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Elvis Presley – Too Much

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Elvis Presley – Too Much




Elvis Presley – Too Much

Elvis Presley – Too Much ist ein aiMOOC über die Entstehung, musikalische Gestaltung, Veröffentlichung und kulturgeschichtliche Bedeutung des Songs Too Much in der Version von Elvis Presley. Du untersuchst eine Aufnahme aus der frühen Hochphase des Rock ’n’ Roll, lernst die beteiligten Musiker kennen und setzt Dich kritisch mit Musikindustrie, Fernsehen, Charts, Urheberrecht und der gesellschaftlichen Wirkung populärer Musik auseinander.

Der Kurs verzichtet bewusst auf die vollständige Wiedergabe des urheberrechtlich geschützten Liedtextes. Stattdessen arbeitest Du mit Hörbeobachtungen, Inhaltsangaben, historischen Quellen und eigenen Analysen.


Einleitung

Too Much wurde von Elvis Presley am 2. September 1956 im Studio Radio Recorders in Hollywood aufgenommen und im Januar 1957 als Single bei RCA Victor veröffentlicht. Als Urheber werden Lee Rosenberg und Bernard Weinman genannt. Auf der B-Seite der Single befand sich Playing for Keeps.

Die Aufnahme entstand in einer entscheidenden Phase von Presleys Karriere. Im Jahr 1956 war er durch Schallplatten, Konzerte, Kinofilme und landesweite Fernsehauftritte zu einem Massenphänomen geworden. Seine Musik verband Einflüsse aus Rhythm and Blues, Blues, Gospel, Country-Musik und populärer Unterhaltungsmusik. Diese Verbindungen sind wesentlich für das Verständnis des frühen Rock ’n’ Roll.

Too Much eignet sich besonders gut für eine fächerübergreifende Untersuchung. Im Musikunterricht kannst Du Rhythmus, Besetzung, Arrangement und Gesang analysieren. Im Englischunterricht kannst Du die Aussage des Titels, die Sprecherhaltung und sprachliche Wiederholungen untersuchen. In Geschichte, Politische Bildung und Medienbildung kannst Du erforschen, wie Fernsehen, Plattenfirmen, Jugendkultur und gesellschaftliche Konflikte den Erfolg populärer Musik beeinflussten.


Lernziele

Nach der Bearbeitung dieses aiMOOCs kannst Du:

  1. Musikalische Merkmale einer frühen Rock-’n’-Roll-Aufnahme hörend beschreiben.
  2. Instrumente und Stimmen nach ihrer Funktion im Arrangement unterscheiden.
  3. Elvis Presleys Aufnahme in die Musik- und Mediengeschichte der 1950er-Jahre einordnen.
  4. Den Unterschied zwischen Komposition, Interpretation, Tonaufnahme und Vermarktung erklären.
  5. Historische Musikcharts quellenkritisch auswerten.
  6. Die Rolle von Fernsehen, Schallplatte und Jugendkultur für die Verbreitung populärer Musik beurteilen.
  7. Eine Liedaussage zusammenfassen, ohne geschützte Liedtexte unzulässig zu vervielfältigen.
  8. Eigene Hörurteile mit konkreten musikalischen Beobachtungen begründen.


Basisdaten zum Song

Merkmal Information
Titel Too Much
Interpret Elvis Presley
Urheberangabe Lee Rosenberg und Bernard Weinman
Aufnahmedatum 2. September 1956
Aufnahmeort Radio Recorders, Hollywood
Veröffentlichung Januar 1957
Plattenfirma RCA Victor
B-Seite Playing for Keeps
Stilistische Einordnung Rock ’n’ Roll mit Einflüssen aus Rhythm and Blues und Blues
Spieldauer ungefähr zweieinhalb Minuten


Entstehung und Vorgeschichte

Too Much war keine Erstkomposition für Elvis Presley. Eine frühere Aufnahme erschien bereits 1955 mit dem Sänger Bernard Hardison auf dem Label Republic Records. Presleys Version ist damit eine Coverversion. Eine Coverversion übernimmt ein bereits existierendes Werk, kann es aber durch Gesang, Tempo, Instrumentierung, Aufnahmeweise und Interpretation deutlich verändern.

Bei einer historischen Analyse solltest Du unterscheiden:

  1. Songwriting bezeichnet die Entstehung von Text und Komposition.
  2. Interpretation bezeichnet die konkrete künstlerische Ausführung eines Songs.
  3. Arrangement bezeichnet die Verteilung musikalischer Aufgaben auf Stimmen und Instrumente.
  4. Tonaufnahme bezeichnet die im Studio fixierte Aufführung.
  5. Musikvermarktung bezeichnet die Veröffentlichung, Bewerbung und Verbreitung des Produkts.


Die Aufnahmesitzung

Die Aufnahme entstand bei Radio Recorders in Hollywood. Elvis Presley arbeitete dort mit Musikern, die seinen Klang der 1950er-Jahre entscheidend prägten.

Beteiligte Person oder Gruppe Funktion bei der Aufnahme
Elvis Presley Hauptgesang sowie Gitarre und Klavier
Scotty Moore Gitarre
Bill Black Bass
D. J. Fontana Schlagzeug
Gordon Stoker Klavier
The Jordanaires Begleitgesang


Hörbeispiel

Hörauftrag: Beschreibe den Song mit fünf passenden Adjektiven. Begründe jedes Adjektiv mit einer hörbaren Eigenschaft.


Musikalische Analyse


Rhythmus und Groove

Der Song wirkt schnell, drängend und tanzorientiert. Bass, Klavier, Gitarre und Schlagzeug erzeugen einen körperlich wahrnehmbaren Groove. Typisch ist der Backbeat mit markanten Akzenten auf der zweiten und vierten Zählzeit.


Melodie und Gesang

Elvis Presley gestaltet die Gesangslinie mit deutlicher Artikulation, rhythmischer Beweglichkeit und wechselnden Klangfarben. Der wiederholte Titelbegriff wirkt als Hook, also als besonders einprägsames musikalisches und sprachliches Element.


Begleitgesang und Klangschichten

The Jordanaires bilden mit ihren Begleitstimmen eine zweite vokale Ebene. Das Wechselspiel zwischen Hauptgesang und Gruppe erinnert an Call and Response, ein Verfahren mit wichtigen Wurzeln in afroamerikanischen Musiktraditionen.


Instrumentierung und Arrangement

Hörebene Funktion
Bass Verbindet Grundpuls und harmonische Bewegung.
Schlagzeug Verstärkt Tanzimpuls und Formgliederung.
Gitarre Setzt rhythmische und melodische Akzente.
Klavier Verdichtet den Satz durch Akkorde und Einwürfe.
Begleitgesang Bestätigt und kommentiert den Hauptgesang.


Inhalt und Deutung

Der Liedtext beschreibt eine Liebesbeziehung aus der Perspektive einer Person, die ihre Zuneigung als übermäßig stark erlebt. Der Ausdruck too much kann liebevolle Übertreibung, emotionale Abhängigkeit, Bewunderung, Überforderung oder Kritik an fehlender Gegenseitigkeit ausdrücken.


Rock ’n’ Roll und kulturelle Verflechtungen

Rock ’n’ Roll entwickelte sich aus Wechselwirkungen zwischen Rhythm and Blues, Blues, Gospel, Boogie-Woogie, Country-Musik und weiteren Traditionen. Viele grundlegende musikalische Verfahren waren zuvor von afroamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern geprägt worden. Elvis Presley erfand diese Musikformen nicht, erreichte mit seinen Interpretationen jedoch ein sehr großes Massenpublikum. Eine verantwortliche Musikgeschichte würdigt Presleys Leistung und macht zugleich die Leistungen Schwarzer Musikerinnen und Musiker sichtbar.


Fernsehen, Image und Öffentlichkeit

Elvis Presley stellte Too Much am 6. Januar 1957 in The Ed Sullivan Show vor. Fernsehen verband Musik mit Körperbewegung, Kleidung, Mimik und Kameraführung und machte den Song zu einem audiovisuellen Ereignis.


Veröffentlichung und Chart-Erfolg

Die Single erschien bei RCA Victor mit Playing for Keeps auf der B-Seite. Im Jahr 1957 existierte die heutige einheitliche Billboard Hot 100 noch nicht. Billboard führte mehrere getrennte Listen. Too Much erreichte in einzelnen Verkaufs- und Jukebox-Listen Platz eins und in der damaligen Billboard-Liste Top 100 Platz zwei. Historische Chartangaben müssen deshalb stets die konkrete Liste nennen.


Urheberrecht und verantwortliches Arbeiten

Ein Song umfasst das Musikwerk, die konkrete Tonaufnahme und gegebenenfalls audiovisuelle Aufzeichnungen. Für schulische Projekte solltest Du keine vollständigen Liedtexte ohne Erlaubnis veröffentlichen, Bildlizenzen prüfen, Quellen nennen und eigene Analysen formulieren.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welchem Jahr nahm Elvis Presley Too Much auf? (1956) (!1954) (!1958) (!1960)




In welchem Studio entstand die Aufnahme? (Radio Recorders) (!Sun Studio) (!Abbey Road Studios) (!Motown Studio A)




Welche Funktion hatte Scotty Moore bei der Aufnahme? (Gitarre) (!Schlagzeug) (!Bass) (!Begleitgesang)




Welche Gruppe übernahm den Begleitgesang? (The Jordanaires) (!The Beatles) (!The Crickets) (!The Supremes)




Welcher Titel befand sich auf der B-Seite der Single? (Playing for Keeps) (!Hound Dog) (!Jailhouse Rock) (!Love Me Tender)




In welcher Fernsehsendung stellte Elvis Presley Too Much im Januar 1957 vor? (The Ed Sullivan Show) (!American Bandstand) (!Top of the Pops) (!The Tonight Show)




Welche Aussage beschreibt eine Coverversion richtig? (Neue Interpretation eines bereits vorhandenen Songs) (!Erste Skizze eines unveröffentlichten Songs) (!Instrument ohne elektrische Verstärkung) (!Sammlung eigener Kompositionen)




Warum muss eine historische Nummer-eins-Angabe genauer erklärt werden? (Es gab mehrere getrennte Chartlisten) (!Schallplatten hatten keine Katalognummern) (!Radiostationen spielten keine Singles) (!Musikcharts wurden erst 1980 erfunden)




Welches Instrument spielte Bill Black bei der Aufnahme? (Bass) (!Klavier) (!Saxofon) (!Trompete)




Was bezeichnet ein Hook in einem Popsong? (Ein besonders einprägsames Element) (!Eine technische Störung im Studio) (!Ein Vertrag mit einer Plattenfirma) (!Eine ausschließlich gesprochene Strophe)





Memory

Radio Recorders Aufnahmestudio
Scotty Moore Gitarre
Bill Black Bass
D. J. Fontana Schlagzeug
The Jordanaires Begleitgesang
RCA Victor Plattenlabel
Playing for Keeps B-Seite
Ed Sullivan Show Fernsehauftritt





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Arrangement Verteilung musikalischer Aufgaben
Coverversion Neue Interpretation eines vorhandenen Songs
Backbeat Markante rhythmische Akzente
Hook Besonders einprägsames Element
Single Veröffentlichung mit zwei Seiten





Kreuzworträtsel

Hollywood In welchem Stadtteil von Los Angeles lag das Aufnahmestudio?
Jordanaires Welche Gruppe sang die Begleitstimmen?
Presley Wie lautet der Nachname des Interpreten?
Rocknroll Welchem Musikstil wird der Song zugeordnet?
Fernsehen Welches Medium machte die Aufführung visuell erlebbar?
Rhythmus Welcher musikalische Bereich erzeugt den Bewegungsimpuls?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Elvis Presley nahm Too Much im Jahr

auf. Die Sitzung fand im Studio

statt. Die Plattenfirma war

. Auf der B-Seite befand sich

. Die Gitarre spielte

. Den Bass spielte

. Am Schlagzeug saß

. Die Begleitstimmen stammten von

. Im Januar 1957 präsentierte Presley den Titel in der

. Historische Erfolgsangaben müssen die jeweilige

nennen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Hörprotokoll: Notiere zehn hörbare Merkmale und ordne sie Stimme, Rhythmus, Instrumenten und Form zu.
  2. Instrumentenporträt: Gestalte eine Informationskarte zu einem Instrument der Aufnahme.
  3. Titelgestaltung: Entwirf ein alternatives Single-Cover mit frei lizenziertem oder eigenem Material.
  4. Begriffskarte: Erstelle eine Mindmap zu Rock ’n’ Roll, Coverversion, Hook, Backbeat und Begleitgesang.


Standard

  1. Formanalyse: Erstelle eine Zeitleiste der Aufnahme und markiere wiederkehrende Abschnitte.
  2. Performancevergleich: Vergleiche Studioaufnahme und Fernsehauftritt.
  3. Chartrecherche: Vergleiche zwei seriöse Quellen zu den Chartplatzierungen.
  4. Podcast: Produziere einen kurzen Beitrag über die Entstehung des Songs.


Schwer

  1. Kulturgeschichtliche Analyse: Untersuche die Verflechtung afroamerikanischer und weißer Musiktraditionen.
  2. Medieninszenierung: Analysiere den Fernsehauftritt mit Begriffen aus Musik- und Medienwissenschaft.
  3. Coverversionenvergleich: Vergleiche Presleys Aufnahme mit einer anderen Version.
  4. Ausstellungskonzept: Plane eine digitale Ausstellung zum exakten Titel Elvis Presley – Too Much.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Musik und Aussage: Erkläre, wie Rhythmus, Gesang und Wiederholung das emotionale Übermaß ausdrücken.
  2. Studio und Fernsehen: Beurteile die unterschiedliche Wirkung beider Medienformen.
  3. Erfolg als Netzwerk: Verbinde Musiker, Plattenfirma, Fernsehen, Radio, Handel und Publikum in einem Wirkungsmodell.
  4. Quellenkritik: Prüfe die Aussage, Too Much sei ein Nummer-eins-Hit der Billboard Hot 100 gewesen.
  5. Kulturelle Verantwortung: Erörtere, wie Presleys Leistung gewürdigt werden kann, ohne Schwarze Musiktraditionen auszublenden.
  6. Urheberrechtstransfer: Plane ein öffentliches Schulvideo und kläre die benötigten Rechte.


Lernnachweis

  1. Korrekte zeitliche Einordnung von Aufnahme, Veröffentlichung und Fernsehauftritt.
  2. Benennung zentraler Beteiligter und ihrer Funktionen.
  3. Fachsprachliche Beschreibung hörbarer Merkmale.
  4. Unterscheidung von Song, Interpretation, Arrangement und Tonaufnahme.
  5. Quellenkritische Auswertung historischer Chartangaben.
  6. Reflexion kultureller Verflechtungen und gesellschaftlicher Machtverhältnisse.
  7. Nachvollziehbare Dokumentation von Quellen und Medienrechten.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

  1. Musik: Rhythmus, Form, Arrangement, Gesang und Instrumentierung.
  2. Musikgeschichte: Entwicklung des Rock ’n’ Roll in den 1950er-Jahren.
  3. Englisch: Inhaltserschließung, Sprecherhaltung und sprachliche Wiederholung.
  4. Geschichte: Jugendkultur, Mediengesellschaft und Rassentrennung in den USA.
  5. Medienbildung: Fernsehen, Schallplatte, Charts, Starimage und Vermarktung.
  6. Politische Bildung: Kulturelle Machtverhältnisse, Repräsentation und Teilhabe.
  7. Urheberrecht: Musikwerke, Tonaufnahmen, Bildrechte und freie Lizenzen.


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