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	<title>Habermas Religion in Öffentlichkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Habermas_Religion_in_%C3%96ffentlichkeit&amp;diff=33914&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
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		<updated>2026-07-06T18:12:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habermas: Religion in Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; behandelt eine der wichtigsten Fragen moderner [[Demokratie|Demokratien]]: Welche Rolle darf und soll [[Religion|Religion]] in einer pluralen, rechtsstaatlichen und überwiegend [[Säkularisierung|säkularisierten]] Gesellschaft spielen? Der deutsche Philosoph und Sozialtheoretiker [[Jürgen Habermas|Jürgen Habermas]] (1929–2026) hat diese Frage besonders im Zusammenhang mit [[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]], [[Deliberative Demokratie|deliberativer Demokratie]], [[Diskursethik|Diskursethik]] und der Idee einer [[Post-säkulare Gesellschaft|post-säkularen Gesellschaft]] diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=DXxQ4TuzBh4   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der aiMOOC hilft Dir, Habermas’ Position zur [[Religion|Religion]] in der [[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]] zu verstehen, kritisch einzuordnen und auf heutige Debatten zu übertragen. Im Zentrum steht die Frage, wie religiöse und säkulare Bürgerinnen und Bürger miteinander sprechen können, ohne einander aus demokratischen Beratungen auszuschließen. Dabei geht es nicht um eine Rückkehr zu religiöser Politik, sondern um die Frage, wie [[Pluralismus|Pluralismus]], [[Religionsfreiheit|Religionsfreiheit]], [[Vernunft|Vernunft]] und [[Demokratie|Demokratie]] zusammen gedacht werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Juergen Habermas 2011 3.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernziele =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Habermas mit [[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]], [[Kommunikatives Handeln|kommunikativem Handeln]] und [[Post-säkulare Gesellschaft|post-säkularer Gesellschaft]] meint. Du kannst unterscheiden, welche Rolle religiöse Argumente in der informellen politischen Öffentlichkeit spielen dürfen und welche Anforderungen für staatliche Institutionen gelten. Außerdem kannst Du die Idee der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersetzung religiöser Gehalte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in eine allgemein zugängliche Sprache erläutern, Chancen und Kritikpunkte benennen und Habermas’ Ansatz auf aktuelle Konflikte übertragen, etwa auf Debatten über [[Menschenwürde|Menschenwürde]], [[Religionsfreiheit|Religionsfreiheit]], [[Bildung|Bildung]], [[Bioethik|Bioethik]], [[Migration|Migration]], [[Toleranz|Toleranz]] und [[Digitale Öffentlichkeit|digitale Öffentlichkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Jürgen Habermas und sein philosophischer Kontext =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jürgen Habermas|Jürgen Habermas]] gehört zu den einflussreichsten Denkern der [[Kritische Theorie|Kritischen Theorie]] und der [[Frankfurter Schule|Frankfurter Schule]]. Sein Werk verbindet [[Philosophie|Philosophie]], [[Soziologie|Soziologie]], [[Politische Theorie|politische Theorie]], [[Sprachphilosophie|Sprachphilosophie]] und [[Demokratietheorie|Demokratietheorie]]. Besonders wichtig sind seine Begriffe der [[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]], des [[Kommunikatives Handeln|kommunikativen Handelns]] und der [[Diskursethik|Diskursethik]]. Habermas fragt danach, wie Menschen trotz unterschiedlicher Weltbilder vernünftig miteinander sprechen, gemeinsame Regeln begründen und demokratische Entscheidungen vorbereiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AdornoHorkheimerHabermasbyJeremyJShapiro2.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Frankfurter Schule|Frankfurter Schule]] analysierte moderne Gesellschaften kritisch: Sie untersuchte Macht, Herrschaft, [[Kapitalismus|Kapitalismus]], [[Aufklärung|Aufklärung]], [[Ideologie|Ideologie]] und Kulturindustrie. Habermas knüpft daran an, setzt aber stärker auf die Möglichkeit rationaler Verständigung. Während ältere Vertreter der Kritischen Theorie oft die Gefahr einer instrumentellen Vernunft betonten, entwickelt Habermas eine Theorie, in der Sprache, Argumentation und öffentliche Diskussion eine emanzipatorische Kraft besitzen können. Für ihn ist Demokratie nicht nur ein Verfahren zur Mehrheitsentscheidung, sondern ein Prozess öffentlicher Meinungs- und Willensbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Öffentlichkeit bei Habermas =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]] ist bei Habermas kein bloßer Ort wie ein Marktplatz, ein Parlament oder ein Medienraum. Öffentlichkeit ist ein sozialer Kommunikationsraum, in dem gesellschaftliche Probleme sichtbar werden, Meinungen gebildet und politische Entscheidungen vorbereitet werden. Sie lebt davon, dass Menschen Argumente austauschen, Kritik äußern, Gründe prüfen und Machtansprüche hinterfragen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer demokratischen Öffentlichkeit soll nicht allein zählen, wer reich, laut, mächtig oder medial präsent ist. Entscheidend ist idealerweise die Kraft des besseren Arguments. Deshalb verbindet Habermas Öffentlichkeit mit [[Vernunft|Vernunft]], [[Partizipation|Partizipation]], [[Gleichberechtigung|Gleichberechtigung]] und [[Demokratie|Demokratie]]. Natürlich weiß Habermas, dass reale Öffentlichkeiten durch soziale Ungleichheit, Medienmacht, Vorurteile und politische Interessen verzerrt sein können. Gerade deshalb ist die Idee einer offenen, kritischen und inklusiven Öffentlichkeit ein normativer Maßstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Religion in der modernen Öffentlichkeit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In modernen Gesellschaften leben Menschen mit unterschiedlichen religiösen, weltanschaulichen und kulturellen Überzeugungen zusammen. Manche Menschen orientieren sich an [[Christentum|christlichen]], [[Islam|islamischen]], [[Judentum|jüdischen]], [[Buddhismus|buddhistischen]], [[Hinduismus|hinduistischen]] oder anderen religiösen Traditionen. Andere verstehen sich als [[Atheismus|atheistisch]], [[Agnostizismus|agnostisch]], humanistisch oder säkular. Eine demokratische Gesellschaft muss mit dieser Vielfalt umgehen, ohne eine Weltanschauung zur allein gültigen Grundlage des Staates zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas geht davon aus, dass religiöse Bürgerinnen und Bürger nicht aus der politischen Öffentlichkeit ausgeschlossen werden dürfen. In der informellen Öffentlichkeit, also in Medien, Vereinen, Bürgerinitiativen, sozialen Bewegungen, Gemeindeversammlungen oder öffentlichen Debatten, dürfen religiöse Menschen ihre Überzeugungen auch religiös ausdrücken. Wer sich aus religiösen Gründen für soziale Gerechtigkeit, Lebensschutz, Frieden, Umweltschutz, Menschenwürde oder Solidarität engagiert, soll nicht gezwungen werden, die eigenen Motive vollständig zu verstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig betont Habermas, dass staatliche Entscheidungen in einer pluralen Demokratie nicht allein mit religiösen Offenbarungswahrheiten begründet werden dürfen. Gesetze, Gerichtsurteile und Verwaltungsentscheidungen müssen mit Gründen gerechtfertigt werden, die allen Bürgerinnen und Bürgern prinzipiell zugänglich sind. Der demokratische Rechtsstaat darf keine bestimmte Religion bevorzugen und keine Bürgerin und keinen Bürger zwingen, eine religiöse Lehre als politische Begründung anzuerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Post-säkulare Gesellschaft =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff [[Post-säkulare Gesellschaft|post-säkulare Gesellschaft]] beschreibt Habermas keine Gesellschaft, die wieder religiös im vormodernen Sinn wird. Gemeint ist vielmehr eine Gesellschaft, die sich zwar weiterhin als säkular und plural versteht, aber anerkennt, dass Religion nicht einfach verschwindet. Der Begriff verweist auf eine Lernaufgabe: Säkulare Bürgerinnen und Bürger sollen Religion nicht vorschnell als irrational abwerten, religiöse Bürgerinnen und Bürger sollen zugleich die Bedingungen eines pluralen demokratischen Rechtsstaates anerkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Post-säkular&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet daher: Eine moderne Gesellschaft rechnet dauerhaft mit religiösen Stimmen in der Öffentlichkeit. Sie fragt, wie religiöse Beiträge so in demokratische Diskussionen eingebracht werden können, dass sie die Freiheit aller respektieren. Religion wird weder zur staatlichen Autorität erhoben noch aus der Öffentlichkeit verbannt. Stattdessen entsteht ein anspruchsvoller Kommunikationsprozess zwischen religiösen und säkularen Perspektiven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Die Übersetzung religiöser Gehalte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Idee bei Habermas ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; religiöser Gehalte in eine allgemein zugängliche Sprache. Damit meint Habermas nicht, dass religiöse Menschen ihre Überzeugungen aufgeben sollen. Vielmehr geht es darum, dass religiöse Argumente, die politisch verbindliche Entscheidungen beeinflussen sollen, so formuliert werden müssen, dass auch Andersgläubige und Nichtgläubige sie prüfen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel: Eine Person kann sich aus religiösen Gründen für die Würde des Menschen einsetzen. In einer staatlichen Gesetzesbegründung muss dieses Anliegen jedoch so formuliert werden, dass es auch ohne Zustimmung zu einer bestimmten Offenbarung nachvollziehbar ist. Dann kann aus einem religiösen Motiv ein öffentlich prüfbares Argument werden, etwa über [[Menschenwürde|Menschenwürde]], [[Grundrechte|Grundrechte]], [[Freiheit|Freiheit]], [[Gleichheit|Gleichheit]] oder [[Gerechtigkeit|Gerechtigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas verlangt diese Übersetzungsleistung nicht nur von religiösen Bürgerinnen und Bürgern. Auch säkulare Bürgerinnen und Bürger sollen bereit sein, religiöse Beiträge ernst zu nehmen und mögliche moralische Einsichten daraus in eine gemeinsame politische Sprache zu übertragen. Diese wechselseitige Lernbereitschaft unterscheidet Habermas’ Ansatz von einem strengen Laizismus, der Religion vollständig aus der Öffentlichkeit verdrängen möchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Informelle Öffentlichkeit und staatliche Institutionen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Unterscheidung bei Habermas betrifft die Ebene der öffentlichen Diskussion und die Ebene staatlicher Entscheidung. In der informellen Öffentlichkeit dürfen religiöse Argumente ausdrücklich vorkommen. Dort gehört es zur demokratischen Freiheit, dass Menschen ihre Überzeugungen in ihrer eigenen Sprache äußern. Anders ist es in staatlichen Institutionen wie Parlamenten, Gerichten, Ministerien oder Verwaltungen, sobald verbindliche Entscheidungen begründet werden. Dort müssen Gründe so formuliert sein, dass sie unabhängig von einer bestimmten Religion nachvollziehbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterscheidung schützt zwei Werte zugleich: Einerseits schützt sie die [[Religionsfreiheit|Religionsfreiheit]] religiöser Bürgerinnen und Bürger. Andererseits schützt sie die [[Weltanschauungsfreiheit|Weltanschauungsfreiheit]] aller anderen Bürgerinnen und Bürger. Der Staat bleibt weltanschaulich neutral, aber die Gesellschaft bleibt offen für religiöse Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Habermas und Ratzinger: Vernunft und Glaube =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders bekannt wurde die Debatte zwischen [[Jürgen Habermas|Jürgen Habermas]] und [[Benedikt XVI.|Joseph Ratzinger]], dem späteren Papst Benedikt XVI. Beide diskutierten über die vorpolitischen moralischen Grundlagen des demokratischen Rechtsstaates. Obwohl Habermas als säkularer Philosoph argumentiert und Ratzinger aus einer theologischen Perspektive spricht, teilen beide die Sorge, dass moderne Gesellschaften gemeinsame moralische Grundlagen nicht einfach voraussetzen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ratzinger - Habermas.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Habermas ist Religion eine mögliche Quelle moralischer Sensibilitäten. Religiöse Traditionen können Erfahrungen von Schuld, Verfehlung, Erlösung, Hoffnung, Solidarität und Gerechtigkeit sprachlich bewahren. Eine säkulare Gesellschaft sollte solche Gehalte nicht achtlos verlieren. Gleichzeitig müssen religiöse Gehalte in demokratischen Debatten so übersetzt werden, dass sie allgemeine Zustimmung finden können, ohne religiösen Glauben vorauszusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Chancen des Ansatzes =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas’ Ansatz hat mehrere Stärken. Er vermeidet eine einfache Gegenüberstellung von Religion und Vernunft. Er erkennt an, dass religiöse Menschen demokratische Bürgerinnen und Bürger mit legitimen Stimmen sind. Er schützt zugleich den säkularen Rechtsstaat vor religiöser Bevormundung. Außerdem eröffnet er einen Raum, in dem religiöse und säkulare Menschen gemeinsam über moralische Probleme sprechen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Schule, Ausbildung und Studium ist dieser Ansatz besonders wertvoll, weil er zeigt, wie komplex demokratische Kommunikation ist. In einer pluralen Gesellschaft reicht es nicht, nur die eigene Meinung zu äußern. Du musst auch lernen, Gründe so zu formulieren, dass andere sie verstehen, prüfen und kritisieren können. Genau darin liegt eine zentrale demokratische Kompetenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Kritik und offene Fragen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas’ Position wird unterschiedlich kritisiert. Manche säkulare Kritikerinnen und Kritiker fragen, ob Religion durch Habermas zu viel Gewicht in der Öffentlichkeit erhält. Sie befürchten, dass religiöse Argumente politischen Druck erzeugen könnten, obwohl sie nicht von allen geteilt werden. Andere kritisieren, dass die Übersetzung religiöser Sprache in säkulare Sprache religiöse Erfahrungen verkürzen oder verfälschen könne. Wieder andere fragen, wer eigentlich entscheidet, wann eine Übersetzung gelungen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus Perspektiven der [[Feministische Theorie|feministischen Theorie]], [[Postkolonialismus|postkolonialen Kritik]] und [[Soziale Ungleichheit|sozialen Ungleichheitsforschung]] gibt es wichtige Fragen: Wer bekommt in der Öffentlichkeit überhaupt Gehör? Welche religiösen Stimmen werden ernst genommen und welche werden marginalisiert? Werden Minderheitenreligionen genauso respektiert wie Mehrheitsreligionen? Wie verändern soziale Medien die Bedingungen einer vernünftigen Debatte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Bezug zur digitalen Öffentlichkeit =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas’ Theorie der Öffentlichkeit ist heute besonders aktuell, weil öffentliche Kommunikation zunehmend über digitale Plattformen, soziale Netzwerke, Kommentarspalten, Messenger-Gruppen und Videokanäle stattfindet. Dort können religiöse und säkulare Stimmen sichtbar werden, aber es entstehen auch neue Probleme: [[Desinformation|Desinformation]], Empörung, Polarisierung, Hassrede, Filterblasen und algorithmische Verstärkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage nach Religion in Öffentlichkeit stellt sich daher neu. Wie kann eine faire Diskussion gelingen, wenn viele Beiträge emotionalisiert, verkürzt oder strategisch verbreitet werden? Wie lassen sich religiöse Überzeugungen respektvoll einbringen, ohne andere abzuwerten? Wie kann der demokratische Anspruch auf begründete, überprüfbare und inklusive Kommunikation unter digitalen Bedingungen bewahrt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Zentrale Begriffe =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]: Deutscher Philosoph und Sozialtheoretiker, der Öffentlichkeit, Kommunikation, Demokratie und Vernunft ins Zentrum seines Denkens stellt.&lt;br /&gt;
# [[Öffentlichkeit]]: Kommunikationsraum, in dem gesellschaftliche Probleme, Meinungen und politische Forderungen sichtbar werden.&lt;br /&gt;
# [[Säkularisierung]]: Prozess, in dem Religion an staatlicher, gesellschaftlicher oder kultureller Selbstverständlichkeit verliert.&lt;br /&gt;
# [[Post-säkulare Gesellschaft]]: Moderne Gesellschaft, die Religion nicht als verschwunden betrachtet, sondern ihre dauerhafte öffentliche Bedeutung reflektiert.&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik]]: Ethik, nach der Normen nur dann gültig sein können, wenn sie in einem fairen Diskurs zustimmungsfähig sind.&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]: Demokratieverständnis, das öffentliche Beratung, Argumentation und Verständigung betont.&lt;br /&gt;
# [[Religionsfreiheit]]: Grundrecht, eine Religion zu haben, zu wechseln, auszuüben oder keine Religion zu haben.&lt;br /&gt;
# [[Weltanschauliche Neutralität]]: Prinzip, nach dem der Staat keine Religion oder Weltanschauung bevorzugen darf.&lt;br /&gt;
# [[Übersetzung]]: Bei Habermas die Übertragung religiöser Gehalte in eine allgemein zugängliche politische Sprache.&lt;br /&gt;
# [[Pluralismus]]: Zusammenleben unterschiedlicher Überzeugungen, Lebensformen und Weltanschauungen in einer Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Arbeit mit dem Video =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nutze das eingebundene Video, um Habermas’ Position schrittweise zu erschließen. Notiere Dir zuerst die wichtigsten Begriffe, die im Video genannt werden. Kläre anschließend, wie diese Begriffe zusammenhängen: [[Jürgen Habermas|Habermas]], [[Religion|Religion]], [[Öffentlichkeit|Öffentlichkeit]], [[Säkularisierung|Säkularisierung]], [[Post-säkulare Gesellschaft|post-säkulare Gesellschaft]], [[Vernunft|Vernunft]] und [[Demokratie|Demokratie]]. Achte besonders darauf, ob das Video Religion als Problem, als Ressource oder als beides beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gute Analyse des Videos beantwortet drei Fragen: Was ist die Hauptthese? Welche Begriffe werden zur Begründung verwendet? Welche Konsequenzen ergeben sich für demokratische Debatten heute?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was meint Habermas mit einer post-säkularen Gesellschaft?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Eine säkulare Gesellschaft erkennt die fortbestehende öffentliche Bedeutung von Religion an)&lt;br /&gt;
(!Eine Gesellschaft schafft Religion vollständig ab)&lt;br /&gt;
(!Eine Gesellschaft ordnet den Staat einer Religion unter)&lt;br /&gt;
(!Eine Gesellschaft ersetzt Demokratie durch Theologie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Rolle dürfen religiöse Argumente in der informellen Öffentlichkeit spielen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie dürfen öffentlich geäußert und diskutiert werden)&lt;br /&gt;
(!Sie sind grundsätzlich verboten)&lt;br /&gt;
(!Sie dürfen nur vor Gericht verwendet werden)&lt;br /&gt;
(!Sie zählen automatisch mehr als säkulare Argumente)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was verlangt Habermas für staatliche Entscheidungen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie müssen mit allgemein zugänglichen Gründen begründet werden)&lt;br /&gt;
(!Sie müssen ausschließlich religiös begründet werden)&lt;br /&gt;
(!Sie müssen ohne öffentliche Diskussion beschlossen werden)&lt;br /&gt;
(!Sie müssen immer der Mehrheitsreligion folgen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was bedeutet Übersetzung religiöser Gehalte bei Habermas?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Religöse Anliegen werden in eine allgemein verständliche politische Sprache übertragen)&lt;br /&gt;
(!Religiöse Texte werden in eine andere Landessprache übertragen)&lt;br /&gt;
(!Religion wird durch Naturwissenschaft ersetzt)&lt;br /&gt;
(!Säkulare Bürger müssen religiös werden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Theorie verbindet Habermas besonders mit demokratischer Beratung?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Deliberative Demokratie)&lt;br /&gt;
(!Absolutismus)&lt;br /&gt;
(!Feudalismus)&lt;br /&gt;
(!Militärdiktatur)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum ist Öffentlichkeit für Habermas wichtig?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie ermöglicht öffentliche Meinungsbildung und Kritik)&lt;br /&gt;
(!Sie ersetzt alle Gesetze)&lt;br /&gt;
(!Sie verhindert jede Form von Streit)&lt;br /&gt;
(!Sie macht Wahlen überflüssig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Haltung sollen säkulare Bürgerinnen und Bürger nach Habermas gegenüber religiösen Beiträgen einnehmen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie sollen religiöse Beiträge nicht vorschnell als irrational abwerten)&lt;br /&gt;
(!Sie sollen religiöse Menschen aus Debatten ausschließen)&lt;br /&gt;
(!Sie sollen religiöse Begründungen automatisch übernehmen)&lt;br /&gt;
(!Sie sollen nur private Interessen gelten lassen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welches Grundrecht ist für Habermas’ Thema besonders wichtig?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Religionsfreiheit)&lt;br /&gt;
(!Erbrecht)&lt;br /&gt;
(!Patentrecht)&lt;br /&gt;
(!Zollrecht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was ist ein zentrales Problem digitaler Öffentlichkeit?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Polarisierung und Desinformation können vernünftige Debatten erschweren)&lt;br /&gt;
(!Digitale Medien verhindern jede religiöse Aussage)&lt;br /&gt;
(!Im Internet gibt es keine Öffentlichkeit)&lt;br /&gt;
(!Algorithmen garantieren immer faire Diskussionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was schützt die weltanschauliche Neutralität des Staates?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Die gleiche Freiheit religiöser und nichtreligiöser Bürgerinnen und Bürger)&lt;br /&gt;
(!Die Herrschaft einer einzigen Religion)&lt;br /&gt;
(!Die Abschaffung aller öffentlichen Debatten)&lt;br /&gt;
(!Die automatische Wahrheit jeder Mehrheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Post-säkular || Religion bleibt in säkularen Gesellschaften öffentlich bedeutsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Öffentlichkeit || Raum demokratischer Meinungsbildung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Übersetzung || Religiöse Gehalte werden allgemein zugänglich formuliert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskursethik || Normen sollen im fairen Gespräch begründbar sein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Religionsfreiheit || Recht auf Glauben und Nichtglauben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Deliberation || Beratung durch Gründe und Gegenargumente&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Neutralität || Der Staat bevorzugt keine Weltanschauung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Pluralismus || Unterschiedliche Überzeugungen leben zusammen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Informelle Öffentlichkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Religiöse Sprache darf in gesellschaftlichen Debatten vorkommen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Staatliche Institution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Verbindliche Entscheidungen brauchen allgemein zugängliche Gründe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Post-säkular&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Religion verschwindet nicht einfach aus modernen Gesellschaften&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Übersetzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Religiöse Anliegen werden politisch nachvollziehbar formuliert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deliberation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Demokratische Beratung durch Argumente&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neutralität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Der Staat bevorzugt keine Religion&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pluralismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Verschiedene Weltanschauungen bestehen nebeneinander&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Habermas || Welcher Philosoph verbindet Religion, Öffentlichkeit und post-säkulare Gesellschaft?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskurs || Wie heißt ein geregeltes Gespräch, in dem Gründe ausgetauscht werden?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vernunft || Welcher Begriff bezeichnet die Fähigkeit, Gründe zu prüfen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Religion || Welche gesellschaftliche Kraft soll laut Habermas nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt werden?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demokratie || Welche Staatsform lebt von öffentlicher Beratung und Beteiligung?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Uebersetzung || Wie nennt Habermas die Übertragung religiöser Gehalte in allgemein zugängliche Sprache?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oeffentlichkeit || In welchem Kommunikationsraum werden Meinungen und politische Forderungen sichtbar?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Saekularisierung || Wie heißt der Prozess, in dem Religion gesellschaftlich an Selbstverständlichkeit verliert?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Habermas+Religion+Oeffentlichkeit &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Jürgen Habermas untersucht, wie religiöse und säkulare Menschen in einer demokratischen { Öffentlichkeit } miteinander sprechen können. Eine moderne Gesellschaft nennt er post-säkular, wenn sie anerkennt, dass { Religion } trotz Säkularisierung öffentlich bedeutsam bleibt. Religiöse Bürgerinnen und Bürger dürfen ihre Überzeugungen in der informellen Öffentlichkeit ausdrücken, doch staatliche Entscheidungen brauchen allgemein zugängliche { Gründe }. Deshalb ist die { Übersetzung } religiöser Gehalte in eine gemeinsame politische Sprache wichtig. Säkulare Bürgerinnen und Bürger sollen religiöse Beiträge nicht vorschnell als { irrational } abwerten. Zugleich müssen religiöse Bürgerinnen und Bürger den pluralen Rechtsstaat und die { Religionsfreiheit } aller anerkennen. Habermas verbindet diese Idee mit einer deliberativen { Demokratie }, in der öffentliche Beratung, Kritik und Argumente eine zentrale Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
# [[Begriffslandkarte]]: Erstelle eine Mindmap zu den Begriffen [[Jürgen Habermas]], [[Religion]], [[Öffentlichkeit]], [[Säkularisierung]], [[Post-säkulare Gesellschaft]] und [[Demokratie]].&lt;br /&gt;
# [[Videonotizen]]: Schau das eingebundene Video an und notiere fünf Kernaussagen in eigenen Worten.&lt;br /&gt;
# [[Alltagsbeispiel]]: Beschreibe eine öffentliche Debatte, in der religiöse und säkulare Argumente vorkommen.&lt;br /&gt;
# [[Begriffsvergleich]]: Erkläre den Unterschied zwischen [[Religionsfreiheit]] und [[weltanschauliche Neutralität|weltanschaulicher Neutralität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
# [[Argumentanalyse]]: Wähle ein religiös begründetes Argument aus einer aktuellen Debatte und übersetze es in eine allgemein zugängliche politische Sprache.&lt;br /&gt;
# [[Pro-und-Kontra-Debatte]]: Führe eine Diskussion zur Frage, ob religiöse Argumente in Talkshows, Parlamenten oder sozialen Medien vorkommen sollten.&lt;br /&gt;
# [[Textanalyse]]: Analysiere einen kurzen Auszug aus Habermas’ Denken zur Religion und markiere These, Begründung und Konsequenz.&lt;br /&gt;
# [[Interviewprojekt]]: Befrage zwei Personen mit unterschiedlichen Weltanschauungen dazu, welche Rolle Religion in öffentlichen Debatten spielen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
# [[Fallstudie]]: Untersuche eine politische Debatte zu Bioethik, Bildung, Migration oder Menschenwürde und bewerte sie mit Habermas’ Theorie.&lt;br /&gt;
# [[Essay]]: Schreibe einen argumentativen Essay zur Frage, ob Habermas’ Übersetzungsforderung religiöse Stimmen stärkt oder begrenzt.&lt;br /&gt;
# [[Digitale Öffentlichkeit]]: Analysiere, wie soziale Medien religiöse und säkulare Konflikte verstärken oder Verständigung ermöglichen können.&lt;br /&gt;
# [[Philosophischer Vergleich]]: Vergleiche Habermas’ Position mit einer streng laizistischen Position und mit einer religiös begründeten politischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Transfer auf Gegenwart]]: Erkläre an einem selbst gewählten aktuellen Beispiel, wie religiöse Argumente in eine allgemein zugängliche politische Sprache übersetzt werden könnten.&lt;br /&gt;
# [[Perspektivenwechsel]]: Formuliere dieselbe politische Forderung einmal aus religiöser und einmal aus säkularer Perspektive und vergleiche die Begründungen.&lt;br /&gt;
# [[Demokratische Bewertung]]: Beurteile, ob Habermas’ Modell religiöse Vielfalt eher fördert oder begrenzt, und begründe Deine Einschätzung.&lt;br /&gt;
# [[Kritische Analyse]]: Untersuche, welche Gruppen in öffentlichen Debatten über Religion oft gehört werden und welche eher ausgeschlossen bleiben.&lt;br /&gt;
# [[Institutionenvergleich]]: Unterscheide anhand eines Beispiels, welche Sprache in einer Bürgerinitiative möglich ist und welche Begründung in einem Gerichtsurteil notwendig wäre.&lt;br /&gt;
# [[Digitale Anwendung]]: Entwickle Regeln für eine Online-Diskussion, in der religiöse und nichtreligiöse Menschen respektvoll über ein kontroverses Thema sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Habermas’ Grundbegriffe sicher erklären und auf konkrete Fälle anwenden kannst. Du solltest zeigen, dass Du zwischen informeller Öffentlichkeit und staatlicher Institution unterscheiden kannst. Außerdem solltest Du die Idee der post-säkularen Gesellschaft und die Übersetzungsforderung religiöser Gehalte sachlich darstellen, kritisch bewerten und mit Beispielen verbinden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Begriffssicherheit]]: Du erklärst zentrale Begriffe wie [[Öffentlichkeit]], [[Säkularisierung]], [[Post-säkulare Gesellschaft]], [[Diskurs]], [[Deliberative Demokratie]] und [[Religionsfreiheit]].&lt;br /&gt;
# [[Textverständnis]]: Du fasst Habermas’ Position zur Religion in der Öffentlichkeit korrekt zusammen.&lt;br /&gt;
# [[Anwendungsfähigkeit]]: Du überträgst Habermas’ Ansatz auf eine aktuelle gesellschaftliche Debatte.&lt;br /&gt;
# [[Argumentationskompetenz]]: Du formulierst nachvollziehbare Gründe und unterscheidest religiöse Motive von allgemein zugänglichen politischen Argumenten.&lt;br /&gt;
# [[Kritische Reflexion]]: Du benennst Chancen, Grenzen und Kritikpunkte des Modells.&lt;br /&gt;
# [[Medienkompetenz]]: Du analysierst, wie digitale Öffentlichkeit demokratische Verständigung fördern oder erschweren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Quellen und Vertiefung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]: [https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas Wikipedia-Artikel zu Jürgen Habermas]&lt;br /&gt;
# [[Religion in the Public Sphere]]: [https://holbergprize.org/wp-content/uploads/sites/2/2023/11/Habermas_religion_in_the_public_sphere.pdf Vortragstext von Jürgen Habermas]&lt;br /&gt;
# [[Wikimedia Commons]]: [https://commons.wikimedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas Medien zu Jürgen Habermas]&lt;br /&gt;
# [[Ratzinger-Habermas-Debatte]]: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzinger_-_Habermas.jpg Bildmaterial zum Dialog zwischen Joseph Ratzinger und Jürgen Habermas]&lt;br /&gt;
# [[Frankfurter Schule]]: [https://commons.wikimedia.org/wiki/File:AdornoHorkheimerHabermasbyJeremyJShapiro2.png Bildmaterial zu Adorno, Horkheimer und Habermas]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Links =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Habermas: Religion in Öffentlichkeit]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]&lt;br /&gt;
# [[Öffentlichkeit]]&lt;br /&gt;
# [[Religion]]&lt;br /&gt;
# [[Säkularisierung]]&lt;br /&gt;
# [[Post-säkulare Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik]]&lt;br /&gt;
# [[Kommunikatives Handeln]]&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]&lt;br /&gt;
# [[Religionsfreiheit]]&lt;br /&gt;
# [[Weltanschauliche Neutralität]]&lt;br /&gt;
# [[Pluralismus]]&lt;br /&gt;
# [[Politische Philosophie]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialwissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:aiMOOC]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
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