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Elvis Presley – Filme, Fernsehshows und Konzertfilme

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Elvis Presley – Filme, Fernsehshows und Konzertfilme




Elvis Presley – Filme, Fernsehshows und Konzertfilme


Einleitung

Elvis Presley prägte nicht nur die Geschichte des Rock ’n’ Roll, sondern auch Film, Fernsehen und Konzertfilm. Zwischen 1956 und 1969 spielte er in 31 Spielfilmen mit. Hinzu kamen die Kinokonzertfilme Elvis: That’s the Way It Is von 1970 und Elvis on Tour von 1972 sowie prägende Fernsehereignisse wie die Stage Show, die Ed Sullivan Show, das ’68 Comeback Special und Aloha from Hawaii via Satellite.

In diesem aiMOOC untersuchst Du, wie Presleys Musik, Schauspiel, Körperinszenierung, Kameraarbeit, Montage und Vermarktung zusammenwirkten. Du lernst, zwischen Spielfilm, Fernsehauftritt, Fernsehspecial, Konzertfilm und späterer Archivdokumentation zu unterscheiden.


Verknüpfte Lernbereiche

  1. Musikgeschichte: Entstehung, Verbreitung und Vermarktung des Rock ’n’ Roll.
  2. Filmgeschichte: Hollywood, Musikfilm, Starvehikel und Genreentwicklung.
  3. Fernsehgeschichte: Varietéshows, Liveübertragung, Satellitenfernsehen und Fernsehspecial.
  4. Medienbildung: Kamera, Montage, Ton, Inszenierung, Quellenkritik und Starimage.
  5. Politische Bildung: Moralvorstellungen, Zensur, gesellschaftlicher Wandel und kulturelle Konflikte.
  6. Englischunterricht: Originaltitel, Songtexte, Medienberichte und amerikanische Popkultur.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Presleys Bildschirmkarriere zeitlich gliedern, seine 31 Spielfilme von Konzertdokumentationen unterscheiden, zentrale Fernsehauftritte einordnen und erklären, wie audiovisuelle Gestaltung ein Starimage formt. Du kannst zudem Quellen nach Herkunft, Interessen und Aussagekraft bewerten.


Grundbegriffe

  1. Spielfilm: Eine überwiegend fiktionale Kinoproduktion, in der Presley eine Rolle spielt.
  2. Musikfilm: Ein Spielfilm, in dem Songs und musikalische Auftritte wesentliche Bestandteile der Handlung oder Vermarktung sind.
  3. Fernsehauftritt: Ein Gastauftritt in einer bestehenden Sendung.
  4. Fernsehspecial: Eine eigenständige, meist einmalige Fernsehsendung über einen Künstler oder ein Ereignis.
  5. Konzertfilm: Eine Kinoproduktion, die Liveauftritte dokumentiert und durch Proben-, Reise- oder Backstage-Material ergänzt werden kann.
  6. Starimage: Das öffentlich erzeugte Bild eines Stars, das durch Person, Medien, Management, Werbung und Publikum gemeinsam entsteht.


Die Spielfilme


Frühe Filmphase 1956 bis 1958

Presleys erste vier Filme zeigten noch unterschiedliche Rollenmodelle. Love Me Tender verband Bürgerkriegsdrama und Musik. Loving You erzählte vom Aufstieg eines jungen Sängers. Jailhouse Rock verband Rebellion, Ruhm und eine stark choreografierte Musiknummer. King Creole gab Presley unter der Regie von Michael Curtiz eine anspruchsvollere dramatische Rolle.

Jailhouse Rock wurde 2004 in das National Film Registry aufgenommen. Damit wurde seine kulturelle, historische oder ästhetische Bedeutung für die amerikanische Filmgeschichte anerkannt.


Nach dem Militärdienst

Nach Presleys Militärdienst standen zwei Wege nebeneinander. Flaming Star und Wild in the Country versuchten, ihn stärker als dramatischen Schauspieler zu zeigen. G.I. Blues und besonders Blue Hawaii etablierten dagegen eine wirtschaftlich erfolgreiche Filmformel: attraktive Schauplätze, Romanze, Humor, zahlreiche Songs und ein versöhnliches Ende.


Die Hollywood-Formel der 1960er Jahre

Viele Filme der 1960er Jahre waren als Starvehikel auf Presley zugeschnitten. Er spielte häufig einen charmanten jungen Mann mit musikalischem Talent, romantischen Konflikten und einem Beruf oder Hobby, das spektakuläre Kulissen ermöglichte. Hawaii, Las Vegas, Acapulco, Rennstrecken, Strände und Jahrmärkte wurden zu wiederkehrenden Schauplätzen.

Viva Las Vegas fällt durch das dynamische Zusammenspiel mit Ann-Margret, starke Tanznummern und farbige Schauwerte auf. Andere Filme variierten Boxsport, Autorennen, Identitätstausch oder Abenteuer. Die hohe Produktionsfrequenz führte jedoch dazu, dass Rollen und Handlungsmodelle häufig austauschbar wirkten.


Späte Spielfilme

Mit Live a Little, Love a Little, Charro!, The Trouble with Girls und Change of Habit suchte Presley wieder nach anderen Rollenprofilen. Change of Habit von 1969 war seine letzte Spielfilmrolle. Danach verlagerte sich seine Karriere auf Fernsehen und Konzertbühne.


Filmografie der 31 Spielfilme

Jahr Originaltitel Rolle
1956 Love Me Tender Clint Reno
1957 Loving You Deke Rivers
1957 Jailhouse Rock Vince Everett
1958 King Creole Danny Fisher
1960 G.I. Blues Tulsa McLean
1960 Flaming Star Pacer Burton
1961 Wild in the Country Glenn Tyler
1961 Blue Hawaii Chad Gates
1962 Follow That Dream Toby Kwimper
1962 Kid Galahad Walter Gulick
1962 Girls! Girls! Girls! Ross Carpenter
1963 It Happened at the World’s Fair Mike Edwards
1963 Fun in Acapulco Mike Windgren
1964 Kissin’ Cousins Josh Morgan und Jodie Tatum
1964 Viva Las Vegas Lucky Jackson
1964 Roustabout Charlie Rogers
1965 Girl Happy Rusty Wells
1965 Tickle Me Lonnie Beale
1965 Harum Scarum Johnny Tyronne
1966 Frankie and Johnny Johnny
1966 Paradise, Hawaiian Style Rick Richards
1966 Spinout Mike McCoy
1967 Easy Come, Easy Go Ted Jackson
1967 Double Trouble Guy Lambert
1967 Clambake Scott Heyward
1968 Stay Away, Joe Joe Lightcloud
1968 Speedway Steve Grayson
1968 Live a Little, Love a Little Greg Nolan
1969 Charro! Jess Wade
1969 The Trouble with Girls Walter Hale
1969 Change of Habit Dr. John Carpenter


Elvis Presley im Fernsehen


1956: Der nationale Durchbruch

Am 28. Januar 1956 trat Presley erstmals landesweit in der Stage Show auf. Es folgten Auftritte in der Milton Berle Show, der Steve Allen Show und der Ed Sullivan Show. Besonders seine Körperbewegungen lösten öffentliche Debatten über Jugendkultur, Moral und Anstand aus.

In der Steve Allen Show sang Presley Hound Dog im Frack vor einem Basset Hound. Diese Inszenierung zeigt, wie Fernsehen ein kontroverses Image durch Kostüm, Requisite, Moderation und Kamera umdeuten kann.


1960: Welcome Home Elvis

Nach dem Militärdienst trat Presley in Frank Sinatras Fernsehspecial Welcome Home Elvis auf. Die Sendung symbolisierte seine Aufnahme in den etablierten amerikanischen Unterhaltungsmainstream.


1968: Das Comeback Special

Das am 3. Dezember 1968 ausgestrahlte Special Singer Presents… Elvis wird heute meist ’68 Comeback Special genannt. Es verband große Produktionsnummern mit intimen Sitz- und Stehkonzerten. Schwarzes Leder, Nahaufnahmen und die unmittelbare Interaktion mit Musikern und Publikum ließen Presley wieder als kraftvollen Livekünstler erscheinen.


1973: Aloha from Hawaii via Satellite

Aloha from Hawaii via Satellite wurde am 14. Januar 1973 in Honolulu aufgeführt und international übertragen. Die amerikanische Fassung lief zeitversetzt am 4. April 1973. Das Ereignis nutzte Satellitentechnik, Nahaufnahmen, Split Screens und schnelle Montage, um Presley als globalen Konzertstar zu inszenieren.


1977: Elvis in Concert

Für Elvis in Concert wurden im Juni 1977 zwei Konzerte aufgezeichnet. Die Sendung lief am 3. Oktober 1977, wenige Wochen nach Presleys Tod. Das Material ist historisch bedeutsam, verlangt aber einen sensiblen Umgang, weil es gesundheitliche Belastungen sichtbar macht.


Konzertfilme


Elvis: That’s the Way It Is

Der 1970 veröffentlichte Film verbindet Proben und Bühnenauftritte aus Las Vegas. Durch den Wechsel zwischen Vorbereitung und Konzert entsteht das Bild eines disziplinierten, professionellen und zugleich publikumsnahen Künstlers.


Elvis on Tour

Elvis on Tour von 1972 verbindet Konzerte, Reisebilder, Proben und Backstage-Material. Split Screens und schnelle Montagen vermitteln die Dynamik des Tourlebens. Der Film erhielt 1973 einen Golden Globe Award in der damaligen Dokumentarfilm-Kategorie.


Vergleich

Merkmal That’s the Way It Is Elvis on Tour
Schwerpunkt Las Vegas, Probe und Show Konzertreise und Tourbetrieb
Raum Hotelbühne und Probenräume mehrere Städte und Hallen
Bildsprache Großaufnahme und Bühnenglanz Split Screen und Bewegungsdynamik
Starimage professioneller Rückkehrer mobiler Großstar


Medienanalyse und Quellenkritik

Eine Aufzeichnung ist niemals völlig neutral. Die Kameraeinstellung bestimmt, ob Gesicht, Körper, Band oder Publikum im Mittelpunkt stehen. Die Montage ordnet Reaktionen und erzeugt Dramaturgie. Die Tonmischung kann Jubel verstärken oder Instrumente neu gewichten.

Für eine kritische Untersuchung musst Du zwischen der historischen Person Elvis Presley, seinen Filmfiguren und seiner öffentlichen Starpersona unterscheiden. Auch Zuschauerzahlen und Superlative sollten geprüft werden. Frage nach Quelle, Messmethode, Interessen und zeitlichem Abstand zum Ereignis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In wie vielen Spielfilmen spielte Elvis Presley? (31) (!21) (!33) (!41)




Wie heißt Presleys erster Spielfilm? (Love Me Tender) (!Blue Hawaii) (!Jailhouse Rock) (!Charro!)




Welcher Film wurde in das National Film Registry aufgenommen? (Jailhouse Rock) (!Clambake) (!Speedway) (!Harum Scarum)




Welcher Film prägte die erfolgreiche Ferienkulissen-Formel? (Blue Hawaii) (!Flaming Star) (!Charro!) (!Change of Habit)




In welcher Sendung trat Presley 1956 erstmals landesweit auf? (Stage Show) (!Aloha from Hawaii) (!Elvis in Concert) (!Welcome Home Elvis)




Was zeigt der Auftritt mit dem Basset Hound besonders? (Fernsehen kann ein Image gezielt umdeuten) (!Fernsehen zeigt Auftritte immer unverändert) (!Presley beendete dort seine Karriere) (!Die Sendung war ein Kinofilm)




Welche Bedeutung hatte das Special von 1968? (Es inszenierte Presleys musikalisches Comeback) (!Es war sein erster Spielfilm) (!Es dokumentierte seinen Militärdienst) (!Es war seine letzte Filmrolle)




Wo fand Aloha from Hawaii statt? (Honolulu) (!Memphis) (!New York) (!Berlin)




Was zeigt That’s the Way It Is zusätzlich zu Konzerten? (Proben und Vorbereitung) (!Eine Westernhandlung) (!Militärdienst) (!Eine Doppelrolle)




Welche Auszeichnung erhielt Elvis on Tour? (Einen Golden Globe) (!Einen Oscar als bester Spielfilm) (!Die Goldene Palme) (!Einen Emmy als Nachrichtensendung)





Memory

Stage Show nationales Fernsehdebüt
Jailhouse Rock National Film Registry
Blue Hawaii Hollywood-Formel
Comeback Special Rückkehr zur Livepräsenz
Aloha from Hawaii Satellitenkonzert
That’s the Way It Is Las-Vegas-Proben
Elvis on Tour Tourdokumentation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Frühe Filmphase Rebellion und dramatische Rollen
Hollywood-Formel Ferienkulisse, Romanze und Songs
Fernsehkontroverse Debatte über Körperbewegung und Moral
Comeback Special Rückkehr zur musikalischen Direktheit
Satellitenevent internationales Fernsehereignis
Konzertfilm gestaltete Verbindung von Bühne und Dokumentation





Kreuzworträtsel

Vince Wie lautet der Vorname von Presleys Figur Everett?
Honolulu In welcher Stadt fand Aloha from Hawaii statt?
Satellit Welche Technik prägte die Sendung von 1973?
Montage Wie heißt die Verknüpfung von Filmeinstellungen?
Charro Welcher späte Western reduzierte die Musiknummern?
Burbank Wo wurde das Comeback Special produziert?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Elvis Presley spielte in

Spielfilmen. Sein erster Film hieß

. Der Film

wurde in das National Film Registry aufgenommen. Das Fernsehspecial von 1968 wird meist

genannt. Aloha from Hawaii entstand in

. Der Konzertfilm von 1970 heißt

. Die Tourdokumentation von 1972 nutzt häufig den

. Ein Starimage entsteht durch Person, Medien und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Gestalte eine Zeitleiste mit acht wichtigen Film- und Fernsehstationen.
  2. Filmplakat: Analysiere Farbe, Schrift, Körperhaltung und Zielgruppe eines Presley-Filmplakats.
  3. Szenenprotokoll: Protokolliere zwei Minuten aus dem Comeback Special nach Kamera, Ton und Licht.
  4. Begriffsnetz: Verbinde Spielfilm, Fernsehspecial, Konzertfilm, Montage und Starimage.


Standard

  1. Filmanalyse: Vergleiche eine Musiknummer aus Jailhouse Rock mit einer aus Viva Las Vegas.
  2. Fernsehgeschichte: Erkläre in einem Podcast, wie Presley 1956 unterschiedlich inszeniert wurde.
  3. Quellenkritik: Vergleiche drei Angaben zur Reichweite von Aloha from Hawaii.
  4. Storyboard: Plane eine dreiminütige Konzertsequenz mit begründeten Kameraeinstellungen.


Schwer

  1. Forschungsessay: Bewerte Presleys Hollywoodphase als künstlerische Begrenzung oder transmedialen Erfolg.
  2. Datenprojekt: Erfasse alle 31 Filme nach Genre, Schauplatz, Rollentyp und Musikanteil.
  3. Medienethik: Entwickle Regeln für den Umgang mit gesundheitlich belastenden Aufnahmen berühmter Personen.
  4. Ausstellung: Konzipiere eine Ausstellung mit dem Titel „Elvis auf dem Bildschirm“.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Medienwechsel: Erkläre, wie Kino, Fernsehen, Konzert und Schallplatte Presleys Karriere gegenseitig verstärkten.
  2. Formel und Variation: Prüfe die Hollywood-Formel an Blue Hawaii, Viva Las Vegas und Charro!.
  3. Inszenierung: Vergleiche Presleys Fernsehbilder von 1956, 1968 und 1973.
  4. Dokument und Konstruktion: Zeige, wie ein Konzertfilm durch Kamera, Ton und Montage Wirklichkeit gestaltet.
  5. Quellen bewerten: Vergleiche Archiv, offizielle Vermarktungsseite, Presse und Fanquelle für eine Forschungsfrage.
  6. Transfer: Übertrage das Konzept des Starimages auf eine heutige Musikerin oder einen heutigen Musiker.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis benötigst Du eine klare Fragestellung, eine korrekte Unterscheidung der Medienformen, konkrete Szenenbelege, eine Analyse von Kamera, Montage und Ton sowie eine nachvollziehbare Quellenkritik. Als Lernprodukt eignen sich Essay, Podcast, Videoanalyse, Präsentation, digitale Ausstellung oder Forschungsportfolio.




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