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	<title>Karl-Otto Apel Philosophie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-08T00:47:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Karl-Otto_Apel_Philosophie&amp;diff=33690&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Karl-Otto_Apel_Philosophie&amp;diff=33690&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-07-06T09:30:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl-Otto Apel.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=SFxHpvpnyM8   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Karl-Otto Apel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein deutscher [[Philosophie|Philosoph]], der besonders durch [[Diskursethik]], [[Transzendentalpragmatik]], [[Kommunikationsgemeinschaft]], [[Letztbegründung]] und die Analyse des [[Performativer Widerspruch|performativen Widerspruchs]] bekannt wurde. Seine Leitfrage lautet vereinfacht: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Voraussetzungen müssen wir immer schon anerkennen, sobald wir ernsthaft argumentieren?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Apel versucht damit, [[Ethik]], [[Erkenntnistheorie]], [[Sprachphilosophie]] und [[Pragmatismus]] so miteinander zu verbinden, dass moralische Normen nicht bloß persönliche Meinungen bleiben, sondern im vernünftigen [[Diskurs]] begründet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser aiMOOC führt Dich in Apels Denken ein. Du lernst, warum für Apel [[Sprache]] nicht nur ein Werkzeug zur Mitteilung ist, sondern der Ort, an dem [[Wahrheit]], [[Geltungsanspruch]], [[Verantwortung]] und [[Moral]] überhaupt erst gemeinsam geprüft werden können. Das eingebundene Video dient als Einstieg. Achte beim Anschauen besonders auf die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskursethik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transzendentalpragmatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Apriori der Kommunikation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommunikationsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Letztbegründung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;performativer Widerspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lernziele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Apel unter [[Transzendentalpragmatik]] versteht, weshalb die [[Diskursethik]] eine rationale Begründung moralischer Normen sucht und wie der [[Performativer Widerspruch|performative Widerspruch]] in philosophischen Argumenten funktioniert. Außerdem kannst Du Apels Denken mit [[Immanuel Kant]], [[Charles Sanders Peirce]] und [[Jürgen Habermas]] in Beziehung setzen und auf aktuelle Fragen wie [[digitale Öffentlichkeit]], [[Künstliche Intelligenz]], [[Demokratie]] und [[Verantwortung]] anwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Karl-Otto Apel im Überblick =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Karl-Otto Apel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1922 in [[Düsseldorf]] geboren und starb 2017 in [[Niedernhausen]]. Er studierte nach dem Zweiten Weltkrieg unter anderem [[Geschichte]], [[Germanistik]] und [[Philosophie]] in [[Bonn]]. Später lehrte er an verschiedenen Universitäten, besonders prägend wurde seine Tätigkeit an der [[Goethe-Universität Frankfurt am Main]]. Sein Werk gehört zur deutschsprachigen Gegenwartsphilosophie und wird häufig im Zusammenhang mit [[Kritische Theorie|Kritischer Theorie]], [[Sprachphilosophie]], [[Hermeneutik]], [[Pragmatismus]] und [[Ethik]] diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apels Denken ist von einer geschichtlichen Erfahrung geprägt: Nach Nationalsozialismus, Krieg und ideologischer Gewalt wollte er eine Philosophie entwickeln, die nicht bei bloßem [[Relativismus]] stehen bleibt. Wenn jede moralische Überzeugung nur als Meinung gilt, dann scheint es keine vernünftige Grundlage zu geben, Unrecht überzeugend zu kritisieren. Apel suchte deshalb nach Bedingungen, die in jedem ernsthaften Argumentieren bereits vorausgesetzt werden. Daraus entwickelte er eine Philosophie der [[Kommunikation]], in der der Mensch nicht als isoliertes [[Subjekt]], sondern als Teilnehmer einer möglichen [[Kommunikationsgemeinschaft]] verstanden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Zentrale Werke und Themen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige Werke Apels sind unter anderem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transformation der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskurs und Verantwortung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und Schriften zur [[Transzendentalpragmatik]]. Der Titel &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transformation der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet sein Projekt sehr gut: Apel wollte die klassische [[Transzendentalphilosophie]] von [[Immanuel Kant]] nicht einfach aufgeben, sondern sprachpragmatisch erneuern. Statt allein nach den Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis im Bewusstsein zu fragen, fragt Apel nach den Bedingungen der Möglichkeit sinnvoller [[Argumentation]] in einer Gemeinschaft von Sprecherinnen und Sprechern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Apel sind Menschen immer schon in [[Sprache]], [[Zeichen]], [[Verstehen]] und [[Kommunikation]] eingebunden. Wer etwas behauptet, erhebt damit nicht nur einen privaten Wunsch, sondern einen Anspruch auf [[Sinn]], [[Wahrheit]] oder [[Richtigkeit]]. Genau diese Geltungsansprüche machen Argumentation möglich und verpflichten die Beteiligten zugleich auf Regeln wie Verständlichkeit, Wahrhaftigkeit, Begründbarkeit und die Anerkennung anderer als mögliche Gesprächspartner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Philosophischer Hintergrund =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Immanuel Kant portrait c1790.jpg|350px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apel knüpft an [[Immanuel Kant]] an, verändert aber den Ausgangspunkt. Kant fragte, welche Bedingungen Erkenntnis überhaupt möglich machen. Apel übernimmt diese transzendentale Fragestellung, verlagert sie jedoch von einem einzelnen Bewusstsein in den Bereich der [[Sprache]] und [[Kommunikation]]. Die entscheidende Frage lautet bei Apel nicht nur: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was muss ein Subjekt voraussetzen, um etwas erkennen zu können?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sondern: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was müssen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner immer schon voraussetzen, wenn sie sinnvoll argumentieren?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Charles Sanders Peirce.jpg|350px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer wichtiger Einfluss ist [[Charles Sanders Peirce]], ein amerikanischer Vertreter des [[Pragmatismus]] und der [[Semiotik]]. Von Peirce übernimmt Apel den Gedanken, dass Erkenntnis nicht isoliert entsteht, sondern in einer Gemeinschaft von Forschenden, die ihre Annahmen prüfen, kritisieren und verbessern. Wahrheit wird dabei nicht als bloß subjektives Erlebnis verstanden, sondern als Ziel eines möglichen unbegrenzten Forschungs- und Verständigungsprozesses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Sprachliche Wende und Pragmatik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Sprachphilosophie]] des 20. Jahrhunderts zeigte, dass Denken, Erkennen und Handeln eng mit Sprache verbunden sind. Apel nimmt diese [[Linguistic Turn|sprachliche Wende]] ernst, bleibt aber nicht bei der Analyse einzelner Sätze stehen. Ihn interessiert besonders die [[Pragmatik]]: Was tun Menschen, wenn sie sprechen? Welche Ansprüche erheben sie? Welche Regeln setzen sie voraus? Wer argumentiert, handelt sprachlich. Eine Behauptung ist deshalb nicht nur ein Satz mit Inhalt, sondern auch ein [[Sprechakt]], der eine bestimmte Rolle im Gespräch spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Wenn jemand sagt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diese Aussage ist wahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, dann geht es nicht nur um Wörter. Die sprechende Person beansprucht, dass andere diesen Satz prüfen können. Sie setzt voraus, dass Gründe zählen, dass Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner verstehen können und dass Widerspruch möglich ist. Genau diese Voraussetzungen sind für Apel philosophisch entscheidend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Transzendentalpragmatik =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Transzendentalpragmatik]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name für Apels Versuch, die Bedingungen sinnvoller Kommunikation und Argumentation zu reflektieren. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transzendental&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet hier: Es geht um Bedingungen der Möglichkeit. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pragmatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet: Es geht um den Gebrauch von Sprache in konkreten Handlungen. Zusammen meint Transzendentalpragmatik: Wer argumentiert, setzt bestimmte Bedingungen schon voraus, ohne sie jedes Mal ausdrücklich zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apel fragt also nicht nur, ob eine einzelne Aussage wahr oder falsch ist. Er fragt, was überhaupt gelten muss, damit Aussagen sinnvoll behauptet, bestritten, begründet und verstanden werden können. Damit rückt die [[Intersubjektivität]] in den Mittelpunkt. Erkenntnis ist nicht nur eine Sache des einzelnen Denkens, sondern entsteht in einer möglichen Gemeinschaft von Personen, die Gründe austauschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Apriori der Kommunikation ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Apriori]] der Kommunikation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet jene Voraussetzungen, die nicht erst durch Erfahrung gelernt werden müssen, sondern in jeder sinnvollen Argumentation bereits mitvollzogen werden. Wer argumentiert, setzt zum Beispiel voraus, dass Sprache verständlich sein kann, dass Gründe nicht völlig beliebig sind, dass Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner als vernunftfähig angesprochen werden und dass Wahrheit oder Richtigkeit zumindest als Ziel des Gesprächs sinnvoll ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Apriori ist bei Apel kein starrer Katalog äußerlicher Regeln. Es ist eine reflexive Einsicht: Wenn Du ernsthaft argumentierst, kannst Du nicht gleichzeitig sinnvoll bestreiten, dass Argumentation Sinn, Geltung und Verständigung voraussetzt. Genau hier setzt Apels Argument gegen radikalen [[Skeptizismus]] und radikalen [[Relativismus]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Beispiel für transzendentalpragmatisches Denken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell Dir vor, jemand sagt in einer Diskussion: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Es gibt keine Wahrheit.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Apel würde nicht nur fragen, ob dieser Satz inhaltlich überzeugt. Er würde auch fragen, was die Person im Sprechen selbst tut. Wenn sie ernsthaft behauptet, dass es keine Wahrheit gibt, beansprucht sie offenbar, dass diese Behauptung wahr oder zumindest begründet ist. Der Inhalt des Satzes widerspricht also dem Anspruch, der im Akt des Behauptens liegt. Genau solche Fälle führen zum Gedanken des [[Performativer Widerspruch|performativen Widerspruchs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Diskursethik =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Diskursethik]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fragt, wie moralische Normen vernünftig begründet werden können. Für Apel ist Moral nicht einfach eine Ansammlung persönlicher Gefühle oder kultureller Gewohnheiten. Moralische Normen müssen sich im Diskurs rechtfertigen lassen. Eine Norm ist dann besonders stark begründet, wenn sie im freien, vernünftigen und inklusiven Gespräch von allen Betroffenen anerkannt werden könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist wichtig: Apel meint nicht, dass reale Gespräche immer ideal verlaufen. In Wirklichkeit gibt es Macht, Täuschung, Ausschluss, Zeitdruck und Ungleichheit. Gerade deshalb braucht es eine normative Idee, an der reale Diskurse gemessen werden können. Diese Idee nennt Apel die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ideale Kommunikationsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist kein Ort auf der Landkarte, sondern ein Maßstab: Alle Betroffenen sollen als mögliche Gesprächspartner anerkannt werden, Gründe sollen zählen und Zwang soll durch Argumente ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kommunikationsgemeinschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Kommunikationsgemeinschaft]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Schlüsselbegriff bei Apel. Sie bezeichnet einerseits die reale Gemeinschaft, in der Menschen tatsächlich sprechen, forschen, streiten und handeln. Andererseits bezeichnet sie die ideale Gemeinschaft aller möglichen vernünftigen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner. Diese ideale Dimension ist wichtig, weil wir uns beim Argumentieren nicht nur an die zufällig Anwesenden richten. Wir tun so, als könnten unsere Gründe grundsätzlich von allen geprüft werden, die betroffen oder vernünftig beteiligt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat ethische Folgen. Wer argumentiert, darf andere nicht bloß als Mittel behandeln, sondern muss sie als mögliche Mitargumentierende anerkennen. Damit verbindet Apel [[Kommunikation]] und [[Moral]]: In jeder ernsthaften Argumentation liegt bereits ein Moment gegenseitiger Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Teil A und Teil B der Diskursethik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apel unterscheidet in seiner Diskursethik zwischen einer idealen Begründungsebene und einer Anwendungsebene unter realen Bedingungen. Auf der Begründungsebene geht es darum, welche Normen im idealen Diskurs allgemeine Zustimmung finden könnten. Auf der Anwendungsebene geht es darum, wie Menschen unter unvollkommenen historischen Bedingungen verantwortlich handeln. Denn reale Gesellschaften sind nicht ideal: Manche Menschen haben weniger Macht, weniger Bildung, weniger Zugang zu Medien oder weniger Schutz vor Gewalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist Apels Diskursethik zugleich eine [[Verantwortungsethik]]. Sie fordert nicht nur, gute Argumente zu geben, sondern auch Bedingungen zu schaffen, unter denen gerechte Diskurse überhaupt möglich werden. Das ist besonders relevant für [[Demokratie]], [[Menschenrechte]], [[Wissenschaft]], [[Bildung]], [[Medienethik]] und [[Technikethik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Letztbegründung und performativer Widerspruch =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apels Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Letztbegründung]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist anspruchsvoll. Er bedeutet nicht, dass man einen letzten Satz findet, den man dogmatisch glauben muss. Apel sucht vielmehr nach Voraussetzungen, die in jedem Versuch des Begründens bereits anerkannt werden. Sie können nicht sinnvoll bestritten werden, weil der Akt des Bestreitens sie selbst wieder voraussetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Performativer Widerspruch|performative Widerspruch]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zeigt genau dieses Problem. Ein performativer Widerspruch entsteht, wenn der Inhalt einer Aussage dem widerspricht, was durch den Akt des Sprechens bereits getan oder vorausgesetzt wird. Wer zum Beispiel ernsthaft sagt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ich erhebe keinerlei Geltungsanspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, erhebt durch diese Behauptung dennoch einen Anspruch darauf, verstanden und ernst genommen zu werden. Der Satz widerspricht also seiner eigenen sprachlichen Handlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Warum ist das philosophisch wichtig? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem performativen Widerspruch versucht Apel zu zeigen, dass bestimmte Voraussetzungen des Argumentierens unhintergehbar sind. Du kannst sie nicht sinnvoll leugnen, ohne sie zugleich zu benutzen. Dazu gehören Sinnanspruch, Wahrheitsanspruch, Verständigungsanspruch und die Anerkennung anderer als mögliche Gesprächspartner. Apel sieht darin eine Grundlage, um radikale Formen des Skeptizismus und Relativismus zu kritisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Idee ist umstritten. Kritikerinnen und Kritiker fragen, ob daraus wirklich eine vollständige Ethik folgt. Apel würde antworten: Nicht jede konkrete Norm ist dadurch sofort entschieden. Aber die Grundidee, dass moralische Fragen im vernünftigen Diskurs mit allen Betroffenen zu prüfen sind, wird dadurch stark begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Apel und Habermas =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Juergen Habermas 2011 3.jpg|350px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl-Otto Apel]] und [[Jürgen Habermas]] sind eng mit der Entwicklung der [[Diskursethik]] verbunden. Beide gehen davon aus, dass moralische Normen nicht allein aus Tradition, Autorität oder subjektiver Vorliebe folgen dürfen, sondern im kommunikativen Austausch begründet werden müssen. Beide betonen die Bedeutung von Sprache, Argumentation und Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied. Apel verteidigt stärker die Möglichkeit einer transzendentalpragmatischen Letztbegründung. Habermas ist vorsichtiger und spricht eher von Bedingungen kommunikativer Rationalität, ohne dieselbe starke Form von Letztbegründung zu beanspruchen. Vereinfacht gesagt: Apel fragt radikaler nach dem, was niemand sinnvoll bestreiten kann, sobald er oder sie überhaupt argumentiert. Habermas arbeitet stärker sozialtheoretisch und demokratietheoretisch aus, wie kommunikative Vernunft in modernen Gesellschaften wirksam werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Aktualität: Diskursethik in digitalen Gesellschaften =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apels Denken ist auch für heutige Fragen wichtig. In [[soziale Medien|sozialen Medien]], politischen Talkshows, Kommentarspalten und KI-Systemen entstehen ständig Situationen, in denen Wahrheit, Verantwortung und Verständigung umstritten sind. Die Diskursethik kann helfen, Qualitätskriterien für öffentliche Debatten zu entwickeln: Werden alle Betroffenen gehört? Zählen Gründe oder Lautstärke? Werden Menschen als Gesprächspartner respektiert? Gibt es faire Möglichkeiten zu widersprechen? Werden Informationen überprüft?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für [[Künstliche Intelligenz]] ist Apels Philosophie interessant. Wenn algorithmische Systeme Entscheidungen vorbereiten, Texte erzeugen oder öffentliche Kommunikation beeinflussen, stellt sich die Frage nach Verantwortung. Eine diskursethische Perspektive fordert, dass Betroffene nicht nur Objekte technischer Entscheidungen sind. Sie müssen Möglichkeiten zur Information, Kritik, Begründung und Mitgestaltung haben. Apels Idee der Kommunikationsgemeinschaft lässt sich daher als Maßstab für transparente und verantwortliche Technikgestaltung nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Orientierung zum Video =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Video zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl-Otto Apel / Philosophie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eignet sich besonders, um die Grundbegriffe zu wiederholen. Notiere Dir beim Anschauen drei Sätze: einen Satz zur [[Transzendentalpragmatik]], einen Satz zur [[Diskursethik]] und einen Satz zum [[Performativer Widerspruch|performativen Widerspruch]]. Prüfe anschließend, ob Deine Sätze selbst verständlich, begründet und diskursfähig sind. So wendest Du Apels Denken unmittelbar auf Dein eigenes Lernen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Worum geht es in Apels Transzendentalpragmatik vor allem?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Um die Bedingungen sinnvoller Argumentation)&lt;br /&gt;
(!Um die Berechnung naturwissenschaftlicher Messwerte)&lt;br /&gt;
(!Um die Abschaffung aller moralischen Regeln)&lt;br /&gt;
(!Um reine Gefühlserlebnisse ohne Sprache)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was ist ein performativer Widerspruch?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Ein Widerspruch zwischen Aussageinhalt und Sprechhandlung)&lt;br /&gt;
(!Ein Rechenfehler in einer mathematischen Formel)&lt;br /&gt;
(!Ein Streit ohne sprachliche Äußerung)&lt;br /&gt;
(!Eine historische Quelle ohne Autor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was untersucht die Diskursethik?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die vernünftige Begründung moralischer Normen im Diskurs)&lt;br /&gt;
(!Die Herstellung technischer Geräte)&lt;br /&gt;
(!Die Regeln des höfischen Tanzes)&lt;br /&gt;
(!Die Einteilung von Pflanzenarten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was meint Apel mit Kommunikationsgemeinschaft?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine Gemeinschaft möglicher Gesprächspartner im Argumentieren)&lt;br /&gt;
(!Eine beliebige Gruppe ohne Verständigung)&lt;br /&gt;
(!Ein einzelnes isoliertes Bewusstsein)&lt;br /&gt;
(!Eine Maschine ohne Sprache)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;An welchen Philosophen knüpft Apel mit seiner transzendentalen Fragestellung besonders an?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Immanuel Kant)&lt;br /&gt;
(!Friedrich Nietzsche)&lt;br /&gt;
(!Thales von Milet)&lt;br /&gt;
(!Arthur Schopenhauer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welcher Denker beeinflusste Apels pragmatisches Verständnis von Zeichen und Wahrheit?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Charles Sanders Peirce)&lt;br /&gt;
(!René Descartes)&lt;br /&gt;
(!Epikur)&lt;br /&gt;
(!Thomas von Aquin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum kritisiert Apel radikalen Relativismus?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Weil er die rationale Begründung moralischer Ansprüche gefährdet)&lt;br /&gt;
(!Weil er alle Sprachen gleich übersetzt)&lt;br /&gt;
(!Weil er jede Diskussion automatisch verbessert)&lt;br /&gt;
(!Weil er nur in der Mathematik vorkommt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet Letztbegründung bei Apel am ehesten?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Reflexion auf Voraussetzungen die im Begründen schon anerkannt sind)&lt;br /&gt;
(!Sammlung beliebiger Meinungen)&lt;br /&gt;
(!Verbot jeder Kritik)&lt;br /&gt;
(!Beschreibung eines Naturgesetzes)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wie unterscheidet sich Apel vereinfacht von Habermas?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Apel betont stärker die transzendentalpragmatische Letztbegründung)&lt;br /&gt;
(!Apel lehnt Sprache als Grundlage von Philosophie ab)&lt;br /&gt;
(!Apel beschäftigt sich nur mit antiker Musik)&lt;br /&gt;
(!Apel ersetzt Ethik durch Biologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Rolle spielt Sprache in Apels Philosophie?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie ist Medium von Sinn Wahrheit und intersubjektiver Verständigung)&lt;br /&gt;
(!Sie ist nur ein Schmuck für fertige Gedanken)&lt;br /&gt;
(!Sie verhindert grundsätzlich jede Erkenntnis)&lt;br /&gt;
(!Sie hat für moralische Fragen keine Bedeutung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Transzendentalpragmatik || Bedingungen sinnvoller Argumentation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskursethik || Moralische Normen im vernünftigen Diskurs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kommunikationsgemeinschaft || Anerkennung möglicher Gesprächspartner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Performativer Widerspruch || Selbstwiderspruch im Sprechakt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Letztbegründung || Unhintergehbare Voraussetzungen des Begründens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Apriori der Kommunikation || Vorausgesetzte Regeln des Verstehens&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verantwortungsethik || Handeln unter realen Bedingungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pragmatismus || Wahrheit im Forschungsprozess&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Transzendentalpragmatik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Reflexion auf Bedingungen sinnvoller Kommunikation&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diskursethik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Begründung moralischer Normen im Diskurs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kommunikationsgemeinschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Gemeinschaft möglicher vernünftiger Gesprächspartner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Performativer Widerspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Widerspruch zwischen Behauptung und Handlung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Letztbegründung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Aufweis unhintergehbarer Voraussetzungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
...&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Apel || Welcher Philosoph entwickelte die Transzendentalpragmatik besonders systematisch?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskurs || Wie heißt die geregelte Form vernünftiger Argumentation?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kant || Welcher Königsberger Philosoph ist für die Frage nach Bedingungen der Möglichkeit wichtig?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Peirce || Welcher amerikanische Pragmatist prägte Apels Zeichen- und Wahrheitsdenken?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sprache || Welches Medium ist für Apels Philosophie zentral?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verantwortung || Welcher Leitbegriff verbindet Diskursethik mit den Folgen des Handelns?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Karl-Otto+Apel+Philosophie &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Karl-Otto Apel entwickelte eine { Transzendentalpragmatik }. Sie fragt nach den Voraussetzungen sinnvoller { Argumentation }. In der Diskursethik sollen moralische Normen durch einen vernünftigen { Diskurs } geprüft werden. Wer ernsthaft spricht, erhebt immer schon einen { Geltungsanspruch }. Ein performativer Widerspruch entsteht, wenn eine Aussage ihrer eigenen { Sprechhandlung } widerspricht. Die ideale Kommunikationsgemeinschaft dient als Maßstab für gerechte { Verständigung }. Apels Ethik verbindet Begründung mit historischer { Verantwortung }.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Begriffsplakat]]: Gestalte ein Plakat zu den fünf Begriffen [[Diskursethik]], [[Transzendentalpragmatik]], [[Kommunikationsgemeinschaft]], [[Letztbegründung]] und [[Performativer Widerspruch|performativer Widerspruch]].&lt;br /&gt;
# [[Videonotizen]]: Schaue das eingebundene Video an und schreibe zu jedem Hauptbegriff einen verständlichen Beispielsatz.&lt;br /&gt;
# [[Alltagsdiskurs]]: Beschreibe eine Situation aus Schule oder Alltag, in der gute Gründe wichtiger sein sollten als Lautstärke oder Macht.&lt;br /&gt;
# [[Begriffskarte]]: Erstelle eine Mindmap, in der Du [[Karl-Otto Apel]] mit [[Immanuel Kant]], [[Charles Sanders Peirce]] und [[Jürgen Habermas]] verbindest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Argumentanalyse]]: Untersuche einen Kommentar aus einer Zeitung oder einem sozialen Netzwerk und prüfe, welche Geltungsansprüche darin erhoben werden.&lt;br /&gt;
# [[Diskursregeln]]: Formuliere sieben Regeln für eine faire Klassendiskussion und begründe sie mit Apels Idee der [[Kommunikationsgemeinschaft]].&lt;br /&gt;
# [[Performativer Widerspruch]]: Erfinde drei eigene Beispiele für performative Widersprüche und erkläre jeweils, warum Inhalt und Sprechakt nicht zusammenpassen.&lt;br /&gt;
# [[Ethikvergleich]]: Vergleiche Apels [[Diskursethik]] mit einer Ethik, die vor allem auf Gefühle, Nutzen oder Autorität setzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Philosophischer Essay]]: Schreibe einen Essay zur Frage, ob moralische Normen ohne gemeinsamen Diskurs begründet werden können.&lt;br /&gt;
# [[KI und Verantwortung]]: Entwickle Leitlinien für den Einsatz von [[Künstliche Intelligenz|Künstlicher Intelligenz]] in der Schule aus diskursethischer Perspektive.&lt;br /&gt;
# [[Demokratieprojekt]]: Plane ein Beteiligungsformat für eine schulische Entscheidung, bei dem möglichst alle Betroffenen fair einbezogen werden.&lt;br /&gt;
# [[Kontroverse]]: Rekonstruiere die mögliche Kritik eines radikalen Relativisten an Apel und formuliere eine begründete Antwort aus transzendentalpragmatischer Sicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Transferaufgabe Diskursethik]]: Analysiere einen Konflikt in einer Lerngruppe und zeige, wie eine diskursethische Lösung aussehen könnte.&lt;br /&gt;
# [[Urteilskompetenz]]: Beurteile, ob eine politische Debatte im Fernsehen den Maßstäben einer idealen Kommunikationsgemeinschaft nahekommt oder sie verfehlt.&lt;br /&gt;
# [[Anwendung auf Medien]]: Prüfe, wie Kommentarspalten gestaltet sein müssten, damit Gründe mehr zählen als Beleidigungen oder bloße Aufmerksamkeit.&lt;br /&gt;
# [[Begründungsanalyse]]: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel, warum ein Satz wie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niemand muss Gründe geben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in einer Diskussion problematisch sein kann.&lt;br /&gt;
# [[Technikethik]]: Entwickle Kriterien, mit denen eine KI-gestützte Entscheidung gegenüber Betroffenen begründet werden sollte.&lt;br /&gt;
# [[Philosophischer Vergleich]]: Vergleiche Apels Idee der Letztbegründung mit der Haltung, dass jede Begründung nur eine weitere Meinung sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Lernnachweis zu [[Karl-Otto Apel]] und seiner Philosophie ist wichtig, dass Du zentrale Begriffe nicht nur auswendig kennst, sondern anwenden kannst. Du solltest erklären können, wie [[Transzendentalpragmatik]], [[Diskursethik]], [[Kommunikationsgemeinschaft]], [[Letztbegründung]] und [[Performativer Widerspruch|performativer Widerspruch]] zusammenhängen. Außerdem solltest Du zeigen, dass Du Apels Denken auf aktuelle Diskurse übertragen kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Begriffskompetenz]]: Du erklärst zentrale Begriffe mit eigenen Worten und passenden Beispielen.&lt;br /&gt;
# [[Analysekompetenz]]: Du erkennst Geltungsansprüche, Begründungen und Widersprüche in realen Diskussionen.&lt;br /&gt;
# [[Urteilskompetenz]]: Du bewertest Debatten danach, ob sie fair, inklusiv und argumentativ nachvollziehbar sind.&lt;br /&gt;
# [[Transferkompetenz]]: Du wendest Apels Philosophie auf digitale Öffentlichkeit, KI, Demokratie oder Schule an.&lt;br /&gt;
# [[Reflexionskompetenz]]: Du prüfst Dein eigenes Argumentieren auf Verständlichkeit, Begründbarkeit und Anerkennung anderer.&lt;br /&gt;
# [[Produktkompetenz]]: Du erstellst ein Lernprodukt wie Essay, Podcast, Poster, Erklärvideo oder Diskursleitfaden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Karl-Otto_Apel &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Links =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Karl-Otto Apel]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik]]: Moralische Normen sollen im vernünftigen Diskurs begründet werden.&lt;br /&gt;
# [[Transzendentalpragmatik]]: Sinnvolle Argumentation setzt bestimmte Kommunikationsbedingungen voraus.&lt;br /&gt;
# [[Kommunikationsgemeinschaft]]: Argumentation richtet sich an reale und ideale Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner.&lt;br /&gt;
# [[Letztbegründung]]: Grundvoraussetzungen des Begründens können nicht sinnvoll bestritten werden.&lt;br /&gt;
# [[Performativer Widerspruch]]: Eine Aussage kann dem widersprechen, was ihr Sprechakt voraussetzt.&lt;br /&gt;
# [[Apriori]]: Bei Apel geht es um das Apriori der Kommunikation.&lt;br /&gt;
# [[Immanuel Kant]]: Apel erneuert die transzendentale Fragestellung sprachpragmatisch.&lt;br /&gt;
# [[Charles Sanders Peirce]]: Apel übernimmt Impulse aus Pragmatismus und Zeichentheorie.&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]: Apel und Habermas prägten die Diskursethik gemeinsam, unterscheiden sich aber in der Frage der Letztbegründung.&lt;br /&gt;
# [[Verantwortungsethik]]: Apels Ethik fragt auch nach Handeln unter realen historischen Bedingungen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstufe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erwachsenenbildung]]&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
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