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Netzkunst, Internet Art und Software Art

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Netzkunst, Internet Art und Software Art




Einleitung

Netzkunst, Internet Art, Net Art, neue Medienkunst, Medienkunst, Browser Art und Software Art bezeichnen künstlerische Praktiken, die digitale Netzwerke, Internet-Technologien, Webbrowser, Software, Code und Interaktion nicht nur als Werkzeuge verwenden, sondern als zentrale Bestandteile des Kunstwerks. Ein wichtiges Merkmal ist: Das Werk entsteht nicht einfach zuerst außerhalb des Netzes und wird dann online gezeigt. Vielmehr ist das Netzwerk, die Benutzeroberfläche, der Hyperlink, die Datenbank, der Algorithmus oder die Beteiligung der Nutzenden selbst Teil der künstlerischen Aussage.

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Dieser aiMOOC hilft Dir, die Begriffe zu unterscheiden, wichtige Entwicklungen der digitalen Kunst einzuordnen, Beispiele kritisch zu analysieren und eigene kleine künstlerische Experimente im Netz zu planen. Du lernst außerdem, warum Archivierung digitaler Kunst, Emulation, Dokumentation und Open Educational Resources für Netzkunst besonders wichtig sind.


Begriffe und Abgrenzungen


Netzkunst und Internet Art

Netzkunst ist ein Sammelbegriff für künstlerische Arbeiten, die in, mit oder durch Netzwerke entstehen. Im engeren Sinn meint Netzkunst häufig Kunst, die mit dem Internet, dem World Wide Web, E-Mail, Chat, sozialen Medien, Datenströmen oder anderen digitalen Kommunikationsformen arbeitet. Der Begriff Internet Art wird oft ähnlich verwendet. Im internationalen Kontext ist auch Net Art verbreitet.

Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Kunst im Netz und Netzkunst. Eine digitalisierte Zeichnung, die auf einer Webseite gezeigt wird, ist noch keine Netzkunst. Sie kann auch ohne das World Wide Web existieren. Netzkunst dagegen braucht das Netz als Material, Raum, Bühne, Werkzeug oder Thema. Sie untersucht zum Beispiel, wie Kommunikation, Überwachung, Anonymität, Identität, Partizipation, Interfaces und Plattformökonomie unser Denken und Handeln prägen.


Medienkunst und neue Medienkunst

Medienkunst ist der weitere Oberbegriff. Er umfasst künstlerische Arbeit mit technischen Medien, zum Beispiel Fotografie, Film, Video Art, Sound Art, Computerkunst, digitale Kunst, Installationen, Virtual Reality, Augmented Reality, Game Art und Netzkunst. Neue Medienkunst bezeichnet besonders solche Kunstformen, die mit jeweils neuen technischen Medien experimentieren und deren gesellschaftliche Wirkung reflektieren.


Browser Art

Browser Art nutzt den Webbrowser nicht nur als neutrales Anzeigefenster, sondern als künstlerisches Medium. Künstlerische Browser, manipulierte Browser-Oberflächen oder experimentelle Web-Interfaces zeigen, dass der Browser entscheidet, was sichtbar, hörbar, anklickbar oder verborgen bleibt. Browser Art fragt: Wer gestaltet unseren Zugang zum Netz? Welche Macht haben Suchmaschinen, Algorithmen, Designentscheidungen und Benutzeroberflächen?


Software Art

Software Art macht Software selbst zum Kunstwerk oder zum zentralen künstlerischen Material. Der Quellcode ist dabei nicht nur unsichtbare Technik, sondern kann ästhetische, politische und soziale Bedeutung haben. Software Art kann als Programm, Website, Algorithmus, Live-Coding-Performance, Bot, Datenvisualisierung oder interaktive Installation auftreten.

In der Software Art wird sichtbar, dass digitale Bilder, Texte, Klänge und Handlungen immer von Regeln erzeugt oder gefiltert werden. Diese Regeln können offen gelegt, verändert, gestört oder kritisch kommentiert werden.


Post-Internet und born digital

Post-Internet bedeutet nicht, dass das Internet vorbei wäre. Der Begriff beschreibt vielmehr Kunst, die in einer Kultur entsteht, in der das Internet alltäglich geworden ist. Post-Internet-Kunst kann online oder offline erscheinen, bezieht sich aber auf digitale Bildzirkulation, Meme, soziale Medien, Screenshots, Influencer-Kultur, Plattformen, Cloud Computing und die Vermischung von digitalem und physischem Raum.

Born digital nennt man Werke, die ursprünglich digital entstanden sind. Bei Netzkunst ist das besonders wichtig, weil solche Werke oft nicht einfach als Objekt gelagert werden können. Sie bestehen aus Dateien, Servern, Browser-Versionen, Datenbanken, Links, Plug-ins, Protokollen, Interaktionen und technischen Umgebungen.


Historische Entwicklung


Vorläufer: Mail Art, Telekommunikation und Computerkunst

Netzkunst hat Vorläufer in der Mail Art, in telematischen Projekten, in der Computerkunst und in experimentellen Formen kollektiver Kommunikation. Schon bevor das World Wide Web massenhaft genutzt wurde, arbeiteten Kunstschaffende mit Postnetzwerken, Telefonleitungen, Fax, frühen Computernetzwerken, Satellitenübertragungen und Datenverbindungen. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern um neue Formen der Zusammenarbeit über Distanz.


Die 1990er Jahre: net.art und frühes Web

Mit der Ausbreitung des World Wide Web in den 1990er Jahren entstanden neue künstlerische Möglichkeiten. Websites konnten nicht nur Informationen zeigen, sondern als eigenständige Kunstwerke funktionieren. Der Begriff net.art wurde mit einer Gruppe früher Internetkunst verbunden, die mit HTML, Hyperlinks, Fehlern, Glitches, E-Mail, Identität, Autorenschaft und Netzöffentlichkeit experimentierte.

Zu den häufig genannten frühen Positionen gehören unter anderem JODI, Olia Lialina, Vuk Ćosić, Alexei Shulgin, Heath Bunting, Natalie Bookchin, etoy sowie Eva und Franco Mattes. Wichtig ist: Netzkunst war von Anfang an international, experimentell und oft kritisch gegenüber klassischen Institutionen des Kunstbetriebs.


2000er Jahre: Plattformen, Blogs, Flash und soziale Netze

In den 2000er Jahren veränderten Blogs, Flash, Foren, Web 2.0, soziale Netzwerke und neue Plattformen die Formen der Netzkunst. Kunstwerke konnten stärker auf Beteiligung, Kommentarkulturen, Avatare, digitale Identitäten und schnelle Verbreitung reagieren. Gleichzeitig entstanden neue Abhängigkeiten: Wer online sichtbar sein wollte, musste sich mit Plattformregeln, Dateiformaten, Werbung, Suchmaschinen und Datenökonomie auseinandersetzen.


Gegenwart: Plattformkritik, KI und digitale Kultur

Heute überschneiden sich Netzkunst, digitale Kultur, Künstliche Intelligenz, Datenkunst, Game Art, Virtual Reality, Augmented Reality, Meme-Kultur, Livestreaming, NFT, Plattformkritik und Post-Internet. Netzkunst kann in einem Browser, in einem Chatbot, auf einer Social-Media-Plattform, in einer App, in einem Museum, in einer Datenbank oder in einem hybriden Ausstellungsraum stattfinden.

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Zentrale Merkmale von Netzkunst


Interaktivität

Viele Werke der Netzkunst reagieren auf Eingaben. Du klickst, scrollst, schreibst, lädst etwas hoch, wählst aus oder bewegst Dich durch verlinkte Räume. Die Bedeutung entsteht nicht nur durch Betrachtung, sondern durch Handlung. Dennoch ist nicht jedes interaktive Werk automatisch Netzkunst. Entscheidend ist, ob die Interaktion inhaltlich und technisch zum Werk gehört.


Partizipation und Kollaboration

Netzkunst kann Beteiligte zu Mitwirkenden machen. Kommentare, Uploads, geteilte Bilder, gemeinsames Schreiben, Abstimmungen oder verteilte Performances können Teil des Kunstwerks sein. Dadurch wird die Grenze zwischen Künstler, Publikum, Kurator und Plattform unscharf. Diese Offenheit kann demokratisch wirken, aber auch Probleme erzeugen, etwa bei Moderation, Urheberrecht, Datenschutz und Manipulation.


Hypertext und Nichtlinearität

Der Hypertext ist ein grundlegendes Prinzip des Webs. Ein Netzkunstwerk kann aus vielen verknüpften Seiten, Fenstern, Ebenen und Daten bestehen. Anders als in einem linearen Film oder Buch gibt es oft keinen festen Anfang und kein eindeutiges Ende. Du bewegst Dich selbst durch das Werk und erzeugst dabei eine eigene Reihenfolge.


Code, Algorithmus und Zufall

In Software Art und generativer Kunst erzeugen Algorithmen Bilder, Texte, Klänge oder Abläufe. Manchmal ist der Zufall Teil des Systems. Dann sieht das Werk bei jeder Nutzung anders aus. Wichtig ist, die ästhetische Oberfläche und die unsichtbaren Regeln zusammen zu betrachten: Was zeigt das Werk? Was berechnet es? Was versteckt es?


Netzwerke, Daten und Macht

Netzkunst kann zeigen, dass digitale Kommunikation nicht neutral ist. Server, Protokolle, Tracking, Metadaten, Filterblasen, soziale Medien, Plattformkapitalismus, Überwachung und Künstliche Intelligenz prägen, welche Informationen sichtbar werden. Künstlerische Arbeiten können diese Strukturen sichtbar machen, stören, übertreiben oder umdeuten.


Beispiele und Analyseperspektiven


Beispiel: Künstlerische Webseite

Eine künstlerische Webseite kann mit typischen Webelementen arbeiten: Menü, Link, Pop-up, Formular, Fehlerseite, Ladebalken, Chatfenster oder Bilddatenbank. Die Analyse fragt nicht nur nach Inhalt und Gestaltung, sondern auch nach technischer Struktur. Welche Wege sind möglich? Was passiert beim Klicken? Welche Rolle spielen Ladezeit, Bildschirmgröße, Browser und Gerät?


Beispiel: Live Coding und Browser-Performance

Beim Live Coding wird Code während einer Aufführung geschrieben, verändert und ausgeführt. In Verbindung mit Browser Art kann daraus eine Performance entstehen, in der HTML, CSS oder JavaScript sichtbar als künstlerisches Material verwendet werden. Das Publikum erlebt nicht nur ein Ergebnis, sondern den Prozess der Entstehung.


Beispiel: Archiv und Datenbank als Kunstform

Datenbanken und Archive sind in der Netzkunst nicht nur Verwaltungswerkzeuge. Sie können selbst künstlerisch gestaltet sein. Ein Archiv entscheidet, was gesammelt, benannt, verknüpft und wiedergefunden wird. Dadurch wird sichtbar, dass kulturelles Gedächtnis immer auch von technischen Strukturen abhängt.


Beispiel: Post-Internet zwischen Online und Offline

Post-Internet-Kunst kann als Ausdruck, Skulptur, Installation oder Video im Ausstellungsraum erscheinen und trotzdem ohne digitale Kultur nicht verständlich sein. Ein ausgedruckter Screenshot, ein Meme auf Leinwand oder eine Installation aus Monitoren und Kabeln kann zeigen, wie sich digitale Bilder in den physischen Raum ausbreiten.


Methoden der Werkanalyse


Vier Schritte der Analyse

  1. Beschreibung: Beschreibe genau, was Du siehst, hörst, anklickst oder auslöst.
  2. Technik: Untersuche, welche digitalen Mittel eingesetzt werden, zum Beispiel Browser, Code, Datenbank, Linkstruktur, Algorithmus oder Plattform.
  3. Interaktion: Erkläre, welche Rolle die Nutzenden spielen und ob ihre Eingaben das Werk verändern.
  4. Deutung: Verbinde Gestaltung, Technik und gesellschaftliche Fragen zu einer begründeten Interpretation.


Leitfragen zur Analyse

  1. Medium: Warum braucht das Werk das Internet, den Browser, die Software oder das Netzwerk?
  2. Interface: Wie steuert die Oberfläche Deine Wahrnehmung und Deine Handlungsmöglichkeiten?
  3. Autorenschaft: Wer erzeugt das Werk: die Kunstschaffenden, die Nutzenden, der Code, die Plattform oder alle zusammen?
  4. Materialität: Woraus besteht das Werk eigentlich: aus Dateien, Daten, Handlungen, Servern, Bildern, Links oder Dokumentationen?
  5. Kontext: Welche technischen, sozialen, politischen oder kunsthistorischen Fragen werden sichtbar?


Archivierung und Erhaltung

Netzkunst ist besonders verletzlich. Links können verschwinden, Server werden abgeschaltet, Browser verändern sich, Plug-ins werden nicht mehr unterstützt, Betriebssysteme altern und Plattformen löschen Inhalte. Deshalb reicht es oft nicht, nur eine Datei zu speichern. Man muss auch die technische Umgebung, die Interaktion, die Dokumentation und die Bedeutung des Werks sichern.


Strategien der Erhaltung

  1. Dokumentation: Screenshots, Videos, Interviews, Beschreibungen, Quellcode und Nutzungsszenarien halten fest, wie das Werk funktioniert hat.
  2. Migration: Dateien oder Programme werden in neuere Formate übertragen, damit sie weiterhin nutzbar bleiben.
  3. Emulation: Ältere technische Umgebungen werden nachgebildet, damit historische Software wieder laufen kann.
  4. Rekonstruktion: Ein Werk wird auf Grundlage von Quellen, Dokumenten und künstlerischen Entscheidungen neu aufgebaut.
  5. Konservierung: Institutionen sichern Dateien, Rechte, Kontextinformationen und technische Abhängigkeiten langfristig.


Gesellschaftliche Fragen

Netzkunst eignet sich besonders gut für Medienbildung, Kunstunterricht, Informatik, Ethik und Politische Bildung, weil sie technische Systeme und gesellschaftliche Machtfragen verbindet. Sie kann sichtbar machen, wie Plattformen Aufmerksamkeit lenken, wie Daten gesammelt werden, wie Identität online entsteht und wie digitale Bilder politisch wirken.


Chancen

  1. Teilhabekultur: Netzkunst kann Menschen erreichen, die kein Museum besuchen.
  2. Kollaboration: Kunst kann gemeinsam, international und zeitgleich entstehen.
  3. Experiment: Browser, Code und Daten ermöglichen neue Formen der Gestaltung.
  4. Kritik: Digitale Systeme können künstlerisch untersucht und hinterfragt werden.
  5. OER: Freie Bildungsressourcen können Netzkunst zugänglich und weiterverwendbar machen.


Risiken

  1. Datenschutz: Interaktive Arbeiten können personenbezogene Daten berühren.
  2. Urheberrecht: Remix, Screenshot, Sampling und Plattforminhalte müssen rechtlich reflektiert werden.
  3. Barrierefreiheit: Nicht alle digitalen Werke sind für alle Menschen zugänglich.
  4. Abhängigkeit: Plattformen, Browser und proprietäre Formate können Kunstwerke kontrollieren.
  5. Vergänglichkeit: Digitale Werke können durch technische Veränderungen schnell unzugänglich werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was unterscheidet Netzkunst am deutlichsten von einer bloß online ausgestellten Zeichnung? (Das Netzwerk ist Teil des künstlerischen Materials oder der Aussage) (!Die Zeichnung hat eine höhere Auflösung) (!Das Werk wird immer in einem Museum gezeigt) (!Das Werk darf keine Bilder enthalten)




Wofür steht der Begriff Browser Art am besten? (Kunst, die den Webbrowser als Medium und Interface reflektiert) (!Kunst, die nur aus gedruckten Büchern besteht) (!Kunst, die ausschließlich ohne Bildschirm funktioniert) (!Kunst, die immer mit Ölfarbe gemalt wird)




Was ist ein wichtiges Merkmal von Software Art? (Code oder Software wird selbst zum künstlerischen Material) (!Software wird grundsätzlich verborgen und ist unwichtig) (!Alle Werke müssen aus Ton bestehen) (!Das Publikum darf nie mitwirken)




Was bedeutet born digital im Zusammenhang mit Netzkunst? (Ein Werk ist ursprünglich digital entstanden) (!Ein Werk wurde nachträglich fotografiert) (!Ein Werk ist immer älter als das Internet) (!Ein Werk darf nicht gespeichert werden)




Warum ist Archivierung bei Netzkunst besonders schwierig? (Technische Umgebungen wie Browser, Server und Plug-ins verändern sich) (!Digitale Kunst besteht immer aus Stein) (!Netzkunst kann nie dokumentiert werden) (!Kunstwerke im Internet sind automatisch dauerhaft gesichert)




Welche Rolle können Nutzende in partizipativer Netzkunst übernehmen? (Sie können durch Eingaben oder Beiträge am Werk mitwirken) (!Sie dürfen das Werk nur aus großer Entfernung betrachten) (!Sie ersetzen immer den gesamten Code) (!Sie müssen das Werk auswendig lernen)




Was beschreibt der Begriff Post-Internet am treffendsten? (Kunst unter Bedingungen einer alltäglich gewordenen Internetkultur) (!Kunst nach der vollständigen Abschaffung des Internets) (!Kunst, die nur mit Briefmarken funktioniert) (!Kunst ohne Bezug zu digitaler Kultur)




Was untersucht eine Analyse des Interfaces? (Wie eine Oberfläche Wahrnehmung und Handlungsmöglichkeiten steuert) (!Wie schwer ein Bilderrahmen ist) (!Welche Farbe ein Museumsteppich hat) (!Wie viele Sitzplätze ein Kino besitzt)




Welche Strategie bildet eine alte technische Umgebung nach? (Emulation) (!Aquarell) (!Rahmung) (!Vergoldung)




Warum sind Hyperlinks für viele Netzkunstwerke wichtig? (Sie ermöglichen nichtlineare Wege durch digitale Inhalte) (!Sie verhindern jede Interaktion) (!Sie machen ein Werk automatisch analog) (!Sie ersetzen jedes Bild durch Ton)





Memory

Netzkunst Kunst mit und in Netzwerken
Browser Art Künstlerische Arbeit mit dem Webbrowser
Software Art Code als künstlerisches Material
Born digital Ursprünglich digital entstandenes Werk
Emulation Nachbildung einer alten technischen Umgebung
Hypertext Verknüpfte nichtlineare Textstruktur
Post-Internet Kunst in alltäglicher Internetkultur





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Netzkunst Netzwerk als künstlerisches Material
Browser Art Webbrowser als gestaltetes Interface
Software Art Code als ästhetisches System
Post-Internet Digitale Kultur im Alltag
Emulation Nachbildung historischer Technik
Partizipation Beteiligung der Nutzenden






Kreuzworträtsel

Hyperlink Wie heißt eine anklickbare Verbindung zwischen digitalen Dokumenten?
Browser Welches Programm zeigt Webseiten an und kann in der Browser Art selbst zum Kunstmedium werden?
Software Was wird in der Software Art als künstlerisches Material verwendet?
Emulation Wie nennt man die Nachbildung einer alten technischen Umgebung?
Rhizome Welche Organisation ist international für Net-Art-Archivierung und Net-Art-Anthologien bekannt?
Interface Wie heißt die Oberfläche, über die Menschen mit einem digitalen System handeln?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Netzkunst nutzt das

als künstlerisches Material oder Thema. Eine bloß hochgeladene Zeichnung ist noch keine

. Browser Art untersucht den

als gestaltetes Interface. Software Art macht

und Regeln sichtbar. Viele Netzkunstwerke sind

, weil Nutzende durch Eingaben beteiligt werden. Born digital bedeutet, dass ein Werk ursprünglich

entstanden ist. Für die Erhaltung historischer Netzkunst kann

eingesetzt werden. Post-Internet beschreibt Kunst unter Bedingungen einer alltäglichen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffslandkarte: Erstelle eine Mindmap zu Netzkunst, Internet Art, Browser Art, Software Art, Post-Internet und Medienkunst. Ergänze zu jedem Begriff ein Beispiel oder eine typische Frage.
  2. Screenshot-Analyse: Wähle eine künstlerische Webseite oder ein digitales Kunstprojekt aus und beschreibe mit drei Screenshots, wie Du Dich durch das Werk bewegst.
  3. Interface-Beobachtung: Öffne dieselbe Webseite in zwei verschiedenen Browsern oder auf zwei Geräten. Notiere, was sich an Darstellung, Bedienung und Wirkung verändert.
  4. Glossar: Erstelle ein kleines Glossar mit zehn Fachbegriffen aus diesem aiMOOC und formuliere jede Erklärung in eigenen Worten.


Standard

  1. Werkvergleich: Vergleiche ein Netzkunstwerk mit einem traditionelleren Kunstwerk. Erkläre, welche Rolle Material, Publikum, Ort und Zeit jeweils spielen.
  2. Mini-Netzkunst: Gestalte mit einfachen Mitteln eine kleine nichtlineare Hypertext-Arbeit, zum Beispiel mit mehreren verlinkten HTML-Seiten, einem Wiki oder einer Präsentation mit Links.
  3. Browserkritik: Untersuche, wie ein Browser, eine Suchmaschine oder eine Plattform Deine Wahrnehmung lenkt. Entwickle dazu eine künstlerische Skizze oder ein Plakat.
  4. Interview: Befrage eine Person zu ihrer digitalen Alltagskultur. Entwickle daraus eine kurze künstlerische Idee über Identität, Daten oder Kommunikation im Netz.


Schwer

  1. Software-Art-Prototyp: Entwickle einen einfachen Prototyp mit HTML, CSS, JavaScript, Scratch oder einer anderen Umgebung. Das Werk soll auf Eingaben reagieren und eine Aussage über digitale Kultur treffen.
  2. Archivierungskonzept: Erstelle für ein fiktives Netzkunstwerk einen Plan zur Erhaltung. Berücksichtige Dateien, Browser, Server, Rechte, Dokumentation, Screenshots und mögliche Emulation.
  3. Kuratorisches Konzept: Plane eine kleine Ausstellung zu Netzkunst und Post-Internet. Wähle mindestens fünf Werke oder Werkideen aus und begründe Raum, Präsentation und Vermittlung.
  4. Kritischer Essay: Schreibe einen Essay zur Frage, ob Plattformen wie soziale Netzwerke neue Kunst ermöglichen oder künstlerische Freiheit einschränken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferanalyse: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum ein Werk Netzkunst ist oder warum es nur Kunst im Netz ist. Begründe Deine Entscheidung mit mindestens drei Kriterien.
  2. Konzeptentwicklung: Entwirf ein eigenes Netzkunstwerk zum Thema digitale Identität. Beschreibe Material, Interaktion, technische Umgebung und gesellschaftliche Aussage.
  3. Problemfall Archivierung: Ein Browserkunstwerk aus den 1990er Jahren funktioniert nicht mehr. Entwickle drei mögliche Erhaltungsstrategien und bewerte ihre Vor- und Nachteile.
  4. Medienkritik: Analysiere, wie eine Plattform durch Interface, Algorithmus oder Regeln das Verhalten von Nutzenden beeinflusst. Übertrage Deine Analyse auf eine künstlerische Idee.
  5. Vergleich: Vergleiche Software Art und Browser Art. Zeige Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Überschneidungen an einem konkreten Beispiel.
  6. Ethik: Diskutiere, welche Verantwortung Kunstschaffende haben, wenn ein interaktives Netzkunstwerk Daten von Nutzenden sammelt oder öffentliche Beiträge einbindet.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe wiedergeben kannst, sondern Zusammenhänge zwischen Kunst, Technik, Gesellschaft und digitaler Kultur erklärst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest zentrale Begriffe wie Netzkunst, Internet Art, Browser Art, Software Art, Post-Internet, Interaktion, Interface, Algorithmus und Emulation korrekt.
  2. Analysekompetenz: Du kannst ein digitales Kunstwerk beschreiben, technisch einordnen und inhaltlich deuten.
  3. Transferleistung: Du überträgst das Gelernte auf eigene Beispiele, aktuelle Plattformen oder selbst entwickelte Werkideen.
  4. Gestaltungskompetenz: Du entwickelst ein eigenes Konzept, einen Prototyp, eine Dokumentation oder eine kuratorische Präsentation.
  5. Reflexion: Du bewertest Chancen und Risiken digitaler Kunst, zum Beispiel in Bezug auf Datenschutz, Urheberrecht, Barrierefreiheit und technische Vergänglichkeit.
  6. Dokumentation: Du belegst Deinen Arbeitsprozess durch Skizzen, Screenshots, Codeausschnitte, Reflexionstexte oder eine Präsentation.




OERs zum Thema



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