Datenschutzregeln für Kinder anwenden


Datenschutzregeln für Kinder anwenden
Einleitung
Willkommen!
In diesem aiMOOC lernst Du Datenschutzregeln.
Du lernst:
- Persönliche Daten erkennen: Welche Infos gehören zu Dir?
- Datenschutz anwenden: Was darfst Du teilen?
- Passwörter schützen: Was bleibt geheim?
- Fotos und Videos prüfen: Wann musst Du erst fragen?
- Hilfe holen: Wer kann Dir helfen?
Datenschutz bedeutet: Deine Daten bekommen Schutz. So wie ein Schatz in einer Kiste.

Schau Dir zuerst das Video an. Danach bearbeitest Du die Aufgaben.
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Lernziele
Am Ende kannst Du:
- Persönliche Daten erkennen: Du findest Beispiele für Daten über Dich.
- Datenschutzregeln anwenden: Du entscheidest in kleinen Alltagssituationen sicher.
- Passwörter schützen: Du erklärst, warum ein Passwort geheim ist.
- Fotos und Videos prüfen: Du weißt, wann Du erst fragen musst.
- Hilfe holen: Du weißt, zu wem Du gehen kannst.
Wörter hören
Manche Wörter sind lang. Hör sie Dir an. Sprich sie langsam nach.
Datenschutz Datei:De-Datenschutz.ogg
Privatsphäre Datei:De-Privatsphäre.ogg
Passwort Datei:De-Passwort.ogg
Was ist Datenschutz?
Datenschutz schützt Infos über Dich. Diese Infos heißen Daten. Manche Daten sind sehr persönlich. Sie gehören nicht überall hin.
Beispiel: Dein Name steht auf Deinem Heft. Das ist in der Klasse oft in Ordnung. Dein Name und Deine Adresse im Internet sind etwas anderes. Das sollen Fremde nicht einfach sehen.

Merksatz: Meine Daten gehören zu mir. Ich teile sie nur, wenn es sicher ist. Bei Unsicherheit frage ich eine Vertrauensperson.
Was sind persönliche Daten?
Persönliche Daten sind Infos, an denen man Dich erkennen kann. Manchmal reicht eine Info. Manchmal verraten mehrere Infos zusammen, wer Du bist.
| Daten | Beispiel | Was machst Du? |
|---|---|---|
| Name | Ich heiße Lina Müller. | Erst fragen. |
| Adresse | Ich wohne in der Blumenstraße 5. | Nicht im Chat schreiben. |
| Telefonnummer | 01234... | Nicht einfach weitergeben. |
| Schule | Ich bin in der 3a der Grundschule. | Vorsichtig sein. |
| Foto | Ein Bild von Deinem Gesicht. | Nur mit Erlaubnis teilen. |
| Geburtstag | 7. Mai 2016. | Nur mit Erlaubnis nennen. |
| Standort | Ich bin gerade im Park. | Nicht an Fremde schicken. |
| Stimme | Eine Sprachnachricht von Dir. | Erst überlegen. |
Kleine Aufgabe: Daten-Suche
Nimm ein Blatt Papier. Male eine Schatzkiste. Schreibe oder male drei persönliche Daten hinein. Lege einen Schutzdeckel darüber. Schreibe auf den Deckel: Erst fragen!
Deine fünf Datenschutzregeln
Diese Regeln helfen Dir jeden Tag.
- Stopp-Regel: Ich stoppe kurz, bevor ich etwas teile.
- Frage-Regel: Ich frage eine erwachsene Vertrauensperson, wenn ich unsicher bin.
- Wenig-Daten-Regel: Ich verrate nur das, was wirklich nötig ist.
- Geheim-Regel: Mein Passwort bleibt geheim.
- Hilfe-Regel: Bei komischen Nachrichten hole ich Hilfe.

Regel 1: Erst stoppen
Manchmal ist man schnell. Man klickt. Man schreibt. Man schickt ein Bild.
Mache vorher eine Mini-Pause. Frage Dich:
- Nachdenken: Muss ich das wirklich senden?
- Sicherheit: Kann ein Fremder das sehen?
- Gefühl: Fühlt sich das gut an?
- Hilfe: Sollte ich jemanden fragen?
Ampel-Trick: Grün heißt: Es ist meistens okay. Gelb heißt: Erst fragen. Rot heißt: Nicht senden.
Kleine Aufgabe: Daten-Ampel
Ordne im Kopf. Grün, Gelb oder Rot?
| Situation | Ampel | Warum? |
|---|---|---|
| Du nutzt einen Fantasienamen in einem Spiel. | Grün | Das ist oft besser als der echte Name. |
| Eine App fragt nach Deinem Standort. | Gelb | Frage erst eine Vertrauensperson. |
| Ein Fremder will Deine Adresse. | Rot | Das ist nicht sicher. |
| Du schickst Dein Passwort an eine Freundin. | Rot | Ein Passwort bleibt geheim. |
| Du postest ein Foto von der Klasse. | Gelb | Alle auf dem Foto müssen gefragt werden. |
Regel 2: Wenig Daten teilen
Im Internet brauchst Du nicht immer Deinen echten Namen. In einem Spiel kann ein Spitzname reichen. Ein Spitzname kann lustig sein. Er darf aber nichts Gemeines sein.
Gute Beispiele: SternenFuchs, BallHeldin, LeseTiger.
Schlechte Beispiele: VornameNachname, AdresseImNamen, GeburtsdatumImNamen.
Regel 3: Passwort geheim halten
Ein Passwort ist wie ein Schlüssel. Mit dem Schlüssel kommt man in Dein Konto. Darum ist ein Passwort geheim.

Ein gutes Passwort ist lang. Es ist schwer zu raten. Es ist nicht Dein Name. Es ist nicht Dein Haustier. Es ist nicht Dein Geburtstag.
Kinder-Tipp: Denke Dir einen Satz aus. Zum Beispiel: Ich esse montags gerne rote Äpfel. Eine erwachsene Vertrauensperson kann Dir helfen, daraus ein sicheres Passwort zu machen.
Kleine Aufgabe: Passwort-Regel malen
Male einen Schlüssel. Schreibe daneben: Mein Passwort bleibt geheim. Hänge das Bild an Deinen Arbeitsplatz. Schreibe kein echtes Passwort auf das Bild.
Regel 4: Fotos und Videos nur mit Erlaubnis
Ein Foto kann viel verraten. Man sieht ein Gesicht. Man sieht ein Zimmer. Man sieht einen Schulhof. Manchmal sieht man sogar einen Namen.
Vor dem Teilen fragst Du:
- Einwilligung: Darf ich das Bild zeigen?
- Recht am eigenen Bild: Sind andere Kinder auf dem Bild?
- Privatsphäre: Ist etwas Privates zu sehen?
- Erwachsene: Hat eine Vertrauensperson zugestimmt?
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Regel 5: Hilfe holen
Manchmal passiert etwas Komisches. Ein Fremder schreibt Dir. Jemand fragt nach einem Foto. Eine Nachricht macht Dir Angst. Eine App will viele Daten.
Dann bist Du nicht schuld. Du musst nicht allein bleiben. Hole Hilfe.
Gute Helferinnen und Helfer sind:
Merksatz: Wenn mein Bauch Nein sagt, hole ich Hilfe.
Deine Rechte
Du hast ein Recht auf Privatsphäre. Privatsphäre bedeutet: Nicht alles ist für alle. Dein Zimmer ist privat. Deine Briefe sind privat. Dein Handy kann privat sein. Deine Daten sind auch privat.
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Datenschutz im Alltag
Datenschutz ist nicht nur ein Wort. Datenschutz passiert jeden Tag.
| Ort | Beispiel | Gute Regel |
|---|---|---|
| Schule | Ein Kind fragt nach Deiner Adresse. | Frage, wozu die Adresse gebraucht wird. |
| Chat | Jemand will Deine Telefonnummer. | Gib sie nicht einfach weiter. |
| Online-Spiel | Ein Fremder will Deinen echten Namen. | Nutze lieber einen Spitznamen. |
| App | Die App will Standort und Kontakte. | Frage eine Vertrauensperson. |
| Familie | Ein Foto soll geteilt werden. | Frage: Darf das online sein? |
Kleine Aufgabe: Sag es sicher
Übe diese Sätze laut.
- Nein sagen: Nein, meine Adresse gebe ich nicht weiter.
- Hilfe holen: Ich frage erst eine erwachsene Person.
- Passwortschutz: Mein Passwort bleibt geheim.
- Foto-Regel: Ich frage alle, bevor ich ein Foto teile.
- Bauchgefühl: Das fühlt sich komisch an. Ich hole Hilfe.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was bedeutet Datenschutz? (Daten über mich werden geschützt) (!Alle Daten müssen im Internet stehen) (!Passwörter sind egal) (!Fremde dürfen alles wissen)
Was ist eine persönliche Daten-Info? (Meine Adresse) (!Ein Fantasiewort) (!Ein Stein im Garten) (!Ein leerer Zettel)
Was machst Du vor dem Teilen eines Fotos von einem Kind? (Erst fragen) (!Sofort senden) (!Das Passwort dazu schreiben) (!Den Namen der Schule dazuschreiben)
Was gilt für Dein Passwort? (Ich halte es geheim) (!Ich schreibe es in den Klassenchat) (!Ich sage es fremden Menschen) (!Ich nutze immer meinen Vornamen)
Ein fremder Mensch im Spiel fragt nach Deiner Adresse. Was tust Du? (Nicht schicken und Hilfe holen) (!Adresse schicken) (!Foto mitschicken) (!Telefonnummer schicken)
Eine App fragt nach Deinem Standort. Was ist klug? (Erst eine erwachsene Vertrauensperson fragen) (!Immer Ja drücken) (!Den Standort an Fremde schicken) (!Das Passwort ändern und trotzdem Ja drücken)
Was ist ein guter Spitzname im Spiel? (Fantasiename ohne echte Daten) (!Vorname und Nachname) (!Adresse im Namen) (!Geburtstag im Namen)
Dein Bauchgefühl sagt Nein. Was machst Du? (Hilfe holen) (!Trotzdem weiterschreiben) (!Alles geheim halten) (!Mehr Daten schicken)
Welche Info solltest Du nicht einfach in einen Chat schreiben? (Telefonnummer) (!Lieblingsfarbe ohne Namen) (!Wetter heute) (!Fantasietier)
Warum darfst Du ein Klassenfoto nicht einfach posten? (Andere Kinder müssen zustimmen) (!Weil Fotos nie schön sind) (!Weil Internet immer kaputt ist) (!Weil ein Passwort auf dem Foto fehlt)
Memory
| Passwort | geheim halten |
| Spitzname | besser als echter Name |
| Foto | erst fragen |
| Adresse | nicht im Chat schreiben |
| Hilfe | Vertrauensperson holen |
| Privatsphäre | eigener Bereich |
| App | Regeln prüfen |
| Daten | Informationen über mich |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Echter Name | Nur mit Erlaubnis sagen |
| Spitzname | Oft besser im Spiel |
| Passwort | Immer geheim halten |
| Foto von anderen | Erst fragen |
| Komische Nachricht | Hilfe holen |
...
Kreuzworträtsel
| Passwort | Was schützt ein Konto und bleibt geheim? |
| Adresse | Welche Wohn-Info darfst Du nicht einfach teilen? |
| Privat | Wie nennt man etwas, das nur Dich oder Deine Familie angeht? |
| Hilfe | Was holst Du, wenn Dir online etwas komisch vorkommt? |
| Foto | Was darfst Du von anderen nicht einfach posten? |
| Regel | Was hilft Dir, im Netz sicher zu handeln? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Datenschutzbild: Male eine Schatzkiste für Deine Daten. Schreibe drei Dinge hinein, die geschützt werden sollen.
- Ampelkarte: Bastle eine rote, gelbe und grüne Karte. Schreibe je eine Datenschutz-Situation dazu.
- Passwortspruch: Erfinde einen Merksatz für ein geheimes Passwort. Schreibe kein echtes Passwort auf.
- Hilfekarte: Schreibe drei Personen auf, die Du fragen kannst, wenn im Internet etwas komisch ist.
Standard
- Daten-Detektiv: Schau Dir eine ausgedachte App-Anmeldung an. Markiere, welche Daten Du nicht einfach eingeben würdest.
- Rollenspiel: Spielt zu zweit eine Chat-Szene. Ein Kind fragt nach der Adresse. Das andere Kind sagt freundlich Nein.
- Foto-Regel-Plakat: Gestalte ein Plakat mit dem Satz: Erst fragen, dann posten.
- Spitznamen-Werkstatt: Erfinde fünf sichere Spitznamen ohne echten Namen, Schule, Adresse oder Geburtstag.
Schwer
- Datenschutz-Geschichte: Schreibe eine kurze Geschichte über ein Kind, das seine Daten schützt und Hilfe holt.
- Elterninterview: Frage eine erwachsene Vertrauensperson: Welche Daten teilst Du im Internet lieber nicht?
- App-Check: Prüfe mit einer erwachsenen Person eine App-Einstellung. Notiere, welche Daten die App haben will.
- Klassenregel: Entwickle fünf Datenschutzregeln für Eure Klasse. Erkläre jede Regel mit einem Beispiel.


Lernkontrolle
- Chat-Situation: Ein fremdes Kind schreibt Dir im Spiel und will Deine Telefonnummer. Erkläre, was Du tust und warum.
- Foto-Situation: Du möchtest ein Bild vom Pausenhof teilen. Erkläre, welche Fragen Du vorher klären musst.
- Passwort-Situation: Deine Freundin möchte Dein Passwort wissen. Erkläre freundlich, warum Du es nicht sagst.
- App-Situation: Eine neue App will Standort, Kontakte und Kamera nutzen. Entscheide, welche Hilfe Du brauchst.
- Bauchgefühl-Situation: Eine Nachricht fühlt sich komisch an. Beschreibe drei sichere Schritte.
- Klassenregel-Situation: Eure Klasse möchte Klassenregeln für den Chat erstellen. Formuliere zwei Regeln und begründe sie.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis zeigst Du:
- Datenschutz: Du kannst erklären, was Datenschutz bedeutet.
- Persönliche Daten: Du erkennst persönliche Daten in Beispielen.
- Regelanwendung: Du wendest Datenschutzregeln auf Alltagssituationen an.
- Passwortschutz: Du erklärst, warum ein Passwort geheim bleibt.
- Foto-Regel: Du weißt, dass Fotos und Videos Erlaubnis brauchen.
- Hilfe holen: Du nennst Vertrauenspersonen und sichere Schritte.
- Projektarbeit: Du gestaltest ein Bild, Plakat, Rollenspiel oder eine Geschichte zum Thema.
OERs zum Thema
- Wikipedia: Der Artikel erklärt Datenschutz allgemein.
- Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit: Kinder-Materialien erklären Datenschutz einfach.
- klicksafe: Materialien helfen beim sicheren Umgang mit Daten im Internet.
- Internet-ABC: Kinder und Erwachsene finden Tipps zum sicheren Surfen.
- Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik: Hinweise helfen beim Schutz von Konten und Passwörtern.
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