Feedback annehmen - Sprechen und Zuhören Deutsch


Feedback annehmen - Sprechen und Zuhören Deutsch
Feedback annehmen - Sprechen und Zuhören Deutsch

Einleitung
Feedback heißt Rückmeldung. Eine Person sagt Dir, was sie gesehen, gehört oder verstanden hat.[1]
Du musst nicht sofort zustimmen. Höre erst zu. Frage nach. Denke dann in Ruhe nach.
Merksatz: Feedback ist eine Sichtweise. Es ist kein Urteil über Deinen Wert.
Das lernst Du
- Aktives Zuhören: Du lässt die andere Person ausreden.
- Nachfrage: Du klärst ungenaue Aussagen.
- Ich-Botschaft: Du antwortest ruhig.
- Respekt: Du nimmst Hilfreiches an und setzt Grenzen.

Was gutes Feedback ausmacht
Gutes Feedback ist konkret, sachlich und respektvoll. Es nennt ein beobachtbares Verhalten und möglichst ein Beispiel.
Ein Satz wie „Beim Vorlesen waren einige Wörter sehr leise“ hilft mehr als „Du kannst das nicht“.

Drei Prüffragen
- Beobachtung: Was genau hat die Person bemerkt?
- Wirkung: Wie wirkte mein Sprechen oder Verhalten?
- Nächster Schritt: Was kann ich ausprobieren?
Feedback annehmen: vier Schritte

- Stoppen: Atme ruhig. Unterbrich nicht sofort.
- Zuhören: Sieh die Person an, wenn das für Dich passt.
- Klären: Frage nach einem Beispiel.
- Entscheiden: Wähle einen hilfreichen nächsten Schritt.
Aktives Zuhören bedeutet: aufmerksam sein, ausreden lassen und zeigen, was Du verstanden hast.[2]
Hilfreiche Sätze
- Zuhörsignal: „Okay, ich höre zu.“
- Zusammenfassung: „Du meinst, dass ich zu schnell gesprochen habe.“
- Nachfrage: „Kannst Du mir ein Beispiel nennen?“
- Bedenkzeit: „Ich denke kurz darüber nach.“
- Dank: „Danke für den Hinweis.“
- Grenze: „Bitte sag es sachlich und ohne Beleidigung.“

Zuhören mit Augen, Ohren und Haltung
Beim Zuhören helfen eine ruhige Körperhaltung, passende Mimik und kurze Signale wie „mhm“ oder ein Nicken. Blickkontakt kann helfen, ist aber nicht für alle Menschen angenehm.
Wichtig ist: Du zeigst auf eine für Dich passende Weise, dass Du aufmerksam bist.

Du darfst prüfen und Grenzen setzen
Du darfst Feedback ablehnen, wenn es beleidigend, unklar oder nur abwertend ist. Bitte dann um eine sachliche Formulierung.
Beispiel: „Ich möchte zuhören. Bitte nenne das Verhalten und bleib respektvoll.“
Sachliches Feedback soll Verhalten beschreiben und nicht die ganze Person abwerten.[3]

Mini-Beispiel
Feedback: „Bei Deinem Vortrag habe ich den Schluss kaum gehört.“
Gute Antwort: „Du meinst, ich war am Ende zu leise. An welcher Stelle genau?“
Nächster Schritt: „Beim nächsten Mal mache ich vor dem Schluss eine Pause und spreche lauter.“
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Feedback in einem Gespräch? (Eine Rückmeldung) (!Ein Befehl) (!Eine Strafe) (!Ein Geheimnis)
Was tust Du zuerst, wenn Du Feedback bekommst? (Du hörst zu) (!Du gehst sofort weg) (!Du redest lauter) (!Du wechselst das Thema)
Welche Frage klärt ungenaues Feedback? (Kannst Du ein Beispiel nennen?) (!Wer ist schuld?) (!Warum bist Du immer so?) (!Muss ich das glauben?)
Was gehört zum aktiven Zuhören? (Die Person ausreden lassen) (!Die Antwort schon planen) (!Jedes Wort bewerten) (!Nebenbei Nachrichten lesen)
Welche Antwort zeigt eine Zusammenfassung? (Du meinst, ich habe zu schnell gesprochen) (!Das stimmt niemals) (!Du redest selbst zu schnell) (!Ich höre jetzt nicht mehr zu)
Musst Du jedes Feedback übernehmen? (Nein, Du darfst es prüfen) (!Ja, immer sofort) (!Ja, auch bei Beleidigungen) (!Nein, Du darfst nie zuhören)
Woran erkennst Du hilfreiches Feedback? (Es nennt ein konkretes Verhalten) (!Es macht die Person klein) (!Es bleibt absichtlich unklar) (!Es enthält nur Vorwürfe)
Was hilft bei starken Gefühlen? (Eine kurze Pause) (!Ein Gegenangriff) (!Lautes Unterbrechen) (!Eine Beleidigung)
Welche Grenze ist respektvoll formuliert? (Bitte sag es sachlich) (!Sei endlich still) (!Du bist unmöglich) (!Mit Dir rede ich nie)
Was ist ein guter nächster Schritt nach Feedback? (Eine kleine Veränderung ausprobieren) (!Alles vergessen) (!Die andere Person bestrafen) (!Kein Gespräch mehr führen)
Memory
| Feedback | Rückmeldung |
| Zuhören | Ausreden lassen |
| Nachfrage | Beispiel erbitten |
| Pause | Gefühle beruhigen |
| Grenze | Respekt einfordern |
| Transfer | Veränderung ausprobieren |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Feedback annehmen |
|---|---|
| Zuhören | Nicht unterbrechen |
| Zusammenfassen | Gehörtes mit eigenen Worten sagen |
| Nachfragen | Ein Beispiel erbitten |
| Prüfen | Über die Rückmeldung nachdenken |
| Handeln | Einen nächsten Schritt ausprobieren |
Kreuzworträtsel
| Rückmeldung | Welches deutsche Wort meint Feedback? |
| Zuhören | Was tust Du aufmerksam mit den Worten einer Person? |
| Beispiel | Was macht eine Rückmeldung genauer? |
| Respekt | Was muss in einem guten Gespräch erhalten bleiben? |
| Pause | Was hilft bei starken Gefühlen? |
| Frage | Womit kannst Du Unklares klären? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zuhörsatz: Schreibe drei kurze Sätze, mit denen Du zeigst, dass Du zuhörst.
- Gefühlspause: Übe eine ruhige Pause mit drei Atemzügen.
- Feedbackkarte: Gestalte eine Karte mit den Wörtern „zuhören – fragen – prüfen – handeln“.
- Satzvergleich: Formuliere einen verletzenden Satz in sachliches Feedback um.
Standard
- Rollenspiel: Spielt zu zweit ein Feedbackgespräch über einen kurzen Vortrag.
- Beobachtungsbogen: Notiere, ob die Person ausreden durfte, nachfragte und zusammenfasste.
- Audioaufnahme: Nimm eine ruhige Antwort auf Feedback auf und prüfe Tempo und Lautstärke.
- Interview: Frage drei Personen, was ihnen beim Annehmen von Feedback hilft.
Schwer
- Konfliktfall: Entwickle einen Dialog, in dem Feedback zuerst unfair klingt und dann sachlich geklärt wird.
- Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video zu den vier Schritten beim Feedback-Annehmen.
- Klassenregel: Entwerft gemeinsame Regeln für respektvolle Rückmeldungen.
- Selbstexperiment: Probiere eine Woche lang einen Feedbacksatz aus und werte Deine Erfahrungen aus.


Lernkontrolle
- Fallanalyse: Eine Person sagt: „Dein Vortrag war schlecht.“ Erkläre, wie Du die Aussage klären und in hilfreiches Feedback verwandeln kannst.
- Dialogfortsetzung: Schreibe eine Antwort auf kritisches Feedback. Nutze Zusammenfassung, Nachfrage und nächsten Schritt.
- Perspektivwechsel: Beschreibe, warum dieselbe Rückmeldung bei zwei Menschen verschieden wirken kann.
- Grenzen setzen: Entwickle eine respektvolle Reaktion auf beleidigendes Feedback und begründe Deine Wortwahl.
- Transfer: Übertrage die vier Schritte auf Feedback im Sport, in der Ausbildung oder in einer Gruppenarbeit.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:
- ein kurzes Rollenspiel zum Feedback-Annehmen,
- eine passende Nachfrage,
- eine klare Zusammenfassung,
- einen respektvollen Satz zur Grenze,
- eine Reflexion über Deinen nächsten Schritt.
OERs zum Thema
Quellen
Verknüpfte Lernbereiche
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