Zum Inhalt springen

Achtsamkeit heute - Wissenschaft Praxis Gesellschaft Positiv bleiben

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 5. Juli 2026, 22:10 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Achtsamkeit heute - Wissenschaft Praxis Gesellschaft Positiv bleiben



Achtsamkeit heute: Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft im Dialog / Positiv bleiben

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=MwRUjFMwU2c%7C500%7Ccenter}}


Einleitung

Achtsamkeit heute ist mehr als ein persönlicher Entspannungstrend. Sie ist ein Thema, an dem Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft miteinander ins Gespräch kommen: Wie kann ein Mensch in einer beschleunigten, digitalen und oft stressreichen Welt bewusst wahrnehmen, was gerade geschieht? Wie lässt sich Stress regulieren, ohne Probleme zu verdrängen? Und was bedeutet es, positiv zu bleiben, ohne in oberflächliches positives Denken oder toxischen Optimismus zu geraten?

In diesem aiMOOC lernst Du, was Achtsamkeit im psychologischen Sinn bedeutet, wie sie in Programmen wie der Achtsamkeitsbasierten Stressreduktion angewendet wird, welche wissenschaftlichen Befunde es gibt und wo Grenzen liegen. Du untersuchst außerdem, wie Achtsamkeit in Schule, Arbeitswelt, Gesundheitswesen, Medienbildung und politischer Bildung diskutiert werden kann.

Positiv bleiben heißt in diesem Kurs nicht, unangenehme Gefühle wegzudrücken. Gemeint ist eine Haltung, die Schwierigkeiten realistisch wahrnimmt, Handlungsspielräume sucht, Selbstmitgefühl stärkt und andere Menschen respektvoll einbezieht. Achtsamkeit kann dabei helfen, zwischen einem Reiz und einer Reaktion einen kleinen inneren Raum zu entdecken: Du bemerkst, was geschieht, bevor Du automatisch handelst.


Was bedeutet Achtsamkeit?

Achtsamkeit bezeichnet eine bewusste, gegenwärtige und möglichst nicht wertende Aufmerksamkeit. Du richtest Deine Wahrnehmung auf das, was gerade im Körper, in den Gedanken, in den Gefühlen und in der Umgebung geschieht. Wichtig ist dabei nicht, einen bestimmten Zustand zu erzwingen. Achtsamkeit bedeutet nicht, immer ruhig, glücklich oder leistungsfähig zu sein. Sie bedeutet, das Erleben im Moment genauer zu bemerken und nicht sofort in Gewohnheitsreaktionen zu verfallen.


Grundelemente der Achtsamkeit

  1. Gegenwart: Du übst, mit Deiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt anzukommen, statt nur in Sorgen über die Zukunft oder Grübeln über die Vergangenheit zu kreisen.
  2. Wahrnehmung: Du bemerkst Sinneseindrücke, Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken genauer.
  3. Nicht-Werten: Du versuchst, Erfahrungen zunächst zu beobachten, bevor Du sie als gut, schlecht, peinlich, gefährlich oder falsch einordnest.
  4. Akzeptanz: Du nimmst wahr, was gerade da ist, ohne alles sofort ändern zu müssen.
  5. Selbstregulation: Du lernst, automatisches Reagieren zu unterbrechen und bewusster zu handeln.
  6. Mitgefühl: Du entwickelst eine freundlichere Haltung gegenüber Dir selbst und anderen.


Achtsamkeit, Meditation und Alltag

Meditation ist eine mögliche Übungsform der Achtsamkeit, aber Achtsamkeit ist nicht auf Sitzmeditation beschränkt. Sie kann beim Gehen, Zuhören, Essen, Lernen, Schreiben, Musizieren, Sporttreiben oder in Konflikten geübt werden. Eine achtsame Alltagshandlung kann sehr kurz sein: einen Atemzug bewusst wahrnehmen, die Füße auf dem Boden spüren oder beim Gespräch wirklich zuhören.

Viele Traditionen kennen Formen der Meditation, Kontemplation und bewussten Aufmerksamkeit. In der modernen Psychologie und Medizin wird Achtsamkeit häufig weltanschaulich offen vermittelt. Das bedeutet: Sie kann in religiösen, säkularen, therapeutischen, pädagogischen oder gesundheitsbezogenen Kontexten vorkommen, sollte aber jeweils transparent und respektvoll erklärt werden.


Wissenschaftliche Perspektiven


Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion

Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, häufig mit MBSR abgekürzt, wurde Ende der 1970er Jahre von Jon Kabat-Zinn in den USA entwickelt. Das Programm verbindet Achtsamkeitsmeditation, Body-Scan, einfache achtsame Körperübungen und Reflexion über den Umgang mit Stress, Schmerz und belastenden Lebenssituationen. In klassischen MBSR-Kursen wird über mehrere Wochen regelmäßig geübt; ein zentrales Ziel ist es, Erfahrungen bewusst wahrzunehmen und hilfreicher mit ihnen umzugehen.

MBSR ist kein magisches Heilverfahren. Es ist ein strukturiertes Übungs- und Bildungsprogramm, das in vielen Studien untersucht wurde. In medizinischen und psychologischen Kontexten wird es oft ergänzend eingesetzt, nicht als Ersatz für notwendige Psychotherapie, ärztliche Behandlung oder Krisenhilfe.

{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=puzAe4G6uDw%7C500%7Ccenter}}


Stress, Körper und Nervensystem

Stress entsteht, wenn Anforderungen als bedeutsam oder bedrohlich erlebt werden und die verfügbaren Bewältigungsmöglichkeiten unsicher erscheinen. Der Körper kann dann unter anderem Herzfrequenz, Atmung, Muskelspannung und hormonelle Prozesse verändern. Diese Reaktionen sind nicht grundsätzlich falsch: Sie helfen, schnell zu handeln. Problematisch wird Stress, wenn er dauerhaft anhält, ohne ausreichende Erholung.

Achtsamkeitsübungen setzen nicht direkt bei äußeren Stressoren an, sondern beim Umgang mit ihnen. Wer achtsam übt, kann früher bemerken, dass der Körper angespannt ist, dass Gedanken kreisen oder dass ein Konflikt eskaliert. Dadurch entsteht die Möglichkeit, bewusst zu atmen, Unterstützung zu suchen, Grenzen zu setzen oder eine Aufgabe anders zu strukturieren.


Was sagt die Forschung?

Die Forschung zu Achtsamkeit ist umfangreich, aber nicht einheitlich. Viele Studien zeigen Hinweise darauf, dass achtsamkeitsbasierte Verfahren bei Stressbewältigung, Angst, depressiven Symptomen, Schmerzbewältigung und emotionaler Regulation hilfreich sein können. Besonders gut untersucht sind strukturierte Programme wie MBSR und MBCT.

Gleichzeitig ist wissenschaftliche Vorsicht wichtig. Nicht jede App, jedes Seminar oder jede kurze Übung ist automatisch wirksam. Studien unterscheiden sich in Qualität, Dauer, Zielgruppe, Vergleichsgruppe und Messverfahren. Außerdem wirken Übungen nicht bei allen Menschen gleich. Manche erleben beim stillen Üben unangenehme Erinnerungen, innere Unruhe oder stärkere Gefühle. Deshalb braucht gute Achtsamkeitspraxis eine verantwortungsvolle Anleitung, Freiwilligkeit und bei starken Belastungen professionelle Unterstützung.


Achtsamkeit und Gehirn

In der Neurowissenschaft wird untersucht, wie Meditation und Achtsamkeit mit Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, Emotionsverarbeitung und Selbstwahrnehmung zusammenhängen. Forschende betrachten unter anderem Netzwerke, die mit Aufmerksamkeit, Interozeption, Emotionsregulation und Selbstbezug verbunden sind. Solche Befunde sind spannend, sollten aber nicht übertrieben werden: Ein Gehirnbild beweist nicht automatisch, dass eine Übung für alle Menschen im Alltag sinnvoll ist. Entscheidend bleibt, ob eine Praxis verantwortungsvoll angewendet wird und ob sie Menschen in konkreten Lebenssituationen hilft.


Praxis: Achtsamkeit üben


Atemanker

Der Atem ist ein häufig genutzter Anker, weil er immer verfügbar ist. Du musst den Atem nicht besonders tief oder schön machen. Du bemerkst nur, dass Einatmen geschieht und Ausatmen geschieht. Wenn Gedanken auftauchen, ist das kein Fehler. Du bemerkst sie und kehrst freundlich zum Atem zurück.

Mini-Übung: Setze Dich aufrecht hin. Spüre die Füße auf dem Boden. Atme natürlich. Zähle drei Atemzüge. Bemerke, ob Du ruhig, unruhig, müde, neugierig oder abgelenkt bist. Bewerte es nicht sofort. Kehre zu dem zurück, was Du gerade wahrnimmst.


Body-Scan

Beim Body-Scan wanderst Du mit der Aufmerksamkeit durch den Körper. Du nimmst einzelne Bereiche wahr, zum Beispiel Füße, Beine, Bauch, Rücken, Schultern, Gesicht und Hände. Ziel ist nicht, den Körper zu entspannen, auch wenn Entspannung auftreten kann. Ziel ist, Empfindungen wie Wärme, Kälte, Druck, Kribbeln, Schmerz, Taubheit oder Neutralität zu bemerken.


Achtsames Gehen

Bei der Gehmeditation wird Gehen selbst zur Übung. Du spürst, wie ein Fuß den Boden berührt, wie Gewicht verlagert wird und wie der nächste Schritt entsteht. Diese Übung eignet sich besonders für Menschen, denen langes Sitzen schwerfällt. Sie zeigt, dass Achtsamkeit beweglich und alltagsnah sein kann.


Achtsame Kommunikation

Achtsame Kommunikation bedeutet, beim Sprechen und Zuhören präsent zu bleiben. Du bemerkst eigene Impulse, Unterbrechungen, Bewertungen und Verteidigungshaltungen. Gleichzeitig versuchst Du, den anderen Menschen wirklich zu verstehen. Das ist besonders wichtig bei Konflikt, Feedback, Teamarbeit und demokratischer Gesprächskultur.


Positiv bleiben ohne Verdrängung

Positiv bleiben bedeutet nicht: „Alles ist gut.“ Eine achtsame positive Haltung könnte lauten: „Das ist schwer, und ich kann einen nächsten hilfreichen Schritt suchen.“ Du erkennst Belastungen an, ohne Dich vollständig von ihnen bestimmen zu lassen. Diese Haltung verbindet Realismus, Hoffnung, Selbstwirksamkeit und Verantwortung.

Toxische Positivität entsteht, wenn negative Gefühle abgewertet werden: „Denk einfach positiv“, „Andere haben es schlimmer“ oder „Du musst nur dankbar sein“. Achtsamkeit geht anders vor. Sie erlaubt Traurigkeit, Ärger, Angst oder Erschöpfung als Signale. Dann fragt sie: Was brauche ich? Was ist beeinflussbar? Was ist nicht beeinflussbar? Welche Unterstützung ist sinnvoll?


Gesellschaft im Dialog


Schule und Bildung

In der Schule kann Achtsamkeit helfen, Aufmerksamkeit, Klassenklima und Selbstregulation zu fördern. Wichtig ist, dass Übungen freiwillig, altersgerecht und sensibel eingeführt werden. Achtsamkeit darf nicht dazu dienen, Leistungsdruck einfach erträglicher zu machen, ohne über Ursachen zu sprechen. Gute Bildungsarbeit fragt deshalb: Welche Bedingungen machen Lernen gesund? Wie gehen wir mit Stress, Prüfungsangst, digitalen Ablenkungen und Konflikten um?


Arbeitswelt und Leistungskultur

In der Arbeitswelt wird Achtsamkeit oft mit Resilienz, Konzentration und Burnout-Prävention verbunden. Das kann hilfreich sein, wenn Menschen echte Pausen, gute Führung, realistische Arbeitsmengen und Mitbestimmung erleben. Problematisch wird es, wenn Achtsamkeit nur als Methode benutzt wird, damit Beschäftigte ungesunde Bedingungen stiller ertragen. Achtsamkeit sollte deshalb nicht nur individuelle Anpassung fördern, sondern auch den Blick für Arbeitsbedingungen, Gerechtigkeit und Gesundheitsschutz schärfen.


Gesundheit und Therapie

Im Gesundheitswesen können achtsamkeitsbasierte Verfahren ergänzend eingesetzt werden, etwa bei Stressbelastung, chronischem Schmerz oder Rückfallprophylaxe bei Depressionen. Dabei ist Sorgfalt nötig. Menschen mit schweren psychischen Krisen, Traumaerfahrungen oder akuter Suizidalität brauchen professionelle Hilfe und sichere Rahmenbedingungen. Achtsamkeit kann unterstützen, ersetzt aber keine notwendige Behandlung.


Digitalisierung und Medienbildung

Smartphone, Soziale Medien, Benachrichtigungen und dauerhafte Erreichbarkeit verändern Aufmerksamkeit. Achtsamkeit kann helfen, digitale Gewohnheiten bewusst zu untersuchen: Wann greife ich automatisch zum Gerät? Welche Gefühle lösen Nachrichten aus? Was tut mir gut? Was zieht Energie ab? In der Medienbildung kann Achtsamkeit deshalb mit Datenschutz, Aufmerksamkeitsökonomie, Cybermobbing und digitaler Selbstbestimmung verbunden werden.


Kultur, Kommerz und Ethik

Achtsamkeit wird heute auch vermarktet: Apps, Kurse, Coachings, Bücher, Retreats und Produkte versprechen Ruhe, Fokus und Glück. Das ist nicht grundsätzlich falsch, aber kritisch zu betrachten. Lernende sollten fragen: Wer bietet etwas an? Welche Qualifikation liegt vor? Welche Wirkung wird versprochen? Gibt es unrealistische Heilungsversprechen? Werden kulturelle Ursprünge respektiert? Ist das Angebot zugänglich oder nur für privilegierte Gruppen erreichbar?


Achtsamkeitsprotokoll für den Alltag

Ein Achtsamkeitsprotokoll hilft Dir, Erfahrungen nicht nur zu machen, sondern auszuwerten. Es sollte kurz, ehrlich und freundlich sein.

  1. Situation: Beschreibe sachlich, wann und wo Du geübt hast.
  2. Körperwahrnehmung: Notiere, welche körperlichen Empfindungen Du bemerkt hast.
  3. Gedanken: Schreibe auf, welche Gedanken aufgetaucht sind.
  4. Gefühle: Benenne ein oder zwei Gefühle ohne lange Erklärung.
  5. Reaktion: Beschreibe, ob Du anders gehandelt hast als sonst.
  6. Reflexion: Formuliere einen nächsten kleinen Schritt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt Achtsamkeit im psychologischen Sinn am besten? (Gegenwärtige Erfahrungen bewusst und nicht wertend wahrnehmen) (!Immer glücklich und entspannt sein) (!Alle Gedanken vollständig abschalten) (!Probleme durch positives Denken verschwinden lassen)




Wofür steht MBSR? (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion) (!Medizinische Behandlung schneller Reaktionen) (!Mentales Belohnungssystem für Resilienz) (!Methode bewusster Selbstoptimierung)




Wer entwickelte die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion? (Jon Kabat-Zinn) (!Sigmund Freud) (!Albert Bandura) (!Paul Watzlawick)




Was ist ein Body-Scan? (Eine systematische Wahrnehmung von Körperempfindungen) (!Eine medizinische Röntgenuntersuchung im Unterricht) (!Ein Fitnesstest zur Leistungsbewertung) (!Eine Technik zum Verdrängen von Schmerz)




Was bedeutet positiv bleiben in einer achtsamen Haltung? (Schwierigkeiten anerkennen und handlungsfähig bleiben) (!Negative Gefühle grundsätzlich vermeiden) (!Jede Situation schönreden) (!Kritik sofort als schlechte Energie abweisen)




Welche Aussage zur Forschung über Achtsamkeit ist angemessen? (Achtsamkeit kann hilfreich sein, ist aber kein Allheilmittel) (!Achtsamkeit wirkt bei allen Menschen gleich) (!Achtsamkeit ersetzt jede medizinische Behandlung) (!Achtsamkeit ist wissenschaftlich nie untersucht worden)




Was meint der Atemanker? (Die Aufmerksamkeit immer wieder zum Atem zurückführen) (!Den Atem dauerhaft anhalten) (!Nur durch den Mund atmen) (!Schnell atmen, um wacher zu werden)




Warum ist Nicht-Werten in der Achtsamkeit wichtig? (Es kann automatische Reaktionen unterbrechen) (!Es verbietet jede eigene Meinung) (!Es macht alle Entscheidungen überflüssig) (!Es bedeutet, dass alles egal ist)




Was ist bei starken psychischen Belastungen wichtig? (Professionelle Unterstützung und ein sicherer Rahmen) (!Alle Übungen allein erzwingen) (!Beschwerden ignorieren) (!Sofort längere Meditationen ohne Anleitung beginnen)




Wie sollte Achtsamkeit in Schule oder Arbeit verstanden werden? (Als Unterstützung und Anlass zur Reflexion von Bedingungen) (!Als Pflichtübung zur Leistungssteigerung um jeden Preis) (!Als Ersatz für Pausen und faire Strukturen) (!Als Methode, Konflikte nicht mehr anzusprechen)





Memory

Gegenwart Hier und jetzt
Nicht-Werten Beobachten vor dem Urteil
Atemanker Rückkehr zur Atmung
Body-Scan Körper Schritt für Schritt wahrnehmen
MBSR Achtwöchiges Stressbewältigungsprogramm
Selbstmitgefühl Freundlich mit sich umgehen
Resilienz Belastungen konstruktiv bewältigen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Atembeobachtung Aufmerksamkeit stabilisieren
Body-Scan Körperempfindungen erkunden
Gehmeditation Bewegung bewusst wahrnehmen
Achtsames Zuhören Kommunikation vertiefen
Selbstmitgefühl Innere Freundlichkeit stärken
Medienpause Digitale Gewohnheiten prüfen




...


Kreuzworträtsel

Achtsamkeit Welche Praxis richtet die Aufmerksamkeit bewusst auf die Gegenwart?
Meditation Welche Übung sammelt die Aufmerksamkeit häufig auf Atem oder Körper?
Gegenwart Worauf richtet Achtsamkeit die Aufmerksamkeit besonders?
Akzeptanz Welche Haltung meint Annehmen ohne vorschnelles Bewerten?
BodyScan Welche Übung tastet den Körper innerlich Schritt für Schritt ab?
Resilienz Welche Fähigkeit beschreibt einen konstruktiven Umgang mit Belastungen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf die

zu richten. Dabei werden Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen möglichst

wahrgenommen. In der Praxis kann der

als Anker dienen. Die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion wurde von

entwickelt. Wissenschaftliche Studien zeigen vor allem Hinweise auf Unterstützung bei

und psychischer Belastung. Zugleich ersetzt Achtsamkeit keine notwendige

. In der Gesellschaft ist wichtig, Achtsamkeit nicht als privaten Reparaturauftrag für strukturelle

zu missbrauchen. Positiv bleiben heißt, Schwierigkeiten realistisch zu sehen und trotzdem

zu bleiben.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Atemprotokoll: Übe an drei Tagen jeweils zwei Minuten Atembeobachtung und notiere danach, was Du im Körper, in Gedanken und in Gefühlen bemerkt hast.
  2. Sinnesübung: Suche Dir einen Alltagsgegenstand und beschreibe ihn achtsam mit fünf Sinnen, ohne ihn sofort zu bewerten.
  3. Achtsames Zuhören: Führe ein kurzes Gespräch, in dem Du nicht unterbrichst, und reflektiere anschließend, was sich verändert hat.
  4. Positiv bleiben: Formuliere zu einer schwierigen Alltagssituation einen Satz, der realistisch und zugleich ermutigend ist.


Standard

  1. Body-Scan: Erstelle eine fünfminütige Anleitung für einen Body-Scan, die freiwillig, freundlich und nicht leistungsorientiert formuliert ist.
  2. Medienbildung: Analysiere einen Tag lang Deine Smartphone-Impulse und entwickle eine achtsame Regel für Benachrichtigungen.
  3. Stressmodell: Zeichne ein Modell, das Auslöser, Körperreaktion, Gedanken, Gefühle und Handlungsmöglichkeiten bei Stress zeigt.
  4. Interview: Befrage zwei Personen aus Schule, Familie oder Beruf, was ihnen beim Positivbleiben hilft, und vergleiche die Antworten kritisch.


Schwer

  1. Wissenschaftskritik: Vergleiche zwei Informationsquellen zu Achtsamkeit und prüfe, ob sie seriös, übertrieben, kommerziell oder differenziert argumentieren.
  2. Schulprojekt: Entwickle ein Konzept für eine freiwillige Achtsamkeitseinheit in Deiner Klasse mit Ziel, Ablauf, Schutzregeln und Reflexion.
  3. Gesellschaftsanalyse: Untersuche, ob Achtsamkeit in einem Beispiel eher Menschen stärkt oder strukturelle Probleme verdeckt.
  4. Videoprojekt: Gestalte ein kurzes Erklärvideo zum Thema „Positiv bleiben ohne toxische Positivität“ mit Definition, Beispiel und Handlungsimpuls.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Stress: Erkläre an einem eigenen Beispiel, wie ein Stressreiz zu einer automatischen Reaktion führen kann und an welcher Stelle Achtsamkeit eine bewusste Alternative eröffnet.
  2. Fallanalyse Schule: Eine Klasse soll vor Prüfungen täglich meditieren, obwohl einige Lernende sich unwohl fühlen. Beurteile das Vorhaben aus pädagogischer, ethischer und praktischer Sicht.
  3. Vergleichsaufgabe: Vergleiche Achtsamkeit, positives Denken und Verdrängung. Arbeite heraus, warum diese Begriffe nicht gleichgesetzt werden sollten.
  4. Gesellschaftliche Bewertung: Diskutiere, wann Achtsamkeit in Unternehmen hilfreich sein kann und wann sie zur Verschleierung ungesunder Arbeitsbedingungen beiträgt.
  5. Quellenkritik: Prüfe eine Werbeanzeige für eine Achtsamkeits-App. Welche Aussagen sind überprüfbar, welche sind Heilsversprechen und welche Informationen fehlen?
  6. Handlungsplan: Entwickle für eine belastende Alltagssituation einen achtsamen Handlungsplan mit Wahrnehmung, Pause, Entscheidung, Unterstützung und Reflexion.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Achtsamkeit nicht nur definieren, sondern differenziert anwenden und beurteilen kannst. Wichtig sind eine sachliche Erklärung des Begriffs, ein reflektiertes Praxisprotokoll, ein Verständnis der wissenschaftlichen Chancen und Grenzen, eine kritische gesellschaftliche Perspektive und ein verantwortungsvoller Umgang mit psychischen Belastungen.

  1. Begriffsverständnis: Du erklärst Achtsamkeit, Nicht-Werten, Gegenwart, MBSR und Selbstmitgefühl mit eigenen Worten.
  2. Praxisreflexion: Du dokumentierst mindestens drei kurze Übungen und reflektierst Wirkung, Schwierigkeiten und Grenzen.
  3. Wissenschaftsbezug: Du beschreibst, welche Wirkungen gut begründet erscheinen und warum übertriebene Heilsversprechen problematisch sind.
  4. Gesellschaftsbezug: Du analysierst ein Beispiel aus Schule, Arbeit, Medien oder Gesundheit.
  5. Transferleistung: Du entwickelst einen achtsamen und realistischen Handlungsplan für eine konkrete Situation.
  6. Ethik: Du beachtest Freiwilligkeit, Sicherheit, kulturellen Respekt und professionelle Hilfe bei schweren Belastungen.




OERs zum Thema



Wissenschaftliche Quellen und Vertiefung

  1. Wikipedia: Achtsamkeit als Geistesgegenwart
  2. Wikipedia: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion
  3. NCCIH: Meditation and Mindfulness – Effectiveness and Safety
  4. American Psychological Association: Mindfulness meditation
  5. Wikimedia Commons: Mindfulness


Links


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen