Zum Inhalt springen

Bob Dylan und die Folk Szene

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 3. Juli 2026, 12:00 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)



Bob Dylan und die Folk Szene



Einleitung

Bob Dylan und die Folk Szene ist ein Thema, das Musikgeschichte, Kulturgeschichte, Literatur, Politik und Medienbildung miteinander verbindet. Du lernst, wie ein junger Musiker aus Minnesota Anfang der 1960er-Jahre in der Greenwich-Village-Szene von New York City auftauchte, traditionelle Folkmusik aufgriff, sie mit eigenen Texten erneuerte und damit zu einer prägenden Figur der modernen Popmusik wurde. Zugleich untersuchst Du, warum Protestsongs in der Bürgerrechtsbewegung und in der Antikriegsbewegung der 1960er-Jahre eine besondere Rolle spielten.

Dieser aiMOOC führt Dich in die musikalische, gesellschaftliche und literarische Bedeutung von Bob Dylan ein. Dabei geht es nicht nur um einzelne Lieder oder biografische Daten, sondern vor allem um größere Zusammenhänge: Wie entsteht eine Szene? Wie werden alte Traditionen neu gedeutet? Warum kann ein einfacher Song mit Gitarre, Harmonika und Stimme politische Wirkung entfalten? Und weshalb wurde Dylans Schritt vom akustischen Folk zum elektrischen Folk-Rock als kultureller Wendepunkt wahrgenommen?


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie Bob Dylan mit der amerikanischen Folk-Revival-Bewegung verbunden war. Du kannst wichtige Personen der Folk Szene wie Woody Guthrie, Pete Seeger, Joan Baez, Odetta, Phil Ochs und Dave Van Ronk einordnen. Du untersuchst, wie Protestlieder gesellschaftliche Konflikte sichtbar machen, und erkennst, dass Dylans Werk zwischen Tradition, Innovation, Lyrik, Performance und Popkultur steht. Außerdem lernst Du, historische Quellen, Medienbilder, Songtitel, Konzertauftritte und Rezeptionsdebatten kritisch zu deuten.


Historischer Hintergrund: Die Folk Szene in den USA

Die amerikanische Folk Szene der 1950er- und frühen 1960er-Jahre war keine einheitliche Bewegung, sondern ein Netzwerk aus Musikerinnen, Musikern, Clubs, Festivals, Plattenlabels, Zeitschriften, politischen Gruppen und studentischen Milieus. Besonders wichtig war Greenwich Village in New York City. In kleinen Cafés, Kellerlokalen und Clubs traten junge Künstlerinnen und Künstler auf, tauschten Lieder aus, sangen traditionelle Balladen, Bluesstücke, Spirituals, Gewerkschaftslieder und neue politische Songs.

Folk galt vielen Beteiligten als Gegenentwurf zur kommerziellen Unterhaltungsmusik. Die Musik sollte direkt, verständlich und gemeinschaftlich sein. Typisch waren Akustikgitarre, Banjo, Harmonika, mehrstimmiger Gesang, einfache Begleitmuster und Texte, die soziale Erfahrungen ausdrückten. Die Szene knüpfte an ältere Traditionen an: Blues, Country, Gospel, Spiritual, Ballade, Gewerkschaftslied und Lieder aus ländlichen Regionen der USA. Gleichzeitig war sie modern, weil sie aktuelle Themen wie Rassismus, Armut, Arbeitslosigkeit, Krieg, Frieden, Meinungsfreiheit und Bürgerrechte aufgriff.


Folk Revival

Mit Folk Revival bezeichnet man die Wiederentdeckung, Sammlung, Aufführung und Neuinterpretation traditioneller Musik. In den USA gewann diese Bewegung besonders nach dem Zweiten Weltkrieg an Bedeutung. Musikerinnen und Musiker wie Pete Seeger, Woody Guthrie, Lead Belly, Odetta und später Joan Baez machten ältere Lieder wieder populär und verbanden sie mit neuen sozialen Anliegen.

Datei:Woody Guthrie NYWTS.jpg

Woody Guthrie war für Bob Dylan besonders prägend. Guthrie verkörperte das Bild des wandernden Sängers, der von einfachen Menschen, Arbeit, Not, Ungerechtigkeit und Hoffnung erzählt. Dylan übernahm nicht einfach Guthries Stil, sondern lernte an ihm, dass ein Song zugleich erzählerisch, politisch, poetisch und persönlich sein kann.


Greenwich Village als kultureller Raum

Greenwich Village war Anfang der 1960er-Jahre ein Zentrum für Folk, Beat-Literatur, Jazz, politische Debatten und alternative Lebensstile. Dort trafen sich Studierende, Intellektuelle, Aktivistinnen und Aktivisten, Künstlerinnen und Künstler. Wer in dieser Szene auftrat, musste nicht nur gut singen oder spielen können. Wichtig war auch, glaubwürdig zu wirken, ein Repertoire zu kennen, Geschichten zu Liedern erzählen zu können und mit dem Publikum in einen Dialog zu treten.

Für Bob Dylan war das Village eine Lernwerkstatt. Er hörte anderen zu, übernahm traditionelle Songs, veränderte Texte, entwickelte seine Stimme, beobachtete Bühnenwirkungen und lernte, wie man sich als Künstlerfigur inszeniert. Dabei entstand ein Spannungsverhältnis, das sein Werk lange prägen sollte: Dylan wollte Teil einer Tradition sein, aber nicht auf eine feste Rolle festgelegt werden.


Bob Dylan: Biografische Stationen

Bob Dylan wurde 1941 als Robert Allen Zimmerman in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota geboren und wuchs in Hibbing auf. Schon als Jugendlicher interessierte er sich für Rock ’n’ Roll, Blues, Country und Folk. 1961 kam er nach New York City, suchte die Nähe zu Woody Guthrie und trat in der dortigen Folk Szene auf. Bald wurde er durch seine ungewöhnliche Stimme, seine intensive Vortragsweise und seine wachsende Fähigkeit zum Songwriting bekannt.


Frühe Alben und Durchbruch

Dylans erstes Album Bob Dylan erschien 1962 und enthielt überwiegend traditionelle Lieder. Sein zweites Album The Freewheelin’ Bob Dylan von 1963 zeigte deutlicher den eigenen Songwriter: gesellschaftskritisch, poetisch, ironisch, erzählerisch und offen für Mehrdeutigkeit. Lieder wie Blowin’ in the Wind, A Hard Rain’s a-Gonna Fall und Masters of War wurden mit politischen Debatten der Zeit verbunden. Wichtig ist dabei: Dylan war nicht nur ein politischer Kommentator. Seine Texte arbeiteten mit Bildern, Rollen, Fragen, biblischen Anspielungen, literarischen Formen und bewusst offenen Bedeutungen.


Dylan als Projektionsfläche

In der öffentlichen Wahrnehmung wurde Bob Dylan häufig als Stimme einer Generation bezeichnet. Diese Zuschreibung ist wichtig, aber problematisch. Sie zeigt, wie stark seine Songs auf junge Menschen wirkten, die sich mit Bürgerrechtsbewegung, Frieden, Sozialkritik und kulturellem Wandel beschäftigten. Zugleich engt sie Dylan ein, denn er selbst entzog sich immer wieder festen Erwartungen. Gerade diese Spannung zwischen Erwartung und Verweigerung macht seine Rolle in der Folk Szene so interessant.


Protest, Bürgerrechte und politische Songs

Die Folk Szene war eng mit sozialen Bewegungen verbunden. Auf Demonstrationen, in Universitäten, Kirchen, Gewerkschaftshäusern und Festivals wurden Songs gemeinsam gesungen. Musik half, Gemeinschaft herzustellen, Mut zu machen, komplexe Konflikte emotional erfahrbar zu machen und politische Botschaften zu verbreiten.

Joan Baez und Bob Dylan traten 1963 beim Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit auf. Diese Verbindung von Musik und Bürgerrechtsbewegung zeigt, dass Folk nicht nur Unterhaltung war. Songs konnten Teil öffentlicher politischer Kommunikation werden. Sie waren leicht transportierbar, konnten von Gruppen gesungen werden und verbanden persönliche Erfahrung mit gesellschaftlicher Forderung.


Was ist ein Protestsong?

Ein Protestsong ist kein einfacher politischer Werbetext. Er kann anklagen, fragen, erzählen, trauern, warnen oder Hoffnung ausdrücken. Viele starke Protestsongs vermeiden eindeutige Parolen und arbeiten stattdessen mit Bildern, Situationen und wiederkehrenden Fragen. Dadurch werden Hörerinnen und Hörer nicht nur informiert, sondern zum Nachdenken angeregt. Bei Bob Dylan ist diese Offenheit besonders wichtig: Seine frühen Songs wurden oft politisch verstanden, sind aber zugleich literarisch vieldeutig.

Datei:We Shall Overcome - Seeger Version (1961).png


Musikalische Merkmale

Dylans frühe Musik knüpft an Folk, Blues, Country und Gospel an. Typisch sind einfache harmonische Strukturen, Strophenformen, erzählende Texte und eine starke Betonung der Stimme. Die Harmonika wurde zu einem wiedererkennbaren Teil seines Klangs. Seine Stimme entsprach nicht dem Ideal glatter Popstimmen. Gerade die rau wirkende, sprechnahe und flexible Vortragsweise machte seine Songs glaubwürdig und unverwechselbar.


Text und Performance

Bei Bob Dylan ist ein Song nicht nur ein gedruckter Text. Bedeutung entsteht durch Stimme, Rhythmus, Phrasierung, Aussprache, Pausen, Betonungen und Bühnenpräsenz. Ein und derselbe Song kann je nach Aufnahme oder Konzert anders wirken. Für die Analyse ist deshalb wichtig, zwischen Songtext, Komposition, Arrangement, Aufnahme und Live-Performance zu unterscheiden.


Tradition und Originalität

In der Folk Szene war es üblich, ältere Melodien, Motive und Erzählmuster aufzugreifen. Originalität bedeutete nicht immer, etwas völlig Neues zu erfinden. Oft bestand sie darin, vorhandene Formen neu zu kombinieren, alte Stoffe auf aktuelle Konflikte zu beziehen oder bekannte Klangmuster mit einer neuen Stimme zu versehen. Dylan nutzte diese Praxis intensiv. Er lernte aus der Tradition und überschritt sie zugleich.


Newport 1965: Der elektrische Bruch

Ein Schlüsselmoment der Musikgeschichte war Dylans Auftritt beim Newport Folk Festival am 25. Juli 1965. Er trat mit elektrischer Verstärkung und Band auf. Ein Teil des Publikums reagierte ablehnend, andere reagierten begeistert oder verwirrt. Die Gründe für die Kontroverse werden bis heute diskutiert: Manche sahen darin einen Verrat an der akustischen Folk-Tradition, andere kritisierten den Klang oder die Kürze des Auftritts. In jedem Fall wurde der Auftritt zu einem Symbol für den Übergang vom Folk zum Folk-Rock.

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=Uo_oEOW0KBQ |500|center}}

Die Bedeutung dieses Moments liegt nicht darin, dass elektrische Instrumente völlig neu gewesen wären. Neu war die symbolische Wirkung: Ein Künstler, der mit Protestsongs und akustischem Folk verbunden wurde, verweigerte die Erwartung, dauerhaft dieselbe Rolle zu spielen. Damit wurde deutlich, dass musikalische Szenen nicht stabil bleiben. Sie verändern sich durch technische Möglichkeiten, Publikumserwartungen, Marktbedingungen, persönliche Entwicklung und künstlerische Experimente.


Folk-Rock und Popkultur

Nach 1965 wurde Folk-Rock zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Popmusik. Elektrische Gitarren, Rockrhythmen und poetische Texte verbanden sich. Dylans Alben der mittleren 1960er-Jahre trugen dazu bei, dass Songtexte in der Popmusik stärker als literarische und kulturell bedeutsame Ausdrucksform wahrgenommen wurden. Auch Gruppen und Künstler wie The Byrds, The Beatles, Simon & Garfunkel und viele andere wurden durch die Verbindung von Songwriting, Folk und Rock beeinflusst.


Literatur, Nobelpreis und kulturelles Erbe

2016 erhielt Bob Dylan den Nobelpreis für Literatur. Damit wurde die literarische Qualität von Songtexten besonders sichtbar diskutiert. Die Entscheidung löste Zustimmung, Überraschung und Kritik aus. Für den Unterricht ist diese Debatte sehr geeignet, weil sie Grundfragen berührt: Können Songtexte Literatur sein? Muss Literatur gedruckt sein? Welche Rolle spielt die Aufführung? Wie verändert sich ein Text, wenn er gesungen wird?

{{#ev:youtube| https://www.youtube.com/watch?v=6TlcPRlau2Q |500|center}}

Dylans Werk zeigt, dass moderne Kulturformen nicht sauber voneinander getrennt sind. Literatur, Musik, Theater, Performance, Politik und Medien greifen ineinander. Ein Song kann zugleich Gedicht, Erzählung, Klangereignis, historisches Dokument und persönlicher Ausdruck sein.


Zentrale Begriffe

  1. Folk: Musiktradition, die mündliche Überlieferung, einfache Begleitung, erzählende Texte und gemeinschaftliches Singen betont.
  2. Folk Revival: Wiederentdeckung und Neuinterpretation traditioneller Folk-Musik im 20. Jahrhundert.
  3. Protestsong: Lied, das gesellschaftliche Missstände, politische Konflikte oder Forderungen nach Veränderung thematisiert.
  4. Greenwich Village: Stadtviertel in New York, das Anfang der 1960er-Jahre ein Zentrum der Folk Szene war.
  5. Newport Folk Festival: Bedeutendes Folk-Festival, das für Dylans elektrische Wende 1965 berühmt wurde.
  6. Folk-Rock: Verbindung von Folk-Songwriting mit elektrischen Instrumenten und Rockelementen.
  7. Songwriting: Komposition und Textgestaltung von Liedern.
  8. Performance: Aufführungspraxis, bei der Stimme, Körper, Instrument, Publikum und Situation gemeinsam Bedeutung erzeugen.
  9. Bürgerrechtsbewegung: Soziale Bewegung gegen rassistische Diskriminierung und für gleiche Rechte.
  10. Rezeption: Art und Weise, wie ein Werk von Publikum, Kritik und Gesellschaft aufgenommen und gedeutet wird.


Didaktische Hinweise

Dieser aiMOOC eignet sich für Musikunterricht, Englischunterricht, Deutschunterricht, Geschichtsunterricht, Politische Bildung und fächerübergreifende Projekte. Im Musikunterricht können Klang, Form, Stimme, Instrumentierung und Genrewechsel untersucht werden. Im Englischunterricht stehen Sprache, Bildlichkeit, kultureller Kontext und Übersetzungsfragen im Mittelpunkt. In Geschichte und Politische Bildung können die Bürgerrechtsbewegung, die Antikriegsbewegung und die Rolle von Medien analysiert werden. Im Deutschunterricht bietet sich die Debatte über Lyrik, Literaturbegriff und Interpretation an.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

In welcher Musikszene wurde Bob Dylan Anfang der 1960er-Jahre besonders bekannt? (Folk Szene) (!Disco Szene) (!Punk Szene) (!Techno Szene)




Welche Stadt war für Dylans frühen Durchbruch in der Folk Szene besonders wichtig? (New York City) (!Los Angeles) (!Nashville) (!Chicago)




Welches Stadtviertel gilt als wichtiges Zentrum der frühen 1960er-Folk-Szene? (Greenwich Village) (!Harlem) (!Brooklyn Heights) (!Wall Street)




Welcher ältere Folk-Sänger beeinflusste Bob Dylan besonders stark? (Woody Guthrie) (!Elvis Presley) (!Frank Sinatra) (!Louis Armstrong)




Welche Sängerin trat häufig im Zusammenhang mit Dylan und der Bürgerrechtsbewegung auf? (Joan Baez) (!Madonna) (!Billie Holiday) (!Janis Joplin)




Wofür steht das Newport Folk Festival 1965 in Dylans Karriere besonders? (Für den Wechsel zu elektrischen Instrumenten) (!Für sein erstes Klavierkonzert) (!Für seine Opernpremiere) (!Für seinen Abschied von Musik)




Was ist ein Protestsong? (Ein Lied mit gesellschaftskritischem Anliegen) (!Ein Lied ohne Text) (!Ein rein instrumentales Tanzstück) (!Ein Werbejingle)




Welche Instrumentenkombination ist für Dylans frühe Folk-Auftritte besonders typisch? (Akustikgitarre und Harmonika) (!Synthesizer und Drumcomputer) (!Tuba und Pauke) (!Cembalo und Harfe)




Welche Auszeichnung erhielt Bob Dylan 2016? (Nobelpreis für Literatur) (!Friedensnobelpreis) (!Oscar für Regie) (!Pulitzerpreis für Architektur)




Warum ist Bob Dylan für die Popmusikgeschichte besonders wichtig? (Weil er Songtexte als poetische Ausdrucksform stärkte) (!Weil er die elektrische Gitarre erfand) (!Weil er ausschließlich Opern schrieb) (!Weil er nie auf Bühnen auftrat)





Memory

Bob Dylan Singer-Songwriter
Woody Guthrie Vorbild
Joan Baez Bürgerrechtsbewegung
Greenwich Village Folk-Zentrum
Newport 1965 Elektrische Wende
Harmonika Klangmerkmal
Protestsong Sozialkritik
Folk-Rock Genreverbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Woody Guthrie Einfluss und Vorbild
Greenwich Village Szene und Auftrittsorte
Joan Baez Bürgerrechtsbewegung und Duette
Newport Folk Festival Kontroverse um elektrische Instrumente
Nobelpreis Anerkennung der Songtexte als Literatur






Kreuzworträtsel

Guthrie Welcher Folk-Sänger war ein wichtiges Vorbild für Dylan?
Newport Welches Festival wurde 1965 zum Symbol für Dylans elektrische Wende?
Baez Welche Sängerin war eng mit Bürgerrechtsbewegung und Folk verbunden?
Harmonika Welches kleine Blasinstrument prägte Dylans frühen Klang?
Greenwich Welcher erste Teil des New Yorker Szeneviertels gehört zum Namen Greenwich Village?
Folkrock Wie heißt die Verbindung von Folk und Rock?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Bob Dylan wurde in der frühen Musikszene von

bekannt. Ein wichtiges Vorbild für ihn war der Folk-Sänger

. In vielen frühen Songs verband Dylan traditionelle Musikformen mit

. Die Folk Szene war eng mit der amerikanischen

verbunden. Beim Newport Folk Festival 1965 trat Dylan mit

Instrumenten auf. Dieser Auftritt wurde zu einem Symbol für den Übergang vom Folk zum

. Dylans Texte gelten als besonders bedeutsam, weil sie politische Themen mit

verbinden. Im Jahr 2016 erhielt Dylan den

für Literatur.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Steckbrief: Erstelle einen übersichtlichen Steckbrief zu Bob Dylan mit Herkunft, musikalischen Einflüssen, wichtigen Stationen und einem kurzen Fazit.
  2. Folk-Instrumente: Recherchiere typische Instrumente der Folkmusik und gestalte ein beschriftetes Bild oder Plakat.
  3. Songtitel-Analyse: Wähle drei bekannte Songtitel von Bob Dylan aus und formuliere Vermutungen, welche Themen darin angesprochen werden könnten.
  4. Hörprotokoll: Höre einen frühen Dylan-Song und beschreibe Stimme, Tempo, Instrumente, Stimmung und Wirkung ohne Liedtextzitat.


Standard

  1. Greenwich Village: Erstelle eine digitale Karte oder Präsentation zu Orten der New Yorker Folk Szene Anfang der 1960er-Jahre.
  2. Protestsong: Schreibe einen eigenen kurzen Protestsong oder Sprechtext zu einem heutigen Thema, ohne fremde Melodien oder fremde Textzeilen zu übernehmen.
  3. Vergleichsanalyse: Vergleiche einen frühen akustischen Dylan-Song mit einem elektrischen Song der mittleren 1960er-Jahre hinsichtlich Klang, Wirkung und Publikumserwartung.
  4. Bürgerrechtsbewegung: Erkläre in einem kurzen Vortrag, warum Musik für Demonstrationen und soziale Bewegungen wichtig sein kann.


Schwer

  1. Literaturbegriff: Diskutiere in einem Essay, ob Songtexte als Literatur gelten können, und nutze Bob Dylan als Beispiel.
  2. Newport 1965: Entwickle eine historische Reportage aus Sicht einer Person im Publikum, die Dylans elektrischen Auftritt erlebt.
  3. Rezeption: Untersuche, warum Künstlerinnen und Künstler manchmal kritisiert werden, wenn sie ihren Stil verändern.
  4. Kulturvergleich: Vergleiche Dylans Rolle in der amerikanischen Folk Szene mit einer Protestmusiktradition aus einem anderen Land oder einer anderen Zeit.



<inputbox>

type=create break=no preload=CHAT GPT TEXT HIER EINFÜGEN default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>


Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Tradition und Innovation: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, wie Bob Dylan ältere Folk-Traditionen aufgriff und zugleich veränderte.
  2. Musik und Politik: Analysiere, warum ein Lied in einer sozialen Bewegung stärker wirken kann als eine reine Rede oder ein Flugblatt.
  3. Publikumserwartung: Beurteile, ob die ablehnenden Reaktionen auf Dylans elektrischen Auftritt in Newport verständlich waren.
  4. Songtext und Literatur: Entwickle Argumente dafür und dagegen, Songtexte als Lyrik oder Literatur zu betrachten.
  5. Künstlerrolle: Erkläre, warum die Bezeichnung Stimme einer Generation für Dylan zugleich passend und problematisch sein kann.
  6. Medienkritik: Vergleiche ein historisches Foto, eine Konzertaufnahme und einen Wikipedia-Artikel zum selben Ereignis und beschreibe, welche unterschiedlichen Informationen jedes Medium liefert.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis zu Bob Dylan und die Folk Szene solltest Du zeigen, dass Du historische Fakten, musikalische Merkmale und kulturelle Deutungen miteinander verbinden kannst. Wichtig ist nicht das Auswendiglernen einzelner Daten, sondern das Verstehen von Zusammenhängen.

  1. Sachwissen: Du kennst zentrale Stationen von Dylans früher Karriere und wichtige Personen der Folk Szene.
  2. Kontextwissen: Du kannst die Verbindung von Folk, Bürgerrechtsbewegung, Protestsong und Folk-Rock erklären.
  3. Analysekompetenz: Du beschreibst Klang, Textwirkung, Performance und Publikumserwartungen differenziert.
  4. Urteilskompetenz: Du entwickelst eine begründete Position zur Frage, ob Songtexte Literatur sein können.
  5. Medienkompetenz: Du nutzt Bilder, Videos und Texte kritisch und beachtest Urheberrecht sowie Quellenlage.
  6. Gestaltungskompetenz: Du erstellst ein eigenes Lernprodukt, zum Beispiel Essay, Podcast, Plakat, Vortrag, Songtext, Videoanalyse oder digitale Ausstellung.




OERs zum Thema



Links


Zusammenfassung

Bob Dylan wurde Anfang der 1960er-Jahre in der Folk Szene von Greenwich Village bekannt. Er verband traditionelle amerikanische Musikformen mit poetischen, politischen und persönlichen Texten. Seine frühen Songs wurden mit Bürgerrechtsbewegung, Protestkultur und gesellschaftlichem Wandel verbunden. Gleichzeitig widersetzte sich Dylan festen Erwartungen und veränderte seinen Stil. Der elektrische Auftritt beim Newport Folk Festival 1965 wurde zum Symbol für den Übergang vom akustischen Folk zum Folk-Rock. Seine spätere Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Literatur zeigt, dass Songtexte als bedeutsame Form literarischen Ausdrucks verstanden werden können. Dylans Bedeutung liegt deshalb nicht nur in einzelnen Liedern, sondern in der Verbindung von Tradition, Innovation, Performance, Poesie und Popkultur.


aiMOOC-Projekte





Schulfach+

Prüfungsliteratur 2026
Bundesland Bücher Kurzbeschreibung
Baden-Württemberg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Mittlere Reife

  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
  2. Ein Schatten wie ein Leopard - Myron Levoy oder Pampa Blues - Rolf Lappert

Abitur Dorfrichter-Komödie über Wahrheit/Schuld; Roman über einen Ort und deutsche Geschichte. Mittlere Reife Wahllektüren (Roadtrip-Vater-Sohn / Jugendroman im NS-Kontext / Coming-of-age / Provinzroman).

Bayern

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Lustspiel über Machtmissbrauch und Recht; Roman als Zeitschnitt deutscher Geschichte an einem Haus/Grundstück.

Berlin/Brandenburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Der Biberpelz - Gerhart Hauptmann
  4. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Gerichtskomödie; soziales Drama um Ausbeutung/Armut; Komödie/Satire um Diebstahl und Obrigkeit; Roman über Erinnerungsräume und Umbrüche.

Bremen

Abitur

  1. Nach Mitternacht - Irmgard Keun
  2. Mario und der Zauberer - Thomas Mann
  3. Emilia Galotti - Gotthold Ephraim Lessing oder Miss Sara Sampson - Gotthold Ephraim Lessing

Abitur Roman in der NS-Zeit (Alltag, Anpassung, Angst); Novelle über Verführung/Massenpsychologie; bürgerliche Trauerspiele (Moral, Macht, Stand).

Hamburg

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun

Abitur Justiz-/Machtkritik als Komödie; Großstadtroman der Weimarer Zeit (Rollenbilder, Aufstiegsträume, soziale Realität).

Hessen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  4. Der Prozess - Franz Kafka

Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

Niedersachsen

Abitur

  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Komödie über Wahrheit und Autorität; Roman als literarische „Geschichtsschichtung“ an einem Ort.

Saarland

Abitur

  1. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
  3. Bahnwärter Thiel - Gerhart Hauptmann

Abitur Erinnerungsroman an einem Ort; zeitgenössisches Drama über Eskalation/Populismus; naturalistische Novelle (Pflicht/Überforderung/Abgrund).

Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
  6. Der Trafikant - Robert Seethaler

Abitur Mischung aus Klassiker-Drama, sozialem Drama, realistischem Roman, epischem Theater und Gegenwarts-/Erinnerungsroman; zusätzlich Coming-of-age im historischen Kontext.

Sachsen-Anhalt

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Themenfelder)

Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

Schleswig-Holstein

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

Abitur Recht/Gerechtigkeit und historische Tiefenschichten eines Ortes – umgesetzt über Drama und Gegenwartsroman.

Thüringen

Abitur

  1. (keine fest benannte landesweite Pflichtlektüre veröffentlicht; Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool)

Abitur In der Praxis häufig Orientierung am gemeinsamen Aufgabenpool; landesweite Einzeltitel je nach Vorgabe/Handreichung nicht einheitlich ausgewiesen.

Mecklenburg-Vorpommern

Abitur

  1. (Quelle aktuell technisch nicht abrufbar; Beteiligung am gemeinsamen Aufgabenpool bekannt)

Abitur Land beteiligt sich am länderübergreifenden Aufgabenpool; konkrete, veröffentlichte Einzeltitel konnten hier nicht ausgelesen werden.

Rheinland-Pfalz

Abitur

  1. (keine landesweit einheitliche Pflichtlektüre; schulische Auswahl)

Abitur Keine landesweite Einheitsliste; Auswahl kann schul-/kursbezogen erfolgen.




aiMOOCs



aiMOOC Projekte












THE MONKEY DANCE



{{#ev:youtube | https://youtu.be/rFhZlg38Zf8?si=9KdMNZYRkRD81YTo%7C 500 | center}}

The Monkey DanceaiMOOCs

  1. Trust Me It's True: #Verschwörungstheorie #FakeNews
  2. Gregor Samsa Is You: #Kafka #Verwandlung
  3. Who Owns Who: #Musk #Geld
  4. Lump: #Trump #Manipulation
  5. Filth Like You: #Konsum #Heuchelei
  6. Your Poverty Pisses Me Off: #SozialeUngerechtigkeit #Musk
  7. Hello I'm Pump: #Trump #Kapitalismus
  8. Monkey Dance Party: #Lebensfreude
  9. God Hates You Too: #Religionsfanatiker
  10. You You You: #Klimawandel #Klimaleugner
  11. Monkey Free: #Konformität #Macht #Kontrolle
  12. Pure Blood: #Rassismus
  13. Monkey World: #Chaos #Illusion #Manipulation
  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


© The Monkey Dance on Spotify, YouTube, Amazon, MOOCit, Deezer, ...

{{#ev:youtube | https://youtu.be/Ob7etf9QuBo?si=t_NBA71bWg3Rq3LI%7C 500 | center}}



Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen

<inputbox>

type=create break=no preload=MOOCit Vorlage default= width=30 placeholder= Dein MOOC Titel buttonlabel=MOOC erstellen </inputbox>