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Lebewesen - aiMOOC

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Lebewesen - aiMOOC



Lebewesen

Lebewesen sind natürliche Systeme, die typische Merkmale des Lebens zeigen. Dazu gehören vor allem ein eigener Stoffwechsel, Wachstum, Reizbarkeit, Fortpflanzung, Entwicklung, Bewegung im weiteren biologischen Sinn sowie der Aufbau aus mindestens einer Zelle. Zu den Lebewesen zählen unter anderem Tiere, Pflanzen, Pilze, Bakterien, Archaeen und viele einzellige Protisten. Der Mensch ist ebenfalls ein Lebewesen und gehört biologisch zu den Tieren, genauer zu den Säugetieren.


Einleitung

Wenn Du eine Katze, einen Baum, einen Pilz oder einen winzigen Einzeller betrachtest, siehst Du sehr unterschiedliche Formen des Lebens. Manche Lebewesen bewegen sich sichtbar fort, andere bleiben an einem Ort. Manche betreiben Photosynthese, andere nehmen Nahrung auf. Manche sind riesig, andere kann man nur mit einem Mikroskop erkennen. Trotzdem verbindet sie alle, dass sie aus Zellen bestehen, Energie umwandeln, auf ihre Umwelt reagieren und Informationen an Nachkommen weitergeben können.

Die Biologie untersucht Lebewesen auf verschiedenen Ebenen: von Molekülen und Zellen über Organe, Organismen, Populationen und Ökosysteme bis zur gesamten Biosphäre. Dabei geht es nicht nur darum, Arten zu benennen, sondern auch darum zu verstehen, wie Lebewesen funktionieren, wie sie miteinander verbunden sind und wie sie sich im Lauf der Evolution entwickelt haben.

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Was ist ein Lebewesen?

Ein Lebewesen ist ein einzelner Organismus, der grundlegende Lebensprozesse ausführt. Ein Lebewesen kann aus einer einzigen Zelle bestehen, wie ein Bakterium, oder aus vielen Milliarden Zellen, wie ein Mensch, ein Wal oder ein Baum. Lebewesen sind keine zufälligen Ansammlungen von Stoffen. Sie besitzen eine innere Ordnung, nutzen Energie, bauen körpereigene Stoffe auf und regulieren viele Vorgänge selbst.

Die Grenze zwischen lebendig und nicht lebendig ist in manchen Fällen nicht ganz einfach. Ein Stein wächst nicht aus eigener Kraft, hat keinen Stoffwechsel und vermehrt sich nicht. Ein Roboter kann sich bewegen und auf Signale reagieren, besitzt aber keinen biologischen Stoffwechsel und besteht nicht aus Zellen. Viren enthalten Erbinformation und können sich verändern, gelten aber meist nicht als eigenständige Lebewesen, weil sie keinen eigenen Stoffwechsel haben und sich nur mithilfe von Wirtszellen vermehren.


Lebewesen und unbelebte Natur

Die Natur umfasst sowohl Lebewesen als auch unbelebte Bestandteile wie Wasser, Luft, Gestein, Mineralien, Licht und Temperatur. Lebewesen sind auf diese unbelebten Faktoren angewiesen. Pflanzen benötigen zum Beispiel Licht, Kohlenstoffdioxid, Wasser und Mineralstoffe. Tiere benötigen Nahrung, Sauerstoff oder andere geeignete Lebensbedingungen. In einem Ökosystem wirken lebende und unbelebte Bestandteile ständig zusammen.

Ein See besteht nicht nur aus Fischen, Pflanzen und Mikroorganismen, sondern auch aus Wasser, gelösten Stoffen, Licht, Temperaturzonen und Bodenmaterial. Ein Wald besteht nicht nur aus Bäumen, Tieren und Pilzen, sondern auch aus Boden, Wasser, Luft und Klima. Deshalb kann man Lebewesen nur verstehen, wenn man auch ihre Umwelt betrachtet.


Kennzeichen des Lebens

Lebewesen erkennt man nicht an einem einzigen Merkmal. Ein einzelnes Merkmal kann täuschen: Feuer kann sich ausbreiten, Kristalle können wachsen und Maschinen können sich bewegen. Erst die Kombination mehrerer Lebensmerkmale macht einen Organismus zu einem Lebewesen.


Zellulärer Aufbau

Alle Lebewesen bestehen aus mindestens einer Zelle. Die Zelle ist die kleinste lebende Einheit. In ihr laufen grundlegende Lebensvorgänge ab. Manche Organismen bestehen aus nur einer Zelle und heißen Einzeller. Dazu gehören viele Bakterien, Archaeen und einzellige Protisten. Andere Organismen bestehen aus vielen Zellen und heißen Vielzeller. Bei ihnen können Zellen unterschiedliche Aufgaben übernehmen, etwa als Nervenzelle, Muskelzelle, Blutzelle, Blattzelle oder Wurzelzelle.

Pflanzenzellen besitzen meist eine Zellwand, Chloroplasten und eine große Vakuole. Tierische Zellen besitzen keine Zellwand und keine Chloroplasten. Beide Zelltypen haben jedoch eine Zellmembran, Cytoplasma, Mitochondrien und meist einen Zellkern.


Stoffwechsel

Der Stoffwechsel umfasst alle chemischen Vorgänge, durch die ein Lebewesen Stoffe aufnimmt, umwandelt, aufbaut, abbaut und ausscheidet. Pflanzen stellen mithilfe der Photosynthese aus Wasser und Kohlenstoffdioxid energiereiche Stoffe her. Viele Tiere nehmen Nahrung auf, verdauen sie und nutzen die enthaltene Energie für Bewegung, Wärme, Wachstum und Erneuerung von Körperzellen.

Zum Stoffwechsel gehört auch die Zellatmung. Dabei wird Energie aus energiereichen Stoffen freigesetzt. Diese Energie wird in Zellen für viele Prozesse genutzt. Ohne Stoffwechsel könnte ein Lebewesen nicht wachsen, sich nicht reparieren und nicht auf Veränderungen reagieren.


Wachstum und Entwicklung

Lebewesen wachsen aus eigener Kraft. Wachstum bedeutet nicht nur, größer zu werden, sondern auch neue Zellen oder Zellbestandteile aufzubauen. Entwicklung bedeutet, dass sich ein Lebewesen im Laufe seines Lebens verändert. Aus einem Samen kann eine Pflanze entstehen, aus einer Kaulquappe ein Frosch, aus einem menschlichen Embryo ein Kind und später ein Erwachsener.

Wachstum und Entwicklung sind durch Erbinformation und Umweltbedingungen beeinflusst. Eine Pflanze wächst anders, wenn sie zu wenig Licht oder Wasser bekommt. Ein Tier entwickelt sich nur gesund, wenn Nahrung, Temperatur, Schutz und weitere Bedingungen passen.


Reizbarkeit und Reaktion

Lebewesen nehmen Reize aus ihrer Umwelt oder aus ihrem Inneren wahr und reagieren darauf. Ein Reiz kann Licht, Temperatur, Berührung, Geruch, Schall, Feuchtigkeit oder ein chemisches Signal sein. Eine Pflanze richtet Blätter zum Licht aus. Ein Regenwurm zieht sich bei starker Erschütterung zurück. Der Mensch zieht die Hand weg, wenn eine Oberfläche zu heiß ist.

Reizbarkeit hilft Lebewesen zu überleben. Sie können Nahrung finden, Gefahren vermeiden, geeignete Lebensräume aufsuchen oder sich an wechselnde Bedingungen anpassen.


Fortpflanzung und Vererbung

Lebewesen können Nachkommen hervorbringen. Dabei wird Erbinformation weitergegeben. Diese Erbinformation liegt bei den meisten Lebewesen in Form von DNA vor. Bei der ungeschlechtlichen Fortpflanzung entstehen Nachkommen aus einem Elternorganismus, zum Beispiel durch Teilung bei vielen Bakterien. Bei der geschlechtlichen Fortpflanzung verschmelzen Geschlechtszellen, wodurch Nachkommen mit einer neuen Kombination von Erbinformation entstehen.

Fortpflanzung ist wichtig für den Erhalt von Arten. Vererbung sorgt dafür, dass grundlegende Merkmale weitergegeben werden. Kleine Unterschiede zwischen Individuen bilden zugleich eine Grundlage für Evolution.


Bewegung

Viele Lebewesen können sich aktiv fortbewegen. Tiere laufen, schwimmen, fliegen oder kriechen. Einzeller können sich mit Geißeln, Wimpern oder durch Formveränderung bewegen. Pflanzen bewegen sich meist langsamer und weniger auffällig. Ihre Sprossachsen wachsen zum Licht, Wurzeln wachsen zur Schwerkraft hin, Blüten öffnen und schließen sich oder Ranken winden sich um eine Stütze.

In der Biologie bedeutet Bewegung deshalb nicht nur Ortswechsel. Auch Bewegungen innerhalb einer Zelle, Wachstumsbewegungen und Reaktionen einzelner Organe gehören dazu.


Anpassung und Evolution

Lebewesen sind an ihre Umwelt angepasst. Ein Kaktus besitzt Merkmale, die ihm in trockenen Gebieten helfen. Ein Eisbär ist an kalte Lebensräume angepasst. Fische besitzen Körperformen und Organe, die ihnen das Leben im Wasser ermöglichen. Solche Anpassungen entstehen nicht zielgerichtet in einem einzelnen Lebewesen, sondern im Verlauf vieler Generationen durch Mutation, Variation, Selektion und Evolution.

Evolution erklärt, warum Lebewesen miteinander verwandt sind und warum es eine große Vielfalt von Arten gibt. Alle heute lebenden Organismen gehen auf frühere Lebensformen zurück.


Vielfalt der Lebewesen

Die Vielfalt der Lebewesen wird als Biodiversität oder biologische Vielfalt bezeichnet. Sie umfasst die Vielfalt der Arten, die genetische Vielfalt innerhalb von Arten und die Vielfalt der Ökosysteme. Biodiversität ist wichtig, weil Lebewesen in Nahrungsnetzen, Stoffkreisläufen und Lebensräumen miteinander verbunden sind.


Tiere

Tiere sind vielzellige Lebewesen, die ihre Nahrung in der Regel aufnehmen müssen. Sie besitzen meist spezialisierte Sinnesorgane, Bewegungsorgane und Nervensysteme. Zu den Tieren gehören Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere, Weichtiere, Ringelwürmer und viele weitere Gruppen. Tiere spielen in Ökosystemen sehr unterschiedliche Rollen: Sie können Pflanzenfresser, Fleischfresser, Allesfresser, Bestäuber, Räuber, Beute oder Zersetzer sein.


Pflanzen

Pflanzen sind meist vielzellige Lebewesen, die mithilfe von Chloroplasten Photosynthese betreiben. Sie bilden aus Wasser, Kohlenstoffdioxid und Lichtenergie energiereiche Stoffe und geben dabei Sauerstoff ab. Pflanzen sind wichtige Produzenten in vielen Ökosystemen. Sie liefern Nahrung, Sauerstoff, Lebensraum, Holz, Fasern und viele weitere Stoffe. Zu den Pflanzen gehören Moose, Farne, Nacktsamer und Bedecktsamer.


Pilze

Pilze sind weder Tiere noch Pflanzen. Sie nehmen organische Stoffe aus ihrer Umgebung auf und spielen als Zersetzer eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Viele Pilze bauen abgestorbene Pflanzenreste oder tote Tiere ab. Andere leben in Symbiose mit Pflanzenwurzeln, zum Beispiel als Mykorrhiza. Es gibt aber auch Pilze, die Krankheiten verursachen können.


Bakterien und Archaeen

Bakterien und Archaeen sind einzellige Lebewesen ohne echten Zellkern. Man nennt solche Zellen Prokaryoten. Bakterien leben fast überall: im Boden, im Wasser, auf der Haut, im Darm und sogar in extremen Lebensräumen. Viele Bakterien sind harmlos oder nützlich, einige können Krankheiten verursachen. Archaeen ähneln Bakterien äußerlich, unterscheiden sich aber in wichtigen Merkmalen ihres Zellaufbaus und Stoffwechsels. Manche Archaeen leben in sehr heißen, salzigen oder sauerstoffarmen Umgebungen.


Protisten

Protisten sind überwiegend einzellige Lebewesen mit Zellkern. Dazu gehören sehr verschiedene Gruppen, zum Beispiel viele Algen und einzellige tierähnliche Organismen. Manche Protisten betreiben Photosynthese, andere nehmen Nahrung auf. Sie zeigen, wie vielfältig einzelliges Leben sein kann.


Ordnung der Lebewesen

Damit die Vielfalt des Lebens übersichtlich wird, ordnet die Systematik Lebewesen nach gemeinsamen Merkmalen und nach ihrer Verwandtschaft. Die Taxonomie beschreibt, benennt und klassifiziert Lebewesen. Moderne biologische Ordnungssysteme berücksichtigen besonders die evolutionäre Verwandtschaft.

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Art und Verwandtschaft

Eine wichtige Grundeinheit ist die Art. Eine Art umfasst Organismen, die in wesentlichen Merkmalen übereinstimmen und sich unter natürlichen Bedingungen häufig miteinander fortpflanzen können. Diese Definition passt besonders gut zu vielen Tieren, ist aber nicht für alle Lebewesen gleich einfach anzuwenden. Bei Bakterien, Fossilien oder sich ungeschlechtlich fortpflanzenden Organismen werden weitere Kriterien genutzt.

Verwandtschaft bedeutet in der Biologie, dass Lebewesen gemeinsame Vorfahren haben. Je näher die gemeinsamen Vorfahren zweier Gruppen liegen, desto enger sind sie miteinander verwandt. Ein Mensch ist mit einem Schimpansen enger verwandt als mit einem Frosch, aber alle drei sind Tiere und damit auch entfernt miteinander verwandt.


Klassische Rangstufen

Eine traditionelle Einteilung nutzt Rangstufen wie Domäne, Reich, Stamm, Klasse, Ordnung, Familie, Gattung und Art. Diese Rangstufen helfen, Lebewesen zu ordnen. Beispielhaft gehört der Mensch zur Domäne der Eukaryoten, zum Reich der Tiere, zum Stamm der Chordatiere, zur Klasse der Säugetiere, zur Ordnung der Primaten, zur Familie der Menschenaffen, zur Gattung Homo und zur Art Homo sapiens.

Solche Ordnungen sind nützlich, aber sie werden durch neue Forschung immer wieder überprüft. Besonders DNA-Analysen haben gezeigt, dass manche frühere Einteilungen verändert werden mussten.


Aufbau von Lebewesen

Lebewesen können auf verschiedenen Organisationsebenen betrachtet werden. Jede Ebene besitzt eigene Eigenschaften, die aus dem Zusammenwirken der kleineren Ebenen entstehen.


Vom Molekül zum Organismus

In Lebewesen kommen viele wichtige Moleküle vor, etwa Wasser, Proteine, Kohlenhydrate, Fette, DNA und RNA. Diese Moleküle bilden Zellbestandteile. Zellen bilden bei Vielzellern Gewebe. Verschiedene Gewebe bilden Organe. Organe arbeiten in Organsystemen zusammen. Der gesamte Körper eines Lebewesens ist der Organismus.

Beispiel Mensch: Muskelzellen bilden Muskelgewebe, verschiedene Gewebe bilden einen Muskel, Muskeln gehören zum Bewegungssystem, und das Bewegungssystem ist Teil des gesamten Organismus. Beispiel Pflanze: Blattzellen bilden Blattgewebe, mehrere Gewebe bilden ein Blatt, und das Blatt ist ein Organ der Pflanze.


Einzeller und Vielzeller

Einzeller bestehen aus einer einzigen Zelle, die alle Lebensfunktionen übernehmen muss. Diese Zelle nimmt Stoffe auf, gewinnt Energie, reagiert auf Reize und kann sich vermehren. Einzeller sind oft sehr klein, aber biologisch äußerst erfolgreich.

Vielzeller bestehen aus vielen spezialisierten Zellen. Spezialisierung hat Vorteile: Zellen können bestimmte Aufgaben besonders gut erfüllen. Dafür sind sie stärker voneinander abhängig. Eine Nervenzelle kann Reize schnell weiterleiten, eine Muskelzelle kann sich zusammenziehen, eine Wurzelzelle kann Wasser aufnehmen. Gemeinsam bilden sie einen funktionierenden Organismus.


Lebewesen in Ökosystemen

Kein Lebewesen lebt völlig allein. Jedes Lebewesen ist Teil eines Ökosystems. Es steht mit anderen Lebewesen und mit unbelebten Umweltfaktoren in Beziehung.


Produzenten, Konsumenten und Destruenten

In vielen Ökosystemen unterscheidet man Produzenten, Konsumenten und Destruenten. Produzenten, meist Pflanzen oder Algen, stellen durch Photosynthese energiereiche Stoffe her. Konsumenten, etwa Tiere, ernähren sich von Pflanzen, anderen Tieren oder beiden. Destruenten, etwa viele Pilze und Bakterien, bauen tote organische Stoffe ab und führen Mineralstoffe in den Stoffkreislauf zurück.

Diese Rollen zeigen, dass Lebewesen in Stoffkreisläufen verbunden sind. Ohne Produzenten gäbe es für viele Konsumenten keine Nahrung. Ohne Destruenten würden abgestorbene Reste nicht ausreichend abgebaut, und wichtige Stoffe wären nicht wieder verfügbar.


Nahrungsketten und Nahrungsnetze

Eine Nahrungskette zeigt vereinfacht, wer wen frisst. In der Wirklichkeit sind Beziehungen meist komplexer, deshalb spricht man von Nahrungsnetzen. Eine Pflanze kann von verschiedenen Pflanzenfressern gefressen werden. Ein Räuber kann mehrere Beutetiere nutzen. Destruenten bauen die Reste vieler Organismen ab.

Wenn eine Art aus einem Ökosystem verschwindet, kann das Folgen für viele andere Arten haben. Deshalb ist der Schutz der Biodiversität auch ein Schutz stabiler Lebensgrundlagen.


Lebensräume und Anpassungen

Lebewesen kommen in sehr unterschiedlichen Lebensräumen vor: in Wäldern, Wiesen, Seen, Meeren, Wüsten, Gebirgen, Höhlen, Böden und sogar in extrem heißen oder salzigen Umgebungen. Jeder Lebensraum stellt besondere Anforderungen.


Beispiele für Anpassungen

Ein Kaktus besitzt wasserspeicherndes Gewebe und Dornen statt großer Blätter. Ein Fisch atmet mit Kiemen und besitzt Flossen. Ein Vogel hat Federn, leichte Knochen und Flügel. Ein Maulwurf besitzt kräftige Grabwerkzeuge und ist an das Leben im Boden angepasst. Solche Merkmale verbessern die Überlebens- und Fortpflanzungschancen in bestimmten Umgebungen.

Anpassungen sind immer auf eine Umwelt bezogen. Ein Merkmal, das in einem Lebensraum vorteilhaft ist, kann in einem anderen nachteilig sein. Ein dichtes Fell schützt in Kälte, kann aber in großer Hitze problematisch werden.


Mensch und Lebewesen

Der Mensch ist selbst ein Lebewesen und zugleich ein Lebewesen, das seine Umwelt stark verändert. Menschen nutzen Pflanzen, Tiere, Pilze und Mikroorganismen für Ernährung, Medizin, Kleidung, Baustoffe, Forschung und Technik. Gleichzeitig gefährden menschliche Aktivitäten viele Lebensräume durch Flächenverbrauch, Umweltverschmutzung, Klimawandel, Übernutzung und die Ausbreitung invasiver Arten.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Lebewesen ist deshalb ein wichtiges Thema der Ethik, der Umweltbildung und der Nachhaltigkeit. Wer Lebewesen versteht, erkennt besser, warum Artenschutz, Tierschutz, Bodenschutz, Gewässerschutz und Klimaschutz miteinander zusammenhängen.


Zusammenfassung

Lebewesen sind Organismen mit typischen Lebensmerkmalen. Sie bestehen aus Zellen, betreiben Stoffwechsel, wachsen, entwickeln sich, reagieren auf Reize, pflanzen sich fort und tragen Erbinformation. Die Vielfalt der Lebewesen reicht von winzigen Bakterien bis zu riesigen Bäumen und Walen. Lebewesen werden in der Biologie geordnet, untersucht und in ihren Beziehungen zur Umwelt betrachtet. Sie sind Teil von Ökosystemen und stehen in Stoffkreisläufen, Nahrungsketten und Nahrungsnetzen miteinander in Verbindung. Das Verständnis von Lebewesen ist eine Grundlage für Biologie, Medizin, Landwirtschaft, Ökologie, Umweltschutz und Nachhaltigkeit.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Merkmal gehört zu den Kennzeichen des Lebens? (Stoffwechsel) (!Magnetismus) (!Metallglanz) (!Kristallstruktur)




Aus welcher kleinsten lebenden Einheit bestehen alle Lebewesen? (Zelle) (!Atom) (!Kristall) (!Gestein)




Welche Lebewesen betreiben häufig Photosynthese? (Pflanzen) (!Pilze) (!Säugetiere) (!Roboter)




Welche Gruppe besteht aus einzelligen Lebewesen ohne echten Zellkern? (Bakterien) (!Vögel) (!Farne) (!Säugetiere)




Warum gelten Viren meist nicht als eigenständige Lebewesen? (Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel) (!Sie enthalten keine Erbinformation) (!Sie bestehen immer aus vielen Zellen) (!Sie betreiben Photosynthese)




Welche Aufgabe haben Destruenten in einem Ökosystem? (Sie bauen tote organische Stoffe ab) (!Sie erzeugen Sonnenlicht) (!Sie verhindern jede Fortpflanzung) (!Sie bilden Gestein aus Lava)




Was beschreibt die Evolution? (Die Veränderung und Verwandtschaft von Lebewesen über Generationen) (!Die tägliche Bewegung der Sonne) (!Die Herstellung von Plastik) (!Die Ordnung der Planeten)




Welche Aussage über Vielzeller ist richtig? (Ihre Zellen können spezialisiert sein) (!Sie bestehen immer aus nur einer Zelle) (!Sie besitzen nie Erbinformation) (!Sie haben keinen Stoffwechsel)




Was ist eine Art in der Biologie vereinfacht ausgedrückt? (Eine Gruppe ähnlicher und miteinander fortpflanzungsfähiger Organismen) (!Ein einzelner Stein) (!Eine künstliche Maschine) (!Ein unbelebter Stoff)




Welche Rolle haben Produzenten in vielen Ökosystemen? (Sie stellen energiereiche Stoffe her) (!Sie bauen ausschließlich Plastik ab) (!Sie sind immer Fleischfresser) (!Sie besitzen nie Zellen)





Memory

Stoffwechsel Umwandlung von Stoffen und Energie
Zelle Kleinste lebende Einheit
Photosynthese Aufbau energiereicher Stoffe mit Licht
Destruenten Zersetzer abgestorbener organischer Stoffe
Evolution Veränderung von Lebewesen über Generationen
Biodiversität Vielfalt des Lebens
Reizbarkeit Reaktion auf Umweltveränderungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Zelle kleinste lebende Einheit
Gewebe Verband ähnlicher spezialisierter Zellen
Organ Körperteil mit bestimmter Aufgabe
Organsystem Zusammenarbeit mehrerer Organe
Organismus vollständiges Lebewesen






Kreuzworträtsel

Zelle Wie heißt die kleinste lebende Einheit?
Pilze Welche Lebewesen sind wichtige Zersetzer und weder Tiere noch Pflanzen?
Pflanze Welches Lebewesen betreibt häufig Photosynthese und bildet Sauerstoff?
Energie Was gewinnen Lebewesen durch Stoffwechselprozesse?
Reiz Worauf kann ein Lebewesen reagieren?
Evolution Wie nennt man die Veränderung von Lebewesen über viele Generationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Lebewesen bestehen aus mindestens einer

und führen grundlegende Lebensvorgänge aus. Zu diesen Lebensvorgängen gehört der

, bei dem Stoffe aufgenommen, umgewandelt und ausgeschieden werden. Pflanzen können durch

energiereiche Stoffe herstellen. Lebewesen reagieren auf

aus ihrer Umwelt oder aus ihrem Inneren. Durch

geben Organismen Erbinformation an Nachkommen weiter. Die Vielfalt aller Arten, Gene und Lebensräume nennt man

. In Ökosystemen bauen

tote organische Stoffe ab. Die Veränderung und Verwandtschaft von Lebewesen über viele Generationen wird als

bezeichnet.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Steckbrief Lebewesen: Erstelle einen Steckbrief zu einem Lebewesen Deiner Wahl. Beschreibe Lebensraum, Ernährung, Fortpflanzung und besondere Merkmale.
  2. Kennzeichen des Lebens: Sammle fünf Beispiele aus Deinem Alltag und entscheide, ob es sich um Lebewesen handelt. Begründe Deine Entscheidung mit Lebensmerkmalen.
  3. Zellen vergleichen: Zeichne eine einfache Pflanzenzelle und eine einfache Tierzelle. Markiere Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  4. Lebensraum beobachten: Beobachte einen kleinen Lebensraum wie Schulhof, Garten oder Fensterbank. Notiere, welche Lebewesen Du findest.

Standard

  1. Nahrungskette erstellen: Entwickle eine Nahrungskette aus einem heimischen Lebensraum und erkläre die Rollen von Produzenten, Konsumenten und Destruenten.
  2. Experiment Pflanzenwachstum: Plane ein einfaches Experiment, mit dem Du den Einfluss von Licht oder Wasser auf Pflanzenwachstum untersuchen kannst.
  3. Interview Biodiversität: Führe ein Interview mit einer Person aus Gartenbau, Landwirtschaft, Naturschutz oder Biologie über den Schutz von Lebewesen.
  4. Systematik anwenden: Ordne ein selbst gewähltes Tier oder eine Pflanze in mehrere biologische Gruppen ein und erkläre die Einordnung.

Schwer

  1. Ökosystem analysieren: Untersuche ein Ökosystem und beschreibe, wie Lebewesen und unbelebte Umweltfaktoren zusammenwirken.
  2. Viren diskutieren: Recherchiere, warum Viren meist nicht als Lebewesen gelten, und schreibe eine begründete Stellungnahme.
  3. Evolution erklären: Erstelle ein Erklärvideo oder eine Präsentation, die zeigt, wie Anpassungen über viele Generationen entstehen können.
  4. Biodiversität schützen: Entwickle ein konkretes Projekt für Schule oder Wohnort, das Lebensräume für Lebewesen verbessert.



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Lernkontrolle

  1. Lebewesen erkennen: Vergleiche einen Stein, eine brennende Kerze, einen Roboter, eine Pflanze und ein Bakterium. Erkläre mithilfe mehrerer Lebensmerkmale, welche Beispiele Lebewesen sind und welche nicht.
  2. Zusammenhang Stoffwechsel und Wachstum: Erkläre, warum Wachstum ohne Stoffwechsel nicht möglich ist. Verwende ein Beispiel aus dem Pflanzenreich oder Tierreich.
  3. Ökosystem verstehen: Beschreibe, was in einem Wald passieren könnte, wenn Destruenten fehlen würden. Beziehe Stoffkreisläufe und Pflanzenwachstum ein.
  4. Anpassung beurteilen: Wähle ein Lebewesen aus einem extremen Lebensraum und erkläre, warum seine Merkmale dort vorteilhaft sind, in einem anderen Lebensraum aber nachteilig sein könnten.
  5. Biodiversität bewerten: Begründe, warum der Verlust einer Art Folgen für andere Lebewesen haben kann. Nutze dabei Begriffe wie Nahrungskette, Lebensraum und Wechselwirkung.
  6. Viren einordnen: Erkläre an Viren, warum die Grenze zwischen lebendig und nicht lebendig in der Biologie diskutiert wird.
  7. Systematik reflektieren: Zeige an einem Beispiel, warum biologische Ordnungssysteme durch neue Forschung verändert werden können.




OERs zum Thema



Links


Lernnachweis

  1. Begriffsnetz Lebewesen: Erstelle ein Begriffsnetz mit mindestens zwölf Fachbegriffen aus diesem aiMOOC und erkläre die wichtigsten Verbindungen in eigenen Worten.
  2. Transferaufgabe Lebensmerkmale: Entwickle ein eigenes Beispiel, bei dem die Entscheidung zwischen lebendig und nicht lebendig schwierig ist. Begründe Dein Urteil mit mindestens vier Lebensmerkmalen.
  3. Ökologische Wechselwirkungen: Beschreibe anhand eines selbst gewählten Lebensraums, wie Produzenten, Konsumenten, Destruenten und unbelebte Umweltfaktoren voneinander abhängen.
  4. Vergleich Organismengruppen: Vergleiche Tiere, Pflanzen, Pilze und Bakterien hinsichtlich Zellaufbau, Ernährung und Rolle im Ökosystem.
  5. Schutz des Lebens: Formuliere drei konkrete Maßnahmen zum Schutz von Lebewesen in Deiner Umgebung und begründe, welche biologischen Zusammenhänge dabei eine Rolle spielen.

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

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  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
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