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Informationen für eine Präsentation ordnen

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Informationen für eine Präsentation ordnen




Einleitung

Informationen für eine Präsentation zu ordnen bedeutet mehr, als Material zu sammeln und daraus Folien zu machen. Du entscheidest, welche Informationen wichtig sind, in welcher Reihenfolge sie verstanden werden können und wie Du sie so darstellst, dass Deine Zuhörenden den roten Faden erkennen. Eine gute Präsentation entsteht deshalb aus drei verbundenen Arbeitsschritten: Recherche, Strukturierung und Visualisierung.

Eine Präsentation ist eine Form der Kommunikation. Du willst ein Thema verständlich, nachvollziehbar und überzeugend vermitteln. Dafür brauchst Du eine klare Leitfrage, eine sinnvolle Gliederung, passende Beispiele und eine bewusste Auswahl von Bildern, Zahlen, Zitaten oder Grafiken. Wer Informationen nicht ordnet, verliert schnell den Überblick: Zu viele Details verdecken die Hauptaussage, unklare Reihenfolgen verwirren das Publikum und schlecht gestaltete Folien lenken vom Inhalt ab.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Informationen für eine Präsentation planst, auswählst, ordnest und prüfst. Du lernst Methoden wie Mindmap, Cluster, Storyboard, Karteikarte, Fünf-Satz-Methode und Argumentationsstruktur kennen. Außerdem trainierst Du, wie Du aus vielen Informationen eine verständliche Präsentationsdramaturgie entwickelst.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum eine klare Ordnung für Präsentationen wichtig ist. Du kannst eine Leitfrage formulieren, Informationen nach Relevanz, Verständlichkeit und Zielgruppe auswählen, eine nachvollziehbare Gliederung entwerfen und Inhalte so visualisieren, dass sie den Vortrag unterstützen. Außerdem kannst Du eine Präsentation überarbeiten, indem Du Redundanzen entfernst, Übergänge verbesserst und prüfst, ob jede Folie oder jeder Abschnitt eine erkennbare Funktion erfüllt.


Grundidee: Vom Material zum roten Faden

Viele Präsentationen beginnen mit einer Materialsammlung: Texte, Internetseiten, Bilder, Videos, Diagramme, Zitate oder eigene Notizen. Diese Sammlung ist aber noch keine Präsentation. Erst wenn Du das Material auf ein Ziel hin ordnest, entsteht ein roter Faden.

Der rote Faden ist die erkennbare Denkspur durch Deine Präsentation. Er beantwortet die Frage: Warum kommt dieser Inhalt genau an dieser Stelle? Ein guter roter Faden hilft dem Publikum, neue Informationen mit bereits Gesagtem zu verbinden. Er macht deutlich, was Einleitung, Hauptteil und Schluss leisten.


Die drei Kernfragen

Bevor Du Folien gestaltest, solltest Du drei Kernfragen beantworten:

  1. Thema: Worum geht es genau?
  2. Zielgruppe: Was weiß das Publikum bereits und was muss erklärt werden?
  3. Aussage: Was soll nach der Präsentation verstanden, behalten oder diskutiert werden?

Wenn Du diese Fragen nicht klärst, sammelst Du meist zu viel Material. Dann wird die Präsentation eher eine Informationsablage als ein verständlicher Vortrag. Gute Präsentationen reduzieren Informationen nicht, weil sie oberflächlich sind, sondern weil sie den Lernweg der Zuhörenden ernst nehmen.


Schritt 1: Thema eingrenzen

Ein Thema ist oft zu groß für eine Präsentation. Aus dem allgemeinen Thema muss eine konkrete Leitfrage werden. Die Leitfrage steuert Deine Recherche und verhindert, dass Du Dich verzettelst.

Zu weit: Klimawandel Besser: Wie verändert der Klimawandel den Alltag von Jugendlichen in Deutschland? Zu weit: Soziale Medien Besser: Wie beeinflussen soziale Medien die politische Meinungsbildung von Jugendlichen? Zu weit: Ernährung Besser: Warum ist regionale Ernährung nicht automatisch klimafreundlich?

Eine gute Leitfrage ist offen genug, damit Du etwas erklären kannst, aber eng genug, damit die Präsentation in der vorgegebenen Zeit verständlich bleibt.


Merkmale einer guten Leitfrage

Eine gute Leitfrage ist präzise, beantwortbar und für die Zielgruppe bedeutsam. Sie enthält möglichst keine fertige Antwort, sondern eröffnet einen Denkweg. Sie hilft Dir, Informationen zu bewerten: Alles, was zur Beantwortung der Leitfrage beiträgt, ist potenziell wichtig. Alles, was nur interessant, aber nicht notwendig ist, gehört eher in den Anhang, in eine Reservefolie oder wird weggelassen.


Schritt 2: Informationen sammeln

Bei der Recherche sammelst Du Informationen aus unterschiedlichen Quellen. Dazu gehören Schulbücher, Fachbücher, Lexika, seriöse Webseiten, Statistiken, Interviews, Experimente, Beobachtungen oder eigene Umfragen. Wichtig ist, dass Du nicht nur kopierst, sondern verstehst, vergleichst und auswählst.


Quellen prüfen

Nicht jede Quelle ist gleich zuverlässig. Achte auf Autorenschaft, Veröffentlichungsdatum, Herausgeber, Ziel der Veröffentlichung und Belege. Eine Werbeseite, ein privater Blog, ein wissenschaftlicher Artikel und ein Lexikonartikel haben unterschiedliche Funktionen. Für eine gute Präsentation solltest Du Informationen aus mehreren Quellen vergleichen.

Prüffragen für Quellen:

  1. Autorenschaft: Wer hat die Information erstellt?
  2. Aktualität: Wann wurde die Information veröffentlicht oder aktualisiert?
  3. Belege: Werden Daten, Quellen oder Studien genannt?
  4. Perspektive: Will die Quelle informieren, überzeugen, verkaufen oder unterhalten?
  5. Vergleich: Stimmen die Informationen mit anderen zuverlässigen Quellen überein?


Informationen notieren

Notiere Informationen nicht als lange Textblöcke, sondern in eigenen Worten. So erkennst Du schneller, ob Du den Inhalt verstanden hast. Schreibe zu jeder Notiz die Quelle, damit Du später korrekt zitieren oder nachschlagen kannst.

Karteikarten oder digitale Notizen eignen sich besonders gut, weil Du einzelne Gedanken später verschieben und neu ordnen kannst. Auf eine Karte gehört idealerweise nur ein Gedanke: ein Begriff, ein Beispiel, eine Zahl, ein Zitat oder eine Erklärung. Dadurch kannst Du Deine Präsentation wie ein Baukastensystem aufbauen.


Schritt 3: Informationen auswählen

Nach der Recherche hast Du meist mehr Material, als Du verwenden kannst. Jetzt musst Du auswählen. Eine Präsentation ist kein vollständiges Archiv, sondern eine geführte Erklärung. Die wichtigste Frage lautet: Welche Informationen braucht das Publikum, um meine Leitfrage zu verstehen?


Relevanz prüfen

Informationen sind relevant, wenn sie eine Funktion erfüllen. Sie können ein Problem erklären, einen Begriff klären, eine Behauptung belegen, ein Beispiel liefern, einen Vergleich ermöglichen oder zu einer Schlussfolgerung führen. Informationen, die keine dieser Funktionen haben, können interessant sein, aber sie machen die Präsentation oft unnötig lang.


Hauptinformationen und Nebeninformationen unterscheiden

Hauptinformationen sind unverzichtbar. Ohne sie wäre die Präsentation unverständlich oder unvollständig. Nebeninformationen ergänzen, veranschaulichen oder vertiefen den Vortrag. Sie können nützlich sein, sollten aber die Hauptaussage nicht überdecken.

Eine hilfreiche Methode ist die Drei-Stufen-Auswahl:

  1. Muss-Information: Diese Information ist nötig, damit die Leitfrage beantwortet wird.
  2. Soll-Information: Diese Information verbessert das Verständnis oder macht die Erklärung anschaulicher.
  3. Kann-Information: Diese Information ist interessant, aber für den roten Faden nicht notwendig.


Schritt 4: Informationen ordnen

Beim Ordnen bringst Du Deine Informationen in eine logische Reihenfolge. Die Reihenfolge hängt vom Thema, von der Zielgruppe und vom Ziel Deiner Präsentation ab. Es gibt nicht nur eine richtige Ordnung. Entscheidend ist, dass die Ordnung für Dein Publikum nachvollziehbar ist.


Ordnung nach Einleitung, Hauptteil und Schluss

Die klassische Grundstruktur ist besonders für Schulpräsentationen hilfreich.

  1. Einleitung: Du weckst Interesse, nennst Thema, Leitfrage und Aufbau.
  2. Hauptteil: Du erklärst die wichtigsten Inhalte in sinnvoller Reihenfolge.
  3. Schluss: Du beantwortest die Leitfrage, ziehst ein Fazit und gibst eventuell einen Ausblick.

Diese Struktur ist einfach, aber wirkungsvoll. Sie zeigt dem Publikum, wo es sich im Vortrag befindet, und hilft Dir, den Vortrag zu planen.


Chronologische Ordnung

Eine chronologische Ordnung eignet sich, wenn Entwicklungen, Ereignisse oder Prozesse im Mittelpunkt stehen. Beispiele sind historische Themen, Lebensläufe, technische Entwicklungen oder naturwissenschaftliche Abläufe. Die Gefahr besteht darin, nur Ereignisse aufzuzählen. Deshalb solltest Du zusätzlich erklären, warum einzelne Schritte wichtig sind.


Problem-Lösung-Ordnung

Die Problem-Lösung-Struktur eignet sich, wenn Du zeigen willst, wie ein Problem entsteht und welche Lösungsmöglichkeiten es gibt. Diese Ordnung ist besonders überzeugend, weil sie einen Spannungsbogen erzeugt: Das Publikum versteht zuerst die Schwierigkeit und kann dann die vorgeschlagenen Lösungen bewerten.


Vergleichende Ordnung

Eine vergleichende Ordnung stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede heraus. Sie eignet sich für Themen wie Energieformen, politische Systeme, literarische Figuren, Lernmethoden oder historische Entwicklungen. Wichtig ist, dass Du klare Vergleichskriterien festlegst. Ohne Kriterien wird ein Vergleich schnell unübersichtlich.


Ursache-Wirkung-Ordnung

Die Ursache-Wirkung-Ordnung hilft, Zusammenhänge zu erklären. Du zeigst, welche Faktoren zu einem Ergebnis führen und welche Folgen daraus entstehen. Diese Ordnung ist besonders geeignet für gesellschaftliche, biologische, geografische oder wirtschaftliche Themen.


Vom Einfachen zum Komplexen

Diese Ordnung eignet sich, wenn das Publikum wenig Vorwissen hat. Du beginnst mit grundlegenden Begriffen und arbeitest Dich Schritt für Schritt zu komplexeren Zusammenhängen vor. Dabei erklärst Du Fachbegriffe früh und verwendest Beispiele, bevor Du abstrakte Zusammenhänge darstellst.


Methoden zum Ordnen von Informationen


Mindmap

Eine Mindmap hilft Dir, Ideen und Informationen rund um ein Thema sichtbar zu machen. In die Mitte schreibst Du das Thema oder die Leitfrage. Von dort aus verzweigst Du Hauptaspekte, Unteraspekte, Beispiele und mögliche Medien. Eine Mindmap eignet sich besonders gut am Anfang, weil sie noch keine feste Reihenfolge erzwingt.

Nach dem Sammeln kannst Du die Äste Deiner Mindmap nummerieren oder farblich markieren. So entsteht aus der Ideensammlung eine erste Gliederung. Wichtig ist, dass Du die Mindmap anschließend kritisch prüfst: Welche Äste sind zentral? Welche gehören zusammen? Welche sind zu weit vom Thema entfernt?


Cluster

Ein Cluster ähnelt einer Mindmap, ist aber freier. Du notierst Begriffe, die Dir zum Thema einfallen, und gruppierst sie nach Zusammenhängen. Das Cluster eignet sich, wenn Du noch nicht weißt, welche Schwerpunkte Deine Präsentation haben soll. Aus den Gruppen können später Abschnitte entstehen.


Tabelle

Eine Tabelle eignet sich, wenn Du Informationen vergleichen oder bewerten willst. Du kannst zum Beispiel Quellen, Argumente, Beispiele oder mögliche Folien in Spalten ordnen. Tabellen machen sichtbar, wo Informationen fehlen oder wo Du zu viele Details hast.

Kategorie Leitfrage für die Auswahl Beispiel
Begriff Muss dieser Begriff erklärt werden? Definition eines zentralen Fachbegriffs
Beispiel Versteht das Publikum den Zusammenhang dadurch besser? Alltagsbeispiel oder Fallbeispiel
Zahl Belegt die Zahl eine wichtige Aussage? Statistik mit Quelle
Bild Veranschaulicht das Bild etwas, das schwer zu erklären ist? Diagramm, Karte oder Foto
Zitat Bringt das Zitat eine besondere Perspektive ein? Aussage einer Expertin oder eines Experten


Storyboard

Ein Storyboard ist eine geplante Reihenfolge von Folien oder Präsentationsabschnitten. Du zeichnest oder beschreibst jede Folie grob und notierst, welche Aussage sie haben soll. Diese Methode verhindert, dass Folien zufällig entstehen.

Ein gutes Storyboard beantwortet für jede Folie drei Fragen: Was soll das Publikum sehen? Was soll das Publikum hören? Was soll das Publikum verstehen? Wenn Du auf eine dieser Fragen keine Antwort hast, ist die Folie wahrscheinlich noch nicht klar genug.


Karteikarten-Methode

Bei der Karteikarten-Methode schreibst Du jede Information auf eine einzelne Karte. Danach legst Du die Karten auf einem Tisch aus und verschiebst sie, bis eine sinnvolle Reihenfolge entsteht. Diese Methode ist besonders hilfreich, weil Du die Struktur körperlich ausprobieren kannst. Du merkst schnell, welche Karten zusammengehören und wo Übergänge fehlen.


Fünf-Satz-Methode

Die Fünf-Satz-Methode ist eine einfache Methode, um einen kurzen Vortrag oder einen Argumentationsabschnitt zu ordnen. Sie besteht aus fünf gedanklichen Schritten: Einstieg, Ausgangslage, Begründung, Beispiel und Schlussgedanke. Die Methode zwingt Dich, auf den Punkt zu kommen und nicht zu viele Nebenwege einzubauen.


Präsentationsdramaturgie

Eine gute Präsentation ist nicht nur logisch, sondern auch dramaturgisch aufgebaut. Dramaturgie bedeutet hier: Du führst das Publikum so durch das Thema, dass Aufmerksamkeit entsteht und erhalten bleibt. Dafür brauchst Du Orientierung, Abwechslung und klare Übergänge.


Einstieg

Der Einstieg entscheidet, ob das Publikum innerlich mitgeht. Ein guter Einstieg kann eine Frage, ein Bild, ein kurzer Fall, ein überraschender Vergleich, ein Gegenstand oder ein aktueller Bezug sein. Wichtig ist, dass der Einstieg nicht nur dekorativ ist, sondern zur Leitfrage führt.


Hauptteil

Im Hauptteil erklärst Du die wichtigsten Informationen. Jeder Abschnitt sollte eine klare Funktion haben. Beginne nicht jeden Abschnitt mit neuen Details, sondern stelle zuerst den Zusammenhang her. Verwende Übergänge wie: „Nachdem wir die Ursache geklärt haben, betrachten wir nun die Folgen.“ Solche Sätze helfen dem Publikum, den Aufbau zu verstehen.


Schluss

Der Schluss ist mehr als das Ende der letzten Folie. Er bündelt die wichtigsten Erkenntnisse. Hier beantwortest Du Deine Leitfrage, formulierst ein Fazit und zeigst, warum das Thema bedeutsam ist. Ein guter Schluss bleibt im Gedächtnis, weil er den Vortrag abrundet.


Visualisierung

Visualisierung bedeutet, Informationen sichtbar zu machen. Bilder, Diagramme, Symbole, Karten oder Zeitstrahlen können helfen, komplexe Inhalte schneller zu verstehen. Sie sollen den Vortrag unterstützen und nicht ersetzen.


Folien klar gestalten

Eine Folie sollte eine Hauptaussage haben. Wenn auf einer Folie zu viele Informationen stehen, liest das Publikum, statt Dir zuzuhören. Verwende kurze Überschriften, gut lesbare Schrift, ausreichend Abstand und nur Bilder, die den Inhalt erklären. Die wichtigste Regel lautet: Eine Folie ist kein Spickzettel, sondern eine Orientierungshilfe.


Text reduzieren

Zu viel Text auf Folien wirkt schnell überladen. Schreibe keine vollständigen Vortragstexte auf die Folien. Besser sind Schlüsselbegriffe, kurze Aussagen, Diagramme oder Bilder. Den Zusammenhang erklärst Du mündlich. Dadurch bleibt die Aufmerksamkeit bei Dir und nicht nur auf der Folie.


Diagramme und Zahlen verständlich machen

Wenn Du Zahlen verwendest, musst Du sie erklären. Eine Statistik allein spricht nicht für sich. Nenne, was gemessen wurde, aus welchem Zeitraum die Daten stammen und welche Aussage Du daraus ableitest. Markiere die wichtigste Erkenntnis sprachlich: „Entscheidend ist hier nicht der genaue Wert, sondern der deutliche Unterschied zwischen den Gruppen.“


Medien sinnvoll einsetzen

Medien können eine Präsentation stark verbessern, wenn sie eine klare Funktion haben. Ein Bild kann Neugier wecken, ein Diagramm kann einen Zusammenhang zeigen, ein kurzes Video kann einen Prozess veranschaulichen. Medien sollten aber nicht eingebaut werden, nur damit die Präsentation abwechslungsreicher wirkt.

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Kriterien für gute Medienauswahl

Gute Medien sind verständlich, passend, rechtlich nutzbar und inhaltlich notwendig. Prüfe immer, ob Du das Medium erklären kannst. Ein Bild, das Du nicht einordnen kannst, schwächt Deine Präsentation. Ein Video sollte kurz sein und gezielt eingebunden werden. Wenn ein Video länger ist als nötig, zeige nur den passenden Ausschnitt oder fasse den Inhalt selbst zusammen.

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Übergänge und Moderation

Übergänge verbinden die Teile Deiner Präsentation. Ohne Übergänge wirkt ein Vortrag wie eine Sammlung einzelner Folien. Mit Übergängen entsteht ein zusammenhängender Gedankengang. Ein Übergang kann kurz sein, sollte aber erklären, warum der nächste Abschnitt folgt.

Beispiele für Übergänge:

  1. Begründung: „Damit wird deutlich, warum wir zuerst die Ursache betrachten müssen.“
  2. Vergleich: „Im Gegensatz dazu zeigt das zweite Beispiel eine andere Entwicklung.“
  3. Vertiefung: „Diese allgemeine Aussage wird verständlicher, wenn wir sie an einem Beispiel prüfen.“
  4. Zusammenfassung: „Bis hierher haben wir gesehen, dass drei Faktoren besonders wichtig sind.“
  5. Ausblick: „Daraus ergibt sich die Frage, welche Folgen diese Entwicklung hat.“


Vom Material zur fertigen Gliederung

Eine fertige Gliederung sollte nicht nur Themenüberschriften enthalten, sondern auch die Funktion jedes Abschnitts zeigen. Statt „Geschichte“, „Vorteile“, „Nachteile“ und „Fazit“ kannst Du präziser formulieren: „Wie ist das Problem entstanden?“, „Welche Chancen bietet die Entwicklung?“, „Welche Risiken müssen beachtet werden?“ und „Welche Bewertung ergibt sich daraus?“

Präsentationsphase Aufgabe Leitfrage
Einstieg Interesse wecken und Thema eingrenzen Warum ist das Thema wichtig?
Orientierung Leitfrage und Aufbau nennen Was wird untersucht?
Erklärung Grundbegriffe und Hintergrund klären Was muss man wissen, um das Thema zu verstehen?
Analyse zentrale Informationen ordnen und auswerten Welche Zusammenhänge sind entscheidend?
Bewertung Ergebnisse einordnen Was folgt aus den Informationen?
Schluss Leitfrage beantworten und Fazit ziehen Was soll im Gedächtnis bleiben?


Beispiel: Informationen ordnen

Stell Dir vor, Du sollst eine Präsentation zum Thema „Plastikmüll im Meer“ vorbereiten. Du findest Informationen über Tiere, Mikroplastik, Müllstrudel, Recycling, politische Regeln, Konsumverhalten und internationale Abkommen. Ohne Ordnung wäre das zu viel.

Eine mögliche Leitfrage lautet: „Warum ist Plastikmüll im Meer ein globales Problem und welche Maßnahmen können helfen?“ Daraus ergibt sich eine sinnvolle Reihenfolge:

  1. Einstieg: Bild eines verschmutzten Strandes oder kurze Frage an das Publikum.
  2. Problemklärung: Was ist Plastikmüll im Meer?
  3. Ursachen: Wie gelangt Plastik ins Meer?
  4. Folgen: Welche Auswirkungen hat Plastik auf Tiere, Menschen und Ökosysteme?
  5. Lösungsansätze: Was können Politik, Unternehmen und Einzelne tun?
  6. Fazit: Welche Maßnahmen sind besonders wichtig und warum?

Diese Ordnung folgt einer Problem-Lösung-Struktur. Sie ist verständlich, weil das Publikum zuerst das Problem versteht und danach Lösungen bewerten kann.


Häufige Fehler

Viele Präsentationen scheitern nicht am Thema, sondern an der Ordnung. Häufige Fehler sind zu viele Informationen, fehlende Leitfrage, unklare Übergänge, überladene Folien und ein Schluss, der nur aus „Danke fürs Zuhören“ besteht. Ebenso problematisch ist es, wenn die Reihenfolge nur der Reihenfolge der Recherchequellen folgt. Deine Präsentation sollte nicht zeigen, in welcher Reihenfolge Du gelesen hast, sondern in welcher Reihenfolge das Publikum verstehen kann.


Checkliste für Deine Präsentationsordnung

  1. Leitfrage: Ist klar, welche Frage die Präsentation beantwortet?
  2. Zielgruppe: Ist der Vortrag an das Vorwissen des Publikums angepasst?
  3. Auswahl: Sind unwichtige Informationen entfernt?
  4. Gliederung: Hat jeder Abschnitt eine erkennbare Funktion?
  5. Übergang: Wird deutlich, warum der nächste Abschnitt folgt?
  6. Visualisierung: Unterstützen Folien, Bilder und Diagramme den Inhalt?
  7. Fazit: Beantwortet der Schluss die Leitfrage?
  8. Zeitmanagement: Passt die Informationsmenge zur verfügbaren Vortragszeit?
  9. Quellenangabe: Sind verwendete Quellen nachvollziehbar dokumentiert?
  10. Probevortrag: Wurde die Präsentation laut geübt und überarbeitet?

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Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Funktion einer Leitfrage bei einer Präsentation? (Sie steuert Auswahl und Ordnung der Informationen) (!Sie ersetzt die Quellenangabe) (!Sie macht Bilder überflüssig) (!Sie verlängert den Vortrag automatisch)




Was beschreibt der rote Faden einer Präsentation? (Die nachvollziehbare Verbindung der Inhalte) (!Die Farbe der Überschriften) (!Die Anzahl der verwendeten Folien) (!Die Reihenfolge der Quellen im Internet)




Welche Information gehört am ehesten in den Hauptteil einer Präsentation? (Eine Erklärung, die zur Beantwortung der Leitfrage beiträgt) (!Ein zufälliges Detail ohne Bezug zum Thema) (!Ein Bild ohne erkennbare Funktion) (!Eine Wiederholung der Titelfolie)




Wann eignet sich eine chronologische Ordnung besonders gut? (Wenn eine Entwicklung oder ein Ablauf erklärt wird) (!Wenn nur Meinungen gesammelt werden) (!Wenn keine Reihenfolge erkennbar ist) (!Wenn das Publikum keine Orientierung bekommen soll)




Was ist ein Storyboard für eine Präsentation? (Ein Plan für die Reihenfolge und Funktion der Folien) (!Eine Liste aller Internetseiten) (!Ein automatisch erstelltes Literaturverzeichnis) (!Eine Sammlung ungeprüfter Bilder)




Warum sollten Folien nicht mit langen Textblöcken überfüllt werden? (Weil das Publikum sonst liest statt zuzuhören) (!Weil Folien keine Überschriften haben dürfen) (!Weil Bilder immer verboten sind) (!Weil Präsentationen ohne Inhalt besser wirken)




Welche Frage hilft bei der Prüfung der Relevanz einer Information? (Trägt diese Information zur Beantwortung der Leitfrage bei) (!Ist diese Information möglichst kompliziert formuliert) (!Kann diese Information ohne Quelle übernommen werden) (!Ist diese Information unabhängig vom Thema interessant)




Welche Struktur passt besonders gut zu einem Vortrag über Ursachen und Folgen? (Ursache-Wirkung-Struktur) (!Alphabetische Struktur) (!Zufallsstruktur) (!Dekorationsstruktur)




Was sollte ein guter Schluss leisten? (Er beantwortet die Leitfrage und bündelt die wichtigsten Erkenntnisse) (!Er beginnt ein völlig neues Thema) (!Er wiederholt alle Folien wortgleich) (!Er ersetzt den Hauptteil)




Welche Methode eignet sich besonders gut, um einzelne Informationen flexibel neu anzuordnen? (Karteikarten-Methode) (!Abschreiben langer Textblöcke) (!Sortieren nach Dateigröße) (!Auswendiglernen ohne Gliederung)





Memory

Leitfrage steuert Auswahl und Aufbau
Roter Faden verbindet die Inhalte nachvollziehbar
Mindmap sammelt und gruppiert Ideen
Storyboard plant Folien und Übergänge
Zielgruppe bestimmt Vorwissen und Erklärungstiefe
Fazit bündelt Ergebnis und Bewertung
Visualisierung macht Zusammenhänge sichtbar





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Leitfrage formulieren Thema eingrenzen
Quellen prüfen Informationen bewerten
Muss-Informationen bestimmen Wichtiges auswählen
Storyboard erstellen Reihenfolge planen
Übergänge formulieren Zusammenhang herstellen
Fazit ziehen Ergebnis sichern






Kreuzworträtsel

Leitfrage Welche Frage steuert den Aufbau einer Präsentation?
Recherche Wie nennt man die gezielte Suche nach Informationen?
Gliederung Wie nennt man die geordnete Struktur eines Vortrags?
Zielgruppe Für wen wird die Präsentation verständlich geplant?
Storyboard Wie nennt man den Plan für Folien und Abschnitte?
Redundanz Wie nennt man unnötige Wiederholung von Informationen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Eine gute Präsentation beginnt mit einer klaren

. Die Leitfrage hilft Dir, wichtige Informationen von unwichtigen

zu unterscheiden. Beim Recherchieren solltest Du Quellen auf Autorenschaft, Aktualität und

prüfen. Aus der Materialsammlung entsteht erst durch eine sinnvolle

ein verständlicher Vortrag. Der rote Faden verbindet die einzelnen Abschnitte zu einem nachvollziehbaren

. Eine Mindmap eignet sich besonders gut, um Ideen zunächst frei zu

. Ein Storyboard zeigt, welche Funktion jede Folie in der Präsentation

. Folien sollten nicht als vollständiger Vortragstext dienen, sondern als

. Gute Übergänge erklären, warum ein Abschnitt auf den nächsten

. Im Schluss wird die Leitfrage beantwortet und ein begründetes

gezogen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Leitfrage finden: Wähle ein Thema aus Deinem Unterricht und formuliere drei mögliche Leitfragen. Entscheide Dich für die beste Leitfrage und begründe Deine Wahl.
  2. Mindmap erstellen: Erstelle zu einem Präsentationsthema eine Mindmap mit mindestens fünf Hauptästen und passenden Unterpunkten.
  3. Informationen sortieren: Sammle zehn Informationen zu einem Thema und ordne sie in die Kategorien Muss-Information, Soll-Information und Kann-Information.
  4. Folientitel verbessern: Formuliere aus fünf allgemeinen Folientiteln präzise Aussage-Titel, die dem Publikum Orientierung geben.


Standard

  1. Quellenvergleich: Vergleiche drei Quellen zu demselben Thema und bewerte sie nach Autorenschaft, Aktualität, Belegen und Verständlichkeit.
  2. Storyboard planen: Erstelle ein Storyboard für eine fünfminütige Präsentation mit Einstieg, Hauptteil, Schluss und klaren Übergängen.
  3. Dramaturgie untersuchen: Analysiere eine Präsentation oder ein Erklärvideo und beschreibe, wie Einstieg, Aufbau, Beispiele und Schluss gestaltet sind.
  4. Visualisierung entwickeln: Entwirf zu drei schwierigen Informationen jeweils eine passende Visualisierung, zum Beispiel Diagramm, Symbol, Skizze oder Zeitstrahl.


Schwer

  1. Präsentation überarbeiten: Nimm eine vorhandene Präsentation und verbessere die Ordnung. Entferne überflüssige Informationen, ergänze Übergänge und formuliere ein stärkeres Fazit.
  2. Publikum anpassen: Erstelle zwei Gliederungen zum selben Thema, eine für eine fünfte Klasse und eine für einen Oberstufenkurs. Erkläre die Unterschiede.
  3. Argumentationsstruktur entwickeln: Plane eine Präsentation zu einer strittigen Frage. Ordne Argumente, Gegenargumente, Beispiele und Bewertung nachvollziehbar an.
  4. Feedbackrunde durchführen: Halte einen Probevortrag, sammle Rückmeldungen zur Verständlichkeit und überarbeite die Präsentation auf Grundlage des Feedbacks.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transferaufgabe Präsentationsstruktur: Du erhältst eine ungeordnete Materialsammlung zu einem Thema. Entwickle daraus eine sinnvolle Leitfrage, sortiere die Informationen und begründe Deine Reihenfolge.
  2. Zielgruppenanalyse: Erkläre, wie sich dieselbe Präsentation verändern müsste, wenn sie einmal vor Grundschülerinnen und Grundschülern und einmal vor Fachleuten gehalten wird.
  3. Quellenbewertung: Beurteile zwei widersprüchliche Quellen zu einem Thema. Entwickle Kriterien, nach denen Du entscheidest, welche Informationen Du verwendest.
  4. Folienkritik: Analysiere eine überladene Folie. Beschreibe, welche Informationen entfernt, zusammengefasst oder visualisiert werden sollten.
  5. Dramaturgieentscheidung: Wähle für ein Thema eine passende Ordnungsstruktur, zum Beispiel chronologisch, vergleichend oder Problem-Lösung, und begründe Deine Wahl.
  6. Übergänge formulieren: Schreibe passende Übergänge zwischen drei Präsentationsabschnitten und erkläre, wie sie den roten Faden stärken.
  7. Fazit entwickeln: Formuliere zu einer Präsentation ein Fazit, das nicht nur wiederholt, sondern die Leitfrage begründet beantwortet.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur einzelne Begriffe kennst, sondern eine eigene Präsentationsordnung entwickeln und begründen kannst. Ein überzeugender Lernnachweis enthält eine klare Leitfrage, eine begründete Gliederung, eine reflektierte Quellenauswahl, passende Visualisierungen, nachvollziehbare Übergänge und ein Fazit, das die Leitfrage beantwortet. Außerdem solltest Du zeigen, dass Du Deine Präsentation an eine konkrete Zielgruppe anpassen und nach Feedback verbessern kannst.

Mögliche Bestandteile des Lernnachweises:

  1. Themenklärung: Formuliere Thema, Leitfrage und Ziel der Präsentation.
  2. Materialsammlung: Dokumentiere verwendete Quellen und zentrale Informationen.
  3. Strukturplan: Lege eine Gliederung oder ein Storyboard mit Begründung vor.
  4. Medienauswahl: Erkläre, warum bestimmte Bilder, Diagramme oder Videos eingesetzt werden.
  5. Probevortrag: Halte einen kurzen Vortrag und nutze Feedback zur Überarbeitung.
  6. Reflexion: Beschreibe, welche Ordnung Du gewählt hast und warum sie für die Zielgruppe geeignet ist.




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  1. Der Markisenmann - Jan Weiler oder Als die Welt uns gehörte - Liz Kessler
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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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Berlin/Brandenburg

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Hessen

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

Nordrhein-Westfalen

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck

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  2. Furor - Lutz Hübner und Sarah Nemitz
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Sachsen (berufliches Gymnasium)

Abitur

  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
  2. Woyzeck - Georg Büchner
  3. Irrungen, Wirrungen - Theodor Fontane
  4. Der gute Mensch von Sezuan - Bertolt Brecht
  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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  14. Uh Uh Uh Poor You: #Kafka #BerichtAkademie #Doppelmoral
  15. The Monkey Dance Song: #Gesellschaftskritik
  16. Will You Be Mine: #Love
  17. Arbeitsheft
  18. And Thanks for Your Meat: #AntiFactoryFarming #AnimalRights #MeatIndustry


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