Eigene Grenzen im Internet schützen


Eigene Grenzen im Internet schützen
Einleitung
Eigene Grenzen im Internet schützen heißt: Du passt gut auf Dich auf. Du passt auch auf andere auf. Das ist digitale Verantwortung.
Im Internet gibt es viele schöne Dinge. Du kannst lernen. Du kannst spielen. Du kannst Filme schauen. Du kannst mit anderen schreiben.
Aber: Nicht alles gehört ins Internet. Manche Dinge sind privat. Privat heißt: Das gehört zu Dir. Du entscheidest mit einer erwachsenen Vertrauensperson, wer es wissen darf.

Merksatz: Deine Daten sind wie ein Schatz. Ein Schatz braucht Schutz.
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Für wen ist dieser aiMOOC?
Dieser aiMOOC ist für Grundschulkinder. Du kannst viele Aufgaben selbst machen. Manchmal brauchst Du eine erwachsene Person. Das ist gut so. Hilfe holen ist stark.
Du lernst:
- Privatsphäre: Was ist privat?
- Persönliche Daten: Welche Daten gehören zu Dir?
- Passwort: Wie schützt Du ein Konto?
- Recht am eigenen Bild: Warum fragst Du vor Fotos?
- Cybermobbing: Was hilft bei gemeinen Nachrichten?
- Digitale Verantwortung: Wie bist Du fair im Netz?
Was sind Grenzen im Internet?
Eine Grenze zeigt: Bis hierhin ist es okay. Ab hier ist es zu viel.
Auch im Internet hast Du Grenzen. Du darfst Nein sagen. Du darfst Hilfe holen. Du darfst etwas nicht zeigen. Du darfst etwas nicht beantworten.
Stell Dir Dein Zimmer vor. Nicht jede Person darf einfach hinein. So ist es auch mit Deiner Privatsphäre im Internet.

Beispiele für Deine Grenze:
- Foto: Du möchtest nicht, dass ein Bild von Dir verschickt wird.
- Chat: Du möchtest eine Frage nicht beantworten.
- Spiel: Eine fremde Person möchte Deinen echten Namen wissen.
- Video: Jemand will, dass Du etwas Peinliches machst.
- Standort: Eine App will wissen, wo Du bist.
Merksatz: Dein Bauchgefühl ist wichtig. Fühlt sich etwas komisch an? Dann stoppe.
Kleine Aufgabe: Mein Bauchgefühl
Lies die Sätze. Zeige mit dem Daumen.
- Daumen hoch: Das fühlt sich gut an.
- Daumen zur Seite: Ich bin unsicher.
- Daumen runter: Das fühlt sich nicht gut an.
Sätze:
- Ein Freund fragt, ob er Dein Bild zeigen darf.
- Eine fremde Person fragt nach Deiner Adresse.
- Deine Oma schickt Dir einen lieben Gruß.
- Jemand schreibt: Sag das niemandem.
- Ein Spiel will Deinen Standort wissen.
Besprich Deine Antworten mit einer erwachsenen Person.
Persönliche Daten
Persönliche Daten sind Informationen über Dich. Sie können viel über Dich verraten.
Das können persönliche Daten sein:
- Dein Name
- Deine Adresse
- Deine Telefonnummer
- Deine Schule
- Dein Geburtstag
- Ein Foto von Dir
- Dein Standort
- Dein Passwort
Nicht alle Daten sind gleich gefährlich. Aber: Viele kleine Daten können zusammen sehr viel verraten.

Ampel-Regel für Daten
Die Ampel hilft Dir.
| Farbe | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Grün | meist okay | Ich mag Fußball. |
| Gelb | erst fragen | Mein Vorname. |
| Rot | nicht weitergeben | Adresse, Passwort, Telefonnummer. |
Merksatz: Bei Gelb und Rot fragst Du eine erwachsene Vertrauensperson.
Passwort und Konto schützen
Ein Passwort ist wie ein geheimer Schlüssel. Mit ihm kommt man in ein Konto. Darum soll es geheim bleiben.

Ein gutes Passwort:
- ist lang
- ist geheim
- ist nicht Dein Name
- ist nicht Dein Geburtstag
- wird nicht im Chat verschickt
Wichtig: Verrate Dein Passwort nicht an Freunde. Auch nicht im Spiel. Sprich mit Deinen Eltern oder Erziehungsberechtigten, wenn Du Hilfe beim Konto brauchst.
Mini-Check: Passwort-Falle
Lies die Beispiele. Entscheide: gut oder nicht gut?
| Passwort-Idee | Deine Entscheidung |
|---|---|
| 123456 | nicht gut |
| IchheißeMia | nicht gut |
| BunterTigerLacht7 | besser |
| MeinGeburtstag | nicht gut |
Merksatz: Ein Passwort ist kein Pausenbrot. Man teilt es nicht.
Fotos und Videos
Ein Foto kann viel zeigen. Es zeigt Dein Gesicht. Es zeigt Deine Kleidung. Es zeigt vielleicht Deine Schule. Es zeigt vielleicht Dein Zimmer.
Darum fragst Du vor dem Teilen.
Die Foto-Frage lautet: Darf ich dieses Bild von Dir zeigen oder verschicken?
Wenn die Person Nein sagt, ist Nein die Antwort. Dann teilst Du das Bild nicht.
Das nennt man auch Recht am eigenen Bild. Es bedeutet: Menschen dürfen mitentscheiden, was mit Bildern von ihnen passiert.
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Kleine Aufgabe: Foto-Regel malen
Male ein kleines Schild. Auf dem Schild steht:
Erst fragen. Dann teilen.
Hänge das Schild in der Klasse auf. Oder lege es neben das Tablet.
Komische Nachrichten erkennen
Manchmal kommen komische Nachrichten. Sie können in einem Chat, Spiel oder per E-Mail kommen.
Eine komische Nachricht sagt zum Beispiel:
- Verrate mir Dein Passwort.
- Sag niemandem davon.
- Schick mir ein Foto.
- Klicke schnell auf diesen Link.
- Du hast ein Geschenk gewonnen.
Das kann eine Falle sein. So eine Falle heißt manchmal Phishing. Das Wort ist schwer. Es bedeutet: Jemand will geheime Daten bekommen.


Stopp-Regel
Bei einer komischen Nachricht nutzt Du die Stopp-Regel.
- Stopp: Nicht klicken.
- Prüfen: Wer schreibt das?
- Fragen: Zeige es einer erwachsenen Vertrauensperson.

Merksatz: Schnell klicken ist selten schlau. Erst prüfen ist besser.
Freundlich sein im Internet
Digitale Verantwortung bedeutet auch: Du bist fair. Du schreibst freundlich. Du verletzt niemanden.
Im Internet sieht man das Gesicht der anderen Person oft nicht. Darum kann ein Satz härter wirken, als Du denkst.
Besser schreiben:
- Bitte hör auf.
- Das möchte ich nicht.
- Ich finde das nicht lustig.
- Lass uns freundlich bleiben.
- Ich frage jetzt eine erwachsene Person.
Nicht gut:
- Beleidigen
- Auslachen
- Drohen
- Geheimnisse weitererzählen
- Peinliche Bilder teilen
Das nennt man Netiquette. Das heißt: gute Regeln für das Miteinander im Netz.
Cybermobbing: Was hilft?
Cybermobbing bedeutet: Jemand wird im Internet wieder und wieder geärgert oder verletzt.
Wenn Dir das passiert: Du bist nicht schuld. Hole Hilfe.
Das kannst Du tun:
- Antworte nicht gemein zurück.
- Mache einen Screenshot, wenn es sicher ist.
- Zeige die Nachricht einer erwachsenen Person.
- Blockiere die Person mit Hilfe.
- Melde die Nachricht mit Hilfe.
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Deine Helferinnen und Helfer
Du musst nicht alles allein lösen.
Gute Helferinnen und Helfer sind:
- Eltern oder Erziehungsberechtigte
- Lehrkräfte
- Schulsozialarbeit
- Großeltern
- ältere Geschwister
- andere vertraute Erwachsene
Sag zum Beispiel: Mir ist im Internet etwas komisch vorgekommen. Kannst Du bitte mit mir schauen?
Deine 5 Schutz-Sätze
Diese Sätze kannst Du üben.
- Nein, das möchte ich nicht.
- Ich gebe meine Daten nicht weiter.
- Ich frage erst eine erwachsene Person.
- Bitte lösche das Foto.
- Ich hole mir Hilfe.
Schreibe Deinen Lieblingssatz auf eine Karte. Lege die Karte neben Dein Gerät.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Information solltest Du nicht einfach im Internet weitergeben? (Deine Adresse) (!Deine Lieblingsfarbe) (!Dein Lieblingstier) (!Dein Lieblingsspiel)
Was machst Du, bevor Du ein Foto von einem anderen Kind verschickst? (Ich frage um Erlaubnis) (!Ich verschicke es schnell) (!Ich schreibe einen Witz dazu) (!Ich frage erst danach)
Was ist ein gutes Passwort? (Ein geheimes Passwort mit mehreren Zeichen) (!123456) (!Mein Vorname) (!passwort)
Eine fremde Person fragt nach Deinem Wohnort. Was machst Du? (Ich sage es einer erwachsenen Vertrauensperson) (!Ich schreibe meine Adresse) (!Ich schicke ein Foto von meinem Haus) (!Ich frage die Person nach ihrem Namen)
Was bedeutet Privatsphäre? (Ein Bereich, der nur mir gehört) (!Ein neues Computerspiel) (!Ein lautes Geräusch) (!Ein Schulfach ohne Regeln)
Was hilft bei einer gemeinen Nachricht? (Ich hole Hilfe und antworte nicht gemein) (!Ich beleidige zurück) (!Ich teile die Nachricht weiter) (!Ich mache mit)
Was bedeutet digitale Verantwortung? (Ich passe online auf mich und andere auf) (!Ich klicke alles schnell an) (!Ich verrate Geheimnisse) (!Ich schreibe immer in Großbuchstaben)
Was ist die Stopp-Regel? (Stopp, prüfen, fragen) (!Klicken, lachen, löschen) (!Senden, teilen, vergessen) (!Raten, schreiben, gewinnen)
Was ist vor dem Teilen Deines Standorts wichtig? (Ich frage eine erwachsene Vertrauensperson) (!Ich teile ihn mit allen) (!Ich sende ihn in jeden Chat) (!Ich schreibe ihn unter ein Video)
Wie schreibst Du gut im Klassenchat? (Freundlich und klar) (!Gemein und laut) (!Mit vielen Beleidigungen) (!Mit fremden Geheimnissen)
Memory
| Name und Adresse | persönliche Daten |
| Stopp sagen | eigene Grenze |
| Passwort | geheimer Schlüssel |
| Foto fragen | Erlaubnis holen |
| komische Nachricht | Hilfe holen |
| freundlicher Satz | Respekt im Chat |
| Standort | Ort verraten |
| Screenshot | Beweis sichern |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Privat | Das bleibt bei mir |
| Fragen | Bevor ich ein Foto verschicke |
| Stopp | Wenn mir etwas komisch vorkommt |
| Hilfe | Ich zeige es einem Erwachsenen |
| Respekt | Ich schreibe freundlich |
Kreuzworträtsel
| Grenze | Wie heißt eine Linie, die zeigt: Bis hierhin und nicht weiter? |
| Passwort | Was ist wie ein geheimer Schlüssel für ein Konto? |
| Adresse | Was verrät, wo Du wohnst? |
| Respekt | Was zeigst Du, wenn Du online freundlich bist? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Du Angst hast oder unsicher bist? |
| Daten | Wie nennt man Informationen über Dich, zum Beispiel Name oder Foto? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Schutz-Satz: Schreibe einen Satz auf, mit dem Du online Nein sagen kannst. Male ein passendes Symbol dazu.
- Daten-Ampel: Male eine Ampel. Schreibe drei Beispiele zu Grün, Gelb und Rot.
- Foto-Regel: Gestalte ein kleines Plakat mit dem Satz: Erst fragen. Dann teilen.
- Hilfe-Karte: Schreibe drei Personen auf, die Dir im Internet helfen können.
Standard
- Chat-Regeln: Erfinde fünf freundliche Regeln für einen Klassenchat. Schreibe sie in kurzer Sprache.
- Passwort-Idee: Erkläre, warum 123456 kein gutes Passwort ist. Erfinde ein besseres Beispiel ohne echtes Passwort.
- Bauchgefühl: Schreibe eine kurze Geschichte. Ein Kind bekommt eine komische Nachricht. Was tut es?
- Privatsphäre: Zeichne Dein digitales Schutz-Haus. In jedes Zimmer kommt eine Sache, die privat bleiben soll.
Schwer
- Interview: Frage eine erwachsene Person, wie sie ihre Daten schützt. Schreibe drei Tipps auf.
- Rollenspiel: Spiele mit einer Partnerin oder einem Partner eine Situation im Chat. Übt freundlich Nein zu sagen.
- Medienprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärbild oder ein kleines Video zum Thema Stopp, prüfen, fragen.
- Klassenvertrag: Entwirf einen Vertrag für den Klassenchat. Alle Regeln sollen fair und leicht verständlich sein.


Lernkontrolle
- Alltagssituation: Stell Dir vor, ein Spiel fragt nach Deinem echten Namen und Deiner Adresse. Erkläre, was Du tust und warum.
- Foto-Entscheidung: Ein lustiges Foto von einem Kind soll in die Klassengruppe. Beschreibe, welche Fragen vorher wichtig sind.
- Chat-Konflikt: Zwei Kinder streiten im Chat. Entwickle drei Sätze, die den Streit beruhigen können.
- Schutzplan: Erstelle einen Plan mit drei Schritten für komische Nachrichten. Nutze die Stopp-Regel.
- Transferaufgabe: Vergleiche Deine Zimmertür mit Deiner Privatsphäre im Internet. Was ist ähnlich?
- Verantwortung: Erkläre, warum Deine eigenen Grenzen und die Grenzen anderer Kinder gleich wichtig sind.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du, dass Du das Thema verstanden hast.
Wichtig ist:
- Du kannst erklären, was Privatsphäre bedeutet.
- Du kennst Beispiele für Persönliche Daten.
- Du weißt, warum ein Passwort geheim ist.
- Du fragst vor dem Teilen von Fotos um Erlaubnis.
- Du kennst die Stopp-Regel.
- Du kannst Hilfe holen.
- Du schreibst im Chat freundlich.
- Du schützt Deine Grenzen und respektierst die Grenzen anderer.
OERs zum Thema
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