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Cybermobbing und Kettenbriefe erkennen

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Cybermobbing und Kettenbriefe erkennen



Einleitung

Cybermobbing und Kettenbriefe gehören zu den häufigsten Problemen in der digitalen Kommunikation von Kindern und Jugendlichen. Beide Phänomene können harmlos wirken, aber großen Druck auslösen: Cybermobbing verletzt Menschen über Smartphone, Messenger, soziale Medien, Gaming-Chats oder E-Mail, während Kettenbriefe oft mit Angst, Schuldgefühlen, falschen Versprechen oder Gruppendruck arbeiten. In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du Cybermobbing und Kettenbriefe erkennst, wie Du Dich und andere schützt und wie Du verantwortungsvoll handelst.

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Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing bedeutet, dass Menschen mithilfe digitaler Medien absichtlich, wiederholt oder besonders verletzend angegriffen, bloßgestellt, bedroht, ausgegrenzt oder lächerlich gemacht werden. Es kann in privaten Chats, Klassengruppen, sozialen Netzwerken, Kommentarspalten, Videoplattformen oder Online-Spielen stattfinden. Manchmal kennen sich Täterinnen, Täter und Betroffene aus der Schule oder Freizeit. Manchmal geschieht Cybermobbing auch anonym.

Cybermobbing ist besonders belastend, weil digitale Inhalte schnell weiterverbreitet werden können, weil Angriffe rund um die Uhr sichtbar bleiben können und weil Betroffene oft nicht wissen, wer alles mitliest, speichert oder weiterleitet. Ein verletzender Post kann deshalb viel länger wirken als ein einzelner Streit auf dem Schulhof.


Typische Formen von Cybermobbing

Cybermobbing kann sehr unterschiedlich aussehen. Wichtig ist nicht nur, ob eine Nachricht einmalig unfreundlich ist, sondern ob jemand gezielt verletzt, eingeschüchtert, beschämt oder sozial ausgeschlossen wird.

  1. Beleidigung: Jemand wird wiederholt beschimpft, abgewertet oder lächerlich gemacht.
  2. Bloßstellung: Peinliche Bilder, Videos, Screenshots oder private Informationen werden ohne Zustimmung geteilt.
  3. Gerüchte: Falsche Behauptungen werden verbreitet, damit andere eine Person ablehnen.
  4. Ausgrenzung: Eine Person wird absichtlich aus Gruppen ausgeschlossen oder öffentlich ignoriert.
  5. Drohung: Jemand wird eingeschüchtert, erpresst oder mit Gewalt bedroht.
  6. Identitätsdiebstahl: Ein fremdes Profil wird benutzt oder ein Fake-Profil erstellt, um einer Person zu schaden.
  7. Cyberstalking: Eine Person wird wiederholt verfolgt, kontrolliert oder unerwünscht kontaktiert.
  8. Hassrede: Eine Person oder Gruppe wird wegen Herkunft, Religion, Geschlecht, Behinderung, sexueller Orientierung oder anderer Merkmale angegriffen.


Woran erkennst Du Cybermobbing?

Nicht jede Meinungsverschiedenheit ist Cybermobbing. Ein Konflikt kann wechselseitig sein, während Cybermobbing meist durch ein Machtungleichgewicht, wiederholte Angriffe oder die gezielte Bloßstellung einer Person geprägt ist. Achte besonders auf diese Warnsignale:

  1. Wiederholung: Die Angriffe passieren mehrfach oder werden durch Weiterleiten immer wieder erneuert.
  2. Absicht: Die Handlung soll verletzen, beschämen, einschüchtern oder ausschließen.
  3. Öffentlichkeit: Andere werden einbezogen, sollen lachen, kommentieren, teilen oder Partei ergreifen.
  4. Machtungleichgewicht: Eine Gruppe stellt sich gegen eine einzelne Person oder nutzt Anonymität, Reichweite oder private Informationen aus.
  5. Kontrollverlust: Betroffene können kaum verhindern, dass Inhalte gespeichert, kopiert oder weiterverbreitet werden.
  6. Angst: Betroffene ziehen sich zurück, meiden Schule, Klassenchats oder digitale Räume.


Unterschied zwischen Streit, Spaß und Cybermobbing

Ein Streit kann entstehen, wenn zwei Personen unterschiedlicher Meinung sind. Spaß ist nur dann Spaß, wenn alle Beteiligten ihn als Spaß erleben und jederzeit widersprechen können. Cybermobbing beginnt dort, wo Grenzen missachtet werden, jemand wiederholt abgewertet wird oder andere zum Mitmachen, Liken oder Weiterleiten aufgefordert werden.

Prüffrage: Würde die betroffene Person die Situation auch lustig finden, wenn sie allein mit einer Vertrauensperson darüber spricht? Wenn die Antwort nein lautet, ist Vorsicht geboten.


Was sind Kettenbriefe?

Ein Kettenbrief ist eine Nachricht, die Dich auffordert, sie an mehrere Personen weiterzuleiten. Kettenbriefe gibt es in Messengern, sozialen Netzwerken, E-Mails und Kommentarspalten. Manche sind scheinbar freundlich, andere machen Angst oder behaupten, eine Gefahr könne nur verhindert werden, wenn Du die Nachricht sofort teilst.

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Typische Merkmale von Kettenbriefen

Kettenbriefe arbeiten häufig mit psychologischen Tricks. Sie sollen verhindern, dass Du ruhig nachdenkst. Besonders auffällig sind diese Muster:

  1. Weiterleitungsdruck: Sätze wie „Schicke das an zehn Personen weiter“ oder „Unterbrich die Kette nicht“.
  2. Drohung: Behauptungen, dass etwas Schlimmes passiert, wenn Du nicht weiterleitest.
  3. Belohnungsversprechen: Glück, Geld, Liebe, Geschenke oder besondere Vorteile werden versprochen.
  4. Zeitdruck: Die Nachricht fordert sofortiges Handeln, ohne Prüfung.
  5. Autoritätsbehauptung: Angeblich stammen Informationen von Polizei, Schule, Messenger-Dienst oder Prominenten.
  6. Emotionalisierung: Angst, Mitleid, Schuldgefühl oder Gruppenzwang werden erzeugt.
  7. Unklare Quelle: Es gibt keine überprüfbare Quelle, kein Datum oder nur vage Aussagen.
  8. Linkfalle: Ein Link führt zu einer unbekannten Website, App, Umfrage oder Gewinnspielseite.


Arten von Kettenbriefen

Kettenbriefe können verschiedene Ziele haben. Manche sollen nur Aufmerksamkeit bekommen, andere können gefährlich sein.

  1. Angst-Kettenbrief: Er droht mit Unglück, Gewalt, Geistern, Flüchen oder angeblichen Gefahren.
  2. Glücks-Kettenbrief: Er verspricht Belohnung, Liebe oder Freundschaft, wenn Du ihn teilst.
  3. Mitleids-Kettenbrief: Er nutzt traurige Geschichten, ohne überprüfbare Quelle.
  4. Falschmeldungs-Kettenbrief: Er verbreitet angebliche Warnungen, die nicht stimmen.
  5. Phishing-Kettenbrief: Er will Passwörter, Telefonnummern, Codes oder persönliche Daten abgreifen.
  6. Spam-Kettenbrief: Er verbreitet Werbung, Links oder massenhafte Nachrichten.
  7. Cybermobbing-Kettenbrief: Er macht eine Person lächerlich oder fordert dazu auf, jemanden zu meiden, zu beleidigen oder bloßzustellen.


Kettenbriefe und Cybermobbing hängen zusammen

Kettenbriefe können Cybermobbing verstärken. Wenn eine Nachricht zum Beispiel ein peinliches Bild, ein Gerücht oder eine Drohung enthält und viele sie weiterleiten, wird aus einer einzelnen Nachricht eine digitale Angriffswelle. Auch scheinbar harmlose Kettenbriefe können sozialen Druck erzeugen: Wer nicht weiterleitet, gilt plötzlich als unfreundlich, ängstlich oder ausgeschlossen.


Beispielhafte Situation

In einer Klassengruppe wird ein Screenshot geteilt: „Leitet das an alle weiter, damit jeder weiß, wie peinlich Ben ist.“ Dazu kommen Lach-Emojis und die Aufforderung, Ben aus einer Spielegruppe zu entfernen. Das ist kein Spaß und kein harmloser Kettenbrief. Hier treffen Bloßstellung, Gruppendruck, Ausgrenzung und Cybermobbing zusammen.

Richtig wäre: nicht weiterleiten, Beweise sichern, Ben unterstützen, die Nachricht melden und eine erwachsene Vertrauensperson einbeziehen.


Die STOPP-Methode

Die STOPP-Methode hilft Dir, in einer belastenden digitalen Situation handlungsfähig zu bleiben.

  1. Sichern: Mache Screenshots, speichere Datum, Uhrzeit, Nutzernamen und Links.
  2. Tief durchatmen: Antworte nicht sofort aus Angst, Wut oder Scham.
  3. Ordnen: Prüfe, ob es um Streit, Kettenbrief, Betrug, Drohung oder Cybermobbing geht.
  4. Person einbeziehen: Sprich mit einer Vertrauensperson, zum Beispiel Eltern, Lehrkraft, Schulsozialarbeit oder Beratungsstelle.
  5. Plattform melden: Melde Inhalte, blockiere Täterinnen und Täter und bitte um Löschung.


Was Du tun kannst, wenn Du betroffen bist

Wenn Du Cybermobbing erlebst oder einen bedrohlichen Kettenbrief bekommst, bist Du nicht schuld. Du musst das nicht allein lösen.

  1. Beweise sichern: Screenshots helfen, später zu zeigen, was passiert ist.
  2. Nicht zurückmobben: Gegenangriffe können die Situation verschärfen.
  3. Nicht weiterleiten: Stoppe die Verbreitung verletzender oder angstmachender Inhalte.
  4. Blockieren: Unterbrich den direkten Kontakt, wenn Dir Nachrichten schaden.
  5. Melden: Nutze Meldefunktionen in Apps, Spielen und sozialen Netzwerken.
  6. Hilfe holen: Wende Dich an Eltern, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Vertrauenslehrkräfte oder Beratungsangebote.
  7. Notfall: Bei akuter Gefahr, konkreten Gewaltandrohungen oder Erpressung solltest Du sofort eine erwachsene Vertrauensperson und gegebenenfalls die Polizei einbeziehen.


Was Du tun kannst, wenn Du zuschaust

Wer Cybermobbing sieht, ist nicht machtlos. Aus Zuschauenden können Upstander werden: Menschen, die helfen, ohne sich selbst unnötig zu gefährden.

  1. Nicht liken: Likes, Emojis und Kommentare können Cybermobbing verstärken.
  2. Nicht teilen: Jede Weiterleitung vergrößert den Schaden.
  3. Privat unterstützen: Schreibe der betroffenen Person freundlich, dass sie nicht allein ist.
  4. Gemeinsam melden: Inhalte können von mehreren Personen gemeldet werden.
  5. Erwachsene einbeziehen: Hole Hilfe, besonders wenn Drohungen, Gewalt, Erpressung oder Selbstgefährdung im Raum stehen.
  6. Klassengemeinschaft stärken: Sprich über Regeln für Klassenchats und respektvolle Kommunikation.


Rechtliche Einordnung

Cybermobbing ist in Deutschland kein einzelner eigener Straftatbestand. Einzelne Handlungen können aber strafbar sein oder zivilrechtliche Folgen haben. Dazu können Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Bedrohung, Nötigung, Nachstellung, Verletzungen des Rechts am eigenen Bild, unerlaubte Bildaufnahmen, Datenmissbrauch oder Erpressung gehören. Auch Minderjährige können Konsequenzen erleben, zum Beispiel schulische Maßnahmen, Unterlassungsansprüche, Schadensersatzforderungen oder polizeiliche Ermittlungen.

Dieser aiMOOC ersetzt keine Rechtsberatung. Für die Schule ist wichtig: Digitale Handlungen sind echte Handlungen. Ein Chat ist kein rechtsfreier Raum.


Schutz durch Medienkompetenz

Medienkompetenz bedeutet, digitale Medien bewusst, kritisch, sicher und sozial verantwortlich zu nutzen. Beim Erkennen von Cybermobbing und Kettenbriefen helfen Dir mehrere Fähigkeiten:

  1. Quellenkritik: Prüfe, wer eine Information verbreitet und ob sie belegt ist.
  2. Datenschutz: Teile keine privaten Daten, Passwörter, Codes oder intimen Bilder.
  3. Netiquette: Behandle andere online so respektvoll wie offline.
  4. Empathie: Überlege, wie eine Nachricht bei anderen ankommt.
  5. Selbstschutz: Nutze Privatsphäre-Einstellungen, sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung.
  6. Kommunikationsregeln: Vereinbare Regeln für Klassenchats, Gruppen und Online-Spiele.


Checkliste: Ist das Cybermobbing?

  1. Wird eine Person gezielt verletzt, bloßgestellt, bedroht oder ausgeschlossen?
  2. Passiert es wiederholt oder wird es durch Teilen immer wieder erneuert?
  3. Werden andere aufgefordert, mitzumachen, zu lachen oder weiterzuleiten?
  4. Hat die betroffene Person kaum Kontrolle über die Verbreitung?
  5. Gibt es Drohungen, intime Inhalte, private Informationen oder Fake-Profile?
  6. Fühlt sich die betroffene Person unsicher, beschämt oder allein?

Wenn mehrere Punkte zutreffen, solltest Du Hilfe holen und nicht allein reagieren.


Checkliste: Ist das ein gefährlicher Kettenbrief?

  1. Fordert die Nachricht Dich zum Weiterleiten auf?
  2. Wird mit Unglück, Gewalt, Ausschluss oder Schuldgefühlen gedroht?
  3. Gibt es Zeitdruck wie „sofort“ oder „innerhalb von zehn Minuten“?
  4. Fehlt eine überprüfbare Quelle?
  5. Enthält die Nachricht einen unbekannten Link?
  6. Will die Nachricht persönliche Daten, Codes, Bilder oder Geld?
  7. Macht die Nachricht Angst oder setzt Dich unter Gruppendruck?

Wenn Du unsicher bist: nicht weiterleiten, mit einer Vertrauensperson sprechen und die Quelle prüfen.


Hilfsangebote

In Deutschland gibt es verschiedene Hilfsangebote für Kinder, Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte. Dazu gehören schulische Vertrauenspersonen, Schulsozialarbeit, Jugendberatung, polizeiliche Präventionsstellen und Online-Beratungsangebote. Für Jugendliche sind besonders niedrigschwellige Angebote wichtig, bei denen man anonym sprechen oder schreiben kann.

  1. Nummer gegen Kummer: Kinder- und Jugendtelefon 116 111.
  2. JUUUPORT: Online-Beratung von Jugendlichen für Jugendliche bei Problemen im Netz.
  3. klicksafe: Informationen, Materialien und Tipps zu Cybermobbing, Kettenbriefen und sicherem Verhalten online.
  4. Polizeiliche Kriminalprävention: Informationen zu rechtlichen Folgen und Schutzmaßnahmen.
  5. Schulsozialarbeit: Unterstützung im Schulalltag, bei Konflikten und in Klassengruppen.

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Unterrichtsidee: Klassenchat-Regeln entwickeln

Eine gute Prävention beginnt, bevor etwas passiert. Entwickle mit Deiner Klasse Regeln für Messenger-Gruppen, Lernplattformen oder Gaming-Chats. Gute Regeln sind kurz, verständlich und gemeinsam beschlossen. Sie sollten erklären, was erlaubt ist, was nicht erlaubt ist und was passiert, wenn jemand Unterstützung braucht.

Mögliche Regeln sind: keine Screenshots ohne Zustimmung, keine Beleidigungen, keine Kettenbriefe, keine privaten Bilder anderer Personen, keine Ausschlüsse aus Spaß, keine Nachrichtenflut nachts, klare Meldewege und eine feste Ansprechperson.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bedeutet Cybermobbing? (Wiederholtes oder gezieltes Verletzen über digitale Medien) (!Ein einmaliger technischer Fehler im Internet) (!Das freiwillige Teilen von Lernmaterial) (!Eine sichere Methode zur Passwortverwaltung)




Welches Merkmal passt besonders zu einem Kettenbrief? (Eine Aufforderung zum Weiterleiten) (!Eine Quellenangabe mit überprüfbarem Datum) (!Eine persönliche Entschuldigung) (!Eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung)




Was solltest Du zuerst tun, wenn Du eine verletzende Nachricht über Dich erhältst? (Beweise sichern und Hilfe holen) (!Sofort beleidigend zurückschreiben) (!Die Nachricht an alle weiterleiten) (!Dein Passwort im Gruppenchat posten)




Warum können Kettenbriefe problematisch sein? (Sie erzeugen Druck und verbreiten Falschinformationen) (!Sie verbessern automatisch die Klassengemeinschaft) (!Sie sind immer von offiziellen Stellen geprüft) (!Sie löschen sich immer nach dem Lesen)




Welche Handlung hilft Betroffenen von Cybermobbing? (Unterstützen, melden und nicht weiterverbreiten) (!Mitlesen und heimlich lachen) (!Screenshots weiterleiten, damit alle Bescheid wissen) (!Die betroffene Person aus Gruppen entfernen)




Was ist ein Hoax? (Eine Falschmeldung oder erfundene Warnung) (!Ein sicheres Passwort) (!Eine offizielle Schulregel) (!Ein verschlüsseltes Lernvideo)




Welche Information solltest Du bei einem unbekannten Link besonders prüfen? (Quelle und Ziel der Nachricht) (!Die Farbe der Emojis) (!Die Anzahl der Ausrufezeichen allein) (!Ob die Nachricht lustig klingt)




Was ist ein Upstander? (Eine Person, die Betroffene unterstützt) (!Eine Person, die verletzende Inhalte teilt) (!Eine App zum automatischen Weiterleiten) (!Ein geheimer Account für Beleidigungen)




Welche Aussage zur Rechtslage in Deutschland ist richtig? (Einzelne Handlungen beim Cybermobbing können strafbar sein) (!Cybermobbing ist online immer erlaubt) (!Beleidigungen im Klassenchat haben nie Folgen) (!Bilder anderer Personen darf man immer veröffentlichen)




Was ist eine gute Regel für Klassenchats? (Keine Bilder oder Screenshots ohne Zustimmung teilen) (!Kettenbriefe müssen immer weitergeleitet werden) (!Wer nicht antwortet, darf ausgeschlossen werden) (!Private Konflikte sollen öffentlich ausgetragen werden)





Memory

Cybermobbing Wiederholtes verletzendes Handeln im Netz
Kettenbrief Nachricht mit Weiterleitungsdruck
Screenshot Beweis der digitalen Situation
Hoax Erfundene Warnung oder Falschmeldung
Blockieren Kontakt technisch unterbrechen
Melden Plattform über Regelverstoß informieren
Upstander Unterstützende Person statt Zuschauende
Netiquette Regeln für respektvolle Online-Kommunikation





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Drohung Warnsignal für gefährlichen Kettenbrief
Screenshot Beweis sichern
Blockieren Kontakt unterbrechen
Melden Plattform informieren
Nicht weiterleiten Verbreitung stoppen
Vertrauensperson Hilfe holen
Quellenprüfung Falschmeldung erkennen
Respektregel Klassenchat verbessern





Kreuzworträtsel

Cybermobbing Wie nennt man wiederholtes Verletzen über digitale Medien?
Kettenbrief Welche Nachricht fordert zum Weiterleiten an viele Personen auf?
Screenshot Was kann eine digitale Situation als Beweis sichern?
Hoax Wie heißt eine erfundene Warnung oder Falschmeldung kurz?
Phishing Wie nennt man den Versuch, Passwörter oder Daten zu stehlen?
Upstander Wie nennt man eine Person, die Betroffene aktiv unterstützt?
Netiquette Wie heißen Regeln für respektvolles Verhalten im Netz?
Zivilcourage Welche Haltung hilft, wenn andere unfair behandelt werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Wenn Menschen über digitale Medien wiederholt verletzt, bedroht oder bloßgestellt werden, spricht man von

. Eine Nachricht, die zum Weiterleiten an viele Personen auffordert, nennt man

. Besonders gefährlich sind Nachrichten, die Angst machen und keine überprüfbare

nennen. Bei verletzenden Inhalten solltest Du zuerst Beweise sichern, zum Beispiel mit einem

. Du solltest problematische Inhalte nicht weiterleiten, sondern die Verbreitung

. Eine Person, die Betroffene unterstützt, statt nur zuzuschauen, nennt man

. Respektvolle Regeln für das Verhalten im Netz heißen

. Wer unsicher ist, sollte sich an eine

wenden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Begriffe erklären: Erstelle eine Wortkarte zu den Begriffen Cybermobbing, Kettenbrief, Hoax und Screenshot. Schreibe zu jedem Begriff eine kurze Erklärung und ein Beispiel.
  2. Kettenbrief prüfen: Formuliere einen erfundenen Kettenbrief und markiere anschließend alle Warnsignale wie Weiterleitungsdruck, Drohung, Zeitdruck und unklare Quelle.
  3. STOPP-Methode: Gestalte ein Plakat zur STOPP-Methode mit fünf klaren Schritten für Deine Klasse.
  4. Netiquette: Schreibe fünf einfache Regeln für einen respektvollen Klassenchat.


Standard

  1. Fallanalyse: Analysiere eine erfundene Chat-Situation. Entscheide, ob es Streit, Kettenbrief, Cybermobbing oder Betrug ist, und begründe Deine Entscheidung.
  2. Beratungsdialog: Schreibe einen kurzen Dialog, in dem eine betroffene Person einer Vertrauensperson von Cybermobbing erzählt und gemeinsam nächste Schritte plant.
  3. Quellenkritik: Recherchiere, woran man seriöse Online-Informationen erkennt. Erstelle daraus eine Checkliste für Kettenbriefe.
  4. Klassenchat-Regeln: Entwickle mit einer Partnerin oder einem Partner einen Regelvertrag für eine Messenger-Gruppe und erkläre, wie Regelverstöße fair geklärt werden können.


Schwer

  1. Präventionskampagne: Plane eine schulweite Kampagne gegen Cybermobbing und gefährliche Kettenbriefe mit Plakat, Kurzvideo, Durchsage und Beratungsinformationen.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe eine Fallgeschichte aus drei Perspektiven: betroffene Person, zuschauende Person und verantwortliche Person. Zeige, wie sich die Situation verändern kann.
  3. Handlungsleitfaden: Erstelle einen Entscheidungsbaum für Schülerinnen und Schüler: Was tue ich bei Beleidigung, Drohung, Fake-Profil, Kettenbrief oder Phishing-Link?
  4. Medienethik: Diskutiere in einem kurzen Essay, warum digitale Verantwortung mehr bedeutet als nur das Einhalten von Gesetzen.




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Lernkontrolle

  1. Fallentscheidung: Du erhältst eine Beschreibung eines Klassenchats. Entscheide begründet, ob Cybermobbing vorliegt, und nenne drei angemessene Schritte.
  2. Transferaufgabe: Übertrage die STOPP-Methode auf eine neue Situation mit einem angstmachenden Kettenbrief in einer Sportgruppe.
  3. Rollenanalyse: Erkläre, wie sich Betroffene, Mitläuferinnen und Mitläufer, Zuschauende und Upstander in einer Cybermobbing-Situation unterscheiden.
  4. Prävention: Entwickle ein Konzept, wie eine Klasse Kettenbriefe und Cybermobbing frühzeitig erkennen und stoppen kann.
  5. Bewertung: Beurteile, warum das Weiterleiten eines Screenshots ohne eigene Beleidigung trotzdem Schaden verursachen kann.
  6. Quellenprüfung: Prüfe eine erfundene Warnmeldung und erläutere, welche Merkmale sie glaubwürdig oder unglaubwürdig machen.
  7. Rechtsbewusstsein: Erkläre an einem Beispiel, warum digitale Handlungen reale schulische, soziale oder rechtliche Folgen haben können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern verantwortungsvoll handeln kannst. Du solltest zeigen, dass Du Cybermobbing von Streit unterscheiden, Kettenbriefe kritisch prüfen, Beweise sichern, Hilfsangebote benennen und andere respektvoll unterstützen kannst.

  1. Fachbegriffe: Du verwendest zentrale Begriffe wie Cybermobbing, Kettenbrief, Hoax, Phishing, Screenshot, Netiquette und Upstander korrekt.
  2. Analysefähigkeit: Du erkennst Warnsignale in Chatverläufen, Posts und Kettenbriefen.
  3. Handlungskompetenz: Du beschreibst konkrete Schritte zum Sichern, Melden, Blockieren und Hilfeholen.
  4. Empathie: Du erklärst, wie sich digitale Angriffe auf Betroffene auswirken können.
  5. Transfer: Du wendest Dein Wissen auf neue Beispiele aus Schule, Freizeit und Online-Spielen an.
  6. Prävention: Du entwickelst faire Regeln für digitale Gruppenkommunikation.
  7. Reflexion: Du begründest, warum Nicht-Weiterleiten, Unterstützung und Zivilcourage wichtig sind.




Quellen und Materialien

  1. klicksafe: Cybermobbing - Hilfe und Tipps
  2. klicksafe: Kettenbriefe - harmlos oder gefährlich
  3. Polizeiliche Kriminalprävention: Folgen für Täterinnen und Täter
  4. Nummer gegen Kummer: Beratung für Kinder, Jugendliche und Eltern
  5. JUUUPORT: Hilfe bei Cybermobbing und Online-Problemen
  6. Wikimedia Commons: Freie Medien zu Cyber-Mobbing, Kettenbrief, Hoax und Phishing
  7. Wikipedia: Hintergrundinformationen zu Cyber-Mobbing und Kettenbrief


OERs zum Thema




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Abitur Gerichtskomödie; Fragmentdrama über Gewalt/Entmenschlichung; Erinnerungsroman über deutsche Brüche; moderner Roman über Schuld, Macht und Bürokratie.

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  1. Der zerbrochene Krug - Heinrich von Kleist
  2. Das kunstseidene Mädchen - Irmgard Keun
  3. Die Marquise von O. - Heinrich von Kleist
  4. Über das Marionettentheater - Heinrich von Kleist

Abitur Schwerpunkt auf Drama/Roman sowie Kleist-Prosatext und Essay (Ehre, Gewalt, Unschuld; Ästhetik/„Anmut“).

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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  2. Woyzeck - Georg Büchner
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  5. Heimsuchung - Jenny Erpenbeck
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Abitur Schwerpunktsetzung über Themenfelder (u. a. Literatur um 1900; Sprache in politisch-gesellschaftlichen Kontexten), ohne feste Einzeltitel.

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  1. Der zerbrochne Krug - Heinrich von Kleist
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