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Gucci

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Gucci




Gucci


Einleitung

Gucci ist ein italienisches Luxusmodehaus, das 1921 von Guccio Gucci in Florenz gegründet wurde. Die Marke steht heute für Mode, Lederwaren, Handtaschen, Schuhe, Accessoires, Parfüm, Marketing, Designgeschichte und die Verbindung von Handwerk, Markenidentität und Popkultur. Gucci gehört zum französischen Luxusgüterkonzern Kering und zählt zu den bekanntesten internationalen Luxusmarken.

Dieser aiMOOC betrachtet Gucci nicht als reine Konsummarke, sondern als Lerngegenstand: Du untersuchst, wie aus einer Florentiner Lederwarenwerkstatt ein globales Modeunternehmen wurde, wie Symbole wie das doppelte G, der Bambusgriff oder der Horsebit-Beschlag eine Marke prägen, wie Modeindustrie wirtschaftlich funktioniert und welche Fragen sich zu Nachhaltigkeit, Konsumkritik, Arbeitswelt, Urheberrecht, Markenrecht und kultureller Wirkung stellen. Der Stand der aktuellen Unternehmensinformationen in diesem Kurs ist Juli 2026.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie Gucci historisch entstanden ist und welche Wendepunkte die Entwicklung der Marke geprägt haben. Du kannst zentrale Produkte, Symbole und Designcodes analysieren, die Rolle von Kreativdirektorinnen und Kreativdirektoren sowie CEOs für eine Modemarke beurteilen und Gucci als Beispiel für Globalisierung, Luxusgütermarkt, Markenführung und Konsumkultur einordnen. Außerdem lernst Du, Werbebilder, Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeitsversprechen kritisch zu prüfen.


Geschichte von Gucci


Gründung in Florenz

Guccio Gucci eröffnete 1921 in Florenz ein Geschäft für Gepäck und Lederwaren. Florenz war bereits seit der Renaissance ein wichtiger Ort für Kunsthandwerk, Textilwirtschaft, Lederverarbeitung und internationalen Handel. Gucci knüpfte an diese Tradition an. Besonders prägend war Guccios Erfahrung in London, wo er im Umfeld des Hotels The Savoy mit wohlhabenden Reisenden, hochwertigem Gepäck und internationalem Stil in Kontakt kam. Aus dieser Beobachtung entwickelte er die Idee, italienische Handwerksqualität mit einem kosmopolitischen Luxusverständnis zu verbinden.

Das frühe Gucci-Geschäft war eng mit dem Thema Reise verbunden. Gepäckstücke, Sättel, Taschen und Lederaccessoires sollten nicht nur praktisch sein, sondern Status, Geschmack und Lebensstil ausdrücken. Schon hier wird sichtbar, was Luxusmarken häufig auszeichnet: Sie verkaufen nicht nur Gegenstände, sondern auch eine Geschichte, ein Gefühl von Zugehörigkeit und ein Versprechen von Qualität.


Handwerk, Material und Mangel: Die Bamboo Bag

Ein berühmtes Beispiel für Guccis Verbindung von Innovation und Materialkultur ist die 1947 eingeführte Bamboo Bag. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Materialien knapp. Gucci nutzte Bambus als Griffmaterial, weil es belastbar, leicht und formbar ist. Aus einer praktischen Lösung wurde ein Erkennungszeichen. Die Tasche zeigt, wie Design oft unter konkreten Bedingungen entsteht: Verfügbarkeit von Material, technische Möglichkeiten, ästhetische Entscheidungen und Marktbedürfnisse wirken zusammen.

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Internationalisierung und Ikonen

1953 eröffnete Gucci eine wichtige Filiale in New York City. Im selben Jahr wurde der Horsebit-Loafer eingeführt, ein Schuh mit einem Beschlag, der auf die Welt des Pferdesports verweist. Auch das grün-rot-grüne Webband, Bambusgriffe, Monogramme und das doppelte G wurden zu Designcodes. Solche Codes funktionieren wie eine visuelle Sprache: Wer sie erkennt, kann ein Produkt oft sofort einer Marke zuordnen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Gucci durch internationale Kundschaft, Hollywood, Modefotografie, Magazine und prominente Trägerinnen und Träger immer sichtbarer. Gleichzeitig wuchsen die Herausforderungen: Familienkonflikte, Expansionsdruck und ein sich wandelnder Luxusmarkt führten in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren zu einer Krise.


Krise, Neupositionierung und Tom Ford

In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren verlor Gucci zeitweise an Profil. Ein Grund war die breite Lizenzvergabe, durch die der Markenname auf vielen Produkten erschien. Wenn eine Luxusmarke zu häufig und unkontrolliert genutzt wird, kann Exklusivität schwächer werden. Ab den 1990er-Jahren wurde Gucci neu ausgerichtet. Tom Ford wurde 1994 Creative Director und prägte eine glamouröse, provokante und stark medienwirksame Ästhetik. Diese Phase machte Gucci erneut zu einem der meistdiskutierten Modehäuser der Welt.

Der Fall Gucci zeigt, dass Marken nicht statisch sind. Sie werden durch Management, Design, Kommunikation, Vertrieb und gesellschaftliche Trends immer wieder neu konstruiert. Eine Marke kann an Wert verlieren, aber durch klare Strategie, starke kreative Führung und kontrollierte Distribution wieder an Bedeutung gewinnen.


Gucci im Kering-Konzern

Seit Ende der 1990er-Jahre ist Gucci Teil der heutigen Kering-Gruppe. Kering bündelt mehrere Luxusmarken und verfolgt eine Strategie, bei der einzelne Häuser eigenständige kreative Identitäten behalten, aber von Konzernstrukturen wie Finanzmanagement, Nachhaltigkeitsprogrammen, Beschaffung, Datenanalyse und internationalem Vertrieb profitieren. Gucci ist dabei eine Schlüsselmarke des Konzerns.

2025 begann für Gucci eine neue Führungsphase: Demna wurde Artistic Director der Marke, und Francesca Bellettini wurde President und Chief Executive Officer von Gucci. Gleichzeitig befand sich der Luxusmarkt in einer anspruchsvollen Situation. Kering meldete für Gucci 2025 einen Umsatzrückgang, und auch im ersten Quartal 2026 lagen die Gucci-Umsätze unter dem Vorjahresniveau. Für die Analyse ist wichtig: Eine bekannte Marke garantiert nicht automatisch Wachstum. Selbst sehr starke Marken müssen auf veränderte Kundenerwartungen, regionale Märkte, Preisstrategien und kulturelle Trends reagieren.


Designcodes und Markenidentität


Was ist ein Designcode?

Ein Designcode ist ein wiedererkennbares Gestaltungselement. Bei Gucci gehören dazu das doppelte G, das Webband in Grün-Rot-Grün, Bambusgriffe, Horsebit-Elemente, bestimmte Taschenformen, Muster, Schriftzüge und Bezüge zur Reitkultur. Designcodes helfen einer Marke, Wiedererkennbarkeit zu erzeugen. Sie können aber auch problematisch werden, wenn sie zu häufig eingesetzt werden und dadurch an Besonderheit verlieren.


Logo, Zeichen und Markenrecht

Das Gucci-Logo ist ein Beispiel für die Unterscheidung zwischen Urheberrecht und Markenrecht. Ein einfaches Schriftlogo kann unter Umständen nicht als urheberrechtliches Werk gelten, trotzdem kann es als Marke geschützt sein. Für Lernende ist das wichtig: Ein Logo frei abbilden zu können bedeutet nicht automatisch, dass man es beliebig geschäftlich verwenden darf. Im Unterricht eignet sich Gucci deshalb gut, um über geistiges Eigentum, Fälschung, Plagiat, Markenschutz und Verbraucherschutz zu sprechen.


Produkte als kulturelle Zeichen

Gucci-Produkte sind nicht nur Waren, sondern auch kulturelle Zeichen. Eine Tasche, ein Schuh oder ein Gürtel kann Handwerk, Status, Stil, Gruppenzugehörigkeit oder Ironie ausdrücken. In der Soziologie spricht man bei solchen Produkten oft über Distinktion: Menschen grenzen sich über Geschmack, Marken und Lebensstil voneinander ab oder ordnen sich bestimmten Gruppen zu. Mode kann also Identität sichtbar machen, aber sie kann auch soziale Ungleichheit verstärken.


Wirtschaftliche Bedeutung


Luxusmarkt und Geschäftsmodell

Der Luxusgütermarkt funktioniert anders als der Massenmarkt. Luxusmarken verkaufen häufig mit hohen Margen, kontrollierter Verfügbarkeit, hochwertigen Materialien, starker Bildsprache und einem hohen Anteil immaterieller Werte. Bei Gucci gehören zum Geschäftsmodell unter anderem eigene Boutiquen, digitale Kanäle, ausgewählte Wholesale-Partner, Runway-Kollektionen, Kampagnen, Accessoires, Lederwaren und Lizenzen im Bereich Beauty.

Gucci zeigt, dass Markenwert nicht nur aus dem Produkt entsteht. Entscheidend sind auch Storytelling, Heritage Marketing, Kundenbindung, Preispolitik, Retail Design, Social Media, Prominente, Kulturkooperationen und die Fähigkeit, Tradition glaubwürdig mit Gegenwart zu verbinden.


Aktuelle Herausforderungen seit 2024/2025

Der globale Luxusmarkt war in den Jahren 2024 bis 2026 von geringerer Konsumdynamik in wichtigen Regionen, veränderten Kundenerwartungen und Debatten über Preiswürdigkeit geprägt. Gucci musste sich in diesem Umfeld strategisch neu ausrichten. Kering sprach für Gucci von einem Reset bei Angebot, Distribution und Kundenansprache. Für Lernende ist dieser Abschnitt besonders interessant, weil hier sichtbar wird, wie eine Marke mit großer Geschichte auf wirtschaftlichen Druck reagieren muss.

Eine wichtige Frage lautet: Soll eine Luxusmarke stärker auf auffällige Trends setzen oder auf zeitlose Produkte? Gucci hat in verschiedenen Phasen beide Richtungen ausprobiert. Daraus ergibt sich eine Grundspannung der Modeindustrie: Mode lebt von Neuheit, Luxus lebt aber auch von Dauerhaftigkeit.


Gucci, Medien und Popkultur

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Gucci ist eng mit Popkultur, Film, Musik, Celebrity Culture und Social Media verbunden. Stars, Musikerinnen, Schauspieler, Influencerinnen und Sportler können Markenbilder stark prägen. Gleichzeitig nutzen Marken Kultur, um mehr zu sein als ein Produktanbieter. Sie erzählen Geschichten über Kreativität, Freiheit, Exzentrik, Tradition oder Modernität.

Für eine kritische Medienanalyse solltest Du fragen: Wer spricht in einer Kampagne? Welche Körperbilder werden gezeigt? Welche Lebensstile werden idealisiert? Welche Zielgruppen werden angesprochen? Welche historischen oder kulturellen Symbole werden verwendet? Und wo endet Inspiration, wo beginnt problematische Aneignung?


Nachhaltigkeit und Verantwortung


Warum Nachhaltigkeit im Luxus wichtig ist

Nachhaltigkeit ist in der Modeindustrie ein zentrales Thema. Auch Luxusmarken müssen sich Fragen zu Klimaschutz, Lieferkette, Tierwohl, Chemikalien, Kreislaufwirtschaft, Reparatur, Ressourcenschonung und sozialer Verantwortung stellen. Hochpreisige Produkte können langlebig sein, aber Luxus ist nicht automatisch nachhaltig. Entscheidend sind Materialherkunft, Produktionsbedingungen, Transparenz, Reparierbarkeit, Umgang mit Restbeständen und glaubwürdige Ziele zur Emissionsminderung.

Gucci und Kering veröffentlichen Nachhaltigkeitsprinzipien und Konzernziele. Solche Angaben solltest Du kritisch lesen: Welche Ziele sind messbar? Gibt es Zeitpunkte? Werden Fortschritte überprüfbar berichtet? Werden absolute Emissionen gesenkt oder nur relative Kennzahlen verbessert? Werden Kundinnen und Kunden informiert, ohne Greenwashing zu betreiben?


Verantwortung der Konsumierenden

Nicht nur Unternehmen tragen Verantwortung. Auch Konsumierende können fragen: Brauche ich ein Produkt wirklich? Wie lange wird es genutzt? Kann es repariert, weiterverkauft oder geteilt werden? Welche Alternativen gibt es? Ein aiMOOC über Gucci ist daher auch ein Kurs über Konsumkompetenz. Es geht nicht darum, Luxus pauschal zu verurteilen oder zu feiern, sondern Entscheidungen bewusst zu analysieren.


Gucci Garden und kulturelles Erbe

In Florenz befindet sich der Gucci Garden, der aus dem früheren Gucci-Museum hervorging. Dort wird das Erbe der Marke in Ausstellungen, Archivstücken und kuratierten Räumen dargestellt. Solche Markenorte sind interessant, weil sie Museum, Geschäft, Erlebnisraum und Unternehmenskommunikation verbinden. Sie zeigen, wie Unternehmen ihre eigene Geschichte erzählen und inszenieren.

Für die Analyse solltest Du unterscheiden: Ein Unternehmensmuseum kann reale Geschichte vermitteln, ist aber nicht neutral wie eine unabhängige wissenschaftliche Institution. Es wählt aus, gewichtet und präsentiert die Geschichte so, dass sie zur Markenidentität passt.


Begriffe im Überblick

  1. Luxusmarke: Eine Marke, deren Produkte durch Qualität, Knappheit, Preis, Symbolwert und kulturelle Bedeutung als besonders begehrenswert erscheinen.
  2. Markenidentität: Das Selbstbild einer Marke, also die Werte, Zeichen, Geschichten und Stile, mit denen sie wiedererkannt werden will.
  3. Designcode: Ein wiederkehrendes Gestaltungselement, das sofort mit einer Marke verbunden wird.
  4. Heritage Marketing: Marketing, das die Geschichte und Tradition einer Marke nutzt, um Glaubwürdigkeit und Wert zu erzeugen.
  5. Konsumkultur: Gesellschaftliche Praxis, in der Konsum auch Identität, Status und Zugehörigkeit ausdrückt.
  6. Greenwashing: Der Versuch, ein Produkt oder Unternehmen nachhaltiger erscheinen zu lassen, als es tatsächlich ist.
  7. Markenrecht: Rechtsgebiet, das Kennzeichen wie Namen, Logos und Symbole schützt.
  8. Distribution: Die Art und Weise, wie Produkte verkauft und zugänglich gemacht werden.
  9. Kreativdirektor: Künstlerische Leitung einer Marke, die Kollektionen, Bildsprache und ästhetische Richtung prägt.
  10. Kering: Französischer Luxusgüterkonzern, zu dem Gucci gehört.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Stadt wurde Gucci 1921 gegründet? (Florenz) (!Mailand) (!Paris) (!London)




Wer gründete Gucci? (Guccio Gucci) (!Aldo Gucci) (!Tom Ford) (!Demna)




Welches Material wurde für den Griff der berühmten Bamboo Bag genutzt? (Bambus) (!Marmor) (!Glas) (!Kork)




Zu welchem Konzern gehört Gucci? (Kering) (!LVMH) (!Prada Group) (!Inditex)




Was bezeichnet ein Designcode bei einer Modemarke? (Ein wiedererkennbares Gestaltungselement) (!Eine geheime Preisliste) (!Eine gesetzliche Steuerformel) (!Eine Produktionsmaschine)




Welcher Designer prägte Gucci ab 1994 besonders stark? (Tom Ford) (!Yves Saint Laurent) (!Giorgio Armani) (!Karl Lagerfeld)




Was ist ein zentrales Thema bei der kritischen Analyse von Luxusmode? (Konsumkultur) (!Vulkanismus) (!Astronomie) (!Zellteilung)




Was bedeutet Greenwashing? (Ein übertrieben nachhaltiges Image ohne ausreichende Grundlage) (!Das Färben von Leder in Grün) (!Eine historische Webtechnik) (!Ein offizieller Berufsabschluss)




Welche Rolle hat ein Kreativdirektor in einem Modehaus? (Er prägt die künstlerische Richtung der Marke) (!Er berechnet ausschließlich die Lohnsteuer) (!Er kontrolliert nur den Paketversand) (!Er repariert ausschließlich Ladenbeleuchtung)




Was zeigt die Geschichte der Bamboo Bag besonders gut? (Design kann aus Materialknappheit und Innovation entstehen) (!Mode entsteht ohne wirtschaftliche Bedingungen) (!Luxusmarken haben keine Geschichte) (!Bambus wurde nur wegen seines Gewichts verboten)





Memory

Guccio Gucci Gründer
Florenz Gründungsort
Bamboo Bag Bambusgriff
Horsebit Reitsportbezug
Kering Mutterkonzern
Tom Ford Neupositionierung
Demna Artistic Director





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gründung Florentiner Lederwarenwerkstatt
Bamboo Bag Materialinnovation
Horsebit Reitsport als Designquelle
Tom Ford Glamouröse Neupositionierung
Kering Internationaler Luxuskonzern
Nachhaltigkeit Verantwortung in der Lieferkette






Kreuzworträtsel

Florenz In welcher italienischen Stadt wurde Gucci gegründet?
Guccio Wie lautet der Vorname des Gucci-Gründers?
Bambus Aus welchem Material besteht der berühmte Griff der Bamboo Bag?
Kering Wie heißt der Luxusgüterkonzern, zu dem Gucci gehört?
Demna Wie heißt der Artistic Director von Gucci seit 2025?
Luxus Welches Marktsegment verbindet man besonders mit Gucci?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Gucci wurde

in Florenz gegründet. Der Gründer hieß

. Am Anfang war Gucci besonders mit Lederwaren und

verbunden. Die berühmte Bamboo Bag entstand aus einer Verbindung von Materialknappheit und

. Das Horsebit-Motiv verweist auf den

. Seit Ende der 1990er-Jahre gehört Gucci zur heutigen Gruppe

. Ein wiederkehrendes Gestaltungselement einer Marke nennt man

. Die kritische Betrachtung von Nachhaltigkeitsversprechen hilft,

zu erkennen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Zeitleiste: Erstelle eine Zeitleiste mit mindestens acht wichtigen Stationen der Gucci-Geschichte von 1921 bis 2026.
  2. Bildanalyse: Analysiere ein Gucci-Werbemotiv oder ein Produktfoto. Beschreibe Farben, Formen, Personen, Stimmung und Zielgruppe.
  3. Begriffskarte: Gestalte eine Begriffskarte zu den Wörtern Luxusmarke, Designcode, Heritage Marketing und Konsumkultur.
  4. Produktvergleich: Vergleiche eine Gucci-Tasche mit einer Alltagstasche. Untersuche Material, Preis, Funktion, Symbolwert und Zielgruppe.


Standard

  1. Markenanalyse: Untersuche die wichtigsten Designcodes von Gucci und erkläre, warum sie für Wiedererkennung sorgen.
  2. Recherche: Erstelle ein Kurzporträt zu Guccio Gucci, Tom Ford, Alessandro Michele, Demna oder Francesca Bellettini.
  3. Konsumkritik: Schreibe einen Kommentar zur Frage, ob Luxusmode Ausdruck von Kreativität oder sozialer Ungleichheit ist.
  4. Nachhaltigkeitscheck: Prüfe ein Nachhaltigkeitsversprechen einer Modemarke. Achte auf konkrete Zahlen, Zeiträume, Nachweise und mögliche Lücken.


Schwer

  1. Fallstudie: Analysiere Guccis Neupositionierung in den 1990er-Jahren und vergleiche sie mit der strategischen Neuausrichtung ab 2025.
  2. Business-Modell: Erstelle ein Geschäftsmodell-Canvas für Gucci mit Wertangebot, Zielgruppen, Vertrieb, Kosten, Erlösen und Schlüsselressourcen.
  3. Ausstellungskonzept: Entwickle ein Konzept für eine kleine Schul- oder Hochschulausstellung zum Thema Gucci zwischen Handwerk, Marke und Konsumkritik.
  4. Debatte: Organisiere eine strukturierte Debatte zur These: Luxusmarken können nachhaltiger sein als Fast Fashion, wenn Produkte langlebig, reparierbar und transparent hergestellt sind.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Markenführung: Erkläre, warum eine Luxusmarke ihre Verfügbarkeit begrenzen kann, obwohl sie dadurch kurzfristig weniger verkauft. Beziehe Dich auf Exklusivität, Markenwert und langfristige Nachfrage.
  2. Analyseaufgabe Nachhaltigkeit: Beurteile ein fiktives Gucci-Nachhaltigkeitsstatement. Unterscheide zwischen überprüfbaren Informationen, unklaren Versprechen und emotionaler Werbung.
  3. Vergleichsaufgabe Modeindustrie: Vergleiche Gucci mit einer Fast-Fashion-Marke. Untersuche Produktionsrhythmus, Preislogik, Zielgruppen, Materialfragen und kulturelle Bedeutung.
  4. Fallanalyse Designcode: Wähle einen Designcode von Gucci und erkläre, wie er gleichzeitig Tradition, Wiedererkennung und wirtschaftlichen Wert erzeugen kann.
  5. Urteilsaufgabe Popkultur: Diskutiere, ob Prominente die Wahrnehmung einer Modemarke stärker beeinflussen als Produktqualität. Begründe mit Beispielen.
  6. Strategieaufgabe: Entwickle drei Maßnahmen, mit denen Gucci eine jüngere Zielgruppe ansprechen könnte, ohne seine Luxusposition zu schwächen.
  7. Ethikaufgabe Konsum: Formuliere Kriterien für einen verantwortungsbewussten Kauf von Luxusmode und wende sie auf ein konkretes Beispiel an.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Gucci solltest Du zeigen, dass Du historische Entwicklung, Designcodes, wirtschaftliche Bedeutung und kritische Perspektiven verbinden kannst. Wichtig ist nicht nur Faktenwissen, sondern die Fähigkeit, Markenkommunikation, Produkte und Unternehmensentscheidungen eigenständig zu analysieren.

  1. Fachwissen: Du erklärst die Entstehung von Gucci, wichtige Wendepunkte und zentrale Personen sachlich richtig.
  2. Analysekompetenz: Du untersuchst Designcodes, Kampagnen oder Produkte mit geeigneten Begriffen.
  3. Urteilskompetenz: Du bewertest Luxusmode differenziert und berücksichtigst Wirtschaft, Kultur, Nachhaltigkeit und soziale Fragen.
  4. Recherchekompetenz: Du nutzt seriöse Quellen, unterscheidest Unternehmenskommunikation von unabhängiger Berichterstattung und dokumentierst Deine Ergebnisse.
  5. Gestaltungskompetenz: Du präsentierst Deine Erkenntnisse in einer geeigneten Form, zum Beispiel als Essay, Präsentation, Ausstellung, Video, Podcast oder Portfolio.
  6. Reflexion: Du beschreibst, wie sich Dein Blick auf Marken, Konsum und Mode durch die Auseinandersetzung verändert hat.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Gucci ist ein Beispiel dafür, wie sich Handwerk, Mode, Marke, Wirtschaft und Kultur gegenseitig beeinflussen. Die Geschichte beginnt 1921 in Florenz mit Lederwaren und Reisegepäck. Später wurden Bambusgriff, Horsebit, Webband und doppeltes G zu wiedererkennbaren Zeichen. Nach Krisen und Neupositionierungen entwickelte sich Gucci zu einer globalen Luxusmarke im Kering-Konzern. Aktuell steht Gucci vor der Aufgabe, Tradition, kreative Erneuerung, wirtschaftliche Stabilisierung und glaubwürdige Verantwortung zu verbinden. Für Lernende bietet Gucci deshalb einen besonders ergiebigen Zugang zu Designgeschichte, Marketing, Popkultur, Nachhaltigkeit und Konsumkritik.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
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  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
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