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Elvis Presley – Auftritte im Madison Square Garden (1972)

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Elvis Presley – Auftritte im Madison Square Garden (1972)




Elvis Presley – Auftritte im Madison Square Garden (1972)


Einleitung

Vom 9. bis 11. Juni 1972 trat Elvis Presley viermal im Madison Square Garden in New York City auf. Das Konzertwochenende war in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich: Presley hatte in New York zwar bereits in den 1950er Jahren in Fernsehstudios gesungen, aber noch nie ein reguläres Konzert vor zahlendem Publikum in der Stadt gegeben. Alle vier Veranstaltungen waren ausverkauft; insgesamt wurden rund 80.000 Eintrittskarten verkauft. Die Auftritte verbanden den frühen Rock ’n’ Roll der 1950er Jahre mit Balladen, Gospel, Country-Musik, Soul und zeitgenössischen Coversongs.[1]

Dieser aiMOOC untersucht nicht nur Daten und Songtitel. Du lernst, wie ein Großkonzert als kulturelles Ereignis entsteht: durch den Künstler, ein großes Ensemble, eine präzise Dramaturgie, Medienberichte, Tonaufzeichnungen, Vermarktung und die Erinnerungen des Publikums. Gleichzeitig übst Du, zwischen zeitgenössischer Kritik, späterer Rückschau, offizieller Selbstdarstellung und Fanüberlieferung zu unterscheiden.

Das Foto zeigt Elvis Presley im August 1972 in Las Vegas und veranschaulicht sein Bühnenbild desselben Jahres. Es ist keine Aufnahme aus dem Madison Square Garden.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du

  1. die vier Konzerte zeitlich einordnen und ihre Besonderheiten erklären.
  2. die Bestandteile einer Elvis-Liveshow von 1972 beschreiben.
  3. die Funktion der Begleitband, der Vokalgruppen und des Orchesters analysieren.
  4. die Dramaturgie der Setlist anhand von musikalischen Kontrasten untersuchen.
  5. zeitgenössische Rezensionen und spätere Darstellungen quellenkritisch vergleichen.
  6. die Entstehung und Nachwirkung der Konzertmitschnitte erläutern.
  7. die Auftritte als Ereignis der amerikanischen Popkultur bewerten.


Lernbereiche

  1. Musikgeschichte: Entwicklung von Elvis Presleys Livekarriere und Einordnung der Konzerte in das Jahr 1972.
  2. Musikanalyse: Stimme, Rhythmus, Arrangement, Dynamik, Setlist und Konzertdramaturgie.
  3. Medienbildung: Konzertfilm, Livealbum, Pressefotografie, Rezension und Wiederveröffentlichung.
  4. Geschichte der USA: New York als Kulturmetropole und historische Bezüge in An American Trilogy.
  5. Quellenkritik: Vergleich zeitgenössischer Berichte, offizieller Darstellungen, Tonaufnahmen und Erinnerungen.
  6. Popkultur: Starkult, Publikum, Mode, Vermarktung und kulturelle Erinnerung.


Historischer Kontext


Elvis Presley vor dem New-York-Wochenende

Elvis Presley war 1972 kein Newcomer, sondern seit der Mitte der 1950er Jahre ein international bekannter Sänger und Schauspieler. Nach Jahren, in denen seine Karriere stark von Hollywoodfilmen geprägt gewesen war, markierte das Fernsehspecial von 1968 eine künstlerische Neuorientierung. Ab 1969 trat er wieder regelmäßig live auf, zunächst vor allem in Las Vegas, danach auch auf umfangreichen Tourneen durch die Vereinigten Staaten.

Im Frühjahr 1972 wurde Presley für den Konzertfilm Elvis on Tour begleitet. Die Tourneeproduktion war eingespielt, doch New York stellte einen symbolisch besonders bedeutenden Markt dar. Die Stadt galt als Zentrum von Presse, Musikindustrie und Unterhaltung. Ein Erfolg im Madison Square Garden konnte deshalb als öffentliche Bestätigung gelten, dass Presley auch rund 16 Jahre nach seinem Durchbruch ein Massenpublikum mobilisierte.


Der Madison Square Garden als Bühne

Der heutige Madison Square Garden wurde 1968 über dem Bahnhof Pennsylvania Station eröffnet. Die Arena war für Sport, politische Veranstaltungen und Großkonzerte ausgelegt. Ihre Größe verlangte eine andere Form der Darbietung als ein Fernsehstudio oder ein Nachtclub: Gesten mussten aus großer Entfernung wirken, die Beschallung musste die gesamte Halle erreichen, und der Ablauf musste mit Band, Vokalgruppen, Orchester, Licht, Sicherheit und Einlass abgestimmt werden.

Die Aufnahme zeigt Simon & Garfunkel am 14. Juni 1972 im selben Madison Square Garden, drei Tage nach Presleys Abschlusskonzert. Sie dient zur Veranschaulichung des Veranstaltungsortes und zeigt keinen Elvis-Auftritt.


Warum New York so bedeutsam war

Presley war 1956 und 1957 mehrfach in New Yorker Fernsehshows aufgetreten, unter anderem bei den Dorsey Brothers, Steve Allen und Ed Sullivan. Ein eigenständiges Konzert in einer New Yorker Arena hatte er jedoch noch nicht gegeben. Die vier Garden-Shows wurden daher als verspätete Begegnung zwischen einer weltbekannten Popfigur und dem anspruchsvollen New Yorker Konzertmarkt inszeniert.

Die Bedeutung entstand aus mehreren Faktoren:

  1. Ort: Der Madison Square Garden gehörte zu den bekanntesten Veranstaltungsstätten der USA.
  2. Zeitpunkt: Presley befand sich nach seinem Comeback und der Rückkehr auf Tourneen in einer erfolgreichen Livephase.
  3. Medienöffentlichkeit: New Yorker Zeitungen und Magazine konnten die nationale Wahrnehmung stark beeinflussen.
  4. Generationenerfahrung: Ein Teil des Publikums kannte Presley seit den 1950er Jahren, während jüngere Besucher ihn als etablierte Legende erlebten.
  5. Musikindustrie: Die Konzerte wurden professionell aufgezeichnet und sehr schnell als Tonträger vermarktet.


Das Konzertwochenende vom 9. bis 11. Juni 1972


Chronologie der vier Auftritte

Datum Veranstaltung Historische Funktion
Freitag, 9. Juni 1972 Abendkonzert Eröffnung des ausverkauften Gastspiels nach der Pressekonferenz
Samstag, 10. Juni 1972 Nachmittagskonzert Von RCA aufgezeichnet; 1997 vollständig als An Afternoon in the Garden veröffentlicht
Samstag, 10. Juni 1972 Abendkonzert Von RCA aufgezeichnet; Grundlage des noch im Juni 1972 veröffentlichten Livealbums
Sonntag, 11. Juni 1972 Abendkonzert Zusätzlich angesetzter und ebenfalls ausverkaufter Abschluss

Nach Angaben von Graceland wurde die vierte Show ergänzt, nachdem die zunächst geplanten Konzerte sehr schnell ausverkauft waren. Über das Wochenende kamen mehr als 80.000 Menschen in die Arena.[2]


Die Pressekonferenz am 9. Juni

Am Nachmittag des 9. Juni fand im New York Hilton eine Pressekonferenz statt. Sie war Teil der öffentlichen Inszenierung des Ereignisses und wurde von MGM für Elvis on Tour gefilmt. Presley beantwortete Fragen zu seiner Karriere, zu New York, zu seinem Repertoire und zu seinem Image. Die Situation ist für die Quellenanalyse besonders interessant: Eine Pressekonferenz wirkt spontan, findet aber in einem stark kontrollierten Werbeumfeld statt.

Für eine quellenkritische Auswertung kannst Du unterscheiden zwischen

  1. Aussage: Was sagt Presley tatsächlich?
  2. Situation: Vor welchem Publikum und mit welchem Anlass spricht er?
  3. Inszenierung: Welche Rolle spielen Humor, Kleidung, Körpersprache und Management?
  4. Überlieferung: Welche Ausschnitte wurden später ausgewählt, geschnitten oder neu veröffentlicht?
  5. Interpretation: Welche Bedeutung schreiben spätere Dokumentationen dem Material zu?


Die Bühnenshow


Das Ensemble

Presley stand nicht allein auf der Bühne. Die Wirkung der Shows beruhte auf einem großen, arbeitsteilig organisierten Ensemble.[3]

  1. Elvis Presley: Leadgesang, Bühnenpräsenz und bei einzelnen Titeln Rhythmusgitarre.
  2. James Burton: Leadgitarre und prägnante melodische Antworten auf den Gesang.
  3. John Wilkinson: Rhythmusgitarre und harmonisches Fundament.
  4. Charlie Hodge: Gitarre, Begleitgesang und Unterstützung auf der Bühne.
  5. Jerry Scheff: E-Bass und Verbindung von Rhythmus und Harmonie.
  6. Ronnie Tutt: Schlagzeug, dynamische Akzente und Steigerungen.
  7. Glen D. Hardin: Klavier und stilistische Verbindung zwischen Rock, Country, Gospel und Ballade.
  8. The Sweet Inspirations: Backgroundgesang mit Wurzeln in Soul und Gospel.
  9. J. D. Sumner and The Stamps Quartet: tiefer und mehrstimmiger Gospelgesang.
  10. Kathy Westmoreland: hohe Sopranstimme im Vokalsatz.
  11. Joe Guercio und das Orchester: Bläser, Streicher, Übergänge und großformatige Klangwirkung.

Die instrumentale Kernband wird häufig als TCB Band bezeichnet. TCB steht für Taking Care of Business, ein Motto, das in Presleys Umfeld verwendet wurde.

Das Pressefoto zeigt Presley bei einem Konzert im Jahr 1972. Der rote Bühnenanzug stammt nicht von den Garden-Auftritten, hilft aber beim Vergleich seiner damaligen visuellen Inszenierung.


Auftakt und Einzug

Die Shows begannen mit einer orchestralen Fassung von Also sprach Zarathustra, einer sinfonischen Dichtung von Richard Strauss. Seit dem Film 2001: Odyssee im Weltraum war das Anfangsmotiv stark mit Größe, Zukunft und monumentaler Wirkung verbunden. Für Presleys Einzug wurde es zu einer musikalischen Fanfare: Die Spannung stieg, bevor der Sänger sichtbar wurde.

Direkt danach folgte That’s All Right, Presleys erste kommerziell veröffentlichte Single aus dem Jahr 1954. Diese Verbindung ist dramaturgisch wirkungsvoll: Auf einen monumentalen, orchestralen Einzug folgt ein vergleichsweise kurzes und rhythmisch direktes Stück aus der frühen Karriere.

Hörauftrag: Achte darauf, wie Einzug, Publikumsgeräusch, Schlagzeug, Bass und Gitarrenbeginn zusammenwirken. Notiere, an welcher Stelle die Spannung in Bewegung übergeht.


Das Repertoire als Zeitreise

Die Setlists der beiden aufgezeichneten Samstagskonzerte waren ähnlich, aber nicht identisch. Sie kombinierten mehrere Werkgruppen:

  1. Früher Rock ’n’ Roll: Love Me, All Shook Up, Heartbreak Hotel, Hound Dog, Love Me Tender sowie das Medley aus Teddy Bear und Don’t Be Cruel erinnerten an Presleys Durchbruch.
  2. Zeitgenössische Coversongs: Proud Mary, Never Been to Spain, You’ve Lost That Lovin’ Feelin’ und Polk Salad Annie zeigten, dass die Show nicht nur rückwärtsgewandt war.
  3. Ballade und Country: For the Good Times, Funny How Time Slips Away und I Can’t Stop Loving You verlangten eine andere Gesangs- und Begleitweise als die Rocktitel.
  4. Große dramatische Nummern: An American Trilogy verband historische Melodien zu einem pathetischen Konzertstück; die Abendshow enthielt zusätzlich The Impossible Dream.
  5. Finale: Can’t Help Falling in Love bildete den ritualisierten Abschluss, gefolgt von der orchestralen Schlussmusik.

Beobachtungsauftrag: Vergleiche bei Hound Dog die Kürze des Arrangements mit der starken Publikumsreaktion. Überlege, ob hier musikalische Ausarbeitung oder Wiedererkennung wichtiger ist.


Nachmittagsshow und Abendshow im Vergleich

Aspekt Nachmittag am 10. Juni Abend am 10. Juni
Grundstruktur Eröffnung, Mischung aus neuen und alten Titeln, dramatischer Schlussblock Sehr ähnliche Grundstruktur
Nur in dieser aufgezeichneten Show Until It’s Time for You to Go, Blue Suede Shoes, Reconsider Baby, I’ll Remember You The Impossible Dream
Dauer Etwas länger Etwas kompakter
Erste vollständige Veröffentlichung 1997 als An Afternoon in the Garden 18. Juni 1972 als Elvis as Recorded at Madison Square Garden

Der Vergleich zeigt, dass eine Setlist zugleich stabil und flexibel sein kann. Der Rahmen blieb wiedererkennbar, einzelne Titel wurden jedoch ausgetauscht. Dadurch konnte die Produktion zuverlässig ablaufen, ohne dass jede Vorstellung vollständig identisch war.[4]


An American Trilogy als dramatischer Höhepunkt

An American Trilogy wurde von Mickey Newbury arrangiert und verbindet musikalisches Material aus Dixie, The Battle Hymn of the Republic und All My Trials. Das Stück ruft widersprüchliche Erinnerungsräume der US-Geschichte auf: Bürgerkrieg, nationale Einheit, Religion, Trauer und Hoffnung. Eine heutige Analyse muss deshalb sowohl die musikalische Steigerung als auch die historischen Bedeutungen der verwendeten Melodien berücksichtigen.

Analyseauftrag: Untersuche, wie Lautstärke, Tempo, Orchester, Chor, Schlagzeug und Gesang eine Steigerung erzeugen. Trenne dabei die musikalische Wirkung von der historischen Bewertung der verwendeten Melodien.


Kleidung, Gestik und Starimage

Presley trug bei den Garden-Konzerten weiße, verzierte Bühnenanzüge mit breiten Gürteln und teilweise einem Umhang. Die Kleidung vergrößerte die sichtbare Silhouette und reflektierte das Bühnenlicht. In einer großen Arena war dies funktional: Auch weit entfernte Zuschauer konnten Bewegungen und Posen erkennen.

Seine Gestik verband mehrere Ebenen:

  1. Erinnerung: Bewegungen und Posen verwiesen auf das rebellische Image der 1950er Jahre.
  2. Selbstironie: Manche Gesten spielten bewusst mit den Erwartungen des Publikums.
  3. Kontrolle: Kleine Kopf- oder Handbewegungen konnten starke Reaktionen auslösen.
  4. Ritual: Wiederkehrende Abläufe, Schals, Verbeugungen und Schlussmusik machten das Konzert zu einer erkennbaren Elvis-Show.
  5. Distanz: Das Starimage war größer als die einzelne Person und wurde von Publikum, Presse und Vermarktung gemeinsam erzeugt.


Publikum, Presse und Medienereignis


Reaktionen des Publikums

Die Lautstärke des Publikums ist auf den Liveaufnahmen deutlich hörbar. Schreie, Applaus und kollektive Erwartung sind nicht bloß Hintergrundgeräusche, sondern Teil des musikalischen Dokuments. Ein Livealbum bildet daher nie nur die Töne auf der Bühne ab. Es konserviert auch die Beziehung zwischen Künstler und Publikum.

Berichte nennen prominente Besucher wie John Lennon, George Harrison, Bob Dylan, David Bowie und Art Garfunkel. Solche Namenslisten verstärken im Rückblick den Mythos des Ereignisses. Quellenkritisch solltest Du prüfen, ob eine Anwesenheit zeitgenössisch dokumentiert, später erinnert oder lediglich häufig weitererzählt wurde.[5]


Positive und kritische Rezensionen

Die New Yorker Presse reagierte nicht einheitlich. Die New York Times veröffentlichte sehr positive Besprechungen und prägte mit der Überschrift Like a Prince From Another Planet ein Bild, das später zum Titel einer Jubiläumsausgabe wurde. Der New Yorker urteilte gemischter: Er kritisierte die stark geplante Show, den großen Orchesterapparat und den begrenzten Anteil der alten Hits, beschrieb Presley aber zugleich als äußerst professionellen Darsteller.[6]

Dieser Gegensatz ist didaktisch wertvoll. Zwei Kritiker können dieselbe Veranstaltung unterschiedlich bewerten, weil sie andere Maßstäbe verwenden:

  1. Authentizität: Soll eine Rockshow spontan und roh wirken?
  2. Professionalität: Ist ein präzise geplanter Ablauf eine Stärke oder eine Schwäche?
  3. Nostalgie: Wie viel Raum sollen ältere Hits erhalten?
  4. Innovation: Muss ein etablierter Star Neues bieten?
  5. Publikumswirkung: Ist die Begeisterung des Saals ein Qualitätsbeweis?
  6. Ästhetisches Urteil: Welche Rolle spielen persönlicher Geschmack und kulturelle Erwartungen?


Konzert als Medienverbund

Die Auftritte existierten gleichzeitig in mehreren Medienformen:

  1. Live-Ereignis: Nur die Anwesenden erlebten Raum, Lautstärke und Sichtverhältnisse unmittelbar.
  2. Fotografie: Einzelbilder fixierten Kleidung, Pose und Starimage.
  3. Presse: Rezensionen deuteten die Bedeutung des Wochenendes.
  4. Tonaufnahme: Das Livealbum machte eine einzelne Show weltweit wiederholbar.
  5. Film: Pressekonferenz und später veröffentlichtes Amateurmaterial ergänzten die Tonquellen.
  6. Erinnerungskultur: Jubiläumsausgaben, Fanberichte und Dokumentationen formten spätere Vorstellungen.


Die Tonaufnahmen und ihre Veröffentlichung


Elvis as Recorded at Madison Square Garden

RCA zeichnete beide Konzerte am 10. Juni professionell auf. Die Abendshow erschien bereits am 18. Juni 1972 auf dem Album Elvis as Recorded at Madison Square Garden – nur acht Tage nach der Aufnahme. Eine solch schnelle Veröffentlichung erforderte zügige Auswahl, Mischung, Mastering, Herstellung und Vertrieb.[7]

Die freie Grafik zeigt den Schriftzug des Albumtitels. Sie reproduziert nicht das vollständige historische Cover.

Ein Livealbum ist keine neutrale Kopie des Abends. Mikrofonierung, Mischung und Lautstärkeverhältnisse entscheiden darüber, wie nah Gesang, Band, Orchester und Publikum erscheinen. Die veröffentlichte Aufnahme erzeugt daher eine eigene Hörperspektive.


An Afternoon in the Garden

Die Nachmittagsshow blieb lange im Archiv. Einzelne Titel wurden früher veröffentlicht, doch die vollständige Konzertaufnahme erschien erst 1997 unter dem Titel An Afternoon in the Garden. Dadurch wurde ein direkter Vergleich der beiden Samstagskonzerte möglich.

Die spätere Veröffentlichung verändert die Geschichtsschreibung: Was 1972 nur als Erinnerung der Anwesenden oder als unveröffentlichte Aufnahme existierte, wurde 25 Jahre später zu einer allgemein zugänglichen Quelle.


Prince from Another Planet

2012 veröffentlichte RCA/Legacy die Jubiläumsausgabe Prince from Another Planet. Sie vereinte neu gemischte Fassungen der Nachmittags- und Abendshow. Eine Deluxe-Ausgabe enthielt zusätzlich Filmaufnahmen der Nachmittagsshow und die Pressekonferenz. Der Titel griff die berühmte New-York-Times-Formulierung auf.[8]

Die Ausgabe zeigt, wie Archive wirtschaftlich und kulturell genutzt werden. Altes Material wird restauriert, neu gemischt, mit Begleittexten versehen und für eine neue Generation kontextualisiert.


Musikalische Analyse


Rhythmus und Dynamik

Die Rhythmusgruppe aus Schlagzeug, Bass, Klavier und Gitarren musste flexibel zwischen Rock ’n’ Roll, Soul, Country und Ballade wechseln. Ronnie Tutts Schlagzeugspiel setzte deutliche Akzente, während Jerry Scheffs Bass die harmonische Bewegung mit körperlich spürbarem Puls verband. James Burtons Leadgitarre kommentierte den Gesang mit kurzen Figuren und Solopassagen.

Dynamik entstand nicht nur durch Lautstärke. Auch Pausen, Tempowechsel, abrupte Schlüsse, Orchestereinsätze und die Reaktionen des Publikums strukturierten die Aufführung.


Stimme und Interpretation

Presleys Gesang im Jahr 1972 unterschied sich von vielen Aufnahmen der 1950er Jahre. Die Stimme wirkte voller und war auf große Balladen ebenso ausgerichtet wie auf kurze Rocktitel. In der Analyse kannst Du auf folgende Merkmale achten:

  1. Phrasierung: Wo zieht Presley Silben, wo verkürzt er sie?
  2. Timbre: Wann klingt die Stimme weich, rau, hell oder dunkel?
  3. Dynamik: Wie gestaltet er den Weg von leisen zu kraftvollen Passagen?
  4. Interaktion: Wann reagiert er auf Band oder Publikum?
  5. Variation: Wie verändert sich eine bekannte Studiofassung in der Livesituation?


Arrangement und Klangschichten

Das Ensemble erzeugte mehrere Klangschichten:

  1. Die TCB Band lieferte den rhythmischen Kern.
  2. Die Vokalgruppen verstärkten Refrains, Gospelklang und dramatische Antworten.
  3. Kathy Westmorelands Sopran setzte hohe Farbakzente.
  4. Das Orchester verbreiterte Übergänge und Höhepunkte.
  5. Das Publikum bildete eine unplanbare, aber wirksame zusätzliche Ebene.

Gerade in einer Aufnahme kann ein dichtes Arrangement zugleich beeindruckend und problematisch wirken. Einzelne Instrumente können verdeckt werden, während der Gesamtklang monumentaler erscheint. Diese Spannung erklärt einen Teil der unterschiedlichen Kritikerurteile.


Quellenkritik und historisches Lernen


Welche Quellen stehen zur Verfügung?

Für die Rekonstruktion des Konzertwochenendes können unterschiedliche Quellengattungen kombiniert werden:

Quellengattung Stärke Grenze
Professionelle Tonaufnahme Genaue Analyse von Musik, Ablauf und Publikumsreaktion Zeigt keine vollständige Bühnensicht und ist technisch gemischt
Film- und Amateuraufnahmen Sichtbare Gestik, Kleidung und Raumwirkung Häufig lückenhaft, verwackelt oder nachträglich bearbeitet
Presseberichte von 1972 Zeitnahe Wahrnehmung und damalige Bewertungsmaßstäbe Subjektiv und vom Profil des Mediums geprägt
Offizielle Elvis- und Labelseiten Daten zu Veröffentlichungen, Personal und Archivmaterial Teil der Markenpflege und Vermarktung
Erinnerungen von Beteiligten und Fans Persönliche Atmosphäre und individuelle Erfahrung Erinnerungen können sich im Lauf der Zeit verändern
Wikimedia Commons Frei nachnutzbare Bilder mit Lizenzangaben Nicht jedes Bild zeigt exakt das behandelte Ereignis


Fakt, Deutung und Mythos

Eine hochwertige Darstellung trennt drei Ebenen:

  1. Fakt: Vier ausverkaufte Konzerte fanden vom 9. bis 11. Juni 1972 statt.
  2. Deutung: Die Auftritte können als Höhepunkt von Presleys Comebackphase bewertet werden.
  3. Mythos: Formulierungen wie Eroberung New Yorks verdichten komplexe Vorgänge zu einer Heldengeschichte.

Mythen sind nicht automatisch falsch. Sie zeigen, welche Bedeutung eine Gesellschaft einem Ereignis zuschreibt. Historisches Lernen verlangt jedoch, dass Du überprüfbare Angaben und wertende Erzählmuster auseinanderhältst.


Bedeutung und Nachwirkung

Die Garden-Konzerte stehen an einer Schnittstelle von Musikgeschichte, Mediengeschichte und Starkultur. Sie zeigen einen Künstler, der sein frühes Repertoire nicht einfach wiederholte, sondern in eine große, orchestrierte Arenashow integrierte. Gleichzeitig verdeutlichen sie die Ambivalenz professioneller Unterhaltung: Präzision kann als Meisterschaft oder als Verlust von Spontaneität erscheinen.

Ihre Nachwirkung beruht auf mehreren Faktoren:

  1. Erfolg: Vier ausverkaufte Shows bestätigten Presleys anhaltende Zugkraft.
  2. Dokumentation: Zwei Konzerte wurden professionell aufgenommen.
  3. Schnelligkeit: Die Abendshow wurde innerhalb von acht Tagen als Album veröffentlicht.
  4. Archiv: Die Nachmittagsshow und Filmquellen wurden später erschlossen.
  5. Rezeption: Positive und kritische Stimmen ermöglichten unterschiedliche Lesarten.
  6. Erinnerungskultur: Wiederveröffentlichungen machten das Wochenende zu einem dauerhaft verfügbaren Medienereignis.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Monat fanden Elvis Presleys Konzerte im Madison Square Garden 1972 statt? (Juni) (!Januar) (!August) (!Dezember)




Wie viele Konzerte gab Elvis Presley bei diesem Gastspiel? (Vier) (!Zwei) (!Fünf) (!Sieben)




Welche beiden Shows wurden professionell von RCA aufgezeichnet? (Die beiden Konzerte am 10. Juni) (!Nur das Eröffnungskonzert am 9. Juni) (!Nur das Abschlusskonzert am 11. Juni) (!Die Pressekonferenz und das Abschlusskonzert)




Welche Musik eröffnete Presleys Auftritt? (Also sprach Zarathustra) (!An American Trilogy) (!Heartbreak Hotel) (!Can’t Help Falling in Love)




Welcher Titel war der erste gesungene Song der aufgezeichneten Shows? (That’s All Right) (!Hound Dog) (!Suspicious Minds) (!Love Me Tender)




Welche Aufgabe hatte Ronnie Tutt im Ensemble? (Schlagzeug) (!Leadgitarre) (!Klavier) (!Dirigat)




Welche Show bildete die Grundlage des 1972 veröffentlichten Livealbums? (Die Abendshow am 10. Juni) (!Die Nachmittagsshow am 10. Juni) (!Die Abendshow am 9. Juni) (!Die Abendshow am 11. Juni)




Unter welchem Titel erschien die vollständige Nachmittagsshow 1997? (An Afternoon in the Garden) (!Elvis on Tour) (!Aloha from Hawaii) (!From Elvis in Memphis)




Welche Aussage beschreibt die zeitgenössische Presse am besten? (Die Urteile reichten von großer Begeisterung bis zu deutlicher Kritik) (!Alle Rezensionen lehnten die Konzerte ab) (!Die Presse berichtete überhaupt nicht) (!Alle Rezensionen verwendeten denselben Text)




Warum ist das Publikum auf einem Livealbum historisch bedeutsam? (Seine Reaktionen dokumentieren die Beziehung zwischen Bühne und Saal) (!Es ersetzt die Instrumente der Band) (!Es bestimmt nachträglich die Setlist) (!Es macht jede Tonmischung überflüssig)





Memory

Elvis Presley Sänger und Mittelpunkt der Shows
Madison Square Garden New Yorker Großarena
TCB Band Instrumentale Kernband
RCA Records Aufnahme und schnelle Albumveröffentlichung
Joe Guercio Leiter des Orchesters
The Sweet Inspirations Vokalgruppe mit Soul- und Gospelprägung
An Afternoon in the Garden Veröffentlichung der Nachmittagsshow
Prince from Another Planet Jubiläumsausgabe von 2012





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion im Konzertablauf
Pressekonferenz Öffentliche Vorbereitung des Konzertwochenendes
Also sprach Zarathustra Orchestrale Einzugsmusik
That’s All Right Erster gesungener Titel
An American Trilogy Später dramatischer Höhepunkt
Can’t Help Falling in Love Ritualisiertes Schlusslied






Kreuzworträtsel

Garden Welches Wort vervollständigt den Namen Madison Square ...?
Presley Wie lautet Elvis’ Nachname?
Zarathustra Welches Wort steht am Ende des Titels Also sprach ...?
Tutt Wie lautet der Nachname des Schlagzeugers Ronnie?
Guercio Wie lautet der Nachname des Orchesterleiters Joe?
Trilogy Welches englische Wort beendet den Titel An American ...?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die vier Konzerte fanden an einem Wochenende im

1972 statt.
Vor dem ersten Auftritt gab Presley eine Pressekonferenz im New York

.
Als Einzugsmusik erklang Also sprach

.
Die instrumentale Kernband wurde als

bekannt.
RCA zeichnete die beiden Shows am

professionell auf.
Das erste Livealbum beruhte auf der

vom 10. Juni.
Die vollständige Nachmittagsshow erschien erst

.
Das Repertoire verband frühe Hits mit neueren

.
Zeitgenössische Rezensionen müssen als subjektive

untersucht werden.
Ein Livealbum dokumentiert sowohl die Bühne als auch das

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Gestalte eine übersichtliche Zeitleiste vom Comeback-Special 1968 bis zur Jubiläumsausgabe von 2012. Markiere mindestens sechs Stationen.
  2. Konzertplakat: Entwirf ein sachlich korrektes Plakat für die vier Garden-Shows. Verwende nur Angaben, die Du mit Quellen belegen kannst.
  3. Hörprotokoll: Höre einen der eingebetteten Titel und notiere nacheinander Einzug, Instrumente, Gesang, Publikumsreaktionen und Schluss.
  4. Begriffsnetz: Verbinde die Begriffe Elvis Presley, Madison Square Garden, TCB Band, RCA, Publikum und Livealbum in einem beschrifteten Schaubild.


Standard

  1. Setlistanalyse: Ordne die Titel einer aufgezeichneten Show nach Stil, Karrierephase und dramaturgischer Funktion. Begründe Grenzfälle.
  2. Rezensionsvergleich: Vergleiche eine positive und eine kritische zeitgenössische Rezension. Arbeite Kriterien, Wortwahl und Wertungen heraus.
  3. Podcast: Produziere eine drei- bis fünfminütige Audiofolge, in der Du erklärst, warum der Veranstaltungsort für die Bedeutung des Ereignisses wichtig war.
  4. Bildanalyse: Untersuche ein frei lizenziertes Elvis-Foto von 1972. Trenne genaue Beobachtung, historische Einordnung und Interpretation.


Schwer

  1. Quellenedition: Erstelle ein digitales Dossier aus mindestens fünf unterschiedlichen Quellengattungen. Kommentiere Herkunft, Aussagewert und Grenzen jeder Quelle.
  2. Klangvergleich: Vergleiche denselben Song in einer Studiofassung und in einer Garden-Livefassung. Analysiere Arrangement, Tempo, Stimme, Dynamik und Publikumsanteil.
  3. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung mit den Bereichen Vorgeschichte, Konzertwochenende, Ensemble, Presse, Tonaufnahme und Nachwirkung. Formuliere Objekttexte.
  4. Forschungsdebatte: Erörtere die These, die Garden-Shows seien zugleich Rockkonzert, Nostalgieveranstaltung und modernes Medienprodukt gewesen. Belege jede Teilthese.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Dramaturgie und Wirkung: Erkläre, warum die Folge von Also sprach Zarathustra und That’s All Right eine besonders wirkungsvolle Eröffnung bildet. Beziehe musikalische Kontraste und Karrieregeschichte ein.
  2. Arena und Performance: Übertrage die Erkenntnisse zur Garden-Show auf ein heutiges Stadionkonzert. Welche Elemente müssten wegen Raumgröße, Technik und Publikum angepasst werden?
  3. Quellenkonflikt: Zwei Rezensionen bewerten dieselbe Show gegensätzlich. Entwickle ein Verfahren, mit dem Du beide als historische Quellen nutzen kannst, ohne eine vorschnell zur allein richtigen Erklärung zu erklären.
  4. Livealbum als Konstruktion: Begründe, warum eine professionelle Konzertaufnahme zugleich Dokument und gestaltetes Medienprodukt ist. Nenne mindestens vier technische oder redaktionelle Entscheidungen.
  5. Starimage: Analysiere, wie Kleidung, Gestik, bekannte Hits, Presse und Publikumsreaktionen gemeinsam ein Starimage herstellen.
  6. Archiv und Erinnerung: Erkläre, wie die Veröffentlichung der Nachmittagsshow im Jahr 1997 das historische Bild des Konzertwochenendes verändern konnte.
  7. Kultureller Transfer: Entwickle Kriterien, mit denen sich die Bedeutung eines historischen Konzerts mit der eines heutigen global gestreamten Live-Events vergleichen lässt.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema sind folgende Leistungen wichtig:

  1. Sachkompetenz: Du ordnest die vier Konzerte, die Pressekonferenz und die wichtigsten Veröffentlichungen korrekt ein.
  2. Musikanalyse: Du beschreibst hörbare Merkmale von Stimme, Rhythmusgruppe, Vokalgruppen, Orchester und Publikumsreaktion.
  3. Dramaturgie: Du erklärst Funktionen von Einzugsmusik, Setlistblöcken, Höhepunkten und Schlussritual.
  4. Quellenkompetenz: Du unterscheidest Tonaufnahme, Film, Foto, Rezension, offizielle Darstellung und Erinnerung.
  5. Urteilskompetenz: Du formulierst ein begründetes Urteil zur historischen Bedeutung der Auftritte und kennzeichnest Wertungen als Wertungen.
  6. Transfer: Du überträgst Erkenntnisse auf andere Großkonzerte, Livealben oder Formen medialer Starkultur.
  7. Dokumentation: Du gibst verwendete Quellen und Bildlizenzen nachvollziehbar an.




OERs zum Thema



Quellen und Medienhinweise

  1. Graceland: Four Sold-Out Shows at Madison Square Garden
  2. Graceland: Elvis History 1970–1973
  3. RCA/Legacy Recordings: Prince from Another Planet
  4. The New Yorker: Elvis! David!
  5. Wikimedia Commons: Elvis Presley in 1972
  6. Wikimedia Commons: Albumtitelschriftzug


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Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE




The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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