Eine dialektische Erörterung schreiben - aiMOOC


Eine dialektische Erörterung schreiben - aiMOOC
Einleitung
Eine dialektische Erörterung ist eine besondere Form der Erörterung, bei der Du eine strittige Fragestellung von zwei Seiten betrachtest. Du sammelst Pro-Argumente und Contra-Argumente, ordnest sie sinnvoll, wägt sie gegeneinander ab und kommst am Ende zu einem begründeten Urteil. Ziel ist nicht, einfach Deine Meinung aufzuschreiben, sondern sie durch nachvollziehbare Argumentation, passende Belege und überzeugende Beispiele zu begründen.
Die dialektische Erörterung begegnet Dir besonders im Deutschunterricht, in Klassenarbeiten, Prüfungen und im Abitur. Sie hilft Dir aber auch im Alltag: Wer ein Thema sachlich diskutieren kann, erkennt verschiedene Interessen, prüft Behauptungen kritisch und trifft bewusstere Entscheidungen. Genau deshalb ist diese Textform eng mit Medienkompetenz, Demokratiebildung, Rhetorik und Urteilsbildung verbunden.

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Was ist eine dialektische Erörterung?
Eine dialektische Erörterung ist eine schriftliche Auseinandersetzung mit einer Entscheidungsfrage. Eine Entscheidungsfrage ist so formuliert, dass man grundsätzlich mit Ja oder Nein antworten kann. Beispiele sind: Sollten Smartphones im Unterricht erlaubt sein? oder Sollte es mehr Hausaufgaben geben?.
Das Wort Dialektik verweist auf ein Denken in Gegensätzen. In der Schule bedeutet das meistens: Du stellst eine These und eine Antithese gegenüber und entwickelst daraus eine Synthese. Die These ist eine Position, die Antithese ist die Gegenposition, die Synthese ist Dein abgewogenes Schlussurteil. Dabei geht es nicht darum, beide Seiten künstlich gleich stark zu machen. Es geht darum, fair, sachlich und begründet zu prüfen, welche Seite am Ende überzeugender ist.
Merkmale der dialektischen Erörterung
Eine gute dialektische Erörterung ist sachlich, klar gegliedert und überzeugend. Sie behandelt ein kontroverses Thema, stellt Gegengründe dar, entwickelt eigene Gründe und endet mit einer begründeten Entscheidung. Besonders wichtig ist, dass jedes Argument vollständig ausgeführt wird. Ein bloßer Satz wie Das ist schlecht reicht nicht aus. Ein vollständiges Argument besteht aus Behauptung, Begründung und Beispiel.
- Kontroverse: Das Thema muss unterschiedliche Meinungen zulassen.
- These und Antithese: Zwei gegensätzliche Positionen werden gegenübergestellt.
- Argument: Jede Position wird durch Gründe gestützt.
- Beleg: Beispiele, Erfahrungen, Daten oder nachvollziehbare Beobachtungen machen die Argumentation glaubwürdig.
- Synthese: Am Schluss steht ein begründetes Urteil.
Abgrenzung zu anderen Erörterungsformen
Die dialektische Erörterung unterscheidet sich von der linearen Erörterung dadurch, dass sie zwei gegensätzliche Seiten betrachtet. In einer linearen Erörterung entwickelst Du vor allem Argumente für eine Richtung, oft steigernd vom weniger wichtigen zum wichtigsten Argument. Die textgebundene Erörterung geht dagegen von einem vorgegebenen Sachtext aus. Dort musst Du zuerst die Argumentation des Ausgangstextes verstehen und anschließend dazu Stellung nehmen.
Ziel und Nutzen
Die dialektische Erörterung trainiert mehrere Fähigkeiten gleichzeitig. Du lernst, Informationen zu ordnen, Gegenargumente ernst zu nehmen, eigene Positionen zu prüfen und mit Sprache präzise zu überzeugen. Dabei geht es nicht nur um eine Schulnote. Die Fähigkeit, eine begründete Position zu entwickeln, ist auch in Beruf, Studium, Politik, Wissenschaft und Alltag wichtig.
Wer dialektisch erörtert, stellt sich Fragen wie: Welche Seite hat die stärkeren Gründe? Welche Folgen hätte eine Entscheidung? Welche Interessen sind betroffen? Welche Beispiele sind wirklich aussagekräftig? Welche Einwände muss ich berücksichtigen?
Die Aufgabenstellung verstehen
Bevor Du schreibst, musst Du die Aufgabenstellung genau untersuchen. Häufig enthält sie ein Thema, eine strittige Frage und einen Operator. Typische Operatoren sind erörtern, diskutieren, Stellung nehmen, begründen oder abwägen. Bei einer dialektischen Erörterung solltest Du besonders auf Entscheidungsfragen achten.
Beispiel: Sollte der Unterricht später beginnen? Erörtere diese Frage. Hier musst Du nicht nur Vorteile nennen. Du musst auch Nachteile prüfen, die Argumente ordnen und am Ende eine begründete Position formulieren.
Gute Entscheidungsfragen erkennen
Eine geeignete Frage für eine dialektische Erörterung ist offen, strittig und entscheidbar. Sie darf nicht nur eine reine Wissensfrage sein. Die Frage Wann beginnt die Schule? ist keine gute Erörterungsfrage, weil sie mit einer Information beantwortet werden kann. Die Frage Sollte die Schule später beginnen? ist dagegen geeignet, weil verschiedene Positionen möglich sind.
Vorbereitung: Stoff sammeln und ordnen
Eine überzeugende Erörterung entsteht nicht erst beim Schreiben. Die wichtigste Arbeit geschieht in der Vorbereitung. Du sammelst Ideen, trennst starke von schwachen Argumenten und entscheidest, welche Position Du am Ende vertreten willst. Wer ohne Plan schreibt, wiederholt sich oft, vergisst wichtige Gegenargumente oder baut den Hauptteil unlogisch auf.
Eine hilfreiche Methode ist eine Stoffsammlung. Schreibe zunächst alle Gedanken auf, ohne sie sofort zu bewerten. Danach sortierst Du sie in Pro und Contra. Anschließend prüfst Du, welche Argumente wirklich tragfähig sind. Ein Argument ist tragfähig, wenn es zur Frage passt, nachvollziehbar begründet werden kann und durch ein Beispiel gestützt wird.
Argumente finden
Du kannst Argumente aus verschiedenen Perspektiven entwickeln. Besonders hilfreich sind die Perspektiven Individuum, Gesellschaft, Schule, Wirtschaft, Umwelt, Gesundheit, Gerechtigkeit und Zukunft. Dadurch verhinderst Du, dass Deine Erörterung zu einseitig wird.
- Individuum: Welche Folgen hat die Entscheidung für einzelne Menschen?
- Gemeinschaft: Welche Auswirkungen hat sie auf Gruppen oder die Gesellschaft?
- Gerechtigkeit: Wer profitiert, wer wird benachteiligt?
- Praktikabilität: Ist die Lösung realistisch umsetzbar?
- Langzeitfolge: Welche Folgen entstehen erst später?
Argumente bewerten
Nicht jedes Argument ist gleich stark. Schwache Argumente bleiben allgemein, sind emotional übertrieben oder lassen sich leicht widerlegen. Starke Argumente sind sachlich, konkret und gut begründet. Sie zeigen Folgen auf, berücksichtigen Einwände und beziehen sich klar auf die Fragestellung.
Ein schwaches Argument wäre: Smartphones sind einfach schlecht. Ein stärkeres Argument lautet: Smartphones können die Konzentration im Unterricht beeinträchtigen, weil eingehende Nachrichten und Spiele Aufmerksamkeit binden; das zeigt sich zum Beispiel, wenn Lernende während Arbeitsphasen ständig auf Benachrichtigungen reagieren.
Der Aufbau einer dialektischen Erörterung
Eine dialektische Erörterung besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Dreiteilung ist wichtig, weil sie Deinem Text eine klare Leserführung gibt. Die Einleitung führt zum Thema hin, der Hauptteil entfaltet die Argumentation und der Schluss formuliert die abgewogene Entscheidung.
Einleitung
Die Einleitung soll Interesse wecken, zum Thema führen und die Fragestellung deutlich machen. Du kannst mit einem aktuellen Anlass, einer Beobachtung, einer kurzen Situation, einem Zitat, einer Statistik oder einer allgemeinen Problembeschreibung beginnen. Vermeide zu allgemeine Formulierungen wie Schon immer gab es dieses Thema, wenn sie nicht wirklich passen.
Eine gute Einleitung beantwortet drei Fragen: Worum geht es? Warum ist das Thema wichtig? Welche Frage wird erörtert?
Beispiel: Viele Jugendliche nutzen das Smartphone täglich zum Kommunizieren, Recherchieren und Organisieren. Gleichzeitig wird in Schulen diskutiert, ob Smartphones den Unterricht bereichern oder eher stören. Deshalb stellt sich die Frage, ob Smartphones im Unterricht erlaubt sein sollten.
Hauptteil
Der Hauptteil ist der umfangreichste Teil. Hier stellst Du beide Seiten der Frage dar. Jedes Argument sollte aus Behauptung, Begründung und Beispiel bestehen. Außerdem brauchst Du Überleitungen, damit Deine Gedanken nicht wie eine lose Sammlung wirken.
Ein vollständiges Argument kann so aufgebaut werden: Zuerst formulierst Du die Behauptung. Danach erklärst Du, warum sie gilt. Dann zeigst Du an einem Beispiel, wie sie konkret wird. Abschließend kannst Du die Bedeutung des Arguments kurz auf die Leitfrage zurückführen.
Schluss
Im Schluss fasst Du die wichtigsten Ergebnisse knapp zusammen und formulierst Dein eigenes Urteil. Dieses Urteil muss aus der Argumentation hervorgehen. Es darf nicht plötzlich eine neue Position einführen, die im Hauptteil nicht vorbereitet wurde. Ein guter Schluss kann auch einen Ausblick enthalten, zum Beispiel eine Bedingung, unter der Deine Entscheidung besonders sinnvoll wäre.
Beispiel: Insgesamt sprechen die stärkeren Gründe dafür, Smartphones im Unterricht nicht grundsätzlich zu verbieten, sondern ihren Einsatz klar zu regeln. Entscheidend ist, dass sie gezielt für Lernzwecke genutzt und in Phasen konzentrierter Arbeit ausgeschaltet werden.
Gliederungsmodelle
Für die dialektische Erörterung gibt es zwei wichtige Gliederungsmodelle: das Sanduhrprinzip und das Reißverschlussprinzip. Beide helfen Dir, Pro- und Contra-Argumente sinnvoll anzuordnen. Welches Modell besser passt, hängt von der Aufgabenstellung, Deinem Schreibziel und den Vorgaben Deiner Lehrkraft ab.

Sanduhrprinzip
Beim Sanduhrprinzip behandelst Du zuerst die Seite, die Du am Ende nicht vertreten willst. Danach folgt eine Überleitung, anschließend stellst Du die Seite dar, die Du überzeugender findest. Der Vorteil ist, dass Dein stärkstes Argument kurz vor dem Schluss steht und besonders gut in Erinnerung bleibt.
Wenn Du am Ende für eine Position bist, kannst Du zuerst die Contra-Argumente darstellen und danach die Pro-Argumente steigern. Wenn Du am Ende gegen eine Position bist, funktioniert es umgekehrt. Wichtig ist, dass die gewählte Reihenfolge logisch und transparent bleibt.
Reißverschlussprinzip
Beim Reißverschlussprinzip wechselst Du zwischen Pro und Contra. Du stellst also zu einem Teilaspekt ein Argument und direkt danach ein passendes Gegenargument dar. Dieses Modell eignet sich, wenn sich die Argumente gut paarweise gegenüberstellen lassen. Es verlangt aber besonders klare Überleitungen, damit der Text nicht sprunghaft wirkt.
Beispiel: Beim Thema Smartphones im Unterricht könntest Du zuerst den Nutzen für schnelle Recherche darstellen und danach die Gefahr der Ablenkung. Danach könntest Du den Vorteil digitaler Organisation nennen und anschließend den Einwand, dass nicht alle Lernenden gleich gut ausgestattet sind.
Das Toulmin-Schema als Hilfe
Das Toulmin-Schema ist ein Modell, mit dem Du Argumente genauer prüfen kannst. Für die Schule genügt oft die einfache Formel Behauptung – Begründung – Beispiel. Das Toulmin-Schema macht aber sichtbar, dass überzeugende Argumente auch Voraussetzungen, Stützen und mögliche Einschränkungen enthalten.

Ein Argument wird stärker, wenn Du nicht nur behauptest, sondern den gedanklichen Weg zur Schlussfolgerung erklärst. Du kannst außerdem zeigen, unter welchen Bedingungen Dein Argument gilt. Dadurch wirkt Dein Text differenziert und glaubwürdig.
Sprache und Stil
Die Sprache einer dialektischen Erörterung sollte sachlich, klar und präzise sein. Vermeide beleidigende Formulierungen, Übertreibungen und unbelegte Pauschalurteile. Du darfst eine eigene Meinung vertreten, solltest sie aber nicht nur mit Gefühlen begründen. Besonders wichtig sind passende Konnektoren, weil sie die Beziehung zwischen Deinen Gedanken sichtbar machen.
Hilfreiche Formulierungen
- Einleitung: In der öffentlichen Diskussion wird häufig gefragt, ob ...
- Überleitung: Nachdem die Nachteile betrachtet wurden, sollen nun die Vorteile geprüft werden.
- Pro-Argument: Dafür spricht vor allem, dass ...
- Contra-Argument: Dagegen lässt sich einwenden, dass ...
- Abwägung: Dieses Argument ist bedeutsam, allerdings nur dann überzeugend, wenn ...
- Schluss: Nach Abwägung der genannten Gründe überwiegt ...
Sachlich bleiben
Eine dialektische Erörterung ist keine Beschwerde und kein Werbetext. Formulierungen wie total sinnlos, jeder weiß oder niemand braucht wirken ungenau. Besser sind genaue Aussagen: Ein Nachteil besteht darin, dass ... oder Dieses Argument ist nur teilweise überzeugend, weil ....
Häufige Fehler
Viele Erörterungen verlieren an Überzeugungskraft, weil sie zu früh eine Meinung festlegen, Gegenargumente unfair darstellen oder Beispiele weglassen. Ein häufiger Fehler ist auch, dass Argumente nur aufgezählt werden. Eine Erörterung braucht aber eine gedankliche Entwicklung. Jede Aussage sollte erklären, warum sie für die Entscheidungsfrage wichtig ist.
- Thema verfehlen: Die Argumente passen nicht genau zur Frage.
- Einseitigkeit: Eine Seite wird kaum ernsthaft geprüft.
- Behauptung ohne Begründung: Es wird etwas gesagt, aber nicht erklärt.
- Fehlendes Beispiel: Das Argument bleibt abstrakt.
- Unklarer Schluss: Die Entscheidung passt nicht zum Hauptteil.
Beispiel einer Kurzgliederung
Thema: Sollte der Unterricht an weiterführenden Schulen später beginnen?
- Einleitung: Alltag vieler Jugendlicher, frühes Aufstehen, Leistungsfähigkeit am Morgen.
- Contra 1: Späterer Schulbeginn kann den Nachmittag verlängern und Freizeitaktivitäten erschweren.
- Contra 2: Busfahrpläne und Betreuung jüngerer Geschwister können komplizierter werden.
- Pro 1: Ausgeruhte Lernende können sich besser konzentrieren.
- Pro 2: Ein späterer Beginn kann Stress am Morgen reduzieren und die Gesundheit fördern.
- Synthese: Späterer Beginn kann sinnvoll sein, wenn Verkehr, Betreuung und Nachmittagsangebote mitgeplant werden.
Schreibplan in fünf Schritten
- Aufgabenstellung: Lies die Frage genau und markiere den Operator.
- Stoffsammlung: Sammle Pro- und Contra-Argumente.
- Bewertung: Prüfe, welche Argumente stark, passend und belegbar sind.
- Gliederung: Entscheide Dich für Sanduhrprinzip oder Reißverschlussprinzip.
- Ausarbeitung: Schreibe Einleitung, Hauptteil und Schluss mit klaren Überleitungen.
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Musterabschnitt: Argument ausformulieren
Fragestellung: Sollte Gruppenarbeit im Unterricht häufiger eingesetzt werden?
Ein Vorteil von Gruppenarbeit besteht darin, dass Lernende dabei ihre Kommunikation und Kooperation trainieren. Wer gemeinsam eine Aufgabe löst, muss zuhören, erklären, nachfragen und Kompromisse finden. Diese Fähigkeiten sind nicht nur für die Schule wichtig, sondern auch für Ausbildung, Studium und Beruf. Wenn eine Klasse zum Beispiel gemeinsam ein Referat vorbereitet, lernen die Beteiligten, Aufgaben zu verteilen und Ergebnisse abzustimmen. Deshalb kann Gruppenarbeit den Unterricht bereichern, sofern sie klar organisiert ist.
Dieser Abschnitt zeigt, wie ein vollständiges Argument funktioniert: Die erste Aussage nennt die Behauptung. Danach folgt die Begründung. Anschließend macht ein Beispiel das Argument anschaulich. Der letzte Satz verbindet das Argument wieder mit der Fragestellung.
Checkliste vor der Abgabe
- Fragestellung: Wird die Ausgangsfrage wirklich beantwortet?
- Gliederung: Sind Einleitung, Hauptteil und Schluss klar erkennbar?
- Argumentation: Hat jedes wichtige Argument Behauptung, Begründung und Beispiel?
- Gegenposition: Wird die Gegenseite fair dargestellt?
- Abwägung: Zeigt der Schluss, warum eine Seite überwiegt?
- Sprache: Ist der Stil sachlich, präzise und verständlich?
- Überarbeitung: Sind Rechtschreibung, Zeichensetzung und Ausdruck geprüft?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist das zentrale Merkmal einer dialektischen Erörterung? (Sie betrachtet Pro- und Contra-Argumente zu einer strittigen Frage) (!Sie erzählt eine persönliche Geschichte in zeitlicher Reihenfolge) (!Sie beschreibt nur einen Gegenstand möglichst genau) (!Sie fasst ausschließlich einen literarischen Text zusammen)
Welche Frage eignet sich besonders für eine dialektische Erörterung? (Sollte der Unterricht später beginnen) (!Wann beginnt der Unterricht an unserer Schule) (!Wie heißt die Hauptstadt von Frankreich) (!Welche Farbe hat das Schulgebäude)
Aus welchen Teilen besteht ein vollständiges schulisches Argument meistens? (Behauptung Begründung Beispiel) (!Einleitung Überschrift Quellenangabe) (!Frage Antwort Bewertung) (!Datum Ort Unterschrift)
Was bedeutet Antithese in der dialektischen Erörterung? (Die Gegenposition zur These) (!Die Überschrift des Aufsatzes) (!Die persönliche Schlussformel) (!Die Zusammenfassung eines Romans)
Welche Funktion hat die Synthese? (Sie formuliert ein abgewogenes Schlussurteil) (!Sie ersetzt die Einleitung) (!Sie sammelt nur Beispiele) (!Sie nennt ausschließlich fremde Meinungen)
Wozu dient das Sanduhrprinzip? (Es ordnet die Argumente so dass die stärkere eigene Position zum Schluss hin aufgebaut wird) (!Es ersetzt alle Beispiele durch Stichwörter) (!Es verhindert eine eigene Meinung) (!Es wird nur bei Inhaltsangaben verwendet)
Was ist beim Reißverschlussprinzip typisch? (Pro- und Contra-Argumente wechseln sich passend ab) (!Alle Argumente stehen ungeordnet hintereinander) (!Nur die eigene Meinung wird genannt) (!Der Schluss steht vor der Einleitung)
Welche Formulierung passt zu einer sachlichen Überleitung? (Nachdem die Gegenargumente betrachtet wurden sollen nun die Vorteile geprüft werden) (!Das ist sowieso alles Unsinn) (!Jeder normale Mensch sieht das sofort) (!Jetzt kommt endlich die richtige Meinung)
Warum sind Beispiele in einer Erörterung wichtig? (Sie machen ein Argument anschaulich und nachvollziehbar) (!Sie ersetzen die Begründung vollständig) (!Sie verlängern den Text ohne Funktion) (!Sie gehören nur in Gedichte)
Was sollte im Schluss einer dialektischen Erörterung stehen? (Ein begründetes Urteil auf Grundlage der Argumentation) (!Ein völlig neues Thema) (!Nur eine Wiederholung der Aufgabenstellung) (!Eine unbewiesene Behauptung ohne Bezug zum Hauptteil)
Memory
| These | Eigene Hauptaussage |
| Antithese | Gegenposition |
| Synthese | Abgewogenes Schlussurteil |
| Argument | Behauptung mit Begründung und Beispiel |
| Sanduhrprinzip | Gewichtete Reihenfolge |
| Reißverschlussprinzip | Wechsel von Pro und Kontra |
| Beleg | Stütze für eine Aussage |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Fragestellung prüfen | Vorbereitung |
| Argumente sammeln | Stoffsammlung |
| Pro und Contra ordnen | Gliederung |
| Argumente ausformulieren | Hauptteil |
| Urteil begründen | Schluss |
Kreuzworträtsel
| Argument | Wie nennt man eine begründete Aussage die eine Position stützt? |
| These | Wie heißt die eigene Hauptaussage in einer Erörterung? |
| Antithese | Wie heißt die Gegenposition zur These? |
| Synthese | Wie heißt das abgewogene Schlussurteil? |
| Beleg | Wie nennt man eine Stütze für eine Behauptung? |
| Sanduhr | Welches Bild beschreibt eine gewichtete Anordnung der Argumente? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Themenfinder: Sammle fünf Entscheidungsfragen aus Deinem Schulalltag und prüfe, welche davon sich für eine dialektische Erörterung eignen.
- Pro und Contra: Erstelle zu der Frage Sollten Hausaufgaben abgeschafft werden? je drei Pro- und Contra-Argumente.
- Argumentaufbau: Formuliere ein Argument mit Behauptung, Begründung und Beispiel zum Thema Smartphones im Unterricht.
- Sprachtraining: Schreibe zehn sachliche Überleitungen, die in einer Erörterung verwendet werden können.
Standard
- Gliederung erstellen: Entwickle eine vollständige Gliederung im Sanduhrprinzip zur Frage Sollte der Unterricht später beginnen?.
- Gegenargument prüfen: Wähle ein starkes Gegenargument zu Deiner Meinung und erkläre, warum es ernst genommen werden muss.
- Musterabschnitt schreiben: Verfasse einen Hauptteilabschnitt mit einem Pro-Argument und einem Contra-Argument im Reißverschlussprinzip.
- Einleitung verbessern: Schreibe drei verschiedene Einleitungen zu derselben Erörterungsfrage und vergleiche, welche am besten zum Thema führt.
Schwer
- Erörterung verfassen: Schreibe eine vollständige dialektische Erörterung zur Frage Sollten Noten durch schriftliche Rückmeldungen ersetzt werden?.
- Argumentqualität bewerten: Untersuche einen Kommentar aus einer Zeitung oder einem Online-Medium und bewerte die Qualität der Argumente.
- Debatte führen: Organisiere in einer Gruppe eine Debatte, notiere die stärksten Argumente beider Seiten und entwickle daraus eine schriftliche Synthese.
- Überarbeitungskonferenz: Tausche Deine Erörterung mit einer anderen Person und überarbeite sie anhand einer Checkliste zu Aufbau, Argumentation und Sprache.

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Lernkontrolle
- Transferaufgabe Argumentation: Erkläre an einem selbst gewählten Alltagsbeispiel, warum eine faire Darstellung der Gegenposition die eigene Erörterung überzeugender machen kann.
- Modellvergleich: Vergleiche Sanduhrprinzip und Reißverschlussprinzip und entscheide begründet, welches Modell für die Frage Sollten Klassenarbeiten durch Projekte ersetzt werden? geeigneter ist.
- Argumentanalyse: Analysiere einen kurzen Meinungsbeitrag und untersuche, welche Aussagen echte Argumente sind und welche nur Behauptungen bleiben.
- Urteilsbildung: Entwickle zu einer kontroversen Schulregel ein begründetes Schlussurteil, das mindestens eine Einschränkung oder Bedingung enthält.
- Perspektivwechsel: Schreibe zu Deiner eigenen Meinung das stärkste Gegenargument und zeige anschließend, wie Du sachlich darauf reagieren würdest.
- Qualitätsprüfung: Erstelle eine Bewertungstabelle für eine dialektische Erörterung mit Kriterien zu Inhalt, Aufbau, Argumentqualität, Sprache und Überarbeitung.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis verfasst Du eine vollständige dialektische Erörterung zu einer selbst gewählten oder vorgegebenen Entscheidungsfrage. Dein Text soll zeigen, dass Du die Fragestellung verstehst, beide Seiten fair darstellst, Argumente vollständig ausformulierst und zu einem begründeten Urteil kommst.
- Planung: Lege eine Stoffsammlung mit mindestens vier Pro- und vier Contra-Argumenten vor.
- Gliederung: Entscheide Dich begründet für Sanduhrprinzip oder Reißverschlussprinzip.
- Ausarbeitung: Schreibe eine Erörterung mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
- Überarbeitung: Markiere in Deinem Text Behauptung, Begründung und Beispiel bei mindestens drei Argumenten.
- Reflexion: Erkläre in fünf bis acht Sätzen, welches Argument für Deine Schlussposition am wichtigsten war.
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