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	<title>Schnelles Denken, langsames Denken - Psychologie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-22T01:18:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Schnelles_Denken,_langsames_Denken_-_Psychologie&amp;diff=39280&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Schnelles_Denken,_langsames_Denken_-_Psychologie&amp;diff=39280&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-07-21T21:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Schnelles Denken, langsames Denken - Psychologie =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wirkt eine falsche Antwort manchmal sofort überzeugend? Weshalb verändert eine erste Zahl spätere Schätzungen? Und warum beurteilen Menschen einen möglichen Verlust oft anders als einen gleich großen Gewinn?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Psychologe [[Daniel Kahneman]] beschreibt in seinem Buch [[Schnelles Denken, langsames Denken]] zwei Arten der [[Informationsverarbeitung]]: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; arbeitet meist schnell, automatisch und mühelos. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; arbeitet eher langsam, kontrolliert und anstrengend. Die Begriffe bezeichnen keine getrennten Hirnregionen, sondern ein anschauliches Modell für unterschiedliche Denkprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du lernst, [[Heuristik|Heuristiken]], [[Kognitive Verzerrung|kognitive Verzerrungen]] und typische Entscheidungssituationen zu analysieren. Dabei gilt: Schnelles Denken ist nicht grundsätzlich falsch und langsames Denken nicht automatisch richtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Daniel Kahneman (3283955327) (cropped).jpg|420px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lernziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem aiMOOC kannst Du:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[System 1]] und [[System 2]] anhand von Merkmalen und Beispielen unterscheiden.&lt;br /&gt;
# den Nutzen und die Grenzen von [[Heuristik|Heuristiken]] erklären.&lt;br /&gt;
# wichtige [[Kognitive Verzerrung|kognitive Verzerrungen]] in Alltag, Medien und Wissenschaft erkennen.&lt;br /&gt;
# Entscheidungen mithilfe von [[Basenrate|Basenraten]], Perspektivwechseln und Prüffragen verbessern.&lt;br /&gt;
# das Zwei-Systeme-Modell wissenschaftlich einordnen und kritisch beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Daniel Kahneman und die Psychologie des Entscheidens ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Daniel Kahneman]] untersuchte gemeinsam mit [[Amos Tversky]], wie Menschen unter [[Unsicherheit]] urteilen. Ihre Forschung zeigte, dass Entscheidungen oft von vereinfachenden Denkregeln beeinflusst werden. Kahneman erhielt 2002 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für die Verbindung psychologischer Forschung mit ökonomischen Entscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2011 erschienene Buch [[Schnelles Denken, langsames Denken]] bündelt Arbeiten zu [[Aufmerksamkeit]], [[Urteil]], [[Entscheidung]], [[Heuristik]], [[Kognitive Verzerrung|Bias]], [[Risiko]] und [[Wohlbefinden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Presidential Medal of Freedom Recipient - Daniel Kahneman.webm|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Zwei Arten des Denkens =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== System 1: schnell und automatisch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; erzeugt rasch Eindrücke, Gefühle und Handlungstendenzen. Es nutzt [[Assoziation|Assoziationen]], gelernte Muster und Erfahrungen. Viele Leistungen sind unverzichtbar: Gesichter erkennen, einfache Sprache verstehen, Gefahren wahrnehmen oder vertraute Bewegungen ausführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Merkmale sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# schnelle Verarbeitung&lt;br /&gt;
# geringer bewusster Aufwand&lt;br /&gt;
# automatische Mustererkennung&lt;br /&gt;
# starke Einbindung von Emotionen&lt;br /&gt;
# Nutzung von Erfahrungen und Faustregeln&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
System 1 kann hochkompetent sein. Die Intuition einer erfahrenen Person ist besonders dann verlässlich, wenn die Umwelt regelmäßig ist und häufig klares Feedback gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== System 2: langsam und kontrolliert ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird bei schwierigen, neuen oder widersprüchlichen Aufgaben stärker aktiv. Es hält Informationen im [[Arbeitsgedächtnis]], prüft Regeln, rechnet, vergleicht und plant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Merkmale sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# bewusste Aufmerksamkeitssteuerung&lt;br /&gt;
# schrittweises Vorgehen&lt;br /&gt;
# höherer mentaler Aufwand&lt;br /&gt;
# begrenzte Verarbeitungskapazität&lt;br /&gt;
# Möglichkeit zur Kontrolle spontaner Antworten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
System 2 kann Fehler von System 1 korrigieren. Es übernimmt diese Kontrolle jedoch nicht ständig, weil konzentriertes Denken Zeit und Energie beansprucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Vergleich ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Merkmal&lt;br /&gt;
! System 1&lt;br /&gt;
! System 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Tempo&lt;br /&gt;
| schnell&lt;br /&gt;
| langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Steuerung&lt;br /&gt;
| automatisch&lt;br /&gt;
| kontrolliert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aufwand&lt;br /&gt;
| meist gering&lt;br /&gt;
| meist hoch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stärke&lt;br /&gt;
| Muster, Routine, Intuition&lt;br /&gt;
| Analyse, Regelprüfung, Planung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Risiko&lt;br /&gt;
| vorschnelle Schlussfolgerung&lt;br /&gt;
| Überlastung oder falsche Annahmen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=CjVQJdIrDJ0   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit statt Trennung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Systeme arbeiten nicht wie zwei vollständig getrennte Personen. System 1 liefert fortlaufend Vorschläge. System 2 kann diese übernehmen, verändern oder zurückweisen. Oft akzeptiert es einen plausiblen ersten Eindruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Konflikt entsteht, wenn eine automatische Reaktion nicht zur Aufgabe passt. Dann sind [[Inhibition]], [[Aufmerksamkeit]] und bewusste Kontrolle nötig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und kognitive Leichtigkeit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Wahrnehmungstäuschungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Müller-Lyer-Illusion]] wirken gleich lange Linien unterschiedlich lang. Auch wenn Du die richtige Erklärung kennst, bleibt der spontane Wahrnehmungseindruck meist bestehen. Wissen korrigiert dann das Urteil, aber nicht unbedingt die automatische Wahrnehmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Müller-Lyer illusion.svg|420px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Stroop-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Stroop-Effekt]] soll die Druckfarbe eines Farbwortes genannt werden. Steht das Wort „Rot“ in blauer Schrift, konkurriert automatisches Lesen mit der bewussten Aufgabe, die Farbe zu benennen. Reaktionszeit und Fehlerwahrscheinlichkeit steigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stroop-fig1-exp2.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Effekt zeigt, wie stark automatisierte Prozesse die kontrollierte Verarbeitung beeinflussen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kognitive Leichtigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Informationen, die vertraut, deutlich, wiederholt oder sprachlich einfach erscheinen, werden häufig leichter verarbeitet. Diese [[Kognitive Leichtigkeit|kognitive Leichtigkeit]] kann ein Gefühl von Wahrheit oder Sicherheit erzeugen, ohne dass der Inhalt tatsächlich besser belegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merksatz:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Vertrautheit ist kein Beweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Heuristiken und kognitive Verzerrungen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Heuristik]] ist eine vereinfachende Denkregel. Sie spart Zeit und kann in vielen Situationen nützlich sein. Unter bestimmten Bedingungen führt sie jedoch zu systematischen [[Urteilsfehler|Urteilsfehlern]]. Eine [[Kognitive Verzerrung]] ist kein zufälliger Irrtum, sondern eine wiederkehrende Tendenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=V2EMuoM5IX4   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Ankereffekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Ankereffekt]] beeinflusst ein Ausgangswert spätere Schätzungen. Das kann selbst dann geschehen, wenn der Anker nur schwach relevant oder offensichtlich zufällig ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Eine zuerst genannte Preisvorstellung verändert häufig die nachfolgende Verhandlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Verfügbarkeitsheuristik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Verfügbarkeitsheuristik]] wird die Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses danach beurteilt, wie leicht Beispiele einfallen. Dramatische, persönliche oder oft berichtete Ereignisse sind besonders verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Problem:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Erinnerbarkeit und tatsächliche Häufigkeit sind nicht identisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Repräsentativitätsheuristik und Basenrate ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Repräsentativitätsheuristik]] beurteilt Fälle danach, wie ähnlich sie einem typischen Bild erscheinen. Dabei werden [[Basenrate|Basenraten]], also statistische Ausgangshäufigkeiten, leicht vernachlässigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Eine ausführliche Personenbeschreibung wirkt überzeugender als die Information, wie häufig eine Berufsgruppe tatsächlich vorkommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Konjunktionsfehler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Konjunktionsfehler]] erscheint eine detailreiche Kombination plausibler als ein einzelnes Ereignis. Logisch kann die gemeinsame Wahrscheinlichkeit zweier Ereignisse jedoch nicht größer sein als die Wahrscheinlichkeit eines der Ereignisse allein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Framing-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Framing-Effekt]] beeinflusst die Darstellung einer inhaltlich gleichen Information die Entscheidung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; „90 Prozent Überlebenswahrscheinlichkeit“ kann anders wirken als „10 Prozent Sterblichkeitsrisiko“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Prüfung formuliert dieselbe Information in mehreren Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Halo-Effekt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Halo-Effekt]] prägt ein auffälliges Merkmal das Gesamturteil. Sympathie, Aussehen oder ein erster Erfolg können dazu führen, dass weitere Eigenschaften ohne ausreichende Belege positiv bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Rückschaufehler und Überkonfidenz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Rückschaufehler]] lässt vergangene Ereignisse im Nachhinein vorhersehbarer erscheinen, als sie tatsächlich waren. [[Overconfidence|Überkonfidenz]] bezeichnet eine übermäßige Sicherheit in die Genauigkeit eigener Urteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidungsprotokolle helfen, ursprüngliche Erwartungen von späterem Wissen zu trennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Prospect Theory und Verlustaversion =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von [[Daniel Kahneman]] und [[Amos Tversky]] entwickelte [[Prospect Theory]] beschreibt Entscheidungen unter Risiko. Bewertungen erfolgen häufig relativ zu einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Referenzpunkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; statt nur anhand des absoluten Endzustands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrale Ideen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Referenzpunkt]]: Ergebnisse erscheinen als Gewinne oder Verluste gegenüber einem Ausgangspunkt.&lt;br /&gt;
# [[Abnehmende Sensitivität]]: Der Unterschied zwischen kleinen Beträgen wirkt oft stärker als derselbe absolute Unterschied bei großen Beträgen.&lt;br /&gt;
# [[Verlustaversion]]: Verluste werden häufig stärker gewichtet als gleich große Gewinne.&lt;br /&gt;
# [[Wahrscheinlichkeitsgewichtung]]: Menschen behandeln Wahrscheinlichkeiten nicht immer proportional zu ihrem Zahlenwert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Prospect Theory Graph.svg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=ordixI8HIew   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Bessere Entscheidungen treffen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wissen über Denkfehler beseitigt sie nicht automatisch. Hilfreich sind Verfahren, die den Entscheidungsprozess strukturieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Entscheidungspause]]: Unterbrich eine spontane Antwort bei hohen Risiken oder starkem Zeitdruck.&lt;br /&gt;
# [[Basenrate]]: Prüfe zuerst statistische Vergleichsdaten.&lt;br /&gt;
# [[Außenperspektive]]: Vergleiche den Fall mit ähnlichen Fällen statt nur mit der eigenen Geschichte.&lt;br /&gt;
# [[Gegenhypothese]]: Suche aktiv nach einer Erklärung, die Deiner ersten Annahme widerspricht.&lt;br /&gt;
# [[Unabhängiges Urteil]]: Lass Gruppenmitglieder zunächst getrennt urteilen, bevor diskutiert wird.&lt;br /&gt;
# [[Premortem]]: Stelle Dir vor, die Entscheidung sei gescheitert, und sammle mögliche Ursachen.&lt;br /&gt;
# [[Framing-Prüfung]]: Formuliere Gewinne, Verluste und Wahrscheinlichkeiten auf mehrere Arten.&lt;br /&gt;
# [[Entscheidungsprotokoll]]: Halte Annahmen, Unsicherheiten und Erwartungen vor dem Ergebnis fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=9X68dm92HVI   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Anwendungen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Schule und Studium ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Lernen kann kognitive Leichtigkeit mit echtem Verständnis verwechselt werden. Wiederlesen fühlt sich vertraut an, während [[Abrufübung]], Erklären und Anwenden anstrengender, aber aussagekräftiger sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Medien und Politik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlagzeilen, Bilder, Wiederholungen und sprachliche Rahmungen beeinflussen spontane Bewertungen. Medienkompetenz verlangt deshalb Quellenprüfung, Perspektivwechsel und die Trennung von Einzelfall und Häufigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Medizin und Recht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diagnosen und Urteile können durch Anker, erste Eindrücke und selektive Informationssuche beeinflusst werden. Checklisten, Zweitmeinungen und strukturierte Kriterien reduzieren vermeidbare Fehler, ersetzen aber keine Fachkompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Konsum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preise, Rabatte, Referenzwerte und Verlustdarstellungen verändern Entscheidungen. Wer absolute Kosten, Alternativen und langfristige Folgen vergleicht, ist weniger abhängig vom ersten Rahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Wissenschaftliche Einordnung und Kritik =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zwei-Systeme-Modell ist eine nützliche &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Denkhilfe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Es darf nicht als anatomische Aufteilung des Gehirns verstanden werden. In der Forschung werden häufig die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typ-1-Prozesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Typ-2-Prozesse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Die Merkmale bilden eher ein Spektrum als zwei vollständig geschlossene Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige im Umfeld des Buches diskutierte Befunde, besonders starke Effekte des sozialen [[Priming]], ließen sich nicht zuverlässig replizieren. Deshalb müssen einzelne Behauptungen nach Studiendesign, Stichprobengröße, Replikation und Effektstärke bewertet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wissenschaftliche Schlussfolgerung lautet nicht „Intuition ist schlecht“, sondern: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Qualität einer Denkweise hängt von Aufgabe, Erfahrung, Umwelt, Feedback und Kontrollverfahren ab.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=qzJxAmJmj8w   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [https://www.nobelprize.org/prizes/economic-sciences/2002/kahneman/facts/ Nobel Prize: Daniel Kahneman]&lt;br /&gt;
# [https://www.science.org/doi/10.1126/science.185.4157.1124 Tversky und Kahneman: Judgment under Uncertainty]&lt;br /&gt;
# [https://www.jstor.org/stable/1914185 Kahneman und Tversky: Prospect Theory]&lt;br /&gt;
# [https://doi.org/10.1177/1745691612460685 Evans und Stanovich: Dual-Process Theories of Higher Cognition]&lt;br /&gt;
# [https://doi.org/10.1257/089533005775196732 Frederick: Cognitive Reflection and Decision Making]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welches Merkmal passt am besten zu System 1?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Schnelle und weitgehend automatische Verarbeitung)&lt;br /&gt;
(!Bewusste Prüfung jedes einzelnen Schrittes)&lt;br /&gt;
(!Unbegrenzte Verarbeitungskapazität)&lt;br /&gt;
(!Ausschließliche Nutzung formaler Logik)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Tätigkeit beansprucht typischerweise System 2?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine schwierige mehrstellige Rechnung lösen)&lt;br /&gt;
(!Ein vertrautes Gesicht erkennen)&lt;br /&gt;
(!Bei einem lauten Knall zusammenzucken)&lt;br /&gt;
(!Ein häufig gelesenes Wort automatisch erfassen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was ist eine Heuristik?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine vereinfachende Denkregel)&lt;br /&gt;
(!Eine anatomische Gehirnregion)&lt;br /&gt;
(!Eine Garantie für fehlerfreie Urteile)&lt;br /&gt;
(!Eine Form des Langzeitgedächtnisses)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was beschreibt der Ankereffekt?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Ein Ausgangswert beeinflusst spätere Schätzungen)&lt;br /&gt;
(!Ein Verlust wird schwächer bewertet als ein Gewinn)&lt;br /&gt;
(!Ein seltenes Ereignis wird vollständig ignoriert)&lt;br /&gt;
(!Eine Person erinnert sich nur an positive Erfahrungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Worauf beruht die Verfügbarkeitsheuristik?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Auf der Leichtigkeit, mit der Beispiele einfallen)&lt;br /&gt;
(!Auf einer vollständigen statistischen Berechnung)&lt;br /&gt;
(!Auf der zufälligen Wahl zwischen zwei Optionen)&lt;br /&gt;
(!Auf der bewussten Unterdrückung aller Erinnerungen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was kennzeichnet einen Konjunktionsfehler?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine Kombination erscheint wahrscheinlicher als ein einzelnes Ereignis)&lt;br /&gt;
(!Eine sichere Option wird immer abgelehnt)&lt;br /&gt;
(!Eine Zahl wird wegen ihrer Einheit falsch gelesen)&lt;br /&gt;
(!Eine Erinnerung wird mit einer Wahrnehmung verwechselt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was zeigt der Framing-Effekt?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Gleiche Informationen können je nach Darstellung anders wirken)&lt;br /&gt;
(!Jede Entscheidung ist vollständig zufällig)&lt;br /&gt;
(!Langsames Denken ist grundsätzlich emotionslos)&lt;br /&gt;
(!Menschen ignorieren sprachliche Formulierungen immer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet Verlustaversion?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Verluste werden häufig stärker gewichtet als gleich große Gewinne)&lt;br /&gt;
(!Gewinne werden grundsätzlich nicht wahrgenommen)&lt;br /&gt;
(!Risiken werden in jeder Situation bevorzugt)&lt;br /&gt;
(!Menschen berechnen Wahrscheinlichkeiten immer korrekt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie sind System 1 und System 2 wissenschaftlich sinnvoll zu verstehen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Als Modell für unterschiedliche Arten der Verarbeitung)&lt;br /&gt;
(!Als zwei klar getrennte anatomische Organe)&lt;br /&gt;
(!Als unveränderliche Persönlichkeitstypen)&lt;br /&gt;
(!Als Beweis dafür, dass Intuition immer falsch ist)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Strategie verbessert eine wichtige Entscheidung am ehesten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Basenraten prüfen und Gegenhypothesen suchen)&lt;br /&gt;
(!Nur dem ersten Eindruck folgen)&lt;br /&gt;
(!Widersprechende Informationen ausblenden)&lt;br /&gt;
(!Die zuerst genannte Zahl ungeprüft übernehmen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| System 1 || schnelle automatische Verarbeitung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| System 2 || kontrollierte aufwendige Analyse&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heuristik || vereinfachende Denkregel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ankereffekt || Orientierung an einem Ausgangswert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verfügbarkeitsheuristik || Urteil nach leichter Erinnerbarkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Framing || Wirkung der Darstellungsform&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verlustaversion || stärkere Gewichtung von Einbußen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Basenrate || statistische Ausgangshäufigkeit&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Beschreibung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| reagiert schnell und weitgehend automatisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;System 2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| prüft bewusst und schrittweise&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ankereffekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| eine Startinformation beeinflusst die Schätzung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Framing-Effekt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| die Formulierung verändert die Bewertung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rückschaufehler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ein Ergebnis wirkt nachträglich vorhersehbar&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Premortem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| ein mögliches Scheitern wird vorab analysiert&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kahneman || Welcher Psychologe prägte die Begriffe System 1 und System 2 im bekannten Sachbuch?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Heuristik || Wie heißt eine vereinfachende mentale Denkregel?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ankereffekt || Wie heißt die Verzerrung durch einen zuerst genannten Ausgangswert?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Framing || Wie heißt die Beeinflussung durch unterschiedliche Darstellungen derselben Information?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Basenrate || Wie heißt die statistische Ausgangshäufigkeit eines Ereignisses?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stroop || Welcher Effekt zeigt den Konflikt zwischen Wortlesen und Farbbenennung?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Schnelles+Denken+langsames+Denken+Psychologie &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
System 1 arbeitet meist { schnell } und automatisch.&lt;br /&gt;
System 2 benötigt häufig bewusste { Aufmerksamkeit }.&lt;br /&gt;
Eine vereinfachende Denkregel heißt { Heuristik }.&lt;br /&gt;
Beim Ankereffekt beeinflusst ein { Ausgangswert } spätere Schätzungen.&lt;br /&gt;
Die Verfügbarkeitsheuristik richtet Urteile nach leichter { Erinnerbarkeit } aus.&lt;br /&gt;
Statistische Ausgangshäufigkeiten heißen { Basenraten }.&lt;br /&gt;
Beim Framing verändert die { Darstellung } einer Information ihre Wirkung.&lt;br /&gt;
Verluste werden häufig stärker gewichtet als gleich große { Gewinne }.&lt;br /&gt;
Die Prospect Theory bewertet Ergebnisse relativ zu einem { Referenzpunkt }.&lt;br /&gt;
Das Zwei-Systeme-Modell beschreibt Denkprozesse und keine getrennten { Hirnregionen }.&lt;br /&gt;
Ein Premortem untersucht mögliche Ursachen eines zukünftigen { Scheiterns }.&lt;br /&gt;
Wissenschaftliche Befunde gewinnen durch unabhängige { Replikation } an Vertrauen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[System 1|Alltagsbeobachtung]]: Notiere fünf Situationen, in denen Du schnell und automatisch reagierst, und erkläre jeweils den möglichen Nutzen.&lt;br /&gt;
# [[System 2|Denkpause]]: Wähle eine schwierige Entscheidung und formuliere drei Fragen, die bewusstes Prüfen auslösen.&lt;br /&gt;
# [[Framing-Effekt|Doppelte Formulierung]]: Stelle dieselbe statistische Information einmal als Gewinn und einmal als Verlust dar. Vergleiche die Wirkung.&lt;br /&gt;
# [[Stroop-Effekt|Mini-Stroop-Test]]: Gestalte eine kleine Farbe-Wort-Aufgabe, führe sie mit zwei Personen durch und dokumentiere Beobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Ankereffekt|Anker-Experiment]]: Entwickle zwei Versionen einer Schätzfrage mit unterschiedlichen Startwerten. Vergleiche die Ergebnisse einer kleinen Stichprobe.&lt;br /&gt;
# [[Verfügbarkeitsheuristik|Medienanalyse]]: Untersuche eine Woche lang, welche Risiken häufig in Nachrichten erscheinen, und vergleiche Sichtbarkeit mit verfügbaren Häufigkeitsdaten.&lt;br /&gt;
# [[Basenrate|Fallanalyse]]: Erstelle einen Fall, in dem eine anschauliche Beschreibung zu einer anderen Einschätzung führt als die Basenrate. Begründe die statistisch bessere Lösung.&lt;br /&gt;
# [[Entscheidungsprotokoll|Entscheidungstagebuch]]: Dokumentiere eine reale Entscheidung mit Annahmen, Unsicherheiten, Alternativen und späterem Ergebnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Prospect Theory|Forschungsdesign]]: Entwirf ein Experiment, das Entscheidungen bei gleichwertigen Gewinn- und Verlustdarstellungen vergleicht. Formuliere Hypothese, Variablen und mögliche Störfaktoren.&lt;br /&gt;
# [[Replikationskrise|Replikationsprüfung]]: Wähle eine psychologische Studie aus dem Themenfeld und bewerte Stichprobe, Messung, Effektstärke, Transparenz und Replikationslage.&lt;br /&gt;
# [[Entscheidungsarchitektur|Debiasing-Konzept]]: Entwickle für Schule, Klinik oder Unternehmen ein Verfahren, das Anker, Gruppendruck und Überkonfidenz reduziert.&lt;br /&gt;
# [[Dual-Prozess-Theorie|Modellkritik]]: Verfasse eine begründete Stellungnahme dazu, ob die Bezeichnungen System 1 und System 2 mehr erklären oder zu stark vereinfachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Diagnosefall]]: Eine Ärztin hört früh eine mögliche Diagnose und interpretiert spätere Befunde passend dazu. Analysiere beteiligte Denkprozesse und entwickle zwei Schutzmaßnahmen.&lt;br /&gt;
# [[Nachrichtenbewertung]]: Ein seltenes, dramatisches Ereignis dominiert die Berichterstattung. Erkläre, wie Verfügbarkeit und Basenraten zu unterschiedlichen Risikourteilen führen.&lt;br /&gt;
# [[Preisentscheidung]]: Ein Produkt wird von 300 Euro auf 180 Euro reduziert. Prüfe, wie Anker und Framing wirken, und entwickle eine rationalere Vergleichsmethode.&lt;br /&gt;
# [[Gruppenentscheidung]]: Ein Team folgt früh der Meinung einer angesehenen Person. Analysiere Halo-Effekt, Anker und mögliche Informationsverluste. Entwirf einen besseren Ablauf.&lt;br /&gt;
# [[Intuition und Expertise]]: Vergleiche die Intuition einer erfahrenen Feuerwehrkraft mit einer spontanen Börsenprognose. Beurteile die Rolle von Regelmäßigkeit und Feedback.&lt;br /&gt;
# [[Wissenschaftliche Einordnung]]: Erkläre, warum nicht replizierte Priming-Befunde weder das gesamte Zwei-Prozess-Denken bestätigen noch vollständig widerlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# System 1 und System 2 an neuen Beispielen unterscheiden.&lt;br /&gt;
# mindestens vier kognitive Verzerrungen korrekt analysieren.&lt;br /&gt;
# Basenraten und alternative Erklärungen in eine Entscheidung einbeziehen.&lt;br /&gt;
# einen Transfer auf Schule, Medien, Medizin, Recht oder Wirtschaft leisten.&lt;br /&gt;
# ein eigenes kleines Untersuchungsdesign methodisch nachvollziehbar darstellen.&lt;br /&gt;
# Grenzen des Zwei-Systeme-Modells und Fragen der Replizierbarkeit berücksichtigen.&lt;br /&gt;
# Quellen transparent angeben und Beobachtung, Interpretation und Bewertung trennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Schnelles_Denken,_langsames_Denken &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Verknüpfte Lernbereiche =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Schnelles Denken, langsames Denken - Psychologie]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Kognitionspsychologie]]&lt;br /&gt;
# [[Urteilen und Entscheiden]]&lt;br /&gt;
# [[Dual-Prozess-Theorie]]&lt;br /&gt;
# [[Heuristik]]&lt;br /&gt;
# [[Kognitive Verzerrung]]&lt;br /&gt;
# [[Prospect Theory]]&lt;br /&gt;
# [[Verhaltensökonomik]]&lt;br /&gt;
# [[Aufmerksamkeit]]&lt;br /&gt;
# [[Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
# [[Statistik]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kognitionspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urteilen und Entscheiden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
{{MT}}&lt;/div&gt;</summary>
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