Zum Inhalt springen

Philosophie der Anerkennung - Philosophie

Aus MOOCsWiki Staging
Die Druckversion wird nicht mehr unterstützt und kann Darstellungsfehler aufweisen. Bitte aktualisiere deine Browser-Lesezeichen und verwende stattdessen die Standard-Druckfunktion des Browsers.

Philosophie der Anerkennung - Philosophie



Philosophie der Anerkennung - Philosophie


Einleitung

Anerkennung bezeichnet mehr als Lob oder Zustimmung. Philosophisch geht es um die Frage, wie Menschen durch andere als freie, gleiche und zugleich besondere Personen gelten können. Anerkennung betrifft Identität, Selbstbewusstsein, Freiheit, Menschenwürde, Recht und Gerechtigkeit.

Du untersuchst in diesem aiMOOC zentrale Ansätze von Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Axel Honneth, Charles Taylor und Nancy Fraser. Außerdem prüfst Du feministische und dekoloniale Erweiterungen sowie aktuelle Konflikte in Schule, Arbeit, Politik und digitalen Medien.


Leitfragen

  1. Selbst und Andere: Kann ein Mensch ohne Anerkennung ein stabiles Selbstverhältnis entwickeln?
  2. Gegenseitigkeit: Wann ist Anerkennung wechselseitig, wann bleibt sie asymmetrisch?
  3. Gerechtigkeit: Genügen Respekt und Wertschätzung, oder braucht es auch materielle Umverteilung?
  4. Macht: Wer entscheidet, welche Identitäten, Leistungen und Lebensformen anerkennbar sind?


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du den Begriff der Anerkennung erklären, wichtige Positionen vergleichen, Fälle von Missachtung analysieren und begründete Urteile zu Anerkennungskonflikten formulieren.


Grundidee der Anerkennung

Anerkennung ist eine soziale Beziehung. Eine Person erkennt eine andere nicht bloß wahr, sondern behandelt sie als jemanden mit Ansprüchen, Fähigkeiten oder einer besonderen Identität. Dadurch entstehen Pflichten und Erwartungen.

Drei Kernmerkmale sind:

  1. Intersubjektivität: Das Selbstverhältnis entsteht in Beziehungen zu anderen.
  2. Normativität: Anerkennung zeigt, wie Menschen einander behandeln sollen.
  3. Gegenseitigkeit: Stabile Anerkennung verlangt, dass Beteiligte einander grundsätzlich als Anerkennungsfähige gelten lassen.

Anerkennung ist nicht dasselbe wie Zustimmung. Du kannst eine Meinung ablehnen und die Person dennoch als gleichberechtigtes Gegenüber respektieren.


Historische Grundlagen


Fichte: Aufforderung zur Freiheit

Johann Gottlieb Fichte systematisiert Anerkennung in seiner Rechtsphilosophie. Ein vernünftiges Wesen wird von einem anderen zum freien Handeln aufgefordert. Freiheit zeigt sich daher nicht isoliert, sondern in der wechselseitigen Begrenzung von Handlungsspielräumen.


Hegel: Selbstbewusstsein durch Anerkennung

Für Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird Selbstbewusstsein durch die Begegnung mit einem anderen Selbstbewusstsein vermittelt. Anerkennung ist gelungen, wenn beide Seiten einander als frei anerkennen.

In der berühmten Konstellation von Herrschaft und Knechtschaft scheitert echte Anerkennung zunächst. Der Herr erhält Bestätigung von einem Abhängigen, den er nicht als gleich frei gelten lässt. Diese einseitige Beziehung bleibt widersprüchlich. Der Knecht verändert durch Arbeit die Welt und gewinnt ein vermitteltes Verhältnis zu sich selbst.


Merksatz zu Hegel

Freiheit wird nicht allein besessen. Sie verwirklicht sich in sozialen Beziehungen und Institutionen, in denen Menschen einander als frei anerkennen.


Axel Honneth: Kampf um Anerkennung

Axel Honneth macht Anerkennung zum Zentrum einer kritischen Gesellschaftstheorie. Erfahrungen der Missachtung können soziale Konflikte auslösen, weil Betroffene darin nicht nur einen Nachteil, sondern eine Verletzung berechtigter Erwartungen erkennen.


Drei Sphären der Anerkennung

Sphäre Form der Anerkennung Positives Selbstverhältnis Typische Missachtung
Liebe emotionale Zuwendung in nahen Beziehungen Selbstvertrauen Misshandlung, Vernachlässigung, Verletzung
Recht Achtung als gleichberechtigte Person Selbstachtung Entrechtung, Ausschluss, Diskriminierung
Solidarität soziale Wertschätzung besonderer Fähigkeiten und Beiträge Selbstschätzung Herabwürdigung, Unsichtbarmachung, Stigmatisierung

Die drei Sphären sind analytisch unterscheidbar. In realen Konflikten können sie sich überschneiden.


Anerkennung in der Arbeitswelt

Arbeit kann Einkommen sichern, aber auch gesellschaftliche Zugehörigkeit und Wertschätzung vermitteln. Anerkennungsprobleme entstehen etwa durch unsichtbare Sorgearbeit, prekäre Beschäftigung, abwertende Hierarchien oder fehlende Mitbestimmung.


Politik der Anerkennung


Charles Taylor: Gleichheit und Differenz

Charles Taylor betont, dass Identität dialogisch entsteht. Fehlende oder verzerrte Anerkennung kann Menschen in ein beschädigendes Selbstbild drängen. Politisch entsteht eine Spannung zwischen:

  1. Politik der Gleichheit: Alle besitzen denselben moralischen und rechtlichen Status.
  2. Politik der Differenz: Besondere kulturelle oder soziale Identitäten dürfen nicht unsichtbar gemacht werden.

Die Aufgabe besteht darin, Gleichberechtigung zu sichern, ohne Unterschiede zu essentialisieren oder Kritik an Traditionen zu verbieten.


Nancy Fraser: Anerkennung und Umverteilung

Nancy Fraser warnt davor, soziale Ungerechtigkeit nur kulturell zu deuten. Manche Konflikte beruhen auf mangelnder Anerkennung, andere auf wirtschaftlicher Benachteiligung, viele auf beidem. Ihr Ziel ist eine Ordnung, in der Menschen als Ebenbürtige am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

Dimension Leitfrage Beispiel
Anerkennung Werden Menschen institutionell als gleichrangig behandelt? rassistische Abwertung
Umverteilung Sind Ressourcen und Chancen gerecht verteilt? Armut oder ungleiche Bezahlung
Partizipation Können Betroffene als Ebenbürtige mitentscheiden? fehlende politische Repräsentation


Feministische und dekoloniale Perspektiven


Simone de Beauvoir: Konstruktion des Anderen

Simone de Beauvoir analysiert, wie Frauen gesellschaftlich als das Andere des männlich gesetzten Allgemeinen bestimmt werden. Eine solche Ordnung verweigert Gleichrangigkeit und begrenzt Möglichkeiten der Selbstbestimmung.


Frantz Fanon: Koloniale Entfremdung

Frantz Fanon zeigt, wie kolonialer Rassismus Menschen durch abwertende Zuschreibungen objektiviert. Anerkennung kann unter kolonialen Bedingungen nicht einfach durch höfliche Bestätigung gelingen, solange die Machtordnung bestehen bleibt.


Anerkennbarkeit und Normen

Feministische und poststrukturalistische Ansätze fragen nicht nur, wer anerkannt wird, sondern auch, unter welchen Normen jemand überhaupt als verständliche Person oder als schützenswertes Leben erscheint. Damit wird Anerkennung selbst zum Gegenstand der Kritik.


Soziale Bewegungen als Anerkennungskämpfe

Bewegungen gegen Rassismus, Sexismus, Ableismus oder die Abwertung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt verbinden häufig rechtliche Gleichstellung, kulturelle Sichtbarkeit, materielle Gerechtigkeit und politische Teilhabe.

Nicht jede Forderung einer Gruppe ist allein deshalb gerecht. Philosophische Prüfung fragt nach gleichen Rechten, Schutz vor Demütigung, Machtverhältnissen, Folgen für andere und Möglichkeiten gemeinsamer Freiheit.


Anerkennung im Alltag und in Institutionen


Schule und Hochschule

Anerkennung zeigt sich in fairer Bewertung, respektvoller Sprache, Zugänglichkeit, Mitbestimmung und der Sichtbarkeit unterschiedlicher Erfahrungen. Bloßes Lob ersetzt keine gerechten Regeln.


Digitale Öffentlichkeit

Likes erzeugen Aufmerksamkeit, aber nicht automatisch Anerkennung. Digitale Plattformen können Sichtbarkeit ermöglichen und zugleich Abwertung, Ausschluss und Konformitätsdruck verstärken.


Demokratie

Demokratische Anerkennung verlangt gleiche Rechte und die Möglichkeit, öffentlich Gründe auszutauschen. Sie bedeutet nicht, jede Überzeugung gutzuheißen. Menschen werden als Bürgerinnen und Bürger respektiert, während Positionen kritisiert werden dürfen.


Kritik der Anerkennungstheorie

  1. Materialismus: Symbolische Wertschätzung kann Armut und Ausbeutung verdecken.
  2. Normalisierung: Anerkennung kann Anpassung an bestehende Normen verlangen.
  3. Paternalismus: Mächtige können Anerkennung von oben gewähren und Abhängigkeit stabilisieren.
  4. Gruppenidentität: Starre Zuschreibungen können Vielfalt innerhalb einer Gruppe übergehen.
  5. Konflikt: Anerkennungsansprüche können miteinander kollidieren und benötigen begründete Grenzen.

Eine überzeugende Analyse verbindet daher Anerkennung mit Umverteilung, Repräsentation, Menschenrechten und institutioneller Machtkritik.


Philosophisches Analysemodell

Prüfe einen Anerkennungskonflikt mit sechs Fragen:

  1. Akteure: Wer verlangt Anerkennung von wem?
  2. Status: Als was soll eine Person oder Gruppe anerkannt werden?
  3. Sphäre: Geht es um Zuwendung, Rechte, Wertschätzung oder mehrere Ebenen?
  4. Missachtung: Welche Verletzung, Abwertung oder Ausschließung liegt vor?
  5. Struktur: Welche Regeln, Ressourcen und Machtverhältnisse wirken?
  6. Lösung: Welche Kombination aus Respekt, Recht, Umverteilung und Teilhabe ist begründbar?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was meint Anerkennung in der Sozialphilosophie vor allem? (Eine normative soziale Beziehung zwischen Personen) (!Ein ausschließlich inneres Gefühl) (!Eine bloße Belohnung für Leistung) (!Eine amtliche Bestätigung von Zeugnissen)




Welche Aussage passt zu Hegels Anerkennungstheorie? (Selbstbewusstsein entwickelt sich vermittelt durch andere Selbstbewusstseine) (!Selbstbewusstsein entsteht vollständig ohne soziale Beziehungen) (!Anerkennung ist nur eine wirtschaftliche Transaktion) (!Freiheit besteht in der Vermeidung aller Institutionen)




Warum scheitert die Anerkennung im Verhältnis von Herr und Knecht zunächst? (Sie ist asymmetrisch und nicht zwischen gleich Freien) (!Beide verweigern jede Form von Arbeit) (!Der Knecht besitzt mehr politische Rechte) (!Der Herr erkennt den Knecht als völlig unabhängig an)




Welche Sphäre verbindet Honneth mit Selbstvertrauen? (Liebe) (!Recht) (!Markt) (!Strafe)




Welche Sphäre verbindet Honneth mit Selbstachtung? (Recht) (!Liebe) (!Kunst) (!Religion)




Was entspricht bei Honneth der sozialen Wertschätzung? (Solidarität) (!Entrechtung) (!Isolation) (!Unterwerfung)




Welche Spannung untersucht Charles Taylor? (Gleiche Würde und Anerkennung von Differenz) (!Naturwissenschaft und Religion) (!Wahrheit und mathematische Beweisbarkeit) (!Privatbesitz und Tauschwert)




Was betont Nancy Fraser gegenüber einer reinen Anerkennungspolitik? (Auch Umverteilung und Teilhabe sind für Gerechtigkeit wichtig) (!Nur persönliche Gefühle bestimmen Gerechtigkeit) (!Wirtschaftliche Strukturen sind immer bedeutungslos) (!Jede Gruppenidentität muss staatlich festgeschrieben werden)




Welche Aussage unterscheidet Anerkennung von Zustimmung? (Eine Person kann respektiert werden, obwohl ihre Meinung kritisiert wird) (!Respekt verlangt Zustimmung zu jeder Behauptung) (!Anerkennung verbietet öffentliche Kritik) (!Zustimmung ist immer gesetzlich vorgeschrieben)




Welche Frage gehört zu einer kritischen Fallanalyse? (Welche Machtverhältnisse und Institutionen prägen den Konflikt) (!Welche Seite erhält die meisten Likes) (!Welche Person spricht am lautesten) (!Welche Forderung klingt am freundlichsten)





Memory

Liebe Selbstvertrauen
Recht Selbstachtung
Solidarität Selbstschätzung
Hegel wechselseitige Freiheit
Taylor Politik der Differenz
Fraser Umverteilung
Fanon koloniale Entfremdung
Missachtung verletzte Anerkennungserwartung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Emotionale Zuwendung Liebe
Gleicher Personenstatus Recht
Würdigung von Beiträgen Solidarität
Wirtschaftliche Benachteiligung Umverteilung
Kulturelle Herabsetzung Anerkennung
Ebenbürtige Mitwirkung Partizipation






Kreuzworträtsel

Anerkennung Wie heißt die normative Bestätigung einer Person als Gegenüber mit Ansprüchen?
Intersubjektivität Wie heißt die Bezogenheit des Selbst auf andere Subjekte?
Solidarität Welche Sphäre verbindet Honneth mit sozialer Wertschätzung?
Umverteilung Wie nennt Fraser die gerechtere Verteilung materieller Ressourcen?
Missachtung Wie heißt die Verletzung berechtigter Anerkennungserwartungen?
Autonomie Wie heißt die Fähigkeit zur vernünftigen Selbstbestimmung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Philosophische Anerkennung beschreibt eine

Beziehung zwischen Personen. Bei Hegel entwickelt sich Selbstbewusstsein durch

. Honneth unterscheidet Liebe, Recht und

. Die rechtliche Anerkennung unterstützt die

. Fraser ergänzt Anerkennungsfragen um die Dimension der

. Taylor verbindet Identität mit einer dialogischen Form der

. Missachtung kann soziale

motivieren. Eine kritische Analyse untersucht auch Institutionen und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffslandkarte Anerkennung: Gestalte eine Mindmap mit den Begriffen Anerkennung, Missachtung, Identität, Freiheit, Recht und Wertschätzung.
  2. Alltagsbeispiel: Beschreibe eine Situation, in der eine Person respektiert wird, obwohl ihre Meinung abgelehnt wird.
  3. Medienanalyse: Untersuche eine Werbeanzeige oder einen Social-Media-Beitrag auf sichtbare und unsichtbare Identitäten.
  4. Honneth im Schaubild: Visualisiere die drei Anerkennungssphären mit je einem Beispiel und einer Missachtungsform.


Standard

  1. Fallanalyse Schule: Analysiere einen Konflikt um faire Bewertung mit dem sechsphasigen Analysemodell.
  2. Philosophischer Dialog: Schreibe ein Gespräch zwischen Hegel und Fraser über einen aktuellen Arbeitskonflikt.
  3. Interview Anerkennung: Befrage zwei Personen verschiedener Generationen dazu, wann sie sich gesellschaftlich anerkannt fühlen, und vergleiche die Antworten.
  4. Digitale Anerkennung: Produziere ein kurzes Erklärvideo über den Unterschied zwischen Aufmerksamkeit, Zustimmung und Anerkennung.


Schwer

  1. Theorievergleich: Vergleiche Honneth und Fraser anhand eines Konflikts um unbezahlte Sorgearbeit.
  2. Dekoloniale Kritik: Untersuche mit Fanon, wie eine Institution Menschen durch Kategorien zugleich sichtbar machen und festlegen kann.
  3. Politische Stellungnahme: Entwickle eine begründete Position zur Frage, ob staatliche Institutionen kulturelle Differenzen besonders schützen sollen.
  4. Eigenes Forschungsprojekt: Erhebe in Schule, Hochschule oder Betrieb Anerkennungs- und Missachtungserfahrungen, anonymisiere die Daten und leite Reformvorschläge ab.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Pflegearbeit: Erkläre, warum eine bessere öffentliche Wertschätzung von Pflegekräften ohne bessere Bezahlung unzureichend sein kann. Beziehe Honneth und Fraser ein.
  2. Konflikt gleich und verschieden: Entwickle eine Regel, die gleiche Rechte wahrt und zugleich besondere Bedürfnisse berücksichtigt. Prüfe mögliche Einwände.
  3. Institutionelle Missachtung: Analysiere ein Beispiel, bei dem niemand offen beleidigt wird, aber Regeln dennoch eine Gruppe systematisch benachteiligen.
  4. Anerkennung ohne Zustimmung: Begründe, wie eine demokratische Debatte Personen respektieren kann, während ihre Positionen scharf kritisiert werden.
  5. Macht der Kategorien: Zeige an einem Beispiel, wie eine Identitätsbezeichnung Anerkennung ermöglichen und zugleich Menschen festlegen kann.
  6. Herrschaft und Knechtschaft heute: Übertrage Hegels Problem asymmetrischer Anerkennung auf eine moderne Arbeits- oder Plattformbeziehung und benenne Grenzen des Vergleichs.
  7. Gerechte Lösung: Entwirf für einen selbst gewählten Anerkennungskonflikt ein Maßnahmenpaket aus Recht, Wertschätzung, Umverteilung und Beteiligung.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis sind wichtig:

  1. eine präzise Erklärung von Anerkennung, Missachtung und Intersubjektivität
  2. die begründete Darstellung von Hegels Idee wechselseitiger Anerkennung
  3. die sichere Anwendung von Honneths drei Anerkennungssphären
  4. der Vergleich von Anerkennung und Umverteilung bei Fraser
  5. die Analyse eines konkreten Falls mit Blick auf Normen, Institutionen und Macht
  6. ein eigenständiges Urteil mit Einwänden, Gegenargumenten und begründeter Lösung




OERs zum Thema

  1. Stanford Encyclopedia of Philosophy: Recognition
  2. Internet Encyclopedia of Philosophy: Recognition, Social and Political
  3. Wikimedia Commons: Axel Honneth
  4. Wikimedia Commons: Hegel-Porträts



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen