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Surrealismus - Kunstgeschichte - Epochen und Stilrichtungen 1

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Surrealismus - Kunstgeschichte - Epochen und Stilrichtungen 1




Einleitung

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Der Surrealismus ist eine der einflussreichsten Kunstrichtungen der modernen Kunst. Er entstand in den 1920er Jahren in Paris und entwickelte sich zu einer internationalen Avantgarde-Bewegung, die Kunst, Literatur, Fotografie, Film, Theater und Philosophie miteinander verband. Im Zentrum stand die Frage, wie das Unbewusste, Träume, Irrationalität, Zufall und überraschende Bildverbindungen künstlerisch sichtbar gemacht werden können.

Das Wort Surrealismus bedeutet sinngemäß „über dem Realen“ oder „jenseits der Wirklichkeit“. Damit ist nicht gemeint, dass surrealistische Kunst einfach „unwirklich“ ist. Vielmehr versuchten surrealistische Künstlerinnen und Künstler, eine tiefere Wirklichkeit sichtbar zu machen: eine Wirklichkeit, in der Traum und Realität, Logik und Widerspruch, Alltag und Phantasie miteinander verschmelzen.

Dieser aiMOOC führt Dich in die Kunstgeschichte des Surrealismus ein. Du lernst historische Hintergründe, wichtige Personen, zentrale Bildmerkmale, künstlerische Verfahren und die Wirkung des Surrealismus bis in die Gegenwart kennen. Außerdem trainierst Du, surrealistische Werke zu analysieren, eigene Bildideen zu entwickeln und Verbindungen zu heutigen Medien wie Film, Werbung, Popkultur und digitaler Kunst herzustellen.


Begriff und Grundidee

Der Surrealismus suchte nach einer Kunst, die nicht allein durch bewusste Planung, akademische Regeln oder naturgetreue Darstellung bestimmt ist. Die Surrealistinnen und Surrealisten wollten das Denken von gewohnten Grenzen lösen. Sie interessierten sich für Traumdeutung, Psychoanalyse, Freie Assoziation, Automatismus, Zufall und scheinbar unsinnige Kombinationen.

Besonders wichtig war die Vorstellung, dass im Unbewussten verborgene Wünsche, Ängste, Erinnerungen und Bilder gespeichert sind. Die Kunst sollte diese inneren Bilder freilegen. Deshalb wirken viele surrealistische Werke traumhaft, rätselhaft oder irritierend. Häufig begegnen Dir in ihnen seltsame Räume, schwebende Gegenstände, unmögliche Landschaften, veränderte Körper, unerwartete Größenverhältnisse oder Gegenstände, die eigentlich nicht zusammengehören.

Typisch ist nicht nur das Phantastische, sondern auch die Präzision. Manche surrealistischen Bilder sind sehr genau gemalt, fast wie realistische Darstellungen. Gerade dadurch entsteht ihre besondere Wirkung: Das Unmögliche erscheint glaubwürdig, weil es mit den Mitteln einer scheinbar sachlichen Darstellung gezeigt wird.


Historischer Kontext

Der Surrealismus entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg. Viele Künstlerinnen, Künstler und Schriftsteller empfanden die politischen, gesellschaftlichen und moralischen Ordnungen Europas als erschüttert. Die Erfahrung von Krieg, Gewalt und technischer Zerstörung führte zu einer radikalen Kritik an bürgerlichen Werten, Vernunftgläubigkeit und traditionellen Kunstformen.

Ein wichtiger Vorläufer war der Dadaismus. Der Dadaismus stellte Sinn, Ordnung und Kunstbegriffe provokativ infrage. Er arbeitete mit Collage, Zufall, absurden Texten, Lautgedichten und Anti-Kunst-Gesten. Der Surrealismus übernahm diese Kritik, entwickelte sie aber in eine andere Richtung weiter: Während Dadaismus oft zerstörerisch, satirisch und antiästhetisch auftrat, suchte der Surrealismus nach neuen Bildern, neuen Bewusstseinszuständen und einer Verbindung von innerer und äußerer Wirklichkeit.


Zeitstrahl

Zeitraum Entwicklung
1910er Jahre Dadaismus und andere Avantgarde-Bewegungen erschüttern traditionelle Kunstbegriffe.
1917 Der Begriff Surrealismus wird im Umfeld der modernen französischen Literatur verwendet.
1924 André Breton veröffentlicht das erste Manifest des Surrealismus.
1924 bis 1929 Die Zeitschrift La Révolution surréaliste wird zu einem wichtigen Forum der Bewegung.
1930er Jahre Der Surrealismus verbreitet sich international und beeinflusst Malerei, Fotografie, Film und Literatur.
Nach 1945 Surrealistische Verfahren wirken in abstrakter Kunst, Popkultur, Werbung, Film und digitaler Bildgestaltung weiter.


Das Manifest von André Breton

André Breton war eine zentrale Figur des Surrealismus. Er veröffentlichte 1924 das erste Manifest des Surrealismus. Darin beschrieb er den Surrealismus als eine Form des Automatismus, durch die der tatsächliche Ablauf des Denkens möglichst ungefiltert ausgedrückt werden sollte. Entscheidend war die Idee, dass Kunst nicht nur aus bewusster Kontrolle, sondern auch aus spontanen inneren Bildern entstehen kann.

Datei:André Breton.JPG

Das Manifest war mehr als ein kunsttheoretischer Text. Es war ein Programm für eine neue Haltung zum Leben. Die Surrealistinnen und Surrealisten wollten nicht nur neue Bilder malen. Sie wollten Wahrnehmung, Sprache, Beziehungen, Politik und Alltag verändern. Kunst sollte ein Mittel sein, um das Denken zu befreien.


Zeitschriften und Gruppenbildung

Die surrealistische Bewegung organisierte sich nicht nur über Ausstellungen, sondern auch über Zeitschriften, Manifeste, Lesungen, Gruppentreffen und Debatten. Besonders wichtig war La Révolution surréaliste. Diese Zeitschrift veröffentlichte Texte, Traumberichte, Experimente, Fotografien und künstlerische Beiträge. Sie zeigte, dass der Surrealismus von Anfang an nicht nur eine Stilrichtung der Malerei, sondern eine umfassende kulturelle Bewegung war.

Auch Gruppendynamiken spielten eine große Rolle. Surrealistische Gruppen arbeiteten gemeinsam, stritten miteinander, schlossen Mitglieder aus und nahmen neue Positionen auf. Gerade diese Spannungen zeigen, dass der Surrealismus keine einheitliche Schule war. Er war eher ein offenes Feld von Methoden, Ideen und Experimenten.


Merkmale surrealistischer Kunst

Surrealistische Kunst erkennst Du nicht an einem einzigen Merkmal. Es gibt sehr unterschiedliche Ausdrucksformen: detailgenaue Traumbilder, abstrakte Zeichenwelten, Collagen, Fotografien, Objekte, Filme und Texte. Dennoch tauchen bestimmte Merkmale besonders häufig auf.

  1. Traumlogik: Szenen wirken wie aus einem Traum, in dem widersprüchliche Dinge selbstverständlich nebeneinanderstehen.
  2. Verfremdung: Alltägliche Gegenstände erscheinen in ungewohnten Zusammenhängen und verlieren ihre normale Bedeutung.
  3. Irritation: Das Bild erzeugt Unsicherheit, weil Du nicht sofort entscheiden kannst, was real, symbolisch oder erfunden ist.
  4. Unbewusstes: Innere Bilder, Wünsche, Ängste und Erinnerungen werden als Quelle der Kunst verstanden.
  5. Zufall: Zufällige Formen, Fundstücke oder spontane Einfälle werden in den künstlerischen Prozess einbezogen.
  6. Gegensatz: Traum und Wirklichkeit, Natur und Technik, Körper und Objekt, Nähe und Ferne werden miteinander verbunden.
  7. Übergenaue Malweise: Manche Werke zeigen unmögliche Szenen mit realistischer Genauigkeit.
  8. Metamorphose: Formen verwandeln sich, Körper werden zu Dingen, Landschaften zu Gesichtern oder Gegenstände zu Lebewesen.


Künstlerische Techniken


Automatismus

Der Automatismus ist ein zentrales Verfahren des Surrealismus. Beim automatischen Schreiben oder Zeichnen soll der bewusste Wille möglichst zurücktreten. Die Hand schreibt oder zeichnet, ohne dass ein fertiger Plan vorliegt. Dadurch sollen verborgene Gedanken, Assoziationen und Bildformen sichtbar werden. Diese Methode war eng mit der Idee verbunden, das Unbewusste künstlerisch zu befreien.


Frottage und Grattage

Max Ernst entwickelte wichtige experimentelle Verfahren. Bei der Frottage wird ein Papier auf eine strukturierte Oberfläche gelegt und mit einem Stift darübergerieben. Die zufälligen Strukturen regen neue Bildideen an. Bei der Grattage wird Farbe von einer Oberfläche abgekratzt, sodass unerwartete Formen entstehen. Beide Verfahren zeigen, dass der Zufall im Surrealismus nicht als Fehler, sondern als produktive Kraft verstanden wurde.


Collage und Montage

Die Collage verbindet unterschiedliche Bildteile zu einer neuen Bedeutung. Im Surrealismus wurden häufig Ausschnitte aus Zeitschriften, Büchern, wissenschaftlichen Abbildungen oder Werbung kombiniert. Dadurch konnten fantastische Wesen, unmögliche Räume und überraschende Zusammenhänge entstehen. Die Montage arbeitete ähnlich, besonders in Fotografie und Film.


Objet trouvé

Das Objet trouvé ist ein gefundener Gegenstand, der durch Auswahl, Präsentation oder Kombination zum Kunstwerk wird. Im Surrealismus konnten alltägliche Dinge ihre gewohnte Funktion verlieren und eine rätselhafte, poetische oder verstörende Wirkung erhalten. Ein gewöhnlicher Gegenstand wurde so zum Auslöser für neue Bedeutungen.


Wichtige Künstlerinnen und Künstler


Salvador Dalí

Salvador Dalí ist einer der bekanntesten Vertreter des Surrealismus. Seine Bilder zeigen häufig weite Landschaften, schmelzende Formen, harte Schatten, präzise gemalte Gegenstände und traumhafte Verwandlungen. Dalí entwickelte die sogenannte paranoisch-kritische Methode, mit der er Mehrdeutigkeiten, Doppelbilder und irrationale Zusammenhänge erzeugen wollte. Seine Kunst zeigt, wie das scheinbar Absurde in einer technisch perfekten Malweise glaubhaft erscheinen kann.


René Magritte

René Magritte arbeitete häufig mit klaren Formen, einfachen Gegenständen und irritierenden Bild-Text-Beziehungen. Seine Kunst stellt die Frage, ob Bilder die Wirklichkeit zeigen oder nur Zeichen für etwas sind. Ein Hut, eine Pfeife, ein Apfel oder ein Fenster können bei Magritte zu philosophischen Rätseln werden. Seine Werke sind besonders geeignet, um über Wahrnehmung, Sprache, Zeichen und Realität nachzudenken.


Max Ernst

Max Ernst war für die Entwicklung surrealistischer Techniken besonders wichtig. Er nutzte Collage, Frottage, Grattage und experimentelle Bildverfahren. Seine Werke verbinden Naturformen, Fantasiewesen, Vogelmotive, geheimnisvolle Landschaften und traumartige Räume. Ernst zeigt, wie aus gefundenen Strukturen und zufälligen Formen komplexe Bildwelten entstehen können.


Joan Miró

Joan Miró entwickelte eine eigene Bildsprache aus Zeichen, Linien, organischen Formen und leuchtenden Farbflächen. Seine Werke sind oft weniger gegenständlich als die Bilder Dalís oder Magrittes. Sie wirken spielerisch, poetisch und manchmal kosmisch. Miró zeigt, dass der Surrealismus nicht nur realistisch gemalte Traumbilder hervorbrachte, sondern auch abstraktere Formen der inneren Bildwelt.


Leonora Carrington und weitere Positionen

Leonora Carrington gehört zu den bedeutenden Künstlerinnen des Surrealismus. Ihre Werke verbinden Mythen, Tiere, magische Räume und hybride Wesen. Lange wurden Künstlerinnen des Surrealismus weniger beachtet als ihre männlichen Kollegen. Heute werden Positionen wie Leonora Carrington, Meret Oppenheim, Dorothea Tanning, Remedios Varo und Toyen stärker gewürdigt. Sie erweitern den Blick auf den Surrealismus, weil sie Fragen nach Körper, Identität, Mythologie, Geschlechterrollen und persönlicher Erfahrung auf eigene Weise bearbeiteten.


Surrealismus in Film, Fotografie und Literatur

Der Surrealismus war nie nur Malerei. In der Literatur entstanden automatische Texte, Traumberichte, Gedichte und experimentelle Erzählformen. In der Fotografie wurden Mehrfachbelichtungen, ungewöhnliche Ausschnitte, Fotomontagen und Inszenierungen genutzt. Im Film wurden Traumlogik, abrupte Schnitte und irritierende Bildfolgen besonders wichtig.

Ein berühmtes Beispiel ist der Film Ein andalusischer Hund von Luis Buñuel und Salvador Dalí aus dem Jahr 1929. Der Film folgt keiner klassischen Handlung, sondern arbeitet mit Schock, Traumassoziationen und unerwarteten Bildverbindungen. Dadurch wurde er zu einem Schlüsselwerk surrealistischer Filmkunst.


Bildanalyse im Surrealismus

Wenn Du ein surrealistisches Werk untersuchst, solltest Du nicht nur fragen, was dargestellt ist. Wichtig ist auch, wie das Bild Deine Wahrnehmung verunsichert. Achte auf Räume, Größenverhältnisse, Licht, Perspektive, Gegenstände, Körper, Wiederholungen, Leerstellen und Widersprüche. Stelle Dir immer die Frage: Was wirkt vertraut, und wodurch wird dieses Vertraute fremd?

Eine gute Bildanalyse zum Surrealismus verbindet Beschreibung, Deutung und kunstgeschichtlichen Zusammenhang. Du beschreibst zuerst genau, was Du siehst. Danach untersuchst Du, welche Wirkung entsteht. Schließlich ordnest Du das Werk in die Ideen des Surrealismus ein: Traum, Unbewusstes, Zufall, Verfremdung, Automatismus oder Kritik an bürgerlicher Normalität.


Analysefragen

  1. Bildbeschreibung: Welche Gegenstände, Figuren, Räume oder Landschaften sind zu sehen?
  2. Komposition: Wie sind die Bildelemente angeordnet?
  3. Perspektive: Wirkt der Raum glaubwürdig, verzerrt oder unmöglich?
  4. Farbe: Welche Stimmung erzeugen Farben, Kontraste und Licht?
  5. Verfremdung: Welche Dinge passen nicht zusammen?
  6. Symbol: Welche Gegenstände könnten eine tiefere Bedeutung haben?
  7. Traumlogik: Welche Elemente erinnern an Träume oder Albträume?
  8. Kunstgeschichte: Welche Merkmale verbinden das Werk mit dem Surrealismus?


Abgrenzung zu anderen Stilrichtungen

Der Surrealismus steht in Verbindung mit mehreren Strömungen der modernen Kunst, unterscheidet sich aber deutlich von ihnen. Der Expressionismus betont häufig den subjektiven Ausdruck von Gefühl und innerer Spannung. Der Kubismus zerlegt Formen und Perspektiven analytisch. Der Dadaismus arbeitet mit Provokation, Zufall und Anti-Kunst. Der Surrealismus verbindet vieles davon, richtet den Fokus aber besonders auf Traum, Unbewusstes, Automatismus und die Verschmelzung von Wirklichkeit und Phantasie.


Wirkung bis heute

Die Wirkung des Surrealismus reicht weit über die Kunstgeschichte hinaus. Surrealistische Bildideen erscheinen in Film, Musikvideo, Werbung, Computerspiel, Mode, Design, Fotografie, Popkultur und digitaler Kunst. Wenn in einem Bild ein alltäglicher Gegenstand plötzlich riesig wird, wenn Räume unmöglich erscheinen oder wenn Traum und Wirklichkeit ineinanderfließen, wirkt oft ein surrealistisches Denken weiter.

Auch in der Gegenwart ist der Surrealismus wichtig, weil er Fragen stellt, die nicht veraltet sind: Wie entstehen Bilder im Kopf? Wie beeinflussen Träume unsere Wahrnehmung? Was ist Wirklichkeit? Welche Rolle spielen Wünsche, Ängste und Erinnerungen? Und wie kann Kunst zeigen, was mit rationaler Sprache schwer zu erklären ist?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein zentrales Thema des Surrealismus? (Das Unbewusste) (!Die reine Naturvermessung) (!Die mittelalterliche Baukunst) (!Die antike Säulenordnung)




In welcher Stadt wurde der Surrealismus als Bewegung besonders geprägt? (Paris) (!Rom) (!Athen) (!Wien)




Wer veröffentlichte 1924 das erste Manifest des Surrealismus? (André Breton) (!Claude Monet) (!Pablo Neruda) (!Johann Wolfgang von Goethe)




Welche Bewegung gilt als wichtiger Vorläufer des Surrealismus? (Dadaismus) (!Rokoko) (!Barock) (!Realismus)




Welche Technik nutzt das Durchreiben von Oberflächenstrukturen? (Frottage) (!Aquarell) (!Mosaik) (!Radierung)




Welche Aussage passt besonders gut zur surrealistischen Bildwelt? (Traum und Wirklichkeit verschmelzen) (!Alles wird streng mathematisch geordnet) (!Nur historische Schlachten werden gezeigt) (!Alle Motive müssen religiös sein)




Welcher Künstler ist besonders mit schmelzenden Formen und traumhaften Landschaften verbunden? (Salvador Dalí) (!Caspar David Friedrich) (!Albrecht Dürer) (!Jan van Eyck)




Welche Künstlerin zählt zu wichtigen Positionen des Surrealismus? (Leonora Carrington) (!Berthe Morisot) (!Käthe Kollwitz) (!Sofonisba Anguissola)




Was bedeutet Automatismus im surrealistischen Kontext? (Ein möglichst ungefiltertes künstlerisches Verfahren) (!Eine genaue Vermessung von Gebäuden) (!Eine Technik der Glasherstellung) (!Eine Regel der Zentralperspektive)




Warum wirken viele surrealistische Bilder irritierend? (Sie verbinden Vertrautes mit Unmöglichem) (!Sie zeigen nur geometrische Grundrisse) (!Sie verzichten immer auf Gegenstände) (!Sie bestehen ausschließlich aus Schrift)





Memory

Automatismus Schreiben oder Zeichnen ohne bewusste Kontrolle
Frottage Durchreiben von Oberflächenstrukturen
Collage Zusammensetzen fremder Bildteile
Traumlogik Verbindung scheinbar unpassender Szenen
Verfremdung Gewöhnliches erscheint rätselhaft
Manifest Programmatische Erklärung einer Bewegung
Objet trouvé Gefundener Gegenstand als Kunst





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Dadaismus Vorläufer und provokanter Ausgangspunkt
Manifest Programmatische Grundlage der Bewegung
Automatismus Spontanes Verfahren des Schreibens oder Zeichnens
Traumlogik Verbindung von Wirklichkeit und inneren Bildern
Nachwirkung Einfluss auf Film Werbung Popkultur und digitale Bilder




...


Kreuzworträtsel

Breton Wer veröffentlichte 1924 das erste Manifest des Surrealismus?
Traum Welcher innere Erfahrungsraum war für den Surrealismus besonders wichtig?
Dada Welche avantgardistische Bewegung war ein wichtiger Ausgangspunkt des Surrealismus?
Collage Welche Technik verbindet gefundene Bildteile zu neuen Bedeutungen?
Automatismus Wie nennt man ein Verfahren des scheinbar ungesteuerten Schreibens oder Zeichnens?
Magritte Welcher belgische Künstler ist für rätselhafte Bild-Text-Bezüge bekannt?





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Lückentext

Vervollständige den Text.

Der Surrealismus entstand in den 1920er Jahren besonders im Umfeld der Stadt

. Eine wichtige Grundlage war das Manifest von

. Die Bewegung interessierte sich stark für Träume und das

. Viele Werke verbinden vertraute Gegenstände mit unmöglichen Situationen und erzeugen dadurch

. Ein wichtiges Verfahren des scheinbar ungesteuerten Schreibens oder Zeichnens heißt

. Max Ernst entwickelte experimentelle Techniken wie

. Der Surrealismus wurde durch den

vorbereitet. Bis heute beeinflusst er Bereiche wie Film Werbung Popkultur und

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Traumbild: Zeichne oder collagiere ein Bild, in dem mindestens drei alltägliche Gegenstände in einer unmöglichen Situation auftauchen.
  2. Begriffsnetz: Erstelle ein Begriffsnetz mit den Wörtern Traum, Unbewusstes, Zufall, Verfremdung und Automatismus.
  3. Bildbeschreibung: Beschreibe ein surrealistisches Werk so genau, dass eine andere Person es ohne Vorlage skizzieren könnte.
  4. Gegenstand: Wähle einen Alltagsgegenstand und schreibe fünf ungewöhnliche Bedeutungen auf, die er in einem surrealistischen Bild haben könnte.


Standard

  1. Collage: Gestalte eine surrealistische Collage aus selbst erstellten oder frei nutzbaren Bildmaterialien und erkläre Deine Bildidee schriftlich.
  2. Werkvergleich: Vergleiche ein Werk von Salvador Dalí mit einem Werk von René Magritte und untersuche Unterschiede in Wirkung, Malweise und Aussage.
  3. Automatisches Schreiben: Schreibe drei Minuten ohne abzusetzen und entwickle aus dem Text anschließend ein Bildmotiv.
  4. Filmsequenz: Entwirf ein kurzes Storyboard für eine surrealistische Filmszene, in der Traum und Wirklichkeit ineinander übergehen.


Schwer

  1. Kunstkritik: Verfasse eine kritische Rezension zu einem surrealistischen Werk und beziehe historische Hintergründe sowie Deine eigene Deutung ein.
  2. Ausstellungskonzept: Plane eine kleine Ausstellung zum Surrealismus mit fünf Stationen, passenden Werken, kurzen Wandtexten und einer interaktiven Aufgabe.
  3. Gegenwartsbezug: Analysiere ein Musikvideo, Werbebild oder Computerspielmotiv und erkläre, welche surrealistischen Verfahren darin wiederkehren.
  4. Forschungsprojekt: Untersuche die Rolle von Künstlerinnen im Surrealismus und präsentiere Deine Ergebnisse als Vortrag, Podcast oder digitales Plakat.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Bildanalyse: Analysiere ein surrealistisches Werk und zeige, wie Komposition, Motivwahl und Verfremdung zusammenwirken.
  2. Transfer: Erkläre, warum ein aktuelles Werbebild oder Filmplakat surrealistisch wirken kann, auch wenn es nicht aus der historischen Epoche stammt.
  3. Vergleich: Vergleiche Dadaismus und Surrealismus hinsichtlich Ziel, Methode und Wirkung auf das Publikum.
  4. Deutung: Interpretiere ein Bildmotiv, in dem ein vertrauter Gegenstand in einer unmöglichen Umgebung erscheint.
  5. Gestaltung: Entwickle ein eigenes surrealistisches Bildkonzept und begründe, welche Merkmale des Surrealismus darin erkennbar sind.
  6. Reflexion: Beurteile, ob der Surrealismus eher eine Stilrichtung, eine Denkweise oder eine Lebenshaltung ist, und begründe Deine Position.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zum Thema Surrealismus solltest Du zeigen, dass Du historische Zusammenhänge, zentrale Begriffe und gestalterische Verfahren verstanden hast. Wichtig ist nicht nur Faktenwissen, sondern auch die Fähigkeit, Bilder genau zu betrachten, Deutungen zu entwickeln und den Surrealismus auf heutige Bildwelten zu übertragen.

  1. Du kannst den Surrealismus zeitlich und kunstgeschichtlich einordnen.
  2. Du kannst zentrale Begriffe wie Unbewusstes, Traumlogik, Automatismus, Collage, Frottage und Verfremdung erklären.
  3. Du kannst wichtige Künstlerinnen und Künstler nennen und ihre Besonderheiten beschreiben.
  4. Du kannst ein surrealistisches Werk strukturiert analysieren.
  5. Du kannst Unterschiede zwischen Dadaismus und Surrealismus erläutern.
  6. Du kannst ein eigenes surrealistisches Gestaltungskonzept entwickeln und reflektieren.
  7. Du kannst die Wirkung des Surrealismus in heutigen Medien erkennen und begründen.




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