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Dialoge schreiben - aiMOOC

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Dialoge schreiben - aiMOOC




Einleitung

Dialoge schreiben bedeutet, Gespräche zwischen Figuren so zu gestalten, dass sie natürlich wirken, Informationen vermitteln, Spannung erzeugen und die Handlung voranbringen. Ein guter Dialog besteht nicht nur aus abwechselnden Sätzen. Er zeigt, was Figuren wollen, wie sie denken, wie sie zueinander stehen und welche Konflikte zwischen ihnen entstehen. In Erzählungen, Szenen, Comics, Theaterstücken, Hörspielen, Filmen, Interviews und Rollenspielen sind Dialoge ein wichtiges Mittel, um Figuren lebendig werden zu lassen.

Beim Schreiben eines Dialogs lernst Du, genau auf Sprache, Kommunikation, Figurengestaltung, Perspektive, Konflikt, Subtext und Spannung zu achten. Ein Dialog kann freundlich, sachlich, witzig, geheimnisvoll, streitend, überzeugend oder verletzend sein. Entscheidend ist, dass die Sprechweise zur Figur, zur Situation und zum Ziel des Textes passt.

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Lernziele

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du wirkungsvolle Dialoge planst, formulierst, überarbeitest und präsentierst. Du erkennst die wichtigsten Merkmale eines gelungenen Dialogs und kannst eigene Gespräche für unterschiedliche Textsorten verfassen. Außerdem übst Du, wie Du direkte Rede korrekt einsetzt, Figuren durch Sprache charakterisierst und zwischen sichtbarem Gespräch und verborgenem Subtext unterscheidest.

  1. Dialog verstehen: Du erklärst, was ein Dialog ist und welche Funktionen er in Texten haben kann.
  2. Direkte Rede anwenden: Du setzt Anführungszeichen, Begleitsätze und Satzzeichen sicher ein.
  3. Figuren gestalten: Du entwickelst unterschiedliche Stimmen für unterschiedliche Figuren.
  4. Konflikte schreiben: Du nutzt Gegensätze, Ziele und Hindernisse, um Spannung aufzubauen.
  5. Texte überarbeiten: Du prüfst Dialoge auf Natürlichkeit, Klarheit, Wirkung und sprachliche Richtigkeit.


Grundlagen des Dialogs


Was ist ein Dialog?

Ein Dialog ist ein Gespräch zwischen mindestens zwei Personen oder Figuren. In literarischen Texten wird er häufig als Figurenrede gestaltet. Figurenrede umfasst das, was Figuren sprechen, denken oder innerlich erleben. Besonders wichtig ist die direkte Rede, weil sie Figuren unmittelbar sprechen lässt. Dadurch entsteht Nähe: Lesende haben das Gefühl, direkt dabei zu sein.

Ein Dialog ist mehr als ein Austausch von Informationen. Er kann zeigen, wer Macht hat, wer unsicher ist, wer etwas verschweigt, wer lügt, wer überzeugt oder wer sich verändert. Deshalb ist ein Dialog oft ein Werkzeug der Charakterisierung. Schon wenige Sätze können verraten, ob eine Figur höflich, aggressiv, schüchtern, ironisch, gebildet, kindlich, nervös oder selbstbewusst ist.


Dialog und Gespräch im Alltag

Alltagsgespräche enthalten häufig Wiederholungen, abgebrochene Sätze, Füllwörter und Missverständnisse. Literarische Dialoge dürfen zwar natürlich klingen, sie sind aber meist verdichtet. Das bedeutet: Ein geschriebener Dialog lässt Unwichtiges weg und konzentriert sich auf das, was für Figur, Situation und Handlung bedeutsam ist. Ein echter Pausendialog im Schulflur kann zehn Minuten dauern. In einer Erzählung reichen manchmal zehn Zeilen, um denselben Konflikt zu zeigen.

Beispiel für einen schwachen Dialog:

Person A: „Hallo.“ Person B: „Hallo.“ Person A: „Wie geht es Dir?“ Person B: „Gut. Und Dir?“ Person A: „Auch gut.“

Dieser Dialog ist zwar möglich, aber er verrät wenig. Er hat kein klares Ziel, keinen Konflikt und keine erkennbare Entwicklung.

Beispiel für einen wirkungsvolleren Dialog:

Mira blieb in der Tür stehen. „Du hast es also doch gelesen.“ Jonas klappte das Heft zu. „Es lag offen auf dem Tisch.“ „Das war mein Tagebuch.“ „Dann hättest Du es nicht neben meine Jacke legen sollen.“

Dieser Dialog zeigt sofort eine Situation, einen Konflikt und eine Beziehung. Die Figuren sagen nicht alles direkt, aber die Spannung ist erkennbar.


Funktionen eines Dialogs

Ein guter Dialog erfüllt meist mehrere Aufgaben gleichzeitig. Er bringt die Handlung voran, verrät etwas über Figuren, erzeugt Stimmung und macht Beziehungen sichtbar. Wenn ein Dialog nur Informationen wiederholt, die Lesende bereits kennen, wirkt er schnell langweilig.

  1. Handlung voranbringen: Figuren treffen Entscheidungen, decken Geheimnisse auf oder lösen neue Probleme aus.
  2. Figuren charakterisieren: Wortwahl, Satzbau und Tonfall zeigen Eigenschaften und Haltungen.
  3. Beziehungen zeigen: Nähe, Distanz, Abhängigkeit, Rivalität oder Vertrauen werden deutlich.
  4. Konflikte entwickeln: Unterschiedliche Ziele prallen aufeinander.
  5. Atmosphäre erzeugen: Ein Dialog kann humorvoll, bedrohlich, traurig oder feierlich wirken.
  6. Informationen vermitteln: Wichtige Hintergründe werden eingebaut, ohne wie ein Lexikontext zu klingen.


Bausteine eines gelungenen Dialogs


Sprecherinnen und Sprecher erkennbar machen

Lesende müssen jederzeit wissen, wer spricht. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Namen, Begleitsätze, Handlungen oder eine klare Reihenfolge der Rede. Begleitsätze wie „sagte er“ oder „fragte sie“ sind nützlich, sollten aber nicht jede Zeile überladen. Häufig reicht eine kurze Handlung, um die sprechende Figur zu markieren.

Mit Begleitsatz: „Ich komme nicht mit“, sagte Leila.

Mit Handlung: Leila zog den Reißverschluss ihrer Jacke hoch. „Ich komme nicht mit.“

Die zweite Variante zeigt zusätzlich eine Körperbewegung. Dadurch wird der Dialog szenischer und lebendiger. Du kannst Gestik, Mimik und kleine Handlungen nutzen, aber sie sollten zur Situation passen. Zu viele Bewegungen lenken vom Gespräch ab.


Direkte Rede und Zeichensetzung

Die direkte Rede gibt wörtlich wieder, was eine Figur sagt. Im Deutschen steht sie meistens in Anführungszeichen. Begleitsätze können vorangestellt, nachgestellt oder eingeschoben werden.

  1. Begleitsatz vorangestellt: Tom fragte: „Kommst Du mit?“
  2. Begleitsatz nachgestellt: „Kommst Du mit?“, fragte Tom.
  3. Begleitsatz eingeschoben: „Ich komme“, sagte Ina, „aber nur für eine Stunde.“

Bei Fragen und Ausrufen bleiben Fragezeichen und Ausrufezeichen innerhalb der wörtlichen Rede. Der Begleitsatz wird klein weitergeführt, wenn er nach der direkten Rede steht: „Warte!“, rief sie. Wenn kein Begleitsatz folgt, endet der Satz nach dem Anführungszeichen.


Begleitsätze sinnvoll verwenden

Begleitsätze sollen helfen, nicht stören. Das Verb „sagen“ ist oft völlig ausreichend. Abwechslungsreiche Verben wie „flüstern“, „rufen“, „fragen“, „antworten“, „murmeln“ oder „zischen“ können hilfreich sein, wenn sie wirklich etwas über die Sprechweise verraten. Übertriebene Verben wirken schnell künstlich.

Besser schlicht: „Ich habe den Schlüssel verloren“, sagte Ben.

Nur verwenden, wenn es passt: „Ich habe den Schlüssel verloren“, flüsterte Ben.

Unpassend überladen: „Ich habe den Schlüssel verloren“, explodierte Ben dramatisch.

Ein Dialog gewinnt meistens nicht durch viele ausgefallene Begleitverben, sondern durch klare Figurenabsichten, passende Wortwahl und eine erkennbare Spannung.


Figurenstimmen entwickeln

Jede Figur sollte eine eigene Stimme haben. Damit ist nicht die Lautstärke gemeint, sondern die Art, wie sie spricht. Eine ältere Lehrerin spricht vielleicht anders als ein nervöser Schüler. Eine beste Freundin formuliert anders als ein Polizist im Dienst. Eine Figur, die etwas verbergen will, beantwortet Fragen vielleicht ausweichend. Eine Figur, die Macht zeigen will, stellt kurze Befehle auf.

Du kannst Figurenstimmen durch folgende Mittel gestalten:

  1. Wortwahl: Verwendet die Figur Alltagssprache, Fachbegriffe, Jugendsprache, Höflichkeitsformen oder kurze Befehle?
  2. Satzbau: Spricht die Figur in langen, geordneten Sätzen oder in knappen, abgebrochenen Sätzen?
  3. Tonfall: Klingt sie freundlich, sarkastisch, unsicher, überheblich oder sachlich?
  4. Sprechtempo: Wiederholt sie sich, unterbricht sie andere oder denkt sie lange nach?
  5. Wissen: Weiß die Figur mehr oder weniger als andere Figuren?


Subtext: Was zwischen den Zeilen steht

Subtext bedeutet: Figuren sagen etwas, meinen aber mehr oder etwas anderes. Das macht Dialoge spannend. Menschen sprechen selten alles direkt aus. Sie weichen aus, testen einander, verschweigen Gefühle oder verstecken Angst hinter Witzen.

Direkt und wenig spannend: „Ich bin eifersüchtig, weil Du Dich mit Sam getroffen hast.“

Mit Subtext: „War bestimmt nett mit Sam.“ „Ja.“ „Du hast gar nicht erzählt, dass Ihr Euch wieder so gut versteht.“

Im zweiten Beispiel wird die Eifersucht nicht genannt, aber sie wird spürbar. Ein guter Dialog lässt Lesende mitdenken.


Dialoge planen


Situation klären

Bevor Du einen Dialog schreibst, solltest Du die Situation genau kennen. Wo findet das Gespräch statt? Wer ist anwesend? Was ist gerade passiert? Was steht auf dem Spiel? Eine Szene im Bus klingt anders als ein Gespräch im Büro der Schulleitung. Ein Streit vor Publikum wirkt anders als ein Gespräch im Dunkeln.

Hilfreiche Planungsfragen:

  1. Wo findet das Gespräch statt?
  2. Wann findet es statt?
  3. Wer spricht miteinander?
  4. Was will jede Figur erreichen?
  5. Was verhindert eine einfache Lösung?
  6. Was verändert sich am Ende des Gesprächs?


Figurenziele bestimmen

Ein Dialog wird interessanter, wenn die Figuren unterschiedliche Ziele haben. Eine Figur möchte die Wahrheit wissen. Die andere möchte sie verbergen. Eine Figur möchte sich entschuldigen. Die andere ist noch nicht bereit zu vergeben. Eine Figur will gehen. Die andere will sie aufhalten.

Solche Ziele erzeugen Konflikt. Konflikt bedeutet nicht immer lautes Streiten. Auch ein höfliches Gespräch kann konfliktreich sein, wenn unter der Oberfläche unterschiedliche Interessen stehen.

Beispiel:

Nina will herausfinden, warum ihr Bruder so spät nach Hause kam. Ihr Bruder Tim will nicht erzählen, dass er den Bus verpasst hat, weil er heimlich bei einem Konzert war.

Aus diesen beiden Zielen kann ein spannender Dialog entstehen.


Gesprächsverlauf entwerfen

Ein Dialog braucht eine innere Bewegung. Am Anfang steht eine Ausgangslage, dann verändert sich etwas, am Ende ist die Situation nicht mehr ganz dieselbe. Diese Veränderung kann groß oder klein sein: Eine Figur erfährt ein Geheimnis, trifft eine Entscheidung, fühlt sich verletzt, fasst Mut oder bricht das Gespräch ab.

Ein einfacher Aufbau kann so aussehen:

  1. Einstieg: Das Thema oder der Konflikt wird eröffnet.
  2. Steigerung: Fragen, Ausreden, Vorwürfe oder neue Informationen erhöhen die Spannung.
  3. Wendepunkt: Eine Figur sagt etwas Entscheidendes oder reagiert unerwartet.
  4. Abschluss: Das Gespräch endet mit Entscheidung, offenem Konflikt oder neuer Frage.


Dialoge schreiben


Einstieg in einen Dialog

Der Anfang eines Dialogs sollte möglichst schnell in die Situation führen. Oft ist es wirkungsvoller, nicht mit Begrüßungen zu beginnen, sondern direkt mit einem Satz, der Spannung erzeugt.

Langsamer Einstieg: „Hallo, Emma.“ „Hallo, Leo.“ „Wie geht es Dir?“

Direkter Einstieg: „Du hast versprochen, niemandem davon zu erzählen.“

Der zweite Einstieg wirft sofort Fragen auf. Was wurde erzählt? Wer ist betroffen? Warum war das Versprechen wichtig? Solche Fragen ziehen Lesende in den Text.


Natürlichkeit ohne Beliebigkeit

Ein geschriebener Dialog soll natürlich wirken, aber er ist nicht identisch mit einem echten Gespräch. In echten Gesprächen sagen Menschen häufig „äh“, „also“, „sozusagen“, „weißt Du“ oder wiederholen sich. In einem Text solltest Du solche Elemente sparsam einsetzen. Sie können eine Figur charakterisieren, aber sie dürfen die Verständlichkeit nicht stören.

Gezielt eingesetzt: „Ich wollte ja wirklich anrufen, aber ... na ja, dann war es plötzlich zu spät.“

Die Pause und das „na ja“ zeigen Unsicherheit. Wenn jede Zeile so klingt, verliert der Dialog jedoch an Kraft.


Konflikt und Spannung erzeugen

Dialoge werden spannend, wenn Figuren nicht sofort alles bekommen, was sie wollen. Eine Figur fragt, die andere weicht aus. Eine Figur bittet, die andere lehnt ab. Eine Figur gesteht etwas, die andere reagiert anders als erwartet.

Spannung entsteht durch:

  1. Gegensatz: Figuren verfolgen unterschiedliche Ziele.
  2. Geheimnis: Eine Figur weiß etwas, das andere nicht wissen.
  3. Zeitdruck: Eine Entscheidung muss schnell getroffen werden.
  4. Missverständnis: Figuren deuten Aussagen unterschiedlich.
  5. Machtverhältnis: Eine Figur hat mehr Einfluss, Wissen oder Kontrolle.
  6. Emotion: Angst, Wut, Freude, Scham oder Enttäuschung beeinflussen die Sprache.


Informationen geschickt einbauen

Ein häufiger Fehler beim Dialogschreiben ist der sogenannte Erklärdialog. Dabei sagen Figuren Dinge, die sie im wirklichen Gespräch gar nicht sagen würden, nur damit Lesende informiert werden.

Unglaubwürdig: „Wie Du weißt, sind wir seit sieben Jahren beste Freunde und wohnen beide in der Goethestraße.“

Solche Informationen wirken künstlich, weil beide Figuren sie bereits kennen. Besser ist es, Informationen aus der Situation entstehen zu lassen.

Glaubwürdiger: „Sieben Jahre Freundschaft, und Du erkennst nicht einmal, wenn ich lüge?“ „Doch. Genau deshalb bin ich hier.“

Hier erfahren Lesende ebenfalls etwas über die Beziehung, aber es entsteht aus dem Konflikt.


Pausen, Unterbrechungen und Schweigen

Nicht alles in einem Dialog besteht aus Worten. Pausen, Blicke, Gesten und Schweigen können genauso aussagekräftig sein. Ein abgebrochener Satz kann Unsicherheit zeigen. Eine Unterbrechung kann Dominanz oder Ungeduld ausdrücken. Schweigen kann Zustimmung, Ablehnung, Angst oder Nachdenklichkeit bedeuten.

Beispiel:

„Du warst gestern nicht krank, oder?“ Mika sah auf seine Schuhe. „Mika?“ „Ich wollte es Dir erklären.“

Die Handlung zwischen den Sätzen zeigt bereits Schuld oder Unsicherheit, bevor Mika es ausspricht.


Dialoge in verschiedenen Textsorten


Dialog in der Erzählung

In einer Erzählung steht der Dialog meist zwischen erzählenden Passagen. Der Erzähler oder die Erzählerin beschreibt Ort, Handlung, Gefühle und Gedanken. Dialoge lockern den Text auf und zeigen wichtige Momente direkt.

Beispiel:

Der Regen trommelte gegen die Scheibe. Lara hielt den Brief so fest, dass das Papier knitterte. „Du hast ihn geöffnet“, sagte sie. „Ich dachte, er wäre für uns beide.“ „Da stand mein Name drauf.“

Hier verbinden sich Beschreibung und Dialog. Die Szene erhält eine Atmosphäre, und der Konflikt wird sichtbar.


Dialog im Drama

Im Drama besteht der Text zu großen Teilen aus Figurenrede. Regieanweisungen können erklären, wo die Szene spielt, wie Figuren auftreten oder welche Handlungen sie ausführen. Der Dialog muss hier besonders viel leisten: Er zeigt Handlung, Konflikt, Charaktere und Stimmung.


Dialog im Drehbuch und Hörspiel

In einem Drehbuch oder Hörspiel sind Dialoge eng mit Szene, Geräuschen, Bild oder Spielanweisungen verbunden. Ein Hörspiel muss besonders auf Sprache, Geräusche und Pausen achten, weil Bilder fehlen. Ein Drehbuch kann visuelle Handlungen nutzen: Eine Figur muss nicht sagen, dass sie nervös ist, wenn sie sichtbar mit dem Stift klopft oder eine Nachricht immer wieder löscht.


Dialog im Interview

Ein Interview ist ebenfalls eine dialogische Form. Es unterscheidet sich jedoch von literarischen Dialogen, weil Fragen und Antworten meist sachlich dokumentiert werden. Dennoch sind gute Fragen, aktives Zuhören und passende Nachfragen wichtig. Wer ein Interview schreibt, muss entscheiden, ob es wörtlich, gekürzt oder inhaltlich zusammengefasst wiedergegeben wird.


Sprache und Stil


Wortwahl passend zur Figur

Die Wortwahl muss zur Figur und zur Situation passen. Ein Kind, eine Ärztin, ein Trainer, eine beste Freundin und ein König sprechen nicht automatisch gleich. Trotzdem sollten Figuren nicht zu klischeehaft klingen. Jugendsprache, Dialekt oder Fachsprache können wirken, aber sie sollten sparsam und respektvoll eingesetzt werden.

Figur A sachlich: „Ich halte das Risiko für zu groß.“

Figur B emotional: „Das ist doch Wahnsinn!“

Figur C ausweichend: „Vielleicht sollten wir später darüber reden.“

Schon diese drei Sätze zeigen unterschiedliche Haltungen.


Satzlänge und Rhythmus

Kurze Sätze wirken oft schnell, hart oder angespannt. Lange Sätze können nachdenklich, erklärend oder unsicher wirken. Ein guter Dialog nutzt Rhythmus bewusst. In einem Streit können kurze Sätze dominieren. In einem vertraulichen Gespräch dürfen Sätze länger und weicher sein.

Kurzer Rhythmus: „Geh.“ „Nein.“ „Bitte.“ „Sag mir erst, warum.“

Längerer Rhythmus: „Ich wollte Dir nicht wehtun, aber ich wusste einfach nicht, wie ich es erklären soll.“


Humor, Ironie und Missverständnisse

Humor kann Dialoge lebendig machen. Er entsteht oft durch überraschende Antworten, Übertreibungen, Wortspiele oder Missverständnisse. Ironie ist anspruchsvoll, weil Lesende erkennen müssen, dass eine Figur etwas anderes meint, als sie sagt. Deshalb braucht Ironie Kontext.

Beispiel:

„Du hast den Kuchen gebacken?“ „Ja.“ „Und warum bewegt er sich?“ „Kreative Freiheit.“

Humor sollte zur Figur und zur Situation passen. In ernsten Szenen kann ein Witz Spannung lösen oder zeigen, dass eine Figur Angst überspielt.


Höflichkeit, Nähe und Macht

Dialoge zeigen soziale Beziehungen. Wer duzt wen? Wer unterbricht? Wer stellt Fragen? Wer gibt Befehle? Wer entschuldigt sich? Solche Details zeigen Machtverhältnisse und Nähe. Ein Gespräch zwischen Freundinnen klingt anders als ein Gespräch zwischen Schüler und Schulleiterin.

Distanz: „Könnten Sie bitte erklären, warum Sie zu spät gekommen sind?“

Nähe: „Sag mal, wo warst Du die ganze Zeit?“

Macht: „Setzen. Wir reden jetzt.“


Dialoge überarbeiten


Prüffragen für die Überarbeitung

Ein erster Entwurf ist selten perfekt. Gute Dialoge entstehen oft durch Überarbeitung. Lies Deinen Dialog laut vor. Wenn Du beim Lesen stolperst, ist die Stelle wahrscheinlich zu lang, zu künstlich oder unklar. Achte darauf, ob jede Figur ein Ziel hat und ob sich die Szene verändert.

  1. Verständlichkeit: Ist klar, wer spricht und worum es geht?
  2. Figurenstimme: Klingt jede Figur eigenständig?
  3. Spannung: Gibt es ein Ziel, ein Hindernis oder einen Konflikt?
  4. Natürlichkeit: Klingt der Dialog glaubwürdig, aber nicht belanglos?
  5. Zeichensetzung: Sind Anführungszeichen, Kommas, Fragezeichen und Ausrufezeichen korrekt?
  6. Kürzung: Kannst Du Wiederholungen oder leere Sätze streichen?
  7. Subtext: Gibt es Stellen, an denen mehr mitschwingt, als gesagt wird?


Häufige Fehler vermeiden

Viele Dialoge wirken schwach, weil alle Figuren gleich sprechen, zu viele Informationen erklären oder jeder Satz mit einem auffälligen Begleitverb versehen wird. Auch ein ständiger Wechsel von „rief“, „hauchte“, „knurrte“, „jammerte“ und „säuselte“ kann künstlich wirken. Meist sind klare Sätze stärker.

Typische Fehler sind:

  1. Informationsdialog: Figuren erklären Dinge, die sie selbst längst wissen.
  2. Gleichförmigkeit: Alle Figuren sprechen im selben Stil.
  3. Überladung: Zu viele Adjektive, Begleitverben oder Gesten lenken ab.
  4. Unklarheit: Lesende wissen nicht, wer spricht.
  5. Stillstand: Das Gespräch verändert nichts.
  6. Zeichensetzungsfehler: Direkte Rede wird formal falsch geschrieben.


Checkliste für Deinen Dialog

Nutze diese Checkliste vor der Abgabe oder Veröffentlichung:

  1. Hat der Dialog einen klaren Anlass?
  2. Weiß jede Figur, was sie will?
  3. Gibt es einen kleinen oder großen Konflikt?
  4. Klingt die Wortwahl zur Figur passend?
  5. Sind Pausen, Gesten oder Handlungen sinnvoll eingesetzt?
  6. Werden Informationen natürlich eingebaut?
  7. Ist die direkte Rede korrekt gezeichnet?
  8. Hat sich am Ende der Szene etwas verändert?
  9. Kannst Du mindestens drei Wörter oder Sätze streichen, ohne Sinn zu verlieren?
  10. Würde der Dialog laut vorgelesen glaubwürdig klingen?


Beispiel: Vom Entwurf zum starken Dialog


Ausgangsidee

Eine Schülerin hat die Hausaufgaben ihrer Freundin abgeschrieben. Die Freundin hat es bemerkt. Beide treffen sich vor der ersten Stunde.


Schwacher Entwurf

„Hallo.“ „Hallo.“ „Du hast meine Hausaufgaben abgeschrieben.“ „Ja, tut mir leid.“ „Das war nicht gut.“ „Ich mache es nicht wieder.“ „Okay.“

Dieser Dialog ist verständlich, aber sehr flach. Der Konflikt endet zu schnell. Die Figuren wirken austauschbar.


Überarbeitete Fassung

Jana schob ihr Heft in den Rucksack, bevor Mia den Tisch erreichte. „Du hast sogar meinen Rechenfehler übernommen.“ Mia blieb stehen. „Guten Morgen wäre auch nett gewesen.“ „Nett?“ Jana lachte kurz. „Frau Keller denkt jetzt, wir hätten zusammen gearbeitet.“ „Haben wir doch fast.“ „Du hast mein Heft fotografiert.“ Mia sah zur Tür. „Ich hatte gestern keine Zeit.“ „Ich hatte auch keine Zeit. Ich hab sie mir genommen.“

Die überarbeitete Fassung zeigt mehr Spannung. Mia weicht aus, Jana ist verletzt, und die Beziehung der Figuren wird sichtbar. Der Dialog erklärt nicht alles, sondern lässt Lesende die Situation erschließen.


Schreibwerkstatt


Schritt 1: Figurenkarte erstellen

Erstelle für jede Figur eine kurze Figurenkarte. Notiere Name, Alter, Ziel, Angst, Geheimnis, typische Wörter und Beziehung zur anderen Figur. Diese Vorbereitung hilft Dir, unterschiedliche Stimmen zu entwickeln.


Schritt 2: Konflikt formulieren

Schreibe in einem Satz auf, worum es wirklich geht. Beispiel: „Lina will wissen, warum Arda sie belogen hat; Arda will verhindern, dass Lina von seinem Fehler erfährt.“ Dieser Konfliktsatz ist der Motor Deines Dialogs.


Schritt 3: Rohfassung schreiben

Schreibe den Dialog zunächst ohne zu viel Nachdenken. Achte nur darauf, dass die Figuren miteinander sprechen und die Szene vorankommt. Perfektion ist in der ersten Fassung nicht das Ziel.


Schritt 4: Laut lesen und kürzen

Lies den Dialog laut. Streiche Begrüßungen, Wiederholungen und Sätze, die nichts verändern. Prüfe, ob jede Zeile entweder Figur, Konflikt, Beziehung, Stimmung oder Handlung stärkt.


Schritt 5: Form prüfen

Kontrolliere direkte Rede, Satzzeichen, Absätze und Begleitsätze. Jeder Sprecherwechsel sollte übersichtlich sein. In längeren Dialogen hilft es, Handlungen einzubauen, damit die Szene nicht wie ein reines Frage-Antwort-Protokoll wirkt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein Dialog? (Ein Gespräch zwischen mindestens zwei Personen oder Figuren) (!Eine reine Beschreibung ohne Figurenrede) (!Eine Liste von Stichpunkten) (!Ein Text ohne wörtliche Rede)




Welche Funktion kann ein Dialog in einer Erzählung haben? (Er kann Figuren charakterisieren und die Handlung voranbringen) (!Er ersetzt immer die gesamte Handlung) (!Er darf keine Informationen enthalten) (!Er muss immer lustig sein)




Was bedeutet Subtext in einem Dialog? (Es schwingt mehr mit, als die Figuren direkt sagen) (!Alle Aussagen werden vollständig erklärt) (!Der Text enthält nur Rechtschreibfehler) (!Die Figuren sprechen ausschließlich in Fachsprache)




Welche Form der Rede lässt Figuren wörtlich sprechen? (Direkte Rede) (!Inhaltsangabe) (!Beschreibung) (!Bericht ohne Sprecher)




Warum sollte man Dialoge laut lesen? (Man erkennt leichter, ob sie natürlich und verständlich klingen) (!Man ersetzt dadurch die Zeichensetzung) (!Man muss den Text dann nicht mehr überarbeiten) (!Man findet automatisch ein Reimschema)




Welche Frage hilft bei der Planung eines Dialogs besonders? (Was will jede Figur erreichen) (!Welche Schriftart wird benutzt) (!Wie viele Seiten hat das Heft) (!Wie heißt der Verlag des Wörterbuchs)




Was ist ein häufiger Fehler beim Dialogschreiben? (Figuren erklären künstlich Dinge, die sie bereits wissen) (!Figuren verfolgen eigene Ziele) (!Der Dialog enthält einen Konflikt) (!Die Szene verändert sich am Ende)




Wodurch kann eine Figur im Dialog charakterisiert werden? (Durch Wortwahl, Satzbau und Tonfall) (!Nur durch die Seitenzahl) (!Nur durch den Titel) (!Nur durch die Papierfarbe)




Was macht einen Dialog oft spannender? (Unterschiedliche Ziele der Figuren) (!Völlige Einigkeit ohne Veränderung) (!Möglichst viele Wiederholungen) (!Keine erkennbare Situation)




Welche Aussage zur Zeichensetzung der direkten Rede ist richtig? (Fragezeichen stehen bei Fragen innerhalb der wörtlichen Rede) (!Anführungszeichen sind in direkter Rede nie nötig) (!Nach jeder wörtlichen Rede steht immer ein Doppelpunkt) (!Begleitsätze werden grundsätzlich groß begonnen)





Memory

Direkte Rede Wörtliche Äußerung einer Figur
Subtext Verborgene Bedeutung zwischen den Zeilen
Begleitsatz Hinweis darauf, wer spricht
Figurenstimme Eigene sprachliche Art einer Figur
Konflikt Gegensätzliche Ziele in einer Szene
Überarbeitung Prüfen, Kürzen und Verbessern des Entwurfs





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Einstieg Das Gespräch beginnt mit Anlass oder Spannung
Steigerung Fragen, Ausreden oder Vorwürfe erhöhen den Druck
Wendepunkt Eine entscheidende Aussage verändert die Szene
Abschluss Das Gespräch endet mit Entscheidung oder offener Frage
Überarbeitung Der Dialog wird laut gelesen, gekürzt und geprüft






Kreuzworträtsel

Dialog Gespräch zwischen mindestens zwei Figuren
Stimme Eigene sprachliche Art einer Figur
Subtext Verborgene Bedeutung zwischen den Zeilen
Konflikt Gegensätzliche Ziele in einer Szene
Szene Abschnitt einer Handlung an einem Ort
Frage Satzform, die eine Antwort erwartet





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Ein guter Dialog ist mehr als ein Austausch von

. Er zeigt, was Figuren

und wie sie zueinander stehen. Die

lässt Figuren wörtlich sprechen. Durch Wortwahl, Satzbau und Tonfall entsteht eine eigene

. Besonders spannend wird ein Gespräch, wenn Figuren unterschiedliche

verfolgen. Was nicht ausdrücklich gesagt wird, aber zwischen den Zeilen mitschwingt, nennt man

. Beim Überarbeiten solltest Du den Dialog laut

und unnötige Wiederholungen streichen.




Offene Aufgaben

Leicht

  1. Dialoganfang: Schreibe einen Dialoganfang mit höchstens acht Zeilen, der ohne Begrüßung sofort Spannung erzeugt.
  2. Figurenstimme: Erfinde zwei Figuren und gib ihnen jeweils drei typische Wörter oder Formulierungen.
  3. Direkte Rede: Schreibe fünf Sätze mit direkter Rede und verwende einmal einen vorangestellten, einmal einen nachgestellten und einmal einen eingeschobenen Begleitsatz.
  4. Alltagsgespräch: Beobachte ein harmloses Alltagsgespräch und notiere, welche Teile Du für eine Erzählung streichen würdest.

Standard

  1. Konfliktdialog: Schreibe einen Dialog, in dem zwei Figuren unterschiedliche Ziele verfolgen, ohne dass sie sofort offen streiten.
  2. Subtext: Verfasse eine Szene, in der eine Figur eifersüchtig ist, ohne das Wort Eifersucht zu verwenden.
  3. Dialog überarbeiten: Nimm einen schwachen Dialog und verbessere ihn durch Kürzung, genauere Figurenstimmen und stärkere Spannung.
  4. Interview: Führe ein kurzes Interview mit einer Person zu einem Alltagsthema und forme daraus einen lesbaren Dialogtext.

Schwer

  1. Dramatische Szene: Schreibe eine dramatische Szene für drei Figuren, in der jede Figur ein eigenes Ziel verfolgt.
  2. Hörspielszene: Entwickle einen Dialog für ein Hörspiel und nutze Geräusche, Pausen und Stimmen, um die Situation verständlich zu machen.
  3. Perspektivwechsel: Schreibe denselben Konflikt zweimal, einmal aus der Sicht der verletzten Figur und einmal aus der Sicht der ausweichenden Figur.
  4. Dialoganalyse: Analysiere einen Dialog aus einem Roman, Drama, Film oder einer Serie und erkläre, wie Wortwahl, Unterbrechungen und Subtext wirken.



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Lernkontrolle

  1. Dialogwirkung: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie ein Dialog gleichzeitig Handlung, Beziehung und Charakterisierung zeigen kann.
  2. Konfliktanalyse: Vergleiche zwei Dialoge, von denen einer spannungslos und einer konfliktreich ist, und begründe die Unterschiede.
  3. Subtext erkennen: Untersuche eine kurze Gesprächsszene und formuliere, was die Figuren vermutlich denken, aber nicht direkt sagen.
  4. Überarbeitungskompetenz: Überarbeite einen vorgegebenen Dialog und begründe mindestens fünf konkrete Änderungen.
  5. Transferaufgabe: Schreibe einen Dialog zu einem Sachthema, zum Beispiel Umweltschutz oder Klassensprecherwahl, und achte darauf, dass die Figuren unterschiedliche Interessen vertreten.
  6. Medienvergleich: Vergleiche einen Dialog in einer Erzählung mit einem Dialog in einem Film und erkläre, welche Rolle Beschreibung, Bild, Ton und Körpersprache spielen.




Lernnachweis

Erstelle als Lernnachweis ein kleines Dialogportfolio. Es soll zeigen, dass Du Dialoge planen, schreiben, überarbeiten und reflektieren kannst. Dein Portfolio enthält keine externen Medien, sondern nur eigene Texte und Begründungen.

  1. Planung: Lege zwei Figurenkarten und einen Konfliktsatz an.
  2. Rohfassung: Schreibe eine erste Dialogfassung mit mindestens 25 Redezeilen.
  3. Überarbeitung: Markiere drei gekürzte Stellen, drei verbesserte Formulierungen und zwei Stellen mit Subtext.
  4. Endfassung: Gib eine überarbeitete Fassung ab, in der Sprecherwechsel und Zeichensetzung korrekt sind.
  5. Reflexion: Erkläre in 150 bis 250 Wörtern, was Du verbessert hast und warum Dein Dialog nun wirkungsvoller ist.


OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Ein gelungener Dialog macht Figuren, Konflikte und Beziehungen sichtbar. Er klingt natürlich, ist aber stärker verdichtet als ein echtes Alltagsgespräch. Wichtig sind eine klare Situation, erkennbare Sprecherinnen und Sprecher, passende Figurenstimmen, korrekte direkte Rede, ein Ziel für jede Figur und ein Verlauf, der die Szene verändert. Besonders wirkungsvoll werden Dialoge, wenn sie nicht alles direkt aussprechen, sondern mit Subtext, Pausen, Gesten und Andeutungen arbeiten. Durch sorgfältige Überarbeitung wird aus einem ersten Entwurf ein lebendiger, verständlicher und spannender Dialog.

aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
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  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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