Freundschaften in der neuen Schule pflegen 1


Freundschaften in der neuen Schule pflegen 1
Freundschaften in der neuen Schule pflegen
Fit für die weiterführende Schule
Dieser aiMOOC ist für Grundschülerinnen und Grundschüler. Du kannst ihn allein bearbeiten. Du lernst: Wie finde ich Freunde? Du lernst auch: Wie bleibe ich ein guter Freund oder eine gute Freundin?

Einleitung
Bald kommst Du vielleicht in eine neue Schule. Dort gibt es neue Klassen. Es gibt neue Kinder. Es gibt neue Wege. Das kann spannend sein. Das kann auch komisch im Bauch sein.
Das ist normal. Viele Kinder fühlen sich so.
Eine Freundschaft ist wie eine kleine Pflanze. Sie braucht Zeit. Sie braucht gute Worte. Sie braucht Respekt. Sie braucht Vertrauen.

Merke: Du musst nicht sofort viele Freunde haben. Ein guter Anfang ist: freundlich sein.
So nutzt Du diesen Kurs
Lies immer nur ein kleines Stück. Mache dann eine Aufgabe. Sprich laut mit. Schreibe kurze Antworten auf ein Blatt. Du darfst Hilfe holen. Zum Beispiel bei Deinen Eltern, bei Deiner Lehrkraft oder bei einer vertrauten Person.
Was ist Freundschaft?
Freundschaft bedeutet: Du bist gern mit einem Menschen zusammen. Du fühlst Dich sicher. Du darfst lachen. Du darfst auch traurig sein. Der andere hört Dir zu.
Beispiel aus dem Alltag: Mia ist neu in der Klasse. Tom fragt: „Willst Du mitspielen?“ Mia freut sich. Tom hat freundlich angefangen.
Mini-Aufgabe: Höre das Wort Freundschaft. Sprich es langsam nach. Denke an einen Menschen, mit dem Du gern zusammen bist.
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Die neue Schule
In der weiterführenden Schule ist vieles neu. Vielleicht ist das Gebäude größer. Vielleicht gibt es mehr Kinder. Vielleicht hast Du neue Fächer. Vielleicht kennst Du noch nicht alle Namen.

Das kann helfen:
- Lächeln: Schau freundlich.
- Name: Sage Deinen Namen.
- Frage: Stelle eine einfache Frage.
- Pause: Nutze die Pause zum Kennenlernen.
- Geduld: Gib Dir Zeit.
Beispiel-Frage: „Darf ich mich zu Dir setzen?“ Oder: „Was spielst Du gern?“
Freunde finden
Du kannst kleine Schritte machen. Kleine Schritte sind stark.
Schritt 1: Sag „Hallo“. Schritt 2: Schau freundlich. Schritt 3: Stelle eine Frage. Schritt 4: Höre zu. Schritt 5: Frage später wieder.
Beispiel: Du siehst ein Kind mit einem Fußball. Du sagst: „Spielst Du gern Fußball?“ Vielleicht redet Ihr dann. Vielleicht spielt Ihr zusammen.
Freundschaften pflegen
Eine Freundschaft bleibt nicht von allein gut. Du kannst etwas dafür tun.
So pflegst Du eine Freundschaft: Sei freundlich. Halte ein Versprechen. Teile manchmal. Lache nicht aus. Höre zu. Sag ehrlich, was Du fühlst.
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Alltags-Beispiel: Ben hat sein Heft vergessen. Lina sagt: „Du kannst bei mir mit reinschauen.“ Das ist freundlich.
Zuhören ist wichtig
Zuhören heißt: Du lässt den anderen ausreden. Du schaust hin. Du denkst mit. Du fragst nach.
So klingt gutes Zuhören: „Ich habe verstanden: Du bist traurig.“ „Soll ich Dir helfen?“ „Was brauchst Du jetzt?“
Mini-Aufgabe: Frage ein Kind: „Was war heute schön?“ Höre zu. Unterbrich nicht.
Gute Worte
Gute Worte können helfen. Sie machen Mut.
Gute Sätze sind: „Komm, wir machen das zusammen.“ „Danke.“ „Entschuldigung.“ „Das war nett von Dir.“ „Ich möchte mitspielen.“
Wichtig: Sage gute Worte ehrlich. Dann fühlen sie sich warm an.
Streit gehört manchmal dazu
Auch gute Freunde streiten. Das ist nicht schön. Aber man kann es lösen.
So kannst Du Streit lösen: Atme ruhig. Sage, was passiert ist. Sage, wie Du Dich fühlst. Höre die andere Seite. Sucht zusammen eine Lösung.
Ich-Botschaft: „Ich bin traurig, weil Du ohne mich gespielt hast.“ Das ist besser als: „Du bist gemein.“
Wenn jemand ausgeschlossen wird
Manchmal wird ein Kind nicht mitspielen gelassen. Das tut weh. Dann braucht das Kind Hilfe.

Du kannst sagen: „Komm, Du kannst bei uns mitmachen.“ „Wir wechseln uns ab.“ „Wir fragen die Lehrkraft.“
Merke: Niemand muss allein bleiben.
Mobbing ist nicht okay
Mobbing heißt: Ein Kind wird immer wieder geärgert. Oder ausgelacht. Oder ausgeschlossen. Oder bedroht.
Mobbing ist nicht Deine Schuld. Hole Hilfe. Sprich mit einer erwachsenen Person. Zum Beispiel mit einer Lehrkraft, den Eltern, der Schulsozialarbeit oder einer vertrauten Person.
Wichtig: Schau nicht weg. Mach nicht mit. Hol Hilfe.
Pause und Schulhof
In der Pause kannst Du Freunde finden. Du kannst mitspielen. Du kannst reden. Du kannst auch kurz allein sein. Beides ist okay.

Datei:Two children in the playground at school.webm
Pausen-Ideen:
- Spielen: Frage freundlich, ob Du mitspielen darfst.
- Sitzplatz: Setze Dich zu einem Kind, wenn Platz ist.
- Gespräch: Frage nach einem Hobby.
- Hilfe: Zeige einem neuen Kind den Weg.
- Ruhe: Mache eine kurze Pause, wenn Dir alles zu viel ist.
Wenn Freundschaften sich verändern
Manchmal spielt ein Freund öfter mit jemand anderem. Das kann traurig machen. Aber es heißt nicht immer: Die Freundschaft ist vorbei.
Du kannst sagen: „Ich würde gern wieder etwas mit Dir machen.“ Oder: „Hast Du morgen in der Pause Zeit?“
Merke: Man darf mehrere Freunde haben. Freundschaft ist kein Besitz.
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Digitale Freundschaft
Manche Kinder nutzen später einen Klassenchat. Dort gelten auch gute Regeln.
Chat-Regeln: Schreibe freundlich. Lache niemanden aus. Schicke keine peinlichen Bilder. Frage vorher um Erlaubnis. Zeige gemeine Nachrichten einem Erwachsenen.
Merke: Auch am Handy sollen Worte freundlich sein.
Mut-Mach-Karte
Schreibe eine kleine Karte. Sie kann Dir am ersten Schultag helfen.
Auf Deine Karte kann stehen: Ich darf langsam anfangen. Ich darf Hilfe holen. Ich kann freundlich fragen. Ich bin nicht allein. Ein guter Freund braucht Zeit.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was hilft beim Kennenlernen in einer neuen Schule? (Freundlich Hallo sagen) (!Andere Kinder auslachen) (!Immer nur wegschauen) (!Nie mit jemandem sprechen)
Was bedeutet gutes Zuhören? (Den anderen ausreden lassen) (!Dazwischenrufen) (!Weglaufen) (!Laut lachen)
Was ist eine gute Frage in der Pause? (Darf ich mitspielen) (!Warum bist du hier) (!Geh weg) (!Du darfst nicht mitmachen)
Was ist bei Streit hilfreich? (Ruhig sagen, wie ich mich fühle) (!Schubsen) (!Schreien) (!Beleidigen)
Was ist eine Ich-Botschaft? (Ich bin traurig, weil das passiert ist) (!Du bist immer gemein) (!Alle finden dich blöd) (!Du darfst nie wieder mitspielen)
Was solltest Du tun, wenn ein Kind gemobbt wird? (Hilfe bei Erwachsenen holen) (!Mitmachen) (!Filmen) (!Weglaufen und nichts sagen)
Was pflegt eine Freundschaft? (Ehrlich und freundlich sein) (!Geheimnisse weitersagen) (!Nur bestimmen) (!Andere auslachen)
Was darfst Du fühlen, wenn alles neu ist? (Aufgeregt und unsicher) (!Immer perfekt) (!Nie traurig) (!Nie müde)
Was ist im Klassenchat wichtig? (Freundlich schreiben) (!Peinliche Bilder verschicken) (!Gemeine Witze machen) (!Andere ausschließen)
Was ist ein guter Satz für eine neue Freundschaft? (Wollen wir zusammen spielen) (!Du bist nicht mein Freund) (!Das ist alles meins) (!Du darfst nicht reden)
Memory
| Lächeln | freundlich schauen |
| Zuhören | ausreden lassen |
| Entschuldigung | Fehler wieder gut machen |
| Hilfe holen | Erwachsene ansprechen |
| Pause | Zeit zum Kennenlernen |
| Vertrauen | sich sicher fühlen |
| Teilen | etwas gemeinsam benutzen |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Situation |
|---|---|
| Hallo sagen | Du siehst ein neues Kind |
| Zuhören | Ein Kind erzählt etwas Trauriges |
| Entschuldigung sagen | Du hast jemanden verletzt |
| Hilfe holen | Ein Kind wird immer wieder geärgert |
| Mitspielen fragen | Du möchtest in der Pause dabei sein |
| Danke sagen | Jemand hilft Dir |
Kreuzworträtsel
| Freund | Wie nennt man ein Kind, das gern mit Dir spielt und redet? |
| Pause | Wann kannst Du oft mit anderen Kindern sprechen und spielen? |
| Zuhören | Was tust Du, wenn Du ein anderes Kind ausreden lässt? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Streit schlimm wird? |
| Respekt | Was zeigst Du, wenn Du andere freundlich behandelst? |
| Vertrauen | Was wächst, wenn Menschen ehrlich und freundlich sind? |
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Lückentext
Kleine Selbsttests
Prüfe Dich selbst. Du brauchst nur ein Blatt.
Selbsttest 1: Mein erster Satz
Schreibe drei Sätze auf. Mit diesen Sätzen kannst Du ein neues Kind ansprechen.
Beispiel: „Hallo, ich bin ...“ „Darf ich mich zu Dir setzen?“ „Was spielst Du gern?“
Selbsttest 2: Freundschafts-Ampel
Male eine Ampel.
Grün bedeutet: Das tut einer Freundschaft gut. Gelb bedeutet: Achtung, darüber muss man reden. Rot bedeutet: Das ist nicht okay.
Schreibe je zwei Beispiele in jede Farbe.
Selbsttest 3: Pausen-Plan
Schreibe auf: Wo kannst Du in der Pause hingehen? Wen kannst Du fragen? Was kannst Du spielen? Wo bekommst Du Hilfe?
Offene Aufgaben
Leicht
- Freundschaftsbild: Male ein Bild von einer guten Pause. Schreibe drei gute Worte dazu.
- Hallo-Übung: Übe mit einem Partnerkind drei freundliche Begrüßungen.
- Namensspiel: Schreibe fünf Namen aus Deiner Klasse auf. Schreibe zu jedem Namen eine nette Frage.
- Dankekarte: Schreibe eine kleine Dankekarte an ein Kind, das Dir geholfen hat.
Standard
- Interview: Frage zwei Kinder: „Was macht eine gute Freundschaft aus?“ Schreibe die Antworten kurz auf.
- Comic: Zeichne einen Comic. Ein Kind ist neu. Ein anderes Kind hilft.
- Streitlösung: Schreibe ein kleines Rollenspiel. Zwei Kinder streiten und finden eine Lösung.
- Pausenregel: Erfinde drei faire Regeln für ein Spiel in der Pause.
Schwer
- Mutmach-Plakat: Gestalte ein Plakat für neue Kinder an Deiner Schule. Es soll Mut machen.
- Klassenvertrag: Schreibe mit anderen Kindern einen Vertrag für freundliches Verhalten.
- Hilfekette: Zeichne eine Hilfekette. Zeige, wen Du bei Streit oder Mobbing ansprechen kannst.
- Erklärvideo: Plane ein kurzes Video mit Tipps: So findest Du Freunde in der neuen Schule.


Lernkontrolle
- Neue Schule: Erkläre an einem Beispiel, warum sich ein Kind am ersten Tag unsicher fühlen kann. Zeige auch, was helfen kann.
- Freundschaft pflegen: Beschreibe eine Freundschaft wie eine Pflanze. Was braucht sie, damit sie wächst?
- Streit lösen: Zwei Kinder wollen beide den Ball haben. Schreibe eine faire Lösung.
- Mobbing stoppen: Ein Kind wird jeden Tag ausgelacht. Erkläre, warum Zuschauen nicht reicht.
- Ich-Botschaft: Verwandle den Satz „Du bist gemein“ in eine bessere Ich-Botschaft.
- Klassenchat: Erkläre, warum freundliche Regeln auch am Handy wichtig sind.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis sammelst Du kleine Ergebnisse.
Dazu gehören:
- Freundschaftsbild: Dein Bild oder Plakat.
- Mut-Mach-Karte: Deine Karte für die neue Schule.
- Pausen-Plan: Dein Plan für die Pause.
- Rollenspiel: Eine kurze Szene zum Kennenlernen oder Streitlösen.
- Reflexion: Drei Sätze darüber, was Du jetzt besser kannst.
Ich-kann-Sätze: Ich kann ein neues Kind freundlich ansprechen. Ich kann zuhören. Ich kann bei Streit ruhig sprechen. Ich kann Hilfe holen. Ich kann eine Freundschaft pflegen.
OERs zum Thema
Weitere freie Lernideen
- Freundschaft: Lies mit einer erwachsenen Person einen kurzen Text über Freundschaft.
- Mobbing: Sprich darüber, warum Hilfe holen mutig ist.
- Soziales Lernen: Übe freundliche Sätze in kleinen Rollenspielen.
- Schulwechsel: Sammle Fragen zur neuen Schule.
Links
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