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Eine einfache Liedbegleitung entwickeln - Akkorde und Harmonie 1

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Eine einfache Liedbegleitung entwickeln - Akkorde und Harmonie 1



Einleitung

Eine einfache Liedbegleitung hilft Dir, eine Melodie mit passenden Akkorden, einem stabilen Rhythmus und einer verständlichen Harmonie zu stützen. Du brauchst dafür nicht sofort komplizierte Harmonielehre, sondern ein klares Verfahren: Tonart finden, zentrale Akkorde auswählen, Spannung und Entspannung hören, ein Begleitmuster entwickeln und die Begleitung anschließend musikalisch gestalten.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du aus einer einfachen Melodie eine spielbare Begleitung für Gitarre, Klavier, Keyboard, Ukulele, Band oder digitale Musikproduktion entwickelst. Der Schwerpunkt liegt auf Dreiklängen, Tonika, Subdominante, Dominante, Kadenzen, Akkordfolgen, Stufenharmonik und praktischen Begleitformen. Die Notenbeispiele sind kurz, bewusst einfach und können als Ausgangspunkt für eigene Liedideen genutzt werden.

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Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du eine einfache Liedbegleitung planen, notieren, spielen und begründen. Du lernst, wie eine Tonart das Tonmaterial ordnet, wie Akkorde aus einer Tonleiter entstehen und warum bestimmte Akkorde besonders gut zusammenwirken. Außerdem entwickelst Du eigene Begleitmuster und überprüfst sie durch Hören, Spielen und Reflektieren.

  1. Akkorde verstehen: Du erklärst den Aufbau eines einfachen Dreiklangs aus Grundton, Terz und Quinte.
  2. Tonarten nutzen: Du leitest einfache Akkorde aus einer Dur- oder Moll-Tonart ab.
  3. Kadenzen bilden: Du gestaltest eine Begleitung mit Tonika, Subdominante und Dominante.
  4. Akkordfolgen entwickeln: Du wählst Akkorde passend zu Melodie, Stimmung und Form.
  5. Rhythmus anwenden: Du spielst eine Begleitung mit einfachen Schlag-, Zupf- oder Tastaturmustern.
  6. Gestaltung reflektieren: Du beschreibst, warum Deine Begleitung funktioniert und wie sie verbessert werden kann.


Grundidee: Was ist eine einfache Liedbegleitung?

Eine Liedbegleitung ist ein musikalisches Fundament. Sie unterstützt die Melodie, gibt Orientierung im Takt, verstärkt die Stimmung und macht die Form eines Liedes hörbar. Häufig besteht eine einfache Begleitung aus drei Ebenen: einem Bass oder Grundton, einem Akkord, der die Harmonie trägt, und einem rhythmischen Muster, das Bewegung erzeugt.

Bei einer sehr einfachen Begleitung genügt oft ein Akkord pro Takt. In vielen Liedern reichen zunächst drei oder vier Akkorde. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Akkorde, sondern ob sie zur Melodie passen, ob sie einen klaren Verlauf bilden und ob der Rhythmus sicher gespielt werden kann.

Merksatz: Eine gute einfache Begleitung ist nicht überladen. Sie ist zuverlässig, hörbar geordnet und lässt der Melodie genug Raum.


Begleitung in drei Schritten

  1. Tonart bestimmen: Du findest heraus, welcher Ton und welcher Akkord wie ein Zuhause klingen.
  2. Akkordfolge planen: Du wählst wenige Akkorde, die zur Melodie und zur Form passen.
  3. Begleitmuster gestalten: Du entscheidest, wie die Akkorde rhythmisch gespielt werden.


Tonart und Tonmaterial

Die Tonart gibt an, welche Töne und Akkorde besonders naheliegen. In C-Dur sind die Töne C, D, E, F, G, A und H leitereigen. Für einfache Liedbegleitungen kannst Du zunächst mit den weißen Tasten des Klaviers oder den Grundakkorden C, F, G und Am arbeiten. Der wichtigste Klang einer Tonart ist die Tonika. Sie wirkt wie ein Ruhepunkt. Viele Lieder beginnen oder enden auf der Tonika, weil sie stabil und abgeschlossen klingt.

Das folgende Notenbeispiel zeigt eine C-Dur-Tonleiter und danach die drei wichtigsten Dreiklänge C-Dur, F-Dur und G-Dur.


\relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e f | g a b c | <c e g>1 | <f a c> | <g b d> | <c e g> \bar "|."
}


Leitereigene Dreiklänge

Ein Dreiklang entsteht, wenn auf einem Grundton zwei weitere Töne im Abstand von Terzen geschichtet werden. In einer Durtonleiter entstehen dadurch Dur-, Moll- und ein verminderter Dreiklang. Für den Anfang sind vor allem die Stufen I, IV, V und vi wichtig. In C-Dur sind das C-Dur, F-Dur, G-Dur und A-Moll.

  1. Erste Stufe: C-Dur ist die Tonika und wirkt ruhig.
  2. Vierte Stufe: F-Dur ist die Subdominante und öffnet den Verlauf.
  3. Fünfte Stufe: G-Dur ist die Dominante und erzeugt Rückkehrspannung.
  4. Sechste Stufe: A-Moll ist der Mollparallelklang und färbt die Begleitung weicher oder nachdenklicher.

\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 d:m e:m f g a:m b:dim c }
melodie = \relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  <c e g>1 | <d f a> | <e g b> | <f a c> | <g b d> | <a c e> | <b d f> | <c e g> \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \melodie
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 80 }
}


Akkordfunktionen: Ruhe, Öffnung, Spannung

Die einfachste harmonische Orientierung entsteht durch drei Hauptfunktionen: Tonika, Subdominante und Dominante. Sie beschreiben nicht nur Akkordnamen, sondern musikalische Wirkungen. Die Tonika klingt wie Ankommen. Die Subdominante entfernt sich vom Ruhepunkt, ohne starke Spannung zu erzeugen. Die Dominante baut Spannung auf und möchte häufig zurück zur Tonika.


Tonika

Die Tonika ist der zentrale Akkord einer Tonart. In C-Dur ist das C-Dur. Wenn eine Melodie auf C endet und C-Dur darunter erklingt, empfinden viele Hörende den Schluss als stabil. Beim Begleiten hilft Dir die Tonika, den Anfang, wichtige Ruhepunkte und den Schluss eines Liedes zu gestalten.


Subdominante

Die Subdominante liegt auf der vierten Stufe. In C-Dur ist das F-Dur. Sie öffnet die Harmonie und wirkt oft weniger drängend als die Dominante. In einfachen Liedern steht sie häufig vor der Dominante oder führt direkt zurück zur Tonika.


Dominante

Die Dominante liegt auf der fünften Stufe. In C-Dur ist das G-Dur. Sie erzeugt eine starke Erwartung, weil sie zur Tonika zurückführen kann. In vielen Begleitungen ist der Weg Dominante zu Tonika der wichtigste Schlussimpuls.


Kadenz als Grundmodell

Eine Kadenz ist eine geordnete Akkordfolge, die einen harmonischen Verlauf hörbar macht. Die einfache Vollkadenz lautet in C-Dur: C-Dur, F-Dur, G-Dur, C-Dur. Als Funktionen heißt sie Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika. Dieses Modell ist ein sehr guter Startpunkt für eigene Begleitungen.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
melodie = \relative c'' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 c g g | a a g2 | f4 f e e | d d c2 \bar "|."
}
bass = \relative c {
  \clef bass
  c1 | f | g | c \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \melodie
    \new Staff \bass
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 92 }
}


Akkorde zur Melodie finden

Wenn Du eine Melodie begleiten willst, hörst Du zuerst auf ihre wichtigen Töne. Besonders wichtig sind Töne auf betonten Zählzeiten, lange Töne und Schlusstöne von Phrasen. Ein Akkord passt oft gut, wenn ein wichtiger Melodieton im Akkord enthalten ist. Bei einem Melodieton E passen in C-Dur zum Beispiel C-Dur, A-Moll oder E-Moll, weil E in diesen Akkorden vorkommt.


Praktische Methode

  1. Melodie hören: Singe oder spiele die Melodie mehrmals ohne Begleitung.
  2. Schwerpunkte markieren: Achte auf lange Töne, betonte Töne und Pausen.
  3. Passende Akkorde suchen: Prüfe, welche Akkorde diese Melodietöne enthalten.
  4. Spannung prüfen: Höre, ob die Akkordfolge sinnvoll von Ruhe zu Bewegung und zurück führt.
  5. Vereinfachen: Entferne Akkorde, die nicht nötig sind oder den Gesang stören.


Beispiel: Melodie mit drei Akkorden

Die folgende erfundene Beispielmelodie kann mit C, F und G begleitet werden. Spiele zuerst nur einen Akkord pro Takt. Achte darauf, wie der letzte Takt durch C-Dur abgeschlossen klingt.


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\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
melodie = \relative c'' {
  \key c \major
  \time 4/4
  e4 g g e | f a a f | g b d b | c2 g2 \bar "|."
}
text = \lyricmode { Sing die Me -- lo -- die, hoer den Schluss. }
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff {
      \new Voice = "mel" \melodie
    }
    \new Lyrics \lyricsto "mel" \text
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}


Vier-Akkord-Begleitungen

Viele Lieder nutzen wiederkehrende Akkordfolgen mit vier Akkorden. Besonders häufig ist das Modell I-V-vi-IV. In C-Dur entspricht das C-Dur, G-Dur, A-Moll und F-Dur. Diese Folge funktioniert gut, weil sie zwischen Stabilität, Spannung, Mollfärbung und Öffnung wechselt. Sie ist aber kein Rezept für jedes Lied. Du solltest immer prüfen, ob die Akkorde zur Melodie passen.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 g a:m f }
melodie = \relative c'' {
  \key c \major
  \time 4/4
  g4 e e g | d d b d | c a a c | c a f2 \bar "|."
}
bass = \relative c {
  \clef bass
  c2 g | g d | a e | f c \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \melodie
    \new Staff \bass
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 96 }
}


Häufige Akkordfolgen in C-Dur

  1. Vollkadenz: C - F - G - C
  2. Popfolge: C - G - Am - F
  3. Mollfärbung: Am - F - C - G
  4. Plagalschluss: C - F - C
  5. Halbschluss: C - F - G


Begleitmuster für verschiedene Instrumente

Eine Akkordfolge wird erst durch ein Begleitmuster lebendig. Das Muster entscheidet, ob die Begleitung ruhig, tänzerisch, treibend oder schwebend wirkt. Für den Anfang reicht es, ein Muster stabil zu halten. Später kannst Du Variationen einbauen.


Klavier und Keyboard: Grundton plus Dreiklang

Am Klavier kannst Du links den Grundton spielen und rechts den Dreiklang. Noch einfacher ist ein Wechselbass: links wechselst Du zwischen Grundton und Quinte, rechts spielst Du die Akkorde in Vierteln oder Halben. Dadurch entsteht Bewegung, ohne dass die Begleitung schwer wird.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
rechteHand = \relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  <c e g>4 <c e g> <c e g> <c e g> |
  <c f a>4 <c f a> <c f a> <c f a> |
  <b d g>4 <b d g> <b d g> <b d g> |
  <c e g>1 \bar "|."
}
linkeHand = \relative c {
  \clef bass
  c4 g c g | f c f c | g d g d | c1 \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new PianoStaff <<
      \new Staff \rechteHand
      \new Staff \linkeHand
    >>
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 90 }
}


Gitarre und Ukulele: Anschlagmuster

Auf der Gitarre oder Ukulele kannst Du Akkorde zunächst mit einem einfachen Abschlag pro Takt spielen. Danach spielst Du zwei Halbe oder vier Viertel. Ein typisches leichtes Popmuster ist: Abschlag, Abschlag, Pause, Aufschlag, Abschlag. Wichtig ist, dass die rechte Hand den Puls stabil hält.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
\score {
  \new RhythmicStaff {
    \time 4/4
    c4 c8 c8 r8 c8 c4 | c4 c8 c8 r8 c8 c4 \bar "|."
  }
  \layout { }
}


Gitarrengriffe sichtbar machen

Die folgende Darstellung zeigt eine einfache Kadenz mit Griffbildern und Akkordnamen. Nutze sie als Orientierung, wenn Du die Akkordwechsel langsam übst.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
\score {
  <<
    \new ChordNames \chordmode { c1 f g c }
    \new FretBoards \chordmode { c1 f g c }
  >>
  \layout { }
}


Begleitung mit kurzer Notation

Eine knappe Notationsform kann helfen, Akkorde und Melodie schnell zu erfassen. Sie eignet sich für Skizzen, wenn Du eine Idee festhalten möchtest.


X:1
T:Kadenz in C
M:4/4
L:1/4
K:C
"C"C E G E | "F"F A c A | "G"G B d B | "C"c4 |]


Harmonie hören und beurteilen

Harmonie lernst Du nicht nur durch Regeln, sondern vor allem durch Hören. Ein Akkord kann theoretisch passen, aber im Lied trotzdem zu schwer, zu hell, zu dunkel oder zu unruhig wirken. Deshalb ist die Hörkontrolle ein wichtiger Schritt. Spiele Deine Akkordfolge langsam, singe die Melodie dazu und frage Dich: Wo klingt es stabil? Wo entsteht Spannung? Wo braucht die Melodie mehr Ruhe? Wo kann ein Akkord länger bleiben?


Hörfragen für die Praxis

  1. Ruhepunkt: Auf welchem Akkord klingt die Melodie am stärksten nach Ankommen?
  2. Spannung: Welcher Akkord erzeugt den deutlichsten Wunsch nach Rückkehr?
  3. Öffnung: Wo klingt die Begleitung weiterführend, aber noch nicht abgeschlossen?
  4. Färbung: Wo verändert ein Mollakkord die Stimmung?
  5. Puls: Unterstützt das Muster den Gesang oder lenkt es ab?


Transponieren

Transponieren bedeutet, eine Melodie oder Akkordfolge in eine andere Tonart zu übertragen. Das ist praktisch, wenn ein Lied für eine Stimme zu hoch oder zu tief ist. Anstatt Akkorde nur als Namen zu denken, kannst Du sie als Stufen verstehen. Die Folge I-V-vi-IV ist in C-Dur C-G-Am-F. In G-Dur wird daraus G-D-Em-C.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkordeC = \chordmode { c1 g a:m f }
melodieC = \relative c'' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c4 d e g | a g e2 | f4 e d c | g'2 c, \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkordeC
    \new Staff \melodieC
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \transpose c g \akkordeC
    \new Staff { \transpose c g \melodieC }
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 88 }
}


Arrangement: Aus Akkorden wird Musik

Ein Arrangement entscheidet, wie eine Begleitung im musikalischen Zusammenhang wirkt. Die gleichen Akkorde können als ruhige Ballade, schneller Pop-Song, Reggae-Groove oder Walzer begleitet werden. Verändere dafür Tempo, Taktart, Anschlag, Lautstärke, Lage und Pausen. Eine einfache Begleitung wird oft besser, wenn Du weniger spielst und bewusster Platz lässt.


Gestaltungsmittel

  1. Dynamik: Spiele Strophen leiser und Refrains kräftiger.
  2. Lage: Nutze tiefe Töne sparsam, damit der Klang nicht matschig wird.
  3. Pausen: Lasse am Ende einer Zeile Raum für Atmung und Wirkung.
  4. Umkehrungen: Spiele Akkordtöne in anderer Reihenfolge, damit Wege kürzer werden.
  5. Basslinie: Verbinde Akkorde durch schrittweise Bassbewegung.
  6. Form: Unterscheide Strophe, Refrain und Zwischenteil durch Muster oder Dichte.


Beispiel: dieselben Akkorde, andere Wirkung

Hier wird die Kadenz C-F-G-C mit gebrochenen Akkorden gespielt. Die Töne erklingen nacheinander, wodurch die Begleitung ruhiger und fließender wirkt.


\version "2.18.2"
\header { tagline = ##f }
akkorde = \chordmode { c1 f g c }
arpeggio = \relative c' {
  \key c \major
  \time 4/4
  c8 e g e c e g e |
  c8 f a f c f a f |
  b,8 d g d b d g d |
  c8 e g e c4 r4 \bar "|."
}
\score {
  <<
    \new ChordNames \akkorde
    \new Staff \arpeggio
  >>
  \layout { }
  \midi { \tempo 4 = 72 }
}


Praktischer Arbeitsplan

Mit diesem Arbeitsplan kannst Du eine eigene einfache Liedbegleitung entwickeln. Nimm eine sehr kurze Melodie, zum Beispiel vier oder acht Takte. Sie darf selbst erfunden sein. Wenn Du ein bekanntes Lied verwendest, achte auf Urheberrecht und nutze es nur im erlaubten schulischen Rahmen.

  1. Melodie: Singe oder spiele die Melodie sicher.
  2. Takt: Markiere die schweren Zählzeiten.
  3. Tonart: Suche den Ton, auf dem die Melodie am stärksten ankommt.
  4. Akkorde: Notiere drei bis vier passende Akkorde aus der Tonart.
  5. Kadenz: Prüfe, ob Anfang und Schluss stabil wirken.
  6. Rhythmus: Wähle ein Begleitmuster, das Du sicher wiederholen kannst.
  7. Probe: Spiele langsam mit Metronom oder gemeinsam in der Gruppe.
  8. Reflexion: Beschreibe, warum die Begleitung passt und was Du verändert hast.

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Typische Fehler und Lösungen

  1. Akkordwechsel: Wenn die Wechsel zu schwer sind, bleibe länger auf einem Akkord und wechsle nur am Taktanfang.
  2. Tempo: Wenn Du unsicher wirst, übe langsamer und halte den Puls stabil.
  3. Melodie: Wenn ein Akkord reibt, prüfe die betonten Melodietöne.
  4. Bass: Wenn der Klang zu voll ist, spiele weniger tiefe Töne.
  5. Rhythmus: Wenn der Gesang gestört wird, vereinfache das Muster.
  6. Tonart: Wenn das Lied zu hoch ist, transponiere es in eine bequemere Lage.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die Tonika in einer Tonart? (Der klangliche Ruhepunkt) (!Ein zufälliger Durchgangston) (!Ein reines Schlagmuster) (!Eine besonders schnelle Tonleiter)




Aus welchen Tönen besteht ein einfacher Dreiklang grundsätzlich? (Grundton Terz Quinte) (!Grundton Sekunde Septime) (!Prime Sekunde Tritonus) (!Quarte Quinte Oktave)




Welche Akkorde bilden in C-Dur die einfache Vollkadenz? (C F G C) (!C D E F) (!Am Dm Em Hm) (!F G Am H)




Welche Funktion hat die Dominante häufig? (Sie erzeugt Spannung zur Rückkehr) (!Sie beendet immer jeden Takt) (!Sie ersetzt den Rhythmus) (!Sie macht jede Melodie automatisch moll)




Was bedeutet Transponieren? (Eine Melodie oder Akkordfolge in eine andere Tonart übertragen) (!Eine Melodie lauter spielen) (!Einen Akkord immer schneller wiederholen) (!Den Text eines Liedes umschreiben)




Welche Akkordfolge entspricht I V vi IV in C-Dur? (C G Am F) (!C F G C) (!Am C F G) (!G F Em Dm)




Woran erkennst Du oft einen passenden Akkord zu einer Melodie? (Wichtige Melodietöne kommen im Akkord vor) (!Der Akkord hat möglichst viele Töne) (!Der Akkord ist immer der lauteste Klang) (!Der Akkord steht nie am Taktanfang)




Was ist ein Wechselbass? (Ein Bassmuster zwischen Grundton und einem weiteren Akkordton) (!Ein Wechsel der Taktart in jedem Takt) (!Ein sehr hoher Gesangston) (!Ein Akkord ohne Grundton)




Welche Rolle spielt der Rhythmus in der Liedbegleitung? (Er gibt Puls und Bewegungsgefühl) (!Er ersetzt alle Akkorde) (!Er macht die Tonart unnötig) (!Er verhindert gemeinsames Singen)




Was ist beim Entwickeln einer einfachen Begleitung besonders sinnvoll? (Wenige Akkorde sicher spielen und hörend prüfen) (!Möglichst viele Akkorde ohne Pause verwenden) (!Alle Akkorde unabhängig von der Melodie wählen) (!Immer nur die lauteste Spielweise nutzen)





Memory

Tonika Ruhepunkt einer Tonart
Subdominante öffnender Gegenpol
Dominante Spannung zur Rückkehr
Dreiklang Grundton Terz Quinte
Kadenz geordnete Schlusswirkung
Wechselbass Grundton und Quinte





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Tonika Klangliches Zuhause
Subdominante Öffnung der Harmonie
Dominante Rückkehrspannung
Mollparallele Weichere Klangfarbe
Kadenz Geordnete Akkordfolge




...


Kreuzworträtsel

Tonika Wie heißt der klangliche Ruhepunkt einer Tonart?
Akkord Wie heißt ein Zusammenklang aus mehreren Tönen?
Quinte Welches Intervall liegt fünf Tonstufen über dem Grundton?
Kadenz Wie heißt eine geordnete Akkordfolge mit Schlusswirkung?
Rhythmus Was ordnet die Töne in der Zeit?
Dreiklang Wie heißt ein Akkord aus drei verschiedenen Tönen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine einfache Liedbegleitung beginnt mit dem klanglichen Ruhepunkt der Tonart, der

. Ein häufig verwendeter Akkordtyp ist der

. In C-Dur besteht die einfache Vollkadenz aus C-Dur, F-Dur, G-Dur und wieder

. Die Dominante erzeugt meistens eine deutliche

. Eine Begleitung wirkt überzeugender, wenn Akkorde und

zusammengehören. Beim Transponieren überträgst Du eine Akkordfolge in eine andere

. Ein Wechselbass verbindet den Grundton häufig mit der

. Für eine gute Begleitung ist ein stabiler

wichtiger als viele schwierige Akkorde.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Akkordtagebuch: Notiere drei Akkorde, die Du schon kennst, und beschreibe zu jedem Akkord, ob er für Dich hell, dunkel, ruhig oder gespannt klingt.
  2. Hörvergleich: Spiele C-Dur, F-Dur und G-Dur nacheinander und beschreibe, welcher Akkord am stärksten nach Schluss klingt.
  3. Rhythmusübung: Begleite eine erfundene Zwei-Takt-Melodie nur mit einem Abschlag oder einem Akkordanschlag pro Takt.
  4. Melodiebaustein: Erfinde eine Melodie aus fünf Tönen der C-Dur-Tonleiter und probiere dazu C-Dur als Begleitakkord.


Standard

  1. Drei-Akkord-Begleitung: Entwickle eine acht Takte lange Begleitung mit C-Dur, F-Dur und G-Dur und spiele sie mit einem gleichmäßigen Puls.
  2. Akkord-Melodie-Prüfung: Markiere in einer kurzen Melodie die betonten Töne und erkläre, warum Deine Akkorde dazu passen.
  3. Begleitmuster: Erstelle zwei verschiedene Begleitmuster für dieselbe Akkordfolge, zum Beispiel ruhige Halbe und bewegte Viertel.
  4. Transposition: Übertrage die Akkordfolge C-G-Am-F nach G-Dur und spiele oder notiere beide Versionen.


Schwer

  1. Eigenes Lead Sheet: Schreibe ein Lead Sheet mit Melodie, Akkordsymbolen und Formteilen wie Strophe und Refrain.
  2. Arrangementvergleich: Gestalte dieselbe Akkordfolge einmal als Ballade und einmal als schnelleres Popmuster und beschreibe die Wirkung.
  3. Umkehrungen nutzen: Spiele eine Begleitung mit Akkordumkehrungen, sodass die rechte Hand oder Greifhand möglichst kurze Wege hat.
  4. Gruppenprojekt: Entwickelt in einer Kleingruppe eine Liedbegleitung mit Gesang, Bass, Akkordinstrument und Rhythmusinstrument und nehmt eine Probeversion auf.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Begleitung begründen: Du bekommst eine kurze Melodie in C-Dur. Wähle drei passende Akkorde aus und erkläre, welche Melodietöne Deine Wahl stützen.
  2. Harmonische Wirkung vergleichen: Vergleiche die Folgen C-F-G-C und Am-F-C-G. Beschreibe, wie sich die Stimmung verändert und woran Du das hörst.
  3. Rhythmus übertragen: Entwickle zu einer ruhigen Akkordfolge ein rhythmisches Muster für ein schnelleres Lied und erkläre Deine Entscheidung.
  4. Fehleranalyse: Eine Begleitung klingt unruhig, obwohl die Akkorde richtig gegriffen werden. Nenne mögliche Ursachen und schlage konkrete Verbesserungen vor.
  5. Transpositionsaufgabe: Übertrage I-V-vi-IV von C-Dur nach D-Dur und erkläre, warum Stufen beim Transponieren helfen.
  6. Arrangemententscheidung: Entscheide, ob eine Melodie besser mit ganzen Akkorden, Wechselbass oder gebrochenen Akkorden begleitet wird, und begründe Deine Wahl musikalisch.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Akkorde benennen kannst, sondern eine eigene einfache Begleitung musikalisch sinnvoll entwickelst. Dein Lernnachweis kann als Live-Vorspiel, Audioaufnahme, Video, Notation, digitales Projekt oder schriftliche Reflexion erfolgen.

  1. Akkordfolge: Du legst eine passende Akkordfolge mit mindestens drei Akkorden fest.
  2. Melodiebezug: Du zeigst, wie wichtige Melodietöne zu den gewählten Akkorden passen.
  3. Rhythmus: Du spielst oder notierst ein stabiles Begleitmuster.
  4. Form: Du machst Anfang, Wiederholung und Schluss der Begleitung erkennbar.
  5. Gestaltung: Du nutzt Lautstärke, Lage, Pausen oder Umkehrungen bewusst.
  6. Reflexion: Du erklärst, welche musikalische Wirkung Deine Begleitung hat und was Du überarbeitet hast.
  7. Zusammenarbeit: Bei Gruppenarbeit beschreibst Du Deinen Beitrag und das Zusammenspiel der Stimmen.
  8. Präsentation: Du stellst Deine Begleitung verständlich vor und reagierst auf Rückmeldungen.




OERs zum Thema



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Hamburg

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Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Saarland

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  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




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THE MONKEY DANCE



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  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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