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Urheberrecht einfach erklären

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Urheberrecht einfach erklären




Urheberrecht einfach erklären

Darfst Du ein Bild aus dem Internet einfach in Dein Referat kopieren? Meistens nicht. Das Urheberrecht schützt kreative Werke und die Menschen, die sie geschaffen haben. In diesem aiMOOC lernst Du einfache Regeln für den sicheren Umgang mit Texten, Bildern, Musik und Videos.

Hinweis: Der Kurs erklärt Grundregeln für Deutschland. Er ersetzt keine Rechtsberatung.


Einleitung


Was schützt das Urheberrecht?

Das Urheberrecht schützt persönliche kreative Leistungen. Dazu können Text, Fotografie, Musik, Film, Zeichnung, Computerspiel und Software gehören.

Der Schutz entsteht normalerweise schon beim Erstellen des Werkes. Ein Copyright-Zeichen ist dafür nicht nötig. Geschützt ist die konkrete Gestaltung, nicht bloß eine einfache Idee.

Merksatz: Im Internet sichtbar bedeutet nicht automatisch frei nutzbar.


Wer ist Urheber?

Der Urheber ist die Person, die ein Werk geschaffen hat. Sie darf grundsätzlich entscheiden:

  1. Veröffentlichung: Ob das Werk veröffentlicht wird.
  2. Namensnennung: Ob und wie ihr Name genannt wird.
  3. Nutzung: Wer das Werk kopieren, bearbeiten oder verbreiten darf.


Darf ich fremde Werke verwenden?

Du brauchst meistens eine passende Erlaubnis. Diese kann durch eine Lizenz, eine direkte Zustimmung oder eine gesetzliche Ausnahme entstehen.

Prüfe vor einer Veröffentlichung:

  1. Urheberschaft: Habe ich das Werk selbst erstellt?
  2. Erlaubnis: Hat mir die Rechteinhaberin oder der Rechteinhaber zugestimmt?
  3. Lizenz: Erlaubt die angegebene Lizenz meine Nutzung?
  4. Quellenangabe: Habe ich alle verlangten Angaben gemacht?

Ist die Rechtslage unklar, veröffentliche das Werk nicht.


Schule ist kein rechtsfreier Raum

Für Unterricht und Lehre gibt es besondere gesetzliche Regeln. Sie erlauben bestimmte Nutzungen in begrenztem Umfang. Eine Präsentation im Klassenraum ist aber nicht dasselbe wie ein öffentlicher Upload im Internet.

Merksatz: Vor einem öffentlichen Post musst Du die Rechte besonders sorgfältig prüfen.


Zitate richtig verwenden

Ein Zitat ist kein kostenloser Kopiertrick. Es muss einen sinnvollen Zweck im eigenen Beitrag haben. Du musst Dich zum Beispiel mit dem Zitat erklären, es untersuchen oder kritisieren.

Ein Zitat braucht:

  1. Zitatzweck: Das Zitat unterstützt Deine eigene Aussage.
  2. Umfang: Du übernimmst nur so viel wie nötig.
  3. Quellenangabe: Du nennst Urheber, Werk und Fundstelle.


Creative Commons

Creative Commons-Lizenzen zeigen, was Du mit einem Werk machen darfst. Die Buchstaben haben eine feste Bedeutung:

  1. BY: Der Name des Urhebers muss genannt werden.
  2. SA: Bearbeitungen müssen unter derselben Lizenz geteilt werden.
  3. NC: Die Nutzung ist nur nicht kommerziell erlaubt.
  4. ND: Bearbeitungen dürfen nicht verbreitet werden.

Wichtig: Lies immer die vollständige Lizenzangabe. Nicht jede CC-Lizenz erlaubt eine Bearbeitung.


Die TULLU-Regel

Mit der TULLU-Regel kannst Du freie Medien richtig kennzeichnen:

  1. Titel: Wie heißt das Werk?
  2. Urheber: Wer hat es erstellt?
  3. Lizenz: Unter welcher Lizenz steht es?
  4. Lizenzlink: Wo kann die Lizenz nachgelesen werden?
  5. Ursprungsort: Wo wurde das Werk gefunden?


Gemeinfreie Werke

Ein gemeinfreies Werk darf ohne urheberrechtliche Erlaubnis genutzt werden. In Deutschland endet die übliche Schutzfrist meistens 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Es gibt jedoch Sonderfälle.

Auch bei gemeinfreien Werken ist eine Quellenangabe fair und für gute Lernprodukte wichtig.


Der schnelle Medien-Check

Beantworte vor dem Kopieren oder Posten vier Fragen:

  1. Wer hat das Werk erstellt?
  2. Welche Lizenz gilt?
  3. Was möchte ich damit machen?
  4. Welche Angaben muss ich nennen?

Sicherheitsregel: Nutze eigene Werke, eindeutig lizenzierte Medien oder gemeinfreie Inhalte.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was schützt das Urheberrecht? (Kreativ gestaltete Werke) (!Jede beliebige Idee) (!Nur gedruckte Bücher) (!Nur kostenpflichtige Dateien)




Was bedeutet ein frei sichtbares Bild im Internet? (Es ist nicht automatisch frei nutzbar) (!Es darf immer kopiert werden) (!Es gehört niemandem) (!Es darf ohne Quelle veröffentlicht werden)




Wer ist der Urheber eines Werkes? (Die Person, die es geschaffen hat) (!Jede Person, die es findet) (!Der Besitzer eines Smartphones) (!Die Person, die es zuerst teilt)




Was ist eine Lizenz? (Eine Erlaubnis mit festgelegten Bedingungen) (!Ein Dateiformat) (!Ein Suchprogramm) (!Ein geheimes Passwort)




Was verlangt das Kürzel BY? (Den Namen des Urhebers nennen) (!Das Werk nicht speichern) (!Das Werk nur ausdrucken) (!Das Werk vollständig löschen)




Was bedeutet SA bei Creative Commons? (Bearbeitungen unter derselben Lizenz teilen) (!Das Werk ohne Quelle verwenden) (!Das Werk niemals bearbeiten) (!Das Werk nur privat ansehen)




Was bedeutet ND bei Creative Commons? (Bearbeitungen dürfen nicht verbreitet werden) (!Der Name muss verborgen bleiben) (!Das Werk ist gemeinfrei) (!Die Nutzung ist immer kommerziell)




Wann ist ein Zitat sinnvoll erlaubt? (Wenn es einen Zitatzweck hat und belegt wird) (!Wenn der Text besonders lang ist) (!Wenn keine eigene Aussage vorkommt) (!Wenn die Quelle absichtlich fehlt)




Was gilt bei einem öffentlichen Upload für die Schule? (Die Nutzungsrechte müssen geprüft werden) (!Schule erlaubt jede Veröffentlichung) (!Quellen sind grundsätzlich unnötig) (!Alle Bilder dürfen hochgeladen werden)




Wofür steht das erste U in TULLU? (Urheber) (!Upload) (!Unterricht) (!Umfang)





Memory

Urheber Erschafft ein Werk
Lizenz Erlaubt bestimmte Nutzungen
BY Namensnennung
SA Gleiche Lizenz
NC Nicht kommerziell
ND Keine verbreitete Bearbeitung
Zitat Beleg für eine eigene Aussage
Gemeinfrei Ohne urheberrechtliche Erlaubnis nutzbar





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Urheberrechtsregel
Selbst erstellter Text Du bist der Urheber
CC-BY-Foto Name und Lizenz angeben
ND-Datei Nicht verändert verbreiten
Zitat Eigener Zweck und Quellenangabe
Unklare Fundstelle Nicht veröffentlichen






Kreuzworträtsel

Urheber Wie heißt die Person, die ein Werk geschaffen hat?
Lizenz Wie heißt eine Erlaubnis mit festgelegten Bedingungen?
Quelle Was musst Du bei einem Zitat nennen?
Gemeinfrei Wie heißt ein Werk ohne urheberrechtliche Beschränkung?
Zitat Wie heißt eine belegte Übernahme für einen eigenen Zweck?
Werk Wie heißt eine geschützte kreative Gestaltung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Das Urheberrecht schützt kreative

. Die Person, die ein Werk erstellt, heißt

. Eine festgelegte Nutzungserlaubnis nennt man

. Das Kürzel BY verlangt die

. Das Kürzel ND betrifft die Verbreitung von

. Ein Zitat braucht einen sinnvollen

. Bei freien Medien hilft die

. Ein Werk ohne urheberrechtliche Beschränkung heißt

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Medien-Check: Untersuche drei Bilder aus dem Internet. Notiere Urheber, Lizenz und erlaubte Nutzung.
  2. Lizenzsymbole: Gestalte eine kleine Übersicht zu BY, SA, NC und ND.
  3. Quellensuche: Finde bei einem Wikimedia-Commons-Bild die vollständigen Quellenangaben.
  4. Erklär-Audio: Nimm eine 30-sekündige Erklärung zum Satz „Online bedeutet nicht frei“ auf.


Standard

  1. Bildersuche: Finde ein CC-BY-Bild und schreibe eine korrekte TULLU-Angabe.
  2. Tutorial: Erstelle ein kurzes Bildschirmvideo zur Lizenzprüfung eines Bildes.
  3. Fallbeispiel: Erkläre, warum ein öffentlich gepostetes Klassenreferat rechtlich anders sein kann als ein Vortrag im Klassenraum.
  4. Interview: Frage eine Lehrkraft, wie Quellen und Lizenzen bei Schulprojekten geprüft werden.


Schwer

  1. Klassenleitfaden: Entwickle fünf verbindliche Regeln für rechtssichere Medienprodukte.
  2. Remix: Gestalte aus zwei kompatibel lizenzierten Medien ein neues Werk und dokumentiere jeden Arbeitsschritt.
  3. Konfliktanalyse: Untersuche einen erfundenen Streit um ein kopiertes Foto und begründe eine faire Lösung.
  4. Medienkampagne: Plane eine schulische Kampagne mit Poster, Kurzvideo und Quellenverzeichnis zum Urheberrecht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferfall Bild: Eine Schülerin findet ein schönes Foto ohne Lizenzangabe. Begründe, welche Schritte sie vor einem Upload unternehmen sollte.
  2. Transferfall Musik: Eine Klasse möchte einen bekannten Song unter ein selbst produziertes Video legen. Entwickle zwei rechtlich sichere Alternativen.
  3. Lizenzvergleich: Vergleiche CC BY, CC BY-SA und CC BY-ND für ein gemeinsames Schulprojekt. Begründe, welche Lizenz am besten passt.
  4. Zitatprüfung: Prüfe ein kurzes Beispielzitat nach Zitatzweck, Umfang und Quellenangabe. Formuliere notwendige Verbesserungen.
  5. Veröffentlichungsplan: Entwirf einen Ablauf, mit dem eine Klasse vor jeder Veröffentlichung Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte kontrolliert.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Urheberrecht in eigenen Worten erklären kannst.
  2. Werk, Urheber, Lizenz, Zitat und Gemeinfreiheit unterscheiden kannst.
  3. eine CC-Lizenz richtig lesen kannst.
  4. eine vollständige TULLU-Angabe erstellen kannst.
  5. die Rechte eines Mediums vor einer Veröffentlichung prüfen kannst.
  6. sichere Alternativen zu unklaren Internetfunden findest.
  7. Deine Entscheidungen nachvollziehbar begründest.




OERs zum Thema



Links

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Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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