisen auftreten und ist kein persönliches Versagen) (!Sie beweist immer Faulheit) (!Sie darf niemals ernst genommen werden) (!Sie betrifft nur Erwachsene)
Was unterscheidet Lebenslust von bloßer Ablenkung? (Sie kann Freude mit Sinn und Verantwortung verbinden) (!Sie vermeidet jede Beziehung) (!Sie besteht nur aus kurzen Reizen) (!Sie macht Lernen unmöglich)
Memory
| Lebenslust | Aktive Freude am Leben |
| Selbstfürsorge | Achten auf eigene Bedürfnisse |
| Resilienz | Umgang mit Krisen |
| Dankbarkeit | Bewusstes Würdigen des Guten |
| Sinn | Erlebte Bedeutung des Handelns |
| Gemeinschaft | Geteilte Erfahrung mit anderen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Positive Emotionen | Freude und Hoffnung bewusst wahrnehmen |
| Engagement | Vertieftes Tun und Flow erleben |
| Beziehungen | Vertrauen und Zugehörigkeit pflegen |
| Sinn | Bedeutung im eigenen Handeln erkennen |
| Zielerreichung | Fortschritte planen und würdigen |
Kreuzworträtsel
| Freude | Welches Gefühl ist eng mit Lebenslust verbunden? |
| Sinn | Was beschreibt die erlebte Bedeutung des eigenen Handelns? |
| Humor | Was kann Beziehungen lockern und gemeinsame Freude stärken? |
| Resilienz | Wie nennt man die Fähigkeit, mit Krisen konstruktiv umzugehen? |
| Achtsamkeit | Welche Haltung hilft, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen? |
| Vertrauen | Was ist eine Grundlage tragfähiger Beziehungen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Lebenslust-Tagebuch: Notiere eine Woche lang jeden Tag einen Moment, in dem Du Lebenslust, Lebensfreude oder Dankbarkeit gespürt hast, und beschreibe, wodurch dieser Moment entstanden ist.
- Bildcollage: Gestalte eine Collage zum Thema Lebenslust mit Farben, Symbolen, Wörtern und Bildern, die für Dich Lebendigkeit ausdrücken.
- Musik und Stimmung: Wähle ein Lied aus, das für Dich Lebenslust ausdrückt, und erkläre in wenigen Sätzen, welche musikalischen oder sprachlichen Elemente diese Wirkung erzeugen.
- Beobachtungsaufgabe: Beobachte in Deinem Alltag drei Situationen, in denen Menschen Freude teilen, und beschreibe, wie Körpersprache, Sprache und Umgebung zusammenwirken.
Standard
- Interview: Führe ein kurzes Interview mit einer Person aus Deinem Umfeld über Lebenslust, Krisen und Kraftquellen und fasse zentrale Aussagen respektvoll zusammen.
- PERMA-Analyse: Analysiere einen eigenen guten Tag mithilfe des PERMA-Modells und zeige, welche Bereiche besonders wichtig waren.
- Literarische Figur: Untersuche eine Figur aus einem Buch, Film oder Theaterstück daraufhin, wie sie Lebenslust zeigt, verliert oder wiederfindet.
- Schulprojekt: Entwickle eine kleine Aktion, die Lebenslust in Deiner Klasse, Lerngruppe oder Schule stärken könnte, und begründe ihre Wirkung.
Schwer
- Essay: Schreibe einen reflektierten Essay zur Frage, ob Lebenslust in Krisenzeiten moralisch erlaubt, notwendig oder schwierig ist.
- Kunstinterpretation: Interpretiere ein Kunstwerk zum Thema Lebensfreude und untersuche Farbe, Form, Bewegung, Symbolik und Wirkung.
- Podcast: Produziere eine kurze Podcastfolge über Lebenslust, Selbstfürsorge und gesellschaftlichen Druck zum Glücklichsein.
- Forschungsprojekt: Entwickle eine kleine Befragung zur Frage, wodurch Jugendliche Lebenslust erleben, und werte die Antworten anonymisiert aus.

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Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine Person hat nach einer anstrengenden Prüfungsphase keine Freude mehr an Hobbys. Erkläre, welche Faktoren die Lebenslust beeinflussen könnten und welche unterstützenden Schritte sinnvoll wären.
- Transferaufgabe: Übertrage das PERMA-Modell auf eine Schule oder Ausbildungsstelle und entwickle konkrete Maßnahmen, die Wohlbefinden und Motivation stärken.
- Vergleich: Vergleiche Lebenslust mit kurzfristiger Ablenkung und erkläre anhand eigener Beispiele, worin der Unterschied liegt.
- Urteilsaufgabe: Beurteile die Aussage „Man muss nur positiv denken, dann ist man lebenslustig“ differenziert und beziehe Grenzen dieser Aussage ein.
- Gestaltungsaufgabe: Entwirf ein Konzept für einen Projekttag zum Thema Lebenslust, der kreative, soziale und reflexive Elemente verbindet.
- Ethikaufgabe: Diskutiere, wie Lebenslust und Verantwortung zusammenpassen, wenn eigene Wünsche mit Bedürfnissen anderer Menschen kollidieren.
Lernnachweis
- Reflexionsportfolio: Sammle Deine Ergebnisse aus Tagebuch, Analyse, Interview oder Gestaltungsaufgabe und erkläre, wie sich Dein Verständnis von Lebenslust verändert hat.
- Präsentation: Stelle ein selbst gewähltes Beispiel aus Kunst, Literatur, Alltag oder Psychologie vor und zeige, wie darin Lebenslust sichtbar wird.
- Transferreflexion: Beschreibe drei konkrete, realistische Schritte, mit denen Du Lebenslust in Deinem Alltag achtsam stärken kannst, ohne Dich unter Glücksdruck zu setzen.
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Links
Zusammenfassung
Lebenslust ist eine Haltung, die Freude, Neugier, Sinn, Körperlichkeit, Beziehung und Gestaltungskraft miteinander verbindet. Sie bedeutet nicht, immer glücklich zu sein, sondern dem Leben auch in schwierigen Zeiten zugewandt zu bleiben. Lebenslust kann durch bewusste Wahrnehmung, gute Beziehungen, Selbstfürsorge, Bewegung, Kreativität, Dankbarkeit und sinnvolles Handeln gestärkt werden. In Schule, Ausbildung und Studium kann sie Lernmotivation, Gemeinschaft und persönliche Entwicklung fördern. Zugleich braucht Lebenslust Ehrlichkeit: Wer keine Lebenslust spürt, braucht nicht Druck, sondern Verständnis, Unterstützung und manchmal professionelle Hilfe.
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