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	<title>Kniebilder - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:10:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Kniebilder&amp;diff=18034&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz am 15. Juni 2017 um 18:55 Uhr</title>
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		<updated>2017-06-15T18:55:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mit Kommentaren von Sohn Bob Joblin &amp;amp; Freund Thomas Gloom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1946 Kniebilder.jpg|300px|rahmenlos|zentriert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bob Joblin: 1946 bekam mein Vater seinen ersten Fotoapparat geschenkt. Bei einem Paris-Urlaub nahm er diesen Foto mit in den Louvre. Um die Spiegelung des Blitzlichtes auf den geschossenen Bildern zu vermeiden, kniete er sich vor die „heilige Kunst“, wie sie mein Großvater bezeichnete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Gloom: Die Ehrfurcht vor der großen, edlen, unantastbaren Kunst, vor der man sich nur verbeugen kann, wurde Jack Joblin schon früh beigebracht. Nun sah er neben sich Rembrandts geschlachteten Ochsen aus der Perspektive, die sein Vater für diese Kunst vorgesehen hatte: Der Betrachter klein. Das Kunstwerk überhöht. Aber er kniete aus einem anderen Grund. Die überzogene Geste des „Sich-Niederwerfens“ vor der Kunst, brachte ihn zum Hinterfragen des bisher als gültig Gesetzten. Ein erstes Befreien von der unpersönlichen Antwort auf die Frage, was Kunst sei. Später realisierte er, dass in diesem Knien sehr viel Potenzial steckte. Knien ist eine sowohl alltägliche, religiöse, als auch sexuelle Körperhaltung. Knien birgt einen reichen Fundus an fleischlichen Interpretationsmöglichkeiten:&lt;br /&gt;
* → Knien als Bettlergeste Unterwerfung, Erniedrigung, okkulte Handlung oder Demütigung&lt;br /&gt;
* → Knien als (religiöse) Ehrfurchterklärung, Hingabe oder Demut&lt;br /&gt;
* → Knien als Fleischeslust und (körperliche) Aufopferung&lt;br /&gt;
* → Knien als Zeichen der (Erb-)Schuld, der Sünde und des Schmerzes&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas Gloom: Anfangs handelte es sich bei den Kniebildern also nicht um Zeichnungen eines Knies oder um kniende Personen. Joblin beschrieb mit dem Serientitel nicht das Motiv, sondern die Haltung des Betrachters zur Kunst. Das war etwas sehr entscheidendes für die spätere Fleischkunst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bob Joblin: Interessant sind nicht nur die „Trapezgemälde“, sondern auch die unterschiedlichen Stimmungen bei Verformungen der Skulptur-Mundwinkel. Für ihn war es damals keine Frosch- sondern eine „Ungeheure-Ungeziefer-Perspektive“. Die Fish-Meat-Ausarbeitungen fanden dann erst im Anschluss statt: Die kopflose &amp;quot;Tänzerin&amp;quot; kann gedreht werden. Einmal ist sie eine &amp;quot;Fallende&amp;quot; und dann doch wieder eine &amp;quot;Kniende&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Glanz</name></author>
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