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Leibniz und der Code unserer Welt

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Leibniz und der Code unserer Welt



Einleitung

Gottfried Wilhelm Leibniz gehört zu den großen Universalgelehrten der europäischen Geistesgeschichte. Er war Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker, Diplomat, Bibliothekar und Erfinder. In diesem aiMOOC geht es um die Frage, warum Leibniz heute manchmal als Denker eines „Codes unserer Welt“ verstanden wird. Damit ist nicht gemeint, dass Leibniz moderne Programmiersprachen oder das Internet erfunden hätte. Gemeint ist vielmehr seine Idee, dass Wirklichkeit, Denken, Wahrheit und Ordnung mit Hilfe klarer Begriffe, Symbole, Logik und berechenbarer Strukturen verstanden werden können.

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Leibniz suchte nach einer Welt, in der nicht Zufall, Willkür oder bloße Meinung herrschen, sondern Vernunft, Ordnung, Zusammenhang und Begründung. Seine Philosophie verbindet deshalb mehrere große Themen: den Rationalismus, die Monadologie, die Theodizee, das Dualsystem, mechanisches Rechnen, die Idee einer universalen Zeichensprache und den Traum, Streitfragen durch klare Begriffe und logische Verfahren zu klären.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Leibniz als Vertreter des Rationalismus gilt. Du kannst seine Grundideen zur Monadologie, zur prästabilierten Harmonie, zur Theodizee und zur Bedeutung von Symbolen beschreiben. Außerdem kannst Du beurteilen, warum Leibniz für moderne Diskussionen über Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Weltbilder interessant bleibt.


Leibniz als Universalgelehrter

Gottfried Wilhelm Leibniz wurde 1646 in Leipzig geboren und starb 1716 in Hannover. Schon früh beschäftigte er sich mit Sprachen, Logik, Recht, Theologie und Mathematik. Im Laufe seines Lebens arbeitete er an Fürstenhöfen, verfasste politische und wissenschaftliche Schriften, korrespondierte mit Gelehrten in ganz Europa und entwickelte Ideen, die weit über ein einzelnes Fach hinausreichen.

Leibniz ist ein typisches Beispiel für einen Universalgelehrten der frühen Neuzeit. Während heutige Wissenschaft oft stark spezialisiert ist, wollte Leibniz Wissen verbinden. Für ihn gehörten Metaphysik, Mathematik, Logik, Technik, Sprache, Religion und Politik zusammen. Seine Leitfrage lautete: Wie lässt sich die Welt so verstehen, dass ihre Ordnung vernünftig einsichtig wird?


Vernetzung vor der digitalen Vernetzung

Leibniz lebte lange vor Computern, Netzwerken und Suchmaschinen. Trotzdem dachte er in Verbindungen. Seine umfangreiche Korrespondenz, seine Pläne für Akademien, seine Arbeit an Bibliotheken und seine Suche nach einer allgemeinen Wissenschaft zeigen, dass Wissen für ihn kein isolierter Besitz einzelner Menschen war. Wissen sollte gesammelt, geordnet, geprüft, geteilt und weiterentwickelt werden.

Diese Haltung macht Leibniz für die Gegenwart interessant. Auch moderne Wissensgesellschaften stellen Fragen, die Leibniz bereits beschäftigten: Wie ordnen wir Wissen? Wie prüfen wir Wahrheit? Wie lassen sich unterschiedliche Fachgebiete verbinden? Wie können Zeichen, Tabellen, Systeme und Verfahren helfen, komplexe Probleme zu lösen?


Rationalismus: Vertrauen in Vernunft und Ordnung

Leibniz zählt neben René Descartes und Baruch de Spinoza zu den bedeutenden Vertretern des frühneuzeitlichen Rationalismus. Der Rationalismus betont, dass die Vernunft eine zentrale Quelle von Erkenntnis ist. Für Leibniz reicht es nicht aus, einzelne Erfahrungen zu sammeln. Man muss auch nach den Gründen fragen, die hinter Erfahrungen stehen.

Ein wichtiger Grundsatz bei Leibniz ist der Satz vom zureichenden Grund. Er besagt vereinfacht: Nichts geschieht ohne einen Grund, warum es so ist und nicht anders. Dieser Satz drückt Leibniz’ Überzeugung aus, dass Wirklichkeit grundsätzlich verstehbar ist. Wer etwas verstehen will, muss nicht nur fragen, was geschieht, sondern warum es geschieht.


Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten

Leibniz unterscheidet zwischen Vernunftwahrheiten und Tatsachenwahrheiten. Vernunftwahrheiten sind notwendig. Ihr Gegenteil wäre widersprüchlich. Ein einfaches Beispiel ist eine mathematische Wahrheit. Tatsachenwahrheiten betreffen die wirkliche Welt. Sie könnten auch anders sein, brauchen aber dennoch eine Begründung.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil sie zeigt, wie differenziert Leibniz denkt. Nicht alles ist für ihn auf dieselbe Weise wahr. Manche Wahrheiten folgen aus reiner Logik. Andere Wahrheiten müssen durch Erfahrung, Geschichte und Weltwissen erschlossen werden. Doch auch bei ihnen sucht Leibniz nach Gründen und Zusammenhängen.


Der Code der Welt: Zeichen, Logik und Berechenbarkeit

Wenn heute vom „Code unserer Welt“ gesprochen wird, denken viele an Software, Daten, Algorithmen und Computer. Bei Leibniz meint „Code“ zunächst etwas Grundsätzlicheres: Die Welt soll mit Hilfe klarer Zeichen, Begriffe und Regeln verständlich werden. Leibniz träumte von einer universellen Zeichensprache, in der Gedanken eindeutig dargestellt werden können.

Diese Idee hängt mit dem calculus ratiocinator zusammen. Damit ist der Gedanke verbunden, dass vernünftiges Schließen in gewissem Umfang als regelgeleitetes Rechnen verstanden werden kann. Wenn Begriffe klar definiert und ihre Beziehungen formal dargestellt sind, könnten Streitfragen durch logische Verfahren geklärt werden. Der berühmte Gedanke lautet sinngemäß: Lasst uns rechnen.


Warum Zeichen für Leibniz wichtig sind

Zeichen sind für Leibniz nicht bloße Hilfsmittel. Sie machen Denken präziser. Wer unklare Wörter benutzt, streitet oft über Missverständnisse. Wer dagegen Begriffe klärt, Beziehungen sichtbar macht und Regeln festlegt, kann besser prüfen, ob eine Aussage stimmt. In diesem Sinne ist Leibniz ein Vorläufer moderner Diskussionen über formale Sprachen, Logik, Symbolsysteme und Informatik.

Dabei bleibt Vorsicht wichtig. Leibniz ist kein moderner Informatiker. Aber seine Überzeugung, dass Zeichen, Regeln und Berechnung das Denken strukturieren können, verbindet ihn mit Grundideen der digitalen Moderne. Seine Philosophie zeigt, dass Technikgeschichte und Ideengeschichte miteinander verbunden sind.


Dualsystem und Rechenmaschine

Ein besonders anschauliches Beispiel für Leibniz’ Denken in Zeichen ist das Dualsystem. Im Dualsystem werden Zahlen mit zwei Zeichen dargestellt, nämlich 0 und 1. Dieses System ist heute für die digitale Technik grundlegend, weil elektronische Schaltungen sehr gut zwischen zwei Zuständen unterscheiden können. Leibniz sah im Dualsystem aber nicht nur einen mathematischen Trick. Er verband damit auch philosophische und theologische Deutungen von Einheit, Nichts und Schöpfung.

Leibniz beschäftigte sich außerdem mit mechanischem Rechnen. Seine Rechenmaschine, die mit einer Staffelwalze arbeitete, sollte nicht nur addieren und subtrahieren, sondern auch multiplizieren und dividieren können. Damit zeigt sich ein zentrales Motiv seines Denkens: Geistige Operationen lassen sich teilweise in technische Verfahren übersetzen.


Rechnen als Denkmodell

Rechnen ist bei Leibniz mehr als eine praktische Tätigkeit. Es wird zu einem Denkmodell. Wenn bestimmte Schritte nach klaren Regeln ablaufen, kann ein Ergebnis unabhängig von Stimmung, Autorität oder persönlicher Meinung überprüft werden. Darin liegt eine Verbindung zwischen Mathematik, Logik, Wissenschaft und moderner Automatisierung.

Für den Unterricht ist diese Verbindung besonders spannend. Du kannst daran untersuchen, wie aus philosophischen Fragen technische Entwicklungen entstehen können. Ebenso kannst Du kritisch fragen, welche Grenzen Berechenbarkeit hat. Nicht alles, was menschlich wichtig ist, lässt sich vollständig in Zahlen, Daten oder Programme übersetzen.


Monadologie: Die Welt als Ordnung von Perspektiven

In seiner Monadologie beschreibt Leibniz die Wirklichkeit als Zusammenspiel unzähliger Monaden. Monaden sind einfache, nicht weiter teilbare Einheiten. Sie sind keine kleinen materiellen Kügelchen, sondern metaphysische Grundbestandteile. Jede Monade spiegelt die ganze Welt auf ihre eigene Weise wider.

Leibniz beschreibt Monaden als „fensterlos“. Damit meint er, dass Monaden nicht wie Körper äußerlich aufeinander einwirken. Trotzdem entsteht eine geordnete Welt. Diese Ordnung erklärt Leibniz durch die prästabilierte Harmonie. Gott habe die Monaden so geschaffen, dass ihre inneren Entwicklungen zusammenpassen, ähnlich wie viele perfekt synchronisierte Uhren.


Perspektive und Zusammenhang

Die Monadologie wirkt zunächst fremd. Sie wird verständlicher, wenn Du sie als Theorie von Perspektiven liest. Jede Monade hat ihren eigenen Blick auf die Welt. Keine Perspektive ist einfach mit der ganzen Wirklichkeit identisch. Dennoch gehören alle Perspektiven zu einer umfassenden Ordnung.

Diese Idee lässt sich mit modernen Fragen vergleichen. Auch in einer vernetzten Welt sehen Menschen, Institutionen und digitale Systeme Wirklichkeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Datenbanken, Suchmaschinen, soziale Netzwerke und wissenschaftliche Modelle ordnen Ausschnitte der Welt. Leibniz hilft dabei, zu fragen: Wie hängen Perspektiven zusammen? Was macht eine Ordnung sinnvoll? Was bleibt verborgen, wenn ein System nur nach bestimmten Regeln sieht?


Theodizee: Die beste aller möglichen Welten?

Die Theodizee gehört zu den bekanntesten und umstrittensten Teilen von Leibniz’ Philosophie. Leibniz fragt, wie ein guter, allwissender und allmächtiger Gott mit dem Übel in der Welt vereinbar sein kann. Seine Antwort lautet, dass Gott die beste aller möglichen Welten gewählt habe. Diese Aussage meint nicht, dass alles Einzelne gut oder angenehm ist. Sie meint, dass die gesamte Weltordnung nach Leibniz die beste unter den möglichen Gesamtordnungen sei.

Diese Idee wurde heftig kritisiert, besonders nach Katastrophen und angesichts menschlichen Leidens. Voltaire verspottete Leibniz’ Optimismus in seinem Roman Candide. Für die Philosophie bleibt die Frage wichtig: Kann man Leid, Freiheit, Naturgesetze und göttliche Güte in einem vernünftigen System zusammen denken? Oder zeigt das Leid gerade die Grenzen solcher Systeme?


Kritisches Denken über Optimismus

Leibniz’ Optimismus darf nicht mit naivem Schönreden verwechselt werden. Er ist ein Versuch, die Welt als geordnete Gesamtstruktur zu verstehen. Trotzdem muss diese Position kritisch geprüft werden. Wenn Menschen leiden, wirkt die Rede von der besten Welt schnell unmenschlich. Philosophisch anspruchsvoll ist daher die Frage, ob eine Theorie die Erfahrung des Leids ernst nimmt oder sie in ein System presst.

Hier kannst Du erkennen, dass Philosophie nicht nur Faktenwissen ist. Sie verlangt Urteilskraft. Du musst Argumente rekonstruieren, Einwände formulieren und prüfen, welche Annahmen hinter einer Position stehen.


Leibniz und die digitale Gegenwart

Leibniz ist für die digitale Gegenwart wichtig, weil er Grundfragen stellte, die heute neu erscheinen: Können Gedanken formalisiert werden? Können Zeichen die Welt eindeutig abbilden? Können Regeln Streit vermeiden? Kann Wissen vollständig geordnet werden? Wo liegen die Grenzen des Berechenbaren?

In der Künstlichen Intelligenz werden ähnliche Fragen gestellt. Maschinen verarbeiten Zeichen, Daten und Muster. Algorithmen treffen Entscheidungen oder bereiten sie vor. Dabei entsteht die Frage, ob formale Verfahren wirklich verstehen oder nur berechnen. Leibniz hilft, diese Frage historisch und philosophisch zu vertiefen.


Chancen und Grenzen des Welt-Codes

Der Ausdruck „Code unserer Welt“ kann faszinieren, aber auch täuschen. Er zeigt, dass Natur, Denken und Gesellschaft teilweise durch Strukturen, Muster und Regeln beschrieben werden können. Zugleich darf man nicht vergessen, dass Menschen nicht nur Datenpunkte sind. Ethik, Freiheit, Würde, Verantwortung und Kreativität lassen sich nicht vollständig auf Berechnung reduzieren.

Leibniz lädt Dich ein, beides zusammenzudenken: die Kraft der Vernunft und die Grenzen jedes Systems. Genau deshalb bleibt seine Philosophie lebendig. Sie verbindet Begeisterung für Ordnung mit der Frage, was Ordnung leisten kann und was sie nicht leisten darf.


Zentrale Begriffe

  1. Gottfried Wilhelm Leibniz: Universalgelehrter der frühen Neuzeit, der Philosophie, Mathematik, Logik, Technik und Politik verband.
  2. Rationalismus: Philosophische Richtung, die der Vernunft eine zentrale Rolle für Erkenntnis zuschreibt.
  3. Satz vom zureichenden Grund: Grundsatz, nach dem nichts ohne Grund ist, warum es so und nicht anders ist.
  4. characteristica universalis: Leibniz’ Idee einer universalen Zeichensprache für klare Gedanken und Begriffe.
  5. calculus ratiocinator: Idee eines regelgeleiteten Denkverfahrens, mit dem sich Schlussfolgerungen wie Rechnungen prüfen lassen.
  6. Dualsystem: Zahlensystem mit den Zeichen 0 und 1, das heute für digitale Technik grundlegend ist.
  7. Monadologie: Leibniz’ Lehre von einfachen metaphysischen Einheiten, den Monaden.
  8. prästabilierte Harmonie: Vorstellung, dass die Entwicklungen der Monaden von Gott so eingerichtet sind, dass sie zusammenpassen.
  9. Theodizee: Versuch, die Existenz von Übel und Leid mit der Annahme eines guten Gottes zu vereinbaren.
  10. Algorithmus: Eindeutige Schrittfolge zur Lösung eines Problems oder zur Verarbeitung von Daten.


Zusammenfassung

Leibniz entwirft eine Welt, die durch Vernunft, Zeichen, Ordnung und Begründung verständlich werden soll. Seine Philosophie verbindet Metaphysik, Mathematik, Logik, Technik und Theologie. Mit der Idee einer universalen Zeichensprache und eines logischen Kalküls denkt er darüber nach, wie menschliches Denken präzisiert werden kann. Mit dem Dualsystem und der Rechenmaschine zeigt er, dass abstrakte Ordnung technische Gestalt annehmen kann. Mit der Monadologie beschreibt er die Welt als vielstimmige Ordnung von Perspektiven. Mit der Theodizee versucht er, auch das Problem des Leidens in ein vernünftiges Weltbild einzubeziehen. Für die Gegenwart ist Leibniz wichtig, weil er Chancen und Grenzen eines rationalen, berechenbaren Weltzugangs sichtbar macht.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür steht Leibniz besonders im Zusammenhang mit dem Rationalismus? (Für das Vertrauen in Vernunft und klare Begründungen) (!Für die Ablehnung jeder Form von Logik) (!Für die Behauptung, Erfahrung sei völlig wertlos) (!Für die Erfindung des modernen Internets)




Was meint der Satz vom zureichenden Grund vereinfacht? (Nichts ist ohne einen Grund, warum es so ist) (!Alles geschieht völlig grundlos) (!Nur Gefühle können Wahrheit erkennen) (!Mathematik ist grundsätzlich unmöglich)




Was ist die characteristica universalis bei Leibniz? (Die Idee einer universalen Zeichensprache) (!Eine Sammlung zufälliger Sinneseindrücke) (!Ein mechanisches Musikinstrument) (!Ein politisches Gesetzbuch für Hannover)




Was bezeichnet der calculus ratiocinator? (Ein regelgeleitetes Verfahren des vernünftigen Schließens) (!Eine Methode zur Herstellung von Farben) (!Eine Theorie über Tierwanderungen) (!Eine Ablehnung aller Berechnung)




Welche Zeichen verwendet das Dualsystem? (Null und Eins) (!Eins und Zwei) (!A und B) (!Plus und Minus)




Was ist eine Monade in Leibniz’ Philosophie? (Eine einfache metaphysische Grundeinheit) (!Ein sichtbarer Planet) (!Eine historische Münze) (!Ein Teil einer Dampfmaschine)




Was bedeutet prästabilierte Harmonie bei Leibniz? (Die von Gott eingerichtete Übereinstimmung der Monaden) (!Der zufällige Zusammenstoß aller Dinge) (!Die Abschaffung aller Naturgesetze) (!Die Herrschaft eines einzelnen Menschen)




Welche Frage steht im Zentrum der Theodizee? (Wie Übel und Leid mit einem guten Gott vereinbar sein können) (!Wie man eine Rechenmaschine ölt) (!Wie man ein Gedicht vertont) (!Wie man ohne Sprache denkt)




Warum ist Leibniz für die digitale Gegenwart interessant? (Weil er Zeichen, Logik und Berechenbarkeit philosophisch zusammendachte) (!Weil er bereits moderne Smartphones baute) (!Weil er soziale Netzwerke programmierte) (!Weil er jede Technik ablehnte)




Welche Haltung passt am besten zu einem kritischen Umgang mit Leibniz? (Seine Ideen verstehen und ihre Grenzen prüfen) (!Seine Philosophie ohne Prüfung übernehmen) (!Alle historischen Ideen für wertlos erklären) (!Nur technische Details auswendig lernen)





Memory

Rationalismus Vernunft als Erkenntnisquelle
Dualsystem Null und Eins
Monadologie Lehre von den Monaden
Theodizee Frage nach Gott und Übel
Staffelwalze Mechanisches Rechnen
Zeichensprache Präzise Darstellung von Gedanken





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vernunft Rationalismus
Monade Monadologie
Übel Theodizee
Null und Eins Dualsystem
Rechenmaschine Staffelwalze
Zeichen Universalsprache




...


Kreuzworträtsel

Rationalismus Welche philosophische Richtung betont die Vernunft als zentrale Erkenntnisquelle?
Monadologie Wie heißt Leibniz’ Lehre von den Monaden?
Theodizee Welche Lehre fragt nach der Vereinbarkeit von Gott und Übel?
Dualsystem Welches Zahlensystem arbeitet mit Null und Eins?
Staffelwalze Welches Bauteil steht mit Leibniz’ Rechenmaschine in Verbindung?
Harmonie Welcher Begriff bezeichnet bei Leibniz die geordnete Übereinstimmung der Monaden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Leibniz war ein bedeutender Vertreter des

. Seine Philosophie sucht nach Gründen, Ordnung und

. Der Satz vom zureichenden Grund besagt, dass nichts ohne

ist. Mit der characteristica universalis entwarf Leibniz die Idee einer universalen

. Der calculus ratiocinator beschreibt Denken als regelgeleitetes

. Das Dualsystem arbeitet mit den Zeichen

und Eins. In der Monadologie beschreibt Leibniz die Wirklichkeit durch einfache

. Die prästabilierte Harmonie erklärt den Zusammenhang der Monaden durch göttliche

. Die Theodizee fragt nach der Vereinbarkeit von Gott und

. Für die digitale Gegenwart ist Leibniz wichtig, weil er Zeichen, Logik und

zusammendenkt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffskarte: Erstelle eine Begriffskarte zu Leibniz, auf der Du mindestens acht zentrale Begriffe erklärst und miteinander verbindest.
  2. Dualsystem: Stelle die Zahlen eins bis sechzehn im Dualsystem dar und erkläre, warum zwei Zeichen für digitale Technik nützlich sein können.
  3. Porträtanalyse: Beschreibe das Leibniz-Porträt im aiMOOC und formuliere, welches Bild von Gelehrsamkeit dadurch entsteht.
  4. Fragen an Leibniz: Schreibe fünf Fragen, die Du Leibniz zu Logik, Gott, Technik oder Künstlicher Intelligenz stellen würdest.


Standard

  1. Argumentation: Erkläre den Satz vom zureichenden Grund an einem Alltagsbeispiel und zeige, wo diese Denkweise hilfreich ist.
  2. Vergleich: Vergleiche Leibniz’ Idee einer universalen Zeichensprache mit heutigen Programmiersprachen und nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
  3. Monadologie kreativ: Gestalte ein Schaubild, das zeigt, wie viele Perspektiven auf eine gemeinsame Welt bezogen sein können.
  4. Theodizee-Debatte: Führe ein Streitgespräch über die Frage, ob die Vorstellung der besten möglichen Welt überzeugend ist.


Schwer

  1. Philosophischer Essay: Schreibe einen Essay zur Frage, ob die Welt wie ein Code verstanden werden kann oder ob diese Metapher in die Irre führt.
  2. KI und Leibniz: Untersuche, ob moderne Künstliche Intelligenz eher Leibniz’ Traum vom regelgeleiteten Denken bestätigt oder seine Grenzen sichtbar macht.
  3. Quellenarbeit: Suche einen kurzen Originaltextauszug von Leibniz und analysiere, welche Begriffe für sein Denken zentral sind.
  4. Projekt Vernunftmaschine: Entwirf ein Modell für eine „Vernunftmaschine“, die Streitfragen klären soll, und diskutiere anschließend ethische Risiken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Rationalismus: Erkläre an einem aktuellen Beispiel aus Schule, Politik oder Technik, warum klare Begriffe Streit entschärfen können.
  2. Grenzen der Berechnung: Beurteile, ob moralische Entscheidungen vollständig durch Algorithmen getroffen werden sollten, und begründe Deine Position mit Bezug auf Leibniz.
  3. Perspektivenmodell: Übertrage die Idee der Monaden auf soziale Netzwerke und erkläre, welche Chancen und Probleme dabei sichtbar werden.
  4. Theodizee-Urteil: Prüfe, ob Leibniz’ Optimismus nach einer Naturkatastrophe tröstlich, problematisch oder beides sein kann.
  5. Zeichen und Wirklichkeit: Analysiere ein Beispiel, bei dem ein Symbolsystem die Wirklichkeit gut ordnet, und ein Beispiel, bei dem es Wirklichkeit verzerrt.
  6. Digitaler Weltcode: Entwickle eine begründete These dazu, ob die Metapher vom Code der Welt für die Gegenwart hilfreich ist.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zeigst Du, dass Du Leibniz nicht nur biografisch einordnen kannst, sondern seine Ideen in Zusammenhängen verstehst. Wichtig ist eine klare Erklärung von Rationalismus, Satz vom zureichenden Grund, characteristica universalis, Dualsystem, Monadologie, prästabilierte Harmonie und Theodizee. Außerdem solltest Du zeigen, dass Du Leibniz’ Denken auf heutige Fragen zu Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Algorithmen, Ethik und Wissenschaft übertragen kannst. Ein guter Lernnachweis enthält eine eigene begründete Position, passende Beispiele, eine sachliche Argumentation und eine kritische Reflexion der Grenzen von Berechenbarkeit.




OERs zum Thema





Medienhinweise

  1. Wikimedia Commons: Das Porträt von Gottfried Wilhelm Leibniz macht sichtbar, wie ein Gelehrter der frühen Neuzeit repräsentiert wurde.
  2. Dualsystem: Die Abbildung zu Leibniz’ Binärsystem eignet sich, um die Verbindung von Mathematik, Zeichen und Digitalisierung zu verstehen.
  3. Rechenmaschine: Die Bilder zur Leibnizschen Rechenmaschine zeigen, wie abstraktes Denken in technische Konstruktion übergehen kann.
  4. YouTube: Das eingebundene Video führt in den Schwerpunkt „Leibniz und der Code unserer Welt“ ein und eignet sich als Einstieg oder Wiederholung.


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