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	<title>Weltwirtschaftskrise - Deutschland - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-08-26T20:45:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Weltwirtschaftskrise_-_Deutschland&amp;diff=46837&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
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		<updated>2026-08-23T08:32:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Weltwirtschaftskrise - Deutschland&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; behandelt die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Folgen der globalen Krise ab 1929 für die [[Weimarer Republik]]. Du lernst, warum Deutschland besonders hart getroffen wurde, wie aus einer Finanz- und Wirtschaftskrise eine Massenarbeitslosigkeit entstand und weshalb die Krise das politische System stark unter Druck setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig ist dabei eine historische Unterscheidung: Die Weltwirtschaftskrise war ein entscheidender Belastungsfaktor für die Weimarer Demokratie, aber sie führte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nicht automatisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zur nationalsozialistischen Diktatur. Politische Entscheidungen, antidemokratische Akteure, gesellschaftliche Konflikte und institutionelle Schwächen spielten ebenfalls eine zentrale Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Crowds gathering outside New York Stock Exchange.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Foto zeigt Menschen vor der New Yorker Börse am 24. Oktober 1929. Der Börsencrash war ein sichtbarer Beginn der internationalen Krisendynamik, aber nicht ihre einzige Ursache.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=X5ZMD6dvXew   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Deutschland vor der Krise: Stabilisierung mit Risiken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Hyperinflation]] von 1923 stabilisierte sich die deutsche Wirtschaft in der Mitte der 1920er-Jahre. Der [[Dawes-Plan]] erleichterte die Regelung der Reparationszahlungen und förderte den Zufluss ausländischen Kapitals. Viele deutsche Banken, Unternehmen und Kommunen finanzierten Investitionen mit Krediten aus dem Ausland, besonders aus den USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Entwicklung brachte Wachstum, machte Deutschland aber zugleich verwundbar. Ein Teil der Kredite war kurzfristig. Wenn ausländische Geldgeber ihr Kapital zurückforderten oder keine neuen Kredite mehr vergaben, konnten deutsche Banken und Unternehmen schnell in Finanzierungsprobleme geraten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde eine moderne [[Arbeitslosenversicherung]] eingeführt. Sie war ein wichtiger sozialpolitischer Fortschritt. Das System war jedoch für eine normale Konjunktur und deutlich weniger Arbeitslose ausgelegt als während der späteren Massenarbeitslosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Vom Börsencrash zur deutschen Wirtschaftskrise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Börsencrash in New York begann am 24. Oktober 1929 und setzte sich in den folgenden Handelstagen fort. In den USA gerieten Banken, Unternehmen und Anleger unter Druck. Amerikanisches Kapital wurde knapper, Kredite wurden nicht verlängert oder zurückgefordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Deutschland trafen mehrere Probleme zusammen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Kredit]]e aus dem Ausland wurden knapper oder abgezogen.&lt;br /&gt;
# Der internationale Handel schrumpfte, weil die Nachfrage zurückging und viele Staaten ihre Märkte mit Zöllen und anderen Maßnahmen schützten.&lt;br /&gt;
# Deutsche Unternehmen verkauften weniger Waren im In- und Ausland.&lt;br /&gt;
# Produktion und Investitionen gingen zurück.&lt;br /&gt;
# Unternehmen entließen Beschäftigte oder gingen in Konkurs.&lt;br /&gt;
# Sinkende Einkommen schwächten die Nachfrage weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit entstand ein wirtschaftlicher Abwärtskreislauf: Weniger Nachfrage führte zu weniger Produktion, weniger Produktion zu Entlassungen, Entlassungen zu noch weniger Kaufkraft und damit erneut zu weniger Nachfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Welthandel ging stark zurück. Zwischen 1929 und 1932 sank der deutsche Warenexport von etwa 13,5 auf 5,7 Milliarden Reichsmark. Die Industrieproduktion des Deutschen Reiches fiel in diesem Zeitraum um ungefähr 40 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Arbeitslosigkeit und soziale Not ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Arbeitslosigkeit wurde zum sichtbarsten Zeichen der Krise. Im September 1929 waren etwa 1,3 Millionen Menschen als arbeitslos registriert. Im Winter 1929/30 waren es bereits mehr als drei Millionen. Anfang 1932 wurde mit etwas mehr als sechs Millionen registrierten Arbeitslosen der Höhepunkt erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Arbeitslosenquote 1928 bis 1935.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Statistik zeigt die extreme Verschärfung der Arbeitslosigkeit. Für die Interpretation ist wichtig: Historische Arbeitslosenstatistiken erfassen nicht jede Form von Unterbeschäftigung oder nicht registrierter Arbeitslosigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für viele Familien bedeutete Arbeitslosigkeit nicht nur den Verlust des Arbeitsplatzes, sondern auch eine massive Einschränkung des Alltags. Miete, Lebensmittel, Kleidung und Heizung wurden zu existenziellen Problemen. Wer lange arbeitslos blieb, verlor häufig den Anspruch auf reguläre Versicherungsleistungen und war auf Krisenfürsorge, kommunale Wohlfahrt oder private Hilfe angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurden noch große Teile der Erwerbslosen durch die Arbeitslosenversicherung erfasst. Im Januar 1932 erhielt nur noch ungefähr ein Drittel der Arbeitssuchenden Leistungen aus dieser Versicherung. Das zeigt, wie schnell die sozialen Sicherungssysteme überfordert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-11020, Berlin-Neukölln, Mittagessen in einer Wärmehalle.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Arbeitslose und ältere Menschen beim Mittagessen in einer Wärmehalle in Berlin-Neukölln, 1931. Solche Bilder zeigen die soziale Dimension der Krise, dürfen aber nicht als Darstellung aller Lebenslagen verallgemeinert werden.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Bankenkrise und Kreditklemme 1931 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 verschärfte sich die Krise erneut. Banken in mehreren europäischen Staaten gerieten in Schwierigkeiten. Auch in Deutschland kam es zu Kapitalabzug und Vertrauensverlust. Die Danat-Bank musste im Juli 1931 ihre Schalter schließen. Zeitweise wurden Bankgeschäfte eingeschränkt und der Devisenverkehr stärker kontrolliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Banken selbst um ihre Zahlungsfähigkeit kämpfen, vergeben sie weniger Kredite. Eine solche [[Kreditklemme]] trifft Unternehmen besonders hart: Selbst wirtschaftlich grundsätzlich lebensfähige Betriebe können dann Schwierigkeiten bekommen, laufende Rechnungen, Löhne oder Investitionen zu finanzieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Deflation und die Politik Heinrich Brünings ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1930 zerbrach die Große Koalition unter Reichskanzler [[Hermann Müller]] vor allem am Streit über die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen standen sich gegenüber: Sollten Beiträge erhöht oder Leistungen gekürzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz darauf ernannte Reichspräsident [[Paul von Hindenburg]] den Zentrumspolitiker [[Heinrich Brüning]] zum Reichskanzler. Brüning regierte zunehmend ohne stabile parlamentarische Mehrheit und stützte sich auf den Reichspräsidenten und dessen Notverordnungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-13239, Heinrich Brüning.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brünings Wirtschaftspolitik wird meist als [[Deflationspolitik]] bezeichnet. Die Regierung erhöhte Steuern und Abgaben, kürzte öffentliche Ausgaben, senkte Gehälter und Sozialleistungen und versuchte, Preise und Löhne nach unten zu drücken. Ziel war unter anderem, den Staatshaushalt zu stabilisieren und deutsche Waren im Ausland wettbewerbsfähiger zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deflation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet einen anhaltenden Rückgang des allgemeinen Preisniveaus. Das klingt zunächst positiv, weil Waren billiger werden können. In einer schweren Krise kann Deflation aber gefährlich sein: Unternehmen erzielen geringere Einnahmen, verschieben Investitionen und bauen Arbeitsplätze ab. Gleichzeitig werden bestehende Schulden real schwerer zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spar- und Deflationspolitik wirkte daher in vielen Bereichen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;prozyklisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;: Sie verstärkte den bereits bestehenden Rückgang von Nachfrage und Einkommen. In der Geschichtswissenschaft wird allerdings diskutiert, welche wirtschaftspolitischen Alternativen der Regierung unter den damaligen Bedingungen tatsächlich offenstanden. Goldstandard, Reparationsverpflichtungen, Kapitalflucht, Haushaltsprobleme und die Erinnerung an die Inflation von 1923 schränkten den Handlungsspielraum ein. Für die Oberstufe ist diese Debatte wichtig: Brünings Politik lässt sich nicht nur mit einem einfachen Urteil erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=XVd2ukCr9qI   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Von der parlamentarischen zur Präsidialregierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise traf nicht nur die Wirtschaft, sondern auch das politische System. Unter Brüning wurden politische Entscheidungen immer häufiger mit [[Notverordnung]]en nach Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-10114, Reichskanzler Brüning vor dem Reichstag.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Brüning im Reichstag 1930. Das Verhältnis zwischen Parlament, Reichsregierung und Reichspräsident wurde in der Krise zu einer Schlüsselfrage.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Präsidialkabinett]] war formal weiterhin eine Reichsregierung, verfügte aber nicht über eine dauerhaft gesicherte Mehrheit im Reichstag. Seine Handlungsfähigkeit beruhte stark auf dem Reichspräsidenten. Wenn der Reichstag Notverordnungen aufhob, konnte er aufgelöst und neu gewählt werden. Dadurch verschob sich politische Macht vom Parlament zum Reichspräsidenten und zur Regierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutete nicht, dass die Verfassung sofort abgeschafft wurde. Aber die parlamentarische Praxis wurde geschwächt. Die Demokratie verlor einen wichtigen Teil ihrer Fähigkeit, Konflikte durch stabile Mehrheiten und Kompromisse zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Politische Radikalisierung und Wahlergebnisse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise verstärkten Misstrauen, Protest und politische Radikalisierung. Davon profitierten vor allem Parteien, die die bestehende Republik ablehnten oder grundlegend bekämpften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Reichstagswahl 1928 hatte die NSDAP nur 2,6 Prozent der Stimmen erhalten. Im September 1930 stieg ihr Stimmenanteil auf 18,3 Prozent. Die KPD erreichte 13,1 Prozent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichstagswahl 1930.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 wurde die NSDAP mit 37,3 Prozent stärkste Partei. Die KPD erreichte 14,3 Prozent. Zusammen verfügten beide Parteien, die die parlamentarische Demokratie bekämpften, über eine sogenannte negative Mehrheit: Gegen sie ließ sich kaum eine stabile parlamentarische Regierungsmehrheit bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichstagswahl Juli 1932.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahlerfolge extremistischer Parteien dürfen jedoch nicht mit einer einfachen Formel erklärt werden. Arbeitslosigkeit allein erklärt nicht, wer NSDAP oder KPD wählte. Wählerwanderungen unterschieden sich nach Region, sozialem Milieu, Konfession, politischer Tradition und bisherigen Parteibindungen. Propaganda, politische Gewalt, Angst vor sozialem Abstieg und die Schwäche bürgerlicher Parteien wirkten zusätzlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1985-054-02, Berlin, arbeitslose SA-Männer.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Foto zeigt arbeitslose SA-Männer in Berlin 1932. Als historische Quelle belegt es einen konkreten Ausschnitt politischer Mobilisierung. Es wäre falsch, daraus zu schließen, Arbeitslose hätten generell die SA oder die NSDAP unterstützt.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Führte die Weltwirtschaftskrise direkt zur NS-Diktatur? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein. Die Krise schuf Bedingungen, unter denen die Demokratie stärker unter Druck geriet. Sie vergrößerte soziale Not, schwächte das Vertrauen in etablierte Parteien und erleichterte den Aufstieg antidemokratischer Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem war die Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 kein automatisches Ergebnis wirtschaftlicher Not. Sie beruhte auf konkreten politischen Entscheidungen Hindenburgs und konservativer Eliten, auf Fehleinschätzungen über die Kontrollierbarkeit Hitlers und auf der bereits weit fortgeschrittenen Aushöhlung parlamentarischer Regierungsformen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine historische Erklärung musst Du deshalb mehrere Ebenen verbinden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Wirtschaftskrise]]: Produktion, Handel, Banken und Beschäftigung brachen ein.&lt;br /&gt;
# [[Sozialgeschichte]]: Millionen Menschen erlebten Arbeitslosigkeit, Armut und Abstiegsangst.&lt;br /&gt;
# [[Politische Geschichte]]: Parlamentarische Mehrheiten zerfielen und Präsidialkabinette gewannen an Bedeutung.&lt;br /&gt;
# [[Ideengeschichte]]: Antidemokratische, nationalistische und kommunistische Weltbilder fanden mehr Anhänger.&lt;br /&gt;
# [[Handlungsebene]]: Politiker, Parteien, Verbände und Eliten trafen konkrete Entscheidungen, die nicht zwangsläufig vorgegeben waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=7WXxDy31Ygk   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Zeitleiste 1929 bis 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Entwicklung&lt;br /&gt;
! Bedeutung für Deutschland&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1929&lt;br /&gt;
| Börsencrash in New York und internationale Kreditkrise&lt;br /&gt;
| Ausländische Kredite werden knapper, Export und Produktion geraten unter Druck&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1930&lt;br /&gt;
| Bruch der Großen Koalition und Beginn der Regierung Brüning&lt;br /&gt;
| Übergang zu Präsidialkabinetten und stärkerer Nutzung von Notverordnungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1931&lt;br /&gt;
| Banken- und Währungskrise&lt;br /&gt;
| Kreditklemme und weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Depression&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1932&lt;br /&gt;
| Höhepunkt der Massenarbeitslosigkeit und starke Wahlerfolge von NSDAP und KPD&lt;br /&gt;
| Wirtschaftskrise wird immer stärker zur Staats- und Demokratiekrise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933&lt;br /&gt;
| Hitler wird am 30. Januar zum Reichskanzler ernannt&lt;br /&gt;
| Ende der Weimarer Demokratie beginnt, aber nicht als automatische Folge der Wirtschaftskrise&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Zentrale Begriffe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Konjunktur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivität. Eine schwere und länger anhaltende Abschwungphase kann als Depression bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deflation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus. In einer Schuldenkrise kann Deflation die reale Schuldenlast erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Protektionismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, den eigenen Markt zum Beispiel durch Zölle oder Handelsbeschränkungen vor ausländischer Konkurrenz zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreditklemme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Situation, in der Banken nur eingeschränkt Kredite vergeben, obwohl Unternehmen oder Haushalte Finanzierung benötigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Präsidialkabinett&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet für die Endphase der Weimarer Republik eine Regierung, deren politische Handlungsfähigkeit wesentlich vom Reichspräsidenten und weniger von einer stabilen parlamentarischen Mehrheit abhing.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Radikalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; meint hier die zunehmende Unterstützung für politische Kräfte, die grundlegende demokratische Regeln und Institutionen ablehnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum war Deutschland gegenüber dem internationalen Kreditrückgang besonders verwundbar?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Viele Investitionen waren von ausländischen und teils kurzfristigen Krediten abhängig)&lt;br /&gt;
(!Deutschland besaß seit 1929 keine Banken mehr)&lt;br /&gt;
(!Der Reichstag verbot ab 1929 alle deutschen Exporte)&lt;br /&gt;
(!Die Reichsmark war bereits 1929 vollständig abgeschafft)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche unmittelbare wirtschaftliche Wirkung konnte der Abzug ausländischer Kredite haben?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Unternehmen und Banken bekamen größere Finanzierungsprobleme)&lt;br /&gt;
(!Die Arbeitslosigkeit sank sofort)&lt;br /&gt;
(!Der Welthandel wuchs sprunghaft)&lt;br /&gt;
(!Die Steuereinnahmen des Staates verdoppelten sich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was beschreibt den wirtschaftlichen Abwärtskreislauf der Krise am besten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Weniger Nachfrage führte zu weniger Produktion und weiteren Entlassungen)&lt;br /&gt;
(!Mehr Nachfrage führte automatisch zu mehr Arbeitslosigkeit)&lt;br /&gt;
(!Steigende Exporte führten zu sinkender Produktion)&lt;br /&gt;
(!Höhere Löhne führten unmittelbar zur Schließung aller Banken)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie hoch lag die registrierte Arbeitslosigkeit auf ihrem Höhepunkt Anfang 1932 ungefähr?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Etwas mehr als sechs Millionen Menschen)&lt;br /&gt;
(!Etwa sechshunderttausend Menschen)&lt;br /&gt;
(!Etwa zwölf Millionen Menschen)&lt;br /&gt;
(!Weniger als zweihunderttausend Menschen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Aufgabe hatte die 1927 eingeführte Arbeitslosenversicherung?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie sollte Erwerbslose nach dem Versicherungsprinzip finanziell absichern)&lt;br /&gt;
(!Sie sollte ausschließlich Banken vor Konkurs schützen)&lt;br /&gt;
(!Sie sollte die Reichstagswahlen organisieren)&lt;br /&gt;
(!Sie sollte den Außenhandel kontrollieren)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Woran zerbrach die Große Koalition im März 1930 unmittelbar?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Am Streit über die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung)&lt;br /&gt;
(!Am Verbot sämtlicher Parteien)&lt;br /&gt;
(!An der Einführung des Euro)&lt;br /&gt;
(!An einem Krieg zwischen Deutschland und Frankreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was kennzeichnete die Präsidialkabinette der späten Weimarer Republik?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie regierten ohne dauerhaft gesicherte Reichstagsmehrheit und stützten sich stark auf den Reichspräsidenten)&lt;br /&gt;
(!Sie wurden direkt von allen Bürgern gewählt)&lt;br /&gt;
(!Sie schafften den Reichspräsidenten ab)&lt;br /&gt;
(!Sie bestanden ausschließlich aus Richtern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welchen Stimmenanteil erreichte die NSDAP bei der Reichstagswahl 1930?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(18,3 Prozent)&lt;br /&gt;
(!2,6 Prozent)&lt;br /&gt;
(!37,3 Prozent)&lt;br /&gt;
(!51,0 Prozent)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Maßnahme passt zur Deflationspolitik Brünings?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Staatliche Ausgaben und Sozialleistungen wurden gekürzt)&lt;br /&gt;
(!Der Staat erhöhte alle Sozialleistungen stark)&lt;br /&gt;
(!Die Regierung führte sofort eine expansive Kreditpolitik ohne Einschränkungen ein)&lt;br /&gt;
(!Der Staat schaffte alle Steuern ab)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Aussage beschreibt den Zusammenhang zwischen Weltwirtschaftskrise und NS-Diktatur am besten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die Krise begünstigte die politische Radikalisierung, aber konkrete politische Entscheidungen blieben entscheidend)&lt;br /&gt;
(!Die Krise machte die Ernennung Hitlers automatisch unvermeidbar)&lt;br /&gt;
(!Die Wirtschaftskrise hatte keinerlei politische Folgen)&lt;br /&gt;
(!Nur die Arbeitslosenversicherung verursachte das Ende der Demokratie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kreditabzug || Rückgang ausländischer Finanzierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Deflation || Sinkendes allgemeines Preisniveau&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kreditklemme || Stark eingeschränkte Kreditvergabe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Arbeitslosenversicherung || Soziale Absicherung nach dem Versicherungsprinzip&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Notverordnung || Präsidiales Instrument nach Artikel 48&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Präsidialkabinett || Regierung ohne dauerhaft gesicherte Parlamentsmehrheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Protektionismus || Schutz des Binnenmarktes durch Handelsbeschränkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Radikalisierung || Zunehmende Unterstützung antidemokratischer Kräfte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Finanzierungskrise&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Kreditabzug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktionsrückgang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Exportbruch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Entlassungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Absatzrückgang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kaufkraftverlust&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Massenarbeitslosigkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nachfragerückgang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Sinkende Einkommen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwächung parlamentarischer Praxis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Notverordnungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Deflation || Wie heißt ein anhaltender Rückgang des allgemeinen Preisniveaus?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kredite || Welche Finanzmittel aus den USA wurden für deutsche Banken und Unternehmen nach 1929 knapper?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Brüning || Wie hieß der Reichskanzler, dessen Regierung ab 1930 eine harte Spar- und Deflationspolitik verfolgte?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Reichstag || Wie hieß das deutsche Parlament in der Weimarer Republik?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Protektionismus || Wie heißt die Abschirmung des eigenen Marktes durch Zölle und Handelsbeschränkungen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Arbeitslosigkeit || Welches soziale Massenproblem erreichte 1932 in Deutschland einen Höhepunkt?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Weltwirtschaftskrise+Deutschland &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Die Weltwirtschaftskrise begann 1929 mit einer internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die durch den Börsencrash in { New York } sichtbar wurde.&lt;br /&gt;
Deutschland war besonders verwundbar, weil ein Teil seiner Investitionen durch ausländische { Kredite } finanziert wurde.&lt;br /&gt;
Der Rückgang von Handel und Nachfrage ließ die deutsche { Industrieproduktion } stark sinken.&lt;br /&gt;
Anfang 1932 waren etwas mehr als sechs Millionen Menschen als { arbeitslos } registriert.&lt;br /&gt;
Die 1927 eingeführte Arbeitslosenversicherung wurde durch die Massenarbeitslosigkeit finanziell { überfordert }.&lt;br /&gt;
Eine schwere Einschränkung der Kreditvergabe durch Banken nennt man { Kreditklemme }.&lt;br /&gt;
Die Regierung Brüning verfolgte eine Politik der Ausgabenkürzungen und Preissenkungen, die als { Deflationspolitik } bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
Brüning stützte sich zunehmend auf Notverordnungen des { Reichspräsidenten }.&lt;br /&gt;
Regierungen ohne dauerhaft gesicherte Mehrheit im Reichstag werden für diese Phase als { Präsidialkabinette } bezeichnet.&lt;br /&gt;
Bei der Reichstagswahl 1930 gewann besonders die { NSDAP } stark hinzu.&lt;br /&gt;
Die wirtschaftliche Krise verstärkte die politische { Radikalisierung }.&lt;br /&gt;
Die Ernennung Hitlers 1933 war trotz der Krise das Ergebnis konkreter politischer { Entscheidungen }.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
# [[Arbeitslosigkeit]]: Beschreibe in einem kurzen Tagebucheintrag, wie der Verlust eines Arbeitsplatzes den Alltag einer Familie im Jahr 1932 verändern konnte. Trenne historische Fakten und erfundene Details deutlich.&lt;br /&gt;
# [[Weltwirtschaftskrise]]: Erstelle eine Ursache-Folge-Kette mit mindestens sechs Stationen vom internationalen Kreditrückgang bis zur sinkenden Nachfrage in Deutschland.&lt;br /&gt;
# [[Historische Quelle]]: Untersuche das Foto der Wärmehalle. Notiere, was Du sicher erkennen kannst, was Du nur vermutest und welche Informationen Dir zur Einordnung fehlen.&lt;br /&gt;
# [[Deflation]]: Erkläre den Begriff in eigenen Worten und entwickle ein einfaches Beispiel dafür, warum sinkende Preise in einer Schuldenkrise problematisch sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Republik]]: Gestalte eine Zeitleiste von 1929 bis 1933, die wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklungen miteinander verbindet.&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahl]]: Vergleiche die Wahlergebnisse der NSDAP von 1928, 1930 und Juli 1932. Formuliere anschließend zwei mögliche Erklärungen und kennzeichne, welche zusätzlichen Belege Du dafür benötigen würdest.&lt;br /&gt;
# [[Heinrich Brüning]]: Bereite eine kurze Pro-und-Contra-Debatte zur Frage vor, ob Brünings Deflationspolitik angesichts der damaligen Zwänge vertretbar war.&lt;br /&gt;
# [[Regionalgeschichte]]: Recherchiere in einem Stadt- oder Kreisarchiv, einer Bibliothek oder einer digitalen Zeitung, wie sich die Weltwirtschaftskrise in Deiner Region bemerkbar machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
# [[Borchardt-Kontroverse]]: Recherchiere zwei unterschiedliche wissenschaftliche Bewertungen von Brünings Wirtschaftspolitik und vergleiche ihre Annahmen, Belege und Schlussfolgerungen.&lt;br /&gt;
# [[Demokratie]]: Entwickle eine begründete Antwort auf die Frage, warum wirtschaftliche Krisen demokratische Systeme belasten können, aber nicht zwangsläufig zu Diktaturen führen.&lt;br /&gt;
# [[Wahlanalyse]]: Vergleiche die Entwicklung von Arbeitslosigkeit und Wahlergebnissen zwischen 1928 und 1932. Erkläre ausdrücklich den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität.&lt;br /&gt;
# [[Geschichtskultur]]: Produziere ein drei- bis fünfminütiges Erklärvideo oder einen Podcast, der die Aussage „Die Weltwirtschaftskrise brachte Hitler an die Macht“ kritisch prüft und mindestens drei verschiedene Ursachenebenen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Krisendynamik]]: Erkläre, wie ein Kreditproblem in den USA über Banken, Unternehmen, Außenhandel und Arbeitsmarkt zu einer sozialen Krise in Deutschland werden konnte.&lt;br /&gt;
# [[Wirtschaftspolitik]]: Beurteile Brünings Deflationspolitik aus zwei Perspektiven: erstens mit Blick auf sinkende Staats- und Exportprobleme, zweitens mit Blick auf Nachfrage, Arbeitslosigkeit und soziale Folgen.&lt;br /&gt;
# [[Politische Radikalisierung]]: Prüfe die Aussage „Arbeitslosigkeit führte direkt zur Wahl der NSDAP“. Formuliere ein differenziertes Gegenargument mit mindestens drei weiteren Einflussfaktoren.&lt;br /&gt;
# [[Präsidialkabinett]]: Erkläre, warum häufige Notverordnungen und Reichstagsauflösungen die parlamentarische Demokratie schwächen konnten, obwohl sie sich zunächst auf Verfassungsbestimmungen stützten.&lt;br /&gt;
# [[Quellenkritik]]: Wähle eines der eingebundenen Fotos und untersuche dessen Aussagekraft und Grenzen. Welche Informationen vermittelt die Quelle, welche nicht?&lt;br /&gt;
# [[Transfer]]: Vergleiche die Weltwirtschaftskrise mit einer späteren Wirtschaftskrise. Suche dabei nicht nur Ähnlichkeiten, sondern benenne mindestens drei Unterschiede in Staat, Sozialpolitik, Geldordnung oder internationalen Institutionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du wirtschaftliche, soziale und politische Entwicklungen miteinander verbinden kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Du kannst erklären, warum Deutschland aufgrund seiner internationalen Kreditabhängigkeit besonders anfällig war.&lt;br /&gt;
# Du kannst den Abwärtskreislauf aus Kreditklemme, Produktionsrückgang, Arbeitslosigkeit und sinkender Nachfrage darstellen.&lt;br /&gt;
# Du kannst zentrale Begriffe wie Deflation, Protektionismus, Kreditklemme und Präsidialkabinett korrekt verwenden.&lt;br /&gt;
# Du kannst statistische Angaben und historische Bilder als Quellen kritisch auswerten.&lt;br /&gt;
# Du kannst Brünings Deflationspolitik beschreiben und unterschiedliche historische Bewertungen nachvollziehen.&lt;br /&gt;
# Du kannst erklären, weshalb die Weltwirtschaftskrise den Aufstieg antidemokratischer Parteien begünstigte.&lt;br /&gt;
# Du kannst begründen, warum die Ernennung Hitlers 1933 nicht als automatische oder alleinige Folge der Wirtschaftskrise erklärt werden darf.&lt;br /&gt;
# Du kannst zwischen Korrelation, Ursache und politischer Entscheidung unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vertiefung eignen sich außerdem die frei zugänglichen Informationsangebote des [[Deutsches Historisches Museum|Deutschen Historischen Museums]] zur Weltwirtschaftskrise sowie die Materialien der [[Bundeszentrale für politische Bildung]] zur Endphase der Weimarer Republik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Verknüpfte Lernbereiche =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Weltwirtschaftskrise - Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Weltwirtschaftskrise]]&lt;br /&gt;
# [[Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
# [[Arbeitslosigkeit]]&lt;br /&gt;
# [[Deflation]]&lt;br /&gt;
# [[Bankenkrise]]&lt;br /&gt;
# [[Arbeitslosenversicherung]]&lt;br /&gt;
# [[Heinrich Brüning]]&lt;br /&gt;
# [[Präsidialkabinett]]&lt;br /&gt;
# [[Notverordnung]]&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahl 1930]]&lt;br /&gt;
# [[Reichstagswahl Juli 1932]]&lt;br /&gt;
# [[Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltwirtschaftskrise]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Sekundarstufe I]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
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