Kritische Einordnung von Aussagen und Handlungen von JD Vance


Kritische Einordnung von Aussagen und Handlungen von JD Vance
Kritische Einordnung von Aussagen und Handlungen von JD Vance
Vorbemerkung zur wissenschaftlichen Einordnung
Dieser Text formuliert kein pauschales moralisches Gesamturteil über JD Vance als Person. Eine Aussage wie „JD Vance ist ein schlechter Mensch“ wäre eine wertende Zuschreibung und keine überprüfbare wissenschaftliche Tatsachenbehauptung.
Belastbar darstellbar ist dagegen, dass es zahlreiche nachweisbare Aussagen, politische Handlungen und Gesetzentwürfe gibt, die von Kritiker:innen als diskriminierend, abwertend, rassistisch aufgeladen, frauenfeindlich, anti-LGBTQ, unchristlich im ethischen Sinn oder demokratiepolitisch problematisch eingeordnet werden. Deshalb unterscheidet der Text zwischen wörtlich belegten Zitaten, politischen Handlungen und kritischer Einordnung.
Abwertung kinderloser Menschen
JD Vance geriet besonders durch seine wiederholte Abwertung kinderloser Menschen in die Kritik. In einem Auftritt bei Fox News im Jahr 2021 sagte er, die USA würden „by a bunch of childless cat ladies“ regiert, die „miserable“ über ihr eigenes Leben seien und den Rest des Landes ebenfalls unglücklich machen wollten. Er bezog diese Aussage ausdrücklich auf demokratische Führungspersonen und nannte unter anderem Kamala Harris, Pete Buttigieg und Alexandria Ocasio-Cortez. Anschließend sagte er: „the entire future of the Democrats is controlled by people without children“ und fragte, wie es Sinn ergeben könne, das Land Menschen zu überlassen, die „don’t really have a direct stake in it“.
Diese Äußerungen können als abwertend gegenüber kinderlosen Frauen, kinderlosen Menschen allgemein und gegenüber nicht-traditionellen Familienformen gelesen werden, weil politische Verantwortung an biologische oder soziale Elternschaft gekoppelt wird. CBS News zitiert die Aussagen und beschreibt zugleich Vances spätere Verteidigung, er habe nicht Menschen kritisieren wollen, die aus medizinischen Gründen keine Kinder bekommen könnten.
Quelle: cbsnews.com
Elternschaft und demokratische Teilhabe
Diese Linie findet sich auch in Vances Demokratieverständnis. Bei einer Rede am Intercollegiate Studies Institute argumentierte er, Kinder seien die Zukunft des Landes, ihre Eltern hätten aber „no advantage in our democratic process“. Daraus leitete er die Frage ab: „Why don’t we change that?“
Snopes bewertet die Zuschreibung als korrekt und ordnet ein, dass Vance damit sinngemäß ein stärkeres demokratisches Gewicht von Eltern gegenüber Nicht-Eltern diskutierte. Kritisch lässt sich daran festhalten: Wenn politische Mitbestimmung an Elternschaft gebunden wird, geraten Gleichheit und gleiche demokratische Teilhabe unter Druck.
Quelle: snopes.com
Abwertung kinderloser Lehrkräfte und Gewerkschafter:innen
Auch gegenüber Lehrkräften und Gewerkschafter:innen ohne biologische Kinder äußerte Vance sich abwertend. In einem 2021 wieder aufgetauchten Audio sagte er: „they’re people without kids trying to brainwash the minds of our children“. Über Randi Weingarten, die Präsidentin der American Federation of Teachers, sagte er: „She doesn’t have a single child“ und fügte hinzu: „If she wants to brainwash and destroy the minds of children, she should have some of her own and leave ours the hell alone.“
Diese Aussagen sind deshalb besonders problematisch, weil sie berufliche Kompetenz, pädagogische Verantwortung und politische Legitimität an eigene biologische Elternschaft knüpfen. Zudem ist Weingarten nach eigenen Angaben Stiefmutter beziehungsweise „mother by marriage“.
Quelle: jta.org
Schwangerschaftsabbruch, Vergewaltigung und Inzest
Im Bereich Schwangerschaftsabbruch zeigen sich weitere stark polarisierende Aussagen. Auf die Frage nach Ausnahmen bei Vergewaltigung und Inzest sagte Vance 2021: „Two wrongs don’t make a right.“ Er ergänzte: „At the end of day we are talking about an unborn baby.“
PolitiFact stellte den Kontext dieser Aussage dar und zeigte, dass Vance dabei die Perspektive auf den Fötus lenkte und die Frage nach der betroffenen Frau zurückwies. Kritiker:innen sehen darin eine ethisch harte Position, weil die Folgen sexualisierter Gewalt und die Selbstbestimmung der schwangeren Person in den Hintergrund treten.
Problematisch wurde auch eine Formulierung aus demselben Zusammenhang bewertet, weil Vance Schwangerschaften unter extremen Umständen rhetorisch als „inconveniences“ beziehungsweise als Problem rahmte, das nicht zur Beendigung einer Schwangerschaft berechtige. PolitiFact betont, dass die Aussage oft verkürzt wiedergegeben wurde, dokumentiert aber zugleich, dass Vance die Frage nach Vergewaltigung und Inzest mit einer grundsätzlichen Anti-Abtreibungsargumentation beantwortete. Wissenschaftlich sauber ist daher die Einordnung: Er sagte nicht einfach isoliert, Vergewaltigung sei eine „Unannehmlichkeit“, sondern verwendete eine Argumentation, die Kritiker:innen als verharmlosend gegenüber Betroffenen von Vergewaltigung und Inzest einordnen.
Quelle: politifact.com
Reproduktive Rechte und IVF
Auch bei reproduktiver Medizin gibt es eine belegbare politische Handlung: Vance stimmte gegen den „Right to IVF Act“, der Zugang und Bezahlbarkeit von In-vitro-Fertilisation bundesrechtlich absichern sollte.
Eine Fertilitätsexpertin der Northwestern University bewertete diese Position als „very telling and very worrisome“ und argumentierte, IVF helfe Paaren, Kinder zu bekommen, die sonst nicht geboren würden. Kritisch lässt sich Vances Abstimmungsverhalten deshalb als Einschränkung reproduktiver Selbstbestimmung deuten, auch wenn Gegner:innen des Gesetzes es häufig mit Einwänden gegen die konkrete Gesetzesfassung begründeten.
Quelle: news.northwestern.edu
LGBTQ-Rechte und Groomer-Rhetorik
Im Themenfeld LGBTQ-Rechte ist Vances Rhetorik besonders deutlich. Am 6. April 2022 schrieb er laut LGBTQ Nation auf X beziehungsweise Twitter: „I’ll stop calling people ‘groomers’ when they stop freaking out about bills that prevent the sexualization of my children.“
Der Begriff „groomer“ ist im politischen Kontext besonders belastet, weil er LGBTQ-Personen oder deren Unterstützer:innen in die Nähe sexualisierter Gewalt gegen Kinder rücken kann. Kritiker:innen werten diese Formulierung deshalb als stigmatisierend und anti-LGBTQ, insbesondere weil sie Unterricht über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität mit „sexualization“ verbindet.
Quelle: lgbtqnation.com
LGBTQ-Themen im Unterricht
In einem Kontext bei Fox News sagte Vance außerdem über demokratische Positionen zu LGBTQ-Themen, diese wollten „teach about sexuality and crazy gender theory to seven-year-old children“. Weiter formulierte er: „If you don’t want to be called a groomer, don’t teach sexuality to six to seven-year-old children.“
Diese Wortwahl stellt queere Bildungsinhalte nicht neutral als schulische Aufklärung, sondern als Bedrohung für Kinder dar. Kritisch ist daran, dass LGBTQ-Themen mit Missbrauchsrhetorik und moralischer Panik verbunden werden.
Quelle: lgbtqnation.com
Gesetzgebung gegen geschlechtsaffirmierende Versorgung
Politisch unterlegte Vance diese Haltung unter anderem mit dem von ihm im Senat der Vereinigten Staaten eingebrachten „Protect Children’s Innocence Act“. Der Gesetzestext selbst beschreibt das Ziel, „to prohibit gender-affirming care on minors“. Damit wäre geschlechtsaffirmierende Versorgung Minderjähriger bundesrechtlich verboten worden.
GLAAD kritisierte diesen Gesetzentwurf als irreführend und anti-trans. Vance selbst sagte dazu: „Under no circumstances should doctors be allowed to perform these gruesome, irreversible operations on underage children.“ Die Formulierung „gruesome“ ist stark wertend und pathologisierend und kann als Herabsetzung transbezogener Gesundheitsversorgung verstanden werden.
Quellen:
Passport Sanity Act und nichtbinäre Personen
Ein weiterer politischer Schritt war Vances „Passport Sanity Act“. Laut PolitiFact gehörte dieser Gesetzentwurf zu den von Vance eingebrachten Maßnahmen im Kontext LGBTQ-Rechte. Er zielte darauf, Geschlechtsangaben in Pässen auf „male“ und „female“ zu beschränken und nichtbinäre Optionen wie „X“ auszuschließen.
Kritiker:innen sehen darin eine rechtliche Unsichtbarmachung nichtbinärer, intergeschlechtlicher und trans Personen.
Quelle: politifact.com
Gleichgeschlechtliche Ehe
Auch zur Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nahm Vance eine ambivalente, aber kritisierbare Position ein. Während er in einer Debatte sagte: „gay marriage is the law of the land“ und hinzufügte: „I’m not trying to do anything to change that“, lehnte er den Respect for Marriage Act ab, der gleichgeschlechtliche Ehen bundesrechtlich absichern sollte.
Vance sagte über das Gesetz: „I don’t think it’s actually about gay marriage“ und bezeichnete die Debatte darüber später als „a bizarre distraction“. PolitiFact bewertet die Aussage, Vance habe anti-marriage-equality views, deshalb als teilweise zutreffend: Er akzeptierte die geltende Rechtslage rhetorisch, unterstützte aber ein konkretes Schutzgesetz nicht.
Zusätzlich ist ein älteres Zitat aus einem Kandidatenforum relevant, in dem Vance auf die Frage nach Marriage Equality sagte: „Marriage is a lifelong union between a man and a woman.“ Diese Aussage grenzt gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich aus einem christlich-konservativen Eheverständnis aus. Kritiker:innen können sie daher als anti-LGBTQ und als religiös begründete Abwertung nicht-heterosexueller Partnerschaften einordnen.
Quellen:
Haitianische Migrant:innen in Springfield
Besonders schwer wiegt Vances Rhetorik gegenüber haitianischen Migrant:innen in Springfield, Ohio. Am 9. September 2024 verbreitete er auf X die Behauptung, „Haitian illegal immigrants“ würden soziale Dienste belasten und „generally causing chaos all over Springfield, Ohio“.
ABC News berichtet, dass Vance damit falsche beziehungsweise unbelegte Behauptungen über haitianische Migrant:innen verstärkte. Lokale Stellen widersprachen der Behauptung, es gebe glaubhafte Berichte über entführte oder gegessene Haustiere.
Quelle: abcnews.go.com
Weiterverbreitung unbelegter Behauptungen
Noch problematischer wurde die Sache dadurch, dass laut ABC News ein Mitarbeiter Vances bereits am selben Tag von Springfields City Manager Bryan Heck erfahren hatte, die Behauptungen über Haustiere seien „baseless“. Dennoch hielt Vance die Erzählung öffentlich weiter im Umlauf.
Eine wissenschaftlich korrekte Einordnung muss hier festhalten: Belegt ist nicht nur, dass Vance eine unbelegte Behauptung verbreitete, sondern auch, dass seinem Umfeld früh mitgeteilt wurde, sie sei unbegründet. Kritiker:innen sehen darin eine bewusste oder zumindest grob fahrlässige Stigmatisierung einer migrantischen Minderheit.
Quelle: abcnews.go.com
„Create stories“ als politische Kommunikationsstrategie
In einem Interview mit CNN verteidigte Vance diese Kommunikationsstrategie mit den Worten: „If I have to create stories so that the American media actually pays attention to the suffering of the American people, then that’s what I’m going to do.“
CNN beschreibt den zugrunde liegenden Vorwurf als falsche beziehungsweise unbelegte Behauptung über haitianische Migrant:innen und Haustiere. Dieses Zitat ist deshalb zentral, weil Vance hier den Vorrang politischer Aufmerksamkeit gegenüber strenger Faktentreue zumindest rhetorisch nahelegt.
Quelle: amp.cnn.com
Krankheitsbehauptungen über Migrant:innen
Vance verband die Springfield-Erzählung außerdem mit Krankheitsbehauptungen. In einem Interview sagte er: „This town has been ravaged by 20,000 migrants coming in“ und behauptete: „Communicable diseases like HIV and TB have skyrocketed.“
PolitiFact prüfte diese Behauptung und bewertete sie als „Mostly False“. Die Daten zeigten laut PolitiFact nicht, dass übertragbare Krankheiten insgesamt „skyrocketed“ seien. Außerdem war eine kausale Zuschreibung an Haitian:innen anhand der öffentlichen Daten nicht möglich.
Kritisch ist daran, dass Krankheiten historisch häufig zur Stigmatisierung migrantischer oder rassifizierter Gruppen benutzt wurden.
Quelle: politifact.com
Falschbezeichnung als „illegal immigrants“
Auch die Bezeichnung der Haitian:innen in Springfield als „illegal immigrants“ wurde geprüft. PolitiFact bewertete diese Aussage als falsch, weil viele Haitian:innen in Springfield unter Temporary Protected Status oder humanitarian parole leben und arbeiten durften.
Damit ist Vances wiederholte Darstellung rechtlich irreführend. Kritisch betrachtet verstärkt eine solche Falschbezeichnung den Eindruck von Kriminalität und illegitimer Anwesenheit, obwohl viele Betroffene legalen Schutzstatus hatten.
Quelle: politifact.com
Scheidung, Gewalt und Eheverständnis
Im Bereich Ehe und Familie äußerte sich Vance ebenfalls so, dass Kritiker:innen ihm fehlende Empathie gegenüber Betroffenen von Gewalt vorwarfen. Bei einer Veranstaltung 2021 sprach er über Scheidung nach der sexuellen Revolution und sagte, es sei eine problematische Vorstellung, unglückliche oder „maybe even violent“ Ehen zu beenden, damit Menschen „shift spouses like they change their underwear“.
Snopes betont, dass die zugespitzte Behauptung, Vance habe ausdrücklich gesagt, Frauen sollten in gewalttätigen Ehen bleiben, „Mostly False“ sei. Zugleich bestätigt Snopes, dass Vance Scheidung auch bei gewaltförmigen Ehen als schädlich für Kinder darstellte.
Wissenschaftlich korrekt wäre daher: Er forderte nicht ausdrücklich, Frauen müssten in Gewaltbeziehungen bleiben, aber seine Aussage kann als Verharmlosung der Notwendigkeit von Trennung in Gewaltkontexten kritisiert werden.
Quelle: snopes.com
Idealisierung dauerhafter Ehe trotz Konflikten
Vance sagte in diesem Zusammenhang außerdem, seine Großeltern hätten eine „incredibly chaotic marriage“ gehabt, seien aber „together to the end“ geblieben. Diese Darstellung kann als Idealisierung ehelicher Dauer trotz schwerer Konflikte gelesen werden.
Snopes weist allerdings auf Vances spätere Klarstellung hin, er selbst sei Opfer häuslicher Gewalt gewesen und habe nicht Gewalt verteidigen wollen. Gerade deshalb muss die Kritik präzise bleiben: Problematisch ist weniger eine direkte Aufforderung zum Ausharren in Gewalt, sondern die rhetorische Abwertung von Scheidung selbst in Kontexten, in denen Gewalt eine Rolle spielt.
Quelle: snopes.com
Ukraine und mangelnde Solidarität
Auch in außenpolitischen Fragen finden sich Äußerungen, die Kritiker:innen als moralisch kalt oder unchristlich im Sinne mangelnder Solidarität deuten. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges sagte Vance über die Ukraine: „I don’t really care what happens to Ukraine one way or another.“
In derselben Argumentationslinie sagte er, es sei „ridiculous“, dass sich die USA auf „this border in Ukraine“ konzentrierten. Diese Aussagen sind keine diskriminierende Äußerung gegenüber einer Minderheit, können aber als abwertend gegenüber dem Leid eines angegriffenen Landes und seiner Zivilbevölkerung verstanden werden.
Quelle: grabien.com
Wahl 2020 und demokratische Institutionen
Demokratiepolitisch relevant ist zudem Vances Haltung zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020. PolitiFact dokumentiert, dass Vance sagte, er hätte als Vizepräsident bei der Zertifizierung der Wahlleute im Januar 2021 anders gehandelt als Mike Pence.
Kritiker:innen interpretieren dies als Bereitschaft, den ordnungsgemäßen Transfer demokratischer Macht zugunsten Donald Trumps infrage zu stellen. Auch hier ist Genauigkeit wichtig: Der kritische Punkt ist nicht ein einzelnes beleidigendes Zitat, sondern die politische Bereitschaft, ein zertifiziertes Wahlergebnis anders zu behandeln.
Quelle: politifact.com
Frühere Trump-Kritik und späterer Schulterschluss
Schließlich zeigt Vances eigene frühere Trump-Kritik einen Bruch, den Kritiker:innen als Opportunismus deuten. In einer privaten Nachricht von 2016 schrieb Vance über Trump: „I go back and forth between thinking Trump is a cynical a--hole like Nixon“ oder „America’s Hitler“.
Snopes bewertet die Zuschreibung als korrekt und weist zugleich darauf hin, dass Vance später erklärte, seine Sicht auf Trump habe sich geändert. Dieses Zitat ist für die Bewertung seiner Person nicht deshalb relevant, weil es diskriminierend wäre, sondern weil es die Schärfe seines früheren Urteils über Trump und den späteren politischen Schulterschluss zeigt.
Quelle: snopes.com
Zusammenfassung
Zusammenfassend ergibt sich ein belastbares Muster, aber kein seriöses psychologisches oder moralisches Gesamturteil über Vances Charakter. Belegbar sind erstens abwertende Aussagen über kinderlose Menschen, etwa „childless cat ladies“, „don’t really have a direct stake“ und Vorwürfe des „brainwash“ gegenüber kinderlosen Lehrkräften.
Belegbar sind zweitens anti-LGBTQ beziehungsweise anti-trans Handlungen und Aussagen, darunter „groomers“, „crazy gender theory“, der „Protect Children’s Innocence Act“, der „Passport Sanity Act“ und die Ablehnung des „Respect for Marriage Act“.
Belegbar sind drittens irreführende und rassistisch aufladbare Aussagen über haitianische Migrant:innen, insbesondere „Haitian illegal immigrants“, „causing chaos“, „ravaged“ und die von PolitiFact als „Mostly False“ bewertete Behauptung, HIV und TB seien „skyrocketed“.
Belegbar sind viertens harte Positionen zu Schwangerschaftsabbruch, In-vitro-Fertilisation, Scheidung und Ukraine, die Kritiker:innen als empathiearm oder unchristlich im ethischen Sinn einordnen können.
Eine wissenschaftlich saubere Schlussformulierung lautet daher:
JD Vance kann aufgrund zahlreicher belegter Aussagen und politischer Handlungen als eine politische Figur beschrieben werden, deren Rhetorik und Politik von Kritiker:innen wiederholt als frauenabwertend, kinderlosenfeindlich, anti-LGBTQ, fremdenfeindlich aufladbar und demokratiepolitisch problematisch bewertet wird. Ein pauschales Urteil über ihn als „schlechten Menschen“ bleibt dagegen eine moralische Bewertung und sollte nicht als überprüfbare Tatsache formuliert werden.
Quellen
- cbsnews.com
- snopes.com
- jta.org
- politifact.com
- news.northwestern.edu
- lgbtqnation.com
- lgbtqnation.com
- congress.gov
- glaad.org
- politifact.com
- abcnews.go.com
- abcnews.go.com
- amp.cnn.com
- politifact.com
- politifact.com
- snopes.com
- grabien.com
- politifact.com
- snopes.com


Kritische Einordnung von Aussagen und Handlungen von JD Vance
Vorab zur wissenschaftlichen Korrektheit: Ich würde den Text **nicht** mit der Tatsachenbehauptung überschreiben, JD Vance sei „ein schlechter Mensch“. Das wäre eine moralische Gesamtbewertung. Belastbar ist dagegen: Es gibt zahlreiche **nachweisbare Aussagen, politische Handlungen und Gesetzentwürfe**, die von Kritiker:innen als diskriminierend, abwertend, rassistisch aufgeladen, frauenfeindlich, anti-LGBTQ, unchristlich im ethischen Sinn oder demokratiepolitisch problematisch eingeordnet werden. Der folgende Fließtext trennt deshalb zwischen **wörtlich belegten Zitaten**, **politischen Handlungen** und **kritischer Einordnung**.
JD Vance geriet besonders durch seine wiederholte Abwertung kinderloser Menschen in die Kritik. In einem Fox-News-Auftritt von 2021 sagte er, die USA würden „by a bunch of childless cat ladies“ regiert, die „miserable“ über ihr eigenes Leben seien und den Rest des Landes ebenfalls unglücklich machen wollten. Er bezog diese Aussage ausdrücklich auf demokratische Führungspersonen und nannte unter anderem Kamala Harris, Pete Buttigieg und Alexandria Ocasio-Cortez; anschließend sagte er: „the entire future of the Democrats is controlled by people without children“ und fragte, wie es Sinn ergeben könne, das Land Menschen zu überlassen, die „don’t really have a direct stake in it“. Diese Äußerungen können als abwertend gegenüber kinderlosen Frauen, kinderlosen Menschen allgemein und gegenüber nicht-traditionellen Familienformen gelesen werden, weil politische Verantwortung an biologische oder soziale Elternschaft gekoppelt wird. CBS News zitiert die Aussagen und beschreibt zugleich die spätere Verteidigung Vances, er habe nicht Menschen kritisieren wollen, die aus medizinischen Gründen keine Kinder bekommen könnten. ([CBS News][1])
Diese Linie findet sich auch in Vances Demokratieverständnis. Bei einer Rede am Intercollegiate Studies Institute argumentierte er, Kinder seien die Zukunft des Landes, ihre Eltern hätten aber „no advantage in our democratic process“. Daraus leitete er die Frage ab: „Why don’t we change that?“ Snopes bewertet die Zuschreibung als korrekt und ordnet ein, dass Vance damit sinngemäß ein stärkeres demokratisches Gewicht von Eltern gegenüber Nicht-Eltern diskutierte. Kritisch lässt sich daran festhalten: Wenn politische Mitbestimmung an Elternschaft gebunden wird, geraten Gleichheit und gleiche demokratische Teilhabe unter Druck. ([Snopes][2])
Auch gegenüber Lehrkräften und Gewerkschafter:innen ohne biologische Kinder äußerte Vance sich abwertend. In einem 2021 wieder aufgetauchten Audio sagte er: „they’re people without kids trying to brainwash the minds of our children“. Über Randi Weingarten, die Präsidentin der American Federation of Teachers, sagte er: „She doesn’t have a single child“ und fügte hinzu: „If she wants to brainwash and destroy the minds of children, she should have some of her own and leave ours the hell alone.“ Diese Aussagen sind deshalb besonders problematisch, weil sie berufliche Kompetenz, pädagogische Verantwortung und politische Legitimität an eigene biologische Elternschaft knüpfen; zudem ist Weingarten nach eigenen Angaben Stiefmutter beziehungsweise „mother by marriage“. ([Jewish Telegraphic Agency][3])
Im Bereich Schwangerschaftsabbruch zeigen sich weitere stark polarisierende Aussagen. Auf die Frage nach Ausnahmen bei Vergewaltigung und Inzest sagte Vance 2021: „Two wrongs don’t make a right.“ Er ergänzte: „At the end of day we are talking about an unborn baby.“ PolitiFact stellte den Kontext dieser Aussage dar und zeigte, dass Vance dabei die Perspektive auf den Fötus lenkte und die Frage nach der betroffenen Frau zurückwies. Kritiker:innen sehen darin eine ethisch harte Position, weil die Folgen sexualisierter Gewalt und die Selbstbestimmung der schwangeren Person in den Hintergrund treten. ([PolitiFact][4])
Problematisch wurde auch eine Formulierung aus demselben Zusammenhang bewertet, weil Vance Schwangerschaften unter extremen Umständen rhetorisch als gesellschaftliche „inconveniences“ beziehungsweise als Problem rahmte, das nicht zur Beendigung einer Schwangerschaft berechtige. PolitiFact betont, dass die Aussage oft verkürzt wiedergegeben wurde, dokumentiert aber zugleich, dass Vance die Frage nach Vergewaltigung und Inzest mit einer grundsätzlichen Anti-Abtreibungsargumentation beantwortete. Für eine wissenschaftlich saubere Darstellung ist daher wichtig: Er sagte nicht einfach isoliert, Vergewaltigung sei eine „Unannehmlichkeit“, sondern verwendete eine Argumentation, die Kritiker:innen als verharmlosend gegenüber Betroffenen von Vergewaltigung und Inzest einordnen. ([PolitiFact][4])
Auch bei reproduktiver Medizin gibt es eine belegbare politische Handlung: Vance stimmte gegen den „Right to IVF Act“, der Zugang und Bezahlbarkeit von In-vitro-Fertilisation bundesrechtlich absichern sollte. Eine Northwestern-Fertilitätsexpertin bewertete diese Position als „very telling and very worrisome“ und argumentierte, IVF helfe Paaren, Kinder zu bekommen, die sonst nicht geboren würden. Kritisch lässt sich Vances Abstimmungsverhalten deshalb als Einschränkung reproduktiver Selbstbestimmung deuten, auch wenn Gegner:innen des Gesetzes es häufig mit Einwänden gegen die konkrete Gesetzesfassung begründeten. ([Northwestern Now][5])
Im Themenfeld LGBTQ-Rechte ist Vances Rhetorik besonders deutlich. Am 6. April 2022 schrieb er laut LGBTQ Nation auf X/Twitter: „I’ll stop calling people ‘groomers’ when they stop freaking out about bills that prevent the sexualization of my children.“ Der Begriff „groomer“ ist im politischen Kontext besonders belastet, weil er LGBTQ-Personen oder deren Unterstützer:innen in die Nähe sexualisierter Gewalt gegen Kinder rücken kann. Kritiker:innen werten diese Formulierung deshalb als stigmatisierend und anti-LGBTQ, insbesondere weil sie Unterricht über sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität mit „sexualization“ verbindet. ([LGBTQ Nation][6])
In einem Fox-News-Kontext sagte Vance außerdem über demokratische Positionen zu LGBTQ-Themen, diese wollten „teach about sexuality and crazy gender theory to seven-year-old children“. Weiter formulierte er: „If you don’t want to be called a groomer, don’t teach sexuality to six to seven-year-old children.“ Diese Wortwahl stellt queere Bildungsinhalte nicht neutral als schulische Aufklärung, sondern als Bedrohung für Kinder dar. Kritisch ist daran, dass LGBTQ-Themen mit Missbrauchsrhetorik und moralischer Panik verbunden werden. ([LGBTQ Nation][7])
Politisch unterlegte Vance diese Haltung unter anderem mit dem von ihm im Senat eingebrachten „Protect Children’s Innocence Act“. Der Gesetzestext selbst beschreibt das Ziel, „to prohibit gender-affirming care on minors“. Damit wäre geschlechtsaffirmierende Versorgung Minderjähriger bundesrechtlich verboten worden. GLAAD kritisierte diesen Gesetzentwurf als irreführend und anti-trans; Vance selbst sagte dazu: „Under no circumstances should doctors be allowed to perform these gruesome, irreversible operations on underage children.“ Die Formulierung „gruesome“ ist wertend und pathologisierend und kann als Herabsetzung transbezogener Gesundheitsversorgung verstanden werden. ([Congress.gov][8])
Ein weiterer politischer Schritt war Vances „Passport Sanity Act“. Laut PolitiFact gehörte dieser Gesetzentwurf zu den von Vance eingebrachten Maßnahmen im Kontext LGBTQ-Rechte; er zielte darauf, Geschlechtsangaben in Pässen auf „male“ und „female“ zu beschränken und nichtbinäre Optionen wie „X“ auszuschließen. Kritiker:innen sehen darin eine rechtliche Unsichtbarmachung nichtbinärer, intergeschlechtlicher und trans Personen. ([PolitiFact][9])
Auch zur Ehe für gleichgeschlechtliche Paare nahm Vance eine ambivalente, aber kritisierbare Position ein. Während er in einer Debatte sagte: „gay marriage is the law of the land“ und hinzufügte: „I’m not trying to do anything to change that“, lehnte er den Respect for Marriage Act ab, der gleichgeschlechtliche Ehen bundesrechtlich absichern sollte. Vance sagte über das Gesetz: „I don’t think it’s actually about gay marriage“ und bezeichnete die Debatte darüber später als „a bizarre distraction“. PolitiFact bewertet die Aussage, Vance habe anti-marriage-equality views, deshalb als teilweise zutreffend: Er akzeptierte die geltende Rechtslage rhetorisch, unterstützte aber ein konkretes Schutzgesetz nicht. ([PolitiFact][9])
Zusätzlich ist ein älteres Zitat aus einem Kandidatenforum relevant, in dem Vance auf die Frage nach marriage equality sagte: „Marriage is a lifelong union between a man and a woman.“ Diese Aussage grenzt gleichgeschlechtliche Paare ausdrücklich aus einem christlich-konservativen Eheverständnis aus. Kritiker:innen können sie daher als anti-LGBTQ und als religiös begründete Abwertung nicht-heterosexueller Partnerschaften einordnen. ([LGBTQ Nation][7])
Besonders schwer wiegt Vances Rhetorik gegenüber haitianischen Migrant:innen in Springfield, Ohio. Am 9. September 2024 verbreitete er auf X die Behauptung, „Haitian illegal immigrants“ würden soziale Dienste belasten und „generally causing chaos all over Springfield, Ohio“. ABC News berichtet, dass Vance damit falsche beziehungsweise unbelegte Behauptungen über haitianische Migrant:innen verstärkte; lokale Stellen widersprachen der Behauptung, es gebe glaubhafte Berichte über entführte oder gegessene Haustiere. ([ABC News][10])
Noch problematischer wurde die Sache dadurch, dass laut ABC News ein Mitarbeiter Vances bereits am selben Tag von Springfields City Manager Bryan Heck erfahren hatte, die Behauptungen über Haustiere seien „baseless“. Dennoch hielt Vance die Erzählung öffentlich weiter im Umlauf. Eine wissenschaftlich korrekte Einordnung muss hier festhalten: Belegt ist nicht nur, dass Vance eine unbelegte Behauptung verbreitete, sondern auch, dass seinem Umfeld früh mitgeteilt wurde, sie sei unbegründet. Kritiker:innen sehen darin eine bewusste oder zumindest grob fahrlässige Stigmatisierung einer migrantischen Minderheit. ([ABC News][11])
In einem CNN-Interview verteidigte Vance diese Kommunikationsstrategie mit den Worten: „If I have to create stories so that the American media actually pays attention to the suffering of the American people, then that’s what I’m going to do.“ CNN beschreibt den zugrunde liegenden Vorwurf als falsche beziehungsweise unbelegte Behauptung über haitianische Migrant:innen und Haustiere. Dieses Zitat ist deshalb zentral, weil Vance hier den Vorrang politischer Aufmerksamkeit gegenüber strenger Faktentreue zumindest rhetorisch nahelegt. ([CNN][12])
Vance verband die Springfield-Erzählung außerdem mit Krankheitsbehauptungen. In einem Interview sagte er: „This town has been ravaged by 20,000 migrants coming in“ und behauptete: „Communicable diseases like HIV and TB have skyrocketed.“ PolitiFact prüfte diese Behauptung und bewertete sie als „Mostly False“. Die Daten zeigten laut PolitiFact nicht, dass übertragbare Krankheiten insgesamt „skyrocketed“ seien; außerdem war eine kausale Zuschreibung an Haitian:innen anhand der öffentlichen Daten nicht möglich. Kritisch ist daran, dass Krankheiten historisch häufig zur Stigmatisierung migrantischer oder rassifizierter Gruppen benutzt wurden. ([PolitiFact][13])
Auch die Bezeichnung der Haitian:innen in Springfield als „illegal immigrants“ wurde geprüft. PolitiFact bewertete diese Aussage als falsch, weil viele Haitian:innen in Springfield unter Temporary Protected Status oder humanitarian parole leben und arbeiten durften. Damit ist Vances wiederholte Darstellung rechtlich irreführend. Kritisch betrachtet verstärkt eine solche Falschbezeichnung den Eindruck von Kriminalität und illegitimer Anwesenheit, obwohl viele Betroffene legalen Schutzstatus hatten. ([PolitiFact][14])
Im Bereich Ehe und Familie äußerte sich Vance ebenfalls so, dass Kritiker:innen ihm fehlende Empathie gegenüber Betroffenen von Gewalt vorwarfen. Bei einer Veranstaltung 2021 sprach er über Scheidung nach der sexuellen Revolution und sagte, es sei eine problematische Vorstellung, unglückliche oder „maybe even violent“ Ehen zu beenden, damit Menschen „shift spouses like they change their underwear“. Snopes betont, dass die zugespitzte Behauptung, Vance habe ausdrücklich gesagt, Frauen sollten in gewalttätigen Ehen bleiben, „Mostly False“ sei; zugleich bestätigt Snopes, dass Vance Scheidung auch bei gewaltförmigen Ehen als schädlich für Kinder darstellte. Wissenschaftlich korrekt wäre daher: Er forderte nicht ausdrücklich, Frauen müssten in Gewaltbeziehungen bleiben, aber seine Aussage kann als Verharmlosung der Notwendigkeit von Trennung in Gewaltkontexten kritisiert werden. ([Snopes][15])
Vance sagte in diesem Zusammenhang außerdem, seine Großeltern hätten eine „incredibly chaotic marriage“ gehabt, seien aber „together to the end“ geblieben. Diese Darstellung kann als Idealisierung ehelicher Dauer trotz schwerer Konflikte gelesen werden. Snopes weist allerdings auf Vances spätere Klarstellung hin, er selbst sei Opfer häuslicher Gewalt gewesen und habe nicht Gewalt verteidigen wollen. Gerade deshalb muss die Kritik präzise bleiben: Problematisch ist weniger eine direkte Aufforderung zum Ausharren in Gewalt, sondern die rhetorische Abwertung von Scheidung selbst in Kontexten, in denen Gewalt eine Rolle spielt. ([Snopes][15])
Auch in außenpolitischen Fragen finden sich Äußerungen, die Kritiker:innen als moralisch kalt oder unchristlich im Sinne mangelnder Solidarität deuten. Zu Beginn des russischen Angriffskrieges sagte Vance über die Ukraine: „I don’t really care what happens to Ukraine one way or another.“ In derselben Argumentationslinie sagte er, es sei „ridiculous“, dass sich die USA auf „this border in Ukraine“ konzentrierten. Diese Aussagen sind keine diskriminierende Äußerung gegenüber einer Minderheit, können aber als abwertend gegenüber dem Leid eines angegriffenen Landes und seiner Zivilbevölkerung verstanden werden. ([grabien.com][16])
Demokratiepolitisch relevant ist zudem Vances Haltung zur Wahl 2020. PolitiFact dokumentiert, dass Vance sagte, er hätte als Vizepräsident bei der Zertifizierung der Wahlleute im Januar 2021 anders gehandelt als Mike Pence. Kritiker:innen interpretieren dies als Bereitschaft, den ordnungsgemäßen Transfer demokratischer Macht zugunsten Donald Trumps infrage zu stellen. Auch hier ist Genauigkeit wichtig: Der kritische Punkt ist nicht ein einzelnes beleidigendes Zitat, sondern die politische Bereitschaft, ein zertifiziertes Wahlergebnis anders zu behandeln.
Schließlich zeigt Vances eigene frühere Trump-Kritik einen Bruch, den Kritiker:innen als Opportunismus deuten. In einer privaten Nachricht von 2016 schrieb Vance über Trump: „I go back and forth between thinking Trump is a cynical a--hole like Nixon“ oder „America’s Hitler“. Snopes bewertet die Zuschreibung als korrekt und weist zugleich darauf hin, dass Vance später erklärte, seine Sicht auf Trump habe sich geändert. Dieses Zitat ist für die Bewertung seiner Person nicht deshalb relevant, weil es diskriminierend wäre, sondern weil es die Schärfe seines früheren Urteils über Trump und den späteren politischen Schulterschluss zeigt. ([Snopes][17])
Zusammenfassend ergibt sich ein belastbares Muster, aber kein seriöses psychologisches oder moralisches Gesamturteil über Vances Charakter. Belegbar sind erstens abwertende Aussagen über kinderlose Menschen, etwa „childless cat ladies“, „don’t really have a direct stake“ und Vorwürfe des „brainwash“ gegenüber kinderlosen Lehrkräften. Belegbar sind zweitens anti-LGBTQ beziehungsweise anti-trans Handlungen und Aussagen, darunter „groomers“, „crazy gender theory“, der „Protect Children’s Innocence Act“, der „Passport Sanity Act“ und die Ablehnung des Respect for Marriage Act. Belegbar sind drittens irreführende und rassistisch aufladbare Aussagen über haitianische Migrant:innen, insbesondere „Haitian illegal immigrants“, „causing chaos“, „ravaged“ und die „Mostly False“-Behauptung, HIV und TB seien „skyrocketed“. Belegbar sind viertens harte Positionen zu Abtreibung, IVF, Scheidung und Ukraine, die Kritiker:innen als empathiearm oder unchristlich im ethischen Sinn einordnen können. Wissenschaftlich sauber wäre daher folgende Schlussformulierung: **JD Vance kann aufgrund zahlreicher belegter Aussagen und politischer Handlungen als eine Figur beschrieben werden, deren Rhetorik und Politik von Kritiker:innen wiederholt als frauenabwertend, kinderlosenfeindlich, anti-LGBTQ, fremdenfeindlich aufladbar und demokratiepolitisch problematisch bewertet wird; ein pauschales Urteil über ihn als „schlechten Menschen“ bleibt dagegen eine moralische Bewertung und sollte nicht als überprüfbare Tatsache formuliert werden.**
[1]: https://www.cbsnews.com/news/jd-vance-childless-cat-ladies-comment-backlash/?utm_source=chatgpt.com "JD Vance defends \"childless cat ladies\" remark amid backlash - CBS News" [2]: https://www.snopes.com/fact-check/jd-vance-parents-vote/?utm_source=chatgpt.com "JD Vance Says Parents Should Have Bigger Say in Democracy Than Non-Parents. Here's the Context | Snopes.com" [3]: https://www.jta.org/2024/08/28/politics/randi-weingarten-jewish-teachers-union-boss-calls-j-d-vance-gross-for-saying-she-doesnt-have-a-single-child?utm_source=chatgpt.com "Randi Weingarten, teachers union boss, calls JD Vance 'gross' for saying she 'doesn't have a single child' - Jewish Telegraphic Agency" [4]: https://www.politifact.com/article/2022/oct/12/context-what-jd-vance-said-about-rape-abortion-and/?utm_source=chatgpt.com "PolitiFact | In Context: What J.D. Vance said about rape, abortion and ‘inconvenience’" [5]: https://news.northwestern.edu/stories/2024/july/j-d-vances-worrisome-anti-ivf-stance/?utm_source=chatgpt.com "J.D. Vance’s ‘worrisome’ anti-IVF stance: For Journalists - Northwestern University" [6]: https://www.lgbtqnation.com/2024/07/jd-vance-an-overview-of-his-life-and-stance-on-lgbtq-rights/?utm_source=chatgpt.com "JD Vance: An overview of his life and stance on LGBTQ+ rights - LGBTQ Nation" [7]: https://www.lgbtqnation.com/2022/07/jd-vance-excuses-violent-marriages-opposes-sex-marriages/?utm_source=chatgpt.com "JD Vance excuses \"violent\" marriages. He opposes same-sex marriages - LGBTQ Nation" [8]: https://www.congress.gov/bill/118th-congress/senate-bill/2357/text?utm_source=chatgpt.com "Text - S.2357 - 118th Congress (2023-2024): Protect Children’s Innocence Act | Congress.gov | Library of Congress" [9]: https://www.politifact.com/factchecks/2024/aug/16/pete-buttigieg/buttigieg-overstates-vances-views-on-gay-marriage/?utm_source=chatgpt.com "PolitiFact | Buttigieg overstates Vance’s views on gay marriage" [10]: https://abcnews.go.com/Politics/vance-magnifies-false-claims-haitian-immigrants-eating-pets/story?id=113534220&utm_source=chatgpt.com "Vance magnifies false claims about Haitian immigrants eating pets in Springfield, Ohio - ABC News" [11]: https://abcnews.go.com/Politics/vance-false-claims-haitian-migrants-after-aide-told/story?id=113821189&utm_source=chatgpt.com "Vance kept up false claims about Haitian migrants after aide was told they were baseless - ABC News" [12]: https://amp.cnn.com/cnn/2024/09/15/politics/vance-immigrants-pets-springfield-ohio-cnntv?utm_source=chatgpt.com "JD Vance defends baseless rumor about Haitian immigrants eating pets | CNN Politics" [13]: https://www.politifact.com/factchecks/2024/sep/26/jd-vance/communicable-disease-rates-in-springfield-ohio-hav/?utm_source=chatgpt.com "PolitiFact | Communicable disease rates in Springfield, Ohio, have not ‘skyrocketed,’ despite JD Vance’s claim" [14]: https://www.politifact.com/factchecks/2024/oct/03/jd-vance/immigration-experts-say-jd-vance-is-wrong-haitians/?utm_source=chatgpt.com "PolitiFact | Immigration experts say JD Vance is wrong. Haitians under temporary programs are in the US legally." [15]: https://www.snopes.com/fact-check/jd-vance-violent-marriages/?utm_source=chatgpt.com "JD Vance Said Women Should Stay in Violent Marriages? | Snopes.com" [16]: https://grabien.com/story?id=368091&utm_source=chatgpt.com "JD Vance Says He Doesn’t ‘Really Care What Happens to Ukraine’ and Is ‘Sick’ of Biden Focusing on Ukrainian Border Instead of Southern Border :: Grabien - The Multimedia Marketplace :: Grabien - The Multimedia Marketplace" [17]: https://www.snopes.com/fact-check/trump-hitler-vance-quote/?utm_source=chatgpt.com "Yes, Vance Once Referred to Trump as 'America's Hitler' | Snopes.com"