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	<title>Habermas - Ein Maßstab - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-07-08T18:42:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in MOOCsWiki Staging</subtitle>
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		<id>https://staging.moocwiki.org/index.php?title=Habermas_-_Ein_Ma%C3%9Fstab&amp;diff=33919&amp;oldid=prev</id>
		<title>Glanz: aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt</title>
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		<updated>2026-07-06T18:12:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{T}}&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Einleitung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habermas: Ein Maßstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; führt Dich in das Denken von [[Jürgen Habermas]] ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Gespräche, Debatten und demokratische Entscheidungen so geführt werden können, dass nicht [[Macht]], [[Manipulation]] oder bloße Lautstärke entscheiden, sondern das bessere [[Argument]]. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maßstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist dabei entscheidend: Die [[ideale Sprechsituation]] beschreibt keine perfekt erreichbare Wirklichkeit, sondern ein kritisches Kriterium, mit dem Du reale Kommunikation beurteilen und verbessern kannst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Habermas (cropped).jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das folgende Video behandelt Habermas als Maßstab für Verständigung, die [[ideale Sprechsituation]], den [[idealer Sprechakt|idealen Sprechakt]], [[kommunikatives Handeln]] und zentrale Kritikpunkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=gsEP_EI1C8I   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jürgen Habermas (1929–2026) war ein deutscher [[Philosoph]], [[Soziologe]] und öffentlicher Intellektueller. Er gilt als bedeutender Vertreter der zweiten Generation der [[Frankfurter Schule]] und entwickelte die [[Kritische Theorie]] weiter. Seine Arbeiten zur [[Öffentlichkeit]], zur [[Theorie des kommunikativen Handelns]], zur [[Diskursethik]] und zur [[deliberative Demokratie|deliberativen Demokratie]] sind für [[Ethik]], [[Politische Bildung]], [[Soziologie]], [[Kommunikationswissenschaft]] und [[Philosophieunterricht]] besonders wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Grundidee: Warum braucht Kommunikation einen Maßstab? =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen sprechen nicht nur, um Informationen auszutauschen. Sie begründen, widersprechen, bitten, kritisieren, versprechen, entschuldigen sich und suchen Verständigung. Habermas fragt: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unter welchen Bedingungen kann ein Gespräch vernünftig, gerecht und frei sein?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Seine Antwort lautet: Kommunikation soll sich an Bedingungen orientieren, unter denen alle Betroffenen als gleichberechtigte Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Maßstab ist besonders wichtig, weil reale Gespräche oft von ungleichen Voraussetzungen geprägt sind. Manche Menschen haben mehr Wissen, mehr gesellschaftlichen Einfluss, mehr sprachliche Sicherheit oder mehr institutionelle Macht. Andere werden überhört, eingeschüchtert oder gar nicht eingeladen. Habermas&amp;#039; Theorie hilft Dir, solche Verzerrungen zu erkennen: Eine Diskussion ist nicht schon deshalb gut, weil gesprochen wird. Sie ist erst dann gut, wenn Gründe geprüft werden können und alle Beteiligten faire Chancen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Maßstab statt Utopie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[ideale Sprechsituation]] ist keine Behauptung, dass es irgendwo vollkommen herrschaftsfreie Gespräche gibt. Sie ist eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kontrafaktische Orientierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Das bedeutet: Wir wissen, dass die ideale Situation in der Wirklichkeit nie vollständig erreicht wird, aber wir benutzen sie als Kriterium, um reale Gespräche kritisch zu beurteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Du zum Beispiel eine Klassendiskussion, eine Talkshow, eine Parlamentssitzung oder eine Online-Debatte untersuchst, kannst Du fragen: Wer durfte sprechen? Wurden Behauptungen begründet? Durften Einwände geäußert werden? Wurden Personen durch Angst, Status, Gruppendruck, Beleidigungen oder algorithmische Verstärkung benachteiligt? Genau hier wird Habermas zum Maßstab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Jürgen Habermas im Kontext =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AdornoHorkheimerHabermasbyJeremyJShapiro2.png|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas steht in der Tradition der [[Kritische Theorie|Kritischen Theorie]], die mit Denkern wie [[Max Horkheimer]] und [[Theodor W. Adorno]] verbunden ist. Diese Tradition untersucht, wie gesellschaftliche Verhältnisse Menschen unfrei machen können, auch wenn sie formal in modernen Demokratien leben. Habermas übernimmt den kritischen Anspruch, setzt aber stärker auf die Möglichkeit vernünftiger Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen wichtigen Werken gehören [[Strukturwandel der Öffentlichkeit]], [[Erkenntnis und Interesse]], [[Theorie des kommunikativen Handelns]], [[Moralbewusstsein und kommunikatives Handeln]], [[Faktizität und Geltung]] und [[Auch eine Geschichte der Philosophie]]. Besonders einflussreich ist seine Idee, dass moderne Gesellschaften nicht nur durch Geld, Macht und Verwaltung zusammengehalten werden, sondern auch durch sprachliche Verständigung, geteilte Gründe und öffentliche Debatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Öffentlichkeit und Demokratie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas&amp;#039; frühe Untersuchung zum [[Strukturwandel der Öffentlichkeit]] fragt, wie sich Räume öffentlicher Diskussion in der modernen Gesellschaft entwickelt haben. Eine funktionierende [[Öffentlichkeit]] ist für [[Demokratie]] zentral, weil Bürgerinnen und Bürger politische Entscheidungen nicht nur hinnehmen, sondern prüfen, kritisieren und mitgestalten sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine demokratische Öffentlichkeit braucht mehr als Meinungsäußerung. Sie braucht Zugänglichkeit, überprüfbare Informationen, Streitkultur und die Bereitschaft, Argumente ernst zu nehmen. Wenn Öffentlichkeit durch Propaganda, extreme Ungleichheit, Desinformation oder bloße Empörung dominiert wird, verliert sie ihre demokratische Kraft. Habermas&amp;#039; Maßstab macht sichtbar, wann Kommunikation demokratisch produktiv ist und wann sie in strategische Einflussnahme kippt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Kommunikatives Handeln =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Theorie des kommunikativen Handelns]] unterscheidet Habermas zwischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kommunikativem Handeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;strategischem Handeln&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Beim kommunikativen Handeln versuchen Menschen, sich durch Gründe zu verständigen. Sie richten sich auf Einverständnis, das durch Argumente zustande kommt. Beim strategischen Handeln versuchen Menschen dagegen, andere zu beeinflussen, um eigene Ziele durchzusetzen. Das kann offen geschehen, etwa durch Verhandlungen, oder verdeckt, etwa durch Manipulation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Unterscheidung hilft Dir, Gespräche genauer zu analysieren. Nicht jede Zustimmung ist echte Verständigung. Wenn jemand zustimmt, weil er Angst vor Nachteilen hat, weil Informationen fehlen oder weil eine Person rhetorisch trickreich manipuliert, ist das Ergebnis nicht im Sinne eines herrschaftsfreien Diskurses zustande gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Beispiel aus dem Alltag ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stell Dir vor, eine Klasse entscheidet über ein Projektthema. Eine Schülerin bringt ein Argument vor, wird aber von mehreren lauten Mitschülern unterbrochen. Der Lehrer entscheidet schnell zugunsten der Mehrheit, ohne die Gründe der Minderheit zu prüfen. Formal gab es eine Abstimmung. Nach Habermas wäre aber zu fragen, ob alle Beteiligten die gleiche Chance hatten, ihre Gründe vorzubringen. Der Maßstab zeigt: Demokratische Verfahren brauchen faire Kommunikation, nicht nur Mehrheitsentscheidungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Die ideale Sprechsituation =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[ideale Sprechsituation]] beschreibt Bedingungen, unter denen ein Diskurs möglichst frei, gleichberechtigt und vernünftig geführt wird. Die wichtigsten Bedingungen lauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Teilhabe]]: Alle sprach- und handlungsfähigen Betroffenen sollen am Diskurs teilnehmen können.&lt;br /&gt;
# [[Gleichberechtigung]]: Alle sollen gleiche Chancen haben, Fragen zu stellen, Behauptungen einzubringen und Einwände zu formulieren.&lt;br /&gt;
# [[Problematisierung]]: Jede Behauptung, Norm oder Begründung darf kritisch geprüft werden.&lt;br /&gt;
# [[Wahrhaftigkeit]]: Beteiligte sollen nicht täuschen, sondern ehrlich über ihre Absichten, Bedürfnisse und Überzeugungen sprechen.&lt;br /&gt;
# [[Zwangsfreiheit]]: Niemand darf durch äußeren oder inneren Zwang daran gehindert werden, seine Stimme einzubringen.&lt;br /&gt;
# [[Argumentation]]: Nicht Status, Geld, Herkunft oder Lautstärke sollen entscheiden, sondern die Kraft der Gründe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Bedingungen sind idealisiert. Gerade deshalb sind sie nützlich. Sie helfen, reale Gespräche auf Machtasymmetrien, Ausschlüsse und Verzerrungen zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Die vier Geltungsansprüche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas zeigt, dass Menschen in Verständigungssituationen meist mehrere [[Geltungsanspruch|Geltungsansprüche]] erheben. Wenn jemand etwas sagt, wird nicht nur ein Geräusch erzeugt. Es wird beansprucht, dass die Aussage verständlich, sachlich zutreffend, normativ angemessen und ehrlich gemeint ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Verständlichkeit]]: Die Äußerung muss so formuliert sein, dass andere sie verstehen können.&lt;br /&gt;
# [[Wahrheit]]: Aussagen über die Welt müssen sachlich begründbar sein.&lt;br /&gt;
# [[Richtigkeit]]: Aussagen über Normen und Regeln müssen im sozialen Zusammenhang gerechtfertigt werden können.&lt;br /&gt;
# [[Wahrhaftigkeit]]: Die sprechende Person soll ihre Absichten nicht verschleiern oder vortäuschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese vier Dimensionen helfen Dir, Kommunikation differenziert zu prüfen. Ein Satz kann sprachlich verständlich sein, aber sachlich falsch. Eine Aussage kann sachlich stimmen, aber manipulativ eingesetzt werden. Eine Regel kann korrekt formuliert sein, aber ungerecht wirken. Habermas fordert daher eine Prüfung von Gründen auf mehreren Ebenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Der ideale Sprechakt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Sprechakt]] stammt aus der [[Sprachphilosophie]] und der [[Sprechakttheorie]]. Er macht deutlich, dass Sprechen selbst eine Handlung ist. Wenn jemand verspricht, fragt, behauptet, warnt oder entschuldigt, wird mit Worten etwas getan. Habermas greift diese Einsicht auf und verbindet sie mit seiner Theorie der Verständigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;idealer Sprechakt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wäre ein sprachliches Handeln, das nicht manipuliert, nicht täuscht und nicht durch Machtmittel ersetzt wird. Er ist auf Verständigung ausgerichtet. Wer ideal kommuniziert, ist bereit, Gründe zu geben, Einwände zuzulassen und die eigene Position zu ändern, wenn bessere Argumente vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Diskursethik: Moral durch gemeinsames Prüfen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Diskursethik]] geht es darum, moralische Normen nicht einfach durch Autorität, Tradition oder persönliche Vorlieben zu begründen. Eine Norm soll dann gelten können, wenn alle Betroffenen ihr in einem freien und vernünftigen Diskurs zustimmen könnten. Damit übersetzt Habermas einen Gedanken der [[Aufklärung]] in ein dialogisches Verfahren: Moralische Geltung entsteht nicht durch Befehl, sondern durch begründbare Zustimmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bedeutet nicht, dass jede reale Zustimmung automatisch moralisch richtig ist. Entscheidend ist, ob die Zustimmung unter fairen Diskursbedingungen gedacht werden kann. Wenn eine Gruppe zustimmt, weil sie unter Druck steht oder nicht vollständig informiert ist, wäre die Zustimmung kein ausreichender moralischer Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Universalisierung und Perspektivenwechsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiger Gedanke der Diskursethik ist die [[Universalisierung]]. Eine Norm muss so geprüft werden, dass die Folgen und Nebenfolgen für alle Betroffenen berücksichtigt werden. Du musst also nicht nur fragen: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was nützt mir?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Du musst fragen: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Könnten alle Betroffenen die Folgen dieser Regel vernünftigerweise akzeptieren?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Perspektivenwechsel ist für Schule, Politik und Alltag bedeutsam. Er schützt vor egoistischen Scheinbegründungen und vor Mehrheitsentscheidungen, die Minderheiten übergehen. Eine Regel ist nicht schon gerecht, weil viele sie gut finden. Sie muss im Licht der Gründe aller Betroffenen bestehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Anwendung: Habermas als Analysewerkzeug =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Juergen Habermas 2011 3.jpg|500px|rahmenlos|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du kannst Habermas&amp;#039; Maßstab praktisch anwenden, indem Du eine Diskussion systematisch untersuchst. Das kann eine Debatte im Unterricht, eine politische Rede, ein Kommentarbereich, eine Talkshow, ein Klassenrat, eine Gerichtsverhandlung oder ein Konfliktgespräch sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prüfe dabei besonders:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Zugang]]: Wer darf teilnehmen und wer bleibt ausgeschlossen?&lt;br /&gt;
# [[Redeanteile]]: Wer spricht viel, wer wird unterbrochen, wer schweigt?&lt;br /&gt;
# [[Begründung]]: Werden Behauptungen mit nachvollziehbaren Gründen gestützt?&lt;br /&gt;
# [[Prüfbarkeit]]: Können Fakten, Quellen und Annahmen überprüft werden?&lt;br /&gt;
# [[Respekt]]: Werden Personen angegriffen oder Argumente kritisiert?&lt;br /&gt;
# [[Macht]]: Gibt es Druck, Drohung, Abhängigkeit oder institutionelle Überlegenheit?&lt;br /&gt;
# [[Revisionsbereitschaft]]: Sind Beteiligte bereit, ihre Position bei besseren Gründen zu verändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen Fragen wird Habermas&amp;#039; Theorie zu einem Werkzeug für [[Medienbildung]], [[Demokratiebildung]], [[Konfliktlösung]] und [[Urteilskompetenz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Beispiel: Online-Debatten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[soziale Medien|sozialen Medien]] zeigt sich besonders deutlich, warum Habermas aktuell bleibt. Dort können viele Menschen öffentlich sprechen, doch Sichtbarkeit wird oft durch Algorithmen, Emotionen, Skandalisierung und Aufmerksamkeitslogik beeinflusst. Eine Äußerung kann sich verbreiten, weil sie empört, nicht weil sie gut begründet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas&amp;#039; Maßstab hilft, digitale Kommunikation kritisch zu prüfen. Eine gute Online-Debatte braucht transparente Quellen, faire Moderation, Schutz vor Einschüchterung, Bereitschaft zum Zuhören und Verfahren gegen Desinformation. Ohne solche Bedingungen kann Öffentlichkeit zwar laut, aber wenig vernünftig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Beispiel: Schule und Klassenrat ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Klassenrat]] kann die ideale Sprechsituation als pädagogischer Maßstab dienen. Alle sollen sprechen dürfen, niemand soll ausgelacht werden, Behauptungen sollen begründet werden, und Entscheidungen sollen die Perspektiven der Betroffenen berücksichtigen. So wird Demokratie nicht nur erklärt, sondern eingeübt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Lehrkraft kann Habermas nutzen, um Gesprächsregeln transparent zu machen. Wichtig ist dabei, dass Gesprächsregeln nicht bloß Disziplin herstellen, sondern faire Verständigung ermöglichen. Wer leise ist, braucht Schutzräume. Wer laut ist, muss lernen, Macht nicht mit Wahrheit zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Kritik an Habermas =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas&amp;#039; Theorie ist einflussreich, aber auch umstritten. Kritik ist wichtig, weil ein Maßstab selbst überprüft werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Realismus]]: Kritikerinnen und Kritiker fragen, ob die ideale Sprechsituation zu weit von realen Machtverhältnissen entfernt ist.&lt;br /&gt;
# [[Machtanalyse]]: Aus Perspektiven wie der von [[Michel Foucault]] wird betont, dass Macht nicht nur äußerlich auf Gespräche wirkt, sondern Wissen, Sprache und Institutionen tief prägt.&lt;br /&gt;
# [[Feministische Theorie]]: Es wird gefragt, ob Habermas&amp;#039; Ideal rationaler Argumentation emotionale, verkörperte und erfahrungsbezogene Formen des Sprechens zu wenig berücksichtigt.&lt;br /&gt;
# [[Postkoloniale Theorie]]: Kritisch wird geprüft, ob westliche Vorstellungen von Vernunft und Öffentlichkeit universal gesetzt werden.&lt;br /&gt;
# [[Digitale Öffentlichkeit]]: In digitalen Medien verschieben Algorithmen, Plattformregeln und ökonomische Interessen die Bedingungen öffentlicher Kommunikation.&lt;br /&gt;
# [[Rhetorik]]: Nicht jede Überzeugung entsteht allein durch logische Argumente. Stimme, Erzählung, Vertrauen und Erfahrung spielen ebenfalls eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kritik widerlegt Habermas nicht einfach. Sie zeigt, dass sein Maßstab weiterentwickelt werden muss. Gerade wenn Macht, Ungleichheit und Ausschluss ernst genommen werden, bleibt die Frage nach fairer Verständigung zentral.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Habermas heute: Warum der Maßstab wichtig bleibt =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habermas&amp;#039; Denken ist für die Gegenwart bedeutsam, weil Demokratien auf öffentliche Verständigung angewiesen sind. Klimapolitik, Migration, Krieg, soziale Ungleichheit, Künstliche Intelligenz, Gesundheitspolitik und Bildung sind komplexe Themen. Sie lassen sich nicht sinnvoll lösen, wenn Menschen nur strategisch gegeneinander arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Maßstab der idealen Sprechsituation erinnert daran, dass Demokratie mehr ist als Abstimmung. Demokratie braucht Bürgerinnen und Bürger, die Gründe austauschen, Minderheiten hören, Fakten prüfen und bereit sind, eigene Positionen zu verändern. In diesem Sinn ist Habermas nicht nur ein Theoretiker der Kommunikation, sondern ein Denker demokratischer Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernvideo zur Vertiefung =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das folgende Video bietet eine ergänzende Einführung in die [[Diskursethik]] nach [[Karl-Otto Apel]] und [[Jürgen Habermas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|   https://www.youtube.com/watch?v=rAusTxkzYwI   |500|center}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Zentrale Begriffe =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]: Deutscher Philosoph und Soziologe, der die Kritische Theorie, Demokratietheorie und Kommunikationstheorie stark geprägt hat.&lt;br /&gt;
# [[Ideale Sprechsituation]]: Normativer Maßstab für freie, gleichberechtigte und vernünftige Verständigung.&lt;br /&gt;
# [[Kommunikatives Handeln]]: Handeln, das auf Verständigung durch Gründe ausgerichtet ist.&lt;br /&gt;
# [[Strategisches Handeln]]: Handeln, das auf Erfolg, Einfluss oder Durchsetzung eigener Ziele gerichtet ist.&lt;br /&gt;
# [[Geltungsanspruch]]: Anspruch, dass eine Äußerung verständlich, wahr, richtig oder wahrhaftig ist.&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik]]: Ethik, nach der Normen im freien Diskurs aller Betroffenen begründbar sein müssen.&lt;br /&gt;
# [[Öffentlichkeit]]: Raum gesellschaftlicher Diskussion, in dem politische Meinungen gebildet und geprüft werden.&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]: Demokratieverständnis, das Beratung, Begründung und öffentliche Vernunft betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Interaktive Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Quiz: Teste Dein Wissen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Funktion hat die ideale Sprechsituation bei Habermas?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie dient als Maßstab zur Prüfung realer Kommunikation)&lt;br /&gt;
(!Sie beschreibt eine technisch perfekte Telefonverbindung)&lt;br /&gt;
(!Sie ersetzt demokratische Entscheidungen durch Expertenherrschaft)&lt;br /&gt;
(!Sie verbietet Kritik in öffentlichen Debatten)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Woran orientiert sich kommunikatives Handeln?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(An Verständigung durch Gründe)&lt;br /&gt;
(!An der Durchsetzung eigener Interessen um jeden Preis)&lt;br /&gt;
(!An bloßer Unterhaltung ohne Wahrheitsanspruch)&lt;br /&gt;
(!An der Unterordnung unter Autorität)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was meint Habermas mit strategischem Handeln?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Handeln, das auf Erfolg und Einflussnahme zielt)&lt;br /&gt;
(!Handeln, das immer moralisch richtig ist)&lt;br /&gt;
(!Handeln, das ausschließlich durch Zufall entsteht)&lt;br /&gt;
(!Handeln ohne jede Absicht)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welcher Geltungsanspruch fragt nach sachlicher Richtigkeit einer Aussage über die Welt?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Wahrheit)&lt;br /&gt;
(!Wahrhaftigkeit)&lt;br /&gt;
(!Lautstärke)&lt;br /&gt;
(!Beliebtheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welcher Geltungsanspruch betrifft die Ehrlichkeit der sprechenden Person?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Wahrhaftigkeit)&lt;br /&gt;
(!Wahrheit)&lt;br /&gt;
(!Tempo)&lt;br /&gt;
(!Mehrheit)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was fordert die Diskursethik bei moralischen Normen?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Alle Betroffenen sollen einer Norm in einem freien Diskurs zustimmen können)&lt;br /&gt;
(!Eine Norm gilt immer, wenn eine mächtige Person sie befiehlt)&lt;br /&gt;
(!Eine Norm gilt nur, wenn sie alt genug ist)&lt;br /&gt;
(!Eine Norm wird durch Zufall ausgewählt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Warum ist Öffentlichkeit für Habermas wichtig?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Sie ermöglicht demokratische Meinungs- und Willensbildung)&lt;br /&gt;
(!Sie ersetzt alle privaten Gespräche)&lt;br /&gt;
(!Sie verhindert jede Form von Kritik)&lt;br /&gt;
(!Sie macht Argumente überflüssig)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Was gehört zu einer idealen Sprechsituation?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Gleiche Chancen zur Teilnahme und Kritik)&lt;br /&gt;
(!Geheime Entscheidungen ohne Begründung)&lt;br /&gt;
(!Unbegrenzte Macht einer Sprecherin)&lt;br /&gt;
(!Verbot von Einwänden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Frage passt besonders gut zu Habermas&amp;#039; Maßstab?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Wer durfte sprechen und wessen Gründe wurden geprüft)&lt;br /&gt;
(!Wer hatte die lauteste Stimme)&lt;br /&gt;
(!Wer gewann durch Einschüchterung)&lt;br /&gt;
(!Wer konnte die Debatte am schnellsten beenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{MC}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Welche Kritik wird häufig an Habermas formuliert?&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
(Er unterschätze reale Machtverhältnisse und Ausschlüsse)&lt;br /&gt;
(!Er lehne jede Form von Demokratie grundsätzlich ab)&lt;br /&gt;
(!Er interessiere sich nicht für Sprache)&lt;br /&gt;
(!Er verbiete öffentliche Diskussionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Memory ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;memo-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Ideale Sprechsituation || Herrschaftsfreier Maßstab&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kommunikatives Handeln || Verständigung durch Gründe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Strategisches Handeln || Einflussnahme auf Erfolg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geltungsanspruch || Anspruch auf Begründbarkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskursethik || Moral im freien Diskurs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Öffentlichkeit || Raum demokratischer Debatte&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Drag and Drop ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;lueckentext-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Ordne die richtigen Begriffe zu.&lt;br /&gt;
! Thema&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teilnahme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Alle Betroffenen dürfen mitreden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Problematisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Behauptungen dürfen hinterfragt werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einbringen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Gründe und Vorschläge dürfen vorgebracht werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahrhaftigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Sprecher sollen nicht täuschen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwangsfreiheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Machtmittel sollen Argumente nicht ersetzen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Kreuzworträtsel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;kreuzwort-quiz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Diskurs || Wie nennt man ein begründendes Gespräch zur Prüfung von Aussagen oder Normen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Vernunft || Welche Fähigkeit soll öffentliche Debatten nach Habermas leiten?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Geltung || Welches Wort bezeichnet den Anspruch, dass eine Aussage begründbar ist?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Teilhabe || Wie heißt die faire Beteiligung aller Betroffenen?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wahrheit || Welcher Anspruch betrifft die sachliche Richtigkeit einer Aussage?&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kritik || Was muss in einem freien Diskurs jederzeit möglich sein?&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{E}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== LearningApps ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://learningapps.org/index.php?s=Habermas+Ein+Massstab &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
== Lückentext ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;quiz display=simple&amp;gt;&lt;br /&gt;
{&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vervollständige den Text.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
|type=&amp;quot;{}&amp;quot;}&lt;br /&gt;
Habermas versteht Sprache nicht nur als Übertragung von Informationen, sondern als Medium möglicher { Verständigung }. In der idealen Sprechsituation soll nicht Macht entscheiden, sondern das bessere { Argument }. Eine Behauptung kann danach gefragt werden, ob sie sachlich { wahr } ist. Eine Sprecherin muss außerdem zeigen, dass sie ihre Absichten { wahrhaftig } ausdrückt. Moralische Normen sollen in der Diskursethik so geprüft werden, dass alle { Betroffenen } berücksichtigt werden. In einer demokratischen Öffentlichkeit sollen Bürgerinnen und Bürger Gründe austauschen und politische Entscheidungen { kritisieren } können.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/quiz&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Offene Aufgaben =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Leicht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Begriffsplakat]]: Gestalte ein Plakat zu den Begriffen [[ideale Sprechsituation]], [[kommunikatives Handeln]], [[strategisches Handeln]] und [[Geltungsanspruch]].&lt;br /&gt;
# [[Gesprächsbeobachtung]]: Beobachte ein kurzes Gespräch im Alltag und notiere, ob die Beteiligten einander zuhören, begründen und ausreden lassen.&lt;br /&gt;
# [[Beispielsammlung]]: Sammle drei Beispiele aus Schule, Familie oder Medien, in denen nicht das bessere Argument, sondern Macht oder Lautstärke entscheidend war.&lt;br /&gt;
# [[Regelkarte]]: Formuliere fünf Gesprächsregeln für eine faire Klassendiskussion nach Habermas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Standard ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Debattenanalyse]]: Analysiere eine politische Talkshow oder eine schulische Debatte mit den Kriterien Teilhabe, Begründung, Respekt, Prüfbarkeit und Zwangsfreiheit.&lt;br /&gt;
# [[Rollenspiel]]: Führt ein Streitgespräch zuerst strategisch und danach kommunikativ. Vergleicht anschließend die Wirkung beider Formen.&lt;br /&gt;
# [[Quellencheck]]: Untersuche einen Online-Kommentarstrang und prüfe, welche Aussagen begründet, unbegründet oder manipulativ wirken.&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik anwenden]]: Entwickle eine Regel für den Umgang mit Smartphones in der Schule und prüfe, ob alle Betroffenen ihr zustimmen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
=== Schwer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Habermas und Foucault]]: Vergleiche Habermas&amp;#039; Ideal herrschaftsfreier Verständigung mit der Annahme, dass Macht Wissen und Sprache tief prägt.&lt;br /&gt;
# [[Digitale Öffentlichkeit]]: Entwickle ein Konzept für eine Online-Plattform, die Habermas&amp;#039; Maßstab möglichst gut umsetzt.&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]: Entwirf ein Bürgerforum zu einem kontroversen Thema und begründe, wie faire Teilhabe gesichert werden kann.&lt;br /&gt;
# [[Kritische Stellungnahme]]: Schreibe einen Essay zur Frage, ob die ideale Sprechsituation ein realistischer Maßstab oder eine notwendige Utopie ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{:Offene Aufgabe - MOOC erstellen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernkontrolle =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Transfer auf Schule]]: Erkläre an einem selbstgewählten Konflikt aus dem Schulalltag, wie Habermas&amp;#039; Maßstab zu einer gerechteren Lösung beitragen könnte.&lt;br /&gt;
# [[Analyse politischer Kommunikation]]: Wähle eine öffentliche Rede oder Debatte und beurteile, ob dort eher kommunikatives oder strategisches Handeln überwiegt.&lt;br /&gt;
# [[Kritik begründen]]: Entwickle eine begründete Kritik an Habermas aus feministischer, postkolonialer oder machttheoretischer Perspektive.&lt;br /&gt;
# [[Normenprüfung]]: Prüfe eine umstrittene Regel danach, ob alle Betroffenen ihr unter fairen Diskursbedingungen zustimmen könnten.&lt;br /&gt;
# [[Medienurteil]]: Bewerte, ob soziale Medien die ideale Sprechsituation eher fördern oder verhindern. Beziehe Dich auf konkrete Plattformmechanismen.&lt;br /&gt;
# [[Demokratiebezug]]: Zeige, warum demokratische Entscheidungen ohne faire Kommunikationsbedingungen problematisch werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Lernnachweis =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen überzeugenden [[Lernnachweis]] zu &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habermas: Ein Maßstab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; solltest Du zeigen, dass Du zentrale Begriffe sicher erklären, auf reale Beispiele anwenden und kritisch beurteilen kannst. Wichtig ist nicht nur Faktenwissen, sondern die Fähigkeit, Kommunikation nach Kriterien zu untersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Begriffskompetenz]]: Du erklärst [[ideale Sprechsituation]], [[kommunikatives Handeln]], [[strategisches Handeln]], [[Geltungsanspruch]], [[Diskursethik]] und [[Öffentlichkeit]].&lt;br /&gt;
# [[Anwendungskompetenz]]: Du analysierst reale Gespräche, Debatten oder Online-Kommunikation mit Habermas&amp;#039; Maßstab.&lt;br /&gt;
# [[Urteilskompetenz]]: Du begründest, ob eine Kommunikationssituation fair, verzerrt, manipulativ oder verständigungsorientiert ist.&lt;br /&gt;
# [[Kritikfähigkeit]]: Du stellst Habermas&amp;#039; Theorie möglichen Einwänden gegenüber und bewertest deren Stärke.&lt;br /&gt;
# [[Transferkompetenz]]: Du entwickelst eigene Regeln oder Verfahren für bessere Diskussionen in Schule, Politik oder digitalen Räumen.&lt;br /&gt;
# [[Reflexionskompetenz]]: Du reflektierst Dein eigenes Gesprächsverhalten und leitest Verbesserungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= OERs zum Thema =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Diskursethik &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;iframe&amp;gt; https://de.m.wikipedia.org/wiki/Theorie_des_kommunikativen_Handelns &amp;lt;/iframe&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= Links =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| align=center&lt;br /&gt;
{{:D-Tab}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Habermas: Ein Maßstab]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
# [[Jürgen Habermas]]&lt;br /&gt;
# [[Ideale Sprechsituation]]&lt;br /&gt;
# [[Kommunikatives Handeln]]&lt;br /&gt;
# [[Strategisches Handeln]]&lt;br /&gt;
# [[Diskursethik]]&lt;br /&gt;
# [[Geltungsanspruch]]&lt;br /&gt;
# [[Öffentlichkeit]]&lt;br /&gt;
# [[Deliberative Demokratie]]&lt;br /&gt;
# [[Kritische Theorie]]&lt;br /&gt;
# [[Frankfurter Schule]]&lt;br /&gt;
# [[Medienbildung]]&lt;br /&gt;
# [[Demokratiebildung]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Bildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Soziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medienbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratiebildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klasse 11-13]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BR}}&lt;br /&gt;
= aiMOOC-Projekte =&lt;br /&gt;
[[Kategorie:AI_MOOC]] [[Kategorie:GPT aiMOOC]]&lt;br /&gt;
{{MT}}&lt;/div&gt;</summary>
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