Medienbalance in der Grundschule


Medienbalance in der Grundschule
Einleitung
Hallo! In diesem aiMOOC lernst Du etwas Wichtiges: Online-Zeit und Offline-Zeit sollen gut zusammenpassen. Das nennt man Medienbalance. Das schwere Wort bedeutet: Es gibt eine gute Mischung.

Eine Wippe hilft beim Verstehen. Eine Seite ist Online-Zeit. Die andere Seite ist Offline-Zeit. Wenn eine Seite viel zu schwer ist, kippt die Wippe. Bei Medienbalance ist die Wippe wieder im Gleichgewicht.
Du lernst:
- Medien: Was ist das?
- Online-Zeit: Wann bist Du am Bildschirm?
- Offline-Zeit: Was machst Du ohne Bildschirm?
- Pause: Warum tut sie gut?
- Regeln: Wie kann ein guter Plan helfen?
- Familie: Wie sprecht Ihr über Medienzeit?
So arbeitest Du mit diesem Kurs
Du kannst viele Teile allein machen. Lies kurze Texte. Schau Bilder an. Starte Videos. Höre Wörter an. Löse kleine Aufgaben. Wenn Du nicht weiterweißt, frag eine erwachsene Person.
Du brauchst: Papier, Stift, eine Uhr oder Sanduhr und ein bisschen Platz zum Bewegen.
Wichtige Wörter zum Hören
Hör Dir die Wörter an. Sprich sie danach langsam nach.
Medien Datei:De-Medien.ogg
Zeit Datei:De-Zeit.ogg
Freizeit Datei:De-Freizeit.ogg
Computer Datei:De-Computer.ogg
Was sind Medien?
Medien bringen uns Wörter, Bilder, Töne oder Filme. Medien können aus Papier sein. Medien können auch digital sein.
Beispiele:
- Buch: Du liest eine Geschichte.
- Hörspiel: Du hörst eine Geschichte.
- Fernsehen: Du siehst einen Film.
- Tablet: Du lernst oder spielst.
- Computer: Du schreibst oder suchst etwas.
- Smartphone: Du telefonierst oder schaust Bilder.
Video: Was sind Medien?
Schau das Video. Danach kannst Du drei Medien nennen.
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Mini-Aufgabe: Medien finden
Schau Dich im Raum um. Findest Du Medien? Schreibe oder male drei Medien auf. Zum Beispiel: Buch, Radio, Tablet.
Online-Zeit
Online-Zeit ist Zeit mit Internet oder mit einem Bildschirm. Dazu gehören zum Beispiel Videos, Spiele, Nachrichten, Lern-Apps und Suchseiten.

Online-Zeit kann gut sein. Du kannst lernen. Du kannst ein Video für die Schule schauen. Du kannst mit der Familie telefonieren. Du kannst kreativ sein.
Aber: Sehr lange Bildschirmzeit ist oft nicht gut. Dann werden Augen müde. Der Kopf braucht Pause. Der Körper will Bewegung.
Beispiele für Online-Zeit
- Lern-App: Du übst Lesen.
- Video: Du schaust eine Erklärung.
- Spiel: Du spielst ein digitales Spiel.
- Nachricht: Du schreibst der Oma.
- Suchmaschine: Du suchst ein Tierbild für ein Plakat.
Gute Online-Zeit
Gute Online-Zeit hat ein Ziel. Du weißt: Was mache ich? Wie lange mache ich das? Wer hilft mir, wenn etwas komisch ist?
Merksatz: Erst planen. Dann starten. Dann rechtzeitig aufhören.
Offline-Zeit
Offline-Zeit ist Zeit ohne Bildschirm. Du spielst. Du liest. Du bastelst. Du bewegst Dich. Du redest. Du ruhst Dich aus.

Offline-Zeit tut dem Körper gut. Du kannst rennen, klettern, bauen, malen und träumen. Du kannst mit anderen Kindern spielen. Du kannst auch allein etwas Schönes machen.
Beispiele für Offline-Zeit
- Bewegung: Du springst, läufst oder tanzt.
- Lesen: Du liest ein Buch oder ein Comic.
- Basteln: Du baust etwas aus Papier.
- Natur: Du schaust Wolken, Blätter oder Käfer an.
- Familie: Du spielst ein Brettspiel.
- Ruhe: Du hörst Musik oder liegst gemütlich da.
Mini-Aufgabe: 5-Minuten-Pause
Mach jetzt eine kleine Pause. Steh auf. Strecke Dich. Schau aus dem Fenster. Atme dreimal langsam ein und aus. Trink einen Schluck Wasser.
Medienbalance
Medienbalance bedeutet: Online-Zeit und Offline-Zeit passen zusammen. Bildschirmzeit ist nur ein Teil vom Tag. Essen, Schlafen, Spielen, Lernen, Bewegung und Freunde sind auch wichtig.

Eine Sanduhr zeigt: Zeit läuft. Darum hilft ein Plan. Ein Plan macht Schluss nicht böse. Ein Plan macht Schluss leichter.
Ein guter Medien-Tag
Ein guter Medien-Tag kann so aussehen:
| Zeit | Beispiel | Frage an Dich |
|---|---|---|
| Morgen | Anziehen, Frühstück, Schule | Brauche ich jetzt einen Bildschirm? |
| Nachmittag | Hausaufgaben, Spielen, vielleicht kurze Online-Zeit | Was ist mein Ziel am Bildschirm? |
| Später Nachmittag | Bewegung, Freunde, Basteln, Lesen | Was mache ich ohne Bildschirm? |
| Abend | Ruhig werden, Vorlesen, Schlafen | Ist der Bildschirm schon aus? |
Die 4 Balance-Regeln
| Regel | Das heißt | Beispiel |
|---|---|---|
| Planen | Du weißt vorher, was Du machst. | Ich schaue ein Erklärvideo. |
| Zeit stellen | Eine Uhr hilft beim Aufhören. | Ich stelle 20 Minuten ein. |
| Pause machen | Danach kommt etwas ohne Bildschirm. | Ich gehe raus oder male. |
| Mit Erwachsenen reden | Du fragst, wenn etwas komisch ist. | Ich zeige es Mama, Papa oder der Lehrkraft. |
Video: Mediennutzung für Kinder erklärt
Schau das Video. Achte auf diese Frage: Wofür können Medien nützlich sein?
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Warum Pausen wichtig sind
Pausen helfen Deinem Körper. Die Augen können sich erholen. Der Kopf wird ruhiger. Die Hände und Beine können sich bewegen.

Pausen-Ideen:
- Augenpause: Schau 20 Sekunden weit weg.
- Bewegungspause: Spring 10-mal auf der Stelle.
- Trinkpause: Trink Wasser.
- Frischluft: Öffne kurz das Fenster.
- Kreativpause: Male ein kleines Bild.
Mini-Aufgabe: Pausen-Würfel
Male einen Würfel auf Papier. Schreibe auf jede Seite eine Pause: trinken, hüpfen, strecken, malen, Fenster, atmen. Würfle nach der Online-Zeit. Mach die Pause.
Gute Regeln für Zuhause und Schule
Regeln helfen. Regeln sind nicht nur Verbote. Regeln zeigen den Weg.
Ein guter Satz ist: Erst fragen, dann klicken.
Noch ein guter Satz ist: Wenn ich etwas nicht verstehe, hole ich Hilfe.
Familien-Regeln als Vertrag
Viele Familien machen einen Mediennutzungsvertrag. Das ist ein gemeinsamer Plan. Alle sprechen darüber. Kinder dürfen mitreden. Erwachsene helfen.
Video: Regeln finden und Streit vermeiden
Schau das Video. Danach kannst Du eine Regel für Deine Familie vorschlagen.
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Sicher online sein
Sicherheit ist wichtig. Nicht alles im Internet ist für Kinder gemacht. Manchmal sieht man etwas, das Angst macht. Manchmal will jemand zu viele Daten wissen.
Stopp-Regel: Stoppen. Weglegen. Hilfe holen.
5 Kinder-Regeln für das Internet
- Name: Verrate nicht Deinen vollen Namen.
- Adresse: Verrate nicht, wo Du wohnst.
- Foto: Lade kein Foto ohne Erlaubnis hoch.
- Klick: Klicke nicht auf alles.
- Hilfe: Sag Bescheid, wenn etwas komisch ist.
Beispiele aus dem Alltag
Beispiel 1: Eine Folge reicht
Mia schaut eine Kinderserie. Vorher stellt sie eine Uhr. Nach einer Folge ist Schluss. Dann malt sie die Figur aus der Serie. Das ist gute Medienbalance.
Beispiel 2: Lernen mit Pause
Ben übt mit einer Lern-App. Danach macht er zehn Kniebeugen. Dann liest er eine Seite im Buch. So mischt er Online-Zeit und Offline-Zeit.
Beispiel 3: Streit beim Aufhören
Noah will weiterspielen. Der Timer klingelt. Noah ist sauer. Papa sagt: „Ich sehe, Du bist traurig. Der Plan war 20 Minuten. Jetzt gehen wir zusammen raus.“ So hilft ein Plan.
Beispiel 4: Bildschirm vor dem Schlafen
Lina schaut abends kein Video mehr. Sie hört eine Geschichte. Ihr Körper wird ruhig. Das Einschlafen fällt leichter.
Mein eigener Medienbalance-Plan
Male einen Kreis. Teile ihn in vier Stücke.
- Schule und Hausaufgaben
- Online-Zeit
- Offline-Spiel
- Schlaf und Ruhe
Male jedes Stück in einer anderen Farbe. Überlege: Ist mein Kreis gut gemischt?
Vorlage für Deinen Plan
| Frage | Meine Antwort |
|---|---|
| Was will ich online machen? | |
| Wie lange will ich das machen? | |
| Wer weiß Bescheid? | |
| Was mache ich danach offline? | |
| Wann ist der Bildschirm aus? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Medienbalance? (Online-Zeit und Offline-Zeit passen gut zusammen) (!Man ist den ganzen Tag online) (!Man benutzt nie Medien) (!Man schaut nur Videos)
Was ist ein Beispiel für Online-Zeit? (Ein Lernvideo am Tablet schauen) (!Draußen Fangen spielen) (!Ein Papierbild malen) (!Mit Bauklötzen bauen)
Was ist ein Beispiel für Offline-Zeit? (Mit Freunden draußen spielen) (!Ein Computerspiel starten) (!Eine Nachricht tippen) (!Ein Video streamen)
Warum hilft ein Timer? (Er erinnert Dich ans Aufhören) (!Er macht Hausaufgaben allein) (!Er löscht alle Spiele) (!Er ersetzt den Schlaf)
Was solltest Du tun, wenn online etwas komisch ist? (Stopp sagen und Hilfe holen) (!Allein weiterschauen) (!Den Namen verraten) (!Mehrfach darauf klicken)
Welche Pause passt nach Bildschirmzeit? (Aufstehen und sich strecken) (!Noch ein Video schauen) (!Schneller weiterklicken) (!Den Bildschirm näher halten)
Was ist eine gute Frage vor dem Start? (Was will ich am Bildschirm machen?) (!Wie kann ich länger online bleiben?) (!Wie verstecke ich den Bildschirm?) (!Wie überspringe ich alle Regeln?)
Welche Regel ist sicher? (Erst fragen, dann klicken) (!Geheime Daten teilen) (!Unbekannte Links öffnen) (!Fremden alles erzählen)
Was gehört zu einem guten Medienplan? (Eine Idee für die Zeit danach) (!Immer heimlich spielen) (!Kein Schlaf am Abend) (!Keine Pausen machen)
Was kann Offline-Zeit sein? (Lesen, malen oder sich bewegen) (!Nur am Bildschirm bleiben) (!Alle Regeln vergessen) (!Beim Essen Videos schauen)
Memory
| Online-Zeit | Bildschirm |
| Offline-Zeit | Bewegung |
| Timer | Aufhören |
| Pause | Erholung |
| Regel | Hilfe |
| Medienplan | Mischung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Online-Zeit | Video schauen |
| Offline-Zeit | Draußen spielen |
| Timer | Zeit erinnern |
| Pause | Augen erholen |
| Hilfe holen | Etwas ist komisch |
Kreuzworträtsel
| Ausgleich | Wie heißt es, wenn Online-Zeit und Offline-Zeit gut zusammenpassen? |
| Pause | Was hilft nach Bildschirmzeit? |
| Bewegung | Was braucht Dein Körper jeden Tag? |
| Schlaf | Was brauchst Du nachts zum Erholen? |
| Familie | Mit wem kannst Du Regeln besprechen? |
| Regeln | Was hilft, damit es weniger Streit gibt? |
LearningApps
Lückentext
Kleine Selbstchecks
Check 1: Mein Körper
Kreuze in Gedanken an:
- Sind meine Augen müde?
- Ist mein Kopf voll?
- Sitze ich schon lange?
- Habe ich Durst?
- Will ich eigentlich etwas anderes machen?
Wenn Du oft Ja denkst: Mach eine Pause.
Check 2: Mein Gefühl
Frage Dich:
- Bin ich fröhlich?
- Bin ich wütend, weil ich aufhören soll?
- Bin ich traurig nach einem Video?
- Bin ich ruhig?
- Brauche ich Hilfe?
Gefühle sind wichtig. Sprich darüber.
Check 3: Mein Plan
Sage vor dem Start laut: Ich mache jetzt ... Ich mache das ... Minuten. Danach mache ich ...
Beispiel: Ich schaue ein Erklärvideo. Ich mache das 15 Minuten. Danach gehe ich raus.
Offene Aufgaben
Leicht
- Medien-Suche: Suche zu Hause drei Medien. Male sie auf ein Blatt.
- Offline-Liste: Schreibe oder male fünf Dinge, die Du ohne Bildschirm gern machst.
- Pausenbild: Male Deine Lieblingspause nach der Bildschirmzeit.
- Timer-Test: Stelle mit einer erwachsenen Person einen Timer und beende eine Medienzeit freundlich.
Standard
- Medienbalance-Plan: Erstelle einen Plan für einen Nachmittag mit Online-Zeit und Offline-Zeit.
- Familiengespräch: Frage zu Hause: Welche Medienregel finden wir wichtig? Schreibe eine Regel auf.
- Bewegungspause: Erfinde eine 3-Minuten-Pause für die Klasse und mache sie vor.
- Medien-Tagebuch: Male drei Tage lang, wann Du online und offline warst.
Schwer
- Erklärplakat: Gestalte ein Plakat mit dem Titel „Meine Medienbalance“.
- Interview: Frage zwei Kinder und eine erwachsene Person: Was hilft beim Aufhören?
- Rollenspiel: Spiele mit einem Partner einen Streit ums Tablet nach und löst ihn mit einer Regel.
- Klassenvertrag: Entwerft gemeinsam fünf faire Medienregeln für Eure Klasse.


Lernkontrolle
- Alltag planen: Du hast 30 Minuten freie Zeit. Plane eine gute Mischung aus Online-Zeit und Offline-Zeit. Begründe Deine Wahl.
- Problem lösen: Ein Kind wird wütend, weil der Timer klingelt. Erkläre, wie eine faire Lösung aussehen kann.
- Regel prüfen: Eine Familie sagt: „Beim Essen bleiben Bildschirme aus.“ Erkläre, warum diese Regel helfen kann.
- Gefühl erkennen: Nach einem Video ist ein Kind traurig. Was kann es tun? Nenne drei Schritte.
- Balance erklären: Erkläre Medienbalance mit dem Bild einer Wippe.
- Transfer: Du bekommst ein neues Spiel. Entwickle eine Regel, damit das Spielen gut in den Tag passt.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis ist wichtig:
- Du kannst Online-Zeit und Offline-Zeit erklären.
- Du kannst Beispiele für gute Medienbalance nennen.
- Du kannst einen einfachen Medienplan erstellen.
- Du kannst erklären, warum Pausen wichtig sind.
- Du kennst die Regel: Stopp sagen und Hilfe holen.
- Du kannst mit anderen freundlich über Regeln sprechen.
- Du kannst zeigen, was Du nach der Bildschirmzeit offline machst.
OERs zum Thema
Gute Kinderseiten und Hinweise für Erwachsene
- Internet-ABC für Kinder: Hier findest Du sichere Infos über das Internet.
- fragFINN: Hier kannst Du kindgerecht suchen.
- kindergesundheit-info.de: Hier gibt es Hinweise zu Kindern und Medien.
- klicksafe: Hier gibt es Infos zur Sicherheit im Internet.
- SCHAU HIN!: Hier gibt es Tipps für Familien.
Links
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