Eine Umfrage durchführen - Statistik


Eine Umfrage durchführen - Statistik
Einleitung
Eine Umfrage durchführen bedeutet, mit einem geplanten Fragebogen, einer klaren Forschungsfrage und einer passenden Stichprobe Daten zu sammeln, auszuwerten und verständlich darzustellen. In der Statistik geht es dabei nicht nur darum, Zahlen zu berechnen. Du lernst, wie aus einzelnen Antworten belastbare Aussagen entstehen, welche Grenzen eine Umfrage hat und wie Du Ergebnisse fair präsentierst.
Dieser aiMOOC führt Dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess: von der Idee über die Frageformulierung bis zur Häufigkeitstabelle, zum Diagramm und zur begründeten Interpretation. Du arbeitest dabei wie eine kleine Forschungsgruppe: Du formulierst eine Frage, planst Deine Datenerhebung, beachtest Datenschutz, wertest Daten aus und überprüfst, ob Deine Aussagen wirklich zu Deinen Daten passen.

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Was ist eine Umfrage?
Eine Umfrage ist eine Form der Datenerhebung, bei der Personen nach Meinungen, Erfahrungen, Verhalten oder Wissen gefragt werden. Die Antworten werden anschließend geordnet, gezählt, verglichen und interpretiert. Eine Umfrage kann schriftlich, mündlich, telefonisch oder online durchgeführt werden. Für die Schule eignet sich besonders eine kurze, gut geplante Umfrage, weil Du daran den gesamten statistischen Prozess praktisch üben kannst.
Eine gute Umfrage beantwortet nicht einfach irgendeine Frage, sondern eine präzise Forschungsfrage. Diese Forschungsfrage legt fest, wen Du befragen möchtest, welche Informationen Du brauchst und wie die Daten später ausgewertet werden können. Aus der allgemeinen Idee „Handynutzung“ wird zum Beispiel die untersuchbare Frage: Wie viele Minuten pro Tag nutzen Schülerinnen und Schüler unserer Klasse ihr Smartphone für Lernzwecke?
Ziele einer Umfrage
Eine Umfrage kann unterschiedliche Ziele haben. Sie kann beschreiben, vergleichen oder Zusammenhänge sichtbar machen. In der Schule ist wichtig, dass Du nicht mehr behauptest, als Deine Daten zeigen. Wenn Du nur Deine Klasse befragst, darfst Du keine sichere Aussage über alle Jugendlichen in Deutschland treffen. Du kannst aber eine begründete Aussage über Deine befragte Gruppe formulieren.
| Ziel | Beispiel | Statistische Auswertung |
|---|---|---|
| Beschreibung | Welche Verkehrsmittel nutzt unsere Klasse für den Schulweg? | absolute Häufigkeiten, relative Häufigkeiten, Balkendiagramm |
| Vergleich | Unterscheiden sich die Antworten von Jahrgang 7 und Jahrgang 8? | zwei Häufigkeitstabellen, vergleichende Diagramme |
| Zusammenhang | Hängt die Lernzeit mit der Selbsteinschätzung der Vorbereitung zusammen? | Kreuztabelle, vorsichtige Interpretation |
Der statistische Prozess
Eine Umfrage folgt einem nachvollziehbaren Ablauf. Wenn Du jeden Schritt dokumentierst, wird Deine Arbeit überprüfbar und wissenschaftlicher.
| Schritt | Leitfrage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Forschungsfrage | Was genau möchtest Du herausfinden? | klare und untersuchbare Frage |
| Grundgesamtheit | Über welche Gruppe möchtest Du etwas aussagen? | festgelegte Zielgruppe |
| Stichprobe | Wen kannst Du tatsächlich befragen? | ausgewählte Befragte |
| Fragebogen | Welche Fragen liefern passende Daten? | verständlicher Fragebogen |
| Datenerhebung | Wie sammelst Du Antworten fair und zuverlässig? | ausgefüllte Fragebögen |
| Datenbereinigung | Welche Antworten sind unvollständig oder unklar? | prüfbare Datentabelle |
| Auswertung | Welche Häufigkeiten und Kennwerte passen? | Tabelle, Kennwerte, Diagramme |
| Interpretation | Was bedeuten die Ergebnisse und wo liegen Grenzen? | begründetes Fazit |
Forschungsfrage entwickeln
Eine gute Forschungsfrage ist klar, begrenzt und mit einer Umfrage beantwortbar. Sie sollte nicht zu allgemein sein. Die Frage „Sind Jugendliche sportlich?“ ist zu ungenau. Besser ist: Wie oft treiben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 pro Woche außerhalb des Sportunterrichts Sport? Diese Frage nennt die Zielgruppe, das Merkmal und den Zeitraum.
Gute Forschungsfragen enthalten meistens ein messbares Merkmal. Ein Merkmal ist eine Eigenschaft, die bei verschiedenen Personen unterschiedliche Ausprägungen haben kann. Beispiele sind Alter, Verkehrsmittel, Lernzeit, Zustimmung zu einer Aussage oder Lieblingsfach.
Grundgesamtheit und Stichprobe
Die Grundgesamtheit ist die gesamte Gruppe, über die Du eine Aussage treffen möchtest. Wenn Deine Forschungsfrage lautet „Wie bewerten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule das Mensaessen?“, dann besteht die Grundgesamtheit aus allen Schülerinnen und Schülern dieser Schule. Die Stichprobe ist der Teil dieser Grundgesamtheit, den Du tatsächlich befragst.
Eine repräsentative Stichprobe bildet wichtige Merkmale der Grundgesamtheit möglichst gut ab. Das ist im Schulalltag oft schwierig. Deshalb ist Transparenz wichtig: Schreibe genau auf, wen Du befragt hast, wie viele Personen teilgenommen haben und warum Deine Ergebnisse begrenzt sind.
Beispiel für Grundgesamtheit und Stichprobe
| Situation | Grundgesamtheit | mögliche Stichprobe | mögliche Grenze |
|---|---|---|---|
| Umfrage zum Schulweg | alle Schülerinnen und Schüler der Schule | je 10 Personen aus jeder Jahrgangsstufe | zufällige Auswahl ist schwer |
| Umfrage zur Pausenhofgestaltung | alle Personen, die den Pausenhof nutzen | Klassen 5 bis 10 und Lehrkräfte | ältere und jüngere Gruppen müssen angemessen vorkommen |
| Umfrage zur Lernplattform | alle Lernenden, die die Plattform nutzen | freiwillige Online-Antworten | besonders interessierte Personen antworten eher |
Fragebogen planen
Der Fragebogen ist das wichtigste Werkzeug Deiner Umfrage. Er muss verständlich, neutral und so kurz wie möglich sein. Jede Frage soll zur Forschungsfrage passen. Unklare oder suggestive Fragen können Deine Ergebnisse verzerren. Deshalb solltest Du vor der eigentlichen Umfrage einen Pretest durchführen: Zwei bis fünf Personen füllen den Fragebogen testweise aus und sagen Dir, was unverständlich ist.

Fragetypen
Bei einer Umfrage kannst Du offene und geschlossene Fragen verwenden. Eine offene Frage erlaubt freie Antworten. Sie ist nützlich, wenn Du neue Ideen sammeln möchtest. Eine geschlossene Frage gibt Antwortmöglichkeiten vor. Sie ist leichter statistisch auszuwerten.
| Fragetyp | Beispiel | Vorteil | Grenze |
|---|---|---|---|
| offene Frage | Was gefällt Dir am Pausenhof besonders gut? | liefert vielfältige Antworten | Auswertung ist aufwendiger |
| Single Choice | Welches Verkehrsmittel nutzt Du meistens? | klare Zuordnung | nur eine Antwort möglich |
| Multiple Choice | Welche Lernhilfen nutzt Du? | mehrere Antworten möglich | Prozentwerte müssen vorsichtig gelesen werden |
| Skala | Wie zufrieden bist Du von 1 bis 5? | Abstufungen werden sichtbar | Abstände zwischen Stufen sind nicht immer eindeutig |
Skalen und Antwortmöglichkeiten
Eine häufige Form in Fragebögen ist die Likert-Skala. Dabei bewerten Befragte eine Aussage auf einer abgestuften Skala, zum Beispiel von „stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll zu“. Solche Skalen eignen sich für Einstellungen und Einschätzungen. Wichtig ist, dass alle Antwortmöglichkeiten eindeutig sind und in dieselbe Richtung gehen.

Eine gute Antwortskala vermeidet Überschneidungen. Bei der Frage nach der Lernzeit sind die Kategorien „0 bis 30 Minuten“, „31 bis 60 Minuten“ und „mehr als 60 Minuten“ eindeutiger als „wenig“, „mittel“ und „viel“. Wenn Du Zahlen abfragst, musst Du entscheiden, ob die Befragten genaue Werte nennen sollen oder ob Kategorien reichen.
Gute und schlechte Fragen
| weniger geeignet | besser | Begründung |
|---|---|---|
| Findest Du nicht auch, dass die Mensa zu teuer ist? | Wie bewertest Du die Preise in der Mensa? | keine Suggestivfrage |
| Wie findest Du Schule? | Wie zufrieden bist Du mit den Pausenregelungen? | genauer Gegenstand |
| Lernst Du viel? | Wie viele Minuten lernst Du an einem normalen Schultag zu Hause? | messbares Merkmal |
| Nutzt Du oft digitale Medien und Bücher? | Wie häufig nutzt Du digitale Medien zum Lernen? | nur ein Thema pro Frage |
Datenschutz und Fairness
Bei Umfragen mit Personen ist Datenschutz wichtig. Sammle nur Daten, die Du wirklich brauchst. Namen, Adressen, Telefonnummern oder genaue Geburtsdaten sind für schulische Umfragen meistens unnötig. Verwende anonyme Fragebögen, erkläre den Zweck Deiner Umfrage und mache deutlich, dass die Teilnahme freiwillig ist.
Besonders wichtig ist ein fairer Umgang mit sensiblen Themen. Fragen zu Gesundheit, Geld, Religion, politischer Einstellung oder familiären Problemen können belastend sein und sollten im Unterricht nur mit besonderer Begründung und nach Absprache gestellt werden. Wenn Minderjährige beteiligt sind, muss die Lehrkraft klären, welche Regeln gelten.
Verzerrungen erkennen
Eine Verzerrung entsteht, wenn die Ergebnisse systematisch in eine bestimmte Richtung verschoben werden. Das kann schon bei der Auswahl der Befragten, bei der Formulierung der Fragen oder bei der Darstellung der Ergebnisse passieren.
| Verzerrung | Beispiel | Gegenmaßnahme |
|---|---|---|
| Auswahlverzerrung | Nur Freundinnen und Freunde werden befragt. | Befragte nach klaren Regeln auswählen. |
| Selbstselektion | Nur besonders interessierte Personen antworten online. | Ergebnisgrenzen offen nennen. |
| soziale Erwünschtheit | Personen geben Antworten, die gut wirken. | Anonymität betonen. |
| Suggestivfrage | Die Frage legt eine Antwort nahe. | neutral formulieren. |
| Nonresponse | Einige Gruppen antworten seltener. | Teilnahme erleichtern und dokumentieren. |
Daten erfassen und ordnen
Nach der Befragung überträgst Du die Antworten in eine Datentabelle. Jede Zeile steht für eine befragte Person oder einen ausgefüllten Fragebogen. Jede Spalte steht für ein Merkmal. Achte darauf, immer dieselben Schreibweisen zu verwenden. Wenn eine Person „Fahrrad“ und eine andere „Rad“ schreibt, musst Du entscheiden, ob beides zu einer Kategorie zusammengefasst wird.
Bei fehlenden Antworten darfst Du nicht einfach etwas erfinden. Markiere fehlende Werte eindeutig, zum Beispiel mit „keine Antwort“. Bei der Auswertung musst Du dann angeben, ob Du sie mitzählst oder ausschließt.
Beispiel: Schulweg-Umfrage
Die Klasse 7b befragt 30 Personen: Welches Verkehrsmittel nutzt Du meistens auf dem Weg zur Schule?
| Antwort | absolute Häufigkeit | relative Häufigkeit | Prozentwert |
|---|---|---|---|
| zu Fuß | 8 | 8 von 30 | 26,7 % |
| Fahrrad | 10 | 10 von 30 | 33,3 % |
| Bus | 7 | 7 von 30 | 23,3 % |
| Auto | 5 | 5 von 30 | 16,7 % |
| Summe | 30 | 30 von 30 | 100 % |
Die absolute Häufigkeit gibt an, wie oft eine Antwort vorkommt. Die relative Häufigkeit gibt den Anteil an allen gültigen Antworten an. Der Prozentwert macht die Anteile leichter vergleichbar. Die Grundformel lautet: relative Häufigkeit = absolute Häufigkeit geteilt durch Stichprobenumfang.
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Diagramme auswählen
Diagramme helfen, Ergebnisse schnell zu erfassen. Sie ersetzen aber keine sorgfältige Auswertung. Ein Diagramm muss eine Überschrift, beschriftete Achsen oder eine Legende und eine erkennbare Einheit haben. Die Darstellung darf nicht täuschen.

Ein Balkendiagramm eignet sich gut für Kategorien wie Verkehrsmittel, Lieblingsfach oder Zustimmungskategorien. Ein Kreisdiagramm kann Anteile eines Ganzen zeigen, ist aber bei vielen Kategorien schwer zu lesen. Ein Liniendiagramm eignet sich besonders für Entwicklungen über die Zeit. Ein Boxplot ist nützlich, wenn metrische Daten wie Zeiten oder Punktzahlen verglichen werden.
Diagramme kritisch prüfen
Ein Diagramm kann Ergebnisse übertreiben, wenn die Achse abgeschnitten ist, wenn Prozentwerte ohne Grundgesamtheit gezeigt werden oder wenn sehr kleine Unterschiede groß dargestellt werden. Prüfe deshalb immer, ob die Skala vollständig, die Beschriftung klar und die Darstellung zur Datenart passend ist.
Kennwerte in der Umfrageauswertung
Bei manchen Umfragen reichen Häufigkeiten aus. Wenn Du Zahlenwerte erhebst, können zusätzlich Mittelwert, Median, Minimum, Maximum und Spannweite hilfreich sein. Der Mittelwert ist die Summe aller Werte geteilt durch die Anzahl der Werte. Der Median ist der mittlere Wert einer geordneten Datenreihe. Der Modalwert ist der Wert, der am häufigsten vorkommt.
Der Mittelwert kann durch Ausreißer stark beeinflusst werden. Wenn eine Person in einer Umfrage zur täglichen Lernzeit 300 Minuten angibt, während die meisten anderen zwischen 20 und 60 Minuten liegen, kann der Median ein passenderes Bild liefern. Deshalb solltest Du Kennwerte nicht blind berechnen, sondern passend zum Merkmal auswählen.

Skalenniveaus verstehen
Das Skalenniveau entscheidet, welche Auswertung sinnvoll ist. Bei nominalen Daten gibt es Kategorien ohne Reihenfolge, zum Beispiel Verkehrsmittel. Bei ordinalen Daten gibt es eine Reihenfolge, zum Beispiel Zufriedenheit von 1 bis 5. Bei metrischen Daten sind Abstände sinnvoll interpretierbar, zum Beispiel Minuten, Euro oder Zentimeter.
| Skalenniveau | Beispiel | passende Auswertung |
|---|---|---|
| Nominalskala | Verkehrsmittel | Häufigkeiten, Balkendiagramm, Modalwert |
| Ordinalskala | Zustimmung von niedrig bis hoch | Häufigkeiten, Median, geordnetes Balkendiagramm |
| metrische Skala | Lernzeit in Minuten | Mittelwert, Median, Spannweite, Boxplot |
Ergebnisse interpretieren
Eine gute Interpretation verbindet Daten, Forschungsfrage und Grenzen der Untersuchung. Du formulierst zuerst, was die Daten zeigen. Danach erklärst Du, was daraus vorsichtig geschlossen werden kann. Schließlich nennst Du, was offen bleibt oder wodurch die Aussage eingeschränkt ist.
Beispiel: In unserer Stichprobe von 30 Personen ist das Fahrrad mit 33,3 % das am häufigsten genannte Verkehrsmittel. Da nur eine Klasse befragt wurde, kann daraus nicht sicher geschlossen werden, dass das Fahrrad an der ganzen Schule am häufigsten genutzt wird.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität. Wenn zwei Merkmale gemeinsam auftreten, bedeutet das nicht automatisch, dass eines das andere verursacht. Wenn Lernende mit längerer Lernzeit bessere Selbsteinschätzungen angeben, kann es einen Zusammenhang geben. Die Umfrage allein beweist aber nicht, dass längere Lernzeit die Ursache ist.
Ergebnisse präsentieren
Eine Ergebnispräsentation sollte verständlich, ehrlich und übersichtlich sein. Stelle Deine Forschungsfrage an den Anfang, erkläre kurz die Methode und zeige dann die wichtigsten Ergebnisse. Nutze nicht zu viele Diagramme. Ein gutes Diagramm mit klarer Erklärung ist besser als fünf unkommentierte Bilder.
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Aufbau einer Präsentation
- Forschungsfrage: Formuliere knapp, was untersucht wurde.
- Methode: Nenne Grundgesamtheit, Stichprobe, Befragungszeitraum und Fragebogenform.
- Ergebnisse: Zeige Tabellen, Diagramme und passende Kennwerte.
- Interpretation: Erkläre die wichtigsten Muster.
- Grenzen: Nenne mögliche Verzerrungen und Unsicherheiten.
- Fazit: Beantworte die Forschungsfrage mit vorsichtiger Aussage.
Checkliste für Deine eigene Umfrage
| Bereich | Prüffrage | erledigt |
|---|---|---|
| Forschungsfrage | Ist die Frage klar, begrenzt und mit Daten beantwortbar? | |
| Zielgruppe | Ist die Grundgesamtheit benannt? | |
| Stichprobe | Ist nachvollziehbar, wer befragt wird? | |
| Fragebogen | Sind alle Fragen verständlich und neutral? | |
| Datenschutz | Werden nur notwendige Daten erhoben? | |
| Pretest | Wurde der Fragebogen vorher getestet? | |
| Auswertung | Werden Häufigkeiten und passende Kennwerte verwendet? | |
| Darstellung | Passen Tabellen und Diagramme zu den Daten? | |
| Interpretation | Werden Grenzen der Aussage genannt? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist die Grundgesamtheit einer Umfrage? (Die gesamte Gruppe, über die eine Aussage getroffen werden soll) (!Die Zahl der Antwortmöglichkeiten im Fragebogen) (!Die erste Person, die befragt wird) (!Das Diagramm am Ende der Auswertung)
Was bezeichnet die Stichprobe? (Der tatsächlich befragte Teil der Grundgesamtheit) (!Die Summe aller Prozentwerte) (!Eine zufällige Antwort im Fragebogen) (!Die Überschrift eines Diagramms)
Welche Frage ist eine geschlossene Frage? (Welches Verkehrsmittel nutzt Du meistens) (!Was denkst Du über Mobilität) (!Erzähle von Deinem Schulweg) (!Beschreibe Deine Meinung ausführlich)
Wie berechnet man die relative Häufigkeit? (Absolute Häufigkeit geteilt durch Stichprobenumfang) (!Stichprobenumfang geteilt durch Prozentwert) (!Mittelwert plus Median) (!Größter Wert minus kleinster Wert)
Wozu dient ein Pretest? (Zum Prüfen, ob der Fragebogen verständlich ist) (!Zum Löschen aller Antworten) (!Zum Ersetzen der Forschungsfrage) (!Zum Erhöhen der Prozentwerte)
Was ist eine Suggestivfrage? (Eine Frage, die eine bestimmte Antwort nahelegt) (!Eine Frage mit genau zwei Antwortmöglichkeiten) (!Eine Frage ohne Thema) (!Eine Frage mit zufälliger Auswahl)
Welches Diagramm eignet sich besonders für den Vergleich von Kategorien? (Balkendiagramm) (!Landkarte) (!Textabschnitt) (!Stammbaum)
Was beschreibt der Median? (Den mittleren Wert einer geordneten Datenreihe) (!Die Summe aller Antworten) (!Die Anzahl aller Diagramme) (!Die größte Kategorie in einem Kreisdiagramm)
Welche Aussage passt zum Datenschutz bei schulischen Umfragen? (Es sollen nur notwendige Daten erhoben werden) (!Namen müssen immer veröffentlicht werden) (!Private Daten dürfen beliebig gesammelt werden) (!Anonyme Antworten sind grundsätzlich verboten)
Wann ist eine Stichprobe besonders aussagekräftig? (Wenn sie die Grundgesamtheit möglichst gut abbildet) (!Wenn nur Freundinnen und Freunde befragt werden) (!Wenn nur eine Person antwortet) (!Wenn die Antworten vorher festgelegt werden)
Memory
| Grundgesamtheit | Alle Personen, über die eine Aussage getroffen werden soll |
| Stichprobe | Befragter Teil der Zielgruppe |
| Fragebogen | Werkzeug zur Datenerhebung |
| Absolute Häufigkeit | Anzahl der Nennungen |
| Relative Häufigkeit | Anteil an allen gültigen Antworten |
| Balkendiagramm | Vergleich von Kategorien |
| Median | Mittlerer Wert einer geordneten Datenreihe |
| Bias | Systematische Verzerrung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Forschungsfrage | Start der Untersuchung |
| Grundgesamtheit | Gruppe, über die Aussagen entstehen |
| Stichprobe | Ausgewählte Befragte |
| Fragebogen | Geplante Fragen und Antwortformate |
| Datenerhebung | Antworten sammeln |
| Auswertung | Häufigkeiten und Diagramme erstellen |
| Interpretation | Ergebnisse begründen und Grenzen nennen |
...
Kreuzworträtsel
| Stichprobe | Wie nennt man den tatsächlich befragten Teil einer Grundgesamtheit? |
| Fragebogen | Welches Werkzeug enthält die geplanten Fragen einer Umfrage? |
| Median | Welcher Kennwert liegt in der Mitte einer geordneten Datenreihe? |
| Modus | Wie heißt der Wert, der am häufigsten vorkommt? |
| Diagramm | Wie nennt man eine grafische Darstellung von Daten? |
| Datenschutz | Welcher Schutz ist bei personenbezogenen Daten besonders wichtig? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Forschungsfrage: Formuliere drei mögliche Forschungsfragen für eine kurze Klassenumfrage und markiere die Frage, die am besten mit Daten beantwortbar ist.
- Fragebogen: Schreibe fünf neutrale Fragen zu einem Alltagsthema und gib jeweils passende Antwortmöglichkeiten an.
- Häufigkeitstabelle: Befrage zehn Personen zu einem einfachen Merkmal und erstelle eine Tabelle mit absoluten Häufigkeiten.
- Diagramm: Zeichne aus einer kleinen Häufigkeitstabelle ein sauberes Balkendiagramm mit Überschrift und Achsenbeschriftung.
Standard
- Pretest: Teste Deinen Fragebogen mit zwei Personen, sammle Rückmeldungen und verbessere anschließend mindestens drei Formulierungen.
- Stichprobe: Plane eine Stichprobe für eine Schulumfrage und begründe, warum sie zur Forschungsfrage passt.
- relative Häufigkeit: Berechne aus Deinen Umfragedaten Prozentwerte und erkläre, warum die Summe ungefähr 100 Prozent ergeben sollte.
- Interpretation: Schreibe ein kurzes Fazit zu Deinen Ergebnissen und nenne mindestens zwei Grenzen Deiner Untersuchung.
Schwer
- Verzerrung: Untersuche Deinen Fragebogen auf mögliche Suggestivfragen, Auswahlverzerrungen und unklare Kategorien.
- Kreuztabelle: Vergleiche zwei Merkmale aus Deiner Umfrage in einer Kreuztabelle und beschreibe ein mögliches Muster.
- Präsentation: Erstelle eine dreiminütige Ergebnispräsentation mit Forschungsfrage, Methode, Diagramm, Interpretation und Grenzen.
- Reflexion: Überarbeite Deine Umfrage so, dass sie bei einer größeren Zielgruppe fairer und aussagekräftiger durchgeführt werden könnte.


Lernkontrolle
- Umfrageplanung: Du möchtest herausfinden, wie zufrieden die Schule mit der Pausenregelung ist. Entwickle eine Forschungsfrage, bestimme die Grundgesamtheit und begründe eine passende Stichprobe.
- Fragequalität: Analysiere einen kurzen Fragebogen mit drei problematischen Fragen und verbessere jede Frage so, dass sie neutraler und eindeutiger wird.
- Datenauswertung: Erstelle aus einem Datensatz mit mindestens 25 Antworten eine Häufigkeitstabelle, berechne relative Häufigkeiten und wähle ein passendes Diagramm aus.
- Diagrammkritik: Vergleiche zwei Darstellungen derselben Umfragedaten und erkläre, welche Darstellung fairer ist und warum.
- Interpretation: Formuliere zu einem Umfrageergebnis ein Fazit, das die Forschungsfrage beantwortet, aber keine unzulässige Verallgemeinerung enthält.
- Methodenreflexion: Beurteile, welche Verzerrungen bei einer freiwilligen Online-Umfrage auftreten können, und schlage konkrete Verbesserungen vor.
Lernnachweis
Für einen überzeugenden Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du eine Umfrage nicht nur durchführen, sondern auch methodisch begründen kannst.
- Forschungsfrage: Die Forschungsfrage ist klar, begrenzt und mit einer Umfrage beantwortbar.
- Grundgesamtheit: Die Zielgruppe wird nachvollziehbar beschrieben.
- Stichprobe: Die Auswahl der Befragten wird begründet und kritisch reflektiert.
- Fragebogen: Die Fragen sind verständlich, neutral und passend zur Forschungsfrage.
- Datenschutz: Es werden nur notwendige Daten erhoben und die Teilnahme wird fair erklärt.
- Auswertung: Häufigkeiten, Prozentwerte und passende Kennwerte werden korrekt verwendet.
- Diagramm: Die Darstellung ist übersichtlich, beschriftet und nicht irreführend.
- Interpretation: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und nennt Grenzen der Aussage.
- Reflexion: Mögliche Verzerrungen und Verbesserungen werden erkannt.
OERs zum Thema
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