Elvis Presley - Aloha from Hawaii


Elvis Presley - Aloha from Hawaii
Elvis Presley – Aloha from Hawaii

Einleitung
Aloha from Hawaii via Satellite war ein international übertragenes Konzert von Elvis Presley, das am 14. Januar 1973 kurz nach Mitternacht in der Arena des damaligen Honolulu International Center auf Hawaii stattfand. Die Sendung verband Popmusik, Fernsehen, Satellitenkommunikation, Bühnendesign, Mode, Wohltätigkeit und weltweite Medienkultur. Sie gilt als ein Schlüsselereignis der frühen globalen Fernsehunterhaltung.
Der aiMOOC richtet sich besonders an Lernende ab Klasse 9 sowie an Kurse der Oberstufe, Ausbildung und Hochschule. Du untersuchst nicht nur historische Daten, sondern auch die Wirkung von Musik, Bildregie, Technik und Starinszenierung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Medienkompetenz: Häufig genannte Zuschauerzahlen und Superlative werden nicht unkritisch übernommen, sondern anhand ihrer Quellen und ihrer Messbarkeit bewertet.
Beobachtungsauftrag zum Konzertvideo: Achte beim Sehen auf Kameraperspektiven, Schnittfolgen, Licht, Bühnenwege, Interaktion mit dem Publikum, Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker sowie die sichtbaren Zeichen amerikanischer und hawaiischer Kultur. Notiere, welche Elemente spontan wirken und welche vermutlich genau geplant wurden.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du die historische Bedeutung von Aloha from Hawaii erklären, die Grundidee einer Satellitenübertragung beschreiben, musikalische und visuelle Gestaltungsmittel analysieren und Aussagen über Reichweite oder Einzigartigkeit des Ereignisses quellenkritisch prüfen. Du kannst außerdem beurteilen, wie ein Konzert zugleich als Live-Ereignis, Fernsehsendung, Tonträger, Werbekampagne und Wohltätigkeitsaktion funktioniert.
Überblick
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Künstler | Elvis Presley |
| Titel | Aloha from Hawaii via Satellite |
| Hauptkonzert | 14. Januar 1973, kurz nach Mitternacht nach hawaiischer Ortszeit |
| Ort | Arena des damaligen Honolulu International Center, heute Teil des Neal S. Blaisdell Center |
| Generalprobe | 12. Januar 1973 vor Publikum und als technische Sicherheitsaufnahme gefilmt |
| Produktion und Regie | Marty Pasetta |
| Fernsehverbreitung | Live per Satellit in Teilen Asiens und Ozeaniens, zeitversetzt in weiteren Regionen; US-Ausstrahlung am 4. April 1973 |
| Mitwirkende | TCB Band, The Sweet Inspirations, J. D. Sumner and the Stamps, Kathy Westmoreland und das Orchester von Joe Guercio |
| Wohltätiger Zweck | Spenden für den Kui Lee Cancer Fund |
| Begleitender Tonträger | Doppelalbum Aloha from Hawaii via Satellite |
Historischer Kontext
Elvis Presley zu Beginn der 1970er Jahre
Elvis Presley hatte in den 1950er Jahren den Rock ’n’ Roll international geprägt und war danach über viele Jahre stark als Filmschauspieler tätig. Mit dem Fernsehspecial von 1968 und der Rückkehr zu regelmäßigen Bühnenauftritten begann eine neue Phase seiner Karriere. Bis 1973 war er nicht mehr nur als früher Rock-’n’-Roll-Rebell bekannt, sondern als etablierter Entertainer, dessen Konzerte Elemente aus Rockmusik, Popmusik, Country-Musik, Blues, Gospel und großem Orchesterklang verbanden.
Aloha from Hawaii knüpfte an diese Entwicklung an. Das Projekt sollte Presleys Live-Präsenz einem internationalen Publikum vermitteln, ohne dass er selbst eine Welttournee unternahm. Das Konzert war deshalb zugleich musikalische Darbietung und Demonstration moderner Kommunikationstechnik.
Planung, Probe und Hauptkonzert
Das ursprünglich früher geplante Projekt wurde auf Januar 1973 verschoben. Presley reiste am 9. Januar nach Hawaii und bereitete sich mit Band, Gesangsgruppen, Orchester und Fernsehteam vor. Am 12. Januar fand eine vollständige Generalprobe vor Publikum statt. Sie wurde aufgezeichnet, damit bei technischen Problemen mit der Hauptübertragung verwendbares Material vorhanden gewesen wäre.
Das Hauptkonzert begann am 14. Januar gegen 0:30 Uhr hawaiischer Zeit. Der ungewöhnliche Zeitpunkt war auf die internationale Ausstrahlung abgestimmt: Während es in Honolulu Nacht war, konnten wichtige Zielregionen in Asien und Ozeanien das Ereignis zu günstigeren Tageszeiten empfangen. In den Vereinigten Staaten wurde das Special nicht gleichzeitig live gezeigt, sondern am 4. April 1973 in einer bearbeiteten Fassung ausgestrahlt.

Die australische Ankündigung verdeutlicht, dass das Ereignis schon vor der Ausstrahlung als internationales Medienereignis vermarktet wurde. Solches Werbematerial ist zugleich historische Quelle und Teil der Inszenierung. Es informiert, möchte aber auch Aufmerksamkeit erzeugen und Erwartungen steigern.
Satellitentechnik und globale Fernsehverbreitung
Wie die Übertragung funktionierte
Bei einer Satellitenübertragung wird ein Fernsehsignal zunächst von einer Bodenstation zu einem Kommunikationssatelliten gesendet. Dieser empfängt das Signal, verstärkt beziehungsweise verarbeitet es technisch und sendet es zu einer anderen Bodenstation zurück. Von dort gelangt das Programm in nationale oder regionale Fernsehnetze.
1973 war diese Form der internationalen Live-Verbindung noch wesentlich aufwendiger und außergewöhnlicher als heute. Mehrere technische und organisatorische Systeme mussten ineinandergreifen: Kameras und Tonaufnahme in der Arena, mobile Übertragungseinheiten, Leitungen zu Bodenstationen, Satellitenkapazitäten, Empfangsstationen, nationale Sendeanstalten sowie unterschiedliche Zeitzonen und Programmpläne.
Wichtig: Die Formulierung „live in der ganzen Welt“ vereinfacht die tatsächliche Verbreitung. Teile Asiens und Ozeaniens sahen die Übertragung live, andere Regionen zeitversetzt. Die USA erhielten ihre eigene Fernsehausstrahlung erst im April. Historisch präziser ist daher die Aussage, dass es sich um eine wegweisende internationale Satellitenübertragung eines abendfüllenden Konzerts eines Solokünstlers handelte.

Von 1973 zum Streamingzeitalter
Heute können Konzerte über Livestreaming, soziale Netzwerke und Mediatheken weltweit verbreitet werden. Der technische Aufwand ist weiterhin beträchtlich, aber digitale Netze erlauben zusätzlich Rückkanäle: Zuschauerinnen und Zuschauer kommentieren, teilen, reagieren oder wählen verschiedene Kameraperspektiven. 1973 verlief die Kommunikation weitgehend in eine Richtung. Das Publikum empfing ein zentral produziertes Signal.
Der Vergleich zeigt einen grundlegenden Wandel der Mediengeschichte: Aus einem seltenen globalen Fernsehmoment wurde eine alltäglicher verfügbare Form weltweiter Echtzeitkommunikation. Dennoch bleibt die Frage aktuell, wer technische Infrastruktur, Bildauswahl, Plattformzugang und Verbreitungsrechte kontrolliert.
Fernsehproduktion und visuelle Inszenierung
Regie und Bühne
Produzent und Regisseur Marty Pasetta entwickelte eine Bühne, die für die Fernsehkameras ebenso funktionieren musste wie für das Publikum in der Arena. Die Bühne war vergleichsweise niedrig angelegt und verfügte über einen Laufsteg. So konnte Presley sich dem Saalpublikum nähern, während die Kameras unterschiedliche Distanzen und Blickrichtungen erhielten.
Im Hintergrund erschienen leuchtende Schriftzeichen und grafische Elemente. Spiegel, Lichtflächen und erhöhte Positionen für Band und Chor erzeugten räumliche Tiefe. Die Anordnung machte deutlich, dass ein Fernsehkonzert nicht einfach nur ein abgefilmtes Bühnenereignis ist. Kamerawege, Bildausschnitte, Beleuchtung und Schnitt bestimmen mit, wie die Musik wahrgenommen wird.
Kamera, Schnitt und Präsenz
Die Fernsehregie wechselt zwischen Nahaufnahmen, Halbtotalen und Übersichten. Nahaufnahmen zeigen Mimik, Schweiß, Blickrichtung und kleine Gesten. Weite Einstellungen vermitteln Bühne, Orchester, Chor und Publikum. Der Schnitt folgt häufig musikalischen Einsätzen, Spannungssteigerungen oder Bewegungen des Sängers.
Dadurch entsteht eine doppelte Präsenz: Presley tritt vor mehreren Tausend Menschen in der Arena auf, richtet sich aber über die Kamera zugleich an einzelne Menschen vor ihren Fernsehgeräten. Der direkte Blick in Richtung Kamera kann Nähe erzeugen, obwohl Künstler und Publikum räumlich weit voneinander entfernt sind.
Der American-Eagle-Jumpsuit

Der weiße, von Bill Belew entworfene American-Eagle-Jumpsuit wurde zu einem der bekanntesten Bühnenkostüme Presleys. Der Adler, die Farben Rot, Blau und Gold sowie der breite Gürtel bezogen sich sichtbar auf Symbolik der Vereinigten Staaten. Weiß reflektierte das Bühnenlicht stark und hob den Sänger vor dem dunkleren Bühnenraum hervor.
Das Kostüm erfüllte mehrere Funktionen gleichzeitig: Es unterstützte Bewegungsfreiheit, war aus der Entfernung gut erkennbar, wirkte in Nahaufnahmen detailreich und formte ein wiedererkennbares Starbild. Kleidung wird hier zu einem Mittel visueller Kommunikation und kultureller Selbstdarstellung.
Musik und Aufführungspraxis
Stilistische Vielfalt
Das Programm verband bekannte Presley-Titel mit Bearbeitungen fremder Kompositionen. Zu hören waren unter anderem Rock-’n’-Roll-Nummern, Balladen, Blues, Country-Einflüsse und dramatisch orchestrierte Stücke. Der Beginn mit Also sprach Zarathustra von Richard Strauss zitierte die monumentale Klangwelt, die viele Zuschauerinnen und Zuschauer aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum kannten. Danach führte See See Rider in den eigentlichen Konzertablauf.
Zu den besonders markanten Teilen gehörten Burning Love, Steamroller Blues, My Way, Suspicious Minds, An American Trilogy und Can’t Help Falling in Love. Diese Auswahl zeigt, wie Presley ältere Hits, aktuelle Titel, Standards und groß angelegte Konzertarrangements zu einer eigenen Bühnenerzählung verband.
Hörauftrag zu „An American Trilogy“: Beschreibe, wie Lautstärke, Tempo, Orchester, Chor und Presleys Stimme Spannung aufbauen. Unterscheide zwischen musikalischer Beobachtung und persönlicher Bewertung. Zitiere keine längeren Liedtexte, sondern benenne hörbare Gestaltungsmittel.
Band, Chöre und Orchester
Presley stand nicht allein auf der Bühne. Die TCB Band bildete das rhythmische und harmonische Fundament. Zu den zentralen Musikern gehörten James Burton an der Leadgitarre, John Wilkinson an der Rhythmusgitarre, Jerry Scheff am Bass, Ronnie Tutt am Schlagzeug und Glen D. Hardin am Klavier. Hinzu kamen Charlie Hodge, die Gesangsgruppe The Sweet Inspirations, J. D. Sumner and the Stamps, Sopranistin Kathy Westmoreland und das Orchester unter Joe Guercio.
Diese große Besetzung ermöglichte schnelle Wechsel zwischen intimen Passagen und monumentalen Höhepunkten. Für eine Analyse ist deshalb wichtig, nicht nur auf die Hauptstimme zu achten. Basslinien, Schlagzeugakzente, Gitarrenfiguren, Chorsätze und Orchesterfarben tragen entscheidend zur Wirkung bei.
Hörauftrag zu „My Way“: Untersuche die Entwicklung vom zurückhaltenden Beginn zum kraftvollen Schluss. Achte auf Atemführung, Phrasierung, Dynamik, Orchesterzuwachs und Kameranähe. Erläutere, wie musikalische und visuelle Steigerung zusammenwirken.
Live-Eindruck und genaue Planung
Das Konzert vermittelt Spontaneität durch Zurufe, Publikumsreaktionen, Gesten und kleine Variationen. Gleichzeitig war die Produktion detailliert vorbereitet. Ablauf, Bühnenbild, Beleuchtung, Kamerapositionen und internationale Signalwege mussten planbar sein. Die besondere Wirkung entsteht gerade aus diesem Spannungsverhältnis: Eine kontrollierte Großproduktion soll den Eindruck eines unmittelbaren, einmaligen Augenblicks bewahren.
Wohltätigkeit und gesellschaftliche Dimension
Das Konzert unterstützte den Kui Lee Cancer Fund, der nach dem Tod des hawaiischen Songwriters Kui Lee eingerichtet worden war. Statt eines gewöhnlichen festen Eintrittspreises wurden Spenden gesammelt. Presley und sein Umfeld beteiligten sich ebenfalls. Insgesamt kamen 75.000 US-Dollar zusammen und damit deutlich mehr als das zuvor genannte Ziel von 25.000 US-Dollar.
Presley sang im Konzert I’ll Remember You, ein Lied von Kui Lee. Dadurch verband sich die Spendenaktion mit dem musikalischen Programm. Für die Bewertung bleibt dennoch eine wichtige Frage: Diente die Wohltätigkeit ausschließlich einem sozialen Zweck oder zugleich dem positiven öffentlichen Bild aller Beteiligten? Beides kann gleichzeitig zutreffen. Kritische Medienanalyse sucht nicht vorschnell nach nur einer Erklärung.
Reichweite, Werbung und Quellenkritik
Die berühmte Zuschauerzahl
Für Aloha from Hawaii werden häufig Zuschauerzahlen zwischen einer und eineinhalb Milliarden Menschen genannt. Solche Angaben prägten die Legende des Ereignisses. Sie sind jedoch schwer exakt zu überprüfen, weil 1973 keine weltweit einheitliche Messung existierte. Teilweise werden mögliche technische Reichweite, Zahl angeschlossener Länder, Haushalte und tatsächliche Zuschauerinnen und Zuschauer miteinander vermischt.
Eine quellenkritische Formulierung lautet deshalb: Das Konzert erreichte über internationale Satelliten- und Fernsehnetze ein außergewöhnlich großes Publikum; die oft wiederholten Milliardenzahlen sind Schätzungen und sollten nicht als exakt gemessene Werte behandelt werden.
Das Ereignis als Medienverbund
Das Projekt bestand nicht nur aus einer Sendung. Es umfasste Pressekonferenzen, Werbung, Fotografien, eine Generalprobe, die Live-Aufführung, nationale Fernsehfassungen, zusätzliche Studioaufnahmen, ein Doppelalbum sowie spätere Video- und Neuveröffentlichungen. Ein und dasselbe Ereignis wurde also in verschiedene Medienformate übersetzt.
Dieser Medienverbund verstärkte die Reichweite und verlängerte die Lebensdauer des Konzerts. Wer das Ereignis erst später auf Schallplatte, Videokassette, DVD, Blu-ray oder Onlinevideo kennenlernte, erlebte keine identische Situation, sondern eine jeweils technisch und redaktionell geprägte Fassung.
Tonträger und Nachwirkung
Das Livealbum Aloha from Hawaii via Satellite erschien kurz nach dem Konzert als Doppelalbum. Es erreichte die Spitze der US-amerikanischen Pop- und Country-Albumcharts und wurde zu einem bedeutenden Verkaufserfolg. Die Veröffentlichung zeigt, wie Fernsehproduktion und Tonträgermarkt zusammenarbeiteten: Die Sendung bewarb die Musik, während das Album das flüchtige Fernsehereignis dauerhaft verfügbar machte.
Zum fünfzigsten Jubiläum erschien 2023 eine neu gemischte und restaurierte Edition mit Hauptkonzert, Generalprobe, Bonusaufnahmen und einer Videoveröffentlichung. Solche Restaurierungen werfen Fragen auf: Wie stark darf historisches Material klanglich oder visuell verändert werden? Wann verbessert Technik die Zugänglichkeit, und wann verändert sie den historischen Charakter?
Das Konzert blieb ein Bezugspunkt für spätere globale Musiksendungen, Benefizkonzerte und Livestreams. Seine Bedeutung liegt nicht darin, dass danach jede Grenze verschwunden wäre, sondern darin, dass es eindrucksvoll zeigte, wie Unterhaltung, Satellitentechnik und internationale Vermarktung zu einem gemeinsamen Ereignis verbunden werden konnten.
Anleitung zur Konzertanalyse
Nutze für eine strukturierte Analyse fünf Perspektiven:
| Perspektive | Leitfragen |
|---|---|
| Musik | Welche Instrumente hörst Du? Wie verändern sich Tempo, Dynamik, Klangfarbe und Form? |
| Performance | Wie setzt Presley Stimme, Körperhaltung, Gestik, Blick und Bewegung ein? |
| Fernsehen | Welche Kameraperspektiven und Schnitte lenken Deine Aufmerksamkeit? |
| Technik | Welche Voraussetzungen waren für eine internationale Übertragung notwendig? |
| Gesellschaft | Welche Vorstellungen von Star, Nation, Wohltätigkeit und Weltöffentlichkeit werden vermittelt? |
Trenne bei Deinen Notizen drei Ebenen: Beobachtung beschreibt, was hör- oder sichtbar ist. Deutung erklärt eine mögliche Bedeutung. Bewertung formuliert ein begründetes Urteil. Diese Unterscheidung verhindert, dass persönliche Eindrücke fälschlich als objektive Tatsachen erscheinen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
In welcher Stadt fand das Hauptkonzert statt? (Honolulu) (!Memphis) (!Las Vegas) (!New York)
An welchem Datum fand das Hauptkonzert statt? (14. Januar 1973) (!4. April 1973) (!12. Januar 1972) (!16. August 1977)
Welche Technik ermöglichte die internationale Signalübertragung? (Satellitenkommunikation) (!Unterseekabeltelefonie) (!Mittelwellenradio) (!Stummfilmprojektion)
Wer produzierte und inszenierte das Fernsehkonzert? (Marty Pasetta) (!Bill Belew) (!James Burton) (!Joe Guercio)
Welchem Zweck dienten die beim Konzert gesammelten Spenden? (Dem Kui Lee Cancer Fund) (!Dem Bau eines neuen Tonstudios) (!Der Finanzierung einer Welttournee) (!Dem Kauf eines Fernsehsenders)
Welche Gruppe gehörte zu Presleys musikalischer Begleitung? (TCB Band) (!The Beach Boys) (!ABBA) (!Led Zeppelin)
Welches Tier prägte Presleys bekanntes Bühnenkostüm? (Adler) (!Löwe) (!Pferd) (!Hai)
Warum wurde die Generalprobe vollständig gefilmt? (Sie diente auch als technische Sicherheitsaufnahme) (!Sie sollte das Hauptkonzert vollständig ersetzen) (!Sie war nur für eine Nachrichtensendung bestimmt) (!Sie fand ohne Musiker statt)
Wann wurde das Special erstmals in den Vereinigten Staaten ausgestrahlt? (4. April 1973) (!14. Januar 1973) (!12. Januar 1973) (!1. Januar 1974)
Wie sollten die oft genannten Milliardenzahlen bewertet werden? (Als schwer überprüfbare Schätzungen) (!Als weltweit exakt gezählte Einzelpersonen) (!Als Zahl der verkauften Konzertkarten) (!Als Zahl der beteiligten Fernsehsender)
Memory
| Honolulu | Ort des Hauptkonzerts |
| Marty Pasetta | Produzent und Regisseur |
| Bill Belew | Designer des Bühnenkostüms |
| TCB Band | Rhythmische Kernbesetzung |
| Kui Lee Cancer Fund | Empfänger der Spenden |
| Satellit | Internationale Signalweiterleitung |
| Generalprobe | Technische Sicherheitsaufnahme |
| American Eagle | Motiv des weißen Jumpsuits |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Satellitenübertragung | Weiterleitung des Fernsehsignals über den Weltraum |
| Generalprobe | Vollständiger Testlauf vor dem Hauptkonzert |
| Nahaufnahme | Bildausschnitt zur Betonung von Gesicht und Ausdruck |
| Wohltätigkeitskonzert | Veranstaltung zugunsten eines sozialen Zwecks |
| Quellenkritik | Prüfung von Herkunft, Absicht und Zuverlässigkeit einer Aussage |
Kreuzworträtsel
| Honolulu | In welcher Stadt fand das Konzert statt? |
| Satellit | Welche Technik leitete das Signal über große Entfernungen weiter? |
| Pasetta | Wie lautet der Nachname des Produzenten und Regisseurs? |
| Adler | Welches Tier schmückte Presleys Bühnenkostüm? |
| Spende | Wie heißt eine freiwillige Geldgabe für einen guten Zweck? |
| Orchester | Welcher große Instrumentalklangkörper ergänzte die Band? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Zeitleiste: Gestalte eine Zeitleiste mit Planung, Generalprobe, Hauptkonzert, US-Ausstrahlung, Albumveröffentlichung und Jubiläumsausgabe.
- Bildanalyse: Beschreibe eines der eingebundenen Bilder sachlich und trenne Beobachtung, Deutung und Bewertung.
- Hörprotokoll: Wähle einen Konzerttitel und notiere Instrumente, Dynamik, Tempo, Stimme und auffällige Momente.
- Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz aus Konzert, Fernsehen, Satellit, Publikum, Werbung, Tonträger und Wohltätigkeit.
Standard
- Videoanalyse: Analysiere drei Minuten des Konzertvideos mit einem Einstellungsprotokoll aus Zeit, Kameraperspektive, Bildinhalt, Ton und Wirkung.
- Medienvergleich: Vergleiche eine Liveaufnahme von 1973 mit einem heutigen Konzertstream hinsichtlich Technik, Zugang, Interaktion und Geschäftsmodell.
- Kostümdesign: Entwirf ein Bühnenkostüm für ein heutiges globales Konzert und begründe Material, Farben, Symbolik und Kamerawirkung.
- Podcast: Produziere einen fünfminütigen Podcast, der die historische Bedeutung des Konzerts erklärt und mindestens zwei überprüfbare Quellen unterscheidet.
Schwer
- Quellenkritik: Recherchiere mindestens vier voneinander unabhängige Angaben zur weltweiten Zuschauerzahl. Vergleiche Formulierungen, Belege, Interessen und Unsicherheiten.
- Musikanalyse: Untersuche den Spannungsaufbau in einem vollständigen Konzertstück anhand von Form, Harmonik, Rhythmus, Dynamik, Instrumentation und Interpretation.
- Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung mit den Stationen Technik, Musik, Bühne, Kostüm, Wohltätigkeit und Nachwirkung. Verfasse Objekttexte und ein Vermittlungskonzept.
- Dokumentarfilm: Erstelle ein Storyboard für einen achtminütigen Dokumentarfilm über das Konzert. Kennzeichne Archivmaterial, Kommentar, Interviewfragen, Musikrechte und Quellen.


Lernkontrolle
- Globale Medienereignisse: Erkläre, warum das Konzert zugleich live, zeitversetzt und nachträglich bearbeitet sein konnte. Beziehe Zeitzonen, nationale Sendepläne und technische Verteilung ein.
- Inszenierung und Authentizität: Beurteile die Aussage „Ein Livekonzert ist ungeplant und deshalb authentisch“. Nutze Beispiele aus Probe, Regie, Bühnenbild und Publikumsinteraktion.
- Technik und Macht: Analysiere, wie technische Infrastruktur bestimmt, wer ein Ereignis sehen kann und wer über Bildauswahl, Zeitpunkt und Zugang entscheidet.
- Starimage: Zeige am Kostüm, an Kameraführung und musikalischer Dramaturgie, wie ein wiedererkennbares öffentliches Bild von Elvis Presley erzeugt wurde.
- Wohltätigkeit und Öffentlichkeit: Diskutiere Chancen und Grenzen prominenter Benefizveranstaltungen. Berücksichtige Spendenerfolg, Aufmerksamkeit, Eigenwerbung und Nachhaltigkeit.
- Zahlen in den Medien: Entwickle Kriterien, mit denen Du eine spektakuläre Reichweitenangabe prüfst. Wende sie auf die behauptete Milliardenzuschauerzahl an.
- Medienwandel: Übertrage die Grundidee von Aloha from Hawaii auf ein heutiges globales Onlinekonzert. Begründe, welche Elemente bleiben und welche sich durch digitale Plattformen verändern.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du folgende Leistungen verbinden:
- Sachkompetenz: Du ordnest Ort, Zeit, Beteiligte, Übertragungsform und wohltätigen Zweck korrekt ein.
- Musikalische Analyse: Du beschreibst Stimme, Instrumentation, Form, Dynamik und Aufführungspraxis mit passenden Fachbegriffen.
- Filmanalyse: Du untersuchst Einstellungsgrößen, Kamerabewegung, Schnitt, Licht und Bühnenraum.
- Medienkompetenz: Du unterscheidest Liveübertragung, zeitversetzte Ausstrahlung, Aufzeichnung und spätere Bearbeitung.
- Quellenkritik: Du kennzeichnest unsichere Reichweitenangaben als Schätzungen und vergleichst Herkunft sowie Absicht der Quellen.
- Transfer: Du stellst begründete Bezüge zu Livestreaming, globalen Medienereignissen oder heutigen Benefizformaten her.
- Darstellung: Du präsentierst Ergebnisse nachvollziehbar, belegst Aussagen und trennst Beobachtung, Deutung und Urteil.
Als Lernprodukt eignen sich eine schriftliche Analyse, ein Erklärvideo, ein Podcast, eine digitale Ausstellung oder eine moderierte Präsentation. Der Lernnachweis soll eigene Analyse enthalten und darf nicht nur historische Fakten wiederholen.
Quellen und Medien zur Vertiefung
- Graceland: The Concert Seen Around the World – Überblick des offiziellen Graceland-Blogs zu Planung, Spenden und Ausstrahlung.
- Legacy Recordings: 50th Anniversary Edition – Angaben zu Aufnahmen, Album, Technik und Restaurierung.
- Wikimedia Commons – frei zugängliche Mediendateien und Lizenzinformationen.
- Elvis Presley auf YouTube – offizieller Künstlerkanal mit einzelnen Konzertaufnahmen.
Bei externen Quellen prüfst Du Autorenschaft, Veröffentlichungsdatum, Nähe zum Rechteinhaber, mögliche Werbeinteressen und die Nachvollziehbarkeit konkreter Zahlen.
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